
von anna molly
soo, jetzt habe ich doch schon das 2. chap fertig! danke an meine zwei ersten kommi-schreiber Ginny86 und FellZunge (wenn ich Zeit hab, schau ich mal bei deiner FF rein ;) )
----------------------------------------------------------------------------------
Achtung hhjj!!!
Merlin sei dank!
James Potter beobachtete seine Frau, die tief und fest schlief. Es konnte jetzt nicht mehr lange dauern und dann wären sie bald zu dritt. Er war unheimlich aufgeregt und ließ seine hochschwangere und kugelrunde Lily keinen Moment mehr aus den Augen. James strich ihr eine rote Haarsträhne aus dem Gesicht und Lily drehte sich im Schlaf zu ihm um und kuschelte sich an ihn. Bewundernswert. James bewunderte seine Frau dafür, dass sie in diesen schweren Zeiten unaufhörlich optimistisch sein konnte und so viel positive Energie hatte. Aber die brauchte sie auch. Mit dem Potternachwuchs im Bauch, der gerne mal gegen ihren Bauch trat und ihrem Körper im Ganzen ziemlich viel abverlangen musste. Doch sie jammerte nie. Sie hatte sich nie über angeschwollene Füße oder starke Rückenschmerzen beschwert. Sie nahm das Leben in ihrem Bauch genauso wenig selbstverständlich wie er. Der ehemalige Quidditch-Spieler streichelte seiner Angebeteten sanft über den großen Bauch. Eigentlich war der Bauch gar nicht so groß. Lily seufzte leise im Schlaf. James befand, dass er vielleicht doch noch ein bisschen schlafen könnte. Wenn etwas war, würde Lily ihn wecken oder er würde von selbst aufwachen.
Sirius grummelte halblaut vor sich hin. Er lief in Remus' Wohnung aufgeregt auf und ab. „Sirius, jetzt beruhige dich! James wird sich schon melden.“ Remus Lupin versuchte seinen Freund zu beruhigen. Dabei ging es ihm selber nicht besser, wie er da so saß und unruhig mit seinen schwitzigen Händen seine Knie rieb. Sie hatten heute Morgen um 6 eine Eule von James erhalten. In der kurzen und augenscheinlich hastig hingekritzelten Nachricht stand: „ Es geht los! Melde mich wieder wenn ich Papa bin! Krone“
Daraufhin hatten sich die Rumtreiber bei Moony getroffen, um gemeinsam zu warten. Peter war nach einiger Zeit wieder gegangen, er meinte, Sirius mache ihn noch nervöser als er ohnehin schon war und er müsse sich die Beine vertreten.
„Dieses ganze Geburtsding dauert doch viel zu lange! Wir sollten ins St. Mung-EINE EULE!“ Sirius lief zum Fenster und grabschte nach der Eule, um ihr den Brief grob von dem Beinchen zu reißen. Remus war inzwischen aufgestanden und mit wackeligen Beinen hinter Sirius getreten. „Nun mach schon!“, drängte er Tatze. Dieser hatte den Brief mit nervösen Fingern aufgemacht und rief lachend: „EIN JUNGE! Remus, ein Junge!!! Und er ist kerngesund. Merlin sei dank!“ Die beiden Freunde verfielen in lautes Freudengeschrei und johlten: „ EIN JUNGE, EIN JUNGE, ES IST EIN JUNGE!!!“
Nach etwas zehn Minuten Schreien, Lachen und ein paar Freudentänzen sanken die beiden zufrieden und lachend auf das Sofa an der Längsseite des Raumes. Remus grinste, vollführte eine rasche Bewegung mit seinem Zauberstab und aus dem Nichts erschienen auf dem Couchtisch eine Flasche Feuerwhisky und zwei Gläser. Remus schenkte beiden ein, sie erhoben die Gläser und prosteten: „Auf James, Lily und das Baby!“
Kurze Zeit später kam Peter zurück und Sirius berichtete ihm stolz von der guten Nachricht. Wurmschwanz freute sich mit den anderen beiden Rumtreibern und Remus zauberte ein drittes Glas herbei. Sie stießen erneut auf den potterschen Nachwuchs an und berieten dann, ob sie der kleinen Familie noch ein wenig Zeit alleine gönnen oder ihnen gleich einen Besuch abstatten sollten. Sie entschieden sich für letzteres; sie wollten zumindest kurz vorbeischauen.
Lily und James Potter fühlten sich wie die glücklichsten Menschen auf Erden. Die Geburt von ihrem kleinen Harry war unkompliziert und verlief verhältnismäßig schnell. James hatte sich zu Lily ins Bett gelegt und hielt nun einen kleinen Jungen mit schwarzem Wuschelkopf im Arm. Spätestens bei diesem Anblick hatte Lily die Schmerzen und Anstrengungen der Geburt vergessen. Ihr Mann hatte Recht behalten, es war ein Junge. Ein kerngesunder, kleiner Harry Potter. Lily spürte ein Gefühl tiefster Zuneigung und küsste erst ihren hübschen Sohn und dann ihren wunderbaren Mann.
Eine Sekunde später klopfte es an der Zimmertür und eine junge Medihexe betrat den Raum. Sie lächelte und sagte: „Mrs und Mr Potter? Sie haben schon den ersten Besuch! Drei Männer“, die junge Frau überlegte kurz und sprach weiter: „ Mr Black, ein Mr. Lupin und Mr Pettigrew.“ James sah Lily an, diese nickte sofort und er sagte zu der Medihexe: „ Lassen Sie sie herein. Das geht in Ordnung!“ Daraufhin nickte die Heilerin. Bevor sie den Raum verließ, lächelte sie noch einmal und sagte freundlich: „Und herzlichen Glückwunsch!“
Keine Sekunde nachdem sie die Tür zugezogen hatte, klopfte es wieder. James lachte und rief: „ Na kommt schon `rein, Jungs!“ Sofort ging die Tür auf, aber nicht so ruckartig und stürmisch, wie James es erwartet hatte, sondern langsam und leise. Die Freunde wussten wohl doch, dass es sich hier nicht um eins von James' gewonnenen Quidditch-Spielen handelte, sondern um etwas viel wertvolleres. Peter, Remus und Sirius grinsten die frisch gebackenen Eltern an, die sie glücklich ansahen.
James legte den kleinen Harry wieder in die Arme seiner Mutter. Diese winkte die Männer näher heran. „Darf ich vorstellen: Harry James Potter!“
Lily strahlte über's ganzes Gesicht und James war der Vaterstolz so sehr anzusehen, dass Peter gluckste und Remus zu James ging, um ihn in die Arme zu schließen und auf die Schulter zu klopfen. Sirius ging zu Lily und küsste sie. „Darf ich…?“ Doch Sirius musste seine Frage nicht zu ende führen, denn Lily setzte sich im Bett ein Stück auf und zeigte ihm, wie er Harry halten sollte. Als Sirius ihn in den Armen hielt, flüsterte Lily James zu: „Nun frag ihn schon!“ James antwortete fröhlich: „Schon gut.“ Er räusperte sich und sagte: „Tatze, wir würden uns sehr freuen, wenn du Harrys Pate wirst!“ Sirius gingen die Augen groß auf, dann lachte er sein bellendes Lachen, was den kleinen Harry aber gar nicht zu stören schien, denn dieser hatte sich eingekuschelt und schlief schon wieder. „Ich werd' der beste Patenonkel sein, den es gibt!“ James sah die anderen beiden Freunde an und war froh, keine Enttäuschung in ihren Gesichtern zu lesen, weil er nicht einen von ihnen gefragt hatte. Peter war wahrscheinlich froh, weil er mit kleinen Kindern und vor allem Babys nicht so gut umgehen konnte. Sie waren ihm einfach zu klein.
Remus wusste, dass Sirius James' ältester Freund war. Außerdem war er selbst, wie er fand, eher ungeeignet, weil er doch einmal im Monat den Mond anheulte. Falls Lily und James - Merlin bewahre - einmal etwas zustoßen sollte, wäre ein Werwolf wahrlich ungeeignet sich um ein Kind zu kümmern. Nein, Remus fand es besser so und war glücklich, wie es war.
Sirius hatte derweil angefangen zu erzählen, was er dem kleinen Harry alles zeigen und beibringen wollte. Er faselte etwas von „Quidditch“ und „Hogwarts“ und sogar irgendetwas von „Mädchen beeindrucken“, sodass James ihn bremsen musste.
Peter hatte sich inzwischen neugierig im Zimmer umgesehen. Neben etlichen Karten und Blumensträußen gab es auch ein paar Luftballons, auf denen in geschwungener Schrift die besten Wünsche der Gratulanten aufleuchteten. Sie waren so verzaubert, dass die Buchstaben blinkend die Farbe wechselten. Peter bekam gerade ein schlechtes Gewissen, weil er und die Jungs vor lauter Schreck und Freude ganz vergessen hatten Lily und James oder dem kleinen Harry ein Geschenk mitzubringen, als er einen Korb mit Keksen entdeckte. Gedankenverloren nahm er sich einen und biss darauf. Erst dachte er, er hätte einen Stein aus dem Korb gefischt, bis er genauer hinsah und die Handschrift auf der Glückwunschkarte erkannte. Wurmschwanz lachte in sich hinein. Felsenkekse, die machen ihrem Namen alle Ehre. Er hatte sie seit Hogwarts-Zeiten nicht mehr gegessen beziehungsweise angeknabbert. „ Hagrid hat euch also auch schon beglückwünscht!“, griente er belustigt.
Remus sah aus den Augenwinkeln, wie Lily erschöpft ihren Kopf in die Kissen legte, und er verkündete dann, dass sie die Junge Familie fürs Erste genug beansprucht hatten. Peter stimmte zu und begann sich schon von James zu verabschieden. Sirius brummte ein wenig und gab Lily widerwillig ihr Kind zurück. Nachdem Tatze und Moony sich auch verabschiedet hatten, natürlich nicht ohne zu beteuern, dass sie ja eh bald wiederkämen, waren Lily, James und Harry Potter wieder allein.
„Zeit zu schlafen“, flüsterte der junge Vater. Doch James' Worte waren überflüssig, Lily waren ihre Augen schon zugefallen. Papa Potter küsste seine Frau sanft auf die Wange und beobachtete noch eine Weile seinen Sohn. „ Ich habe jetzt einen Sohn.“, dachte er. „Du siehst genauso aus wie ich“, überlegte er vergnügt und strich Harry durch die nachtschwarzen Haare. Er öffnete kurz seine Augen, so als habe er James' Gedanken gehört. „Aber die Augen sind die deiner Mum.“
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel