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Fanfiction

Ein unglaubliches Geheimnis - Neuer Stundenplan

von GinnyNic

Die nächsten Wochen verliefen ruhig und rasend schnell ging der Januar in den Februar über. Das Valentinstagswochenende stand kurz bevor und die nächste Untersuchung Mayas sollte über einiges Aufschluss bringen, denn durch einen Zauber konnte man jetzt feststellen, welches Geschlecht die Kinder haben würden. Inzwischen war die junge Hexe im 4. Monat Schwanger und sich mehr als bewusst, dass alle nur noch auf ihren Bauch starrten, der, wie sie zugeben musste, allerdings schon gigantische Ausmaße angenommen hatte. Vor allem in der letzten Woche war er unglaublich gewachsen. Vor zwei Wochen hatte sie sich neue Schuluniformen gekauft. Welche, die sich im laufe der Schwangerschaft immer ihrem Körper anpassen würden. Ansonsten hätte sie jetzt schon wieder neue Sachen gebraucht.
Nun saß die Gryffindor gerade im Unterricht ihres Mannes und versuchte nicht an die Babys zu denken, die sich gerade in ihr entwickelten, sondern gab sich Mühe aufzupassen. Was ihr allerdings schlecht gelang. Immer wieder schweifte ihr Blick in die Ferne, während sie mit der Hand über die Kugel fuhr, die von ihrer Bluse knapp umschlossen wurde.
„Maya...Maya.“, die Rothaarige entglitt ihrer Trance und blickte auf den Platz neben sich. Ihre Freundin hatte ihr Buch aufgeschlagen und Pergament, sowie Federkiel lagen schon bereit. Anscheinend hatten sie eine Aufgabe bekommen.
„Was sollen wir tun?“, fragte Maya verblüfft, dass sie doch so wenig mitbekommen hatte.
Ginny atmete scharf aus: „Wir sollen den Text auf Seite 191 ausarbeiten und ihn als Hausaufgabe später fertig stellen. Wo warst du mit deinen Gedanken schon wieder?“
„Ach, beim Wochenende. Sam und ich wollen nach dem Ultraschall, den wir diesmal auf Freitag gelegt haben, nach Amerika fahren und unseren Eltern mitteilen, was wir bekommen. Am Samstag und Sonntag wollen wir dann zwei romantische Wellnesstage in einem wundervollen Hotel in New York verbringen. Ich hoffe ja auf eine Shoppingtour im Big Apple.“, schwärmte Maya.
„Big Apple?“, fragte Ginny verdutzt.
„So nennen die amerikanischen Muggel ihre Stadt.“, erklärte die Hexe schlicht, bemerkte dann den Schatten, der sich vor ihre Augen geschoben hat und blickte zu ihrem Mann auf.
„Erst träumst du und dann schwatzt du. Ich würde gerne mit dir nach dem Unterricht sprechen.“, meinte Sam ernst.
Nach der Stunde hatten sowohl sie, als auch Sam eine Stunde frei. Also hatte er genug Zeit sie zurechtzustutzen. Maya ging mit einem schlechten Gewissen zu ihrem Mann. Sie wusste, dass es nicht fair ihm gegenüber war nicht aufzupassen.
„Komm am Besten mit in mein Büro. Das könnte etwas länger dauern.“, schlug Sam vor und ging schon voraus. Maya trottete ihm hinterher und ließ sich mit gesenktem Kopf auf das Sofa im Büro ihres Mannes fallen.
„Bitte sieh mich an. Du bist nicht irgendeine Schülerin und erst recht kein Kind mehr, sondern meine Frau.“, forderte Sam Maya auf.
Diese hob den Kopf und wartete darauf, dass Sam wieder sprach.
„Willst du noch deinen Schulabschluss machen, Maya?“, fragte der Zauberer sie.
„Ob ich meinen Schulabschluss noch machen WILL?!!“, fuhr die Hexe hoch. „KANN ich ihn noch machen?! Ich hab mir nichts gedacht, als Fleur mir am Anfang des Jahres gesagt hat, dass ich in Verwandlung den Abschluss nicht machen könne, wegen der Gefahr. Kurz darauf kam Flitwick zu mir und meinte, dass es Risiken in Zauberkunst gäbe, die es mir auch in diesem Fach nicht ermöglichen würden die praktischen Prüfungen zu machen! PmG?! Geht nicht, die zu behandelnden Tiere könnten eine Gefahr für mich darstellen, ich sollte mich besser auf meine anderen Fächer konzentrieren. Meine anderen Fächer – in Kräuterkunde gibt es leider zu gefährliche Pflanzen und in Zaubertränke könnten gefährliche Dämpfe austreten!! Ich weiß auch, ohne dass du es mir sagen musst, dass aus einer praktischen Prüfung in VgddK nichts wird. Das einzige Fach, in dem ich meine Prüfung vollständig machen kann ist Arithmantik und das ist rein theoretisch!!! Ich hasse das Wort Gefahr und gefährlich!! Ich will wieder Zaubern dürfen. Manche schauen mich schon komisch an, wenn ich einen einfachen Schwebezauber ausführe und wollen mir das noch abnehmen! Ich bin doch kein verdammtes, rohes Ei!“ Maya war wieder auf das Sofa zurückgesackt und ließ nun ihren Tränen freien Lauf.
„Oh, es tut mir Leid mein Liebling. Warum hast du mir nicht eher was gesagt?“, Sam setzte sich neben seine Frau auf die Couch und nahm sie in den Arm, während er ihr sanft ins Ohr flüsterte.
„Weil es bisher kein Problem war. Du hast mich noch normal behandelt. DU, von allen, warst mir am Wichtigsten. Es war mir doch eigentlich egal, was die anderen gesagt haben. Dann wiederhole ich im Sommer eben die Prüfungen. Ich kann das sicher schnell nachholen.“, seufzte Maya.
„Aber was hat sich denn jetzt geändert?“, wollte Sam ratlos wissen.
„Du wolltest heute Nacht nicht mit mir schlafen, weil du Angst hattest, dass es den Babys schaden könnte. Du sagtest, dass wir jetzt nicht mehr miteinander schlafen sollten. Du fängst auch an mich anders zu behandeln. Oder stört dich der Bauch?!“; japste Maya auf einmal panisch, als hätte sie etwas gravierendes übersehen.
„DU FINDEST MICH FETT!!!“, schrie die Rothaarige aufgebracht und fuhr wieder in die Höhe, was nicht den gewünschten Effekt erzielte, da ihr schwindlig wurde und sie wieder zurück auf die Couch fiel.
„Hör bitte auf, dich so aufzuregen.“, bat Sam flehend. „Nein, ich finde dich keineswegs fett. Ich habe mich die ganze Zeit darauf gefreut, dich mit Babybauch zu sehen und ich finde du siehst fantastisch aus.“
„Echt?“, fragte Maya nach.
„Natürlich.“, versicherte Sam seiner Frau und nahm sie dann in den Arm. „Wie kommt es, dass das nicht schon gestern Nacht aus dir heraus gebrochen ist und erst jetzt.“
„Du hast mich abgelenkt. Wir haben übers Wochenende gesprochen. Daran musste ich vorhin in deinem Unterricht die ganze Zeit denken. Ich freu mich schon auf die Untersuchung und auf unsere Eltern.“, sagte Maya.
„Ich mich auch.“, meinte Sam und grinste dann verschmitzt. „Wir haben jetzt noch etwas Zeit und du hast Recht. Ich sollte dich nicht wie ein rohes Ei behandeln. Hast du Lust das nachzuholen, was ich dir gestern Nacht verweigert habe?“
„Nichts lieber als das.“, stimmte Maya in Sams Stimmung mit ein und fing an ihren Mann leidenschaftlich zu Küssen. Kurzerhand ließ Sam, als er sich kurz von seiner Frau losgemacht hatte, seinen Zauberstab schwingen und verwandelte die Couch in ein gemütliches Bett.
„Sam, das wäre echt nicht nötig gewesen. Wir haben sowieso nicht soviel Zeit.“, kicherte Maya.
„Na dann...“, raunte Sam und mit einem weiteren Schwung seines Zauberstabes waren ihre Klamotten verschwunden.
„Besser! Jetzt leg das Ding weg und komm endlich her.“, forderte Maya ihren Mann auf, der nur zu gerne gehorchte. Sam wollte seine Frau gerade auf den Rücken legen, als diese innehielt. „Da sieht man mal, wie lange wir keinen Sex mehr hatten. So was geht schon seit Mitte Januar nicht mehr. Du würdest unsere Kinder zerquetschen. Du unten – ich oben.“, bestimmte Maya und stieß ihren Mann auf die Matratze.
Sam stöhnte auf, als seine Frau sich schnell auf ihm niederließ und an seinem Ohr flüsterte: „Ich hab doch gesagt, wir sollten keine Zeit verschwenden.“, bevor sie ihm einen langen, leidenschaftlichen Kuss auf den Mund drückte. So fordernd hatte sie ihn noch nie geküsst. Er liebte diese wilde Maya sehr und befürchtete, dass er zu früh kommen würde, wenn sie ihn weiterhin so ritt. Er half seiner Frau ein bisschen nach, indem er an ihrer Perle rieb, was Maya sofort zum Höhepunkt beförderte, ihn mit sich reißend.
„Das hat mir gefehlt.“, säuselte Maya in Sams Halsbeuge, dann schlief sie alles um sich herum vergessend ein.

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„Hab dir was zum Mittagessen mitgebracht. Du hast in einer dreiviertel Stunde Pflege magischer Geschöpfe.“, flüsterte eine sanfte Stimme, die wohl versuchte sie aus dem Schlaf zu reißen.
Blinzelnd öffnete die Rothaarige ihre grünen Augen und blickte sich um. „Was ist für ein Tag?“
„Liebling, was ist denn mit dir geschehen? Heute ist immer noch Mittwoch. Wir hatten zusammen eine Stunde frei und du hast das Mittagessen fast verschlafen.“, klärte sie ihr Mann auf.
„Oh...ich bin einfach weggenickt. Ich war echt geschafft.“, nuschelte Maya immer noch ein wenig müde.
Sam grinste sie anzüglich an: „Na ja, du warst auch unheimlich wild.“
Maya erwiderte das Grinsen, dann schlüpfte sie aus dem Bett und zog sich an um etwas zum Mittag zu essen.
Sie hatte das Essen kaum angerührt, als es an der Tür klopfte. Sam schwang schnell den Zauberstab um das Bett wieder in die Couch zurückzuverwandeln, dann öffnete er die Tür.
„Oh Minerva. Sie hätte ich nicht hier erwartet. Ist etwas passiert?“, staunte Sam.
„Nein, nein, ich hatte gehofft Ihre Frau hier zu finden, da sie nicht beim Mittag war.“, meinte die Schulleiterin.
„Das hätten Sie mir doch auch beim Mittagessen mitteilen können. Kommen Sie rein.“
„Was gibt es denn?“, fragte Maya ein wenig angespannt.
„Nun, es geht um die Probleme, die sich Ihrer Abschlussprüfung in den Weg stellen. Ich habe Ihnen einen neuen Stundenplan zusammengestellt, mit dem es Ihnen leichter fallen sollte die letzten Jahre noch einmal sowohl theoretisch als auch praktisch zu repetieren, damit Sie so gut es geht auf die Prüfungen vorbereitet sind und es Ihnen keine Probleme bereitet nach der Geburt die restliche Praxis aufzuholen. Ich persönlich werde mich als ihr Tutor zur Verfügung stellen. Sollten Sie Probleme oder Fragen haben, dann können Sie zu mir kommen, ansonsten dürfte das Selbststudium Ihnen nicht schwer fallen. Haben Sie dazu noch fragen?“
Maya saß mit offenem Mund da und blickte ihre Direktorin an. War das um die Erpressung wieder gut zu machen? Wenn ja, dann gelang das äußerst gut. Als die junge Hexe sich gefasst hatte, fragte sie: „Was ist mit den Fächern in denen ich Dinge brauche? Zaubertränke oder so.“
Minerva erklärte: „Zaubertränke bildet eine Ausnahme. Das dürfen Sie nur unter meiner Aufsicht machen. Ich hab es auch in Ihrem Stundenplan vermerkt. Denn sollte etwas schief gehen und giftige Dämpfe entweichen, kann ich Ihnen gleich helfen.“
„Aber ich darf es machen?“, japste Maya freudig.
Die Schulleiterin nickte: „Ja, Sie dürfen jede Praxis machen. Sollten aber immer vorsichtig sein und in Kräuterkunde müssten Sie noch mit Prof. Sprout sprechen. Sie wird Ihnen sagen welche Pflanzen Sie meiden sollten. Für einen Übungsbereich für das Fach VgddK sollten Sie ihren Bruder fragen. Der kann Ihnen da sicher weiterhelfen...Der Plan gilt übrigens ab nächster Woche. Sie können sich bis dahin mit ihrem Plan vertraut machen und sollten Sie noch weitere fragen haben, sie an mich richten.“
Maya nickte nur, immer noch völlig baff, während McGonagall den Raum verließ.
„Wow, was ist denn in die gefahren?“, fragte Sam.
„Keine Ahnung.“, antwortete Maya mit einem Schulter zucken. „Keine Ahnung.“
„Jetzt ist die Mittagspause vorbei.“, stellte Samuel fest.
„Echt doof, jetzt konnte ich gar nichts essen.“, murrte Maya und ihr Bauch knurrte zustimmend.
„Hier.“, ihr Mann reichte ihr eine Tüte mit Nüssen. „Das kannst du unterwegs essen. Das sind Muggelsüßigkeiten.“
„Mhh...die kenn ich. Das sind Walnüsse, die hab ich am liebsten.“, schmatzte Maya und gab ihrem Mann noch einen kurzen Kuss auf den Mund, bevor sie zum Unterricht ging.

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„Mensch, wo warst du denn die ganze Zeit?“, fragte Ginny ihre Freundin, als diese kurz vor Unterrichtsbeginn bei Hagrids Hütte auftauchte.
„Ich war bei Sam.“, meinte Maya als wäre das eigentlich klar und steckte sich eine Nuss in den Mund.
„Gab es noch großen Ärger?“, fragte Ginny wohl wissend, dass sie zwar für das Träumen nicht verantwortlich war, dafür aber umso mehr für das Schwatzen.
„Nein, Sam hat sich Sorgen um mich gemacht. Er dachte, ich hätte meinen Schulabschluss inzwischen aufgegeben oder so.“, erklärte Maya ihrer Freundin.
„Und darüber habt ihr die ganze Zeit gesprochen?“, fragte Ginny skeptisch.
„Nein, es war schon ein wenig komplizierter. Aber sag mal, hast du kein eigenes Sexleben, dass du mich immer über meins ausfragen musst?“, platzte Maya heraus.
Ginny schaute geknickt drein und schüttelte den Kopf: „Nein, momentan hab ich keins. Ich weiß nicht so richtig. Seit unserem ersten Mal ist nichts mehr passiert. Noch nicht einmal auf Teneriffa! Und in letzter Zeit ist Harry noch distanzierter als sonst. Ich weiß nicht mal mehr, wann wir uns das letzte Mal geküsst haben. Hat Harry irgendetwas zu dir gesagt?“
„Ach Ginny, mein Bruder redet doch nicht mit mir über sein Sexleben. Aber wenn du willst, dann spreche ich ihn mal darauf an.“, schlug Maya vor.
„Das wäre echt nett.“, seufzte Ginny auf und entschied sich dann lieber dem Unterricht zu folgen.
Maya hatte sich den ganzen restlichen Tag überlegt, was sie ihrem Bruder sagen könnte. Ein bisschen peinlich war es ihr ja schon, mit ihm über sein nicht vorhandenes Sexleben zu reden. Aber allen Mut zusammenraffend, ging die Gryffindor auf den Sessel zu, in dem Harry saß und tippte ihn an. Der blickte überrascht auf und fragte: „Alles O.K? Du schaust so seltsam.“
Die Hexe schüttelte den Kopf um die Nervosität zu vertreiben und fragte: „Könnten wir vielleicht eine Runde gehen?“
Harry nickte und erhob sich vom Sessel seiner Schwester folgend, während er sich fragte, was es denn so wichtiges zu bereden gab. Hoffentlich war alles in Ordnung mit ihr und den Babys.
Maya führte Harry in den Raum der Wünsche, den sie heute zum ersten Mal betrat. Er war gemütlich eingerichtet und wie Maya überraschend auffiel – exakt, wie das Wohnzimmer ihres neuen Hauses. Im Kamin brannte ein Feuer und Maya bat ihren Bruder sich auf das Sofa zu setzten. Sie nahm den Sessel.
Die Gryffindor räusperte sich einen Moment, dann begann sie zu fragen: „Was ist mit dir und Ginny los?“
Harry hob eine Augenbraue und wollte wissen: „Hat Ginny irgendetwas gesagt?“
Maya schüttelte den Kopf und ging nicht darauf ein: „Ich wollte von dir wissen, ob du irgendetwas in eurer Beziehung vermisst.“
Der Zauberer sprang auf und lief im Raum hin und her, immer wieder fuhr er sich mit der rechten Hand übers Gesicht, dass er gesenkt hielt.
Maya wurde dadurch bewusst, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Sie ging auf Harry zu und hielt ihn an beiden Armen fest, damit ihr Bruder nicht mehr hin und her laufen konnte, dann hob sie sein Kinn, damit er ihr in die Augen blicken musste und fragte leise: „Was ist los? Ist etwas passiert?“
Als Harry in die aufrichtigen Augen seiner Schwester blickte den seinen so ähnlich, wusste er, dass sie ihm helfen konnte, dieses Gefühlschaos zu lüften und dass sie nicht ausrasten würde, wie wahrscheinlich der Rest seiner Freunde, also atmete er einmal tief durch und meinte dann verzweifelt: „O.K. Ich bin soo durcheinander, Maya.“ Während er das sagte, ließ er sich auf das Sofa fallen und warf seinen Kopf in den Nacken. Die Rothaarige entschloss sich, ihren Bruder einfach alles von der Seele reden zu lassen und nahm neben ihm auf dem Sofa Platz. Eine Weile noch verharrte Harry in seinen Gedanken, dann erzählte er: „Meine Gefühle für Ginny haben sich geändert. Ich fühle für sie mehr so, wie ich für dich fühle, also als wäre sie meine kleine Schwester.“
Da Harry nicht mehr weiter sprach, fragte Maya: „ Seit wann fühlst du so?“
Der Schwarzhaarige schluckt schwer: „Ich habe jemand anderen geküsst.“
„Merlin...Harry!!“, stöhnte Maya auf. Das hätte sie jetzt nicht erwartet. „Wen? Und hast du Gefühle für sie?!“
„Ähm...also weißt du.“, stotterte Harry und wurde tiefrot. „Es ist soooo...ich glaub, ich bin schwul.“, flüsterte der Gryffindor so leise das Maya in unmöglich hatte verstehen können.
„Harry, ich hab keine Ahnung, was du gerade gesagt hast. Aber du solltest wissen, dass du mir alles anvertrauen kannst. Ich weiß, ich bin mit Ginny befreundet, aber du bist mein Bruder, wenn es hart auf hart kommt, werde ich auf deiner Seite sein.“, während Maya dies sagte, war sie auf dem Sofa näher gerückt und schlang einen Arm um den Älteren. Dieser seufzte und wiederholte seine Worte: „Ich denke, ich bin schwul. Als dieser Mann mich geküsst hat, das war so unglaublich schön. Später musste ich an die Küsse zwischen Ginny und mir denken und die Nacht, die wir miteinander verbracht haben und es war nicht zu vergleichen. Mit Ginny fühlte sich alles so falsch an, als würde etwas fehlen. Das hab ich aber erst in dieser Situation bemerkt. Was soll ich jetzt nur tun?“, fragte Harry kläglich.
Maya war kurz verblüfft. Das Geständnis hatte sie jetzt gar nicht erwartet. Aber für sie war die Situation klar, deshalb meinte sie zu Harry: „Es gibt nur eins, was du jetzt tun kannst, du musst mit Ginny Schluss machen. Es ist einfach nicht fair ihr gegenüber, wenn du sie weiter hinhältst. Außerdem seid ihr beide unglücklich.“ Harry war erstaunt, wie gut es seine Schwester aufgenommen hat, dass er schwul ist. „Du hast natürlich Recht, aber ich hab so was noch nie gemacht. Es wird sie unglaublich verletzen.“
Maya strich Harry über die zerzausten Haare und meinte: „Es wird leider nicht besser, wenn du noch länger wartest. Wenn du jetzt mit offenen Karten spielst, kannst du vielleicht noch eure Freundschaft retten. Für deine Gefühle kannst du ja immerhin nichts. Wer ist denn eigentlich der Glückliche, in den du dich verguckt hast?“
Harrys Wangen färbten sich rot bei der Frage. Er biss sich auf die Unterlippe und überlegte, ob er es Maya verraten sollte und da er befand, dass sie sowieso schon alles andere wusste, konnte er ihr das auch noch anvertrauen: „Es ist Draco.“
Maya hörte, dass die Stimme ihres Bruders einen anderen Ton angenommen hatte, ein wenig verträumt und merkte, dass er bereits Hals über Kopf verliebt war, dann klickte es und ein Bild formte sich in ihrem Geist: „Du meinst aber nicht Draco Malfoy? Den Jungen aus Slytherin? Oder?“
Harry grinste: „Doch, genau den. Ich hab gehört, ihr vertragt euch?“
Maya schüttelte ungläubig den Kopf. Das hatte sie noch weniger erwartet, als zu erfahren, dass ihr Bruder auf Jungs stets. „Du hättest es schlimmer treffen können. Wenn Draco erstmal seine Maske fallen lässt, ist er wirklich freundlich. Ich mag ihn irgendwie. Er hat sich sogar um mein Wohlergehen gesorgt, weil ich draußen in der Kälte saß.“
Der Gryffindor lächelte erleichtert. Wenn seine Schwester ihn unterstützte, dann würde er das alles schaffen. Er wusste aber, dass er auf seine Freunde wahrscheinlich in nächster Zeit erstmal nicht mehr zählen konnte. Die werden sicher böse sein, weil er Ginny das Herz brach. Ihm wurde richtig schlecht bei dem Gedanken, aber er würde nicht länger warten und gleich mit Ginny reden.
Maya betrachtete abwartend das Minenspiel ihres Bruders. Erst sah er erleichtert aus, dann leicht grünlich und zuletzt wirkte er entschlossen. Die Rothaarige wusste sofort, dass er nicht lange warten würde, um es Ginny zu sagen und meinte deshalb: „ Sollen wir das hier erstmal auflösen, damit du mit Ginny reden kannst? Soll ich sie herschicken?“
Harry nickte: „Das ist eine gute Idee. Danke, dass du so eine gute Schwester bist. Ich liebe dich.“
Maya strahlte: „Ich liebe dich auch. Du schaffst das und egal was passiert, ich bin auf deiner Seite.“ Die Rothaarige stand mit ihrem Bruder auf und drückte diesen noch einmal ganz fest, was diesen auf einen Gedanken brachte: „ Aber jetzt, wo ich hier so stehe, und deinen Bauch spüre, frage ich mich. Kann ich am Freitag mit zur Untersuchung gehen? Ginny hat gesagt, ihr erfahrt da das Geschlecht der Zwillinge. Da würde ich gerne dabei sein.“
Mayas Gesicht leuchtete auf und ihre Augen begann zu strahlen. Sie jubelte: „Du willst wirklich mitkommen?“
„Na klar! Ich will auch gerne wissen, was die Zwerge werden und würde sie gerne mal sehen.“
„Das wäre so toll.“, schluchzte Maya heftig an Harrys Schulter, während sie ihn fest drückte.
„Was ist denn los?“, Harry verstand den Gefühlsausbruch seiner Schwester gerade nicht.
„Ach, ich weiß auch nicht. Ich find es einfach nur so schön, dass ihr Onkel mitkommt, weil er sich für die Zwerge interessiert.“, schniefte Maya leise, dann löste sie sich von ihrem Bruder und strahlte ihn wieder an. „Mir ist da auch noch was eingefallen. Ich hab dir doch beim Abendessen von meinem neuen Stundenplan erzählt. Als ich McGonagall gefragt habe, wie ich alleine VgddK üben könnte, da meinte sie, ich solle dich fragen.“
Harry lachte laut auf: „Das war ja klar. Wir befinden uns in eben jenem Raum, der dir das ermöglichen kann.“
Während Harry das sprach, verwandelte der Raum der Wünsche sich in ein Duellierzimmer mit allen Utensilien, die man für praktischen Selbstunterricht in VgddK brauchen könnte.
„Wow.“, brach es aus Maya heraus. „Das ist ja gigantisch.“
„Ja, hier hat schon die DA trainiert um sich gegen Voldemort zu wappnen. Das weckt Erinnerungen.“
Während Harry noch einmal in Gedanken die Vergangenheit aufleben ließ, streifte Maya durch den Raum und betrachtete alles genau. Am meisten begeisterte sie die Kämpferattrappe, gegen die sie Zauber richten konnte. Auch die Unmenge an Büchern brachte sie zum staunen. „Da werde ich perfekt üben können und weil ich hier alleine bin, kann mich niemand nerven, indem er mir sagt, ich solle mich schonen.“, schnalzte die Gryffindor.
Harry lachte auf die Aussage seiner Schwester hin und prustete: „Erst dumme Gerüchte verbreiten und dann die größte Sorge um dein Wohlergehen zeigen.“
„Eben.“, konstatierte Maya Augen rollend.
Harry fiel plötzlich ein, dass sie sich vertrödelt haben und raunte zu Maya: „Du solltest jetzt vielleicht Ginny holen, sonst bin ich morgen noch hier.“ Mit diesen Worten verschwand der Rotschopf und ging in Richtung Gemeinschaftsraum davon.


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