
von GinnyFan94
*Okay. Lang, lang ist es her dass ich mich gemeldet hab, aber jetzt ist es wieder so weit. Ein neuer Chap. Ich hoffe ihr verzeiht mir dass es so lange gedauert hat, aber jetzt kommen neue Ideen. =)*
Überrascht blickte er an sich runter. Tatsächlich. Er sah unmöglich aus. Verschlampte Klamotten, überall Flecken und auch seine Hose war recht …. Schmutzig. Und das war noch untertrieben. Irgendwie war die Reinlichkeit in den Tagen des Wartens untergegangen. Schon peinlich. Er blickte wieder zu Ginny auf. Die jetzt noch breiter grinste. Da hatte er so lange auf sie gewartet und jetzt sah er aus wie der letzte Idiot. „Oh“ Mehr kam nicht raus. Einfach nur oh. „Komm mit.“ Rief Ginny lachend. Zog ihn mit, jetzt war sie fast wieder die alte Ginny. Sie zog ihn an der Hand, die Treppe hoch ins Bad. Vor der Tür blieb sie stehen. „Du erinnerst dich?“ Hoffnungsvoll blickte er sie an. Es war fast so wie früher zwischen ihnen. Aber Ginny schüttelte den Kopf. „Nein. Aber ich weiß dass da etwas ist, ich weiß dass du recht haben könntest. Und außerdem mag ich dich, ich vertraue dir. Lass es uns gemeinsam versuchen. Lass uns versuchen dass ich mich erinnere. Und wenn nicht, dann fangen wir vielleicht einfach nur von vorne an.“ Sie schien sich alles ganz genau überlegt zu haben. Er war froh, selbst wenn Ginny sich nie wieder erinnern würde, so hätte er sie doch nicht ganz verloren, sie wäre immer noch in seiner Nähe, könnten Freunde werden. „So und jetzt mein Lieber, gehst du da rein und machst die Frisch. Das nennt man Badezimmer, und es scheint mir dass du in letzter Zeit nicht besonders viel davon gesehen hast, jedenfalls nicht von innen. Und wenn du da wieder rauskommst, möchte ich einen Harry sehen, der nicht verschlampt aussieht, sondern wie der Harry an den ich mich vielleicht bald erinnere. Und jetzt rein da.“ Lachend schubste sie den überraschten Harry ins Badezimmer. So hätte es all die Jahre sein können, dachte er betrübt. Sie hätten zusammen glücklich werden können. Und wieder wurde er unglaublich wütend auf den Tod, der ihm diese Chance genommen hatte. Ihm kam nicht in den Sinn dass er ohne den Tod diese Chance nie auch nur in Erwägung hätte ziehen können weil er nämlich schon längst im Reich des Todes gewesen wäre. Lächelnd zog er sich aus, und freute sich auf die Stunden die nun kommen konnten. Aber ein bisschen Angst hatte er schon, Ginny hatte so nervös gewirkt irgendwie, aufgeregt, vielleicht war sie doch noch nicht ganz überzeugt dass richtige zu tun. Vielleicht würde sie bald sicherer werden.
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Kaum war Harry im Badezimmer verschwunden verschwand auch Ginny‘s Lächeln. Ein Glück hatte er nicht gemerkt dass die ganze Fröhlichkeit nur ihre Nervosität überdeckt hatte. Klar die Witze waren ernst gemeint gewesen, und überrascht war sie wirklich gewesen ihn so verschlammt zu sehen, aber irgendwie war sie sich noch nicht sicher ob dass ganze überhaupt etwas bringen würde. Energisch schüttelte sie den Kopf, sie wusste dass sie es wissen musste, sie musste erfahren was ihre ganzen Lücken zu bedeuten hatten, was der Nebel und die überdeckten Erinnerungen zu bedeuten hatten. Und dann dieses Gefühl dass sie hatte wenn sie Harry anblickte. Eigentlich war sie ganz froh dass er jetzt erst mal beschäftigt war, so konnte sie sich in aller Ruhe umsehen. Ihr war klar dass sie sich hier nicht allzu lange aufgehalten hatten, dass hier bestimmt nicht viele Erinnerungen wieder auftauchen würden, wenn es überhaupt welche …... nein … sie musste aufhören daran zu zweifeln. Sie hatte sich entschlossen hier her zu kommen, dann musste sie es jetzt auch durchziehen. Sie musste die Zeit nutzen, ihr war klar dass es ihr nichts nützen würde alles von Harry erzählt zu bekommen, sie musste es selber entdecken. Vielleicht sollte sie gleich mal beginnen, hier in diesen Haus. Sie versuchte sich zu erinnern, wo waren die Erinnerungen am meisten verschwommen. Sie dachte daran dass sie oft mit Ron und Hermine in diesem Zimmer, da am Ende des Ganges, viel Zeit verbracht hatte. Aber wenn sie sich anstrengte war ihr nie ganz klar, was sie