
von Ginny_93
@ Merle - haha ja ich liebe gemeine Cliffs, solange ich sie selbst verursachen kann xD naja naja man wird sehen wie Draco reagiert ;) Es wird eine Menge in diesem Kapitel geklärt... bin auch schon dabei, das nächste zu schreiben ;)
@ Draco__Malfoy - ich hoffe ich habe dir in diesem Kapitel wenig genug Ron gegeben xD ein bisschen muss der Kerl halt noch vorkommen ;) hoffe, das Chap gefällt dir auch :)
„Ähm.“ Hermine war geschockt. Sie hatte sich auf dieses Gespräch nicht einmal vorbereiten können. „Ich war... ich war zuerst bei Ron und dann-“ Draco schnaubte. „Fragt sich ja nur wie lange, oder ward ihr so schnell?“, unterbrach er sie zusätzlich. „Draco, was soll das? Ich habe nichts mit Ron getan, außer mit ihm geredet. Ich habe ihn gefragt, ob er dich geschlagen hat, er meinte nein, und... dann bin ich gegangen“, endete sie nach kurzem Zögern. Draco hob die Augenbrauen an. „Aha, geredet also.“ „Ja, wieso sollte ich auch etwas anderes mit Ron tun?“, fragte Hermine Draco. Doch dieser schwieg. Er besah sich den Boden sehr genau. Hermine schüttelte nur den Kopf. „Es ist spät, Draco. Meinst du nicht, wir sollten lieber morgen darüber reden?“ „Nein, das meine ich nicht. Ich kann nicht schlafen wenn wir nicht darüber reden“, sagte Draco. „Was willst du denn bitte noch von mir hören?“, seufzte Hermine. Sie wusste nicht, was er mit diesem Gespräch erreichen wollte. „Ich will, dass du mir die Wahrheit sagst. Die Wahrheit, warum du gestern nicht zurück zu mir gekommen bist. Warum du heute den gesamten Tag nicht bei mir warst und warum du auch heute Abend nicht daran gedacht hast. Irgendwas stimmt doch mit dir nicht, verdammt“, sagte Draco. Hermine schluckte. Wo er Recht hatte... Aber sollte sie es ihm einfach so sagen? Dass sie noch ein bisschen mehr Zeit brauchte? Damit würde sie alle seine Zweifel aus seiner Sicht bestätigen. Und sie würde alles kaputt machen. Was sollte sie also tun? Sie entschloss sich, ehrlich zu ihm zu sein. Sonst hatte die ganze Beziehung keinen Sinn, wenn er sie nicht verstand.
„Draco, ich brauche noch ein bisschen mehr Zeit. Zeit für mich, um mir über alles klar zu werden. Einfach nur Zeit“, sagte sie deshalb. Draco sah sie lange und durchdringlicht an. Er schien nachzudenken, was er als nächstes sagen sollte. „Ich glaubs ja nicht.“ Das war das einzige, was er sagte. Nicht mehr. Und er stand auf. Wieso verflixt stand er jetzt auf? „Was glaubst du nicht?“, fragte Hermine nach. „Du weißt nicht, ob du ihn oder mich liebst. Du bist dir nicht sicher. Du brauchst noch mehr Zeit um dir sicher zu sein, dass du ihn wirklich nicht liebst. Und außerdem glaubst du, dass du zu früh mit mir was angefangen hast.“ Hermine starrte ihn an. Woher wusste er das? „Woher-“ „Hermine, ich bin doch nicht blöd. Ich kann schon denken. So wie du dich verhältst, so wie du grade guckst und so wie du eben gesprochen hast, stimmen meine Aussagen mehr als zu. Und ich glaube nicht, dass ich dann hier grade noch was verloren hab. Meld dich irgendwann, wenn du dann endlich mal weißt, was du willst“, unterbrach er sie. „Du gehst jetzt einfach, lässt mich dumm hier stehen und sagst, ich soll mich dann irgendwann melden, wenn ich endlich weiß, was ich will? Was soll das denn jetzt bitte?“, fragte sie verwirrt. „Ich hab auf so n Scheiß keine Lust, Hermine. Ich dachte, ich hätte deutlich genug gezeigt, dass es mir wirklich ernst ist. Ich muss es nicht haben, dass du dann mal irgendwann ankommst und meinst, du hättest doch mehr Zeit gebraucht. Nicht, dass ich dann auch noch irgendwann Schuld bin, dass es dir schlecht geht. Wenn du noch nicht über Weasley hinweg warst, hättest du das jederzeit sagen können. Du wusstest, dass du alle Zeit von mir bekommst“, sagte er. Er bewegte sich die Treppen runter, ganz langsam, blieb stehen. Er wollte nicht wirklich gehen. Das merkte und wusste Hermine. Und auch Draco wusste das. Eigentlich wollte er bei ihr bleiben. Doch er wollte sich nicht auf den Arm nehmen lassen. „Und wie kann ich sicher sein, dass du mich noch willst, wenn ich mir irgendwann sicher bin?“, fragte Hermine Draco ängstlich. „Und wie kann ich sicher sein, dass du mich überhaupt irgendwann noch mal willst?“, fragte dieser zurück. Hermine hatte Tränen in den Augen. Was sollte sie denn jetzt darauf antworten? „Erwartest du jetzt, dass ich dir sage, dass ich auf dich warten werde, egal wie lange es dauert? Dass ich dich sowieso immer lieben werde und es daher keinen Unterschied macht, wann du kommst? Dass du wieder einmal alle Zeit bekommst, die du brauchst? Dass du mit mir machen kannst was du willst und dass ich dann trotzdem noch nur für dich da bin? Nein, natürlich werde ich schon morgen die nächste haben. Ich werde sehr schnell über dich hinweg sein und es möglicherweise mit so vielen tun, dass ich schon gar nicht mehr mitzählen können werde. Und nebenbei werde ich auch in ein anderes Land ziehen. Ich stand schon immer mehr auf spanische Frauen. Was denkst du denn bitte von mir?“, fragte Draco sie entsetzt. Dann drehte er sich um und ging. Und hinterließ eine Hermine, die nicht wusste, was sie nun glauben sollte. Und für Draco war nur eines klar: Er würde für immer auf sie warten, egal wie lange sie brauchte. Doch das musste sie ja nicht unbedingt wissen.
Ein Tag verging. Hermine war sich immer noch nicht bewusst, wen oder was sie wollte. Zwei Tage vergingen. Und sie wusste es immer noch nicht. Drei Tage vergingen... Nach fünf Tagen war es ihr zu viel. Sie brauchte dringend Ablenkung. Ablenkung von dem Traum, den sie seit jener Nacht immer wieder hatte. Der Traum mit dem Boot. Ablenkung von Draco. Sie dachte ständig an ihn. Ablenkung von Ron. Sie wollte nie mehr an ihn denken. Draco war gegangen, er würde sich nicht mehr melden. Es war an Hermine, diesen Schritt zu machen. Doch sie war noch nicht bereit dazu. Sie wollte sich wirklich ganz sicher sein, wenn sie ihn das nächste mal sprach. Und das war sie sich noch nicht. Außerdem hatte sie Angst. Angst davor, doch von ihm zurück gewiesen zu werden. Angst, dass er, wie er es gesagt hatte, nicht auf sie wartete. Dass er sie gar nicht mehr wollte. Sie wusste immer noch nicht, wie er das alles gemeint hatte. Und sie bekam manchmal Post. Post von Ron. Eine einfache Karte, auf der ‚ich liebe dich immer noch’ oder ‚bitte komm endlich zurück zu mir’ stand. Sie schmiss jede einzelne in den Müll. Wie gern hätte sie so eine Karte von Draco bekommen... Aber was dachte sie sich, wenn jemand so eine Karte schreiben sollte, dann wohl eher sie. Obwohl sie eigentlich längst vor seiner Tür hätte stehen sollen, um ihm zu sagen, dass sie ihn mehr als alles auf der Welt liebte, nur an ihn dachte, nur mit ihm zusammen sein wollte. Dass ihr alles leid tat. Doch sie konnte es noch nicht. Und irgendwann wurde es nicht nur Hermine zu viel. Nein, auch Ginny stand nach ein einhalb Wochen am späten Nachmittag vor ihrer Tür.
„Hallo, Hermine.“
„Ginny!“, sagte diese geschockt. Mit Ginny hatte Hermine nun am allerwenigsten gerechnet. „Was machst du denn hier?“ „Och, ich wollte eigentlich zu Ron, ich hab ich nämlich schon seit gestern Abend nicht gesehen, weiß auch nicht was ich bei meiner besten Freundin will, die sich seit Tagen nicht meldet, hast Recht, ich geh wohl besser wieder“, sagte Ginny sarkastisch. Hermine lächelte. „Tut mir leid, ich hab soviel nachgedacht in den letzten Tagen. Komm doch rein, dann erzähl ich dir erst mal alles“, bot Hermine Ginny an. Ginny trat ein, setzte sich in die Küche und lies sich von Hermine eine Tasse Tee einschenken. Dann setzte auch Hermine sich und begann zu erzählen. Von der abendlichen Begegnung mit Draco („Oh man, ich hätte dich doch noch nicht nach Hause gehen lassen sollen“) und von ihren ganzen Gedanken. Ginny besah sie einige Sekunden, bevor sie sprach. „Wir werden heute Abend tanzen gehen.“ „Was?“, fragte Hermine verwirrt nach. „Wir, du und ich, werden heute Abend in eine Disco gehen und Spaß haben, damit du mal hier raus kommst und Ablenkung hast“, antwortete Ginny. Sie grinste Hermine an. Diese schaute ziemlich missgelaunt zurück. „muss das sein? Ich würde viel lieber-“ „In Selbstmitleid ertrinken?“, unterbrach sie Ginny, „Kommt gar nicht in Frage. Es ist jetzt 17:30 Uhr. Du hast bis 19:00 Uhr Zeit, um dich fertig zu machen. Dann bin ich wieder hier. Und wage es nicht, dann noch nicht bereit zu sein. Ich warte ungern, wie du weißt“, grinste sie Hermine an. Dann stand sie auf. „Also, wie gesagt, ein einhalb Stunden. Dann bin ich zurück.“ Und damit verließ sie die Wohnung. Die verdutzte Hermine saß noch mindestens zwei Minuten auf ihrem Stuhl. Dann stürzte sie ins Badezimmer, duschte sich, suchte sich etwas zum Anziehen raus, was mindestens eine Viertelstunde in Anspruch nahm, und schminkte sich. Um 18:50 Uhr war sie dann fertig. Ginny sollte jeden Moment kommen. Hermine nahm sich ihre Jacke und ging schon einmal nach draußen vor die Tür, auf die Straße, um dort auf Ginny zu warten. Doch unten angekommen erstarrte sie augenblicklich. Dort stand Ron auf der anderen Straßenseite. Wie lange war er schon dort und wieso? Hermine sah ihn kühl an. Ron wollte gerade zu ihr gehen, da lief auch schon Ginny auf Hermine zu. Hermine beachtete Ron nicht mehr und ging mit Ginny los. Sie hoffte, Ron damit gut genug verdeutlich zu haben, dass sie ihn nicht mehr sehen wollte.
Ginny und Hermine hatten zusammen viel Spaß, doch auch so ein Abend ging zu Ende. Sie versprachen sich, dies in naher Zeit wieder zu wiederholen. Doch dann wurde es für beide Zeit, nach Hause zu gehen. Ginny ging noch ein bisschen mit Hermine zu Fuß, damit sie noch reden konnten. „Du, Hermine?“, fragte Ginny irgendwann. „Ja?“, antwortete diese. „Du liebst Draco doch, oder?“ „Ja, ich denke schon, wieso?“ „Und vorhin, auf der anderen Straßenseite, war das nicht mein liebes Bruderherz Ron?“, fragte Ginny weiter. Worauf wollte sie hinaus? „Ja, das war er. Leider“, antwortete Hermine verwundert, was als nächstes kam. „Und du hast ihn stehen lassen und ihm die kalte Schulter gezeigt?“, fragte Ginny. „Ja, das habe ich getan.“ „Weil du nichts mehr mit ihm zu tun haben möchtest?“ „Ja“, antwortete Hermine. Langsam reichte es ihr, konnte Ginny nicht endlich mit dieser Fragerei aufhören? „Und warum bist du dann nicht jetzt bei Draco, wo du ihn liebst und nichts mehr mit Ron zu tun haben willst?“, kam die entscheidende Frage, auf die Ginny die ganze Zeit hinaus wollte. „Weil“, setzte Hermine an, „weil... Weil ich... Zeit brauche“, schloss sie endlich. Ein bisschen unsicher war sie sich mittlerweile schon. „Ach, und wofür? Um über Ron hinweg zu kommen? Den Ron, den du ignorierst? Mit dem du nichts mehr zu tun haben willst und für den du keine Gefühle mehr hast? Über den Ron?