
von GinnyNic
Sam war immer hibbeliger geworden. 2 Minuten hatten die Violinen nun gespielt und seine Braut war immer noch nicht in Sicht. Ob etwas passiert ist? Oder hat sie kalte Füße bekommen? Aber es schien doch vor wenigen Minuten, als Lily gekommen war, noch alles in Ordnung mit ihr gewesen zu sein.
Plötzlich sah er Hermine auf ihn zueilen. Die kurz vor ihm stehen blieb und so, dass der Hohepriester und die Trauzeugen es auch hören konnten, flüsterte: „Maya wird in fünf Minuten da sein. Es ist gerade ein Heiler bei ihr, sie ist vorhin einfach umgekippt. Die Aufregung war wohl doch ein wenig zu viel. Aber er gibt ihr einen Stärkungstrank, dann müsste ihr es besser als zuvor gehen.“, bei den letzten Worten lächelte Hermine aufmunternd und Sam versuchte seine Panik, die gerade versuchte in ihm aufzusteigen, wieder hinunter in die Magengegend zu drücken.
Kurz entschlossen ging Sam hinter Hermine her, die schon wieder auf dem Weg zu seiner Braut war und Harry ging neben ihm her: „Hey, das wird schon werden. Sie war ja auch bei dem ersten Ohnmachtsanfall wieder schnell auf den Beinen.“, meinte der Schwarzhaarige beruhigend.
„Ich weiß.“, gab Sam zurück. „Aber ich möchte sicher gehen, dass es ihr wirklich wieder gut geht. Das ist mir diese Hochzeit nicht wert.“
Er klopfte an die Tür in der Hermine gerade verschwunden war und ihm wurde prompt von dieser geöffnet. Die Brautjungfer verdrehte die Augen und meinte nur trocken: „Wieso hab ich das nur geahnt?“
Sie ließ Sam ein und führte ihn zu einem Bett, auf dem Maya gerade an die Wand gelehnt saß. Er blickte in ihre Augen, die intensiv strahlten und versuchte darin zu lesen. Es schien ihr tatsächlich wieder hervorragend zu gehen, aber dennoch wollte er noch auf ein Wort mit ihr alleine sein und schickte deshalb alle hinaus.
„Wie geht es dir?“, fragte Sam und setzte sich ans Bettende.
„Mir geht’s hervorragend, Liebling. Der Stärkungstrank hat schon seine Wirkung gezeigt. Du kannst also wieder hinausgehen, ich komme gleich nach.“, antwortete die Rothaarige.
„Bist du dir auch sicher.“, hakte der Bräutigam noch einmal nach. „Wir können das Ganze auch verschieben. Mir ist wichtiger, dass es dir gut geht.“
Maya war jetzt von der Wand weggerutscht, hatte ihre Beine über die Bettkante geschwungen und sich neben ihren Zukünftigen gesetzt um ihm tief in die besorgten, aufrichtigen Augen blicken zu können, dann sagte sie: „Ich bin mir noch nie so sicher gewesen. Geh jetzt, ich komm gleich nach, wenn ich ein paar Dinge gerichtet habe.“ Dabei blickte die Hexe an sich herab und zupfte an ihrem Kleid.
Sam nickte und ging. Er ließ Ginny und Hermine, die draußen gewartet hatten wieder herein und machte sich mit Harry auf in die Gartenanlage, wo die Gäste bereits ein wenig ungeduldig warteten. Er erhob die Stimme und sprach: „Es wird gleich losgehen, keine Sorge.“
Ihnen versichernd, dass tatsächlich alles in Ordnung war, nickte er Mary und Lily noch einmal zu, dann begann die Musik erneut zu spielen und endlich kam seine Braut auf ihn zu.
Sam hatte nur noch Augen für seine Maya. Vorhin hatte er sie gar nicht genauer betrachtet. Jetzt konnte er sehen, wie wunderschön sie in diesem Kleid war. Es passte hervorragend zu ihr und ihr Lächeln, machte der Sonne starke Konkurrenz. Ihre Augen, die nur die seinen sahen, sagten ihm immer wieder, er solle sich keine Sorgen machen und die Anspannung fiel sichtlich von ihm ab.