dort eigentlich gemacht hatten. Ron und Hermine hatten ganz woanders geschlafen was haben wir also da gemacht. Laut Harry waren Ron und Hermine seine besten Freunde, dass heißt dass sie viel Zeit miteinander verbracht haben müssen, also wäre es logisch dass dort auch viele Erinnerungen an Harry versteckt sind. Sie machte sich auf den Weg. Sie stieß die Tür auf. Der Raum stank muffig, die Gardinen waren zu gezogen. Ginny rümpfte die Nase, ging rasch zum Fenster riss die Gardinen vor und öffnete es. Tageslicht strömte herein, es war erstaunlich schönes Wetter für September, wenn man bedachte wie schlecht es noch vor einigen Tagen gewesen war. Als sie sich wieder um drehte, traf sie fast der Schlag, so wie es Aussah war dieser Raum hier Harrys momentaner Schlafplatz, und zufällig auch der Ort wo er seine gesamten Habseligkeiten aufbewahrte. Es war unordentlich, sah fast genauso aus wie Harry als der die Tür öffnete. Verwahrlost. Jedenfalls ein bisschen. Aber wenn man es genau nahm sah es nur ein bisschen schlimmer aus als Rons Zimmer früher, bevor Hermine den Putzlappen in die Hand nahm oder Ron dazu zwang es zu tun. Also konnte man sagen dass es ein typisches Jungenzimmer war, vielleicht wäre es besser doch an einem anderen Ort anzufangen und hier erst mit Harrys Erlaubnis und in seinem Beisein zu beginnen. Vielleicht waren hier Dinge die Harry lieber versteckt lassen wollte. Ach was. Sie würde ja nicht seine Sachen durchwühlen sie wollte ja einfach nur in diesem Raum sein, sich vielleicht ein wenig umsehen, aber nichts Verbotenes tun. Sie wusste selbst nicht genau warum sie gerade dieser Raum so sehr anzog, aber in letzter Zeit wusste sie bei solchen Sachen oft nicht weiter. Sie beugte sich diesem Gefühl, dass sie auch dazu gebracht hatte Harry hinterher zu rennen als sie noch nicht mal eine Ahnung hatte wer er war. Sie blickte sich um, und je genauer sie das Zimmer betrachtete, desto mehr musste sie an Rons Zimmer denken. Es hatte wirklich starke Ähnlichkeit, Klamotten lagen herum, Socken, Bücher, sie sah sogar ein paar Fanzeitschriften von Quidditchmannschaften, die sie lächeln ließen. Dabei konnte sie nicht wissen dass in all diesen Zeitschriften ein Bild von ihr, oder ein Artikel über sie drin war. Alle die Harry im Laufe der Jahre gefunden hatte, nach dem er erfahren hatte dass sie eine Karriere als Quidditchprofi begonnen hatte. Zu seinen Verdruss berichteten diese Artikel nie über ihr Privatleben oder ihre Familie, stets nur über ihre Exzellenten Spiele, aber immerhin etwas. Aber dass ahnte Ginny nicht. Sie war im Moment völlig von den vielen Gerätschaften fasziniert, die fast geordnet auf einer Matte in einer Ecke lagen. Sie konnte es einfach nicht lassen hinzu gehen und sie sich genauer anzusehen. Es waren viele und die meisten kannte Ginny nicht, eigentlich alle. Harry musste in den Jahren in denen er weg gewesen war viel gelernt haben. Sie blickte sich weiter im Zimmer um, aber anders als sie erwartet hatte überfielen die Erinnerungen sie nicht. Alles blieb wie zuvor. Enttäuscht ließ sie sich aufs Bett fallen es war wirklich zum Verzweifeln, sie wusste dass etwas da war, dass etwas fehlte aber sie kam einfach nicht darauf was es war. Unfair. Wie sie so da saß, hörte sie auf einmal Harry rufen, noch ganz in Gedanken gab sie Antwort, ohne daran zu denken dass sie eigentlich gar nicht hier sein sollte. Harry stieß die Tür auf. „Ginny bist du hier?“ Er stand vor ihr. Ginny schreckte hoch, und ihr viel wieder ein dass sie gerade unerlaubt Harrys persönliches Reich unerlaubt betreten hatte, und in ihrer Furcht dass er Sauer sein könnte bildete sie sich genau dass ein, sie sah ihn da stehen wild gestikulierend, laut und wütend. Und plötzlich wie ein Blitz durchzuckte sie die vergessene Erinnerung. Wie eine Vision. Vor genau 7 Jahren hatten sie schon einmal genau so gestanden, sie auf dem Bett flankiert von Ron, und Hermine, er im Zimmer auf und abmarschieren, sie sah ganz genau wie er sich aufregte hatte. Und wie sie ihn geantwortet hatte. Da hatte er sie zum ersten Mal richtig ernst genommen. „ Ginny? Ginny?!“ Wie aus weiter Ferne wehte seine Stimme zu ihr.
