
von James Sirius
@MinaMi: Immerhin schneller als das letzte *grins*, ich GLAUBE ich habe mein Tief ĂĽberwunden aber versprechen kann ich euch leider nichts.
@Stiper: So ein Chap kommt auf jeden Fall aber wie gesagt das dauert noch. Ja ich glaube meine Blockade habe ich ĂĽberwunden...
@:*Amira*: Freut mich dass dir meine FF gefällt. ;-)
@:nora^^: Ja guter, lieber Kreacher. Er wird im nächsten oder übernächsten Chap noch einmal seine "Treue" unter Beweis stellen.
„Sie lebt!“, wie ein elektrischer Schlag schoss der Gedanke durch James Gehirn. Er wollte schreien vor Glück, doch schon nach wenigen Augenblicken kehrte James auf den Boden der Tatsachen zurück. Die erhebenden Glücksgefühle verschwanden. Warum wachte sie nicht auf? Und warum atmete sie so schwach? James richtete sich ein wenig auf, sodass er neben Elizabeth am Boden kniete.
Er zog seinen Pullover aus ( den er zu Weihnachten von Molly geschenkt bekommen hatte ) und schob ihn sacht unter Elizas Kopf. Es schien ihm als wĂĽrde sie dadurch ein wenig freier atmen aber sicher war er sich nicht.
Was hatten diese Spinnen mit ihr gemacht? Nocheinmal legte James seine Hand auf Elizabeths Stirn: sie war kalt wie Eis. Einen Moment lieĂź er seine Hand dort liegen:
„Eliza? Hörst du mich? Liz?“, James Stimme zitterte leicht. Sanft strich er der Braunhaarigen eine Strähne aus dem Gesicht: „Komm schon, Liz, bitte! Mach die Augen auf, ja? Bitte! Ich flehe dich an, mach die Augen auf!“ Elizabeth Woods Augen blieben wie sie waren: geschlossen. „NEIN!“, James schrie dass Wort in den finsteren Wald hinaus. Um ihn herum war alles still, kein Wesen hatte den schwarzmagischen Sturm überlebt.
James dachte fieberhaft nach, er musste Elizabeth zurück ins Schloss bringen, vielleicht konnte ihr dort jemand helfen…nein! Nicht vielleicht! Sie würden ihn kennen lernen wenn sie ihr nicht halfen! Aber wie konnte er sie ins Schloss bringen? Er hatte nicht die Kraft für einen neuen Zauber nicht einmal für einen kleinen Schwebezauber. Ihm blieb nicht anderes übrig als sie zu tragen. Sanft fuhr er mit einem Arm unter ihren Kopf und mit dem anderen in ihre Kniekehle. Dann stand er schwankend auf. Normalerweise hätte ihm ihr Gewicht nicht viel ausgemacht aber er war geschwächt…Er wusste nicht ob er es bis ins Schloss schaffen würde. Mühsam setzte er einen Schritt vor den anderen. Er musste ins Schloss, koste es was es wolle. Seine Beine zitterten unter der Last, mit jedem Schritt schwankte er mehr. James biss die Zähne zusammen, sein Körper schrie nach Entlastung, aber er ging weiter, Schritt um Schritt.
Nach einer Weile trat er aus dem Wald heraus, einen Moment blieb er stehen um sich zu erholen. Er blickte auf Eliza herab, sie sah aus als würde sie schlafen…so friedlich. „Ich bringe dich zurück. Ich verspreche es dir.“, keuchte James, bevor er sie sanft auf die Stirn küsste. Elizabeth regte sich ein wenig, ihre Augenlider zuckten aber sie wachte nicht auf. James hob sie etwas höher und ging dann weiter in Richtung Schloss, es war nicht mehr weit, nur noch ein paar Meter. James fühlte sich besser, seine Muskeln schmerzten nicht mehr so sehr, er beschleunigte seine Schritte. Wohin sollte er sie bringen? Zu Madam Pomfrey? Nein, ausgeschlossen. McGonagall? Nein, sie würde Fragen stellen…Andromeda. Ja, sie wusste bestimmt ein Gegengift oder etwas ähnliches und wenn nicht…konnte er immer noch zu McGonagall gehen, es war ihm gleich ob er dann von der Schule fliegen würde, solange es Liz gut ging…
Andromeda war um diese zeit meist unten in den Kerkern also ging James auf direktem weg hinunter zum Büro seiner Patentante. Zum Glück begegnete er niemandem, weder Filch noch Roberts. Keine Zeitverzögerungen. Gut. Er hätte nicht die Geduld gehabt sich jetzt mit einem von ihnen herumzuschlagen.
Schwer atmend stand er vor der schweren HolztĂĽr. Einen letztes mal noch blickte er zu Elizabeth herab ehe er fest an Andromeda Tonks BĂĽrotĂĽr klopfte.
******
Etwa 2 Stunden frĂĽher im Gemeinschaftsraum der Gryffindors:
„Was macht sie so lange im Wald? Ihr ist doch bestimmt nichts passiert oder? Fred?“, Judith und Fred saßen in den Sesseln vorm Kamin. Das Feuer war längst niedergebrannt. Fred war schon lange zurück. Nachdem er James im Raum der Wünsche nicht hatte finden können war er noch zum Klo der Maulenden Myrthe gegangen. Das hatte er allerdings schnell bereut. Er musste Myrthe versprechen mit ihr zu irgendeiner Todestagsfeier zu gehen bevor sie ihm verraten hatte, dass sie James nicht gesehen hatte. Fred schauderte noch immer bei dem Gedanken an den Geist.
Als er zurück im Gemeinschaftsraum war, war er geschockt, dass Liz noch immer nicht zurück war und James auch nicht. Um den machte er sich allerdings nicht so viele Sorgen. James konnte ganz gut auf sich aufpassen das hatte er heute allen demonstriert. Aber Elizabeth…
„Ich hätte sie nicht in den Wald gehen lassen sollen! Was hab ich mir dabei nur gedacht?“, Fred machte sich schreckliche Vorwürfe.
„Sie wäre so oder so gegangen. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat bringt man sie davon so schnell nicht wieder ab.“, Judy lächelte halbherzig.
„Ich hoffe es geht ihr gut…wenn ihr nun wirklich etwas passiert ist…“, in Judys Augen sammelten sich Tränen.
„Hey, ihr ist bestimmt nichts passiert. Bestimmt hat sie nur James gefunden und sie ist gerade dabei ihn umzubringen weil er einfach so abgehauen ist. Wir sollten uns Sorgen um IHN machen wenn sie ihn tatsächlich in die Finger bekommen hat.“, Fred gab sein bestes seine Freundin aufzuheitern.
„Wahrscheinlich hast du Recht…ich hoffe jedenfalls dass du Recht hast.“ Die beiden versanken in Schweigen, jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.
„Vielleicht sollten wir noch einmal die Karte nach den beiden absuchen? Vielleicht sind sie ja mittlerweile wieder auf dem Gelände?“, sagte Judy nach einer Ewigkeit.
„Gute Idee.“, Fred zog die Karte aus seiner Tasche und sagte: „Ich schwöre feierlich, ich bin ein Tunichtgut.“
„Lass uns zuerst auf den Schlossgründen nachsehen.“ Fred nickte ergeben.
„Hier! Siehst du? James Potter, Elizabeth Wood! Sie sind auf dem Weg zurück ins Schloss!“, jubelte Fred.
„Gott sei Dank.“, seufzte Judy.
„Ich hab dir doch gleich gesagt, dass es den beiden gut geht.“, sagte Fred dann selbstbewusst. Judy zog eine Augenbraue hoch: „Und wenn den beiden nun etwas passiert ist? Ich hätte sie niemals in den Wald gehen lassen sollen…“, äffte sie Fred gekonnt nach. „Ja ist ja schon gut, schon gut, ich habs kapiert. Ich habe mir eben auch Sorgen gemacht.“ Judith lächelte Fred wissend an. Er hatte ein gutes Herz. Aus irgendeinem Grund veranlasste das den Unruhestifter seinen Blick zu senken…
„Warum sind ihre Namen eigentlich übereinander geschrieben?“, fragte Fred auf einmal. Er hatte sein Gesicht hinter der Karte vergraben um seine roten Ohren zu verbergen.
„Ich habe keine Ahnung.“, antwortete Judy wahrheitsgemäß. „Vielleicht laufen sie ja ziemlich dicht beieinander…“
Fred sah Judy an und Judy Fred und plötzlich lachten beide schallend. Das war zu komisch. Sich James und Eliza vorzustellen…Eliza hatte bestimmt gefroren und James hatte mit rotem Kopf einen Arm um sie gelegt…so in etwa sahen die Bilder aus die die beiden vor Augen hatten. Es war zu komisch.
******
„James was tu…“, Andromeda brach abrupt ab. Ihr Blick fiel auf das schlafende Mädchen in James Armen. Schlafend? Das Kind war unnatürlich blass… Andromeda brauchte für ihre Überlegungen nur Sekundenbruchteile.
„Tante, sie ist, glaube ich zumindest, von Hagrids Spinnen gebissen worden! Ich habe es schon mit Enervate versucht aber sie wacht einfach nicht auf, als ich sie gefunden habe war sie in ein Spinnennetz eingewickelt und hat kaum noch geatmet…“, sprudelte es aus James heraus.
„Sie wurde von einer Acromantula gebissen? Dann bring sie schnell rein, ich will sehen was ich tun kann, du kannst mir später erklären was ihr beide im Verbotenen Wald gemacht habt.“, James nickte dankbar. Andromeda trat einen Schritt zurück und ließ ihn mit seiner Last hinein. Sie beschwor eine Art Matratze herauf und bedeutete James das Mädchen darauf abzulegen.