Harry indessen hatte seinen Blick weiter gleiten lassen und erblickte nun seine Liebste und seine beste Freundin, die beide wunderschöne, smaragdgrüne, lange Kleider anhatten, die im Nacken zusammengehalten wurden und genau wie Mayas Kleid mit glitzernden Steinchen besetzt waren, die einen Kringel von rechts oben nach links unten zogen. Die Haare der beiden jungen Frauen waren hochgesteckt und zarte silberne Ketten zierten ihre Hälse. Harry fühlte sich bei diesem Anblick stark an Slytherin erinnert, es gefiel ihm aber ungemein.
Stolz, doch mit einer kleinen Warnung in den Augen, übergab James seine Tochter ihrem Bräutigam, dann ging er zu seinem Platz neben Lily, die schon angefangen hatte zu weinen.
Sam und Maya blickten sich noch einmal zärtlich an, dann drehten sie sich zum Hohepriester, der anhob und sprach:
„Wir haben uns heute hier versammelt um Maya Lily Cooper und Samuel Charles Diatour in den magischen Bund der Ehe zu führen. Sie haben sich entschlossen aus zwei Leben eines zu machen. Wenn nun jemand einen Grund weiß, warum das nicht so sein sollte, dann möge er das nun kundtun.“
Einen Augenblick warteten Maya und Sam aufgeregt, aber die Hochzeitsgesellschaft schwieg, somit fuhr der Hohepriester fort: „Willst du, Samuel Diatour, die hier anwesende Maya Cooper heiraten, sie lieben und ehren in guten wie in schlechten Zeiten, in Armut und Reichtum, in Gesundheit und Krankheit, bis über die Grenzen des Todes hinaus? So antworte mit: ja, ich will.“
„Ja, ich will.“, antwortete Sam strahlend.
„Willst du, Maya Cooper, den hier anwesenden Samuel Diatour heiraten, ihn lieben und ehren in guten wie in schlechten Zeiten, in Armut und Reichtum, in Gesundheit und Krankheit, bis über die Grenzen des Todes hinaus? So antworte mit: ja, ich will.“
„Ja, ich will.“, schluchzte Maya vor überbordendem Glück.
„Tauscht jetzt bitte die Ringe aus, als Zeichen für die Ewigkeit.“, sagte der Hohepriester.
Während sie sich die Ringe an die Finger steckten, sprachen sie gemeinsam: „In Ewigkeit gebunden.“
„So ergreift nun eure Hände, damit die Magie über euch wirken und den Bund über euch schließen kann. Die Brautjungfern und Trauzeugen sollten sich im Kreis um das Paar herumstellen.“
Sam und Maya ergriffen fest die jeweils andere Hand und wurden von ihren Freunden umfangen. Der Hohepriester ließ die Zauberstäbe über sie schweben, aus dessen Spitze ein gleißend helles Band schoss, dass sich um Hände und Arme des Brautpaares wickelte und sie so miteinander verband, dabei sprach er: „Nun seid ihr auf ewig miteinander verbunden, ihr seit nun eine Seele und ein Herz...Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“
Das ließ Sam sich nicht zweimal sagen. Er schlang die Arme um seine Frau und sie versanken in einem Kuss, der ihre gemeinsame Ewigkeit einläuten sollte. Die Gäste applaudierten, das bekam das Paar aber nicht mehr mit, denn es war in seiner eigenen Welt verschwunden, bis Maya merkte, dass an ihrer Hand etwas warm wurde. Sie löste sich aus dem Kuss und blickte auf ihren Verlobungsring, der angefangen hatte zu leuchten, dann erinnerte sich die Rothaarige an das, was Sam ihr erzählt hatte. Sie nahm den Ring vom Finger und betrachtete ihn genau, so dass sie den Spruch, der in zierlicher Schrift darauf graviert war, lesen konnte.
Bin ich auch fern, so bin ich dir doch nah. In diesem Ring ist mein Herz immer für dich da.
„Sam, was hat das zu bedeuten?“, fragte Maya erstaunt.
