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Fanfiction

Eine Art Wunder (leider abgebrochen) - Ein Geschenk

von Lapis

A./N.: Und ein neues Kapitel für euch. Endlich lüftet sich das große Geheimnis um den Inhalt der Tüten! (Naja, zumindest fast.) Das war wohl die drängendste Frage nach dem letzten Kapitel. Was mich sehr beeindruckt hat war, dass offenbar Dracos Gefühle während des Besuchs bei seiner Mutter durch den Text sehr gut herüberkamen - ich gestehe, ich merke das selbst gar nicht mehr so sehr, weil ich es so oft gelesen habe, dass mich in dem Moment nur noch Technik (welches Wort, welche Redewendung, was passt am besten?) interessiert hat. Und wenn diese Technik dann den gewünschten Effekt hat, ist das einfach nur toll.

Dank an meine geschätzten Reviewer Cura und niobe87. Freut mich immer, von euch zu lesen.

Vor Weihnachten wird es vermutlich noch ein weiteres Kapitel geben, wie lange ich über die Ferien brauche, kann ich noch nicht sagen. Dies ist Kapitel 15, im Original sind wir bei 22, mir gehen also demnächst die Kapitel aus. Soll ich dann lieber die Abstände, in denen ich poste, größer machen, damit es länger hält? Dann hätte ich Zeit, zwischendurch den ein oder anderen One-Shot zu übersetzen. Oder wollt ihr sie lieber so schnell wie ich es eben schaffe und euch dann in die grausame Warterei auf ein neues Kapitel ergeben? Schreibt, was ihr denkt, könnt ihr auch als Mail machen, das muss nicht in ein Review.

Viel Spaß!




Kapitel 15: Ein Geschenk


„Und was ist in den Tüten?“

Harry lächelte geheimnistuerisch, aber antwortete nicht auf Dracos Frage. Seit sie zurückgekommen waren und McGonagalls Büro verlassen hatten, hatte Draco seiner Neugier doch nachgegeben und plagte Harry mit Fragen danach, was er in der Winkelgasse gekauft hatte. Harry verriet natürlich nichts, er wollte den Inhalt der Tüten geheim halten, bis es Zeit war, sie auszupacken.

Vor dem Porträt der Fetten Dame blieben sie stehen. Draco blickte schon wieder schlecht gelaunt drein. Als Harry ihn darauf ansprach, blitzten Dracos Augen zornig auf.

„Und? Du gehst doch und verbringst den Rest des Tages mit deinen Freunden. Was juckt es dich?“ schnappte er.

Harrys Augenbrauen schossen in die Höhe. Es war ihm gar nicht in den Sinn gekommen, dass er immer noch für das Weihnachtsfestmahl mit seinen Freunden zusammen sein konnte, er hatte einfach angenommen, dass er den ganzen Tag mit Draco verbringen würde. Dann breitete sich auf seinem Gesicht langsam ein Grinsen aus. Deshalb also schmollte Draco nun wieder.

„Malfoy, erzähl mir nicht, du bist eifersüchtig.“

„Eifersüchtig darauf, dass du Weihnachten in einer Bruchbude verbringst? Wohl kaum“, schnaubte Draco - aber sehr überzeugend klang es nicht.

Harry seufzte und betrachtete Draco nachdenklich. Er wollte zum Hauptquartier gehen - er vermisste nicht nur Ron, Hermine und Ginny, sondern auch die restlichen Überlebenden des Ordens. Er wollte vor einem warmen Kamin Geschenke öffnen, wollte Remus und Tonks in ihrem wohlverdienten Glück als frisch Verlobte sehen. Aber zur gleichen Zeit wollte er etwas anderes tun, etwas, das er nur mit Draco Malfoy tun konnte…

„Ich gehe nicht.“

„Wie bitte?“

„Ich habe gesagt, ich gehe ni -“

„Das habe ich verstanden, aber wieso nicht?“

Harry hob die beiden Tüten hoch, die er aus der Winkelgasse mitgebracht hatte. „Ich habe das hier nicht gekauft, um es verderben zu lassen.“

Für einen Moment war es still und Harry fürchtete schon, Draco würde sagen, er solle einfach abhauen, aber schließlich murmelte er mit dem leisesten Anflug von Dankbarkeit in seinem mürrischen Tonfall: „Wenn du meinst.“

Harry begann wieder zu grinsen. „Gut. Du wirst es nämlich mögen.“

Draco warf ihm einen vorsichtigen Blick zu, aber es lag kein Argwohn darin. Das freute Harry und ließ eine unerklärliche Wärme in seiner Brust aufsteigen.

„Du weißt noch, was Nummer elf auf deiner Liste ist? ?Eine Nacht in der Heulenden Hütte verbringen'?“

Draco nickte, wieder einmal überrascht, dass Harry sich daran erinnerte.

