In unserem Schlafzimmer, nach dem Krieg - Midnight Coward
von heiler_milli
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Kapitel 5:
Midnight Coward
What can't be decided
In the morning it will bring itself to you.
What can't be decided
Can fool you into thinking maybe you can choose.
I can see what's coming,
But I'm not saying it.
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Oktober 3, 2005 (weiterhin Flashback)
Als er aufwachte, war es draußen dunkel. Der Regen fiel immer noch im selben Tempo und tröpfelte laut gegen das Fenster. Jedoch hatte ihn dieses Geräusch nicht aufgeweckt.
Er war zu zufrieden um zu schlafen.
Das Erste Mal seit er sich erinnern konnte, wollte er weder die Zeit zurück noch vorwärts laufen; er wollte ewig in diesem Moment verweilen.
Und natürlich, war dies unmöglich.
Er atmete tief ein und bemerkte mit Interesse, dass Hermione, sogar jetzt noch, leicht nach einer Bibliothek, gemischt auch noch nach alten Büchern, nach neuer Tinte und Pergament roch. Er ertappte sich bei dem Gedanken, dass sie wie Hogwarts roch; wie zu Hause. Die Idee war gleichzeitig erschreckend wie beruhigend.
Aber dann, in letzter Zeit haben die meisten Dinge in Verbindung mit Hermione, dieses gegensätzliche Gefühl hervorgebracht.
Er drehte seinen Kopf, um auf den Wecker zu blicken, der auf einer Anrichte stand. Hermione bestand darauf einen zu besitzen, bereits schon in der Schule. Der Block roter Zahlen blendete seine Augen und egal wie unklar seine Sich auch war, er konnte immer noch die Zeit ausmachen.
Mitternacht.
Hermione bewegte sich in ihrem Schlaf, drückte sich dabei näher an ihn heran und murmelte zusammenhanglose Dinge. Er war geschockt wie wunderschön sie war - wunderschön auf eine feine Art, welche typisch für Hermione war. Sein Herz verkrampfte sich schmerzhaft.
Für einen Moment hätte er fast gedacht er hätte eine Wahl.
Der Moment verflog schnell und er blieb innerlich leer zurück. Er versuchte sich leise von ihr zu lösen und das ohne sie aufzuwecken. Es war schwer; sie hielt ihn fest und legte ihre Stirn in Falten und murmelte etwas Leises daher.
Als er es geschafft hatte, griff er nach seiner Brille.
Bitter erkannte er dass sie ihn an Ginny erinnerte. Der neue eckige Rahmen war sehr viel eleganter als sein vorheriger, klobiger, runder Rahmen, nicht zu erwähnen, dass der Unbrechbarkeits-Zauber auf ihnen sehr nützlich war als Auror.
»Kein 'occulus reparo' mehr«, hatte sie gesagt.
Er blickte auf Hermione um sich an ihren Anblick zu erinnern.
Allerdings, kein 'occulus reparo' mehr.
Hermione rührte sich und blinzelte den Schlaf aus ihren Augen.
»Harry?« murmelte sie.
Er hätte früher gehen sollen.
»Hey.«
Sie setzte sich auf, nahm die Decke mit sich und suchte eine Zeit lang nach seinem Gesicht Moment.
Er seufzte; sie nickte.
»Okay.« Sie nickte wieder, »Okay«
Er streckte sich ihrem Gesicht entgegen und berührte es kurz und behutsam. Aus irgendeinem Grund fühlte sich das mehr nach Untreue an, als irgendeine andere Tat vorher.
Es war ihm egal.
Sie schloss ihre Augen und atmete tief ein.
Er drückte sich weg, stand auf, sammelte seine Kleidung mit einem schnellen Spruch und einem Schlenker aus dem Handgelenk ein. Sie sah ihn als er sich anzog.
Er öffnete seinen Mund um zu sprechen; sie schüttelte ihren Kopf, »Nein. Bitte, nein.«
Ich will nicht weg.
Ich möchte bleiben, bei dir, für immer.
Ich brauche dich.
Ich liebe dich.
Lebe wohl.
Er schloss seinen Mund und ging.
Ohne einen Laut von sich zu geben.
Juli 17, 2006 (weiterhin Flashback)
Sein Handy läutete laut, weckte ihn aus seinem Schlaf.
Es riefen ihn nur vier Personen jemals an, und nur Einer würde ihn jetzt anrufen.
Er sprang aus dem Bett und klappte sein Handy auf.
»Hallo?«
»HARRY? HARRY, KANNST DU MICH HÖREN? HERMIONE HAT GESAGT ICH SOLL DICH AUF DIESEM SCHEISS DING HIER ANRUFEN. SIE BEKOMMT DAS BABY HARRY! KOMM SCHNELL!«
»Ron! Hör auf zu schreien. Verdammter Mist. Ich bin gleich da.«
Er beendete die Verbindung ohne Tschüss zu sagen und ging im Zimmer herum auf der Suche nach Kleidung die er sich über werfen konnte.
»Harry?« rief Ginny noch total benebelt vom Schlaf.
»Hermione bekommt das Baby.« stürmte es aus ihm heraus, »Ich muss jetzt gehen. Du bleibst hier mit den Kindern. Ich schick dir später eine Eule.«
Er apparierte weg ohne auf die Antwort zu warten.
Als er ankam war St. Mungos im kompletten Chaos; was die Norm war. Er bemerkte es kaum; Er ging betäubt durch die Lobby, und bemerkte kaum die Rezeptionsdame, die hingegen so darauf bedacht war seine Aufmerksamkeit zu erlangen.
An der Tür angelangt, wie auch immer, fand er seinen Weg von einem bestimmenden Heiler versperrt.
»Wir können drinnen immer nur eine Person haben Mr. Potter.«
Er tobte, raste, schrie, er schob sogar seine Stirnfransen weg um seine Narbe zu zeigen, (» Ich bin der verdammte Harry Potter! Ich habe Voldemort getötet sie Arsch und Ich werde verdammt noch Mal dasselbe mit ihnen tun! Lassen sie mich in das verdammte Zimmer!«) alles ohne Sinn.
Also setzte er sich.
Stand auf und ging umher.
Blickte in ein paar Magazine.
Ging wieder umher.
Seine Gedanken flogen umher wie ein Schnatz, außerhalb seiner Reichweite. Sie waren zusammenhanglos, außer ein Gedanke, der immer und immer wieder kam.
Hermione bekommt das Baby, jetzt, und ich bin nicht da.
Ich bin nicht da.
Ich bin nicht da.
»Harry?« Ron, der schlichtweg erschöpft und Glücklich aussah, stand vor ihm.
»Ist sie okay? Ist alles in Ordnung? Hat sie das Baby? Ist es okay? Ist es ein Mädchen oder ein Junge? Wie schaut es aus? Ist-!«
»Whoa, whoa Harry!« lachte Ron, »Man könnte glauben deine Frau hätte ein Baby bekommen und nicht meine!«
Harry fühlte wie sich sein Herz schmerzhaft verkrampfen, »Aber sie-«
»Ihr geht's gut. Müde, aber gut. Schrie wie eine verdammte Todesfee. Ich schwöre dir- nur Furcht erregend sag ich dir. Ich bin reif zum Verschrotten, und hungrig. Hoffe das Essen ist hier nicht allzu schrecklich.«
Harry schluckte; er fühlte sich überrollt, »Aber Ron-«
»Oh, und es ist ein Mädchen.« auf einmal erstrahle Rons Gesicht vollkommen, »Harry. Ich bin ein Dad! Kannst du das glauben! Ich habe eine Tochter!«
Schauer, die seinen Körper noch nie zuvor so befalle haben, überkamen ihn.
Schuld.
Grässliche Innereien zerdrückende Schuld.
Ein bekannter Begleiter war dies nun.
Er kämpfte gegen das Gefühl sich zu übergeben.
»Du kannst jetzt rein Harry. Sie will dich sehen, natürlich.« Ron lächelte, weiterhin in Glück schwelgend und klopfte Harry auf den Rücken, »Ein Dad. Ich.« gluckste er und dann ging er.
Harry stand leise vor der Tür und starrte sie an.
»Mr. Potter?« es war der Heiler, den er vorher angeschrieen hatte.
»Es tut mir leid.« stotterte er.
Er lachte kurz, »Oh ich bin das jetzt schon gewohnt, obwohl es normalerweise der Ehemann ist der so eine Show abzieht und ich muss zugeben, sie sind einschüchternder als alle mit denen ich es vorher zu tun hatte.«
Ihm misslang ein besorgtes Lächeln.
»Sie können jetzt rein, da Mr. Weasley eben den Raum verlassen hat.«
»Ich- ja.« er griff fest nach dem Türknopf, »Danke sehr.«
Er legte seine Stirn in Falten und bemerkte, dass seine Augen feucht waren.
Er wünschte sich er könnte das Gefühl definieren welches er gerade empfand.
Er drehte den Türknopf und ging hinein.
Und dann fühlte er nur noch Wärme in sich.
Hermione lag im Bett mit einem Strahlen im Gesicht, sie lächelte beruhigend. In ihren Armen lag das Kind, das Baby, eingerollt in einer rosa Decke, was sich schrecklich mit den roten Haaren an dem Kopf vom Baby biss.
»Hermione.« krächzte er.
Sie sah auf.
Eine neue wertvolle Erinnerung.
Er ging rüber zu ihr und fühlte sich unbeständig, »Ich- sie ist wunderschön.«
Hermione leckte ihre Lippen, »Sie ist deins.«
So abrupt, so unverblümt, so typisch Hermione das einfach so zu sagen.
Der Raum drehte sich. Er musste sich am Rand vom Bett fest halten.
»Woher- woher weißt du das? Bist du dir sicher? Sie- ihre Haare-.«
»Harry.«
Die Art wie sie seinen Namen sagte überraschte ihn und beendete sein stottern. Es war eine komische Mischung aus Zärtlichkeit, Herzerbrechen, Reue, Schuld und Merlin hilf ihm, Liebe.
»Sie ist deins. Ich weiß es sicher. Es ist ein Spruch. Ich hab ihn gemacht nachdem Ron ging. Es zeigt Magische Signaturen- die Kombination aus- na ja es ist nicht von Bedeutung. Sie ist deins.«
Er sah runter auf die kleine Gestallt in Hermiones Armen, kleine Arme und Hände kamen raus aus der Decke als ob sie sich streckte als sie gähnte.
Harry, neben allem anderen, fühlte stolz in sich hoch steigen.
»Ich glaube,« begann Hermione, »,dass sie die Haarfarbe deiner Mutter hat.«
Er streckte eine zitternde Hand aus um sanft die Enden der roten Locken zu berühren.
Eine lange Pause.
»Ich habe ihr noch keinen Namen gegeben.«
Harry sah zu ihr auf und legte seine Stirn in Falten, »Warum?«
»Na ja, ich werde dich nicht wählen lassen, so wie du deinen zweiten Sohn Albus Severus genannt hast, ich mein ernsthaft. Aber-«
»Ah, ich habe diesen Namen nicht gewählt, dass war Ginny- hat irgendwas gesagt von es wäre Heldenhaft.«
Beide schnaubten und auf einmal fühlte er wieder dieses Angenehme, was er immer mit Hermione in Verbindung brachte.
»Aber, na ja ich glaube du solltest, sozusagen, irgendwie an dieser Sache beteiligt sein.«
»Hermione.«
»Ich dachte an Rose.« unterbrach sie ihn schnell.
»Rose?«
»Ja.« sie hielt einen kurzen Moment inne. »Ich dachte, na ja, die Familienseite deiner Mutter hatte eine Art vorliebe für Blumen, so wie Lily und Petunia, deshalb dachte ich-.« die Worte blieben ihr im Halse stecken.
»Es ist perfekt.« er sah wieder runter aufs Baby, auf sein Baby, auf Rose, »Sie ist perfekt.«
Er entfernte seine Hände und wich zurück.
»Ich sollte gehen.«
Sie nickte.
Er sah sie für einen Moment lang an, sah wie ihr Tränen am Gesicht entlang rollten; dann Rose, er sah wie sie wieder ein kleines Gähnen von sich gab.
Er öffnete seinen Mund um zu gratulieren, aber merkte dann, dass die Situation nicht angebracht war.
Er schloss seinen Mund und ging.
Ohne einen Laut von sich zu geben.
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