In unserem Schlafzimmer, nach dem Krieg - Barricade
von heiler_milli
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Kapitel 8:
Barricade
I found you on a Saturday, and that was where I lost you.
You had to finally walk away because of what it cost you.
Years later when I saw your face
In line to catch the morning train,
You looked like you'd been softened.
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September 1, 2017
»Ah, da sind sie!«
Eine Gruppe von vier Leuten kam rüber von ihrer Stelle an der sie standen, welcher am allerletzten Waggon war. Hermione blickte in die Gesichter von Harry, Ginny, Albus und Lily.
»Hi«, sagte Albus und er klang ungeheuer erleichtert.
Rose, die bereits ihren brandneuen Hogwarts-Umhang trug, strahlte ihn an.
Hermione sah stolz auf ihre Tochter hinunter.
»Gut eingeparkt, ja?«, fragte Ron Harry. »Ich jedenfalls schon. Hermione hat nicht geglaubt, dass ich eine Fahrprüfung bei den Muggeln bestehen könnte, stimmt's? Sie dachte, ich müsste dem Prüfer einen Verwechslungszauber auf den Hals jagen.«
»Nein, dachte ich nicht«, sagte Hermione. »Ich hatte vollstes Vertrauen in dich.«
- vollstes Vertrauen, dass du dem Prüfer sicher einen Verwechslungszauber auf den Hals jagst.
Ron ging mit Harry weg um Al's Koffer auf den Zug zu heben.
»Wenn ich nach Hogwarts gehe, werde ich nach Gryffindor kommen.« sagte Lily zuversichtlich.
»Vielleicht.« sagte Hugo mit einem Achselzucken. »Aber du könntest auch nach Hufflepuff kommen. Aber ich werde der beste Gryffindor überhaupt.«
»Das glaubst aber auch nur du.« sagte Lily, und stach ihm in den Bauch. »Aber du liegst falsch, also macht es auch nichts.«
Hugo streckte seine Zunge raus, »Ich werde so was von ein Gryffindor!«
»Wenn du nicht nach Gryffindor kommst, enterben wir dich«, sagte Ron, »aber mach dir bloß keinen Stress.«
»Ron!« schimpfte Hermione.
Lily und Hugo lachten, aber Albus und Rose machten ernste Gesichter.
»Er meint es nicht so«, sagten Hermione und Ginny, aber Ron schenkte ihnen keine Beachtung mehr.
Hermione sah auf Rose und Al hinab, die sich gegenseitig besorgte Blicke zuwarfen. Innerlich verfluchte sie Ron während sie sich zu den Beiden hinunterbeugte um mit ihnen zu reden.
»Ron meint es nicht so.« sagte sie wieder.
»Es ist egal in welches Haus ihr kommt- wir werden euch alle genauso sehr lieb haben wie jetzt.«
Gab sie hinzu, sah aber dass sie nicht überzeugt waren.
»Weißt du,« begann sie an Albus gerichtet, »dein Dad wurde fast nach Slytherin gesteckt.«
Al und Rose schnauften beide auf.
»Es ist wahr. Obwohl ihr müsst ihm nicht sagen, dass ich es euch erzählt habe. Es ist eine Art Geheimnis, glaube ich. Al sei überrascht wenn er es dir jemals erzählt.« sagte sie schnell hinzu. »Der Punkt ist, Harry ist der beste Mann den ich kenne und wenn er fast nach Slytherin gesteckt wurde, na ja, dann ist das ein Verdienst für ihr Haus.«
Ron unterbrach ihre kleine Rede.
»Das ist also der kleine Scorpius,« sagte Ron mit leiser Stimme. »Pass bloß auf, dass du ihn in jeder Prüfung schlägst. Gott sei Dank hast du den Grips deiner Mutter geerbt.«
- Hoffentlich hast du aber nicht die Fähigkeit deines Vaters aufgenommen alle Slytherins zu hassen.
»Ron, um Himmels willen«, sagte Hermione, halb streng, halb belustigt. »Hetz sie doch nicht gegeneinander auf, noch ehe sie mit der Schule angefangen haben!«
Sie drehte sich zu Rose und Al um und ignorierte die nächste Bemerkung von Ron.
»Ich werde auf euch Beide stolz sein, egal wo hin es euch verschlägt.«
Sie nahm beide, Al und Rose, in eine Umarmung und stellte sich aufrecht hin und sah dabei um die Station herum. Sie blickte rüber zu Harry, da sie seinen Blick auf ihr spürte; er sah müde und geschlagen aus, als ob er erschöpft vom endlosen Kampf vom Leben selbst war.
James tauchte wieder auf mit Nachrichten über Teddy, aber Hermione fand es schwer zuzuhören, und unterließ es dem Gespräch bei zu wohnen. Sie fühlte sich als ob sie in einer Art komischen und unnatürlichen Traum fest hing, so zu zusehend wie ihre Tochter nach Hogwarts ging.
Aus dem Augenwinkel heraus, betrachtete sie Harry der sich zu Al runterbeugte um ihm was zuzuflüstern, hoffentlich um weiter seine Furcht von der Schule zu mildern, sie konnte es nicht verhindern, dass sich ein liebevolles Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete.
An ihrer Seite schlüpfte die Hand von Rose in die ihre.»Mum du schreibst mir, ja?«
»Jeden Tag Schatz. Ich wage es zu sagen, dass du es Leid sein wirst von mir zu hören.«
Rose kicherte und umarmte die Taille ihrer Mutter.
»Niemals!« sie drückte sich ein wenig weg und biss auf ihrer Lippe.
»Was hast du denn Rose?«
»Glaubst du- glaubst du Onkel Harry wird mir auch schreiben?«
»Ich bin mir sicher, dass er es wird Schatz. Er wird dich wahrscheinlich fast genauso sehr vermissen wie ich.« Hermione fühlte wie ihre Augen feucht wurden.
Rose gab ihr noch eine Umarmung, » Mach dir keine Sorgen Mum. Mir passiert schon nichts.«
»Ich weiß dass Rose, aber du musst mir versprechen dass du nicht zuviel Zeit in der Bibliothek verbringst.«
»Aber Mum! Sie ist so groß! Es gibt so viele Dinge über die ich lernen will, so vieles herauszufinden und-.«
Hermione unterbrach sie liebevoll, »Ich weiß Schatz, aber es gibt wichtigeres im Leben als Bücher und Schlauheit.«
Sie blickte rüber zu Harry als sie das sagte, sie bemerkte dass er gerade sein Gespräch mit Al beendet hatte.
»Wie Freundschaft und Mut, richtig Mum?«
»Ja. Wie Freundschaft und Mut.« wiederholte sie. »Nun Rose musst du dich beeilen, der Zug fährt gleich los.«
Rose rannte los und umarmte Hugo und Ron, dann kam sie zurück zu Hermione und drückte sie noch einmal fest um die Taille.
»Ich hab' dich lieb Mum.«
»Ich hab' dich auch lieb Rose.«
Sie sprang in den Waggon mit Al, und Ginny schloss die Tür hinter ihnen. Schüler lehnten sich ganz in der Nähe aus dem Fenster. Eine Vielzahl von Gesichtern, im Zug wie auf dem Bahnsteig, war offenbar Harry zugewandt.
»Warum glotzen die alle so?« wollte Albus wissen, während er und Rose die Hälse reckten, um einen Blick auf die anderen Schüler zu werfen.
»Mach dir keine Gedanken«, sagte Ron. »Es ist wegen mir. Ich bin extrem berühmt.«
Albus, Rose, Hugo und Lily lachten.
Hermione wagte einen Blick auf Harry, der vorsichtig Ron angrinste, aber noch immer unwohl drein sah wegen der Aufmerksamkeit die er bekam. Sie wünschte sie könnte sich strecken und nach seiner Hand greifen.
Als der Zug sich in Bewegung setzte, ging Harry neben dem Zug her und winkte Albus und Rose zu. Hermione tat dasselbe, und sah zu wie das Lächeln ihrer Tochter immer mehr und mehr aus ihrer Sicht verschwand.
»Er wird es schon schaffen«, hörte Hermione Ginny murmeln.
Harry berührte gedankenverloren seine Narbe; Hermione zwang sich wegzusehen.
»Ich weiß, das wird er.«
»Wie ich?« schrie dass junge Mädchen auf, ihr buschiges Haar flog dabei herum. »Bücher! Schlauheit! Es gibt wichtigere Dinge- Freundschaft und Mut und-«
Und Liebe.
Hermione riskierte einen weiteren Blick auf Harry, der dem Zug immer noch hinterher blickte.
Als könnte ich jemals Liebe vergessen.
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Der Tod ist in allen sieben Büchern ein ganz bedeutendes Thema.
Joanne K. Rowling