„Ich wollte wissen, ob du… das vielleicht tun möchtest. Heute Nacht.“

„Was?“ fragte Draco verständnislos, als würde Harry in einer Fremdsprache reden.

„Ich weiß, wie man hineinkommt“, erklärte Harry. Aus irgendeinem Grund stieg plötzlich Nervosität in ihm auf und er begann mit den Füßen zu scharren und seinen Zauberstab zwischen den Fingern zu drehen, während er sich fragte, wieso Draco so verdammt lang brauchte, um ja zu sagen.

„Ich kann das Schulgelände nicht verlassen“, sagte Draco widerstrebend, „mein Zauberstab wird beobachtet.“

„Hattest du den Aufspürzauber nicht zeitweilig blockiert, als wir nach Hogsmeade gegangen sind?“ fragte Harry. Dracos mangelnde Kooperation frustrierte ihn zunehmend. Er hatte die ganze Sache für eine großartige Idee gehalten.

Draco schnaubte. „Das habe ich nie gesagt, Potter. Irgendeine schusselige Erstklässlerin hatte ihren Zauberstab in der Bibliothek herumliegen lassen und ich habe ihn gestohlen.“

„Du hast - was? Du hast ihn aber zurückgebracht, oder?“

Draco gab einen undefinierbaren Laut von sich, den Harry als „Ja“ interpretierte. Aber das änderte auch nichts an ihrem momentanen Problem.

„Dann wirst du deinen Zauberstab einfach hier lassen müssen“, sagte Harry nüchtern.

„Meinen Zauberstab hier lassen?“, wiederholte Draco ungläubig und starrte Harry an, als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen. „Bist du verrückt? Du möchtest, dass ich ohne meinen Zauberstab als Schutz freiwillig eine Nacht in einem Gemäuer verbringe, in dem es spukt?“

„Ich bin ja da.“

Draco verfiel in Schweigen. Ganz offensichtlich hatte er nicht erwartet, dass Harry ihn begleiten würde.

„Was denn, dachtest du wirklich, ich würde dich allein gehen lassen?“, fragte er leichthin. Er bemühte sich zu lächeln. „Kann dich doch nicht entwischen lassen, oder?“

Draco atmete aus und im gleichen Zug verschwand die Überraschung aus seinem Gesicht und seine Augen verengten sich zu Schlitzen. „Ja, natürlich“, sagte er knapp.

Schuldgefühle nagten an Harry. Er hatte eigentlich nicht geplant, Draco über seine Gründe ihn zu begleiten zu belügen. Aber er konnte sich einfach nicht überwinden zu sagen, dass er Zeit mit Draco verbringen wollte. Es war eine Sache, es vor sich selbst zuzugeben, aber eine ganz andere, das gleiche Draco gegenüber zu tun.

Harry versuchte, das ungemütliche Schweigen zu brechen und fragte lahm: „Willst du dann bald gehen? Ich meine, ich habe Ron und Hermine versprochen, dass ich den Rest der Ferien ab morgen mit ihnen verbringe…“

Das war definitiv nicht das Richtige zu sagen. Das Schweigen kehrte wieder, drückender als je zuvor und begleitet von einem mörderischen Ausdruck auf Dracos Gesicht.

„Ich könnte etwas zu essen aus der Küche stibitzen und für uns mitnehmen. Und ich habe ein paar Decken, die - oh, um Merlins Willen, Malfoy, lass das! Ich tu dir schließlich einen Gefallen!“

„Ja, weil du ?mich nicht entwischen lassen' kannst, nicht wahr?“, spottete Draco und verzog die Lippen. Harry wurde klar, dass er eine lange Zeit darauf gewartet haben musste, das loszuwerden. „Hör auf, dich selbst in die Irre zu führen. Du tust nur dem Ministerium einen Gefallen.“

Das konnte Harry nicht auf sich sitzen lassen. „Das ist nicht wahr!“, brauste er auf. Draco hatte kein Recht, seine Absichten so zu verdrehen, nicht, wenn er alles tat, was in seiner Macht stand, damit Draco bekam, was er wollte.

„Ach, nein? Ist es nicht so, dass du bisher alles nur getan hast, um mich unter Kontrolle zu halten? ?Ich tue das nicht für dich. Ich tue es für Tonks, weil ich sicher bin, dass sie besseres zu tun hat, als ihre Zeit mit Dreck wie dir zu vergeuden.' Das ist alles, was dahinter steckt, oder?“

Draco spie die Worte regelrecht aus und jedes einzelne traf Harry wie ein Schlag ins Gesicht. Es stimmte - er hatte das gesagt. Aber das bedeutete nicht…

„So ist es aber nicht mehr!“, rief er hastig aus. Er stolperte über die Worte. „Als ich das gesagt habe, wusste ich nicht… Die Umstände haben sich geändert. Was ich in der Bibliothek gesagt habe, ist die Wahrheit, das ist es, was -“

„Und wie haben sie sich geändert?“ Dracos erhobene Stimme klang durch den Korridor und übertönte Harrys Proteste. „Ich werde trotzdem den Kuss bekommen, du beobachtest immer noch jeden Schritt, den ich mache, die Zaubererwelt hasst mich immer noch, du hast immer noch Weasley -“

„Was hat Ron damit zu tun?“, fragte Harry verdutzt.

