
von Margun Black
Mrs Black and White
She's never seen a shade of grey
Always something on her mind
Every single day
But now she's lost her way
And where does she go from here
Geschockt starrte Margun Snape an. Zweite Prophezeiung? Das hieß es musste einer erste Prophezeiung geben. Harry schien mindestens genauso entsetzt.
Die Black blickte zu Remus der sich müde über die Augen fuhr. "Severus, wären sie so freundlich?" ,fragte er den Schwarzhaarigen der nickte.
"Potter, Black mitkommen!" Überrascht, über diese "nette" Aufforderung sah Margun Lupin fragend an, welcher nur bestätigend nickte. Unter den Blicken der Anderen stand sie auf und ging mit Harry aus dem Raum. Professor Snape schloss die Tür hinter sich und meinte knapp "Mitkommen".
Zügig ging er in die Eingangshalle. "Verzeigung Sir, wo gehen wir hin?" ,fragte die letzte Black. Was sollte sie auch sonst tun? Harry sah so aus als ob er am liebsten auf Snape losgegangen wäre. "Obwohl sie das nicht zu interessieren hat: Zu Professor Dumbledores Büro in Hogwarts, Miss Black" ,antwortete der Angesprochene in scharfem Ton. Margun hatte das Gefühl als hätte sie jemand ins Gesicht geschlagen. Was hatte er gegen sie? Hatte sie etwas falsches gesagt? Wohl kaum sie hatte nur gefragt wo sie hingingen. "Und wie-" ,begann sie doch sie wurde unterbrochen. "Wir apparieren." ,sagte Snape abermals in einem Ton der einem Fleischermesser Konkurrenz machte. Er blieb vor den Jugendlichen stehen. Beide wussten wie man Seit-an-Seit apparierte. Doch weder Margun, noch Harry hatten große Lust sich neben den Professor zu stellen. Dieser taxierte sie mit tödlichen Blicken. "Wollen sie hier Wurzeln schlagen? Oder warten sie darauf das ihre Daddys kommen um sie abzuholen" ,meinte er ironisch. Ein weiterer Schlag ins Gesicht nur viel viel härter. Snape wusste genau das er damit eine unsichtbare Grenze überschritten hatte. Harry zog scharf die Luft ein und seine Augen verengten sich zu Schlitzen. "Sie arrogan-" ,zischte er doch Margun unterbrach ihn stumm indem sie sich an die Seite des Professors stellte. Harry sah sie verblüfft an folgte aber dennoch ihrer stummen Aufforderung. Margun wollte einfach nur apparieren, damit sie Snape so schnell wie möglich loslassen konnte. In diesem Moment empfand sie nichts. Sie war wie betäubt, weil Snape es auf den Punkt getroffen hatte: In ihrem Inneren hoffte sie immer noch darauf das ihr Vater kommen würde und sie ihn in ihre Arme schließen konnte. Für diese kindische Hoffnung hätte sie sich schlagen können.
Ihr Vater war tot. Nichts, wirklich nichts konnte ihn wieder zurückbringen.
Sie bemerkte kaum das sie längst in Hogsmeade waren und über das feuchte Gras der Ländereien Hogwarts liefen, erst als sie das Schulleiterbüro betrat erwachte sie aus ihrer Trance. Alles sah so aus wie an dem Tag als sie erfahren hatte, dass sie eine Black war.
Die Tür fiel ins Schloss und Snape war verschwunden. Vor dem Schreibtisch standen zwei Stühle auf denen sie und Harry Platznahmen. Harry schien immer noch wütend. Oder schon wieder? Seine rechte Hand hatte er zur Faust geballt, seine Knöchel traten in einem ungesunden weiß hervor. "Warum bist du wütend?", fragte Margun ihn leise. Der Gryffindor sah auf. "Warum? Du hast doch gehört was er gesagt hat! Warum bist du nicht wütend?" ,knurrte er. Die junge Black zuckte die Schultern "Er hat doch recht. Ich meine, das tun wir doch irgendwie oder nicht?" ,antwortete sie traurig.
Mit den Fingern ihrer rechten Hand fuhr sie sich durchs Haar. Das machte ihn anscheinend sprachlos.
"Wie ich sehe, seit ihr schon hier." ,hörte sie eine Stimme hinter ihnen. Professor Dumbledore kam auf sie zu und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. Margun glaubte eine Spur von Neugier hinter der Halbmondbrille zu erkennen. "Ihr kennt euch also schon?" ,fragte er. Margun nickte. Seltsamerweise hatte sie das Gefühl, dass Dumbledore eine beruhigende Ausstrahlung hatte. "Professor, Snape meinte-" ,begann Harry. "Professor Snape" ,korrigierte Dumbledore ihn lächelnd. Die junge Black vermutete das er das nicht zum ersten Mal tat. "Professors Snape" ,setze Harry fort, "Meinte es gäbe eine zweite Prophezeiung. Stimmt das?" Albus Dumbledore nickte. Margun zog die Stirn in Falten. "Aber, Entschuldigung wenn ich etwas falsch verstanden habe, wenn es eine zweite gibt ist doch auch eine erste vorhanden oder?" ,meinte sie zögerlich. Abermals nickte Dumbledore. Ihr fiel auf das Harry sie nun musterte. Hatte sie etwas verpasst? Etwas offensichtliches nicht gesehen? Als keiner Anstalten machte es ihr zu erklären fragte sie schließlich: "Ich hoffe ich erfahre das nachher noch?" Dumbledore legte die Fingerspitzen seiner Hände aneinander. "Das" ,begann er, "Liegt allein bei Harry. Ich denke ihr solltet jetzt gehen. Molly macht sich bestimmt Sorgen." Harry sah ebenso verblüfft aus wie Margun. "Professor? Was ist den mit der zweiten Prophezeiung? Haben sie uns nicht deshalb hier her geholt?" ,fragte er perplex. "Auch. Aber eigentlich wollte ich dir mitteilen, sofern Professor Snape das nicht getan hat, dass du nach Schulbeginn wieder Okklumentikunterricht bei ihm haben wirst. Margun auch."
Der junge Potter sah aus als wäre er am liebsten auf Dumbledore, der immer noch lächelte, losgegangen. Ein netter Abend.
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6 Tage später
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Hermine ging auf und ab in Marguns Zimmer. Seit einer Stunde. Ron saß mit dem Rücken an das Bett der Black gelehnt und folgte Hermines Schritten mit den Augen. Harry saß auf dem Bett und beobachtete Margun, die sich gerade die Zähne putzte. "Also was wissen wir jetzt?" ,fragte Hermine zum 6 mal. "Nichts" ,kam es einstimmig und teilweise genervt. "Mine" ,begann Ron, "Wie wär´s wenn du dich erstmal hinsetzt?" Margun spuckte ihre Zahnpasta aus. Seit sie bei Dumbledore gewesen war, versammelten sie (das hieß Margun, Harry, Ron und Hermine) sich jeden Abend nach dem Essen in ihrem Zimmer. Vor zwei Tagen hatten sie pausenlos gelacht, als Ron sich an einem Schokofrosch verschluckt und eine halbe Stunde lang gequakt hatte. Die junge Black nickte.
"Dieses Rumgelaufe bringt uns auch nicht weiter. Selbst wenn wir eine Frage geklärt haben tauchen 50 neue auf. "Sie ließ sich auf ihr Bett fallen woraufhin dieses leicht federte. Ihre frisch geföhnten Haare dufteten nach Erdbeeren, wie immer wenn sie wieder ihr Lieblingsshampoo benutzte. "Ihr habt ja Recht" ,lenkte Hermine ein. "Ich glaub ich geh ins Bett"Sie ging aus dem Zimmer und wünschte allen eine Gute Nacht. Auch Ron erhob sich "Ich geh dann auch mal" ,sagte er.
Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel lies Harry sich zurück sinken, sodass sein Gesicht direkt neben Marguns lag. Sie hatte die Augen geschlossen und versuchte nicht an den Schlüssel der gegen Ihr Schlüsselbein drückte zudenken. Den immer wenn sie sich dessen bewusst wurde was dieser Schlüssel offenbaren würde wurde ihr kalt und heiß zugleich. "Margun?" ,hörte sie Harry leise fragen. Sie spürte seinen Atem auf ihrer Haut und unweigerlich bekam sie eine Gänsehaut. "Ja?" ,antwortete sie und schlug die Augen auf. Fasziniert sah sie in seine funkelnden grünen Augen. "Er-erzählst du mir wie du aufgewachsen bist?" ,fragte er. Margun blieb einen Moment stumm. Sie hatte noch nie jemand erzählt wie ihre Kindheit verlaufen war, es hatte sich auch nie jemand dafür interessiert.
"Also du musst nicht, wenn du nicht willst", fügte er leise hinzu. Margun richtete sich auf und lehnte sich an ihr Bettende.
"Doch gern. Es ist nur ,bisher hat das niemanden interessiert. Es ist eigentlich ziemlich langweilig in einem Waisenhaus aufzuwachsen, weißt du?
Nichts besonderes: Hier und da mal ne Schlägerei, verschwundene Sachen, die kleineren wurden früher sogar geschlagen wenn sie etwas angestellt haben.
Ein Waisenhaus eben. Da glaubt keiner an dich, du bist allein, weil alle dich schon längst aufgegeben haben. Wer mit 12 noch keine Familie gefunden hat bleibt bis zur Volljährigkeit dort drin. Die meisten werden danach kriminell und landen direkt im Knast. Einpaar finden auch ihr Glück und Arbeit. Aber das ist rein rechnerisch unmöglich. Im Waisenhaus wird man schnell erwachsen, du bist für die Leute dort nur einer von vielen. Eine Last. Es ist als wärst du nicht da." ,meinte sie.
Einen Moment herrschte Stille. "So schlimm?" ,fragte Harry sichtlich betroffen. "Schlimmer" ,antwortete Margun traurig lächelnd.
Harry setzte sich auf, sodass sie nebeneinander saßen. "Tja das Leben ist nicht fair" ,sagte er traurig. Margun lächelte.
"Ja, aber es gibt Momente die es erträglicher machen." ,antwortete sie.Ein warmes Kribbeln erfüllte ihre Magengrube als er seinen Mund auch zu einem Lächeln verzog. Sein Lächeln machte sie sprachlos. Die Grübchen in seinen Wangen machten das Bild perfekt. Am liebsten hätte sie seine Wange berührt, doch sie tat es nicht. Sie fürchtete er könnte verblassen. Das alles nur ein Traum war. Keiner der Beiden hatte bemerkt das nur noch wenige Zentimeter ihre Gesichter voneinander trennten. Margun legte den Kopf schief und schloss die Augen. Sie spürte seinen Atem auf ihrer Haut und erneut bekam sie eine Gänsehaut, die es unmöglich machte einen klaren Gedanken zu fassen. Plötzlich vernahmen sie ein dumpfes Klopfen am Fenster was beide zurück schrecken ließ. Völlig perplex sprang Margun auf und rannte fast zum Fenster vor dem eine Eule saß. Sie war dunkelbraun. "Äh Ich geh dann mal besser ins Bett", kam es stotternd von Harry.
Er war aufgestanden und stand schon an der Tür. Margun drehte sich um und nickte. "O-okay...Gute Nacht" ,meinte sie.
'Was war denn das? Sie schluckte und nahm der Eule den Brief vom Bein, die gleich wieder in der Dunkelheit verschwand. Schon lange war Margun keinem Jungen mehr so nah gewesen. Sie war verwirrt. Wie konnte so etwas passieren? Hatte sie sich nicht geschworen das mit der Liebe sein zu lassen? Unachtsam legte sie den Brief auf ihren Schreibtisch und zog sich um.
Sie legte sich in ihr Bett und zog sich die Decke über den Kopf. Sie lag noch lange so da und grübelte wie es soweit gekommen war. Schließlich fiel sie in einen unruhigen Schlaf.
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