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Fanfiction

All I need - Eine Chance

von goldenangel

Kapitel 7 - Eine Chance

Die letzten Schulwochen vergingen wie im Flug. Harry und Hermine hatten Ron und Rommy erzählt, wie sie mit Hilfe des Zeitumkehrers Sirius befreien konnten. Rommy hatte sich die letzten Wochen bis zu den Ferien von ihrem gemeinsamen Projekt mit Snape befreien lassen. Zwar war es wichtig, die Tränke für das Ministerium herzustellen bzw. auf etwaige Verbesserungen zu überprüfen, jedoch war keine Eile geboten, da das Ministerium nicht davon ausging, dass Voldemort zurückkehrte und es sich daher eher um Heiltränke handelte. Eigentlich war die junge Hexe wieder genesen, doch wollte sie diese letzten Wochen nicht mit Severus verbringen, es genügte ihn bei den gemeinsamen Essen in der Großen Halle zu sehen. Doch davon sollte jetzt keine Rede sein, denn die Zeit des Abschieds war gekommen, die Ferien begannen. Harry, Ron, Hermine und Rommy standen abseits am Bahnsteig, so dass niemand die Lehrerin bemerkte.

„Ich verstehe nicht wieso ich wieder zurück muss. Warum kann ich nicht bei dir bleiben. DU bist meine Familie.“, die Stimme des jungen Potters klang beinahe trotzig, aber allen voran klang sie traurig und enttäuscht.

„Ach Harry.“, seine Schwester seufzte und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Du bist bei deinem Onkel und deiner Tante besser aufgehoben als bei mir. Dort ist es sicher. Glaub mir. Ich habe außerdem noch viel zu erledigen. Ich muss zurück in die Vereinigten Staaten und einige Dinge regeln bevor ich rechtmäßig wieder nach England ziehen kann und eine Bleibe muss ich mir hier auch noch suchen.“ Sie zog Harry an sich heran und umarmte ihn, drückte ihn fest und gab ihm einen Kuss auf das wuschelige Haar. „Versprich mir, dass du auf dich aufpasst. Ich werde dir Eulen schicken sobald ich wieder in England bin. Versprochen.“, murmelte sie auf sein Haupt und lies ihn dann los, wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel und lächelte ihn an.

„Du wirst mir fehlen.“, kam es leise über seine Lippen und die ältere Hexe nickte nur, als Zeichen, dass es ihr nicht anders ergehen würde.

„Ihr beiden passt auf ihn auf. Und schreibt ihm.“, bat sie Ron und Hermine. „Und danke deinen Eltern, dass Harry die letzte Ferienwoche bei euch sein kann. Ich wünschte ich könnte die Meisterschaft selbst sehen aber ich fürchte ich muss andere Dinge erledigen.“, sie seufzte bedauernd.

„Ist kein Ding.“, winkte Ron ab. „Mum freut sich jetzt schon auf Harry.“, der Rotschopf grinste.

„Wir sehen uns nach den Ferien.“, Rommy lächelte allen drei zu und schenkte ihrem Bruder einen intensiven Blick, strich mit ihren Fingern über seine Stirn und lies die drei dann alleine.

Sie wand sich ab vom Bahnhof und schlug ihren Weg nach Hogsmead ein. Die junge Hexe konnte jetzt nicht zurück ins Schloss. Schnelle Schritte trieben die Tränen aus den Augenwinkeln. Der Abschied fiel ihr schwerer als gedacht. Es war dumm, dass wusste die rotblonde Frau selbst, doch vermisste sie ihn jetzt schon und sorgte sich noch mehr um ihn, jetzt wo sie ihn nicht beobachten konnte. Hatten sie nur so wenige Wochen gehabt um sich ein wenig näher kennen zu lernen. Oh es gab noch so vieles, was sie ihm sagen und zeigen wollte, was sie von ihm wissen wollte. Und nun hatten sie die Zeit füreinander, auch wenn sei vorsichtig sein mussten. Niemand durfte es erfahren und die wenigen Eingeweihten würden schweigen.