„Nicht er, seine dreckige, kleine Schwester -“

„Ginny?“, unterbrach ihn Harry wieder, immer noch verwirrt. „Sie hat dir absolut nichts getan.“

Aber über der Hand, die er über seinen Mund geschlagen hatte, waren Dracos Augen nun ängstlich aufgerissen. Offensichtlich hatte er etwas von sich gegeben, was er besser nicht gesagt hätte. Völlig verwirrt sah Harry zu, wie er seine Hand senkte und seine Augen abwandte.

„Ach, lass gut sein“, murmelte er. Sein Zorn fiel in sich zusammen wie ein Luftballon, in den man ein Loch gestochen hatte.

Verblüfft protestierte Harry: „Aber du hast doch gesagt -“

„Lass gut sein“, knurrte Draco. „Ich gehe eine Runde schlafen. Warte um fünf im Eingangsflur auf mich.“

Und ohne auf Antwort zu warten, stampfte er den Flur entlang und ließ Harry einfach mit offenem Mund stehen.

---

Aber der so notwendige Schlaf wollte nicht kommen. Stattdessen lag Draco hellwach auf seinem Bett, starrte blind an die Decke und lauschte den Geräuschen seiner Hausgenossen, die ihre Weihnachtsgeschenke ausprobierten.

Der Schlaf mied ihn nicht, weil er Angst davor gehabt hätte, dass in seinen Träumen Dementoren auftauchten und er von schuppigen Händen in Richtung einer dunklen, im Schatten liegenden Kapuze gezerrt wurde, obwohl diese Träume immer häufiger wurden und eine vernünftige Erklärung für seine Schlaflosigkeit geliefert hätten. Es war auch nicht der Besuch bei seiner Mutter, der ihn vom Schlafen abhielt, obwohl nur Merlin wusste, wie sehr ihn die Vorstellung quälte, wie sie in ihrer Zelle kauerte. Nein, die Wahrheit war, dass er unablässig über Harry nachdachte.

In den vergangenen paar Nächten war das alles, was er getan hatte. Über Harry nachdenken. Während er wach lag, nicht bereit, seinen Schlafraum zu verlassen aus Angst, Nott oder einem der anderen nachtragenden Slytherins zu begegnen (obwohl ersterer zum Glück mittlerweile kein Problem mehr darstellte), dachte Draco an all die Dinge, die er an diesem Tag mit Harry zusammen getan hatte und legte sie in einer speziellen Abteilung seiner Erinnerung ab. Die meiste Zeit hatte er nicht viel, über das er nachdenken konnte. In jenen Nächten schlief er schnell ein. Aber an manchen Abenden konnte er stundenlang wach bleiben und sich einfach jedes kleine Wort, jede Geste, jedes Lächeln, das Harry ihm geschenkt hatte, ins Gedächtnis rufen und sich fragen, ob er sich auch noch in einem Tag, einer Woche, einem Monat von nun an daran erinnern würde.

Was Draco am meisten irritierte, war, dass sich irgendwann im Lauf der Zeit Harrys Gesicht in sein Gedächtnis gebrannt hatte. Er hatte sich den unordentlichen, schwarzen Haarschopf eingeprägt, der es umgab, die gerade Nase, den störrischen Kiefer, die schmalen Lippen, die verblüffenden, grünen Augen, denen nie etwas zu entgehen schien. Und er hatte sich eingeprägt, wie dieses Haar in alle Richtungen abstand, ganz gleich, wie oft Harry es verlegen glatt strich, die Art, wie sich diese Lippen mit jedem Atemzug öffneten (Draco hatte nie vorher bemerkt, dass Harry kaum jemals durch die Nase atmete), die Art, wie diese Augen erwartungsvoll aufleuchteten, wann immer Harry auf die Antwort auf eine drängende Frage wartete. Himmel, Draco hatte sich selbst die Form seiner scheußlichen Brille eingeprägt.

Aber obgleich er sich die Zeit genommen hatte, alle diese kleinen Details wahrzunehmen, war Draco noch nicht ganz zu der eigentlichen Erkenntnis durchgedrungen: Dass der einzige Unterschied zwischen dieser ärgerlichen Fixierung auf Harrys Erscheinung und der ganz ähnlichen Faszination, die er im Hogwarts-Express verspürt hatte, war, dass jetzt nicht mehr die Panik über seinen bevorstehenden Tod, die ihn damals gepackt hatte, die Ursache dieser geheimnisvollen Gefühle war, sondern etwas anderes, weit Unbegreiflicheres, viel Beunruhigenderes, das ihn dazu trieb, über die Wölbung von Harrys Nacken nachzudenken.

