
von goldenangel
Kapitel 4 - Vertrauen
Eine Woche später war Rommy erkältet, es war doch nicht gut gewesen auf dem kalten schneebedeckten Boden zu sitzen und dann auch noch ohne wärmenden Mantel. Madam Pomfrey hatte momentan mit lauter Erkältungsopfern zu tun und keinen Trank mehr übrig, so dass Rommy sich wohl oder übel selbst einen brauen musste. Ihre Miene verfinsterte sich bei diesem Gedanken, denn dies bedeutete, dass sie zurück ins Labor musste und seit diesem Vorfall war sie nicht mehr dort gewesen. Snape warf ihr immer wieder diese Blicke zu, die ihr sagten sie sollte ihr Geheimnis endlich mit Dumbledore teilen, doch noch weigerte sich die rotblonde Frau dies zu tun und jetzt da sie krank war, hatte sie erst recht keine Lust dazu. Evans schnäuzte sich kräftig in ihr Taschentuch und ging durch die Reihen von Drittklässlern, die gerade eine Prüfung schrieben.
„Noch 5 Minuten.“, sagte sie mit belegter Stimme und schob das Taschentuch in die Tiefen ihrer Jacke.
Kurz blieb Rommy neben Harry stehen, beobachtete ihn wie er konzentriert schrieb, immer wieder die Feder ins Tintenfass tauchte, kurz in den Federkiel biss, wenn er über seine Antwort nachdachte und ein kleines Schmunzeln trat auf das Gesicht der Lehrerin für Zaubertränke. Sie sah sich selbst so sitzen, als sie auch so alt war wie Harry. Ja, irgendwie konnte sie es wahrlich nicht leugnen, dass er ihr Bruder war und in solchen Moment schmerzte es sie, dass sie sich ihm nicht einfach offenbaren konnte. Aber sie durfte nicht selbstsüchtig sein. Sie hatte schon genug angerichtet. Snape hatte recht, sie musste sich mehr unter Kontrolle haben.
Snape.
Es schauderte ihr bei dem Gedanken an ihn und so ging Evans weiter um es abzuschütteln, setzte sich hinter ihr Pult und als es läutete legten alle ihre Schreibutensilien beiseite und brachten ihr die Pergamente nach vorne.
„Gut, sie dürfen dann gehen. Ihre Ergebnisse erhalten sie nächste Woche.“, entließ Rommy die Schüler und machte sich daran die Unterlagen für den nächsten Unterricht vorzubereiten während die Schüler unter großem Radau das Klassenzimmer verließen. Die Hexe schniefte und zog erneut ihr Taschentuch hervor, wischte sich über die Nase, sah hoch als sie vor sich ein leises Räuspern vernahm. „Harry.“, sagte sie erstaunt und versuchte sofort nicht allzu überrascht zu klingen. Seit diesem Vorfall mit dem Dementor waren sie sich nicht mehr begegnet, außer bei den Essen, doch da versuchte sie ihn so wenig wie möglich zu beachten. „Was gibt es denn noch?“, fragte sie mit einer – wie sie fand – sehr lehrerhaften Stimme.
Harrys Augen waren dunkler als sonst und schienen die von Rommy zu durchdringen als er sie so aufmerksam ansah. „Sie haben mir das Leben gerettet. Ich wollte mich bedanken.“, antwortete ihr der Junge mit den strubbeligen Haaren endlich. „Also... danke.“
Rommy lächelte ein wenig gerührt und schüttelte den Kopf. „Dafür nicht Harry, dafür nicht.“
„Wieso sehen Sie meiner Mum so ähnlich? Sie haben ihren Mädchennamen.“
Da war sie, die Frage, von der sie gehofft hatte, dass ausgerechnet er sie ihr nicht stellen würde. Sie schniefte und schnäuzte sich kräftig um den Moment hinauszuzögern und sich die richtigen Worte zusammen zu suchen, spürte allerdings den eingehenden Blick des Jungen. Er erwartete eine Antwort.
„Der Name Evans ist nicht ungewöhnlich in England, Harry.“, erklärte sie ihm dann und stopfte das Taschentuch weg.
„Aber ihr Haar, es ist zwar blond, aber dann ist es wieder so rot wenn das Licht darauf fällt und...“, begann er doch die Professorin hob eine Hand und ließ ihn damit verstummen.
„Ein Zauber, nichts weiter. Ich bin blond, doch ich finde es schön, wenn meine Haare einen rötlichen Schimmer haben. Und sie auf Muggel-Art für lange Zeit zu färben erschien mir zu riskant.“, sie lehnte sich zurück und hoffte er würde mit dieser Antwort zufrieden sein.