„Trauerst du dem Verlust von Potter nach?“

Rommy stoppte augenblicklich und verdrehte die Augen. Sie ballte die Hände zu Fäusten als sie ihn näher kommen hörte. Er stand direkt hinter ihr und sie konnte seinen Körper fast fühlen so dicht war er an ihrer Rückseite. Sein Atem glitt über ihren bloßen Nacken, da ihr Haar hochgesteckt war. Was wollte er von ihr? Er schien akzeptiert zu haben, dass sie seine Existenz nicht würdigte, es einfach als gegeben hinnahm. Also warum suchte er sie jetzt auf einmal auf? Es konnte ihr egal sein. Sie würde sich nicht auf eine Unterhaltung mit ihm einlassen. Sie wollte alleine sein und er war der letzte von allen Menschen auf diesem Planeten, mit dem sie jetzt Kommunikation betreiben wollte.

„Tu mir einen gefallen und verzieh dich in deinen Kerker Severus.“, zischte sie und warf einen vernichtenden Blick über ihre Schulter.

Sie wand sich ab und verschwand in die Drei Besen, sah nicht das Grinsen auf Snapes Gesicht und bemerkte auch nicht, dass er ihr folgte. In der Stube ging sie geradewegs auf die Bar zu und noch ehe Madam Rosmerta sie begrüßen konnte, sprach sie auch schon.

„Ist oben frei? Ich brauche Ruhe.“

„Natürlich Herzchen.“, lächelte die Barbesitzerin und beugte sich zu Rommy über den Tresen. „Es steht auch was Starkes oben. Sie sehen so aus als wäre es nötig.“, sie dralle Blondine zwinkerte ihr zu und wand sich dann einem anderen Gast zu.

Rommy war dankbar und ging zielstrebig auf den kleinen Durchgang zu, schob den Vorhang beiseite, welcher die Treppe nach oben verdeckte und stieg dann selbige nach oben, trat durch die erste Türe und schlug selbige hinter sich zu. Die Schritte der rotblonden Hexe wanderten wie von selbst zu dem kleinen Tischchen, auf dem eine Flasche Feuerwhiskey und mehrere Gläser standen. Das Glas war schnell eingeschenkt und Rommy lies sich neben dem Kamin in einen Sessel fallen und nippte von dem Whiskey, hüstelte leicht, doch der nächste Schluck lies sie verstummen, brannte nur noch in ihrer Kehle, heiß wie Lava.

Severus hatte die Drei Besen gerade betreten als er sah wie Rommy die Treppe nach oben stieg. Sein Blick wanderte zu Madam Rosmerta, welche gerade mit einem Gast schwer beschäftigt war und so ging der Zaubertränkemeister zielstrebig zur Treppe und folgte Evans die Treppe nach oben. Er sah gerade noch wie sich die Türe schloss oder eher zuflog und hob eine Augenbraue. Ja, sie war schon äußerst temperamentvoll, hatte ihre Gefühlsregungen nur schwer unter Kontrolle. Und der einzige Grund, warum er mit ihr sprechen wollte, war ihr Projekt, welches durch ihr langes Fernbleiben ins Stocken geraten war. Natürlich war er brillant in dem was er tat, doch alleine dauerte alles wesentlich länger. Es scherte Severus nicht, dass sie sich jetzt wehmütig fühlte, da der Potter-Junge fort war, er hatte wichtigeres zu tun. Langsam drückte er die Klinke der Türe hinunter und betrat den dahinterliegenden Raum.
Zuerst sah er keinen Menschen, dann hörte er ein Seufzen aus Richtung des Kamins und als er näher trat sah er eine Hand, welche ein Glas mit Feuerwhiskey hielt; was er eindeutig an der Farbe erkannte. Snape trat näher heran, stand nun direkt hinter dem Sessel und konnte auf sie hinab blicken. Das Feuer warf einen weichen Schein auf ihre Gestalt und als der Tränkemeister etwas zur Seite trat, konnte er ihre weichen Züge erkennen; es sah aus als wäre ihr Gesicht gemalt worden. Ihre Augen leuchteten durch das Licht, welches das Feuer spendete und sie sahen so unendlich traurig aus. Ein weiterer Schluck vom Feuerwhiskey und langsam umspielte ein Lächeln ihre Lippen und die Traurigkeit verschwand etwas als sie erneut aufseufzte. Severus runzelte die Stirn und fragte sich woran sie jetzt dachte, dass ihr einen Teil der Traurigkeit nahm und irgendwie, tief in seinem innersten ergriff es den ehemaligen Todesser. Sie war so wunderschön, konnte so glücklich sein und auch so unendlich traurig. Und trotz ihrer zahllosen kleinen Schwächen war sie doch so unendlich stark. Oh wie war sie nur ihrer Mutter ähnlich, doch auch leider ihrem Vater. Dies machte sie wohl zu einer einzigartigen Persönlichkeit, eine Persönlichkeit, die er absolut nicht vertrug und dennoch, trotz dass sie sich manchmal aufführte wie ein lodernder Vulkan und überschäumte, so schien sie immer wieder in seinen Gedanken aufzutauchen, egal wie sehr er sich dagegen zu wehren versuchte.
Rommys Glas war mittlerweile leer und sie erhob sich um sich nachzuschenken und erschrak ob der Gestalt vor ihr, sank mit einem erstickten Laut zurück in den Sessel. Ihre Augen waren die eines erschrockenen Rehs und das Glas in ihrer Hand fiel auf den Holzboden, rollte unter den Sessel.

„Was... was tust du hier?“ Ihre Stimme klang nur einen Hauch angriffslustig, sie war zu erschöpft um sich in eine weitere Streiterei mit Severus zu begeben, das ganze Jahr war so anstrengend gewesen, dass da einfach keine Kraft war um sich noch gegen den schwarzhaarigen Zauber zu behaupten; nicht im Moment zumindest.

Der ehemalige Todesser öffneten seinen Mund, wollte ihr sagen, dass ihr Projekt dank ihres Fernbleiben fast zu einem Stillstand gekommen war und sie sich in den Sommerferien intensiv weiter damit beschäftigen mussten, jedoch verweigerten sich seine Stimmbänder dies auszusprechen, stattdessen kam die Wahrheit – welche tief in ihm drinnen war und die er selbst nicht wissen wollte – über seine Lippen. Seine Gedanken waren nicht mehr unter Kontrolle, er sprach nur noch die Wahrheit und konnte es nicht verhindern.

„Du sahst so verloren aus. Ich wollte dir helfen.“, Severus Lippen pressten sich sofort nach dem Gesagten zu einem schmalen Spalt zusammen.

Wie war es möglich dass er so ganz etwas anderes gesagt hatte als er wollte? Es war als würde er unter dem Einfluss von Veritaserum stehen. Doch wer sollte ihm so etwas einflößen und vor allen Dingen wann? Seine Augen wurden zu Schlitzen und seine Stirn legte sich in Falten. Er hatte nur heute Morgen beim Frühstück etwas zu sich genommen und dies lag einige Stunden zurück, es müsste also eine große Menge gewesen sein, damit sie solange anhielt. Hinter seiner Stirn arbeitete es und die Erkenntnis traf ihn wie ein Schlag ins Gesicht. Albus hatte ihn an diesem Morgen gebeten neben ihm zu sitzen beim allmorgendlichen Frühstück und ihm dieses Muggelgetränk aufgeschwatzt, Kaffee nannte es der Schulleiter wohl. Wäre es möglich dass Dumbledore ihm Veritaserum verabreicht hatte? Aber zu welchem Zweck?

„Du wolltest mir helfen?“, Rommy sah verwirrt zu ihm auf und erhob sich dann aus dem Sessel, stand ihm dicht gegenüber. „Wozu?“

Snape verbot sich auch nur einen Ton zu sagen, doch das Serum wirkte hervorragend, so dass es selbst ihm nicht möglich war sich dagegen zu wehren als er sagte: „Weil du mir etwas bedeutest.“

Verdammt, er war ein Idiot. Er sollte gehen und den Rest des Tages in seinen Räumen verbringen. Da heute der letzte Tag in Hogwarts war, gab es keinen Unterricht und er hatte den Vormittag in seinem Labor verbracht und die paar Leute die ihm begegnet waren hatte er wie immer behandelt, da er tatsächlich auch so über sie dachte, wie er es aussprach.
Die rotblonde Hexe neigte ihren Kopf und sah Snape verwundert an. Sie bedeutete ihm etwas? Wie kam er dazu auf einmal so etwas zu sagen? Er sah nicht so aus als wäre er erfreut darüber ihr dies gesagt zu haben, also warum behielt er es dann nicht für sich, wenn er es ihr doch gar nicht sagen wollte. Zielte er darauf, dass sie sich noch mieser fühlte? Was bezweckte er denn damit? War sie nicht lange genug am Boden gewesen seiner Meinung nach? Sie versucht abzuschließen mit dem was war, warum also war er nicht froh darüber. Ihr Zorn kehrte zurück aufgrund seiner Frechheit so zu tun als würde er sich für sie interessieren.

„Ich bedeute dir also etwas, ja?“, sie stemmte die Hände in die Hüfte und ihre Augen blitzten wütend auf. „Und wieso sagst du mir das erst jetzt? Wo ist ich doch nur ein... wie hast du es genannt... ein Bonus bin. Ja, dass waren deine Worte. Oder nicht Severus?“, Rommys Stimme war schneidend und sie hielt schwerlich an sich ihn nicht zu packen und ihm körperlich Schmerz zu zufügen.

„Ich wollte dir nicht weh tun, aber ich wusste, dass ich es tun würde wenn ich deine Nähe zuließe.“, der Zauberer seufzte innerlich und verfluchte Albus, oder wer auch immer ihm das Veritaserum verabreich hatte. „Ich musste dir klar machen, dass du nichts von mir zu erwarten hast. Du siehst doch selbst, dass da nichts ist, dass du es dir nur eingebildet hast. Und das ist auch besser so. Alles andere würde nur Schmerzen verursachen... auf beiden Seiten.“ Oh halt den Mund Severus und geh einfach., schalt sich der Zaubertrankmeister selbst, doch seine Beine wollten ihm nicht Folge leisten und so stand er weiterhin vor der rotblonden Hexe.

Rommy blinzelte verwirrt und ihr finsterer Blick wurde ein wenig weicher. War es möglich, dass er nun die Wahrheit sagte? Aber wenn er jetzt die Wahrheit sagte, dann stellte sich die Frage, warum er es nun tat. Es war ja fast, als stünde er unter dem Einfluss von Veritaserum, doch dies war ausgeschlossen, einem Zauberer wie Severus Snape konnte man nicht einfach so mal Veritaserum einflössen, es sei denn... Das Frühstück kam Evans wieder in Erinnerung. Snape hatte sich auf Dumbledores Wunsch hin direkt neben den Schulleiter setzen müssen und dieser hatte ihm Kaffee aufgedrängt und nicht aufgehört auf ihn einzureden und den anderen Mann versucht von den Vorzügen des Muggelgetränks zu überzeugen, bis er schließlich zwei Tassen davon getrunken hatte. Und irgendwie war da ein freudiges Blitzen in den Augen des älteren Zauberers und es war ihr so als hätte er mehrere Male zu ihr hinüber gezwinkert, während er Severus die Tasse mit Kaffee gereicht hatte. Aber das bildete sie sich vermutlich nur ein. Albus Dumbledore würde niemals Veritaserum benutzen und er hatte auch gar keinen Grund dazu. Eigentlich war es auch egal, denn egal ob Veritaserum oder nicht. Wenn er jetzt die Wahrheit sagte, dann bedeutet dass vielleicht eine Chance gab.

„Du hast mir Schmerzen bereitet als du mich weggestoßen hast Severus.“, ihre Stimme war ruhig und nicht länger wütend. „Ich hab versucht mich gegen die Gefühle zu wehren um nicht noch mehr zu leiden, aber letztlich hab ich sie nur verdrängt.“ Zögerlich, so als hätte sie Angst was passieren würde, hob Rommy ihre Hand und legte sie auf seine Brust, über sein Herz. „Die Gefühle sind real. Ich liebe dich Severus. Und ich denke wenn wir uns beide anstrengen dann...“

„Rommy,“, der Professor schüttelte den Kopf und umfasste mit seinen Händen die ihren, „ich kann das nicht zulassen. Ich kann dich nicht der Gefahr aussetzen.“

„Gefahr? Welcher Gefahr? Von was redest du?”, verständnislos blickte die junge Frau ihm ins Gesicht.

Ein letztes Mal versuchte Snape sich dem Veritaserum zu widersetzen und gab dann auf. Es spielte jetzt sowieso schon keine Rolle mehr und wenn er wollte, könnte er sie am Ende immer noch mit dem Obliviate belegen und ihr die Erinnerung an dieses Gespräch nehmen, schließlich hatte er noch nie Skrupel gehabt was so etwas betraf.

„Ich bin ein ehemaliger Todesser, doch wenn der Dunkle Lord wiederersteht, dann muss ich in seine Reihen zurückkehren um den Schein zu wahren, Dumbledore und den Orden mit Informationen zu versorgen. Wärst du an meiner Seite und der Dunkle Lord erfährt davon, dann wärst du in Gefahr. Er könnte dich gegen mich verwenden und dir Dinge antun, von denen du keine Ahnung hast.“ Seine Hände drückten ihre fest. „Und das würde ich nicht verkraften.“, flüsterte er und senkte seine Lippen auf ihren Handrücken.

„Severus.“, ihre Stimme war nur ein Hauch und in ihren Augen lag das Verständnis, welches ihm nie entgegen gebracht worden war.

Rommy schien in ihn hineinzusehen, als könnte sie dass erahnen, was alle anderen nicht konnten. Niemand wusste wie es war immer der ewig Böse zu sein und sich hinter der Maske zu verstecken die mittlerweile mit ihm verschmolzen war und zu seinem Selbst geworden war. Gehasst zu werden und nur Lügen erzählen zu müssen um alles aufrecht zu erhalten. Und wenn er auch manchmal selbst glaubte, dass da nichts mehr in ihm war, so hatte ihm diese junge Hexe gezeigt, dass einige seiner Träume doch noch nicht gänzlich verschwunden waren. All die Jahre hinweg, war seine Liebe Rache gewesen und dadurch hatte er nie frei sein können. Er unterstand Dumbledore, musste sich allen Anweisungen des alten Mannes fügen, sich in Lebensgefahr begeben um zu sühnen. Und obwohl Albus immer wieder meinte, er wüsste wie schwer Severus es hatte, so hatte er keine Ahnung wie sich der schwarzhaarige Mann fühlte. Er wusste nicht wie es war so schlecht behandelt zu werden, wie es jeder einzelne tat, sogar die Mitglieder des Ordens.

„Es tut mir leid.“, Evans zitterte leicht, doch ihre Augen zeigten die Ehrlichkeit mit der sie die Worte meinte.

Snape sah die Hexe ungläubig an und öffnete seinen Mund, brachte nur ein „Was?“ heraus, doch sie legte ihm sanft einen Finger an die Lippen.

„Vielleicht klingt das für dich... seltsam“, sie lächelte schräg während ihr Finger die Kontur seiner Lippen nachfuhr, während ihre Augen geradewegs in seine blickten, „und bitte versteh mich nicht falsch, aber ich denke, dass es Bestimmung ist, dass du und ich...“ Rommy stoppte und lächelte, folgte kurz ihrem Finger der von seinen Lippen über seinen Kiefer die Wange entlang strich, ehe sie ihm wieder in die Augen sah. „Ich weiß du bist alles andere als ein typischer Mann, den sich ein Mädchen wie ich wünschen könnte. Aber Tatsache ist, ich WÜNSCHE mir dich, denn ich weiß, irgendwo unter diesem schwarzen Umhang, dem harten Stoff des Gehrocks und dem gestärkten weißen Hemd...“, ihre Fingerspitzen wanderten seinen Hals hinunter, spürten das heftige Pochen der Ader, griff nach dem Kragen des Gehrocks und senkte ihren Blick, „... genau da drunter...“, sie zog an seinem Kragen um es zu verdeutlichen, „... da drunter ist der wirkliche Severus Snape und ich denke, dass er manchmal sogar ein klitzekleines bisschen durchscheint, wenn man nur weiß, wohin man sehen muss. Du bist der Mann den ich wähle, als Ganzes.“

