In unserem Schlafzimmer, nach dem Krieg - Window Bird
von heiler_milli
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Kapitel 9:
Window Bird
When you want to go,
You can't get out through the back door.
When you're going to leave,
Wait out fear and look for me.
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September 9, 2017
Der Regen fiel Kübelweise und klopfte auf dem Dach.
Sie liebte diese Tage, eingeschlossen mit einer Tasse heißen Tee und einem guten Buch. Es half, dass nur das Geräusch vom Regen durch das Haus hindurch zog; Ron und Hugo waren bei einem Quidditch Spiel und Rose war in der Schule, sie ließen nur Stille zurück.
Sie schloss ihre Augen und genoss die Stille um sie herum.
Die Türglocke ließ sie aufschrecken; sie erwartete keinen Besuch.
Sie ging vorsichtig auf die Tür zu; Durch das Glass winkte eine verschwommene Gestallt Harrys zu. Sie sah ihn einen Moment lang komisch an, aber öffnete die Tür.
»Harry warum bist du nicht rüber gefloht? Draußen ist es schrecklich!«
Er zuckte kurz mit den Achseln und grinste.
Hermione bemerkte, dass es nicht ganz seine Augen erreichte.
»Mir war nach einem Spaziergang.«
Genau in diesem Moment erinnerte sie sich, dass Harry sie seit über 12 Jahren nicht mehr alleine besuchte. Die Ähnlichkeit zwischen dem letzten Mal und heute beunruhigte sie.
»Na ja, komm rein, komm rein.«
Er kam rein und trocknete sich selber mit einem Schwung seines Zauberstabes.
Sie standen da, eine peinliche Stille legte sich um sie herum.
»Erm- Harry, braucht- brauchst du etwas?« er sah drein als ob ihn die Frage schmerzte. Sie verstand warum - sie erinnerte sich an die Zeit als es lächerlich gewesen wäre ihm diese Frage zu stellen.
Die Dinge haben sich geändert.
»Ich werde mich von Ginny scheiden lassen.«
Sie starrte ihn an. Es dauerte einen Moment bis sie seine Worte erreichten. Als sie es taten fühlte sie sich unstabil, »Oh- Ich- Das ist«
»Ich sollte dir gratulieren.«
»Ja ich glaube du solltest.«
Harry nickte und fuhr sich mit der Hand durch seine Haare, » Ja, Ich weiß.«
»Harry, was-?«
Er schüttelte seinen Kopf.
»Es ist nichts. Es lässt mich nur- ich fühle mich besser dadurch.«
»Okay.«
»Willst du- willst du darüber reden?« fragte Hermione. Die Frage kam zaghaft; sie hasste den unsicheren Ton in ihrer Stimme.
»Ja, ja ich will.«
Sie ging in Richtung Küche; leise folgte er ihr. Sie fühlte seinen Blick auf ihr als sie herumging und den Tee für ihn zubereitete.
Sie zögerte kurz bevor sie Zucker hinzu gab und dann gab sie zwei Stück rein.
Als sie fertig war gab sie ihm die Tasse und sah ihm zu wie er einen Schluck nahm und lächelte, sein Lächeln war fast bitter.
»Du hast dich erinnert.«
Sie sah ihn einen kurzen Moment an. »Komm.« sie nickte in Richtung Wohnzimmer, »Lass uns, uns dort hin setzten.«
Er nickte, folgte ihr zur überbelegten Couch vor dem Fernseher.
Als sie sich setzten war die Kluft zwischen ihnen fühlbar, aber sie waren es nun gewohnt.
»So-.«
»Ich kann- ich kann es einfach nicht mehr- vortäuschen.«
»Vortäuschen, was genau?«
»Das ich sie liebe.«
Er ließ es so einfach klingen, so wie er es sagte.
Sie schluckte schwer, »Aber Harry- eure Kinder- Albus, James, Lily- wie kannst du-?«
„Sie verdienen Besseres, Hermione. Sie verdienen Eltern, die sich lieben und nicht ein Schande von einer Ehe in der ihre Eltern kaum miteinander reden!« er stand auf einmal auf und begann wütend herum zu gehen. »Und verdammt, Ich verdien es auch nicht! Es ist mir scheißegal ob ich selbstsüchtig bin, weil ich kann nicht- ich kann nicht-.« er blieb abrupt stehen als er die leere Wand neben dem Fernseher ansah, wo früher ein spezielles Bild hing.
»Du hast es runter genommen.«
Hermione sah auf ihren Schoß, » Ja. Ich konnte es einfach nicht. Ich konnte nicht hinschauen ohne-.« ihr blieben die Worte im Halse stecken.
»Ich verstehe.«
Und sie erkannte, ziemlich unerwartet, dass sogar nach all diesen Jahren, er noch immer der einzige war der es wirklich verstand.
Es herrschte Stille, aber dieses Mal eine die nicht ganz so unangenehm war.
»Du wirst das wirklich machen?«
»Ja.«
»Hat sie eine Ahnung? Haben deine Kinder eine Ahnung?«
»Nein. Ich wollte- musste dir zuerst davon erzählen.«
Hermione machte eine kurze Pause, »Harry. hast du Ginny jemals geliebt?«
»Ich- nein- ich glaub nicht.«
»Warum hast du sie dann geheiratet?« sie hatte ihre Stimme nicht erhoben, trotzdem klang sie kräftig und anklagend.
»Warum hast du Ron geheiratet?« redete er zurück.
Sie leckte ihre Lippen bevor sie antwortete, »Es gab niemanden Anderen. Nachdem du und Ginny-« sie sah weg, »Es gab niemanden Anderen.«
Harry seufzte. »Wie konnte ich wissen, wirklich wissen, was Liebe ist?. Um Merlins willen, ich war 16 als wir begannen miteinander auszugehen. Sie war die erste Person mit der ich wirklich ausging, und dann- na ja- haben wir uns während dem Krieg getrennt, und dann Molly und der Rest der Weasleys-.« er nahm einen tiefen Atemzug. »Du erinnerst dich wie es war- wie sie es nicht erwarten konnten mich als Familienmitglied zu haben. Ich dachte nur - ich dachte das wäre es was Liebe ausmacht - all diese Leute glücklich zu machen, und Ginny war glücklich, und ich habe mich um sie gesorgt, Ich habe nur-.«
»-vergessen an dich selber zu denken, wie üblich. Oh Harry-.«
Harry sah sie seltsam an. »Du musst gewusst haben, dass ich sie nicht wirklich - na ja- geliebt habe. Wir standen uns damals so nah, nach dem Krieg. Ich habe dir alles erzählt- wie ich über alles gefühlt habe. Du musst es gewusst haben.«
»Ich konnte dir kaum sagen, dass du Ginny nicht heiraten solltest! Du schienst so glücklich und ich-.«
»Du was?«
»Ich habe dich geliebt.« flüsterte sie, »Ich wollte nur dass du glücklich bist.«
»Ich war glücklich.« sagte er letztendlich, nach einer langen Pause, »Weil alle anderen glücklich waren.«
»Oh Gott.«
Harry begann auf einmal an zu lachen. »Wir haben alles vermasselt Hermione.« keuchte er hervor.
Sie konnte nichts Lustiges an der Situation finden, aber sie konnte auch nichts dagegen unternehmen dass sie in Harrys wildes Lachen mit einstimmte.
Ich glaube ich werde verrückt.
Der Gedanke ließ sie noch heftiger lachen; so fest, eigentlich, dass Tränen anfingen aus ihren Augen hervorzutreten.
Die Tränen jedoch, wären wahrscheinlich da gewesen egal ob nun mit oder ohne diesem hysterischen Lachen. Und tatsächlich, als ihr Lachen verstarb, rannten die Tränen noch immer über ihr Gesicht.
Sie konnte sich nicht an das letzte Mal erinnern als sie weinte.
»Hermione?«
»Hmm?«
»Legst du dich mit mir hinunter?«
»Was?«
Harry setzte sich auf den Boden und legte sich hin, und streckte dabei seine Langen Beine aus, »Lieg mit mir.«
»Okay.«
Sie stand von der Couch auf und legte sich behutsam neben ihn, und achtete darauf seinen stillen Körper nicht zu berühren.
»Es wird alles gut Harry. Alles wird okay.«
Er drehte seinen Kopf, um sie anzusehen, ihre Nasen berührten sich fast, »Glaubst du das wirklich?«
»Ja das tue ich.«
Und als sie da so lag, und die Wärme seines Körpers fühlte, der so nah bei ihr lag, tat sie das wirklich.
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