In unserem Schlafzimmer, nach dem Krieg - The Night Starts Here
von heiler_milli
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Kapitel 2:
The Night Starts Here
The scary part, the aftershock, the moment it takes to fall apart.
The time we have, the task at hand, the love it takes to destroy a man.
The ecstasy, the being free, that big black cloud over you and me.
And after that, the upwards fall, and were we angels after all?
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August 12, 2017
»Rose! Rose! Dad nimmt mich Morgen zu einem Quidditch Spiel von Eintracht Pfützensee mit, und er hat uns drei Karten besorgt, eine für mich, eine für ihn, und eine für irgendjemanden den ich mitnehmen will! Willst du mit?«
»Oh Al! Natürlich will ich! Du bist der beste Freund überhaupt! Glaubst Pfützensee gewinnt? Ich schon, denn ich habe ein paar Statistiken angeschaut, und einige Berechnungen angestellt und Johnson hat einen viel höheren durchschnitt an Treffern als Dawish hat, und, HEY! Hugo, gib mir mein Buch zurück! Ich wollte es Onkel Harry zeigen!«
Hugo rannte weg, nur um fast gleichzeitig wieder von Albus gefangen genommen zu werden.
»Al, Lass mich los!«
»Dann gib mir das Buch von Rose!«
»Hugo wird von Al festgehalten!« schrie Lily kaum war sie ins Zimmer gekommen.
»Hör auf zu nörgeln Lily!«
»Mummy James hat gesagt ich soll aufhören zu nörgeln!«
»Beruhigt euch ihr Zwerge!«
»Onkel Ron! Hast du Hugos und Rose' Besen mitgenommen? Können wir Quidditch spielen? Hm? Können wir? Können wir?«
Der Weasley Haushalt war, trotz der relativen geringen Anzahl an Besuchern, ein einziges Chaos. Molly Weasley, die unter ihren jüngsten Enkelkinder in ihrem Element war, hastete umher, verteilte Umarmungen und Küsse, während sie zwischendurch aufs Abendessen achtete und verschiedene Bilderrahmen reparierte und stellte Keramiktöpfe wieder auf die von den fünf wilden Kinder umgeworfen wurden, die durch das Haus rannte.
»Oh Hermione Schatz, danke das ihr heute Abend rüber gekommen seid. Du weißt wie sehr ich es liebe die Kinder zu sehen.«
»Danke, dass wir hier sein dürfen Molly. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob du das alles schaffst.«
Sie lachte, »Du scheinst ein glückliches Händchen zu haben, Hermione, Rose und Hugo sind solche Engel.«
»Es ist nicht fair, dass du zum Spiel gehst und ich nicht!« jammerte Hugo.
»Na ja, wenn du nicht soviel herumnörgeln würdest, würde dich Al mehr mögen und du wärst es vielleicht gewesen den er gewählt hätte und nicht ich« kam Rose' schnelle Antwort.
»Wenigstens bin ich keine Besserwisserin.«
»Wenigsten bin ich nicht Gehirnlos!«
Hermione lachte ironisch, »Ah ja, die zwei sind ganz normale Engel.«
Molly kicherte, »Sie sind Geschwister Schatz. Es ist nur normal, dass sie sich die ganze Zeit zanken.«
»Du bist so hässlich, du verscheuchst blinde Leute.«
»Du bist so dumm, du kannst nicht von A nach B ohne durch den Rest vom Alphabet durchzugehen!«
»Du bist so hässlich du musst dich vor einem Spiegel verstecken!«
»Du bist so dumm, deine Gehirnzelle stirbt vor Einsamkeit!«
»Was ist das? Meine zwei Lieblings Niblings streiten?«
»Onkel Harry!« schrieen Rose und Hugo gleichzeitig und vergaßen sofort ihren Streit.
Hermione kam rechtzeitig ins Zimmer um zu sehen wie Rose in die wartenden Arme von Harry sprang. Er drehte sich mit ihr ein paar Mal, dann setzte er sie, kichernd, auf den Boden. Dann zerstreute er das Haar von Hugo; er lachte und rannte weg.
»Onkel Harry wie oft muss ich dir sagen, dass “Niblings“ kein richtiges Wort ist?«
»Na dann, wie entstehen neu Wörter Miss Intelligenz?« ärgerte Harry sie.