Severus ließ sich von ihren Worten überschwemmen. Die Aufrichtigkeit ihrer Worte, die Zärtlichkeit ihrer Hände und der liebevolle Blick erschütterten sein Innerstes. Seine Hände hingen den Seiten herab und setzten sich nun endlich in Bewegung, legten sich um ihre Hüfte, strichen über den weichen Stoff ihres Kleides nach oben, fuhren auf ihren Rücken und zogen sie näher an sich heran. Wozu sich noch länger wehren? Es könnte funktionieren oder etwa nicht? Und wenn es nur für eine Weile war, er fühlte, wie seine Maske Risse bekam und seit über einem Jahrzehnt wieder sein Gesicht darunter hervorlugte.

„Du gehörst mir. Niemandem sonst. Das hier...“, sein griff wurde fester, er riss sie förmlich an seinen Körper heran, was Rommy mit einem unterdrückten Stöhnen quittierte, „... das hier ist Mein.“

Sein Blick war ernst und es brachte die Potter-Tochter zum Lachen. Er meinte es ernst, verdammt ernst und es war ihr nur mehr als recht. Immer war sie ein gutes Mädchen gewesen, hatte getan was richtig war und jetzt endlich, wollte sie das, was sie verdiente, was sie sich wünschte. Sie hatte keinen Grund mehr zu weinen, wegen irgendetwas betrübt zu sein und wenn er in ihrer Nähe war, dann musste sie nicht mehr lügen. Selbst wenn es irgendwann wieder einen Krieg geben sollte, dann würde er immer noch bei ihr sein, ihr die Kraft geben, die sie brauchte um Harry zu schützen. Ein Knurren und ein mahnender Blick, der ihr sagte, dass sie es nicht zu weit treiben sollte und sie verstummte.

„Du musst entscheiden was du willst. In meiner Welt scheint nicht sehr viel Licht. Es erfordert Stärke darin zu überleben.“, seine Stimme war rau, versagte ihm fast, denn er wusste, dass erst sie das Licht gebracht hatte, dass er sich am Leben fühlte seit er sie kannte. „Es ist leicht zu sagen man liebt, aber den Alltag zu bestreiten ist wesentlich härter.“

„Es gibt kein zurück mehr. Nicht mehr.“, ihre Stimme war fest und ihr Blick verlieh ihr eine Entschlossenheit, wie es Severus nie für möglich gehalten hatte. Langsam senkte sich sein Kopf und ehe sich ihre Lippen fanden waren da die drei kleinen Worte, welche sie ihm im Schlaf einst gesagt hatte: „Ich liebe dich.“

Ihre Lippen trafen aufeinander und auch wenn er es nicht sagte, so spürte es Rommy in der Art, wie sich seine Arme um sie schlangen, sie an sich zogen, ihre Körper sich berührten, seine Lippen über die ihren strichen und die Sanftheit mit der seine Hände sie liebkosten. Sie sanken auf den harten Boden, doch es spielte keine Rolle, denn die Welt schien zu verschwinden und nur noch diese beiden Menschen existierten in diesem einen Moment.
Es war Liebe.


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Es gibt wunderbare Sequenzen – von der Spannung beim Trimagischen Turnier bis zum Humor und Herzschmerz beim Weihnachtsball, aber das treibende Element ist der traumhafte Thriller, in dem es ein echter Bösewicht auf Harry abgesehen hat – und nur Harry allein in der Lage ist, ihm die Stirn zu bieten.
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