
von Lily Turner
Ein Schnatz wirkt wahre Wunder
Lily:
In den Schulsprecherräumen verschanzte ich mich in meinem Schlafsaal, ich pfefferte meine Tasche in die Ecke und ließ mich auf mein Bett fallen.
Ich weinte bitterlich, bis ich nicht mehr weinen konnte und ich fühlte mich einfach nur leer.
Genau in dieser Stimmung lag ich auf meinem Bett und starrte mein Kissen mit einem abwesenden starren Blick, wie man es von Schaufensterpuppen kannte an.
Kurze Zeit später hörte ich ein trottendes Geräusch vom Gang und dann eine Tür die aufgerissen und danach zugeknallt wurde.
Neugierig stand ich auf und öffnete meine Tür um einen Spalt, gerade so dass ich hindurchlinsen konnte.
Nach ca. fünf Minuten sah ich das James in Trainingsklamotten, mit seinem Besen und einem Schnatz in der Hand den Flur entlang jagen.
Ich verspürte den Drang auf den Flur zu treten, James an der Hand zu packen und ihm dann richtig mit ihm auszusprechen.
Doch ich entschied mich gegen meinen Impuls, schloss die Tür und setzte mich auf mein Bett.
Er möchte jetzt bestimmt einfach nur alleine sein, sonst wäre er im Unterricht.
Ich sollte ihm einfach einwenig Zeit lassen, um über alles nachdenken zu können. Hoffentlich kommt alles zwischen uns wieder in Ordnung.
James:
Ich hetzte die Korridore nach draußen entlang.
Was soll das, ich mein jetzt haben wir uns nach etlichen Jahren zumindest angefreundet. Und was macht sie, sie verletzt meine Gefühle ohne auch nur einen Moment an mich zu denken. Danke Tatze, das alles ist nur deine Schuld.
Draußen am Waldrand stieß ich mich vom Boden ab und ließ gleichzeitig den Schnatz los.
Nach ungefähr zehn Minuten sinnlosem rum fliegen, fing ich an den Schnatz zu suchen.
Schnell fand ich ihn und sauste ihm hinterher es dauerte nicht einmal zwei Minuten bis ich ihn über den dunklen Tannenwipfeln des verbotenen Waldes fing.
Doch anstatt ihn wieder los zu lassen steckte ich ihn in meine Hosentasche.
Trotzdem rauschte ich noch eine ganze Weile über das Gelände von Hogwarts, bis ich am Seeufer landete.
Ich setzte mich mit angewinkelten Beinen ans Seeufer und legte meine Arme auf meine Knie.
In dieser Haltung schaute ich auf den leicht bebenden See.
Was soll ich den machen, ich mein ich liebe sie doch und ich könnte ihr nicht ewig böse sein. Warum habe ich eigentlich so sehr auf das reagiert? Ich kann doch schon gar nicht mehr mitzählen wie oft sie mir einen Ries in mein Herz gerissen hat. Ich mein meine Wut auf sie ist ja auch schon wieder verraucht. Sie hatte sich für das was sie mir angetan hatte auch entschuldigt und es tat ihr auch wirklich leid, das konnte man ihr förmlich ansehen.
Oh Merlin warum muss diese Frau mir das Leben nur so schwer machen?
Es war ja schon ne ziemlich linke Nummer, aber ich hätte sie trotzdem nicht sie anfahren brauchen.
Aber ich sollte jetzt wirklich mal wieder ins Schloss etwas essen gehen, denn ich hatte ja auch seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und jetzt war 18.00 Uhr.
Deshalb stand ich aufnahm den Besen wieder in die Hand und lief zum Schloss hinauf.
Drinnen spurtete ich die Marmortreppen entlang bis zu den Schulsprecherräumen, legte schnell meinen Besen und den Schnatz zurück, sprang noch schnell unter die Dusche, zog mich an und lief dann eilig in die große Halle.
Am Gryffindortisch setzte ich mich zwischen Moony und Tatze, die immer einen Platz zwischen sich frei ließen falls ich noch nicht da war.
„Hi“, begrüßte ich meine Freunde kleinlaut.
„Hey Krone, da bist du ja wieder! Wo hast du die ganze Zeit gesteckt?“, fragte mich Tatze.
„Is nich so wichtig, aber sagt mal wo steckt den Lily?“
„Na ja sie ist genauso wie du nach Kräuterkunde nicht mehr aufgetaucht. Ich nehm an das sie in ihrem Zimmer ist.