„Wenn du den Ring trägst und mich ganz dringend brauchst, dann wird mein Herz deine Botschaft empfangen, denn es ist mit diesem Ring verbunden. Und so kann ich auch mit dir Kontakt aufnehmen. Der Ring wird meine Nachricht an dich weiterleiten können, denn unsere Herzen sind nun ja vereint. Es ist ein sehr elementarer und alter Zauber, der nur durch diese Hochzeit, durch die Verbindung unserer Herzen, aktiviert werden konnte...Und nun lass uns feiern. Unsere Gäste warten schon ganz ungeduldig. Sie wollen uns endlich gratulieren.“
Der Hohepriester, der geduldig gewartet hatte bis das Gespräch der Frischvermählten beendet war, gratulierte zuerst und wünschte ihnen das Beste. Dann wurden sie von ihren Familien und Freunden herzlich gedrückt. „Ich freu mich so für dich, Schwesterlein.“, sagte Harry, während er Maya fest im Arm hielt. „Ich kann es immer noch nicht ganz glauben. Vor einem halben Jahr wusste ich noch nicht einmal, dass ich eine Schwester habe. Und jetzt hab ich auch noch einen Schwager und werde bald Onkel.“
Maya schluchzte laut: „Du weißt gar nicht, wie viel es mir bedeutet, dass du hier bist. Hab dich so lieb.“ Mit einem Kuss auf Mayas Wange löste Harry sich von seiner Schwester und ging zu Sam hin. Der gerade noch einmal kurz von James und Sirius in die Mangel genommen wurde. Harry konnte noch hören, wie sein Dad sagte: „Solltest du meiner Tochter weh tun, dass schwöre ich dir, werde ich als Geist wieder kommen und dich heimsuchen, also überleg es dir lieber zweimal.“ Kopfschüttelnd über die Albernheiten des Rumtreibers, aber versucht mitzumachen, meinte er grinsend: „Nicht nötig, Dad, dass du als Geist zurückkommst, Sam wird sicher schnell zu euch stoßen, sollte er sich nicht benehmen.“, wofür er einen abwechselnden Klaps von Lily und Maya auf den Hinterkopf und ein lautes Feixen der Rumtreiber erntete.
„Jetzt aber mal ehrlich.“, sprach Harry ernst zu Sam und nahm ihn, wie Maya zuvor, in den Arm. „Pass auf deine kleine Familie auf, ja? Ich hab ja inzwischen bemerkt, dass du meine Schwester mehr als glücklich machst, auch wenn der Weg zur Erkenntnis sicher sehr schmerzhaft für dich war.“
„Ich bin ja immer noch davon überzeugt, dass Ginny mir das Leben gerettet hat.“, befand Sam und Ginny, die Maya gerade aus ihrem Klammergriff erlöst hatte, winkte ab und meinte: „Ach nicht der Rede wert.“, dann befand auch Sam sich in einer Umarmung, die man der kleinen Weasley gar nicht zugetraut hätte.
Nacheinander gratulierten alle und bei vielen Frauen blieb kein Auge trocken. Vor allem Lily und James wussten welch kostbares Geschenk es war bei der Hochzeit ihrer Tochter sein zu dürfen und hätten sie am Liebsten gar nicht mehr frei gegeben, aber inzwischen hatten die Elfen die Stühle um runde Tische angeordnet und diese mit Torten und Kuchen beladen und Mrs. Weasley, die den Elfen geholfen hatte, rief nun alle zu Tisch.
Hoch aufragend stand in der Mitte eine große dreistöckige Hochzeitstorte, die mit orangefarbenen Rosen und grünem Zuckerguss verziert war, so dass sie wie ein großes Blumengesteck wirkte.
Ganz oben war ein tanzendes Brautpaar, das exakt wie Maya und Sam aussah. Sogar das glückliche Strahlen unterschied die Miniatur nicht vom Original.
„Es gibt da so ne Muggeltradition, die ich gerne machen würde.“, sagte Maya.
„Und was wäre das, Liebling?“, fragte Sam, der seine Frau glücklich im Arm hielt und nicht gedachte sie jemals wieder loszulassen.
„Das Brautpaar schneidet die Torte an und verteilt unter den Gästen dann die ersten Stücke davon.“, erklärte die Braut.
„Dann machen wir das so.“, sagte Sam, während er das Messer schon in die Hand nahm.