Offenbar war er es nicht, denn er schien zu überlegen, öffnete den Mund um etwas zu sagen, lies es letztlich aber bleiben. „Danke Professor.“, sagte er nur noch und ging zu seinem Tisch, nahm seine Tasche und verließ den Unterrichtsraum.
Rommy lehnte sich zurück und schloss mit einem Stöhnen die Augen, rieb sich die schmerzende Schläfe. Sie hatte Kopfschmerzen, ihre Augen brannten und der Hals schmerzte, er war laut Poppy ziemlich gerötet, und Fieber war auch nicht auszuschließen. Die Freistunde würde sie nutzen um sich einen Heiltrank zu brauen entschied die junge Hexe und erhob sich aus dem Stuhl und machte sich auf den Weg tiefer in die Kerker zu Snapes Laboratorium.
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Mit hängendem Kopf schlurfte sie mehr, als dass sie ging durch die Kerker und war froh, dass hier keine Schüler waren und sie so sahen. Ihre Nase lief schon wieder und langsam tränten auch ihre Augen, der Trank war wirklich dringend nötig. Es schien wohl doch eher eine heftige Grippe zu sein und keine einfache harmlose Erkältung…
Die Türe zu Snapes Labor war so verzaubert, dass sie Rommy erkannte und sie ohne Passwort einließ. Es war still und offenbar war Snape nicht hier, vermutlich hatte er Unterricht. Sie rotblonde Frau knöpfte ihren Umhang auf und warf ihn über einen Stuhl, erzündete ein Feuer unter einem leeren Kessel und holte sich alle Zutaten. Es dauerte wesentlich länger bis der Trank endlich vor sich hin brodelte, musste Rommy doch immer wieder unterbrechen um sich zu Schnäuzen oder der aufkommenden Schwindelattacke – verursacht durch das Fieber – Herr zu werden. Ungeduldig wanderte sie vor dem Kessel hin und her. Sie hatte gerade noch 20 Minuten bis ihr nächster Unterricht begann und der Trank brauchte auch einige Minuten, bis seine Wirkung einsetzte. Doch dann endlich nahm die Flüssigkeit die richtige Farbe und Konsistenz an und mit zittrigen Fingern füllte Rommy den Trank in eine leere Flasche. Sie lächelte müde und hob die Flasche gegen ihre Lippen. Doch ein erneuter Schwindel ergriff sie und die Professorin schwankte, Schweiß stand ihr auf der Stirn und lief ihr über die Schläfen hinunter. Sie blinzelte mehrere Male, da vor ihren Augen alles verschwamm. Nur wie durch Watte nahm sie wahr, dass ihr die Flasche aus der Hand glitt und auf dem Boden zerbarst. Sie schwankte und ging einige Schritte vorwärts, stieß gegen die Arbeitsplatte und warf dabei einen Kessel um, dessen Flüssigkeit sich auf der Platte verteilte und darüber auf den Boden tropfte. Die Tür wurde aufgestoßen und Evans wirbelte herum; zu schnell für ihren Zustand. Sie sah nur verschwommen eine schwarze schemenhafte Gestalt die auf sie zu geeilt kam. Doch da torkelte die Hexe gegen einen Stuhl und fiel zu Boden, spürte nur noch zwei starke Hände, die sie knapp vor dem Aufprall auffingen, dann umfing sie wohlige Schwärze.
„Dummes Weib ... Wie kann man solange warten?“
Harsch und verärgert klang die Stimme von weit weg an ihre Ohren, sie nahm nur Bruchstücke dessen auf, was da gesagt wurde und konnte auch nicht zuordnen zu wem sie gehörte. Sie ließ sich lieber wieder in die angenehme Dunkelheit zurück gleiten. Ja, da schmerzte ihr Kopf nicht, ihr Hals kratzte nicht, ihr war nicht schwindelig und sie fühlte sich einfach nicht krank. Schlafen, lange und ausgiebig schlafen, mehr wollte sie nicht.
„Verdammt Rommy wach auf! Trink, los mach den Mund auf und trink.“
Wieder diese Stimme, diesmal sehr viel klarer und deutlicher. Ein Stöhnen erklang von irgendwoher und jemand schluckte stark. Das war sie. Sie stöhnte und trank gerade irgendetwas. Und sofort schoss Leben in sie und ein reisender Schmerz breitete sich für einen Sekundenbruchteil in ihrem Körper aus, sog die Krankheit quasi aus ihr hinfort. Ihr Mund fühlte sich ausgetrocknet an, trotz des Trankes, so als hätte sie tagelang nichts getrunken. Eine Hand legte sich auf ihre Stirn und kurz darauf war da ein kühles Etwas, was ihr über das Gesicht wischte. Nur mühsam schaffte Rommy es die Augen einen spaltbreit zu öffnen.
„Wurde auch Zeit dass du aufwachst.“, klang Severus´ ruppige Stimme an ihr Ohr.
Der Zaubertrankmeister hatte zwei Freistunden und wollte weiter im Labor arbeiten. Gestresst von der Unfähigkeit der Schüler hatte er die Türe lautstark aufgerissen und sah nur noch wie Rommy schwankend durch das Labor tapste. Und gerade noch rechtzeitig, ehe ihr Kopf hart aufschlug, war er bei ihr und fing sie auf. Sein Herz hatte für einen kurzen Moment ausgesetzt und als er die äußeren Zeichen erkannte, hatte er sie sofort in seinen Wohnraum gebracht und auf die Couch gelegt. Aus dem Kessel, in dem sie sich offensichtlich schon einen Heiltrank gebraut hatte, hatte er erneut etwas abgefüllt und ihr eingeflösst.
Sie war ziemlich lange bewusstlos und hatte hohes Fieber, doch sobald der Trank Wirkung zeigte, würden alle Symptome verschwunden sein. Er hatte kurz mit sich gehadert, ob er Madam Pomfrey nicht bescheid geben sollte, hatte es dann jedoch sein lassen. Immerhin war er Zaubertränkemeister, er wusste was man in so einem Fall zu tun und zu verabreichen hatte.
Mit einer Hand befühlte er ihre Stirn. Gut, das Fieber sinkt., dachte er und holte einen feuchten Lappen, wischte ihr den Schweiß vom Gesicht. Und endlich begann sie sich zu regen und wieder erste Lebenszeichen von sich zu geben. Ein kleines freudiges Lächeln stahl sich auf Severus Gesicht.
„Was ist passiert?“, murmelte Evans mit rauer Stimme und Snape hielt ihr sofort ein Glas mit Wasser an die Lippen und sie trank gierig, war zu schwach ihre Hände zu heben oder auch einfach zu müde.
„Du bist im Labor umgekippt.“, er stellte das leere Glas auf ein Beistelltischchen neben seiner Couch. „Warum hast du dir von Madam Pomfrey keinen Trank geben lassen?“
Da war er wieder, dieser verärgerte Tonfall, doch er hatte sich gesorgt um sie. Ja verdammt, er Severus Snape hatte sich um diese Frau Sorgen gemacht. Zuletzt hatte er sich um ihre Mutter so gesorgt und es war fast schon zum Lachen, dass er sich nun um die Tochter sorgte und mit dieser die Dinge getan hatte, die er eigentlich immer mit der Mutter hatte tun wollen.
„Zu viele kranke Schüler. Sie hatte nichts mehr und bat mich ihr etwas davon zu bringen, sobald ich wieder auf dem Damm bin.“, brachte die Hexe mit etwas klarerer Stimme hervor.
Snape runzelte die Stirn. „Wieso hat sie mich denn nicht gefragt? Ich habe noch einen Vorrat davon hier.“, es klang ein wenig ungehalten, hielt sich aber zurück.
„Weil sie genau weiß, dass du schon genug mit dem Projekt nebenher zu tun hast, deshalb bat sie mich aber ich muss wohl meinen Zustand unterschätzt haben.“, die rotblonde Frau seufzte und schloss die Augen, fuhr sich mit der Hand darüber.
„Es ist kein Wunder dass du zusammengebrochen bist. Du hast heute noch so gut wie gar nichts gegessen.“
Rommy wand den Kopf und sah wie Snape sich in den nahegelegenen Sessel setzte und seine Kollegin aufmerksam ansah. „Beobachtest du mich etwa?“, fragte sie mit einer gespielten Empörtheit in der Stimme, die ihr kläglich misslang.
„Möglich.“, Severus zuckte mit den Schultern und lies seinen Blick auf ihr ruhen.
Es war keineswegs ein unangenehmes Gefühl, es vermittelte ihr so etwas wie Sicherheit. Unter kleinen Anstrengungen schob sich Rommy aus der liegenden Position nach oben, bis ihr Oberkörper aufrecht war. Sie blickte wieder zu dem ehemaligen Todesser, der seine Augen keine Sekunde von ihr genommen zu haben schien und sie musterte.
Es war angenehm, dieser Blick, er strahlte fast schon Wärme aus und die rotblonde Hexe fühlte sich wohl. Sie nahm sich einen Moment um die Augen durch seine Räumlichkeiten wandern zu lassen, bei ihrem letzten Besuch hatte sie alles nur flüchtig gesehen, doch jetzt fiel ihr auf, wie äußerst gemütlich es ihr war. Ein Kamin am gegenüberliegenden Ende der Couch, zwei Sessel und ein Tisch, jede Menge Regale und in der Nähe der Fenster ein Schreibtisch, mit einem Berg von Papieren darauf, und dann noch diverse Kleinigkeiten, wie der Beistelltisch neben der Couch oder die große antike Vase, welche in einer Ecke am Boden stand und die hübsche Standuhr. Uhr! Rommy war mit einem Satz auf den Beinen. Und sofort bereute sie es, schwankte und plumpste nur dank Severus’ schneller Reaktion zurück auf die Couch.
„Du solltest langsam machen.“, mahnte er sie mit fast schon sanfter Stimme und setzte sich neben sie.
„Mein Unterricht. Ich muss...“
„Ist alles geklärt. Du musst dich ausruhen. Heute gibt es keinen Unterricht mehr für dich.“, mit fester und bestimmter Geste drückte er sie an den Schultern zurück in die Polster, da sie sich erneut erheben wollte. Ein kurzer Schlenker mit dem Zauberstab und zwei dampfend heiße Tassen Tee standen auf dem Couchtisch. Snape beugt sich vor und reichte eine davon an Rommy. „Trink, das wird dir gut tun.“, forderte er sie auf.
Die Lehrerin gab einen unwilligen Laut von sich, doch der schwarzhaarige Mann duldete keinen Widerspruch, hob die Tasse in ihren Händen an ihren Mund bis Rommy von selbst artig trank. Sie ließ die Tasse wieder sinken und leckte sich mit der Zungenspitze über die Lippen, gab einen wohligen Laut von sich. Der Tee schmeckte ihr offensichtlich.
Es ließ Severus ein wenig Lächeln und als Rommy dies sah, erwiderte sie es. Eigentlich wollte er seine Mimik wieder verschließen, doch das Lächeln wollte nicht von seinem Gesicht verschwinden und so entschied er sich dazu sie einfach weiter anzusehen, ihr wunderhübsches Gesicht, das bei näherer Betrachtung eigentlich mehr die Züge ihres Vaters als die ihrer Mutter aufwies, was ihrer Schönheit aber keinen Abbruch tat. Ihre Haare waren jetzt bei dem gedämpften Licht in seinem Wohnraum wesentlich blonder und der flackernde Schein des Kaminfeuers lies ab und an das Rot darin erahnen.
„Danke, dass du mir geholfen hast.“, sprach sie schließlich und brach damit den Moment und das Lächeln auf Snapes Gesicht verschwand. „Es war sehr nett von dir, mich hier in deine Räume zu bringen. Danke.“
„Nicht der redewert. Du bleibst ja nicht über Nacht.“, wehrte er ruppig ab und erhob sich von der Couch um sich wieder in den Sessel in sicherer Entfernung zu ihr zu setzen. Er war direkt dankbar, dass sie die Stille gebrochen hatte, denn er hätte jede Sekunde seine Hand gehoben um ihr Gesicht zu berühren und diese Blöße wäre beschämend für den ehemaligen Todesser gewesen.
„Ich denke ich werde mich in meinem Quartier etwas ausruhen.“, damit erhob sich Rommy langsam und Severus begleitete sie zur Tür.
„Wenn etwas sein sollte dann ruf jemanden.“, bat er sie, obwohl es eher wie ein Befehl in den Ohren der Professorin klang.
Trotzdem lächelte sie und nickte: „Versprochen. Und nochmals Danke.“
Sie trat hinaus in den Gang und lief die paar Meter zum anderen Ende des Ganges und betrat dort ihre Räumlichkeiten. Deutlich spürte sie, dass Snape sie die ganze Zeit beobachtet hatte, und als sie die Türe hinter sich schloss, ließ sie sich dagegen sinken und seufzte schwer auf.
Gott, was machte dieser Mann nur mit ihr? Müde striff sie sich die Jacke von den Schultern, verlor auf dem Weg zu ihrem Schlafzimmer alle weiteren Kleidungsstücke und fiel nur noch mit ihrer Unterwäsche bekleidet ins Bett und schlief fast augenblicklich ein.
Am anderen Ende des Kellers schritte Professor Snape in seinem Raum auf und ab. Was war passierte mit ihm, dass er sich so zu ihr hingezogen fühlte und dass nach so kurzer Zeit, die sie sich kannten? Warum ließ er es immer wieder zu, dass die junge Hexe ihn in ihren Bann zog?
Schnaubend blickte er auf das Holztischchen neben der Türe auf der eine Kristallschale stand in der ihre Haarklammern waren, welche sie bei ihrem kleinen sexuellen Intermezzo vergessen hatte. Warum hatte er sie behalten und ihr nicht einfach wiedergegeben? Oh er wusste es sehr wohl, er mutierte zu einem Idioten, darum. Es war wie eine Erinnerung an das, was passiert war und ein gefühlsduseliger Teil von ihm hatte so heftig darauf gepocht, dass er sie letztlich behalten hatte. Grummelnd über diese verfluchten Gedanken betrat er wieder das Labor und räumte erst mal die Unordnung auf, dann füllte er den Heiltrank ab und wollte ihn zu Poppy bringen.
Da fiel sein Blick auf den Umhang über dem Stuhl, den sie ausgezogen hatte. Severus stellte die Flaschen zurück auf die Anrichte und ging zu dem Stuhl. Seine Finger glitten über weichen, leichten Stoff. Dann griff er fest hinein und zog ihn zu sich, presste sein Gesicht hinein und roch daran, sog ihren wundervollen frühlingshaften Duft auf, der an dem Umhang hing. Ein bitteres Lachen erfüllte plötzlich den Raum als er den Umhang sinken lies und der Tränkemeister schüttelte den Kopf.
Was bin ich für ein Idiot., schalt er sich selbst. Er war dabei sich in dieses junge Ding zu verlieben. In Lilly Potters Tochter.
Welch ironisches Spiel, dass das Schicksal da mit ihm spielte!
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Der Winter wurde deutlich rauer und noch immer patrouillierten die Dementoren um das Gelände von Hogwarts. Es waren Weihnachtsferien und über dem Schloss lag eine wohlige Stille, da die meisten Schüler nach Hause gefahren waren, vor allem um den Dementoren zu entgehen.
Seit diesen paar Attacken hatte Dumbledore immer einen Lehrer in der Nähe der Schüler gelassen wenn sie nach Draußen gingen um sicher zu gehen, das nicht ein erneuter Übergriff stattfand. Diese Zeit erschien Rommy richtig um mit Dumbledore darüber zu reden.
Sie hatte sich lange genug die Worte zurecht gelegt, wie sie ihm die ganze Geschichte begreiflich machen wollte. Sie hoffte, dass er besser verstand als Severus es getan hatte.
Severus.
Ja, ihr Verhältnis hatte sich auch nochmals verändert. Sie gingen gelassener miteinander um, redeten sich wieder mit Vornamen an und wenn sie zusammen in seinem Labor arbeiteten, dann kam es sogar vor, dass er sie duzte, wenn er so beschäftigt war, dass er es gar nicht wirklich bemerkte.
Dennoch war da immer noch diese gewisse Distanz und Rommy fragte sich, ob er diese absichtlich aufrecht erhielt. Immer wenn sie ihm zunahe kam schien er sich abrupt von ihr abzuwenden und flüchtete fast schon ans andere Ende des Raumes an den kleinen Schreibtisch um seine Notizen durchzugehen, doch in Wirklichkeit beobachtete er sie dann aus sicherer Distanz.
Er glaubte wohl, dass die junge Hexe es nicht merkte, doch da täuschte er sich. Sie bemerkte es durchaus und fand es schmeichelnd, dass er sie beobachtete, ihr bei der Arbeit zu sah. Es verursachte wohlige Schauer in ihr.
Und irgendwann hatte auch sie angefangen ihn zu beobachten. Ohne dass sie es merkte saß sie dann da, den Federkiel zwischen die Lippen geklemmt, das Kinn in eine Hand gestützt und himmelte ihn fast schon wie ein kleines Schulmädchen an. Gott, sie hatte sich verliebt und dass in einen Mann der von Liebe so gar nichts wissen wollte. Und vorerst würde Rommy an der jetzigen Situation nichts ändern, dazu kannten sich beide einfach zu wenig und die momentane Situation half auch nicht gerade, dass sich die Dinge etwas beruhigten. Niemand wusste was mit Voldemort war, wo er sich aufhielt und die meisten glaubten auch nicht, dass er zurückkehren würde.
Beim Frühstück des zweiten Weihnachtsfeiertages hatte Rommy sich einen Platz neben Dumbledore ergattert und ihn nach dem Frühstück um ein Gespräch in seinem Büro gebeten. Und jetzt saß sie hier, vor Dumbledores Schreibtisch und hatte ihm so ziemlich alles erzählt und gebeichtet was es zu sagen gab.
Der ältere Zauber hatte während der ganzen Erzählung nur milde gelächelt und saß völlig entspannt in seinem großen Sessel, die Fingerspitzen aneinandergelegt und sah Rommy mit seinen Augen aufmerksam an, so als würde er in ihren Augen die Erzählung noch besser verstehen. Als sie geendet hatte wurde es still in dem Büro, nur der Phoenix des Schulleiters gab ab und an ein leises Trillern von sich.
„Haben Sie gar nichts dazu zu sagen?“, hielt es Rommy schließlich nicht mehr aus. Ihre Finger zitterten und sie schloss sie verkrampft umeinander und drückte sie in ihren Schoß.
„Nun ich weiß nicht was Sie von mir erwarten meine Liebe.“, begann Albus und lächelte ihr aufmunternd zu. „Ich frage mich nur warum sie nicht gleich zu mir kamen. Hatten Sie wirklich so wenig vertrauen zu mir?“ Es klang nicht enttäuscht, eher als verstünde er nicht, was er denn falsch gemacht hatte, dass sie nicht eher mit ihm gesprochen hatte.
„Aber ich muss Remus recht geben, sie haben sich wirklich immer wieder ein wenig seltsam verhalten und wer die kleine Andromeda kannte, konnte durchaus auf den Gedanken kommen, dass sie doch nicht tot sondern eine erwachsene junge Frau ist.“, seine Stimme war ruhig und Rommy war wie vom Donner gerührt.
„Heißt dass, Sie wussten schon dass ich...“, sie sprach nicht zu Ende, da Dumbledore nickte. „Wie? Ich meine, was genau hat mich verraten?“
Der weißhaarige Mann lachte leise. „Nun das Aussehen und Ihr Name taten schon einiges dazu bei, aber erst die Blicke in Richtung Harry und dann Remus’ Hinweis, dass Ihr Patronus ein Panther ist haben mich wirklich neugierig gemacht.“, erklärte der weise Zauberer.
„Ich habe einige Nachforschungen angestellt, welche mich letztlich an dem Tod Andromedas zweifeln ließen. Es war sehr schwierig mehr herauszubekommen und ich konnte mich ab hier nur auf meinen Instinkt und Ihr Verhalten berufen, doch ich muss sagen, wenn man Sie sehr genau beobachtet, dann gab es da durchaus die Möglichkeit, dass es sich um die Tochter von James und Lilly Potter handelt.“, endete er letztlich.
Rommy war platt und wusste nicht was zu sagen war, schüttelte nur ungläubig den Kopf und lachte leise. „Ich habe eine Aurorenausbildung hinter mir und schaffe es nicht meine Tarnung aufrecht zu erhalten sondern bin für jeden wie ein offenes Buch. Das ist echt peinlich.“
„Aber nicht doch.“, sagte Albus beschwichtigend. „Nur für diejenigen unter uns, die Sie damals als kleines Mädchen kannten und die Sie dann wirklich genau beobachteten war es sichtbar und dass sind neben mir nur Remus und Severus. Aber soweit ich von Remus weiß, ist er sich immer noch nicht sicher und ich beabsichtige auch nicht es ihm zu sagen, wenn es nicht ihr Wunsch ist, Rommy.“ Der Schulleiter von Hogwarts hatte sich nach vorne gebeugt und griff sich ein Zitronenbonbon aus der kleinen Schale auf seinem Schreibtisch und schob es sich in den Mund, schloss kurz genießerisch die Augen.
„Severus weiß es.“, murmelte Rommy eindeutig und sah auf den Schreibtisch. Als sie hochsah, blickte sie in das wissende Gesicht von Dumbledore, der leicht schmunzelte.
„Ich dachte es mir fast.“, kam es nur von ihm und er zwinkerte ihr zu, so als wüsste er mehr als dass, was er ihr mitteilte.
„Ich bin mir unschlüssig ob ich es Remus sagen soll. Es wissen für meinen Geschmack schon viel zu viele Leute.“, grummelte sie ein wenig verärgert über sich selbst.
„Nun ich denke, die Ordensmitglieder sollten es wissen um Ihnen zu helfen und um sowohl Sie als auch Harry zu schützen. Und dazu zählt auch Remus.“, wand der Zauberer ein.
„Ich überlege es mir. Vorerst genügt es, wenn Sie und Severus es wissen.“, seufzte Evans und rieb sich die Schläfe. Es war nervenaufreibend, dieses Spiel, und sie wünschte sich vor allem, da Weihnachten war, dass sie einfach zu Harry gehen und ihm sagen könnte, dass er nicht so alleine war, wie er es glaubte und dass sie dann glücklich Weihnachten zusammengefeiert hätten. Wenigstens hatte sie ihm anonym ein Geschenk zukommen lassen und hoffte, dass er sich darüber freute.
„Tun Sie das, Rommy.“, damit erhob sich Dumbledore und brachte die junge Hexe zur Türe. „Und Danke für das Buch über die Landschaften der Vereinigten Staaten. Es ist erfrischend, mal keine Fachliteratur zu bekommen.“
Rommy lächelte und neigte ihren Kopf. „Ich dachte mir so etwas schon und genau deshalb habe ich dieses Buch ausgewählt.“ Sie verabschiedete sich vom Schulleiter und verließ das Büro.
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Rommy nahm mit erleichtertem Herzen die Stufen nach unten. Und dort erwartete sie schon jemand. Mit hochgezogener Augenbraue lehnte der schwarzhaarige Zauberer beinahe lässig an einer Säule, auch wenn sein Blick alles andere als gelassen wirkte und er jeden Schüler anblaffte, der ihm einen verwunderten Blick zu warf, weil er hier stand.
„Hast du’s ihm gesagt?“, fragte er knapp und mit leiser Stimme, so dass kein Schüler hören konnte, dass er Evans duzte.
Sie junge Frau strich sich durch die blonden Haare, was durch diese Bewegung für einen Moment stärker in einem rötlichen Ton schimmerte. „Ja. Die ganze lange Geschichte. Alles was es zu sagen gibt hab ich gesagt.“, damit ging sie an dem Tränkemeister vorbei, beachtete ihn nicht weiter. Wenn er schon hier auf sie wartete, dann sollte er ihr jetzt auch folgen, falls er genaueres wissen wollte.
Und richtig, schon hörte sie schwere männliche Schritte hinter und kurz darauf neben sich. Ein Lächeln huschte über das Gesicht der Hexe, doch zwang sie sich, ihren Blick nicht zur Seite zu wenden und Snape anzusehen. Rommy mochte vielleicht ein wenig verliebt sein, doch deshalb starrte sie ihn noch lange nicht bei jeder Gelegenheit an, dazu fühlte sie sich schon viel zu erwachsen.
„Wirklich alles?“, brummte seine Stimme neben ihr. „Was alles?“
Evans gluckste leise und nicht hörbar für den ehemaligen Todesser. Sie wusste was er meinte, sofort nachdem er es ausgesprochen hatte. Glaubte er wirklich sie würde zu Dumbledore rennen und ihm erzählen, dass sie mit ihm geschlafen hatte? Sie war vielleicht manchmal etwas überschnell, geriet ins Plappern, doch so taktlos war sie nun auch wieder nicht, immerhin ging dies ja auch Severus an und betraf nicht nur Rommy alleine. Aber dass er sich überhaupt fragte, ob sie so etwas mit dem Schulleiter besprechen könnte, versetzte ihr einen kleinen Stich und sie fühlte sich ein wenig beleidigt. Hatte er so wenig Vertrauen in sie?
„Ich habe ihm erzählt, was es mit MIR auf sich hat.“, sie betonte das „mir“ besonders, damit er merkte, dass sie durchaus verstanden hatte, worauf seine Frage eigentlich zielte. „Alles andere ist Privatsache.“, fügte die Zaubertranklehrerin noch hinzu.
Severus blieb abrupt stehen und die Frage, die nun über seine Lippen kam, veranlasste auch Evans dazu, in ihrem Schritt innezuhalten: „Wieso?“
Irritiert über diese Frage und in welchem Zusammenhang er sie gebrauchte runzelte die junge Professorin die Stirn, wand sich dann zu ihm um. „Was wieso?“, fragte sie zurück und kam einen Schritt auf ihn zu, so dass beide nahe genug standen, damit vereinzelte Schüler die vielleicht doch hätten vorbeikommen können, nichts von der Unterhaltung belauschen konnten.
„Wieso hast du ihm nicht gesagt was... was sich im Labor zugetragen hat.“, es fiel Snape sichtlich schwer in Worte zu fassen, dass sie miteinander geschlafen hatten.
Gefühle auszudrücken war für ihn schon kaum möglich, doch Situationen, in denen es zu Gefühlen wie diesen kam, zu nennen, schien fast noch schwerer. Es erinnerte ihn außerdem daran, wie wenig er sich beherrschen hatte können.
Es erschien vielleicht traurig, dass er sich so wenig Emotionen zugestand, doch wie Rommy selbst gesehen hatte fuhr man damit oft besser, denn so ließen sich Dinge, welche verborgen bleiben sollten, auch verbergen lassen. Er war der jungen Frau natürlich äußerst dankbar, dass sie Dumbledore nichts von ihrer kleinen Affäre mitgeteilt hatte und rechnete es ihr hoch an, auch wenn er ihr dies niemals gegenüber laut erwähnen würde. Affäre…. sie hatten ja auch nur einmal miteinander geschlafen. Aber irgendwie, diese ganzen Unterhaltungen, die Bemerkungen und die manchmal wie zufälligen Berührungen, die alles andere als zufällig waren, wenn er sie heimlich musterte, ohne dass sie es bemerkte, und wie sie ihn beobachtete, wenn sie glaubte, dass er es nicht mit bekam. Ja, irgendwie hatte es etwas von einer Affäre, nur ohne den Küssen- und Sex-Part.
„Ich habe nichts gesagt, weil es niemanden etwas angeht.“, sagte sie und ihre Stimme klang trotz ihres Versuchs normal zu klingen gekränkt. „Glaubst du tatsächlich, ich würde so etwas einfach hinter deinem Rücken entscheiden und es ausplaudern? Es geht nur uns beide an und darum würde ich es nie ohne dein Einverständnis weitererzählen.“, sie holte Luft. „Außerdem ist es Schnee von gestern oder nicht? Ich meine wir... es kommt nicht mehr vor. Richtig?“, die Unsicherheit in der Stimme lies sich genauso wenig verbergen wie die Gekränktheit, doch irgendein Teil von Rommy wollte, dass Severus bemerkte, dass sie sich über die Art ihrer Beziehung zueinander nicht wirklich im Klaren war.
„Hm. Ja, ich denke das ist korrekt.“, nuschelte Snape fast undeutlich vor sich hin und somit ließ er nicht eindeutig erkennen, worauf sich diese Antwort nun bezog.
Frustriert seufzte Evans und warf die Hände in die Luft, was ihr von dem Zauberer einen fragenden und leicht tadelnden Blick einhandelte. „Du bist unmöglich.“, blaffte sie ihn an, drehte sich um und wollt weggehen, doch seine Hand schoss nach vorne und umfing ihr Handgelenk, zog sie zu ihm zurück. „Was denn noch?“, ihre Stimme klang matt, sie hatte keine Lust weiter mit ihm zu reden, irgendwie fühlte sie sich plötzlich unheimlich erschöpft, so als hätte die Enttäuschung darüber, dass er ihre Beziehung nicht klar definierte oder definieren wollte, körperliche Auswirkungen bei ihr. Sie entzog ihm ihr Handgelenk und rieb es sich. „Kannst auch nicht sanfter sein.“, brummelte sie mürrisch.
„Ich kann dir nicht sagen was du vielleicht gerne hören willst, weil ich selbst nicht weiß was ich gerne sagen würde.“ Für jeden anderen wäre dieser Satz unverständlich gewesen, da er keinen wirklichen Zusammenhang hatte, doch Rommy war sehr wohl klar, was er mit diesem Satz meinte und ein zögerliches Lächeln trat auf ihr Gesicht. „Ich mache dir nichts vor,“ sprach Snape leise weiter und zog sie mit sich in eine Nische; auch wenn gerade niemand auf dem Gang war, so wollte er doch nichts riskieren, „aber ich bin weder nett noch geduldig.“
„Das ist mir auch schon aufgefallen.“, spöttelte Evans ein wenig, hielt aber wieder den Mund als Severus sie mit einem strafenden Blick bedachte.
„Ich bin selbstsüchtig und verstehe mich nicht darauf meine Gefühle oder Gedanken mit anderen zu teilen. Und du bist so...“, er machte eine ausladende Bewegung mit der Hand.
„Ich bin was?“, ihre Augenbrauen schossen in die Höhe und ihre Hände stemmten sich in die Hüfte. „Nur zu Severus, sag was ich in deinen Augen bin.“, forderte Rommy ihn mit provozierender Stimme auf.
„Hölle.“, seufzte der Mann frustriert und kratzte sich kurz an seiner krummen Nase. „Du bist nett, höflich, respektvoll, lächelst ständig, teilst deine Gefühle und Gedanken mit, wenn es nötig ist, und du lässt dir nichts von mir gefallen.“, kurz schnaubte Snape. „Du bist die einzige, die es wagt mir zu widersprechen oder mir sogar ins Wort fällt.“ Er hob seine Hand und brachte damit Rommy zum Schweigen, noch bevor sie begonnen hatte. „Deine Gegenwart ist mir angenehm. SEHR angenehm. Und das ist nicht gut. Ich könnte dich in Gefahr bringen wenn ich diese... Nähe zu ließe, die du dir offensichtlich wünscht.“, wieder hielt er eine Sekunde inne, schien über die nächsten Worte nachzudenken. „Ich genieße deine Anwesenheit und wenn wir uns wie zufällig berühren aber... ich kann es nicht ein ordnen. Noch nicht. Dazu brauche ich wesentlich mehr Zeit und selbst dann kann ich dir nicht versprechen, dass ich es zu lassen werde. So bin ich eben.“
Evans sah ihn mit großen Augen aufmerksam an und nickte schließlich langsam. „Ich verstehe. Und ich respektiere es.“, sprach sie schließlich. „Ich bin mir selbst nicht sicher, was DAS ist.“, bei den letzten Worten deutete sie zwischen sich und Severus hin und her. „Aber ich finde es gut, dass wir darüber geredet haben. Danke.“, mit einem Lächeln beugte sie sich vor und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.
Und ehe Snape weiter reagieren konnte, flüchtete die rotblonde Hexe und lies ihn in der Nische alleine zurück. Verwirrt war gar keine Beschreibung für den Ausdruck im Gesicht des Zaubertranklehrers und wie von selbst fuhr seine Hand an die Stelle auf seiner Wange, wo gerade noch ihre Lippen hauchzart darüber gestrichen waren. Ein kleines Lächeln trat auf sein Gesicht und war verschwunden als er aus der Nische hervortrat und mit wehendem Mantel und grimmiger Miene zurück in die Kerker verschwand.
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