
von Franzi
Huhuu Welt =D
Hini Und Franzi begrüßen euch ;]
Wir beschäftigen uns heute... mit der Muse!
Und zwar nicht mit irgendeiner Muse... Sondern... Mit DER Muse!
BlackAunty: Tut mir Leid, dein Andy hat im Chap heute noch keinen Platz gefunden ^-^ Aber in Foaxxis Chap kommt er ganz bestimmt dran ;] Schön, dass du noch dabei bist <3 Stress gibt's vielleicht nicht unbedingt, aber dafür Tomaten :]
Indy I & II: OH MEIN GOTT, jetzt geht's nochmal weiter! :D Hoffentlich gefällt's dir weiterhin so gut^^ Deine Kommis sind toll xD <3
Dank einer Verkettung alkoholischer Umstände setzen wir dieses Mal wieder früher am Abend ein, da wir Sirius ja nicht die Party verderben wollen... Okay, doch.
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Sirius betrat mit gelangweiltem Gesicht Slughorns magisch vergrößertes Büro, während James dicht hinter ihm drein ging. “Siehst du sie?”, fragte der sofort hibbelig. “Wir sind seit zehn Sekunden hier, James”, meinte Sirius, konnte sich ein Grinsen aber nicht verkneifen. “Lily ist vielleicht noch gar nicht da.”
“Aber sie ist doch sonst immer überpünktlich”, - James ließ nicht locker -, “bestimmt kommt sie gar nicht,weil sie mich überhaupt nicht leiden kann!” “Bestimmt, James. Sonst noch was?” “Sie weiß, dass ich komme und hat sich im Mädchenschlafsaal verschanzt!” “Nein, hat sie nicht. Schau mal, da vorne.”
Sirius wies nach rechts und James Kopf fuhr so schnell herum, dass seinem Nacken ein unheilverkündendes Knacken entfuhr. Die haselnussbraunen Augen hinter der Brille traten ungerührt dessen erwartungsvoll hervor, während Siri die Brauen mitleidig zusammenzog.
Bevor er noch etwas sagen oder tun konnte, hatte James schon zum Laufen angesetzt, verhakte sich jedoch irgendwo und schlug der Länge nach auf den Boden. Einige Jungs im Umkreis lachten hämisch, während die Mädchen besorgte Blicke aufsetzten und Anstalten machten, zu ihm hinzugehen. Sirius ersparte ihnen das und half James umständlich auf.
“Nicht so übermütig,du siehst sie heute Abend schon noch lange genug. Los komm, ich geh mit und pass auf, dass du dich nicht wieder hinlegst.”
Seit die Verkupplungsaktion so dermaßen in die Binsen gegangen war, stalkte James der armen Lily noch schlimmer nach, stets in der Hoffnung, sie würde ein ähnliches Angebot noch einmal annehmen. Sirius hielt nach seinem Bruder Ausschau, der mit Barty, der kleinen Ratte, zur Party kommen wollte. Eigentlich hatte Sirius versucht, Schädlingsbekämpfer zu spielen, aber Barty war leider nie allein herumgelaufen. Dumpf fragte er sich, seit wann der Blonde überhaupt groß etwas mit Avery und Co zu tun hatte... Aber seine Sorge sollte es nicht sein.
Sie waren bereits vor Lily zum Stehen gekommen, als Siri aus seinen Gedanken erwachte. James druckste gerade irgendetwas von Tanzen daher, wobei Lily ihn nur abschätzig mit verschränkten Armen anschaute. Als er die Frage endlich einigermaßen vernünftig herausbekommen hatte (“W-w-willst du mit mir... Ähm... Du weißt schon... Tanzen und so?”), verengte die Rothaarige die Augen, löste allerdings die Arme aus der Verschränkung. “Naja... Also, ich würde schon, aber... Lass mich ausreden.” James hatte schon eines seiner Gewinner-Grinsen aufgesetzt und zu Sirius gestrahlt, als Lily hinzufügte: “Nur, wenn Sirius mit Jill tanzen würde. Sie kann ja nicht allein hier stehen bleiben, oder?”
Und sie zog tatsächlich jenes brünette Mädchen herbei, unter dessen teilweise rückenfreiem Top ein weißer Verband hervorblitzte. Sie schaute Sirius erwartungsvoll an. Genauso schaute James ihn an. (Dass Sirius sich gerade wie eine Zirkusattraktion fühlte, sei dahingestellt.)
“Ähm...”, begann er, James packte seinen Arm, zog ihn ein paar Schritte weg und fiel sogleich über ihn her: “Komm schon Sirius, dass ist meine Chance!!! Na los, es ist doch nur ein Tanz, nichts weiter, du musst auch nicht mit Jill sprechen oder sie angucken!”
“Wenn es nur ein Tanz ist, wieso ist dir das dann so wichtig?”, patzte Sirius sarkastisch. “Ich hab keine Lust, zu tanzen.” “Dann tu wenigstens so... Bitte Sirius...” Der Knopfaugenblick ließ Siri resigniert aufseufzten und er antwortete: “Okay... Aber wieso hängt Lily überhaupt mit Jill rum?” James schaute kurz zu den beiden Mädchen herüber, wandte sich dann wieder zu Sirius und sagte schwärmerisch: “Sie ist ja so fürsorglich! Wahrscheinlich hat sie sie auch jeden Tag in Krankenflügel besucht. So ist sie nun mal, die perfekte Mutter!”
Sirius glotzte ihn an. Was war schlimmer? James’ entzückter Familienplanung zu lauschen oder so zu tun, als würde er mit Jill tanzen?
Ein erbitterter Kampf brach in seinem Kopf los, den die Jill-Seite letztendlich knapp gewann. Er ließ sich von James zu Jill herüberziehen, die erwartungsvoll an Lilys Seite stand, die einigermaßen zufrieden aussah. “Ich hol mir mal kurz was zu trinken”, sagte Sirius an Jill gewandt, und hoffte, dass er sie so irgendwie abschütteln konnte. Falsch gedacht, denn sie folgte ihm mit den Worten: “Gute Idee, ich komme mit.”
Finster stapfte Sirius zur Theke und drückte Jill ein Butterbier in die Hand, er selbst nahm sich ein Glas Feuerwhisky, von welchem er einen großen Schluck nahm und daraufhin ein wenig das Gesicht verzog. Jill redete unterdessen von einem seltsamen Traum, den sie jüngst gehabt hatte und philosophierte über seinen Sinn, doch alldem hörte Sirius nicht einmal zu.
Er stürzte den Feuerwhisky ganz hinunter und merkte, wie sich nach dem anfänglichen Brennen im Hals mit jedem Schluck eine angenehme Wärme in seinem Magen ausbreitete.
Er genehmigte sich noch ein Glas und hatte schon völlig vergessen, dass Jill ja eigentlich mit ihm tanzen wollte. Sie wippte überschwänglich hin und her und er fragte sich, was sie damit überhaupt erreichen wollte. Naja, der Whisky ließ ihn ohnehin bald ein wenig schunkeln, also fiel dieser doch recht einseitige Tanz gar nicht mehr groß auf.
Als Sirius das vierte Glas geleert hatte, ließ er den Blick desinteressiert über die Menge schweifen. Er hatte eigentlich vorgehabt, James und Lily ausfindig zu machen, aber dann erhaschten seine Augen den Grund, weshalb er überhaupt auf diese Party gekommen war.
Regulus unterhielt sich gerade mit ihrem werten Gastgeber und sah ziemlich... Hm... Vielleicht ein wenig angenervt aus?
Sirius legte den Kopf mit leicht verklärtem Blick schief und hing förmlich an den Lippen seines Bruders. Dann packte es ihn und er ließ Jill stehen, die in ein Selbstgespräch über die neueste Mode in Hogwarts vertieft war. Slughorn fragte Reg gerade, wo seine weibliche Begleitung abgeblieben war, was Sirius natürlich nicht auf sich sitzen lassen wollte und zu einem Ninja-Sprung ansetzte, den er gerade noch abwürgen konnte, als er ein kleines bisschen seiner Besinnung wieder ausgrub.