Maya legte grinsend eine Hand auf die Sams und zusammen schnitten sie das erste Stück ab. Nur Hermine, Lily, Mary und Jean und Michael Granger trugen das gleiche Wissende grinsen wie die Braut auf dem Gesicht, denn es hieß, dass der, der die Hand beim Anschneiden oben liegen hatte, die Pantoffeln in der Ehe anhaben würde, was natürlich nur Muggel oder Muggelgeborene wissen konnten.
Nachdem jeder Gast ein Stück von der Hochzeitstorte auf dem Teller hatte, setzten sich Sam und Maya hin und Harry erhob sich, wobei er an seine Tasse klopfte.
„Der will doch jetzt nicht etwa ne Rede halten! Ich hab Hunger.“, jammerte Maya und rieb sich den knurrenden Bauch.
Alle in der Nähe der Braut prusteten bei diesem Satz los und Harry, der seine Schwester sehr gut gehört hatte, grinste und meinte: „Ich verspreche, ich mache es kurz...Angelehnt an einen sehr weisen Mann, der sich entschieden hat im Tod zu bleiben, sage ich nur ‚Schwachkopf, Schwabbelspeck, Krimskrams, Quiek’. Denn bessere Worte kann ich nicht finden, da es mir vor Freude und Glück die Sprache verschlägt. Jetzt kannst du essen, Schwesterchen.“
Vor allem die jüngere Generation lachte bei diesen Worten, denn ihnen war diese Rede Dumbledores wohl bekannt und Maya fragte: „Das war doch sicher Dumbledore, oder?“
Harry nickte: „Richtig erkannt.“
Maya schüttelte ungläubig den Kopf: „Du konntest es nicht lassen, nachdem ich dir gesagt habe, dass ich gerne mal so ne verrückte Rede von ihm gehört hätte, was?“
„Nein, das konnte ich nicht...“, gab er, sich ein Stück Torte in den Mund schiebend, grinsend zurück.
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Die Hochzeitsfeier nach der Trauung war äußerst ausgelassen.
Inzwischen war es fast acht Uhr. Und es war Zeit für das Paar den Eröffnungswalzer zu tanzen. Dieses begab sich aufgeregt auf die Tanzfläche. Die letzten Tage hatte Maya noch dazu genutzt den langsamen Walzer zu lernen. Sam, der ein recht souveräner Tänzer war, führte seine Braut, galant über die Tanzfläche. Nicht lange und weitere Paare gesellten sich zu ihnen und Maya wurde von ihrem Schwiegervater zum Tanz aufgefordert. „Du siehst wunderschön aus. Mein Sohn hat viel Glück.“, flüsterte Charles Diatour. „Danke.“ gab Maya zurück. Viel länger ging ihr Gespräch auch nicht, denn da sie die Braut war, wollte jeder einmal mit ihr tanzen.
„Na endlich hab ich es auch mal geschafft einen Tanz mit meiner Schwester zu ergattern.“, ächzte Harry nach einer halben Stunde.
„Immerhin hast du mal ne Pause machen können.“, seufzte Maya. „Ich tanz hier schon die ganze Zeit ohne Unterbrechung und ich glaube, mir stehen immer noch ein paar Tänze bevor. Mit Sirius hab ich auch noch nicht getanzt und ich hab so das seltsame Gefühl, dass du bald von einem der Weasleyzwillinge abgelöst wirst, aber von welchem kann ich dir beim besten Willen nicht sagen...Da kommt er schon.“
„Darf ich abklatschen.“, fragte Fred...oder George...oder Fred. Maya nickte und befand sich nun schon wieder in den Armen eines neuen Tanzpartners. Nachdem sie eine Minute schweigend getanzt hatten, fragte Maya: „Wenn ich nun schon mit dir tanze, könnte ich dann vielleicht erfahren, wer du überhaupt bist?“
Der Weasleyzwilling grinste und rief über die Tanzfläche zu seinem Bruder, der gerade mit Angelina tanzte: „Sag mal, George, wer bin ich gleich noch?“
George überlegte kurz gekünstelt und schrie dann zurück: „Da du mich eben George genannt hast, kann man davon ausgehen, dass du Fred bist, oder hast du dich etwa umtaufen lassen, als du tot warst?“
„Danke!“, erging der knappe Ruf von Fred an George zurück, dann grinste der auferstandene Weasley Maya an und meinte: „Da hast du’s. Du tanzt mit Fred Weasley höchstpersönlich, hat mein Bruder gesagt.“
Maya zuckte feixend mit den Schultern und flötete: „Na wer weiß, vielleicht tanze ich ja doch mit George.“
„Woher...?“, begann George erstaunt seine Frage. Weiter kam er aber nicht, denn schon wurde die Braut von Sirius zum Tanz aufgefordert. Während Maya den Tanzpartner wechselte, zwinkerte sie George zu und flüsterte: „War nur geraten...vielleicht.“
„Den hast du ja ganz schön durcheinander gebracht.“, griente Sirius amüsiert, während er die Tochter seines besten Freundes elegant über die Tanzfläche führte. Auch er konnte hervorragend tanzen und Maya genoss es sehr, denn schon einige waren ihr auf die Füße getreten, allen voran Ron, der sowieso nur Hermine zuliebe überhaupt auf der Tanzfläche war.
