
von Ginny_93
„Warum??“
„Wenn es doch nur so einfach wäre.“
Wieso konnte er ihr denn nicht einfach die Wahrheit sagen. Er war doch sonst auch nie so verschwiegen.
„Ron, jetzt sag mir endlich, wieso du dich von mir trennen willst.“ Hermine verstand die Welt nicht mehr. „Ist es wegen Susan?“, fragte sie ihn. Ron schüttelte den Kopf. „Nein, es ist nicht wegen ihr. Du weißt, ich habe keine Gefühle für sie.“ „Und für mich auch nicht mehr.“ Für Hermine war diese Erkenntnis sehr hart. Sie und Ron waren mittlerweile seit fünf Jahren ein Paar. Sie lebten sogar schon zusammen. Sie hatte gedacht, er liebte sie genauso, wie sie ihn. Als er an diesem Abend von der Arbeit nach Hause kam, dachte sie zuerst, er wolle ihr vielleicht endlich den lang ersehnten Heiratsantrag machen. Er hatte ihr eine Rose mit gebracht. Welcher Vollidiot bringt einer Frau eine Rose mit, wenn er sich von ihr trennen will? Da wäre ja selbst ein Tannenbaum besser gewesen, hatte sie sich gedacht, als er die Worte aussprach. „Ich werde gehen. Zu meinen Eltern ziehen. Ich sehe keinen Sinn mehr.“ Das hatte er gesagt. Hermine verstand nicht wieso und er wollte ihr auch nichts sagen. Und dann auch noch die Aussage‚wenn es doch nur so einfach wäre’, wollte er sie veralbern?
„Ron, jetzt sag mir endlich, was los mit dir ist. Du kannst nicht einfach sagen, dass du dich von mir trennen willst, und dann nicht mal eine Erklärung dafür abliefern. Meinst du nicht ich habe es nach über fünf Jahren Liebe, die ich dir gab, verdient, die Wahrheit zu erfahren?“ Hermine war kurz davor, laut loszuheulen. Sie konnte nicht mehr. Ron tat ihr in diesem Moment so weh. „Man, Hermine. Denk doch mal nach. Du bist nicht nur wunderschön, nein, du bist auch von unglaublich klug. Und trotzdem streiten wir uns nur noch. Ich meine, weißt du überhaupt noch, wann wir uns das letzte Mal so richtig gezeigt haben, dass wir uns lieben?“ Hermine dachte nach. Natürlich wusste sie es noch. Es war vor vier Monaten gewesen. Er hatte Kerzen von der Gartentür bis zum Wohnzimmer verteilt. Und dann hatten sie sich dort geliebt. Es war wunderschön gewesen. Aber das mit dem Streit stimmte auch. Ron hatte einfach immer eine ganz andere Meinung zu allem als sie. „Natürlich weiß ich das noch. Ron, wie könnte ich das vergessen?“, antwortete Hermine. Sie hatte Tränen in den Augen. Ron konnte das nicht mit ansehen. „Hey, du weißt, ich liebe dich, aber ich kann das nicht mehr. Mindestens Abstand brauche ich. Lass mir etwas Zeit, vielleicht finde ich dann die vollständige Liebe zu dir wieder“, sagte er, legte eine Hand unter ihr Kinn und wollte sie küssen. Doch Hermine wich zurück. Sie sah ihn wütend an. „Okay. Okay, du möchtest Zeit, du bekommst sie. Aber lass mir auch meine. Ich möchte, dass wir uns vorerst aus dem Weg gehen. Ich möchte dich nicht sehen und auch nicht mit dir sprechen. Geh jetzt. Nimm deine Sachen und geh. Lass mich allein, ich schaff das schon, auch ohne dich. Wir können später drüber reden, aber bis dahin möchte ich alleine sein und in Ruhe darüber nachdenken. Ich werde heute bei Ginny und Harry übernachten. Wenn ich morgen zurück komme, möchte ich, dass nichts mehr hier ist, was dir gehört. Leb vorerst wohl, Ron.“ Und damit lies sie ihn stehen, ging durch den Flur, nahm sich ihre Jacke und ging nach draußen. Dort verschwand sie hinter der nächsten Ecke und apparierte. Als sie in einer Seitenstraße nahe der Winkelgasse wieder auftauchte, sackte sie zusammen und fing an zu weinen.
Soo, das war dann mal das erste Kapitel, ich schreib bald weiter, hoffe aber auf Kommis?
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