Sanft bettete James Elizabeth auf der Matratze, strich ihr noch ein letztes Mal ĂĽber die kalte Wange und wandte sich dann Andromeda zu, die alles stillschweigend beobachtet hatte.
„Kannst du ihr helfen? Hast du ein Gegengift oder gibt es irgendeinen Fluch…“, James Stimme überschlug sich beinahe.
„Zuerst müssen wir den Biss finden…ich habe ein Gegengift da aber es wird äußerlich angewendet…such du nach dem Biss, ich gehe das Gift holen.“
James nahm sich nicht die Zeit seiner Tante zuzunicken. Er sank auf die Knie und knöpfte schüchtern einen Teil von Elizas Bluse auf. Mehr musste er nicht tun, der Biss war deutlich zu erkennen. Nahe am Schlüsselbein. Es war James ein Rätsel wie die Spinne es geschafft hatte Eliza dort zu beißen.
Die Wunde war nur sehr klein, kaum mehr als ein Bienenstich…vorsichtig strich James mit einem Finger über den Biss. Elizabeth zuckte zusammen und James zog seine Hand rasch zurück, allerdings nicht ohne vorher tief zu erröten.
Andromeda kehrte rasch aus dem Nachbarraum zurück. In der Hand hielt sie eine Phiole mit einer dunkelvioletten Flüssigkeit. „Bist du sicher dass das hilft?“, James beäugte die dunkle Flüssigkeit argwöhnisch.
„Ganz sicher. Aber… Wie lange ist das denn her? Wann genau wurde sie gebissen?“, fragte Andromeda als sie sich niederließ und die Phiole öffnete.
„Ich weiß es nicht…mehrere Stunden vermute ich…warum?“, James Panik kehrte zurück. „Ganz ruhig, James. Das wird schon wieder. Nur nicht den Kopf verlieren! Du hast sie nicht den weiten Weg ins Schloss getragen um sie jetzt sterben zu lassen!“, dachte James und atmete einmal tief durch.
„Das ist ziemlich lange…ich hoffe es ist noch nicht zu spät.“
James Herz setzte aus. Das durfte nicht sein! Das wĂĽrde er nicht zulassen!
„Wo ist die Wunde? Ahh am Schlüsselbein…mein Gott wie ist denn die Spinne dorthin gekommen?“ Andromeda tröpfelte das Antiserum vorsichtig in die Wunde. Elizabeth, obwohl noch immer ohnmächtig bäumte sich auf vor Schmerz, als das Gift sich mit ihrem Blut vermischte. James drückte sie sanft wieder zurück auf ihr Lager. Ihr schmerzverzerrtes Gesicht zerriss ihm das Herz. Womit hatte sie das verdient? Was hatte sie getan? Warum musste sie so leiden?
„Hast du nichts um ihre Schmerzen zu lindern?“, fragte James seine Tante. Die schüttelte nur bedauernd den Kopf.
James verbarg sein Gesicht für einen Moment in den Händen. Er würde ALLES tun um ihre Schmerzen auf sich zu nehmen, wirklich ALLES… erst als er Eliza leise aufstöhnen hörte sah er auf. Andromeda war verschwunden. Sie hatte es nicht ertragen James so zu sehen und irgendwie hatte sie sich nicht wohl gefühlt zusammen mit den beiden in einem Raum… Sie hätte im Moment ohnehin nichts mehr tun können, jetzt hieß es abwarten ob das Gegengift Wirkung zeigte oder ob es bereits zu spät war…
Seit über einer Stunde saß James jetzt schon an Elizas Seite. Immer wieder musste er sie zurück auf ihr Lager drücken, wenn sie sich vor Schmerz aufgerichtet hatte. Ihre Stirn war nicht länger kalt sondern brannte wie Feuer. Ihr Körper rang mit dem Gift und noch war nicht abzusehen wer den Sieg davon tragen würde…
James strich mit seiner Hand über Elizas Wange wieder und wieder. Das schien sie ein wenig zu beruhigen, sie warf sich nicht mehr so sehr herum. Einmal war James aufgestanden um ein wenig Wasser zu holen, doch kaum hatte er seine Hand von ihrer Wange genommen, hatte sie erneut begonnen sich umher zu werfen. Er hatte sich sofort wieder niedergelassen und ihre Hand genommen…Sie durfte einfach nicht sterben! Sie durfte nicht!
Also das Chap hier kam etwas schneller als das letzte.
Ich freue mich wie immer ĂĽber viele Kommis. Was noch...hm...ah ja, ich ĂĽberlege gerade, wie war das nochmal in den HP - BĂĽchern...bei den Quidditschspielen, musste Gryffindor immer zuerst gegen Slytherin, dann Ravenclaw und zum Schluss Hufflepuff...stimmt das so???
VLG JS
Kommis? Oh das hab ich ja schon mal erwähnt *grins*
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