
von FellZunge
Inzwischen kam es nicht selten vor, dass sich dann und wann zwei verzweifelte Jungs in einem der schir endlosen Korridoren des Schlosses fanden..
Der eine mit so blondem Haar, dass man meinen könnte es leuchte, mit einem hageren, ernsten Gesicht und blasser Haut. Die Arme und Beine lang, nicht muskelbepackt, dennoch gut trainiert.
Und ein andere Junge,das dunke Haare zersaust, eine Bitznarbe auf der Stirn, und lässigen Klamotten. Trotz der Brille stachen seine intensiv grünen Augen direkt heraus. Harry war ein bisschen kleiner als Draco, nur minimal und doch wurmte es ihn hin und wieder.
Meist standen sie aneinander gelehnt in einer verwinkeltten Ecke, tauschten zärtlich Küsse oder schwiegen einfach. Schweigen war einfacher als Reden.
Wenn man die beiden so sah, was allerdings niemand je tat, entstand ein trügender Eindruck von Ruhe und Geborgenheit.
Was könnte denn falsch daran sein, wenn zwei Menschen eine tiefe Zuneigung zueinander verspüren? Gibt es ein schöneres Gefühl, als wenn man weiß, dass am anderen Ende jemand ist, der auf dich wartet? Der nicht weg geht, bis du angekommen bist? Der deine Hand nimmt und dich ins Licht führt?
Und gibt es ein schlimmeres Gefühl, als wenn man weiß, dass man die schönen Gefühle immer verstecken muss?
Dass zwar jemand da ist, der deine Hand nimmt, der dich aber nie ins Licht führen kann, weil es immer dunkel bleiben wird?
* * *
Die beste Zeit für ein Treffen war meistens, wenn alle anderen in der großem Halle zu Abend aßen. Natürlich blieb es nicht unentdeckt, das beide zur selben Zeit nicht anwesend waren, aber niemand gab sich die Mühe eine Erklärung zu suchen. Warum auch ?
* * *
“Ich liebe dich”, flüsterte Draco zwischen die Küsse, welche Harry zaghaft auf seinen Hals verteilte. Harry hatte seine Hände um Dracos Nacken geschlungen, als wolle er ihn nie wieder los lassen. Zu schön war das Gefühl des Augendblicks.
Dracos Hände hielten Harry Becken fest an sein eigenes gepresst, den Kopf in den Nacken gelegt, und die Augen voll Wonne über die heißen Lippen auf seinem Hals geschlossen. Er konnte nicht verhindern, dass ihm ein leises Stöhnen entfuhr, worauf Harry mit Kuss auf den Mund des Blonden antwortete.
“Sei still oder wie willst du McGonagall erklären, was du hier so ganz alleine machst - mit so einem Ding in der Hose ?” Harrys linke Hand wanderte verführerisch zu Dracos Körpermitte und betastete wohlwollend was jetzt nicht mehr zu übersehen war.
* * * *
“Hast du die gesehen?Die mit dem langen blonden Haaren ? Die hat mich voll angelächelt. Das hast du auch gesehen, hast du doch oder ? Oh man,was würde ich darum geben einmal.. - naja du weißt schon..Harry, hörst du mir noch zu ?”
Harry und Ron saßen im Gemeinschaftsraum. Es war schon spät, die Hausaufgaben hatten sie mehr oder weniger erledigt, nur waren beide zu müde um sich auf den Weg in den Schlafsaal zu machen.
Ron hatte nur noch ein Gesprächsthema: blond,geil und äußerst gut gebaut. Er war, im Gegensatz zu Harry, gestandene Jungfrau und das, wie Harry fand schon etwas zu lange. Mittlerweile nevten Rons ständige Kommentare sobald ein weibliches Wesen in Sicht war.
Überhaupt hörte Harry gar nicht mehr zu. Seine Gedanken kehrten immer wieder zu Malfoy zurück. Sie hatten sich gestern Nacht zuletzt gesehen.
Er spürte ihn immer noch, konnte ihn riechen und schmecken. Wieder einmal waren sie bis zum Äußersten gegangen. Nicht wissend, wann sie sich das nächste Mal so nah sein würden. Und wie so oft war ihre einzige Zufluchtsstätte das kleine abgelegene Badezimmer gewesen. Seit Jahren war es unbenutzt und ihre einzige Chance mal alleine zu sein, dem hektischen Alltag zu entfliehen. Decken,Kissen und Kerzen waren 3 der wenigen Sachen die den Raum eine gewisse Aura verliehen. Harry und Draco waren oft dort, wann immer es die Umstände zuließen.
Nicht immer ging es ihnen um Sex. Der Raum war der einzige Ort an dem sie so sein konnten wie sie wirklich waren. Sie mussten nicht schaupielern, sich nicht verstecken. An manchen Tagen suchten sie sogar auch alleine den Raum auf. Um einfach nachzudenken, Kraft zu schöpfen.
Lange Abende hatten sie dort verbracht, im Kerzenschein auf den warmen Decken liegend und redend. Einfach nur daliegend, Harry auf Dracos Brust, den Blick an die Zimmerdecke gerichtet.
Harry genoss es, dass Draco ihm zuhörte, wenn er über seine Eltern sprach. Ron und Hermine zeigten schon längst nicht mehr viel Interesse an Gesprächen über die Toten wie Sirius oder seinen Eltern. Draco hörte ihm stundenlang zu, streichelte nur ab und zu zärtlich durch Harrys wildes Haar.
Und Draco erzählte von seiner Familie. Von seinem Vater, der ihn zwang “ein Malfoy” zu sein. Seinem Vater dem es nur wichtig ist gut dazustehen. Der andere betrügt und sich Freundschaften erkauft. Und über die Todesser, die täglich bei ihnen zu Besuch waren, denen er die Hand schütteln muss und mit ihnen über die beste Vernichtung von Schlammblütern diskutiert. Wie sie alle den dunklen Lord anpreisen, in Wirklichkeit aber nur Angst haben, er könne auch sie töten.
Und Malfoy erzählte auch von seiner Mutter. Seiner wunderschönen, stolzen Mutter. Und dann weint er. Er weint, weil es ihr so schlecht geht, weil der Vater sie schlägt und zwingt zu gehorchen um den "Namen" nicht in den Dreck zu ziehen. Er weint, weil er ihr nicht helfen kann, er kann nur zusehen. Er weint leise,kühle Tränen die dann in Harrys Haar tropfen. Und Harry liegt einfach nur da und hört zu.
* * *
Aber jetzt war keine Zeit um in das verlassene Badezimmer zu gehen. Es war keine Zeit für ein Gefühl dass tief in seiner Brust schmerzte we kleine Gabeln. Ron würde irgendwann misstrauisch werden und ihm nachgehen.- es wäre leichtsinning, das zu riskieren.
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an dieser Stelle möchte ich mich kurz für die fehlenden Lehrzeichen hinter Komma und und Punkt entschuldigen. Da dies meine erste FF ist, wusste ich nicht, wie es richtig geht.
Ich werde es aber nach Möglichkeit ändern.
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