Rose kicherte, »Wenn sie in ein Buch kommen!«
Harry lächelte sie liebevoll an, »Also wenn ich ein Buch schreibe und das Wort “Nibling“ verwende, dann ist es echt?«
Rose schien darüber einen Moment lang nachzudenken »Ich glaub schon. Aber ich glaube nicht, dass du ein Buch schreiben wirst, Onkel Harry.«
»Oh? Und warum ist das so?«
»Mum sagt, dass du kein sehr guter Schreiber bist.«
Hermione lachte. Harry blickte sie über den Kopf von Rose hinweg überrascht an, aber er grinste, und sah wieder runter zu Rose, » Hat sie also gesagt, oder?«
Rose nickte eifrig, »Ja, aber sie hat auch gesagt, dass« sie stoppte kurz um sich an die genauen Worte ihrer Mutter zu erinnern, »dass du sehr gut im reden bist. Sie hat gesagt, dass du eine Million Leute inspirieren könntest wenn du wolltest, weil du wirklich daran glaubst worüber du redest und dass das der Grund ist warum du nicht gut schreiben kannst - du glaubst es ist zu passive.«
»Na ja, ich glaub deine Mutter hat mich durchschaut, hm?« fragte Harry und blickte dabei Hermione direkt an.
Hermione stockte der Atem.
»Uh, Onkel Harry! Meine Mum kennt dich besser als irgendeiner sonst auf der Welt! Sie kennt deinen Lieblings Geschmack bei Bertie Botts Bohnen, und dein Lieblings Lied und dein Lieblings - !«
Hermione unterbrach sie, »Rose, Schatz, warum gehst du nicht schauen ob Oma Molly Hilfe in der Küche gebrauchen könnte?«
Rose sah enttäuscht aus; Hermione konnte es ihr nicht verübeln.
»Okay Mum, aber ich will immer noch Harry mein Buch zeigen.«
»Wenn du fertig mit Helfen bist.«
»Okay!« sie lief weg, und hinterließ eine peinlich Stille.
Harry fuhr sich mit der Hand durch sein Haar, und zerstreute es so sogar zu einem noch unmöglicheren aussehen, »Hallo Hermione.«
»Hallo Harry.«
Hermione wirbelte eine Locke von ihrem Haar in ihren Finger, »Rose ist überzeugt, dass du ihr alles beibringen wirst, was du über zauberstablose Magie weißt bevor sie im September zur Schule geht.«
Harry lachte, wenn auch sanft, » Na ja, sie ist ein intelligentes Mädchen, nicht zu erwähnen mächtig. Ich bin mir sicher sie wird es eines Tages beherrschen; besser als du und ich zusammen.«
»Nur die Zeit wird es zeigen, glaube ich.« antwortete Hermione und fing an ihrer Unterlippe zu kauen.
Sie schwiegen, Harry betrachtete Hermione genau und sie wich seinem Blick aus.
»Hermione-«
»Nicht Harry.«
»Ich wollte dich fragen wie die Arbeit war.«
Ihre Blicke traffen sich, »Nein wolltest du nicht.«
»Nein, du hast recht, wollt ich nicht« seine Augen bohrten sich in ihre, sein Blick weichte nicht ab, nachdem er seine kleine Lüge zugab.
Hermiones Atem stockte in ihrem Hals; Sie fühlte einen Ruck in ihrem Bauch- eine Kombination aus Nervosität und etwas was sie zu diesem Zeitpunkt nicht benennen wollte.
»Harry ich kann nicht -«
»Du kannst was nicht Hermione? Mit mir reden?«
Enttäuschung durchfuhr ihre Stimme, »Nicht wenn du mich so ansiehst, nein.«
Angespannte Stille. Die Art von Stille die den Raum ausfüllt und damit droht seine Gefangenen zu erwürgen. Die Art die die Luft mit einem Gefühl erfüllt, welches schwer zu beschreiben ist - eine merkwürdige Mischung aus Anspannung und Verzweiflung.
»Mum, ich bin fertig mit helfen-«
Hermione sprang auf; sie bemerkte dass Harry es ebenfalls tat.
Ihre Tochter betrachtete die Beiden misstrauisch.
»Was ist hier los?« fragte sie anklagend.
Harry zwang sich zu einem Grinsen; es erreichte seine Augen nicht, »Wir haben nur über dich geredet, du meine Lieblings Nichte. Deine Mum hat mir erzählt, dass du ein Buch hast, dass du mir zeigen willst.«
Die Augen von Rose weiteten sich, sie fiel auf die Ablenkung rein, »Oh ja! Ich geh' es schnell holen Onkel Harry! Ich bin gleich wieder da!«
Sie ging und nahm die Flucht aus der unangenehmen Stille mit sich.
»Ablenken mit einem Buch. Das klappt immer.«
Die Enden von Hermiones Mund gingen nach oben, » Das hast du früher schon benutzt, oder?«
»Ein oder zwei Mal.« er grinste. Hermiones Herz klopfte dabei schneller.
»Onkel Harry! Onkel Harry!« schrie Rose als sie in das Zimmer gerannt kam wie ein Blitz. »Ich habe mein Buch, aber mein bescheuerter Bruder hat den Einband runter gerissen. Bescheuerter Idiot.« murmelte Sie.
»Rose« schimpfte Hermione.
Harry kicherte und fuchtelte mit seiner Hand über den Einband. Rose sah verwirrt zu als es sich wie von selbst wieder zusammenschloss.
»Das ist so cool Onkel Harry! Kannst du jetzt sofort Anfangen mit mir zu lernen, noch vor dem Abendessen?«
»Sicher Engel, los, gehen wir es an.«
Sie so zu sehen ließ Hermione etwas wie Traurigkeit fühlen, was sich von innen heraus überwältigte. Sie räusperte sich, ein nutzloser Versuch die Kontrolle über ihre Gefühle wieder zu erlangen. »Nun ja, ich werde einmal … erhm verschwinden und den Rest der Familie begrüßen.«
Harry sah auf und gab ihr einen durchbohrenden Blick.
Schau mich nicht so an Harry. Bei Merlin, hör auf mich so anzusehen.
»Wenn du zurück kommst werde ich besser in zauberstabloser Magie sein als du jetzt Mum!« kicherte Rose.
Hermione konnte nur ein schwaches Lächeln formen bevor sie schnell den Raum verlies. Sie lehnte ihren Rücken gegen die Wand vom Vorzimmer an, ihr Atem war überraschenderweise unregelmäßig.
Heiß, heiß, Hitze, die Reibung zweier Körper, zweier Herzen. Der Geschmack der Ekstase, der Freiheit. Der Flug der Sinne, die wilde Ungezwungenheit. Selbstsicher am Rande der Grube des Wahnsinns, an der Grube der wilden Lust.
Sie nahm zittrig Luft, schloss ihre Augen um ungewollte Gedanke zu verscheuchen.
»So Onkel Harry?«
»Ja, dass ist perfekt Engel. Nun mach' deine Augen zu. Das ist es. Entspann dich ein wenig mehr. Atme ein und aus. Da hast du es. Tief, genau so. Nun konzentrier dich, aber verkrampf dich nicht. Bleib entspannt, aber behalte dein Ziel im Auge. Siehst du es?«
Hermione konnte nicht widerstehen sie der Ecke aus zu beobachten. Beide saßen am Boden vom Zimmer, die Füße überkreuzt, sich gegenseitig anblickend. Rose hatte geschlossene Augen und atmete tief, ihre Hand schwebte über Harrys Zauberstab, welcher vor ihr lag. Harry sah sie aufmerksam an.
»Fühle die Magie von dem Zauberstab vor dir. Rufe die Magie zu dir, jetzt sanft, wünsch sie dir nur herbei. Fühle die Magie, rufe die Magie.«
Der Zauberstab flog in ihre Hand. Ihre Augen schnappten auf. Hermione Kinnlade fiel runter; Harrys Augen weiteten sich Überrascht.
»Ich hab's geschafft! Ich hab's geschafft!« schrie sie und sprang auf. »Onkel Harry ich hab's geschafft.«
Hermione drehte sich um, und ging von dem Ort in einem schnellen Tempo weg. Keinen Moment zu früh erreichte Hermione das Wohnzimmer, welches glücklicherweise leer war, obwohl sie Kinder, nicht weit von hier, schreien hörte.
»Mummy! Mummy! Ich hab's geschafft! Ich hab's geschafft!« kam Rose schreiend ins Zimmer und riss Hermione fast um. »Ich habe zauberstablose Magie benutzt Mum! Echte, kontrollierte zauberstablose Magie!«
Hermione konnte einige Tränen nicht zurückhalten, die ihr entflohen.
Rose immer scharfsinnig und taktvoll hörte sofort auf mit feiern, »Mum? Warum weinst du?«
Es war alles was sie tun konnte um nicht zu schluchzen, »Oh Schatz, Ich bin nur so stolz auf dich. Nicht nur das du intelligent bist, schau nur wie mächtig du bist - kontrollierte zauberstablose Magie und das im Alter von 11.« Hermione machte eine Pause und wischte ihre Tränen weg und strahlte ihre Tochter an, »Du wirst so viele große Sachen machen Rose Weasley, und ich bin sehr stolz dich meine Tochter nennen zu dürfen.«
Rose wurde rot und sah ziemlich zufrieden mit sich aus, aber versuchte es auch zu verstecken.
»Wirklich?«
»Wirklich, wirklich.« Hermione schloss ihre Tochter in eine feste Umarmung.
»Ich bin mir sicher,« kam Harrys Stimme, »das alle beide deiner Eltern sehr, sehr stolz auf dich sind Rose.«
Hermione sah nicht nach oben; sie hielt weiterhin ihre Tochter fest- ihre Lebenslinie, sie brachte sie zur Ruhe wenn sie in der Nähe der Grube torkelte.
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Wenn mir früher jemand erzählt hatte, was einmal alles passieren würde, hätte ich kein einziges Wort geglaubt.
Joanne K. Rowling