Nach einer Stunde verließ Maya vollkommen erschöpft das Parkett und ließ sich seitlich auf einen Stuhl plumpsen. Sam setzte sich hinter sie und begann ihre Schultern zu massieren. „Bist du geschafft, mein Liebling?“
Maya lehnte sich näher zu ihrem Mann, bis ihr Kopf an seiner Brust zum Liegen kam. Der legte die Arme locker um Nacken und Bauch seiner Frau und drückte sie zärtlich an sich. „Ich hab, glaub ich, noch nie so viel getanzt. Mir tut alles weh.“, seufzte die Rothaarige.
„Irgendwie wär jetzt ne Abkühlung schön, aber Molly meinte, ich müsse das Kleid bis Mitternacht anbehalten.“
„Was Molly nicht weiß, macht sie nicht heiß.“, flötete Sam. „Außerdem ist Molly nicht deine Mutter und ich als dein Mann finde, dass ein Bad mit mir im Pool dir sehr gut tun würde...Ich sag nur einer von den Frauen bescheid, damit sie dich dann wieder herrichten können. Den Zorn Mollys will ich nämlich auch nicht unbedingt auf mich laden.“
Maya nickte froh und ging schon einmal in Richtung Pool, wo sie leise Stimmen hörte immer wieder unterbrochen von Kussgeräuschen. Sie glaubte die Stimme ihres Bruders zu erkennen, entschloss sich aufs Ganze zu gehen und rief: „Habt ihr Badekleidung an?“
Eine kurze Stille war eingetreten, dann rief Ginny zurück: „Ja, Maya. Wieso?“
„Weil Sam und ich uns entschlossen haben ein Bad zu nehmen und ich eigentlich nicht vorhatte euch bei irgendwas zu stören.“, gab Maya zurück.
„Kommt ruhig rein, das Wasser ist wundervoll.“, rief Harry.
Maya und Sam, der gerade dazugekommen war, ließen sich das nicht zweimal sagen. Sie zogen sich aus, wobei Sam, als er die Reizunterwäsche seiner Frau sah, keuchen musste. Diese wurde aber kurzerhand in Badezeug verwandelt und so stieg das Brautpaar zu den zwei anderen ins Wasser.
„Das Wasser ist wirklich toll.“, es war nicht sehr tief, Maya ging es bis zum Hals und Sam, der einen Kopf größer war als sie, reichte es bis zur Brust.
Lange trieben die zwei Paare im Wasser umher, planschten und neckten sich, bis Lily kam und meinte, Molly würde schon auf der Suche nach dem Brautpaar sein, damit Maya den Strauß schmeißen konnte.
Also machten sich die Vier aus dem Wasser raus und trockneten sich mit einem Zauber. Lily half Maya wieder das Kleid anzuziehen und war froh, dass sowohl auf dem Make-up, als auch auf der Frisur ein Schutzzauber lag, denn sonst hätte sie noch einmal alles herrichten müssen. Sie schloss ihr nur das Kleid, setzte ihr das Diadem mit dem Schleier auf den Kopf und zupfte noch ein wenig an ihr herum, bevor sie ihr den Brautstrauß reichte. Er bestand aus orange und weißen Rosen. Und war recht einfach gehalten.
