
von Lily Turner
Der Tag danach
Lily:
Ich öffnete die Augen und erblickte im Sessel mir gegenüber James der ein zerfetztes und Blut genässtes Hemd an hatte.
Geschockt nahm ich eine Hand vor den Mund, senkte sie aber wieder und flüsterte: „James, James bist du wach.
Da kam ein Krumeln von ihm und er öffnete die Augen: „Morgen Lily, warum hast du hier im Wohnzimmer geschlafen?“
„Dasselbe könnte ich dich auch fragen, aber jetzt zu was wichtigerem. Was ist gestern noch passiert, hat dich Remus so verletzt?“, kam es von mir.
„Na ja als ich zu den anderen zurück kam war noch alles in Ordnung, Remus hatte euch anscheinend nicht bemerkt. Doch dann fing er an zu schnüffeln und kam immer näher an mich und hat schließlich mit seiner Pranke ausgeholt und hat mir dann eine gefranzt und dann hat Sirius gesagt ich soll lieber weg gehen. Ich bin hier hoch gelaufen, hab dich hier gefunden und hab mich in den Sessel fallen lassen.“
„Oh bei Merlin! Zeig mal her, ich darf doch?“, fragte ich während ich an sein Hemd ging.
Er nickte nur und ich knöpfte es sorgsam auf, als ich den Stoff von seiner Brust löste, konnte ich ihn leise zischen hören.
Nachdem ich es endlich von seinem Oberkörper entfernt hatte sah ich erst wie schwer er verwundet war, denn ein fünf große Schnitte zierten seine Brust.
„Warte hier ich hol Wasser, deine Wunden müssen gereinigt werden.“, sagte ich liebevoll und holte eine Schüssel mit Wasser und einem Lappen.
Behutsam tupfte ich seine Wunden nach bis sie sauber waren, verband ihm seinen Oberkörper und sagte zu ihm: „Am besten du ziehst dir jetzt ein frisches Hemd an und wir gehen zusammen in den Krankenflügel, Madame Pomfrey wird dich ruck zuck wieder zusammen geflickt haben.“
„Danke!“
„Für was denn?“, fragte ich verdutzt.
„Na für das, ich mein es hätte mich nicht jeder hier notdürftig verarztet.“, erklärte er mir.
„Du hast uns gestern auch geholfen und außerdem macht man das so unter Freunden und jetzt beweg dich.“, gab ich ihm zurück und scheuchte ihn in sein Zimmer.
Nach zwei Minuten kam er mit frischem Hemd wieder raus und wir liefen in den Krankenflügel.
Dort angekommen schnauzte Madame Pomfrey James sofort an: „Mr. Potter, Sie wissen ganz genau das Mr. Lupin den Morgen über Ruhe braucht.“
Darauf antwortete James nicht und deshalb ergriff ich für ihn das Wort: „Madame Pomfrey, James ist nicht wegen Remus hier! Er ist verletzt und wenn sie ihm jetzt bitte helfen könnten.“
„Was Sie sind verletzt? Dann kommen Sie setzten Sie sich und machen ihre Wunden frei!“, forderte sie leicht geschockt.
James folgte ihrer Anweisung zog sein Hemd aus und versuchte den Verband zu entfernen, was er nicht wirklich schaffte deshalb kam ich von hinten an ihn ran und half ihm.
Ach du meine Güte, James ist ja echt gut trainiert, das hab ich vorhin gar nicht so gemerkt, man sieht zwar das er gut trainiert ist, aber mit dem fühlen ist es ja noch stärker.
„Na, na Frau Schulsprecherin, doch nicht hier, Poppy kann doch jede Sekunde wieder hier sein.“, sagte er schelmisch.
Jetzt hatte ich den ganzen Verband gelöst und schlug ihm auf den Hinterkopf für diese Bemerkung.
„Hey was soll das, hier sitzt ein armer, verletzter, junger Mann?“, fragte er.
„Ach das tut mir aber Leid!“, sagte ich sarkastisch und strich ihm über sein Haar, wie man es bei Katzen macht.
James stieg ich mein Spiel ein und fing wie eine Katze an zu schnurren.
Als dann Madame Pomfrey wieder zu uns kam, hörten wir sofort auf mit dem scherzhaften Blödsinn auf.
James:
„Oh, oh Mr Potter wo haben Sie den diese Schnitte her. Das sieht ja aus als hätte Ihnen ein wildes Tier mit seiner Pranke an der Brust verwischt.“, fing Poppy an zu analysieren.
Ich kann ihr doch nicht sagen, dass es von Remus ist, dann würde sie mir einen ellenlangen Vortrag halten, weil ich mich zu Remus begeben habe, obwohl ich wusste dass er ein Werwolf ist. Dass ich und die Animagie sind kann ich ihr auch nicht sagen.
Komm schon James lass dir eine geschickte Ausrede einfallen.
Da mir nichts einfiel und ich ihr nicht in die Augen schauen konnte, senkte ich den Kopf.
„Es ist doch nicht etwa von Mr. Lupin?“, fragte sie mit einer Vorahnung.
Ich nickte nur leicht merklich.
„Oh Merlin, was haben Sie sich dabei nur gedacht, der arme Junge wird sich große Vorwürfe machen.“
„Ich weiß. Ich hatte nicht dran gedacht das es Vollmond ist.“, log ich ohne mit der Wimper zu zucken.
„Nun gut, ich komme gleich wieder.“, sagte sie und verschwand in ihrem Büro.
„Warum hast du ihr nicht die Wahrheit gesagt dass du und die anderen Animagie seid?“, fragte mich Lily mit ihrer ehrlichen Mine.
„Weil wir keine angemeldeten Animagie sind, denn in unserem Alter als wir es erlernt haben war es verboten und ich muss mir damit nicht auch noch ne Predigt einfangen, wie unverantwortlich ich war. Jetzt las das einfach ruhen bevor Poppy noch etwas mitbekommt, denn wenn dieser Fall eintritt macht sie mir die Hölle heiß!“, rechtfertigte ich mich.
„Das kann ich verstehen und das ist echt nett von euch dass ihr Remus in den Stunden seiner Not beisteht. ich denke mal viele hätten sich dann von ihm abgewendet und ihn nicht unterstützt. Wirklich Respekt vor euch.“, stimmte mir Lily in meiner Meinung zu.
Da kam auch schon Madame Pomfrey mit einer Tinktur und einem Verband im Arm zurück, sie tupfte mich vorsichtig mit ihr an den Wunden und legte mir dann einen Verband um.
„So heute Abend können sie den Verband abnehmen und dann sollten nur noch leichte Kratzspuren zusehen sein ansonsten kommen sie noch einmal. Haben wir uns verstanden und heute werden sie ihren Oberkörper schonen!“, gab Poppy mir Anweisungen, die ich zu befolgen hatte.
Zu meiner Zustimmung nickte ich kurz und sie sprach weiter: „Gut, dann können Sie sich wieder anziehen, ich werde mich jetzt um Mr Lupin kümmern, sie wissen ja wo es raus geht.“, und da verschwand sie auch schon.
Ich warf mir mein Hemd über und knöpfte es während dem gehen zu.
„Sag mal James mit wem gehen eigentlich Remus und Peter zum Ball?“, fragte mich Lily nach einer weile des Schweigens.
„Also Remus geht mit Saskia Benett aus Ravenclaw und Peter geht mit na ja der fülligen Betti Upstone aus Huffelpuff. Alice geht bestimmt mit Frank, hab ich Recht oder hab ich Recht?“
„Du triffst ins Schwarze. Dir ist aber klar dass du am Ball im Gemeinschaftsraum auf mich warten musst, denn Marry, Alice und ich machen uns nämlich zusammen fertig.“, sagte sie mir lächelnd.
„Hab ich mir schon gedacht und wie sieht dein Kleid aus?“, fragte ich sie verschmitzt.
„Das wirst du in eineinhalb Wochen wissen bis dort hin musst du dich gedulden.“, gab sie neckisch zurück.
„OK. Fragen kost ja nichts oder?“, erwiderte ich.
„Doch das macht genau 2 Sickel!“, sagte sie fordernd und hielt mir die Hand hin.
Ich wühlte in meiner Hosentasche rum und zog dann 2 Sickel raus und lies sie in ihre Hand fallen.
„Was soll das? Das war ein Witz und jetzt nimm das Geld wieder.“, forderte sie.
Darauf antwortete ich nur lässig: „Nein behalt es!“
„Nein das werde ich bestimmt nicht tun und jetzt nimm das Geld!“
„Nein vergiss es!“, gab ich stur zurück und steckte meine Hände in meine Hosentaschen.
„Sturkopf!“, knurrte sie sauer und steckte endlich das Geld ein.
Darauf konterte ich geschickt: „Dieses Kompliment gebe ich mit Freuden zurück und bevor du mir widersprichst nenne ich dir meine Begründung. Wenn du kein Sturkopf wärst, dann hättest du das Geld auch angenommen und nicht erst noch rumprozessiert. Ich weiß ganz genau das ich ein Dickkopf bin.“
„Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.“, gab sie professorisch zurück.
„Na warte wenn ich dich kriege bist du fällig!“, sagte ich ihr, sie fing an zu rennen und ich spurtete ihr hinterher.
Es war nicht schwer sie einzuholen, da ich sehr fit vom Quidditch war und genau vor dem Gemeinschaftsraum hatte ich sie von hinten an den Hüften gepackt, drehte sie im Kreis, als sie dann endlich aufhörte sich zu wehren ließ ich sie runter.
„James mach das nie wieder, wenn du nicht der Gefahr laufen willst dass dir etwas Furchtbares passiert.“, drohte sie mir mit ihren wundervoll blitzenden Augen.
„Verzeiht mir Eure Hochwohlgeborne!“, sagte ich und verbeugte mich elegant vor ihr und sie fing an zu lachen.
Ich erhob mich wieder und fragte sie leicht gespielt beleidigt: „Hey was ist daran so witzig?“
Sie zuckte nur mit den schultern und beruhigte sich langsam.
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So des wars auch schon wieder ich hoffe es hat euch gefallen
Und ihr lasst mir vllt ein Kommi da *hundeblick*
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