Aber James es erstmal, du hast ja so wie ich dich kenne nichts zum Mittagessen gehabt.“, antwortete Moony
Während des Essens unterhielt sich Remus mit Peter über den Unterricht, Sirius flirtete wieder heftig mit Marry und ich hielt mich aus all dem raus und schlug mir den Magen voll.
Als ich fertig war, stand ich ohne ein Wort auf, verließ die große Halle und lief schnurstracks zum Gemälde von Marie, die mich wieder zu texten wollte wie toll ich doch aussehe und bin.
Doch ich blockte ab und tapste den Flur entlang bis zu Lilys Zimmer und klopfte sanft an die Tür.
Lily:
Das kann doch nur James sein, ich hab ja sonst niemandem das Passwort für die Schulsprecherräume verraten.
„Herein!“, sagte ich und wischte mir schnell die Tränen aus dem Gesicht, denn ich hatte nach einer Weile doch wieder begonnen zu weinen.
James trat ein und fragte schüchtern: „Können wir reden?“
Er trat näher an mein Bett: „Sag mal hast du geweint? Du warst also auch nicht mehr beim Unterricht?“
„Ja ich habe geweint und ja ich war nicht mehr nach Kräuterkunde im Unterricht. Was willst du mit mir reden?“, fragte ich ihn schnippisch was ich gar nicht beabsichtigte.
„Ich kann auch wieder gehen, wenn du jetzt nicht reden willst.“, schlug er vor.
„Nein, nein, es ist schon in Ordnung und James ich will mich nochmals bei dir entschuldigen wegen dem Kuss heute Morgen, ich bin wirklich der größte Trottel den es gibt.“
„Hey das stimmt nicht und außerdem hab ich auch vorhin ein wenig überreagiert. Aber ich war einfach nur auf 180, ich habe mich einfach nur benutzt gefühlt.“, erklärte ich ihr.
„Das entschuldigt aber nicht, dass ich mit deinen Gefühlen gespielt habe. Kannst du mir das jemals verzeihen.“, fragte sie mich zögerlich.
„Natürlich ich hab dir schon längst verziehen und nun wein nicht mehr, es ist alles in Ordnung. Weißt du ein Schnatz kann wahre Wunder wirken, er hat mich ziemlich beruhigt, na ja eher das Fliegen im Allgemeinen, aber es ist auch dem Schnatz zu verdanken.“
„Ich danke dir dass du mir so schell wieder verziehen hast. Das hätte nicht jeder getan, aber ich kenne deine Gründe.“, sagte sie in einem etwas heiterem Ton.
„Aha und die wären.“
„Na das du mich liebst zum Beispiel.“, ich machte eine kurze Pause und sprach dann weiter, „Mir ist es auch wichtig das wir Freunde sind, ich mein da macht die Schule sogar noch mehr Spaß.“
„Na dann, ach und wir wollten uns doch heut noch treffen und über Schulsprecherkram reden, sollen wir das noch heute machen oder was?“
„Wir machen das heute Abend, sag mal ich mache das schon so wie wir das besprochen haben. Es muss doch wenigstens von einem von uns Disziplin gezeigt werden.“, sagte ich gespielt hochnäsig.
„Na das gibt Rache!“, sagte er zu mir und fing an sie zu kitzeln und sie wand sich vor lachen auf ihrem Bett.
Als er endlich aufhörte sie zu kitzeln stand er auf und ich tat es mir gleich mit hochrotem Gesicht.
Zusammen gingen wir dann in das Wohnzimmer, ich nahm Tinte, Feder und ein Pergamentblatt mit.
„So was hast du dir den so vorgestellt? Ich weiß dass du es am Valentins Tag machen willst, aber du musst dir doch auch ein wenig Gedanken gemacht haben.“, fing ich an.
„Natürlich hab ich mir Gedanken gemacht was hältst du nur wieder von mir? Also ich dachte mir das man wie auch sonst an Bällen kleine Tische am Rand nehmen und von oben von der Decke fallen Blütenblätter die aber nur am Anfang ganz runter fallen, später fallen sie nur noch bis zu einer bestimmten Höhe runter und…“, schlug er vor doch ich unterbrach ihn.
„Stopp, stopp, stopp, ok ich seh`s ein du hast dir Gedanken gemacht und die sind nicht mal schlecht.“
Wir diskutierten weiter und James hatte ausgesprochen gute Ideen.
Doch nach einer Weile waren wir zu müde und gingen ins Bett.
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tja da ham wir das 10. chap
lob und Kritik wären angebracht
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