In unserem Schlafzimmer, nach dem Krieg - Take Me To the Riot
von heiler_milli
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Kapitel 3:
Take Me To the Riot
I'm there; yeah I serve them,
The one with the empty looking eyes.
Come closer, you'll see me:
The face that is used to telling lies
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August 19, 2017
»Harry! Hörst du mir überhaupt zu?«
»Natürlich Ginny.« log er ohne Probleme.
Sie nickte zufrieden, »Gut. Nun zieh diese alte Jeans aus und mach dich zu Recht. Teddy ist gleich da.«
»Wieso sollte ich mich für Teddy zu Recht machen? Er kommt mindesten vier Mal die Woche rüber.«
»Du sollst immer deine Beste Seite Zeigen, Harry,« sagte sie mit einem finsteren Blick, »egal wer rüber kommt.«
Er sah kurz zu ihr auf. Ihre Erscheinung spiegelte sicher diesen Glauben. Mit ihrem Haar, das um ihr Gesicht wellte ohne dass eine Haarsträne aus der Reihe tanzte und mit ihrem eleganten, kurzem schwarzen Kleid sah Ginny aus als ob sie für ein Fotoshooting bereit wäre und nicht für ein Familienessen.
»Ich habe dir deine Sachen zu Recht gelegt.« gab sie noch hinzu.
»Okay.« murmelte er und ging in Richtung Treppen.
»Harry?«
Er blieb bei den Treppen stehen ohne sich umzudrehen, »Ja?«
»Du hast mir gar nicht gesagt was du von meinem Outfit hältst.«
»Du siehst nett aus.« antwortete er sofort und ging weiter die Treppen hinauf.
Ein grünes seidiges Frackhemd lag zusammen mit einer schwarzen Krawatte und einer Hose auf ihrem Bett, penibel zusammen gefaltet. Eine schwarze, elegante Robe mit grünen Stickerrein schwebte Magisch neben dem Ensemble. Ihm gefiel das Outfit nicht, er fühlte sich sichtlich unwohl. Ginny mochte es schöne Sachen zu kaufen; sie mochte es schöne Sachen zu tragen und sie mochte es, wenn auch ihre Familie schöne Sachen trug. Überschwemmt mit Reichtum, dies ließ ihn sich immer unwohl fühlen und so war es nur natürlich das Ginnys Wahl über sein Outfit im nie stand.
Er fuhr mit seiner Hand über die feine Seide und seufzte tief.
»Harry! Bei Merlin, beeilst du dich? Teddy könnte jeden Moment hier sein.« kam der schrille Schrei von unten.
Harry, der mürrisch war, zog sich schnell an, ließ jedoch die Krawatte und die Robe bleiben und rollte noch die Ärmel seines Hemdes nach oben.
Sie wird damit zufrieden sein müssen. Ich kann nicht die ganze verdammte Zeit perfekt sein.
»Teddy ist sowieso immer spät dran.« antwortete er nachträglich als er die Treppen runter ging.
Ginny erstarrte bei seiner Erscheinung, sagte aber nichts.
»Daddy!«
Harry grinste, nahm seine Tochter in den Arm und drehte sich mit ihr, »Ah, da ist ja mein Lieblings Mädchen!«
Sie kicherte, »Magst du meine Sachen Daddy. Mummy hat sie für mich in Frankreich gekauft!«
Merlin! Ginny wird dieses Kind noch zu Grunde richten, wenn sie sie weiterhin so verwöhnt.
»Du siehst wunderschön aus; wie eine Prinzessin.« sie strahlte. Er setzte sie auf den Boden ab und sah ihr amüsiert zu als sie ihre Haare nach hinten warf und ihre Kleidung glatt strich.
»Wird Teddy bald hier sein?« fragte sie hoffnungsvoll.
»Lily ist verknallt in Teddy!«
Lily drehte sich um und sah ihren ältesten Bruder an, »Bin ich nicht James!«
»Lily und Teddy sitzen auf 'nem Baum und K-Ü-S-S-E-N sich!«
»Halt den Mund!«
»Lily, James. Hört auf zu streiten und kommt helft eurer Mutter den Tisch zu decken. Harry, geh und schau nach Al. Ich hab keine Ahnung wo dieser Junge steckt.«
Harry sah sich im Raum um und fühlte sich schuldig die Abwesenheit von Al nicht bemerkt zu haben. Al hatte die Fähigkeit in der Menge unterzugehen, sich ungewollter Aufmerksamkeit zu entziehen. In dieser Hinsicht, kam er sehr nach Harry.
