
von Ginny_93
@ Merle - die Erlöhsung ;) freut mich, dass dir die letzten Kapitel gefallen haben :D hab mir ja auch Mühe gegeben ;) besonders beim letzten, und das jetzt hab ich drei Tage lang geschrieben, hatte kaum Ideen, hab mich dann auf n paar Ratschläge von meiner Tante eingelassen ;) jaa familiäre Unterstützung hab ich hier xD hoffe, das hier gefällt dir auch <3
@ **cassa** - freeeeeeeut mich, dass es dir gefallen hat :D na wenns so gemein war, dann bin ich ja super im Interpretieren ;) Dramatik hab ich auch ne Menge, dadurch werden Männer bei mir meistens immer viel Gefühlsoffener als in Wirklichkeit, aber mal sehen, ist halt eher so meine Ader ;P hoffe, das Chap gefällt dir auch :)
@ Hauself - und hier ist es auch "schon" haha, hat etwas länger gedauert als ich wollte, aaaaber naja, was soll man machen... ein "Autor" braucht seine Zeit um die Ideen zu verwirklichen ;) XD hoffe, es gefällt dir was ich hier so über die Tage zusammen gebastelt hab :)
@ draco*love - dein Wunsch sei mir in diesem Fall Befehl, aber pssssst ;) freut mich, dass es dir gefallen hat :) hier gehts jetzt auch endlich weiter :)
Die nächsten Tage vergingen für die zwei frisch verliebten wie im Flug. Sie verbrachten jegliche auch nur erdenkliche Zeit miteinander und genossen die Zweisamkeit. Auch wenn sie noch nicht alles getan hatten, was eine Beziehung so mit sich brachte, sahen sie sich als richtig ernstzunehmendes Paar. So wie Hermine oft bei Draco übernachtet hatte, hatte auch Draco einige Nächte in Hermines Wohnung verbracht. Ihm war dies anfangs noch zuwider gewesen, da er die Vorstellung nicht mochte, in dem Bett neben Hermine zu liegen, in dem sie einst neben Ron gelegen hatte, doch er hatte die Vorstellung eines Tages abgelegt und sich dazu durchringen können, es einmal auszuprobieren.
Am heutigen Tage lag Hermine grade neben Draco auf dem Sofa im Wohnzimmer Dracos Wohnung. Sie dachte an den Tag, an dem sie Ginny und auch Harry von ihrer Beziehung zu Draco erzählt hatte.
Es war ein ziemlich regnerischer Tag gewesen. Ginny hatte viel erfreuter reagiert, als sie sich gedacht hatte. Sie hatte Hermine freudig umarmt und ihr gesagt, wie toll das sei. Hermine hatte sich gleich mitgefreut, dass Harry und Ginny beide glücklich zusammen waren und Ginny auf einen baldigen Heiratsantrag wartete. Ginny wusste, dass dieser kommen würde, da Harry und sie sehr oft in letzter Zeit darüber sprachen und er nicht selten erwähnte, dass er mit Ginny liebend gerne den Rest seines Lebens verbringen wollte. Doch dann kam Harry nach Hause. Er hatte so schon einen schweren Tag gehabt und da musste Hermine ihm auch noch irgendwie beibringen, dass sie mit dem von ihm ehemaligen verhassten Draco Malfoy zusammen war. Er hatte zuerst geglaubt, sie mache Scherze. Dann verstand er nicht, wie sie so schnell über Ron hinweg war. Die Tatsache, dass Ron sich schon ein paar Tage später mit anderen getroffen hatte, ließen sie erst mal außer Acht. Dann fragte Harry sie, ob sie sich sicher sei, dass er auch wirklich gut für sie war. Nach ungefähr zwei Stunden hatte auch Harry beschlossen, dass diese Variante besser war als die, dass Hermine einsam starb und Ron noch mit 80 Jahren hinterher trauerte. Sie hatte noch mit den beiden zusammen zu Abend gegessen und hatte sich danach verabschiedet, um sich noch eine schönen Abend mit Draco zu machen – den sie dann auch gehabt hatten...
Seitdem hatte Hermine Ginny und Harry nicht mehr gesehen. Es war aber nur wenige Tage her, daher war dies nicht sonderlich ungewöhnlich. Hermine war glücklich mit Draco. Sehr sogar. Doch trotzdem musste sie öfters noch an Ron denken. Es war für sie nicht so einfach, das selbst zu tolerieren, aber sie hatte es geschafft, sich mit ihren seltenen Gedanken an Ron zu arrangieren. Sie hatte ihn noch einmal in der Winkelgasse gesehen, als er allein in einem Café gesessen hatte.
Hermine hatte ihn ein wenig beobachtet. Er wirkte betrübt und traurig, doch Hermine wischte diesen Gedanken schnell beiseite. Sie wollte schon weiter gehen, als sie sah, dass Ron einen Ring in der Hand hielt. Hermine starrte wie gebannt auf den Ring. Konnte Ron sich schon so schnell eine neue heiratsfähige Freundin gesucht haben? Dann stand er abrupt auf und ging zielstrebig zu einem kleinen Brunnen in der Winkelgasse, der in der Mitte eines Platzes lag. Hier warfen viele Menschen Münzen herein und wünschten sich etwas, was sie sich von ganzem Herzen wünschten. Ron stand einige Minuten vor diesem Brunnen, während Hermine sich immer weiter an die Hauswand schmiegte, von wo aus sie die ganze Szene beobachtete. Dann warf er den Ring hinein. Er blickte lange Zeit auf den ein paar Zentimeter unter der Wasseroberfläche liegenden Ring. Dann ging er. Hermine ging erst einmal weiter. Sie war zwar neugierig, was das für ein Ring gewesen war, doch wollte sie sich nicht mehr in Rons Angelegenheiten mischen. Doch dann musste sie immer wieder anhalten, um sich davon zu überzeugen, dass sie wirklich nicht wissen wollte, was das für ein Ring gewesen war. Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus und kehrte um. Die Winkelgasse zurück bis zu dem Brunnen. Sie suchte die Stelle, an der Ron eben noch gestanden hatte. Und dort sah sie auch gleich den Ring im Wasser liegen. Sollte sie wirklich? Schließlich bückte sie sich und ihre Hand glitt ins Wasser. Sie tastete nach dem Ring und schaute sich nebenbei um, ob jemand ihr zusah. Doch sie entdeckte niemanden. Schließlich hielt sie den Ring in der Hand und apparierte so schnell wie es ging in ihre Wohnung. Dort besah sie sich den Ring genauer. Er war schlicht, wirkte tatsächlich wie ein Verlobungsring, mit einem kleinen Diamanten in der Mitte. Doch warum hatte Ron ihn weg geworfen? Hatte seine neue etwa nein gesagt? Dann besah sie sich die Innenseite. Dort erschienen langsam und immer deutlicher einige Worte. ‚Für Hermine Granger, in ewiger Liebe Ronald Weasley.’
Seit diesem Tag bewahrte sie den Ring in ihrer Schmuckschatulle auf. Schlussendlich hatte sie sich alles selbst zusammen reimen können. Dies war der Ring, den Ron gekauft hatte, als er vorgehabt hatte, sie selbst zu fragen, ob sie ihn heiraten wollte. Doch als sie sich dann gestritten hatten, hatte er ihn wohl versteckt. Hermine dachte oft darüber nach, ob sie den Ring nicht vielleicht weg packen sollte. Doch sie konnte es nicht. Irgendwas fesselte sie an diesen Ring. Sie wusste selbst nicht, was es war.
Langsam stand sie auf. Sie brauchte jetzt dringend Bewegung. Draco schien eingeschlafen zu sein. Er drehte sich um und so konnte Hermine sich unbemerkt rausschleichen. Sie ging noch einmal zu ihrer Schmuckschatulle und nahm den Ring in ihre Hand. Sie wollte ihn sich draußen noch einmal genauer angucken. Als sie auf die Straße trat, fühlte sie eine sanfte Briese. Sie genoss es sichtlich und schloss für einen kurzen Moment ihre Augen. Dann machte sie sich auf den Weg. Sie ging durch die Straßen und kam letztendlich an einen Waldrand. Dort ging sie weiter und kam irgendwann an einer kleinen Baumfreien Stelle zum Stehen. Sie setzte sich ins Gras. Dann lehnte sie sich zurück und lies sich fallen. So lag sie lange dort und hielt den Ring in ihrer Hand, bis sie das Gefühl hatte, beobachtet zu werden. Sie blickte auf und – sah tatsächlich eine Person einige Meter von ihr entfernt an einen Baum gelehnt stehen. Die Person schien sie schon länger beobachtet zu haben, denn sie stellte sich ertappt grade auf und blickte zuerst auf den Boden, um dann wieder zu Hermine zu blicken. Hermine war geschockt. Sie wusste genau wer dort drüben stand. Die Haare waren nicht zu verwechseln. Doch was tat Ron hier?
Sie stand langsam auf, wandte den Blick aber nicht von Ron, der immer noch zwischen den Bäumen stand und sich anscheinend nicht traute, näher an Hermine ran zu treten. Sie waren nur wenige Schritte von einander entfernt, wenn man es genau nahm. Sie wollte nicht, dass er wieder in ihr Leben trat. Wieso musste sie ihm denn jetzt wieder über den Weg laufen? Es war schon schlimm genug, dass sie den Ring immer wieder ansah, ihre Gedanken sich ständig um Ron kreisten und sie immer noch verletzt war wegen der ganzen Geschichte. Immerhin hatte sie Draco. Draco liebte sie wirklich und lies ihr immer noch zeit, damit sie auch wirklich über Ron hinwegkommen konnte. Und jetzt musste sie ihm wieder begegnen. Und plötzlich ging Ron direkt auf sie zu. Hermine konnte sich nicht bewegen. Sie wollte weglaufen, weg von hier, weg von ihm, zurück zu Draco. Doch sie konnte es nicht. Ron stand jetzt unmittelbar vor ihr. Hermine umklammerte den Ring, den sie immer noch in ihrer Hand hielt. Und als hätte sie den schlimmsten Tag in ihrem Leben, begann es augenblicklich zu regnen. Sie stand steif da, unfähig sich zu bewegen. Ihre Haare klatschnass, mit einem sich ebenso nicht rührenden, nassen Ron vor sich. Doch auf einmal holte sie eine Stimme in die Gegenwart zurück. „Hermine?! Hermine, komm wieder mit, sonst holst du dir den Tod in den dünnen Sachen!“ Sie guckte auf die Person, die aus den Bäumen heraus immer wieder ihren Namen rief. Auch Ron wandte sich von Hermine ab und schaute zu dem nun auf sie zulaufenden Draco. Doch als Draco erkannte, mit wem Hermine da stand, wusch es ihm das Lächeln aus dem Gesicht und er stoppte augenblicklich. Er sah wütend von Ron zu Hermine. „Was macht der denn hier?“, fragten Ron und Draco gleichzeitig an Hermine gerichtet. Diese guckte nur geschockt und verwirrt von einem zum anderen. „Ähm...“ Auf einmal packte Draco sie an der Hand. „Ich glaube du solltest gehen, Weasley.“ Ron sah die beiden geschockt an. Hermine wirkte eher gequält. „Also doch... Also seid ihr... Seid ihr doch zu... Zusammen?“, presste Ron raus. Hermine sah zu Draco, der Ron böse anfunkelte. „Jaah, genau, und jetzt mach, dass du weg kommst.“ Auf einmal spürte Draco etwas in Hermines Hand. Sie weitete erschrocken die Augen und biss sich auf die Lippe. Doch alles Hoffen war vergebens. Draco zog ihr den Ring aus der Hand. „Wa-“, doch weiter kam er nicht, denn auch er hatte die Innenschrift mittlerweile gesehen. Auch Ron hatte den Ring wieder erkannt. „Hermine, wie kommst du an den Ring?“, fragte Ron sie argwöhnisch, während Draco verbissen auf die Schrift starrte. Hermine wusste, dass es kein zurück gab, sie musste es nun sagen, da es sowieso schon fast auf der Hand lag. „Ich... Ich hab ihn aus dem Brunnen geholt als du in der Winkelgasse warst.“ Sowohl Ron als auch Draco blickten Hermine verwirrt an. Draco drückte Ron den Ring in die Hand. „Danke Hermine“ war das einzige, was Draco sagte. „Inwiefern ‚Danke’?“ hakte Hermine nach. „Danke, dass du mir gezeigt hast, dass du doch nicht so bist, wie ich es immer gedacht hatte. Danke, dass du mir das Herz schon nach wenigen glücklichen Tagen gebrochen hast und danke, dass ich die Demütigung Weasley gegenüber wohl nie wieder loswerden werde.“ Damit ging er. Hermine hatte mit jedem seiner Worte die Augen weiter aufgerissen. „Draco! Draco warte! Bitte!” Sie lief ihm schnell hinterher, blickte Ron wütend an und wusste ab diesem Moment, dass sie nur auf diesen Augenblick gewartet hatte, um zu wissen, dass sie weder den Ring noch Ron oder jeglichen Rückblick der Zeit mit ihm jemals wieder sehen wollte. Schließlich erreichte sie Draco am Waldrand. „Draco bitte, es ist nicht so wie du denkst. Ich liebe Ron nicht, sondern dich. Glaub mir doch bitte.“ Sie wurde immer verzweifelter. Draco war zwar angehalten, schien aber nicht zuzuhören. Er blickte nach vorne, sagte und tat nichts. Nichts, außer da zustehen. „Draco, wirklich.“ Nun konnte Draco nicht mehr anders. Er sah sie an und sein Blick zeigte keineswegs Hass oder ähnliches, nein, lediglich Trauer, Enttäuschung und Schmerz. Diese Blickmischung versetzte Hermine einen Stich ins Herz. „Achso, Weasley hat dir also diesen Ring nicht vor ein paar Monaten geben wollen, bevor ihr euch gestritten hattet? Und du bist auch nicht die gemeinte Hermine Granger? Du hattest den Ring nicht in deiner Hand? Hast Weasley nicht an irgendeinem Brunnen bei sonst was beobachtet und den Ring irgendwie bekommen? Hast ihn nicht seit je her behalten und aufbewahrt? Hast dich nicht eben nicht von ihm lösen können? Hast nicht ne lange Zeit gebraucht um überhaupt mitzubekommen, dass ich dich gerufen habe? Hast dich vorhin nicht auf merkwürdige Weise aus der Wohnung geschlichen? Sag mal was soll ich denn davon halten? Ich habe dir schon oft gezeigt, dass ich nicht mit dir spiele. Ich war immer für dich da, hab dir mehr Zeit gegeben, als du überhaupt wolltest. Ich hab etliche Jahre eigentlich nur auf dich gewartet. Ich dachte, du würdest wirklich etwas für mich empfinden und Weasley vergessen. Aber dem ist nicht so, Hermine. Du merkst es vielleicht selber nicht, dass du immer noch Gefühle für ihn hast, aber du solltest es langsam mal verstehen. Ich kann das nicht länger. Ich habs die ganze Zeit gewusst. Ich hätte dich gar nicht trösten dürfen. Du wirst nicht von ihm los kommen, bevor du nicht wirklich weißt, dass du es willst. Und momentan willst du es noch nicht wirklich. Du hast Glück, heute scheint dein Glückstag zu sein. Weasley wartet da hinten immer noch auf dich.“ Draco unterbrach seinen Redeschwall und deutete auf Ron, der viele Meter von ihnen entfernt das Schauspiel beobachtete. „Also los, geh zu ihm. Deine Sachen kannst du später holen, du solltest dich vorerst vergnügen.“ Und damit war er verschwunden. Einfach disappariert. Einfach weg. Nicht mehr da. Hatte sie im Regen stehen lassen. Allein. Mit Ron, dem Menschen, den sie momentan am wenigsten auf der Welt ausstehen konnte. Sie ging auf ihn zu. Er wollte grade etwas sagen, da knallte sie ihm mit voller Wucht eine. Ron blickte sie verwirrt an. Doch bevor er wieder anfangen konnte, zu sprechen, flüsterte sie ihm nur einen Satz zu und verschwand dann genauso wie Draco eben. „Dafür hasse ich dich.“
Zu Hause angekommen schmiss Hermine sich auf ihr Bett. Das Bett, das sie sowohl mit Ron als auch mit Draco geteilt hatte. Doch mit Draco war es ganz anders gewesen. Es war eine ganz andere Ebene gewesen. Ein ganz anderes Gefühl.
Die nächsten Tage aß Hermine wiederholt kaum etwas und wenn, dann brachte Ginny ihr etwas vorbei. Ginny war die einzige, mit der Hermine sprach. Abgesehen von Dracos Haustür. Sie stand fast jeden Tag vor seiner Wohnung. Sie klingelte Sturm, doch er schien die Klingel stumm geschaltet zu haben. Wenn sie per Zufall mit Nachbarn ins Treppenhaus kam, klopfte sie wie wild an seine Haustür. Sie weinte, sie schreite, sie übernachtete dort. Es war ihr absolut zuwider, einem Mann so hinterher zu laufen. Aber er lies einfach nicht mit sich reden. Und Hermine gab ihn nicht so schnell auf.
Heute hatte sie wieder fast vor seiner Haustür geschlafen, doch war sie gestern noch rechtzeitig nach Hause appariert und hatte beschlossen, den heutigen Tag vollständig vor seiner Tür zu verbringen. Und nun saß sie hier. „Komm schon, Draco, rede doch bitte endlich mit mir. Ich möchte mit dir darüber sprechen. Du kannst mir doch nicht so den Kopf verdrehen, dann meinen, ich würde Ron immer noch lieben und gehen. So läuft das nicht. Du hast mich jetzt am Hals.“ Da fiel ihr eine Möglichkeit ein. „Außerdem sind meine Sachen immer noch bei dir drinnen.“ Sie hörte ein leises Aufstöhnen von drinnen. Anscheinend war sie heute nicht die einzige Person gewesen, die an dieser Tür gelehnt hatte. Auf einmal öffnete sich die Tür und Hermine krachte mit dem Rücken voran in die Wohnung. Als sie sich von dem Aufschlag und dem Schock erholt hatte, öffnete sie die Augen wieder und sah, dass Draco nicht hier stand. Sie erhob sich, schloss die Tür und ging in die Wohnung. Sie sah Draco am Küchentisch sitzen. Doch als sie die Küche betrat, verschlug es ihr den Atem. „Du willst nicht allen ernstes das hier alles innerhalb der Tage getrunken haben“, sagte sie und lies sich erschöpft auf den Stuhl neben ihm fallen. Er rührte sich nicht, außer die Finger der einen Hand, die ein Glas drehten. Die andere lag auf dem Tisch, nicht weit entfernt von Hermine. Auf der Küchenablage, auf dem Tisch und auf den zwei weiteren freien Stühlen standen an die 50 Flaschen Wein und Bier. Vielleicht sogar noch mehr. Sie blickte ihm ins Gesicht, das sich mittlerweile ihr zugewandt hatte. Er hatte große Augenringe und sah so aus, als hätte er eine Dusche mehr als nötig. Hermine konnte von sich selbst aber nichts sonderlich anderes behaupten. Zwei Nächte zuvor hatte sie fast bei ihrem eigenen Anblick im Spiegel einen halben Herzinfarkt bekommen, so schlimm hatte sie ausgesehen. Die beiden sahen sich nun tief in die Augen. Und dann nahm Hermine Dracos Hand. Er schloss bei ihrer Berührung die Augen und seufzte. Wie sehr hatte er dies vermisst, an all den Tagen, an denen er hier gesessen hatte, nichts anderes als ihr Foto anblickend, nichts anderes tuend als trinken. Den Kummer vergessen. „Ich wollte dich vergessen. Hab soviel getrunken, dass ich kaum noch denken konnte. Aber das bisschen, dass ich noch denken konnte, handelte eh nur von dir. Und es ist auch nicht sonderlich leicht jemanden zu vergessen, wenn dieser jemand die ganze Zeit vor deiner Haustür kampiert, nicht geht und keine Ruhe gibt. Dann deine Sachen hier überall, ich dachte, ich sterbe bald, wenn ich das alles weiter ertragen muss.“ Draco verstummte. Hermine hatte begonnen zu weinen. Er strich mit dem Daumen über ihren Handrücken. Und auf einmal sprangen die beiden zeitgleich auf und umarmten sich. Sie küssten sich und schmiegten sich an den anderen, als würden sie nur noch diesen einen Tag haben. Und auf einmal flüsterte Draco zwischen zwei Küssen „Ich glaube, wir beide könnten eine Dusche gut gebrauchen.“ Hermine musste grinsen. Einerseits, weil er Recht hatte, andererseits, weil sie an eine ähnliche Versöhnungsvariante gedacht hatte. Die beiden schritten sich immer noch küssend gemeinsam aus der Küche, den kleinen Flur entlang bis zum Badezimmer. Sie schlossen die Tür hinter sich. Das letzte, an das Hermine sich richtig erinnerte war, dass Draco sich von ihr löste, den Wasserhahn der Dusche aufdrehte und sie wieder in einen tiefen Kuss verwickelte.
Am nächsten Morgen erwachte Hermine in Dracos Armen. Als die vollständige Erinnerung an den gestrigen Tag eintrat, musste sie breit grinsen. Draco schlief noch. Nie wieder wollte sie ihn verlassen oder ohne ihn sein müssen. Sie liebte ihn, das wusste sie, jetzt noch mehr als jemals zuvor. Als sie aufgestanden war um Frühstück zu machen, musste sie lachen als sie über die unzähligen Klamotten auf dem Boden stolperte und Draco laut aufschrie, geweckt von Hermines ebenso lauten Schrei, als sie sich nicht mehr halten konnte und der Länge nach auf den Boden geplumpst war.
Peitscht mich, schlagt mich... Wie konnte ich nur so lange nicht schreiben^^ dafür ist dieses Kapitel ein wenig länger als die anderen. Tut mir seeeeeeeehr leid!! Hoffe es hat euch gefallen, mal wieder ein Kapitel voller Dramatik und Herzschmerz, haha, typisch ich... ;) Kommis???
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