
von Franzi
Heeey Leute,
Ich wollte euch nochmal ein fettes Danke aussprechen, weil ihr vier immer so verlässlich kommentiert! Ihr motiviert wirklich total! *knuddel*
shaly: du schaust ja schon weit voraus :D naja, aber Gefühlschaos wird es bei Siri schon noch einiges geben ;)
und Barty wird Reg nicht so leicht los, keine Sorge^^ er ist anders als die anderen. aber Regs 'Leiden' ist noch nicht vorbei...
Cho17: Hmja einen Sirius zum Ausheulen hätte ich persönlich auch gern *g* Und die brüderlichen Gefühle... *chrm* das wird noch verzwickter^^
Freaky-Angel: Sirius wollte Reg in dem Moment einfach anfeuern und hat sich nix dabei gedacht, schätze ich... Och er reagiert noch ein bisschen, aber das wird nichts ausfallendes...
Nelly Potter: Geht ja schon weiter und ich hoffe, dir gefällt es wieder!! =]
Mögt ihr eigentlich das neue Cover? Lasst es uns wissen =]
>~~~OoOoO~~~<
“...Ich bring dich zum Gemeinschaftsraum...”
“Na warte, der kriegt was zu hören!”
“Es war nur ein verlorenes Spiel...”
Regulus schmiegte seine Wange eng an sein Kissen und schaffte ein Lächeln. Er wusste, eigentlich hatte er kein Recht sich nach diesem Spiel glücklich zu fühlen, aber irgendwie war ein winziges Stückchen in ihm es doch. Er drapierte die Bettdecke um sich, so wie Sirius ihn vor einigen Stunden noch gehalten hatte und schloss seufzend die Augen.
Sirius...
Sirius hatte ihm gut zu gesprochen und Reg hatte seinen Umhang einweichen dürfen... Sirius war in letzter Zeit öfter in seiner Nähe - oder fiel ihm das nur seit Neuestem auf?
Sirius schenkte ihm immer ein Lächeln, wenn er ihn sah.
Sirius rief häufiger als sonst seinen Namen: “Reg!”
Nicht Reggie-Weggie, wie Melissa. Nicht dieses kalte Regulus, wie seine Eltern. Nein, es war eben Sirius’ Art, seinen Namen auszusprechen. So wie Reg es tat, wenn er von ihm sprach: “Siri” hatte er ihn immer genannt.
Regulus ließ sich eingemummelt in seine Bettdecke auf die Matratze plumpsen und starrte an die grünen Vorhänge seines Bettes ohne sie wirklich zu sehen. Er hatte die Umarmung, diese starken Arme um seinen Körper, so genossen... Er konnte seinen Bruder immer noch riechen - eine Mischung aus ihrem zu Hause, Hund und Siruptorte. Sirius roch irgendwie immer nach Siruptorte! Er musste lachen, doch er verschluckte sich an diesem Lachen, als die Tür des Schlafsaals aufging.
Avery, flankiert von Rosier und Mulciber, ließ die Tür zuschnappen und plötzlich kam sich der jüngste Black schrecklich eingesperrt vor.
“Hey Black”, grinste Avery. “Na schämst du dich schön? Dass du den Namen Slytherins auf ewig besudelt hast, du elendiger Versager? Ich dachte eigentlich, du könntest es zu etwas bringen”, der Fünftklässler ließ sich auf Regs Bett nieder und schnappte sich dessen Lieblingskissen, das er achtlos ans andere Ende des Zimmers trat. “Aber wie immer nur Zweitbester... Sirius ist ja wohl eine Niete im Quidditch - hat er dir wohl vererbt. Weißt du Reg, ich als dein Trainer, bin ziemlich enttäuscht von dir.”
Regulus rückte unauffällig ein Stück von Avery weg, aber der hatte es gemerkt und griff nach seinem Handgelenk, welches er langsam drehte. Regs Augen weiteten sich erschrocken, sein Blick flackerte nervös zu Rosier, der mit verschränkten Armen grinsend an der Tür lehnte und Mulciber, der sich vor ihm aufgebaut hatte.
“Das ganze Haus ist sauer... Findest du nicht, dass du eine Bestrafung verdient hast?”
Der Vierzehnjährige biss sich auf die Lippe und rieb sich mit der freien Hand kurz über den blauen Fleck an seinem Kinn. Avery lachte freudlos: “Jaah...genau... Ich sehe, wir verstehen uns...”
>~~~OoOoO~~~<
Regulus schleppte sich mühsam die Wendeltreppe zum Gemeinschaftsraum hinunter, wo nur noch einige Mädchen saßen. Eines dieser Mädchen war zu seinem Leidwesen Melissa Teach. Die Gruppe am Kamin verstummte und sah zu ihm herüber, wie er sich, eine Hand auf den Mund gepresst, durch den Raum kämpfte. Plötzlich stand Melissa auf und Regs Blut begann zu kochen. Doch schnell verebbte diese berauschende Hitze wieder, denn das blonde Mädchen gab ihm eine schallende Ohrfeige.
“Wie peinlich du bist! Dass du es weißt: Mit jemandem wie dir gehe ich sicher nicht nach Hogsmeade! Du kannst mit deinem kleinen, schwulen Freund gehen - das wolltest du ja offenbar!”, schnappte sie, warf erneut ihr Haar dramatisch über die Schulter und stolzierte, gefolgt von ihren Freundinnen, davon.
Regulus blinzelte benommen. Er wartete, bis ihre Schritte verklungen waren und übergab sich blutig auf den steinernen Boden. Ihm tat alles weh, schrecklich weh...
