
von Lily Turner
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James:
„Es tut mir wirklich leid, ich wollte euch nicht stören.“, sagte das Mädchen immer noch verängstigt.
„Schon gut. Mach dir nichts draus.“, antwortete ich karg.
Doch in Wahrheit hätte ich ihr den Kopf abreißen können.
Jetzt sind Lily und ich uns endlich mal näher gekommen und dann muss sie uns stören.
So nach und nach trafen alle Vertrauensschüler ein und ich musste sie ganz alleine einweisen.
Ach Lily, wenn du nur hier wärst du kannst das doch viel besser. Ich weiß nur wie man sich vor den Vertrauensschülern versteckt.
Doch es hatte einiger Maßen geklappt.
Als sie dann endlich alle draußen waren, trat ich erst einmal mit voller Wut auf die gegenüberliegende Bank. Leider tat dies mir mehr, weh wie der Bank.
Ich hab schon wieder alles falsch gemacht. Ich hab’s einfach zu sehr überstürzt, aber wer wird schon bei so einer schönen jungen Frau nicht schwach. Diese wunderbaren Augen, dieses bezaubernde Haar.
In dieser Phase saß ich noch eine Weile im Schulsprecherabteil. Bis ich beschloss zu den andern zu gehen, vielleicht ist sie ja auch da dann könnte ich das klären.
Im Abteil saßen zu meiner großen Enttäuschung nur Die Turteltauben und Remus und Peter.
„Habt ihr Lily gesehen?“, fragte ich matt.
„Nein, tut mir leid. Ich dachte sie wär bei dir die Vertrauensschüler einweisen.“, antwortete Moony entschuldigend.
„So ein Scheiß. Ich hab die Vertrauensschüler allein eingewissen, sie ist nämlich kurz vorher ab gerauscht.“, murrte ich, während ich mich in einen Sitz fallen lies.
„Was hast du wieder angestellt? Hast du sie wieder nach nem Date gefragt.“, fragte Marry mit einem seltsamen, aber mitfühlenden Ton in der Stimme.
„Nein hab ich nicht.“, da begann ich zu erzählen was geschehen war.
„Hey, James mach dir nichts draus. So wie ich Lily kenne haben sie nur ihre Gefühle übermannt und wusste einfach nicht wie sie reagieren soll. Das wird schon noch. Vertrau mir.“, versuchte mich Marry auf zu heitern.
Die ganze restliche Zugfahrt verging wie im Flug, denn schon saßen wir in der großen Halle am Griffindortisch und lauschten den Worten von Dumbledore.
Na ja mehr oder weniger. Marry löcherte Lily, die wir erst hier wieder gefunden hatten.
Ich wagte es nicht sie auch nur einmal an zusehen.
Ihr schien es nicht anders zu gehen.
Dann gab es endlich Essen, Tatze haute rein als ob er Morgen nichts mehr bekommen würde, aber war ja nichts Neues.
Nach dem Essen bat Dumbledore uns zu ihm.
„So meine lieben Schulsprecher, sie sollten wissen, dass sie einen Raum nur zu ihrer Verfügung haben. In diesem sollten die Organisatorischensachen geregelt werden und nichts anderes Mr Potter.“, sagte er zu uns und zwinkerte mir zu.
„Natürlich Sir.“
„Aber den werde ich euch Morgen zeigen gehen sie jetzt erst mal schlafen.“
Auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum sagte keiner etwas zum anderen.
Moony und Tatze hatten noch auf mich gewartet, aber ich erklärte ihnen, dass ich lieber noch ein wenig unten bleiben würde und zwar alleine.
Lily stürmte sofort in ihren Schlafsaal und nichts hätte sie aufhalten können.
Lily:
Gleich als ich in den Schlafsaal kam fauchte ich meine Freundinnen an: „Lasst mich bloß in Ruhe.“
Schmiss mich auf mein Bett und zog die Vorhänge zu.
Ach du meine Güte, kann das wirklich sein? Ich kann mich doch nicht wirklich in James verliebt haben nur weil er jetzt zweimal sehr nett war. Es war süß von ihm als er mir seine Liebe gestanden hatte. Wäre dieses Mädchen nicht gekommen hätte ich ihn wahrscheinlich geküsst. Kurz zuvor hatte ich mich noch entschuldigt und schon hab ich ihn wieder verletzt Aber dann gleich mit ihm zusammen sein? Nein ich lass das jetzt lieber langsam angehen.