“, fragte Ginny gezielt. Hermine blieb stehen. Eigentlich hatte Ginny recht. Worauf wartete sie eigentlich noch? Dass ein großes Schwein vom Himmel fiel und ihr verkündete, dass sie nun bereit sei? „Ähm“, begann Hermine, doch sie fand nicht die richtigen Worte. „Es ist zwar schon spät, aber ich glaube ich kenne eine Person, die sich selbst zu dieser Zeit noch über einen Besuch von dir freuen würde“, sagte Ginny. Hermine sah sie an. Und senkte den Blick wieder. „Er will mich mit Sicherheit nicht mehr.“ „Herm, ich hab ich gestern gesehen. Er sah aus wie eine zerquetschte Pflaume. Hat die Bedienung in dem Café, in dem er saß, nicht einmal angucken können. Wie sollte er jemand anderes wollen als dich, wo er dich so liebt, wie wir beide es wissen?“, fragte Ginny Hermine. „Ich kann doch nicht einfach mitten in der Nacht zu ihm gehen, sagen ‚So hier bin ich, freu dich und nimm mich’ und dann erwarten, dass er es tut. Da komm ja selbst ich mir blöd vor. Was muss er denn dann denken“, überlegte Hermine. „Er wird dich in die Arme schließen, sich freuen und mit dir eure heißeste Nacht verbringen, die es jemals gab. Obwohl ich das wohl eher weniger einschätzen kann“, scherzte Ginny. „Natürlich kannst du das. Vielleicht nicht so übertrieben. Aber geh zu ihm. Du bist bereit, dass merkt man doch sofort. Nur weil du mal wieder auf irgendein bestimmtes Zeichen wartest. Jetzt geh schon endlich, dann kann ich auch zu Harry.“ Hermine grinste. Eigentlich hatte Ginny recht. Sehr sogar. Sie sollte jetzt zu ihm gehen. „Okay“, begann Hermine, „okay, dann geh ich jetzt zu ihm. Bist du dir sicher, dass das die richtige Entscheidung ist?“, fragte sie jedoch noch einmal nach. Ginny strafte ihre Nachfrage mit einem wütenden Blick. „Jetzt zisch schon ab, er wohnt doch eh um die Ecke.“ Hermine grinste Ginny an, umarmte sie und ging schnellen Schrittes los. Sie fühlte sich mit jedem Schritt bestätigt. Sie liebte Draco, sie wollte Draco, wieso lies sie sowohl ihn als auch sich selbst warten? Vor seiner Tür musste sie jedoch noch einmal kurz ihre Gedanken sammeln. Sie würde ihm jetzt einfach sagen, dass sie bereit war. Bereit für ihn. Bereit für eine Beziehung mit ihm. Einfach nur bereit.
Es dauerte, bis Draco aufstand. Er war auf dem Sofa eingeschlafen, als er sich einen Film angeguckt hatte. Er war sehr müde, hatte sowieso in letzter Zeit eher wenig geschlafen. Wenigstens musste er dieses Mal nicht unbedingt trinken. Ihm war mehr nach nachdenken und Ablenkung gewesen. Wer wohl zu dieser Stunde noch bei ihm ankam? Vielleicht wieder Crabbe, der schien in letzter Zeit nichts besseres zu tun zu haben, seit seine Beziehung vorbei war. Draco öffnete die Tür – und erstarrte. „Hermine“, war das einzige, was er rausbrachte. „Hey“, sagte eben diese. „Kann ich reinkommen?“, fragte sie ihn. „Ähm, ja, ich denke schon“, sagte Draco und ging zur Seite, um sie in die Wohnung zu lassen. Er schloss die Tür. Nun standen sie sich gegenüber. Hermine schaute auf den Boden, während Draco nur Augen für sie hatte. Wie sehr hatte er ihr Gesicht die Tage über vermisst. „Draco, ich... Ich muss mit dir reden“, begann Hermine das Gespräch. Draco nickte nur. „Okay, was willst du denn bereden?“, fragte er. Entweder wollte sie ihm gerade sagen, dass sie sich endlich klar geworden war und wieder mit ihm zusammen sein wollte, oder genau das Gegenteil. „Ich... ich habe nachgedacht“, sprach sie weiter. Wow, super Hermine, jetzt weiß er zumindest wieder, dass du denken kannst, falls er das vergessen haben sollte. Und auf einmal kamen ihr die Tränen. Sie war so wütend auf sich selbst. Sie hatte ihn so vermisst und so viel an ihn gedacht, dass sie schon weinen musste. Als Draco das sah, hätte er sie am liebsten getröstet. Wär er kein Mann, hätte er vielleicht auch geweint. Doch so ganz fand er nicht, dass das sehr seinem Typus entsprach. Er konnte sehr romantisch werden und auch sehr einfühlsam, aber alles konnte er nun auch wieder nicht. Aber was er am allerwenigsten konnte, war Frauen