
von GinnyNic
Eine Weile saßen die zwei Ebenbilder, die sich nicht einmal durch das Alter unterscheiden ließen, da Lily und James seit ihrem Tod nicht gealtert waren, nebeneinander im Bad, ab und zu hörte man von der einen ein Schluchzen, bis sie mit hoher Stimme zu sprechen begann: „Was soll ich denn jetzt machen? Wie kann ich James denn jetzt noch unter die Augen treten? Wenn ich ihm die Wahrheit sage, dann wird er mich hassen und wenn nicht dann gehen wir beide wieder in den Tod mit dieser Lüge zwischen uns.“
Maya drückte ihre Mutter fester an sich, bevor sie leise erwiderte: „Mum, wenn du Dad erklärst, wie du dich damals gefühlt hast, dann wird er es bestimmt verstehen. Wie könnte er dich denn hassen? Er liebt dich doch so sehr.“
Die junge Frau drückte ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange und erhob sich um ihr aufzuhelfen, als James gerade das Zimmer betrat.
Besorgt ging er zu seiner Frau und erkundigte sich: „Was war los mit dir Lily-Schatz? Wieso bist du vorhin verschwunden?“
Maya meinte mit einem ermutigenden Blick zu ihrer Mutter: „Ich lass euch dann mal allein.“ Und verließ in Richtung Schlafzimmer ihrer Eltern, wo noch Harry war, das Bad.
„Lag es an dem, was ich vorhin gesagt habe? Über Abtreibung?“, fragte James.
Tief atmete Lily ein und rasselte mit erneuten Tränen in den Augen herunter: „Es tut mir Leid James, aber ich war damals nicht bereit ein Baby zu bekommen. Wir waren noch in der Schule und noch nicht lange zusammen. Ich wäre herausgeschmissen worden und war mir nach einem Monat noch nicht sicher, dass du in dieser Situation zu mir halten würdest. Jetzt weiß ich es besser, aber es ist zu spät.“
Lily stand vor ihrem Mann, wie ein Kind, dass nach dem Geständnis die unausweichliche Strafe erwartete. Sie hielt ihren Blick gesenkt und zitterte am ganzen Leib. Die Tirade blieb aber aus. Stattdessen ging James auf Lily zu und nahm sie in die Arme. Er strich über ihren zarten Rücken, legte den Kopf auf ihre Schulter und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren, dann flüsterte der Rabenkopf: „Wovor hast du denn Angst? Wir werden in ein paar Tagen wieder tot sein und ich kann das Geschehene nicht ändern, in dem ich dir jetzt sage, dass es falsch war. Du weißt jetzt ja selbst, dass ich dich nie verlassen hätte. Ich glaube, wenn man mal tot gewesen ist, dann werden solche Sachen, die man nicht mehr Rückgängig machen kann, unwichtig. Wichtig ist nun, dass wir soviel Zeit wie möglich mit unseren beiden tollen Kindern verbringen und das Leben genießen. Also lass uns das Ganze vergessen und lieber unserer Tochter helfen, damit sie wieder nach Hogwarts zurück kann.“
Alles hatte Lily erwartet, aber nicht DAS. Sie löste sich leicht von James und blickte ihn erstaunt an. Ihr Mann blickte ihr zärtlich in die überraschten Augen. Das, was er eben gesagt hatte, spiegelten seine Augen wieder. Dass er die Wahrheit nun wusste, änderte nichts an ihren Gefühlen zueinander. Er liebte sie wie eh und je.
Die grünen Smaragde blitzten bei dieser Erkenntnis wieder freudig auf und Lily verringerte wieder ihren Abstand und schloss die Lücke zwischen ihren Gesichtern vollkommen, indem sie James stürmisch küsste. Es schien ihr, als wäre es ihr erster Kuss. In ihrem Magen schienen betrunkene Wichtel eine Party zu feiern. Und ihre Knie waren versucht sich in Pudding zu verwandeln. James fühlte sich lebendiger denn je und schwer atmend fragte er mit dem typischen Pottergrinsen auf dem Gesicht: „Sollen wir die Kinder vielleicht zurück in ihre Betten schicken und morgen weiterquatschen?“
Lily, die gerade versuchte zu Atem zu kommen, nickte mit einem wilden Glanz in den Augen.
