
von GinnyNic
Minerva McGonagall war nun Schulleiterin von Hogwarts, daran musste sie sich erst einmal gewöhnen. Nicht dass sie Probleme hätte mit der Organisation, damit hatte sie als stellvertretende Schulleiterin schon zur Genüge Erfahrungen gesammelt. Einfach die Tatsache Schulleiterin dieser erwürdigen Schule zu sein und sich in einer Reihe von so großen Schulleitern wieder zu finden, sorgten für das Gefühl dem allem irgendwie nicht gewachsen zu sein. Natürlich war das alles nur ein Gefühl, denn weder würde sie das jemals jemandem eingestehen, noch ist es tatsächlich so, dass sie dem nicht gewachsen wäre. Sie wusste ganz genau was sie hier tat. Noch in ihren Gedanken und ihrer Arbeit vertieft, klopfte etwas an ihr Fenster. Sie blickte nach oben und schwang den Zauberstab, so dass sich das Fenster für die ankommende Eule öffnete. Sieht so aus als hättest du ne ganz schön lange Reise hinter dir. Dachte Minerva so bei sich und ließ eine kleine Schale Wasser und Körner aus dem Nichts erscheinen. Dann befreite sie die Eule von dem Brief und las:
Sehr geehrte Prof. McGonagall,
hiermit möchte ich darum bitten, mein letztes Jahr in Hogwarts verbringen und somit an dieser Schule mein Examen machen zu dürfen. Mein Name ist Maya Lily Cooper, ich bin am 15. Juni 1981 in Godrics Hollow geboren und ich habe meine bisherige Schulzeit an der Shinebroom in Salem verbracht. Ich habe dem Brief mein ZAG-Zeugnis beigelegt und hoffe sehr, dass ich mich bald eine Hogwartsschülerin nennen darf.
Mit freundlichen Grüßen
Maya Cooper.
Minerva stutzte. Wenn tatsächlich eine Maya Cooper in Godrics Hollow geboren worden ist, dann hätte das doch bemerkt werden müssen, es sei denn jemand hatte nicht gewollt, dass es bemerkt würde. Nun, das scheint ja interessant zu werden.
Minerva schaute noch einmal im Briefumschlag nach und tatsächlich fand sie da ein Zeugnis.
Sie faltete es auf und hoffte inständig (was sie nie zugeben würde), dass dieses Mädchen Mitglied ihres Hauses würde. Sie wird bald einen neuen Hauslehrer für Gryffindor aussuchen müssen, jetzt da sie Schulleiterin war, konnte sie kein Haus mehr vertreten.
Sehr geehrte Ms. Maya Cooper,
da Sie als Quereinsteiger an die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei kommen, möchte ich Sie, in der Hoffnung, dass sie apparieren können, bitten 1 Woche vor Schulbeginn am Bahnhof von Hogsmeade zu erscheinen. Sollte das ein Problem für Sie sein, bitte ich um zügige Rückmeldung. Ich werde Sie am 25. August 18 Uhr vom Bahnhof abholen, damit der Sprechende Hut sie schon vorab einem Haus zuteilen kann. Danach gebe ich Ihnen die Liste mit den notwendigen Besorgungen, die Sie dann in der Winkelgasse erledigen können. Sollte es Ihnen nichts ausmachen, können Sie sich in der verbleibenden Zeit bis zum beginnenden Schuljahr gerne mit dem Schloss vertraut machen und sich schon einmal einleben. Keine Sorge, Sie werden nicht allein sein, da der Lehrkörper schon ein paar Wochen vorher mit der Planung des Schuljahres beginnt.
Ich wünsche Ihnen bis dahin noch eine schöne Zeit und hoffe, dass Sie eine Bereicherung für uns sein werden.
Mit freundlichem Gruß
Schulleiterin
Minerva McGonagall.
Minerva entschied sich, die erschöpfte Eule eine Nacht ruhen zu lassen und sie erst morgen loszuschicken. Also legte sie den Brief erst einmal beiseite.
Sie hatte ja noch so viel zu tun. Sie brauchte einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste, einen Lehrer für Verwandlung, noch einen für Muggelkunde und musste sich entscheiden, wer neuer stellvertretender Schulleiter werden sollte. Vor allem das letztere war keine einfache Entscheidung, wen sollte sie nur nehmen? Eigentlich hatte sie schon eine Entscheidung getroffen, aber sie war sich nicht sicher, ob alle mit dieser Entscheidung zufrieden sein würden. Sie war sich sicher, dass die freundliche, aber resolute Pomona Sprout ideal für den Posten der stellvertretende Schulleiterin geeignet wäre. Ob das die anderen auch so sehen werden? Na ja, bald, sehr bald würde sich das zeigen.
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Es war Anfang August und an Minerva nagte das Gefühl, dass sie etwas vergessen hatte. Aber was war es nur......oh....oh nein, so viel war noch zu tun gewesen, sie hatte vollkommen vergessen den Brief an Ms. Cooper zu schicken!!! Nun gut, das würde für die junge Frau etwas hektisch werden, aber wozu war man denn jung, wenn man nicht flexibel war?
Also formulierte Minerva noch schnell eine Entschuldigung und schickte den zu lange liegen gebliebenen Brief endlich fort.
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