Maya ging auf die Tanzfläche und stellte sich mit dem Rücken zu allen unverheirateten Frauen, die sich hinter ihr aufgestellt hatten. Es waren nicht viele. Da standen zum einen Hermine und Ginny, zum anderen Alicia Spinnet, Katie Bell und Angelina Johnson, die sie aus Mangel an Frauen noch eingeladen hatten. Maya warf den Strauß in einem hohen Bogen und er fiel direkt in Ginnys Arme, die sofort hochrot wurde und etwas stammelte von wegen: „Irrtum"...und..."noch mal werfen.“
Doch die Hochzeitsgesellschaft ließ sich nicht erweichen. So wurde Ginny zur nächsten Braut deklariert und bekam auch prompt von Maya ihren Schleier aufgesetzt. Auch Harry musste sich so einiges anhören und wurde hochrot, wie er war, von den Männern auf mehrere Feuerwhisky eingeladen.
Alle feierten noch ausgelassen und kurz nach Mitternacht verdrückten sich Maya und Sam auf ihr Zimmer um ihre erste Nacht als verheiratetes Paar zu genießen.
Wunderschön war der Raum eingerichtet. In der Mitte stand ein großes Bett in Herzform, das ein wenig zu kitschig für Maya war, aber darüber blickte sie hinweg. Überall waren weiße und rote Blütenblätter verstreut worden und eine gekühlte Flasche Champagner erwartete sie. Als Sam das Eis im Sektkühler erblickte, fielen ihm ganz andere Sachen ein, als etwas damit zu kühlen.
Maya hatte sich schon das Kleid ausgezogen und stand nun wieder in ihrer Reizwäsche vor ihm, dieses Mal aber konnte er seine Frau richtig erkennen und er betrachtete sie begehrend von oben bis unten. Sein Blick kribbelte auf ihrer Haut und sie wollte ihn nur noch spüren. Einladend legte sie sich auf das große Bett. Maya wollte sich ihm heute völlig ausliefern und hingeben.
Sam nahm das Geschenk Mayas gerne an. Er ging zu ihr hin, nahm einen der Eiswürfel aus dem Kübel und ließ ihn ihr über den Körper wandern. Überrascht über die angenehme Kühle stöhnte die Rothaarige auf. Doch jedem Kuss von Eis folgte ein Kuss von purem Feuer, dass Sams Lippen in ihr zu entfachen vermochten.
Plötzlich fand der Zauberer seine Kleidung mehr als störend. Schnell zog er sich aus und entkleidete Maya dann vollends. Auf jedes Stück Haut, dass er freilegte, hauchte er kleine Küsse.
Fast verging die Löwin. Ihr Körper schien fern von allem zu sein, was nicht Empfinden war. Immer ungeduldiger drängte sie sich den Küssen Sams entgegen und flehte leise: „Bitte...Sam.“
Angestachelt von der Leidenschaft seiner Frau, kam er ihrer Bitte nach. Ganz langsam drang er in sie ein, während er sie mit glühender Zunge küsste. Er wollte jede Sekunde davon genießen.
Maya war nicht ganz so geduldig. Sie drängte ihr Becken näher zu ihm und schrie: „Du machst mich wahnsinnig. Ich kann nicht mehr!“
Nun gab es kein Halten mehr. Immer schneller wurde der Rhythmus des Paares und immer lauter wurde ihrer beider Stöhnen. Sie wussten Beide, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie über die Klippe springen würden. Schnell kam der Moment, wo es kein zurück mehr gab und alles in der Unbedeutendheit verschwand. Nur noch fühlen und verbrennen.
„Es war unglaublich.“, flüsterte Maya zu Sam, der neben ihr lag, sie im Arm hielt und gedankenverloren streichelte.
Sam lächelte: „Ja, das war es Mrs. Diatour.“
Mayas Magen kribbelte, als er sie so ansprach und ein Lächeln stahl sich auch auf ihre Lippen, doch schneller als sie dachte, zog es ihr die Augen zu und sie war eingeschlafen.
Sam, der das bemerkt hatte, drehte noch schnell das Licht aus und kuschelte sich neben seine Frau in die Decken. Dann schliefen sie Beide das erste Mal als Ehepaar nebeneinander ein.
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