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Als Lily und James das Schlafzimmer betraten, waren Harry und Maya bereits eingeschlafen. Lily betrachtete glücklich dieses Bild. Ihre beiden Kinder saßen halb in dem Bett, eine Decke um ihre Körper geschlungen. Harry hatte den Arm um den Rücken seiner Schwester gelegt. Mayas Kopf ruhte in der Halsbeuge ihres Bruders und ihre Beine waren an ihren Körper gezogen. Der Kopf Harrys lag auf dem seiner Schwester.
Lily flüsterte ihrem Mann ins Ohr: „Sollen wir uns ein anderes Zimmer suchen?“
Der Angesprochenen nickte und meinte: „Gehen wir doch in den Salon. Da können wir uns ein schönes Feuer machen und uns auf dem Fell am Boden ausbreiten.
Die Hexe stimmte ihrem Zauberer zu und so lagen sie wenige Minuten später vor einem prasselnden Feuer auf dem gemütlichen, braun gefärbten Knuddelmufffell.
Lily streckte sich. Dieses Fell fühlte sich wunderbar unter ihrer Haut an. Sie hatte sich vor einer Minute von ihrem Oberteil befreit um das Fell an ihrem ganzen Rücken spüren zu können.
Als der Rotschopf begonnen hatte sich so zu räkeln, hatte James den Atem scharf ein gesogen. Er konnte den Blick nicht von dem Körper seiner wunderschönen Frau nehmen und wollte jeden Millimeter davon fühlen. Zart strich der Auferstandene mit den Fingerspitzen an der linken Seite entlang hoch bis zur Achselhöhle, was Lily einen wohligen Schauer über den Rücken und ihr eine Gänsehaut einjagte. Die Hand James machte einen Bogen nach vorn über ihr Schlüsselbein und fuhr dann an ihrem Brustbein entlang nach unten, bis James Daumen sachte ihren Bauchnabel umkreiste, während seine restlichen Finger federleicht auf ihrem Bauch ruhten.
Lily genoss diese Streicheleinheit ihres Mannes mit geschlossenen Augen und ab und zu entfuhr ihr ein Seufzer. Nicht lange brauchte James um ihr auch noch das letzte Kleidungsstück auszuziehen. Nur noch wage erinnerte sich Lily an das letzte Mal, als sie mit James zusammen gewesen war. Mayas Zeugung. Es war eine wunderbare Nacht gewesen, aber sie fühlte, auch wenn sie sich nicht mehr erinnern konnte, die vielen Jahre dazwischen.
Als James anfing mit seinen Fingern ihre Perle zu umkreisen, vergaß Lily auch noch das Letzte, an das sie sich erinnern konnte. Alles schien zu verschwimmen. Sie hatte völlig vergessen, wie gut James war. Seine Finger waren himmlisch, aber noch besser war... „Ohhh!“ Lily hatte kurz James Atem an ihrer Scham gespürt, bevor der Zauberer begonnen hatte seine Zunge einzusetzen und Lily wandt sich unter dieser Berührung, sich eine Hand auf den Mund drückend um nicht laut loszubrüllen.
James liebte es, wenn Lily sich unter ihm vor Erregung krümmte. Er spürte, dass seine Frau kommen würde, wenn er so weitermachte. Er wollte aber das erste Mal nach ihrer beider Tod mit ihr zusammen kommen und musste sich schwer beherrschen, damit er diese Möglichkeit nicht zunichte machte, denn allein der Anblick des sich windenden Rotschopfes, hätte ihn in den Himmel zurück schicken können.
Also hörte James auf Lily mit der Zunge zu verwöhnen, was diese traurig seufzen ließ und krabbelte zu ihr hoch. Seine Lippen suchten die ihrigen und begannen sie begierig zu küssen. Ihre Zunge massierte sanft die seinige und ein Stöhnen entwich ihrem Mund.