Diese reichte jedoch nicht, um ihn daran zu hindern, was er vorhatte.
Von jugendlichem Leichtsinn durchstochen hüpfte Siri an Regs Seite und legte ihm den Arm um die Schultern, wobei er seinem kleinen Bruder mit dem Ellbogen fast die Nase blutig schlug. Sirius grinste entschuldigend und meinte: “Sorry! Aber ich habe da was von Begleitung gehört und konnte nicht länger warten um mich vorzustellen.”
Und wenn er nicht schon ein wenig Feuerwhisky intus gehabt hätte, hätte er seine nächste Tat wohl auch noch einmal überdacht, aber so machte er sich nichts daraus und gab Reg einen dicken Kuss auf die Wange. Sein Bruder schaute erschrocken drein, wurde scharlachrot im Gesicht und gab Sirius mit seinen reflexartig hochgeschnellten Armen seinerseits einen harten Hieb auf die Nase. Siri hielt sich dieselbige daraufhin schützend und stolperte zurück, während Regs Brust sich hob und senkte und der Rotton aus seinem Gesicht tröpfelte.
“Benimm dich doch wenigstens einmal, Sirius”, schnarrte er in ihrem alten Umgangston und versuchte Sirius dabei einen seiner eisigsten Blick zu schenken, der die Situation als Außenstehender wahrscheinlich zum Brüllen komischgefunden hätte. Naja, eigentlich fühlte Siri sich gerade zu benommen, um überhaupt etwas Lustiges wahrzunehmen, aber es ging eben ums Prinzip.
Slughorn brach in dröhnendes Gelächter aus und tätschelte Sirius den Oberarm: “Sie sollten Ihren Bruder nicht zu sehr reizen, Mr Black. Sie wissen doch, wie er ist!” Der Gryffindor sah Reg das Gesicht verziehen und ihn sich im nächsten Moment in der nächsten Lücke, die sich in der Menschenmenge auftat, verziehen.
Sirius spielte mit dem Gedanken, hinterher zu gehen - okay, zu tapern -, entschied sich aber dafür, es bleiben zu lassen, wenn er seinen Leichtsinn von eben bedachte. Nicht, dass er noch zu allzu großen Denkleistungen fähig gewesen wäre, aber so weit zu überlegen war schon noch drin. Außerdem wollte er Slughorn nicht allein stehen lassen, um womöglich noch eine schlechte Note in Zaubertränke abzukassieren.
“Mr Black, Mr Black”, tönte dessen Stimme an das Ohr des Schwarzhaarigen, der aufblickte. Siri hatte gar nicht realisiert, dass er immer noch an den Punkt gestarrt hatte, wo sich Reg eben dünne gemacht hatte. “Ach ja, ich stehe in Verbindung mit einem Sirius, der momentan blaue Tomaten auf Zypern anbaut, die die Menschheit von Griselkrätze heilen sollen. Ich sage Ihnen, das St Mungo’s setzt viel Hoffnung in dieses junge Talent...”
Sirius glotzte seinen Lehrer an. Wollte er ihn auf den Arm nehmen, oder war das tatsächlich wieder eine der unzähligen Geschichten über Berühmtheiten, die sich über die gesamte Erde verteilten und Slughorn zu jedem Fest einen prall gefüllten Geschenkkorb sendeten?
Mit abwesendem Blick langte Sirius sich von einem beistehenden Tischchen eine halb volle Flasche Feuerwhisky, an der er während Slughorns Erzählung, wie er Sirius, den Tomatenzüchter kennen gelernt hatte, nuckelte und zwischendurch in der Hoffnung, Reg zu finden, umherschaute. Ein paar Fuß entfernt lief Lily mit wehender roter Mähne in Richtung der Toiletten und hatte einen beinahe gehetzten Blick aufgesetzt, während James ihr wie ein liebestoller Rüde hinterherlief.
Irgendwann meinte Slughorn mit seinem dröhnenden Organ, er würde jetzt zum Buffet zurückgehen. Sirius, der sich während seiner Erzählung nicht vom Fleck bewegt hatte, stellte die nun fast geleerte Flasche auf den Tisch zurück, an dem er sich auch gleich festhalten musste, als er versuchte, ein paar Schritte zu tun.
Er stieß ein “Huch” aus, versuchte sein Gleichgewicht wiederzufinden und rempelte einen Viertklässler an, der sich lauthals beschwerte. Doch Siri watete weiter in die Menge hinein und suchte nach einer möglichst bequemen Sitzmöglichkeit.
Er tastete sich an der Wand links von sich entlang und hoffte, bald eine Gelegenheit zu finden, als er über irgendetwas - vielleicht eine Flasche Feuerwhisky? - stolperte und jemandem direkt in den Schoß krachte. Sofort stieg ihm ein unvergleichlicher Geruch in die Nase, den er von allen auf der Welt am liebsten hatte.
“Reg”, säuselte er mit verklärtem Blick, “Die Tomaten gedeihen ganz prächtig, nicht wahr? Hach, du bist so gut zu mir, wirklich... Wüsste gar nicht, was ich ohne dich tun würde...”
Unterschwellig spürte er, wie sich der Körper seines kleinen Bruders unter ihm anspannte, als er sagte: “Sirius, du bist total betrunken! Komm mit... Zum Gemeinschaftsraum...” Sirius wurde umständlich hochgedrückt und Regulus meinte zu seinen Sitzgenossen: “Ich komme dann gleich wieder...”
Dann wurde der Gryffindor in Schlangenlinien durch den Raum bugsiert, wobei Reg den Schülern, die überall verteilt waren, auswich. Sirius ließ ihn machen und sog bloß noch diesen wunderbaren Geruch ein.
Als die beiden dann eine gute halbe Stunde später vor dem Portraitloch des Gryffindorgemeinschaftsraumes standen hatte sich Sirius’ Zustand wieder einigermaßen normalisiert. Zumindest, wenn man den Aspekt bedachte, dass er aus dem stickigen Büro von Slughorn heraus war und ihm nun die Kühle der Korridore ein wenig Sinnesklarheit zurückbrachte. Okay, aber nun hatten er und Reg das Problem, dass keiner der beiden das Passwort wusste...
“Toll, und was machen wir jetzt?”, fragte Regulus ein wenig entnervt und schaute Siri mit einem Seitenblick aus grauen Kulleraugen vorwurfsvoll an. “Müssen wohl raten”, murmelte Sirius als Antwort. “Okay”, seufzte Reg, “Ähm... Vielleicht Löwe?”
Die fette Dame schüttelte eisern den Kopf. “Tomaten!!”, rief Sirius, “Ganz sicher Tomaten!” Als die fette Dame wieder den Kopf schüttelte und Sirius schon zu “Zypern!” ansetzen wollte, fuhr Reg dazwischen: “Was hast du bloß heute mit deinen Tomaten? Anstatt dir mal ein Passwort zu merken laberst du irgendeinen Müll vor dich hin! Wieso musstest du auch so viel trinken?” “Na hör mal”, entgegnete Sirius und wurde lauter, während die fette Dame sich beschwerte, weil ihr unterstellt wurde, Gemüse als Muse für ihre Passwörter zu wählen, “Ich bin alt genug, um zu entscheiden, wie viel ich trinke!” “Selbst mit 16 darfst du noch keinen Feuerwhisky trinken, und glaub mir, den hat man ganz schön gerochen...”, erwiderte Reg. “Was geht es dich an?”, schmollte Sirius und als Reg zu einer Erwiderung ansetzen wollte, sah der Gryffindor sich gezwungen, den Mund seines kleinen Bruders zu stopfen.
Er drückte die Lippen auf Regs, der seine erst still hielt, dann jedoch zögerlich begann, den Kuss zu vertiefen. Sirius schob eine Hand in den Nacken des Slytherins und merkte nicht, dass sich das Portraitloch langsam von Innen öffnete.
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