Harry stieg wieder die Treppen hoch und ging in die Richtung von Als Zimmer. Er klopfte leicht an die Tür als er sie erreichte.
»Komm rein« kam die sanfte Stimme von drinnen.
Al saß auf seinem Bett, seine Hände auf seinem Schoß und sah aus wie ein perfekter kleiner Gentleman. Er trug eine seidige, smaragdfarbene Robe, polierte braune Schuhe, und sein Haar- obwohl es immer zerzaust war wie Harrys- war nach unten geglättet mit einer beträchtlichen Menge an Gel.
Harry fühlte sein Herz mit Stolz anschwellen.
»Teddy wird gleich hier sein Kleiner.«
Al nickte und sah nach oben zu Harry, seine grünen Augen glänzten mit etwas das Harry nicht genau definieren konnte, »Dad?«
»Ja?«
»Wie war dein erster Tag in Hogwarts so?«
Harry lächelte und setzte sich neben Al aufs Bett, »Du bist noch immer besorgt wegen der Schule, hm?«
Al nickte merklich, »Nur ein wenig. James erzählt mir immer diese Horror Geschichten.«
»Al du weist du solltest nichts glauben, was aus dem Mund dieses Jungen kommt.«
»Ich weiß« er machte eine Pause, »Kannst du es mir trotzdem erzählen?«
»Na ja, wie du weißt bin ich in der Mugglewelt aufgewachsen, also hatte ich überhaupt keine Ahnung was ich machen sollte.« Harry grinste, »Hagrid war alles andere als hilfreich in seiner Hilfsbereitschaft; Er hatte mir nicht gesagt wie ich zum Zug komme, nur dass es auf dem Gleis 9 ¾ war. Also ging ich bei den Gleisen herum, und fragte nach Gleis 9 ¾, was natürlich alle denken ließ ich sei vollkommen verrückt. Ich war an den Punkt angekommen aufzugeben als ich einer relativ großen Familie an Rotschöpfen begegnete, fast alle von denen Schoben einen Gepäckwagen.«
Al grinste, »Die Weasleys!«
»Ja natürlich. Molly, deine Großmutter, hatte natürlich Mitleid mit mir und half mir auf die Plattform zu kommen, obwohl ich sagen muss, dass ich das erste Mal wirklich Angst hatte durch diese Mauer zu gehen. Ich verlor die Weasleys aus meiner Sicht und stieg in den Zug, fand ein leeres Abteil setzte mich und fühlte mich wie ein kompletter Außenseiter.«
Harry musste ein wenig traurig ausgesehen haben, denn Al klopfte ihm auf die Schulter.
»Das war als dein Onkel Ron ins Abteil torkelte, er sah schlichtweg zersaust aus. Er setzte sich und fing an mich anzustarren. Wir waren beide von einander ziemlich begeistert, wirklich. Ich hatte eine Narbe und er ein normales Zauberer-Familienleben. Wir kamen hervorragend zurecht, wie du dir vorstellen kannst. Ron war gerade dabei mir einen Zauberspruch zu zeigen als Hermione herein stürzte.«
Harry konnte nicht das breite Grinsen aufhalte, welches sich über sein Gesicht ausbreitete. »'Hat jemand eine Kröte gesehen. Ein Junge namens Neville hat seine verloren.'« äffte er mit einer hohen Stimme nach.
Al lachte.
»Ron versuchte den Spruch, und natürlich, hat er nicht funktioniert. Hermione machte sich über ihn lustig, verständlicherweise, und Ron, welch ein Wunder, konnte sie nicht unbedingt leiden. Sie war ziemlich unsicher in ihren jungen Jahren, und Ron konnte ihre Brillanz nicht anerkennen, ich ebenfalls nicht um das hinzuzufügen.«
Harrys Lächeln verschwand ein wenig, »Ich freundete mich mit Hermione nicht an bis zum Troll Vorfall, worüber du schon alles gehört hast. Wie schlimm es auch war, ich danke Merlin jedes Mal dass dieser Troll in die Mädchen Toilette stürmte. Ich bezweifle ich wäre am Leben ohne Hermiones Hilfe die ganzen Jahre über.«
»Was ist mit Mum? Hast du sie an deinem ersten Schultag gesehen?«
Harrys Augenbrauen zogen sich zusammen, »Na ja, ja, ich traf sie mit dem Rest der Weasleys. Sie sagte nichts zu mir. Eigentlich fingen deine Mutter und ich erst in meinem 5. Schuljahr an miteinander zu reden.«
»James hat erzählt, dass ihm Einige der Älteren erzählt haben, dass alle ihre 'Wahre Liebe',« Al verzog sein Gesicht, »an ihrem ersten Schultag in Hogwarts treffen.«
Für einen Moment kam Harry das Bild eines jungen Mädchens mit relativ langen Vorderzähnen, buschigem braunen Haar, das in sein Abteil stürzte, in den Sinn.
»Hmm … vielleicht« er schüttelte seinen Kopf leicht um seine Gedanke los zu werden. »Aber dann wiederum, triffst du die Meisten aus der Schule an deinem Ersten Tag in Hogwarts, und die meisten Zauberer neigen dazu jemanden zu heiraten den sie in der Schule kennen gelernt haben. Ich glaub das hat eher damit was zu tun.«
Al erbleichte, »Ich will niemanden heiraten. Mädchen sind komisch.«
»Na ja vielleicht änderst du später deine Meinung Sohn.«
»Aber Dad Rose hat gesagt-«
Harry hob seine Augenbrauen.
»-Rose hat gesagt, dass es manchmal einen Unterschied gibt zwischen der Person die du heiratest und deiner 'Wahren Liebe'.«
»Hat sie?« Harry schluckte, rieb seine Handflächen an seine Hosen und vermied den fragenden Blick von Al.
»Ja, ist das wahr? Weil ich hab gesagt, das niemand jemals jemanden heiraten würde der nicht das Beste für einen sei, und ist das nicht was 'Wahre Liebe' ist? Jemand der das Beste für dich ist?«
»Ah, na ja, ich weiß es nicht mein Sohn.«
»Kanntest du jemanden der nicht seine 'Wahre Liebe' geheiratet hat?«
Harry grinste ziemlich schwach, »Wieso all diese Fragen?«
»Oh es ist nur Rose hat darüber geredet - ehm - ich war nur neugierig, das ist alles.«
Ein lautes Glockenspiel läutete durch das Haus.
Harry zersauste Als Haare, sehr zum Missfallen von Al, »Komm Kleiner, hört sich an als wäre Teddy da.«
Al sprang aufgeregt auf und rannte aus dem Zimmer. Harry hörte ihn die Treppen runter eilen. »Teddy! Teddy!«
Harry folgte mit einer sehr langsameren Geschwindigkeit, und lächelte bei dem Anblick von seinen drei Kindern die, in ihrer Begeisterung, regelrecht auf Teddy sprangen.
»Harry ist alles in Ordnung?« fragte Ginny als er das Ende der Stufen erreichte.
Nein Ginny, nichts ist 'in Ordnung'. Ich bin gefangen in einer Ehe, mit einer Frau die ich nicht Liebe. Ich muss die Frau die ich Liebe jeden Tag sehen, ohne die Möglichkeit zu haben sie zu berühren, sie zu küssen, ihr irgendwie meine Zuneigung zu zeigen, weil ich weiß wenn ich irgendwas von dem mache ich nicht aufhören könnte. Und um das alles zu Toppen, fühle ich eine grässliche Schuld jedes Mal wenn ich an sie denke. Also, nein, nichts ist 'in Ordnung'.
»Ja Ginny.« antwortete Harry mit einem falschen Grinsen, »Alles ist in Ordnung.«
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Wer gebeten wird, in einem Harry-Potter-Film mitzumachen, würde niemals ablehnen. Und mir hat die Rolle Spaß gemacht. Bellatrix’ Persönlichkeit ist offenbar ernsthaft gestört. Sie findet es richtig toll, besonders böse zu sein. Wahrscheinlich ist sie in Lord Voldemort verliebt; immerhin hat sie für ihn 14 Jahre im Gefängnis gesessen. Jetzt ist sie wieder draußen und noch fanatischer als je zuvor.
Helena Bonham Carter