James presste seinen Körper an den seiner Frau, die Arme an beiden Seiten von ihr aufgestützt um sie nicht mit seinem Gewicht zu erdrücken. Eine Sekunde löste der Zauberer sich von seiner Hexe um sich schnell die störende Boxershorts abzustreifen, dann legte er sich wieder auf seine vor Vorfreude bebende Blume und flüsterte: „Bitte blick mir in die Augen. Ich will noch einmal das Spiele in ihnen sehen, wenn du kommst.“
Sie tat, was ihr Mann von ihr verlangte und öffnete ihre leuchtenden Smaragde um in seine verlangenden Haselnüsse zu blicken, während James tief in sie eindrang. Ein tiefes, kehliges Stöhnen verließ James Mund und Lilys ausgebreitete Hände hatten sich in das Fell unter ihr gekrallt, während sie keuchte um nicht laut aufzuschreien.
Sie hatte dieses Gefühl schon immer geliebt, wenn James sie voll ausfüllte und das war jetzt keineswegs anders. Es brachte sie zur Weißglut, aber noch mehr erregte sie der verschleierte Blick James. Auch wenn sie gewollt hätte, jetzt hätte sie die Augen nicht mehr von den seinen abwenden können.
Einen Augenblick blieb James bewegungslos in seiner Frau liegen, dieses Gefühl genießend von ihr umschlossen zu werden, ihre Muskeln zu fühlen, die sich bei Erregung schon vor dem Orgasmus ab und zu zusammen zogen. Dann, ganz langsam, begann James sich in ihr zu bewegen. Er wollte nichts überstürzen und sich unbedingt beherrschen. Er musste sich sicher sein, dass es für Lily keinen Weg zurück gab, ehe er sich in seinen eigenen Orgasmus stürzen konnte.
Immer schneller bewegten sich James und Lily heftig stöhnend hin und her. Sie hatten schnell ihren Rhythmus gefunden, zu lange kannten sie sich schon und auch der Tod hatte ihnen nicht geschadet. Und keine Sekunde hatte Lily ihren Blick von dem ihres Mannes abgewandt. Immer stärker wallte in der Hexe das Gefühl ihres unabwendbaren Höhepunktes auf. Und auch James erkannte, dass er sich jetzt völlig fallen lassen konnte, deshalb verstärkte er die Stöße, was Lily einen Schrei entlockte und ihn fast um den Verstand brachte. Nicht lange und es war um beide geschehen. James entzog sich seiner Frau noch ein letztes Mal ganz, um dann mit größtmöglicher Heftigkeit zustoßen zu können, was voll und ganz seinen Zweck erfüllte.
„Ohhh, Gott, James!!!“ Lilys Körper bäumte sich auf und James fühlte das rhythmische Zusammenziehen von Lilys Muskeln, was ihn fast wahnsinnig machte und ihm noch den letzten Kick versetzte. Seine Arme, die ihn über Lily gehalten hatten, gaben nach. Er sackte auf ihren Körper und sein tiefes Stöhnen wurde durch ihre Halsbeuge gedämmt. Ihre Arme, die sie immer noch von sich gestreckt hatte, schlangen sich um seinen Körper und streichelten ihn zärtlich, während er versuchte wieder zu Verstand zu kommen.
Es war wundervoll gewesen im Moment ihres Orgasmus in Lilys Augen blicken zu können. Sie strahlten so viel verschiedenen Gefühle gleichzeitig aus, dass James sie nicht einmal bei klarem Verstand hätte auseinander halten können, aber er liebte dieses Gewitter, dass sich bei ihrem Höhepunkt in ihnen abspielte.
Ein paar Minuten hatte James gebraucht um zu verschnaufen und fast wäre er auf seiner Frau eingenickt, aber die hatte zärtlich sein Ohr geküsst und geflüstert: „Hey mein Löwe, nicht einschlafen, du wirst mir sonst zu schwer.“
Das rüttelte ihn etwas wach und James zog sich aus Lily zurück um sich auf ihre Seite zu rollen. Sie brauchten keine Worte um das eben erlebte zu beschreiben. Noch ein letztes Mal blickte das Paar sich tief in die Augen um sie dann für diese Nacht zu schließen. Lily drehte ihrem Mann den Rücken zu und kuschelte sich an ihn. Der beschwor mit dem Zauberstab seines Sohnes noch eine Decke herauf und zog seine Frau in seine Arme, damit sie sich gegenseitig Wärme spenden konnten. Und eine Minute später waren beide dann schon ins Land der Träume entschwunden.
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