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Er hatte wirklich nicht lange gebraucht, hatte sie so schnell fertiggemacht wie er konnte. Und er sah wirklich wieder ganz passabel aus, aber er wollte keine Sekunde mit unnötigem Haare kämmen vergeuden, die Zeit war so wie so schon so knapp bemessen, bald würde Ginny wieder zurück zu ihrer Familie müssen, zu ihrer Tochter und ihrem …. Mann. Ja auch die waren Harry leider wieder eingefallen. Und dann fand er sie nicht. Er rief ihren Namen, doch sie antwortete nicht. Endlich hörte er eine Stimme die entfernt aus einen der Zimmer zu kommen schien. Um genau zu sein aus seinem Schlafzimmer. Er rannte zur Tür und riss sie auf. Ginny saß auf dem Bett und schien erst total verschreckt und dann voll verklärt zu sein. Dann blickte sie mit einem Strahlen in den Augen zu ihm auf. „Ich erinnere mich an etwas Harry! Ich erinnere mich wirklich. Ist das nicht wundervoll, jetzt weiß ich wenigstens mit tödlicher Sicherheit dass mein Traum nicht nur ein Traum war. Toll oder?“ Auch Harry strahlte. Das war zu schön um wahr zu sein, dass würde bedeuten dass man den Tod wirklich mit der Liebe austricksen konnte. Nicht zu fassen. Dann aber runzelte er die Stirn. „Von welchem Traum redest du denn??“ „Oh, sie lief rot an. Nun ja, dieser Traum ist eigentlich der Grund warum ich überhaupt zurück gekommen bin. Als ich nach Hause kam war ich so aufgewühlt und wütend …. Auf mich. Ich wusste nicht warum ich dir gefolgt war, spürte dass da irgendetwas war, aber ich konnte es einfach nicht zuordnen, meine Gefühle spielten verrückt.“ Vorsichtig blickte sie ihn an, ob das auch ja nicht zu Verrückt klang, aber er nickte, ähnlich hatte er sich auch gefühlt, auch wenn es für sie tausend mal schwerer gewesen sein musste weil sie nicht einmal wusste warum sie all das empfand. Schnell sprach sie weiter. „Ich ging nach oben in mein Zimmer, und legte mich hin. Und ich schlief auch wirklich ein. Und dann träumte ich ….“ Sie unterbrach sich. „Was ist los?“ War ihr Vertrauen schon wieder weg, wollte sie ihren Traum nicht erzählen? „Keine Sorge ich werde ihn dir erzählen.“ Sagte sie mit einem raschen Blick auf ihn. „Aber ich habe gerade überlegt dass ein Punkt wichtiger wäre als mein Traum.“ „Welcher denn?“ „Warum Ron, Hermine, Meine Familie, einfach alle dich vergessen haben. Wie ist das möglich. Außerdem weiß ich immer noch nicht alles über dich, ich weiß nicht warum ausgerechnet du, so eine wichtige Rolle in meinem Leben spielst, und vor allem, dass würde ich vorher noch gerne wissen, bevor ich dir von meinem Traum erzähle. Vielleicht verstehe ich ihn dann sogar besser. Bitte Harry. Ich weiß so gut wie gar nichts über dich, ich weiß dass wir beide mal eine außergewöhnliche Beziehung zu einander gehabt haben müssen, ich weiß dass du der beste Freund meines Bruders und meiner besten Freundin bist, und dass du fast zu unserer Familie gehört hast. Ich weiß dass du mit Cho Chang zusammen warst und dass mir dass nicht gefallen hat, und ich weiß dass du mir unglaublich wichtig gewesen sein musst. Aber das ist alles, erzähl mir nicht alles, aber erzähl mir wieso, dass alles passiert ist, welche Rolle du in dieser Welt gespielt hast, erst dann erzähle ich dir meinen Teil.“ Leicht erschöpft hielt sie inne. Blickte ihn forschend an, hatte er verstanden was sie wollte? Langsam nickte er. „Okay, aber es wird wohl schwierig werden wenn ich dir nicht zu viel erzählen darf, aber genug damit du es verstehst, warum es ausgerechnet mir passiert ist.“ Er setzte sich neben sie. „Und warum das ausgerechnet mit uns passiert ist.“ Fügte er noch leise hinzu, was Ginny aber glücklicherweise nicht hörte. „Alles begann als ich noch ein Baby war ungefähr ein Jahr alt …. Oder halt nein, eigentlich beginnt alles schon lange vor meiner Geburt, vielleicht sollte ich davon auch noch kurz berichten.“ Und so begann er zu erzählen, wie es dazu gekommen war, dass ausgerechnet er der Auserwählte war, und warum der Tod ausgerechnet ihm die Möglichkeit gegeben hatte, weiter zu leben, die sich als Segen und als Fluch erwies. Er erzählte die Geschichte, die eigentlich jedes Kind auf Erden kennen müsste, die aber alle vergaßen.
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