Ich wälzte mich eine ganze Ewigkeit in meinem Bett, aber ich fand absolut keine Ruhe.
Deshalb beschloss ich mich an zu ziehen und in den Gemeinschaftsraum zu gehen.
Als ich die Treppe runter kam und mich an den Kamin setzen wollte merkte ich, dass eine andere Person auch noch da saß und stur in die Glut des Feuers schaute.
Plötzlich huschte ein Blitz über den Nachthimmel und ich konnte erkennen, dass mir James gegenüber saß und das sein Gesicht mit Tränen übersäht war.
„Hey.“
James:
Dieses Wort riss mich aus meinen Gedanken und ich merkte, wie ich vor schreck zusammen zuckte.
„Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken. Was ist den los.“, kam es erneut von ihr.
„Macht nix. Du willst wissen was mit mir los ist? Ich mache immer alles falsch, das ist los.“, gab ich erschlagen zurück.
Lily:
Ich erhob mich von meinem Sessel und ging vor ihm in die Knie, nahm seine Hand und sprach mit liebevoll klingender Stimme: „Hey, das ist gar nicht wahr. Ich war wohl eher diejenige die alles falsch macht, wenn du das im Zug meinst.“, ich setzte eine kurze Pause ein und sprach dann weiter, „Weißt du es ist einfach nicht einfach für mich gewesen, früher habe ich immer nur Hass für dich empfunden und dass du jetzt auf einmal so nett und normal warst hat mich einfach überrumpelt. Verstehst du?“
Er nickte, immer noch ziemlich niedergeschlagen.
Oh je habe ich ihm wirklich so zugesetzt? Aber nach den vielen Körben die ich ihm gegeben hatte war er doch immer ganz cool geblieben. War das nur eine Fassade gewesen?
Ich stand auf und setzte mich neben und legte meinen Arm um seine Schulter. Er wischte sich die Tränen mit einem Ärmel seines Hemds aus dem Gesicht.
„Wenn dieses Mädchen nicht gekommen wäre wärst du dann auch weggerannt?“, fragte er schniefend.
„Ich glaube nicht, dann hättest du die Vertrauensschüler nicht alleine einweisen müssen.“, antwortete ich ihm klar.
„Wo warst du eigentlich die restliche Zugfahrt?“, wollte er auch noch wissen.
„Ich saß bei ein paar Erstklässlern.“
Hoffentlich tu ich nicht wieder etwas was ihm weh tut. Ich kann das nämlich nicht ertragen ihn so zusehen.
Ich nahm meinen Arm wieder zu mir und fragte schüchtern: „Geht’s wieder?“, ich unterbrach mich und wartete auf seine Reaktion, er nickte und ich sprach weiter, „Wenn…du willst können…wir…ähm na ja auch Freunde sein, ich meine solange du dich ordentlich benimmst und nicht wieder dein altes verhalten aufnimmst, habe ich nichts dagegen. Denn so wie du jetzt bist kann man sich viel besser mit dir unterhalten und ich mag dich auch so wie du jetzt bist.“
James:
„Wirklich? Gerne wär ich mit dir befreundet.“ Gab ich ihr freundlich zurück.
Auch wenn ich gerne etwas mehr wie Freundschaft hätte, aber es ist ein Anfang.
Lily lächelte mich an und hatte aber sehr viel Mühe damit ihre Augen offen zu behalten.
Schon wenige Minuten später schlief sie an mich gelehnt ein.
Da ich sie nicht wecken wollte bleib ich sitzen und legte einen Arm um sie.
Wie lange hatte ich mir schon erträumt das ich mich nicht nur mit Lily stritt. Endlich war er wahr geworden, zwar nur teilweise, da ich immer noch nicht mit ihr zusammen war, aber wir waren wenigstens Freunde geworden.
Und das sie in meinen Armen eingeschlafen ist, lies mein Herz bis zum Anschlag klopfen.
Kurz darauf übermannte mich auch die Müdigkeit und schlief ein.
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