Nun war Draco kein Dummkopf. Er wusste sehr genau, dass er ein bisschen besessen war. Er wusste ebenfalls, dass diese Obsession nichts Gutes mit sich bringen konnte, am allerwenigsten für ihn selbst, also schob er alle Gedanken an Harry weit von sich, schwang die Beine aus dem Bett und stand auf. Er würde bis fünf einen kleinen Spaziergang machen und unterwegs vielleicht etwas Hübscheres als Harrys Gesicht sehen.

---

Um halb sechs schritten Draco und Harry den Eingangskorridor entlang. Das gereizte Schweigen zwischen ihnen war das einzige Anzeichen für ihren Streit einige Stunden zuvor. Harry trug seinen Tarnumhang und die beiden Tüten, die er aus der Winkelgasse mitgebracht hatte, während Draco zwei Decken und Eine Geschichte von Hogwarts unter dem Arm hatte.

Als sie an der Großen Halle vorbeigingen, die sich allmählich mit Schülern füllte, murmelte Harry unterdrückt vor sich hin. Draco wandte sich automatisch um, um ihn anzusehen.

„Was?“

„Ich habe gesagt, es sieht nicht aus, als würden sie sich nicht so viel Mühe mit der Dekoration geben wie früher einmal“, wiederholte Harry etwas lauter.

Draco reckte den Hals, um einen Blick auf das Innere der Großen Halle zu erhaschen. Harry hatte recht. Die Große Halle war immer der Teil des Schlosses gewesen, der am üppigsten dekoriert war, aber die Girlanden aus Stechpalmen und Mistelzweigen, die glitzernden Eiszapfen und die zwölf Christbäume waren bei weitem nicht so verschwenderisch geschmückt wie sie es früher gewesen waren. Die glitzernden, vielfarbigen Wolken von lebenden Lichterfeen waren abwesend, ebenso die großen Schneeflocken, die früher von der verzauberten Decke gefallen waren.

Draco hob die Schultern und antwortete: „Ich bezweifle, dass es irgendjemanden interessiert.“

Auch das war richtig - es gab praktisch keine Feiertagsstimmung in diesem Jahr. Die meisten Schüler, an denen sie vorbeikamen, blickten düster, wenn nicht geradewegs unglücklich. Draco hatte das Gefühl, dass sie an den Krieg und ihre Angehörigen dachten, mit denen sie ihre Ferien genießen könnten, wenn der Krieg niemals stattgefunden hätte. Zum ersten Mal empfand Draco, dass er mit ihnen allen fühlen konnte, ganz gleich zu welchem Haus sie gehörten.

Harry öffnete den Mund, um zu antworten, aber bevor ein Wort herauskam, griff eine Hand nach Dracos Arm und hielt ihn zurück.

„Lass los“, sagte er ärgerlich und hielt inne, als er sah, dass die Hand auf seinem Arm Pansy Parkinson gehörte.

„Hi, Draco“, strahlte sie.

Draco sah sich um. Harry war stehen geblieben und blickte ihn und Pansy neugierig an. „Hi“, sagte Draco steif. „Sorry, Pansy, aber ich muss -“

„Ich weiß, du bist wahrscheinlich beschäftigt, aber ich wollte einfach nur Frohe Weihnachten sagen“, sagte sie. Ihre runden Augen glitten über Dracos Schulter und wurden noch größer, als sie auf Harry fielen. „Draco“, zischte sie so leise, dass Draco sich zu ihr beugen musste, um sie zu hören, „was tust du mit ihm?“

Draco fühlte, wie Ärger in ihm aufstieg. „Nichts“, sagte er eigensinnig.

Pansy warf ihm einen besorgten Blick zu. „Du solltest dich wirklich nicht mehr mit Gesindel wie ihm sehen lassen. Unsere Leute sind nicht sehr glücklich mit dir, Drake, das weißt du. Sie waren fuchsteufelswild, als sie herausgefunden haben, dass Theodor und Malcolm der Schule verwiesen worden sind. Sie haben gesagt, dass sie es dir und Potter heimzahlen würden. Ich habe ihnen gesagt, dass es nicht deine Schuld war, dass Potter dich verhext hat, aber ich kann dir nicht weiter helfen… du musst dich entschuldigen und es ihnen selbst sagen!“

„Was soll ich ihnen sagen?“ fragte Draco ausdruckslos. „Die Wahrheit? Dass Nott mich angegriffen und zum Sterben liegengelassen hat?“

„Das stimmt nicht - du wärst nicht -“, stammelte Pansy, während ihre Finger nervös ihren Hemdsaum kneteten.

„Das ist es, was passiert ist, Pansy, und du weißt es. Es gibt nichts, wofür ich mich entschuldigen müsste.“

Draco funkelte Pansy herausfordernd an. Jeder auch nur halbwegs vernünftig denkende Mensch wäre vor diesem Blick zurückgeschreckt, aber Pansy, deren Intelligenzquotient offenbar unter dem Durchschnitt lag, ließ nicht locker.

„Tracey findet, du hättest Potter die Schuld an dem Angriff geben sollen“, flüsterte sie. „Auf die Art hättest du deine Loyalität zu uns beweisen können.“

Bei dem bloßen Gedanken, Harry für etwas zu beschuldigen, was er nie tun würde, wallte Empörung in Draco auf. Er schüttelte den Kopf und sagte kalt: „Meine Loyalität gehörte dem Dunklen Lord und meinem Vater, nicht dir und dem Rest unseres Hauses, auch wenn ich vielleicht einmal gedacht haben sollte, dass es so wäre. Nun, da beide Vergangenheit sind, bin ich nur noch mir selbst gegenüber loyal.“

Erleichterung breitete sich auf Pansys Gesicht aus. „Dann bist du nicht auf Potters Seite? Du hasst ihn immer noch?“

Das Kribbeln in Dracos Nacken machte ihm klar, dass Harrys Augen auf ihn gerichtet waren. Er straffte entschlossen seine Kiefermuskeln und sagte kurz: „Ich bin auf niemandes Seite.“

„Aber -“

„Frohe Weihnachten, Pansy“, unterbrach er sie. „Du kannst dem Rest sagen, dass ich mich schon darauf freue, wie sie wie armselige, hässliche Hunde ihrem neu ernannten Führer folgen, sobald sie einen gefunden haben.“

Und dann wandte er ihr den Rücken zu, packte Harrys Handgelenk und zog ihn den Korridor entlang zur Eingangstür.

---

„Das war einfach spitze!“, beharrte Harry zehn Minuten später, als er mit Draco durch eine dicke Lage von Schnee in Richtung der Peitschenden Weide schlurfte. Sie hatten sich fest in ihre Umhänge gewickelt. Es wurde schon langsam dunkel und der eisige Wind, der ihnen entgegen blies, war unerbittlich.

„Nein, war es nicht“, schäumte Draco. „Ich habe gerade den einzigen Menschen verloren, der in Slytherin noch für mich gesprochen hat.“

„Ach, jetzt mach mal halblang“, antwortete Harry beruhigend, „Pansy wird gleich morgen wieder zurück gekrochen kommen, glaub mir. Sie ist von dir besessen.“

„Du verstehst das nicht, Potter“, sagte Draco und obwohl es dunkel war, konnte Harry erkennen, dass er die Zähne zusammenbiss. „Sie hat keinerlei Sympathie für mich übrig, wenn ich meinen Hausgenossen gegenüber nicht loyal bin.“

„Dann brauchst du sie auch nicht“, sagte Harry obenhin und hielt gerade außerhalb der Reichweite der um sich schlagenden Zweige der Peitschenden Weide an. Er suchte den Boden in der Nähe ab und fand einen langen Stock.

„Sag mir Bescheid, wenn es aussieht, als ob sie mich gleich erwischen würde, ja?“, sagte Harry. Er bewegte sich vorsichtig vorwärts, streckte die Arme so weit wie möglich aus und suchte nach dem Knoten am Stamm und - da. Der Baum erstarrte augenblicklich, die Umrisse seiner knorrigen Zweige sahen gegen den schnell dunkler werdenden Himmel fast komisch aus.

Draco räusperte sich, nachdem Harry den Stock wieder hatte fallen lassen. „Woher… woher kennst du diesen Geheimgang?“, fragte er halb nervös, halb neugierig.

Einen Moment lang dachte Harry darüber nach, Draco von der Karte des Herumtreibers zu erzählen. Aber irgendetwas hielt ihn zurück - eigentlich hatte er Draco schon eine ganze Menge erzählt und die Karte war ein geschätztes Andenken an die Zeit seines Vaters. So sagte er nur: „Ich habe da so meine Quellen. Komm, lass uns gehen.“

Harry entzündete seinen Zauberstab mit einem geflüsterten „Lumos“ und zwängte sich durch den Spalt in den Wurzeln des Baums. In dem Tunnel war es kalt, die Erde war steinhart gefroren. Sobald er sicher war, dass Draco ihm folgte, kroch Harry in dem engen Gang vorwärts, während der eisige Boden seine Hände und Knie taub machte.

„Und du bist sicher, dass das funktioniert?“, zischte Draco hinter ihm.

„Ja, ich hab den Gang schon öfter benutzt“, versicherte ihm Harry.

„Es ist verdammt kalt hier unten…“

„Daran kann ich jetzt wohl kaum was ändern“, antwortete Harry gereizt. „Jetzt hör auf zu jammern, es wird nicht lange dauern.“

Und tatsächlich, der Boden begann sich zu heben und nach einigen Minuten kam Harry in einem kleinen, unordentlichen Raum heraus. Er glitt aus dem Tunnel heraus, rollte mit den Schultern und war froh, dem niedrigen Geheimgang entronnen zu sein. Er kauerte sich hin und streckte Draco eine Hand hin. Aber anstatt sie zu nehmen, warf Draco ihm nur einen vernichtenden Blick zu und kletterte geschmeidig aus dem Loch.

„Das ist das Innere der Heulenden Hütte?“, murmelte Draco und rümpfte die Nase, während seine Augen über den staubbedeckten Boden und die Möbelstücke (oder eher Reste derselben) glitten. Harry hörte einen Hauch von Furcht aus seiner Stimme heraus und erinnerte sich, dass der andere immer noch glaubte, die Hütte würde von Geistern heimgesucht.

Harry lachte und neckte ihn: „Tja, die bösen Geister hier drinnen haben keinen Bedarf für ordentliche Haushaltsführung.“

Draco blickte Harry finster an. „Halt die Klappe.“

Harry zuckte gutmütig die Schultern und wandte sich um, um sich einen Überblick über den Raum zu verschaffen. Es schien einmal ein Wohnzimmer gewesen zu sein, denn an der gegenüberliegenden Wand war ein mit Brettern vernagelter Kamin zu sehen und in der Nähe der Tür, die zum Gang hinausführte, stand ein durchgesessenes Sofa, aus dessen Sitzkissen ganze Stücke herausgerissen waren. Alle anderen Möbelstücke hatten aus Holz bestanden und waren von Lupin während seiner Verwandlungen zerstört worden.

„Hm… dann werden wir wohl…“ Harry schwenkte voller Hoffnung seinen Zauberstab. Ein paar zerbrochene Stuhlbeine und der größte Teil des Staubs verschwanden. Er deutete auf den Kamin und sagte „Redukto!“ Die Bretter vor dem Kamin zerfielen und ließen Holzsplitter in alle Richtungen fliegen. Harry zuckte zusammen und schwenkte seinen Zauberstab ein zweites Mal, um den Schutt verschwinden zu lassen.

Ein genervter Seufzer brachte ihn dazu, sich umzudrehen. „Was?“ fragte er gereizt.

„Wirklich, Potter, du bist hoffnungslos.“ Draco rauschte an Harry vorbei und schnappte sich im Vorbeigehen dessen Zauberstab. Dann begann er, die einzelnen Holzstücke, die Harry übersehen hatte, in einfache, aber bequem aussehende Möbelstücke zu verwandeln: zwei Sessel, einen niedrigen Tisch und ein weiteres Sofa.

„Wow.“ Harry war beeindruckt. „Wie hast du das gemacht?“

„Ich habe in der vierten Klasse in Verwandlung aufgepasst“, sagte Draco und grinste selbstgefällig, als er Harry den Zauberstab zurückgab. „Wie auch immer, diese Bruchbude ist trotzdem kaum bewohnbar, ganz zu schweigen davon, dass sie abgrundhässlich ist, aber es wird wohl reichen müssen.“

„Ich bin sicher, du hast schon Schlimmeres gesehen“, sagte Harry ohne nachzudenken.

Eine bedeutungsschwangere Stille senkte sich herab, während der Harry klar wurde, dass Draco seine Bemerkung auf den Krieg bezogen haben musste - ein Thema, das um jeden Preis vermieden werden musste, wie er seit ihrem Gespräch auf der Treppe begriffen hatte. Er erschauerte und verbesserte sich schnell: „Das habe ich nicht gemeint… Es ist nicht egal, weißt du.“

Aber es war zu spät, der Schaden war angerichtet. Der selbstgefällige Ausdruck verschwand aus Dracos Gesicht und seine Augen nahmen stattdessen wieder den mittlerweile vertrauten, gejagten Ausdruck an. „Ja, ich habe in schlimmeren Umgebungen gehaust“, sagte er leise.

Harry vermied Dracos Blick, als er hinüber zu dem staubigen Kamin ging. „Wir sollten das Feuer anzünden“, schlug er in übertrieben fröhlichem Ton vor. „Hm… wie ging der Spruch noch gleich… ach, ja. Incendio!“

Ein Feuer flammte auf und vertrieb auf der Stelle die Kälte aus dem trostlosen kleinen Raum. Die Erschöpfung, die Harry den ganzen Tag verfolgt hatte, überwältigte ihn nun und er ließ sich mit einem dankbaren Seufzen auf das von Draco beschworene Sofa fallen.

„Das ist nicht übel“, lobte er.

„Ja, nun“, sagte Draco, als er sich in einen der Sessel sinken ließ, „wenn du monatelang auf blankem Boden schlafen musst, lernst du solche Dinge irgendwann.“

Und dann legte er ohne ein weiteres Wort Eine Geschichte von Hogwarts auf seinen Schoß, schlug die markierte Seite auf und begann zu lesen, als befände er sich in der Bibliothek in Hogwarts und nicht gegen Anweisung des Ministeriums kilometerweit vom Schloss entfernt.

Einige Minuten vergingen. Draco schien vergessen zu haben, dass Harry da war, denn er hatte es sich gemütlich gemacht wie eine zufriedene Katze, die Augen unverwandt auf sein Buch gerichtet und wirkte ungewohnt entspannt. Sein blasses Gesicht war in das sanfte, rötlich-orangefarbene Glühen der Feuerstelle getaucht und seine sonst scharfen Linien wirkten durch die tanzenden Schatten weicher. Mit jedem Ausatmen fiel ihm das weißblonde Haar leicht in die Augen, aber er versuchte nicht, die Locke aus dem Weg zu streichen. Mit seinen dunklen, gesenkten Wimpern sah Draco so friedlich aus als schliefe er.

Als das Schweigen andauerte, bemerkte Harry unbehaglich, wie etwas Großes in seiner Brust schwoll, ein seltsames, machtvolles Gefühl, das gegen seinen Brustkorb drückte und ihm das Atmen schwer machte. Er rutschte auf seinem Platz hin und her und versuchte, es zu ignorieren, aber je länger er Draco betrachtete, desto unerträglicher wurde es, bis er schließlich gezwungen war aufzustehen und laut sagte: „Bin gleich wieder da.“

Draco grunzte, aber blickte nicht auf. So leise wie möglich hob Harry seine Tüten auf, verließ das Wohnzimmer und betrat den nächsten Raum. Dieser war völlig verfallen und mit einer so dicken Lage Staub bedeckt, dass er Harrys Schritte dämpfte, als er eintrat. Ein rostiger Herd und ein zersprungener Tresen deuteten darauf hin, dass dies einmal eine Küche gewesen war.

Er seufzte und knetete seinen Nasenrücken. Was war nur los mit ihm? Denn nun hatte er das seltsame Gefühl in seiner Brust erkannt: Es war das gleiche, was er in der Woche, bevor er wieder nach Hogwarts zurückgekehrt war, jeden Morgen gefühlt hatte, wenn er Ginnys schlafende Gestalt betrachtete. Es war Zuneigung.

Aber wie konnte er Zuneigung zu Draco fühlen? Er mochte ihn noch nicht einmal besonders gern. Er fühlte nicht das gleiche Feuer, das jedes Mal in ihm brannte, wenn er Ginny ansah. Oder zumindest gebrannt hatte, denn in letzter Zeit hatte es sich eher zu etwas wie angenehmer Wärme gemildert. Aber das lag natürlich daran, dass er Ginny außerhalb des Unterrichts kaum zu Gesicht bekam… oder nicht?

Harry verscheuchte diese verwirrenden Gedanken mit einem Kopfschütteln und machte sich an eine der Überraschungen, die er für Draco geplant hatte. Er war nicht besonders gut darin, große Objekte aus dem Nichts zu beschwören, deshalb hatte er auf dem Weg zu Peitschenden Weide einen herabgefallenen Tannenzweig aufgehoben. Nun zog er ihn aus der Tasche und legte ihn auf den Boden. Er deutete mit dem Zauberstab darauf, verzog in höchster Konzentration das Gesicht und sagte: „Augmenta!“

In einem Funkenregen sprang der Ast etliche Zentimeter in die Höhe und begann sich schnell in zwei, drei, zehn, zwanzig Zweige aufzuteilen, von denen sich wiederum jeder weiter teilte. Der Hauptast, der die weiter wachsenden Zweige verband, wurde dicker und länger und verwandelte sich in einen Stamm. Schließlich fiel der seltsame Weihnachtsbaum mit einem gedämpften Bums auf den staubbedeckten Boden.

Harry runzelte die Stirn. Nicht ganz, was er sich vorgestellt hatte, aber es würde reichen müssen. Er schwang wieder seinen Zauberstab, so dass der Baum aufrecht ein, zwei Zentimeter über dem Boden schwebte und machte sich schnell daran, ihn zu schmücken. Innerhalb von Sekunden war der Baum von leuchtenden Stechpalmenbeeren, glitzernden, täuschend echt aussehenden Eiszapfen und leuchtenden Lichterketten bedeckt, sowie mit Schneeflocken überpudert. Zusätzlich hängte Harry einige Zuckerstangen an die Zweige und auf die Spitze kam ein prächtiger, silberner Stern.

Zufrieden mit seinem Werk wirbelte Harry seinen Zauberstab herum, so dass der Weihnachtsbaum vor ihm her aus der Küche schwebte, als er ihn vor sich her ins Wohnzimmer dirigierte.

Draco blickte nicht auf, als Harry den Raum wieder betrat. Er schien genauso vertieft in seine Lektüre wie vorher. Aber er bemerkte Harrys Hüsteln. „Was ist?“, fragte er ungeduldig und blickte auf.

Im selben Moment verschwand sein mürrischer Gesichtsausdruck.

---

Dracos Kinn fiel herunter, als er den glitzernden Weihnachtsbaum und daneben Harry erblickte, der mit einem breiten, selbstzufriedenen Grinsen da stand. Zuerst weigerte sich sein Verstand, zu verstehen, was er sah. Sicher kann Potter keinen verdammten Weihnachtsbaum unter seinem Umhang versteckt haben, sagte er sich.

Aber dann ließ Harry das verfluchte Ding zu der freien Stelle neben dem Kamin schweben und der Anblick des Feuerscheins, der auf den Eiszapfen glänzte, bestätigte es: Dies war ein echter Weihnachtsbaum und Harry war dafür verantwortlich.

Abrupt legte Draco Eine Geschichte von Hogwarts auf den Tisch und stand auf.

„Ich habe ihn verwandelt“, sagte Harry amüsiert auf Dracos geschockten Blick hin. „Du hast gesagt, du wolltest - oh, warte“, er deutete mit dem Zauberstab auf den offenen Durchgang in den Flur und sagte laut: „Accio Tüten!“

Die beiden mitgebrachten Einkaufstüten schossen heran und landeten zu Harrys Füßen. Er grinste Draco kurz an, bückte sich, kramte in einer der Tüten und zog ein rechteckiges, in Geschenkpapier gewickeltes Päckchen hervor, das er unter den Weihnachtsbaum legte.

„So“, sagte er zufrieden und trat zurück, um sein Werk zu bewundern.

Schließlich fand Draco seine Stimme wieder. „Was in Merlins Namen?“, krächzte er.

Harrys Grinsen wurde noch breiter, er blickte nun eindeutig glücklich drein. „Da ist noch mehr.“

Bevor Draco auch nur beginnen konnte sich zu fragen, was Harry sonst noch getan haben konnte, beugte der sich vornüber und zog zwei große Flaschen aus den Tüten vor ihm. Draco kam näher und sah, dass es zwei Flaschen Bier waren.

„Wie bist du da dran gekommen?“, stammelte er und schnappte nach Luft. „Die verkaufen keinen Alkohol -“

„- an normale Schüler von Hogwarts. Ich bin aber nicht der normale Schüler.“ Harry ließ seine Augenbrauen auf und ab wandern. Dann, als ob ihm klar wäre, dass diese Information Draco neue Möglichkeiten eröffnete, fügte er fest hinzu: „Aber das ist eine einmalige Sache. Es wird nicht wieder vorkommen. Ich hab das nur gekauft, damit du Nummer vier abhaken kannst.“

„Du bist in die Winkelgasse gegangen, um Alkohol zu kaufen und konntest nichts besseres mitbringen?“, fragte Draco zweifelnd. „Bier ist was für Weasleys. Ich hätte Wein oder Met bevorzugt - wobei, Ogdens ist auch prima -“

„Bier ist alles, was du bekommen wirst“, unterbrach ihn Harry. „Für etwas Besseres hatte ich nicht genügend Geld bei mir und außerdem traue ich dir nicht mit etwas Stärkerem.“

Draco seufzte resigniert. „Dann steht Champagner nicht zur Debatte? Auch nicht für die Feiertage?“

Harry runzelte streng die Stirn. „Übertreib es nicht, Malfoy.“

„Aber ich möchte nicht -“

Draco beendete den Satz nicht und biss sich auf die Lippe. Er hatte gerade sagen wollen, dass er nicht vor Harry trinken wollte, weil er keine Ahnung hatte, was er alles an beschämenden Dinge sagen oder tun würde, aber ihm fiel kein Weg ein, wie er das formulieren konnte, ohne die Dinge noch unbehaglicher zu machen. Stattdessen murmelte er: „Du hast das für mich getan?“

Die Art, wie Draco die offensichtliche Tatsache ausdrückte, verwirrte Harry. „Hm - ja. Ein einfaches Danke würde schon reichen, weißt du?“

Aber anstatt Harry zu danken, griff Draco in die Tasche seiner Robe und zog seine Liste hervor. Er kauerte sich neben den Tisch und breitete sie darauf aus. Mit der Unterlippe zwischen seinen Zähnen studierte er sie genau. Dann stand er auf und nickte, während er das nervöse Rumoren in seinem Inneren ignorierte.

„Okay. Dann lass uns loslegen.“


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Neue FF von Lily Potter
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Emma ist eine natürliche Schönheit – wenn sie also die ,normale‘ Hermine in ihrer Schuluniform spielt, müssen wir ihr Aussehen unter dem Make-up eher herunterspielen. Aber der Weihnachtsball erfordert natürlich das genaue Gegenteil – da konnten wir uns mit dem Make-up richtig austoben.
Amanda Knight, Maskenbildnerin