Avery war nicht sanft gewesen. Besonders seinen Magen hatte es schwer erwischt, der sich anscheinend nicht entscheiden konnte, ob er sich schrecklich eingequetscht fühlen oder lieber Loopings schlagen sollte.
Melissa hatte er völlig vergessen... Dabei hatte er doch für sie besonders gut fliegen wollen! Das war alles Sirius’ Schuld! - Nein, war es nicht, brach Regulus diesen Gedanken unwirsch ab. Sirius trug keine Schuld, immerhin hatte er ja mitten in der Luft angehalten um seinen Bruder anzustarren...
Erst als er sich erschöpft auf die Couch fallen ließ, bemerkte er, dass er doch nicht alleine im Gemeinschaftsraum war, obwohl es schon reichlich spät war.
“Ähm ...hi”, machte Barty Crouch junior zaghaft und rückte auf der Couch ein wenig näher zu dem jüngsten Black, der jetzt die Brauen hochzog.
“Hallo”, antwortete er kühl. Melissa hatte gesagt, er wolle mit seinem schwulen Freund nach Hogsmeade gehen - igitt! Dachte sie etwa, er und Barty wären... Ach, das war typisch Mädchen! Die interpretierten in solche Sachen immer viel zu viel rein.
“Hat dich jemand verprügelt? Du siehst schlimm aus.”
“Geht dich nichts an.” Regulus warf einen knappen Seitenblick zu Barty, der zusammenzuckte, als ihn die stahlgrauen Augen des Blacks durchbohrten und hauchzart rosa wurde. Dann holte er seinen Zauberstab raus und sog das getrocknete Blut aus seinem Gesicht, damit er wenigstens halbwegs menschlich aussah.
“Tut mir Leid, wegen Melissa...”, wagte Barty einen neuen Anlauf.
“Hmmpf...”, machte Reg nur, ließ sich aber zu mehr Wörtern herab. Immerhin musste er noch etwas klarstellen! “Was sie gesagt, ist nicht wahr! Hörst du?”, seine Stimme sank zu einem bedrohlichen Zischeln herab, das den verschüchterten Barty noch mehr ängstigte. “Ich geh nämlich nicht mit dir nach Hogsmeade - ich meine, ich bin ja nicht schwul. So was Abartiges... Also mach dir keine Hoffnungen, klar? Weil ich...weil ich nämlich nicht auf Männer stehe! Und das werde ich Melissa auch beweisen!”, der Drittklässler war völlig perplex, als Regulus ihn einfach sitzen ließ und zu seinem Schlafsaal davonstürmte.
Jetzt waren zumindest die Grenzen erklärt. Er und schwul - was erlaubte Melissa sich eigentlich? Allein die Vorstellung einen Mann zu küssen... Regulus zog eine angewiderte Grimasse. Erneut kuschelte er sich in eine Decke und atmete ruhig, obwohl es in seinem Kopf immer noch tobte. Vielleicht sollte er sich lieber vorstellen ein Mädchen zu küssen... das hatte er ja auch noch nie getan. Ob Melissa und er sich vielleicht irgendwann mal küssen würden...?
Ein gewaltiges Donnergrollen ließ Regulus zusammenzucken.
“Was-”, der Slytherin starrte angsterfüllt zum Fenster und hörte, wie der Wind bedrohlich an das Glas peitschte. Hastig zog er die Vorhänge um sein Bett zu und schlüpfte ganz unter die Decke. Es donnerte, diesmal lauter. Regen setzte ein.
Regulus wimmerte und schlug die Hände vors Gesicht.
Warum jetzt? Warum, wenn niemand bei ihm war?
Kein Sirius, der ihn schützend in den Arm nahm. Kein Sirius, dessen heißer Atem beruhigend über seinen Nacken strich. Regulus schluckte schwer. Vor nichts hatte er so wahnsinnig Angst, wie der Naturgewalt über ihm, die sich jetzt unerbittlich aufbäumte und an Lautstärke gewann. Er begann zu schluchzen und wünschte sich zurück an den Grimmauldplace, in Sirius’ Bett. Und plötzlich wünschte er sich auch, dass er Sirius’ Arm damals nicht weggeschoben hätte, er wollte ihn ganz dicht an sich spüren können...
Was dachte er denn da?!
Das war doch das, was Melissa gemeint hatte! War das... schwul, wenn man sich die Nähe eines anderen Mannes wünschte? Aber nein, Siri war sein Bruder, da war das doch in Ordnung. “Sirius...”, flüsterte der jüngste Black zitternd und warf sich unruhig in seinem Bett herum.
Schweiß brach ihm aus, seine Unterlippe bebte gefährlich.
Regulus spürte, dass seine Angst sich in blanke Panik verwandelte, als der Sturm heftiger um das Gebäude pfiff. Panik war nicht gut, wenn er in Panik war, dann hatte er keine Kontrolle mehr über sich...
Reg krallte sich fest in den weichen Stoff und kniff die Augen zusammen.
Nur schnell einschlafen...an etwas Schönes denken...
Sirius lächelte ihn aufmunternd an und half ihm hoch. Diesmal sagte er nicht, er würde ihn in den Gemeinschaftsraum bringen, diesmal legte er zärtlich die Arme um ihn und flüsterte ihm beruhigende Worte zu. Regulus hob den Kopf ein wenig und seine Nasenspitze streifte die seines Bruders.
Ein Donnergrollen vertrieb das Bild vor seinem inneren Auge. Krampfhaft versuchte er es festzuhalten, aber zu spät. Du musst einschlafen Regulus...einschlafen...
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel