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Fanfiction

Flucht - Zerstörung

von safranblüte

Seine Finger gruben sich unnachgiebig in ihre Handgelenke. Es fühlte sich an als ob Rasierklingen aus Eis ihre Haut durchbohren würden, und doch waren seine Hände auch weich, glatt wie ein edles Gestein.

Die Zeit verstrich, es konnten nur Millisekunden sein, doch Hermine schien plötzlich alles viel langsamer wahrzunehmen. Langsam und überdeutlich, gerade so, als wolle ihr Körper die kommende Qual so gut als möglich auskosten.

Und dann, gerade als sie dachte, er hätte es sich womöglich doch anders überlegt, spürte sie einen stichartigen Schmerz am Hals.
Seine Zähne drangen in ihren Hals ein, Hermine keuchte laut auf, sie hatte gewusst, dass es passieren würde, trotzdem hatte es sie überrascht.

Der Schmerz schoss in ihr Gehirn und löste dort einen Schockzustand aus. So schlimm tat es gar nicht weh, doch bestimmt war das wieder einer dieser unnützen Schutzmechanismen.

Bevor sie damit anfangen konnte, sich zu wehren, hob sich das Gewicht seines Körpers plötzlich von ihrem, und einen Wimpernschlag später war er verschwunden.

Völlig aufgelöst und durcheinander setzte Hermine sich Langsam auf.
Immer wieder schoss eine Schmerzwelle von ihrem Hals durch ihren ganzen Oberkörper.
Langsam erholte sich ihr Gehirn, und sie begann, klare Gedanken zu formen.
Was sollte das?
Er hatte sie zwar gebissen, doch von ihrem Blut getrunken hatte er kaum. Wenn nicht gar nicht.
Das wusste sie, weil die Wunde beinahe nicht blutete. Ausserdem hätte sie es gespürt..zwar war der Biss schmerzhaft gewesen, doch wie es sich anfühlte, wenn er ihr wirklich das Blut aussaugte, wollte sie sich gar nicht ausmalen..

Wieso hatte er aufgehört?
Und wie hatte er es fertiggebracht, aufzuhören...dem, was er ihr bisher über Blut im allgemeinen und ihr Blut im speziellen erzählt hatte zufolge, war es wohl kaum ein Kinderspiel gewesen, sie in einem so fortgeschrittenen Stadium nicht mehr zu schädigen..oder sogar umzubringen.

Ein plötzliches Knallen riess sie aus ihren Gedanken. Verschreckt zuckte sie zusammen, und lauschte in die Richtung, aus der sie das Geräusch vermutete.

Wieder knallte es. Wenn sie nicht alles täuschte, kam das Geräusch aus einem Raum, der sich nicht allzu weit vom Schlafzimmer weg befinden sollte.

Vorsichtig stand Hermine auf und ging zur Tür. Sie war nicht abgeschlossen, wie schon vermutet.
Sie trat auf den Gang hinaus, blieb kurz stehen und blickte sich etwas ängstlich um.
Als sie nichts und niemanden sah, aber dafür ein erneutes Knallen vernahm, ging Hermine langsam in die zu der Tür, hinter der es nun immer lauter und stetiger knallte und rumorte.

Die Tür war verschlossen, und Hermine traute sich nicht, sie zu öffnen.
Doch sie schaffte es auch nicht, wieder zurück ins Schlafzimmer zu gehen.
Dem Anblick dieses Raumes, und die Erinnerung, die er wachrief, konnte sie gerade jetzt nicht auch noch ertragen.

So forderten ihre völlig überspannten Nerven ihren Tribut und Hermine sank kraftlos der kalten Steinmauer entlang zu Boden.
Dort kauernd weinte sie leise vor sich hin.
Heisse Tränen flossen über ihre Wangen und vermischten sich mit dem inzwischen getrockneten, kleinen Blutfleck unterhalb ihrer Wunde.
Snape liess sie nicht los.
Er machte sie verrückt.
Sie wusste nicht mehr, was denken und was sie empfinden sollte.
Er setzte, soweit sie es wusste, noch nicht einmal seine Hypnosefähigkeiten ein, und doch machte sie alles mit.
Mein Gott, was im Schlafzimmer geschehen war..sie hätte es nie zulassen dürfen. Und nicht nur das..All diese kleinen Berührungen, die sie ihm geschenkt hatte, und die Küsse. All diese Dinge, bei denen sie ihn machen liess und es auch noch genoss.
Sie hätte von Anfang an gegen ihn kämpfen sollen, sich widersetzen.
Er war ein Todesser, ein Mörder, ein Vampir, eine Bestie.

Er hatte sie entführt, hatte ihr jede Möglichkeit genommen, ihre Freunde während dieser schweren Zeit zu unterstützen, er nahm ihr alles weg, was ihr wichtig war: ihre Freiheit, ihr Ziel und ihre Freunde.
Und doch brachte er sie dazu, so zu handeln, so mit ihm umzugehen.
Wahrscheinlich war das alles ein Riesenspass für ihn, ihr zuzusehen, wie sie ihm wie ein kleines, naives Mädchen immer mehr verfiel.

Und doch..er hatte aufgehört. Er hatte keinen Grund gehabt, aufzuhören.
Aber er hatte es getan.

Hermine bemerkte plötzlich, dass kein Lärm mehr aus dem Zimmer drang.
Sie wischte sich mit fahrigen Händen über die Augen, doch eigentlich sah sie hinterher nur noch schlimmer aus.

Die junge Hexe erhob sich und trat näher an die Tür heran.
Er war da drin. Er musste da drin sein, sie war sich ganz sicher.
Eine kalte Faust schloss sich um ihr Herz, die Angst schnürte ihr die Luft ab.
Sie atmete tief ein und öffnete die Tür, trat ein.

Das Zimmer, oder besser gesagt der Saal, den diesen Ausdruck hatte der riesige, von Büchergestellen vollgestopfte Raum durchaus verdient, schien ein Arbeitszimmer mit integrierter Bibliothek zu sein.
Oder er war es zumindest einmal.
Denn zum jetztigen Zeitpunkt lagen fast alle Bücher wild verstreut auf dem Boden, neben ihnen ausgerissene Seiten und die umgeworfenen Regale. Auch der grosse Schreibtisch mitsamt dem prunkvollen Stuhl war an die Wand geworfen worden.
Das war also die Quelle des Lärms.

Inmitten dieser ganzen Unordnung sass Snape.
Er sass auf dem Boden, den Rücken an ein umgeworfenes Regal gelehnt, und hatte die Augen geschlossen.
Als Hermine ihn erblickte, schnürte die pure Angst ihr die Luft ab.
Ihr ganzer Körper begann zu zittern, und ihre Wunde pochte wieder stärker als zuvor.
Verschiedene Bilder durchzuckten ihren Kopf.
Snape als er sie zwang, mit ihm zu gehen.
Snape als er ihr sanft über die Wange strich.
Snape als er zu ihr sagte, er könne sie ohne die geringste Anstrengung umbringen.
Snape als er sie küsste.
Snape mit roten Raubtieraugen.
Snape als er sie in den Arm nahm.
Snape als er seine Zähne an ihren Hals legte.
Snape als er sie liebkoste.

Hermine traf eine sekundenschnelle Entscheidung, und obwohl sie dachte, ihr Herz würde gleich in tausend Teile zerspringen, ging sie Schritt für Schritt auf den Vampir zu.

Als sie bei ihm stand, hob er den Kopf.
Hermine hatte erwartet, wieder seinen roten, grausamen Blick zu sehen, doch seine Augen waren nun tiefschwarz gefärbt.
"Was willst du hier?"
Sie wusste keine Antwort. Es war wirklich absurd von ihr, auch noch zu ihm zu gehen, so kurz nachdem er sie ihr beinahe etwas angetan hatte.
"Das dachte ich mir schon."
Natürlich, sie brauchte kein Wort zu sagen. Wenn er eine Antwort wollte, bekam er sie immer.
Schwermütig blickte er sie an.
"Du solltest besser davonrennen."
Jetzt lag es an ihr, ihn verbittert anzuschauen.
"Wohin?"

Er lächelte, doch es war nicht das atemberaubende Lächeln, dass Hermine immer wieder an ihrer geistigen Gesundheit hatte zweifeln lassen.
Es war ein trauriges, zynisches Lächeln, das sein Gesicht mehr verunstaltete als es zu erhellen.
"Recht hast du. Du kannst vor mir nicht davonlaufen."
"Genauso wenig wie du selbst es kannst."
Hermine hatte die Worte zurückhalten wollen, doch es hatte nicht geklappt.
Sein verzerrtes Lächeln wurde grösser.
"Ich muss vor mir selbst nicht davonlaufen. Ich bin keine Gefahr für mich selbst, für dich dafür eine umso Grössere. Das hast du beinahe schon vergessen, nicht wahr."

"Du hast mich nachhaltig daran erinnert."
Wie zur Bestätigung pochte ihre Wunde.

Das Lächeln verschwand von seinem Gesicht.
Blitzschnell nahm er ihre Hand in seine und zog sie zu sich nach unten.
Die junge Hexe zuckte bei der Berührung des Vampirs zusammen, wieder schossen ihr die Erinnerungen an den Biss durch den Kopf.
Als sie vor ihm sass, nahm er ihre Handgelenke in die hohlen Händen und sah sie sich lange an.
Schon zogen sich blaugrüne Abdrücke seines unnachgiebigen Griffs auf ihrer blassen Haut rund um das Gelenk.
"Ich denke dass du nun Antworten auf ein paar deiner Fragen bekommen hast."
Oh ja, das hatte sie. Sie hatte sich gefragt, ob der Biss eines Vampirs schmerzhaft war. Das war er, und wie schon gesagt, sie wollte es sich den Schmerz, den sie hätte erleiden müssen, wenn er nicht so früh aufgehört hätte, gar nicht vorstellen.
Aber da war auch noch eine andere Frage gewesen, die beantwortet worden war, und deren Beantworten doch wieder neue Fragezeichen schuf.
Sie hatte sich gefragt, ob es für ihn schwierig war, die Kontrolle zu behalten.
Offenbar war es das. Oder hatte er sie mit vollster Absicht zuerst verführt und dann gebissen?

Fragend sah sie ihn an. Sie wusste, dass er ihren Gedankengängen gefolgt war.
"Ich dachte nicht, dass du das fragen würdest."
"Wieso nicht?"
"Es sollte klar für dich sein."
"Das ist es nicht. Nichts ist klar."

Er seufzte.
"Wenn ich die ganze Sache so eingefädelt hätte, denkst du, ich hätte auf dein leckeres Blut verzichtet?"
Als sie nicht antwortete, fuhr er sie plötzlich aufgebracht an:
"Du hast ja keine Ahnung, wie das ist, wenn man dem Geruch von Blut, ja dem Geschmack davon ausgesetzt ist. Und wenn es dann auch noch das Blut einer solchen Person wie dir ist..das ist unbeschreiblich. Sie dir dieses gottverdammte Chaos an. Sie es dir an!"
Ängstlich blickte sie sich um.
"Denkst du, das hätte ich einfach so aus Spass gemacht? Weisst du, ich hatte gedacht, du wärest klug, aber das bist du ganz offenbar nicht. Du verstehst gar nichts!"

Er wollte sich abwenden, doch dann sagte sie schon wieder dieses eine Wort, das sie schon das letzte Mal, als sie ihn hatte aufhalten wollen, gesagt hatte:
"Severus."

Er erstarrte in seiner Bewegung, und dann drehte er sich langsam wieder zu ihr um.

Sie holte tief Luft, dann begann sie:
"Ich kann verstehen, wie schwer es war. Und ich glaube auch, dass ich verstehen kann, warum du die Kontrolle verloren hast.

Er wollte etwas sagen, doch sie liess ihn nicht zu Wort kommen.

"Es ist nicht nur deine Schuld gewesen. Zum grossen Teil vielleicht ja, aber ich hätte bei dieser ganzen Angelegenheit nicht mitmachen sollen. Aber in diesem Moment..ich weiss auch nicht. Es war vielleicht alles zu plötzlich, vielleicht hätte ich dir nicht sofort sosehr nachgeben sollen. Keine Ahnung, aber es ist auf jeden Fall auch meine Schuld. Ich wusste, dass es nicht ungefährlich ist, so nahe bei dir zu sein. Und doch wollte ich es, in diesem Moment.
Du hättest mir sehr viel mehr wehtun können, mich töten können! Es wäre so viel einfacher für dich gewesen, einfach weiterzumachen, als aufzuhören. Aber du hast aufgehört. Und ich sehe an dieser ganzen Zerstörung hier, wie schwer es war."

Snape sagte nichts. Endlich hatte sie es einmal geschafft, ihn sprachlos zu machen.

"Und jetzt, jetzt bin ich dir zwar unglaublich dankbar dafür, dass du mich nicht getötet hast, aber ich habe trotzdem einfach Angst und ich weiss nicht mehr, was ich tun soll. Und in solchen Situationen tue ich einfach immer das Falsche."
Sie seufzte resigniert. Schon wieder hatte sie viel zu viel geredet..viel zu viel Unsinn zusammengequatscht..

Er nahm ihre Handgelenke wieder in seine Hände, strich mit den Daumen sanft über die blauen Flecken. Dann sah er ihr tief in die Augen, sie dachte schon er wolle sie hypnotisieren, doch er flüsterte:

"Ich will nicht, dass du Angst hast. Und doch ist es besser, wenn du Angst hast."

TBC


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