weinen zu sehen. Er wollte sie trösten. Aber in seiner momentanen Situation sollte er das lieber unterlassen. „Ich war so dumm“, begann Hermine erneut. „Wie konnte ich dich gehen lassen? Wie konnte ich nur denken, ich wäre nicht bereit für dich? Dass ich noch mehr Zeit bräuchte? Es tut mir so leid Draco. Ich weiß auch nicht was da in mich geraten ist. Ich will wieder mit dir zusammen sein. Ich will-“, doch sie schaffte es nicht weiter. Sie konnte nicht mehr. Ihre Beine hatten versagt. Sie war gefallen. Draco hatte nicht schnell genug reagieren können. Hermine saß da wie ein Häufchen Elend. Draco kniete sich vor sie. „Hey, Mine, alles in Ordnung? Shhhh, ist doch gut. Beruhige dich.“ Er nahm sie tröstend in den Arm und strich ihr über den Kopf. Hermine weinte sich an seiner Schulter aus. Dann irgendwann, als sie sich ein wenig beruhigt hatte, in dem sie realisierte, dass sie gerade von Draco in den Arm genommen wurde, drückte sie sich ein wenig von ihm weg, um ihm in die Augen sehen zu können. „Es tut mir so leid, Draco. Ich liebe dich, nur dich.“ Es war das erste mal, dass einer der beiden dem anderen dies so richtig sagte. Draco strich ihr eine Träne von der Wange und küsste sie. In dem Kuss zeigte er ihr, wie sehr er sie vermisst hatte. Dass er sie liebte, mehr als alles andere. Und sie zeigte ihm, dass sie tatsächlich nur ihn wollte. Mittlerweile war der Streit schon wieder vergessen. Die beiden erhoben sich küssend und gingen langsam Richtung Schlafzimmer. Wie sehr hatte Draco ihren Geruch vermisst. Wie sehr hatte Hermine den Halt, den er ihr gab, vermisst? Wie sehr hatten sie sich gegenseitig vermisst? Sie waren so froh, einander wieder zu haben.
Am nächsten Morgen erwachte Hermine wieder glücklich in Dracos Armen. Heute war sie sich noch sicherer, dass sie das Richtige getan hatte. Sie besah ihn sich genau. Das hübsche Gesicht. Die geschlossenen Augen. Die Nase. Den wundervollen Mund. Sie hob den Arm und strich mit ihrer Hand über seine Wange. Er wachte nicht auf, worüber Hermine sehr glücklich war. Sie wollte ihn einfach nur noch länger ansehen. Seinen Duft einatmen. Seine Nähe genießen. Sie schloss noch einmal die Augen, um ein bisschen zu entspannen, doch auch sie sank wieder ins Reich der Träume.
...Auf einmal ließen sie beide Hände gleichzeitig los, sie stolperte leicht zur Seite und fiel in den See. Sie wehrte sich aber nicht. Sie fiel immer tiefer. Auf einmal war dort aber kein Wasser mehr. Sie fiel und fiel und fiel – bis sich eine Hand um ihre eigene schloss und sie stark festhielt, damit sie nicht weiter fiel. Hermine versuchte zu erkennen, wer die Person war. Langsam verdeutlichte sich das Bild. Die Person hatte lange rote Haare. Es war Ginny. „Hermine, komm, zieh dich hoch. Ich bring dich dahin, wo du hin gehörst“, sagte Ginny zu ihr. Hermine zog sich mit aller letzter Kraft hoch. Und als sie dort ankam, wo Ginny eben noch gewesen war, befand sie sich selbst in einem Boot. Sie schaute auf das Ufer. Dort stand Ron. Sie drehte sich um – und sah direkt in Dracos Gesicht. „Hier gehörst du hin“, hörte sie Ginnys Stimme aus der Ferne. Dann küsste der Traum-Draco sie und es wurde wieder alles schwarz.
Hermine wachte auf. Sie befand sich immer noch in Dracos Armen, nur dass er dieses Mal wach war. „Guten Morgen, Engel“, sagte er liebevoll. Er strich ihr sanft über den Arm. „Was hast du denn eben geträumt? Du hast irgendwas von 'hingehören' und 'Ginny' gemurmelt“, fragte Draco sie. Hermine lächelte leicht. „Ich hab von hier geträumt. Von da, wo ich hin gehör.“
sooo... nun ja, das hier ist fast 5 Seiten bei Word lang ;) ich bin sehr stolz auf mich, dass ich meinen Rekord von 3 1/2 Seiten gebrochen habe xD ich hoffe euch gefällt das Kapitel... ich bin an diesem Wochenende sehr schnell mitm Schreiben xD mir kommen jetzt mehr Einfälle für die Übergänge... Kommis?? :D
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel