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Fanfiction

Mutter wider Willen - Kapitel 10

von cornelius678

Puh, endlich geschafft! Ich habe die letzten Ferientage noch genutzt, um dieses Mammutkapitelchen fertig zu bekommen.
Hoffe, euch ist die Zeit nicht zu lang geworden.
Vier Kapitel liegen noch vor uns.

So, nun erstmal wie immer mein allerherzlichstes Dankeschön an euch fleißigen Reviewer. Danke für euer Lob, das spornt wirklich an.
Schön, dass euch die Story so gefällt!

Nun wünsche ich euch allen viel Spaß beim Lesen des allerlängsten Kapitels... natürlich auch den Schwarzlesern... und seid bitte nicht zu ungeduldig wegen des nächsten Kapitels. Das wird sicherlich wieder einige Zeit dauern.

Liebe Grüße von Cornelius

_____________________________________________

Kapitel 10

Hermine war vor fast zwanzig Minuten aufgewacht. Es war noch ziemlich früh, gerade mal 7:30 Uhr. Etwas zaghaft versuchte sie ihr Glück zu fassen, obgleich sie an Severus angeschmiegt vor ihm lag. Er hatte seinen Arm besitzergreifend über ihre Taille drapiert und seine Hand ruhte sanft auf ihrem Bauch. Sie seufzte zufrieden, fragte sich aber gleichzeitig, was passieren würde, wenn er erwachte. Außerdem braucht er einen Antikatertrank, soviel ist klar, dachte sie ironisch. Als sie begann, sich noch näher an ihn zu kuscheln, spürte sie, dass er sich regte und wusste, dass er aufwachen würde.

Severus stöhnte auf. Er fühlte sich, als würde ein Riese in seinem Kopf eine Keule schwingen. Ich wusste, dass die letzte Flasche Ogdens eine schlechte Idee war! Blinzelnd öffnete er ein Auge und sah hinunter auf buschige Haare, die auf seiner Brust ruhten. Er war nicht sofort alarmiert, denn es war nicht ungewöhnlich für sie, in den Armen des anderen zu erwachen. Das traf genauso lang zu, bis ihn mit einem Schlag die Wirklichkeit einholte. Sie waren beide nackt und ihr entzückender kleiner Popo schmiegte sich an seinen schmerzenden Schritt. Ich hasse diese morgendlichen Erektionen! Da er dachte, sie würde immer noch schlafen, genoss er für einige Momente das Gefühl, wie sie sich in seine Arme kuschelte. Was konnte er tun, um zu Dinge zwischen ihnen zu beruhigen? Ihre Verbindung war mehr als alles, was er erhofft hatte.

Er konnte nicht verstehen, warum sie seinem Annäherungsversuch so entgegen gekommen war. Tja, das war völliger Unsinn. Er verstand es bis ins Detail. Sie muss sich tatsächlich für mich interessieren. Es war richtig, sie auf ihre wahren Gefühlen zu testen. Severus küsste ihre nackte Schulter und drückte sie liebevoll. Die Dinge waren verwirrend. Sollte er es wirklich riskieren, eine echte Beziehung mit ihr zu führen? Würde es den Kummer wert sein, wenn sie es sich anders überlegte, nachdem sie das Kind hatte? Was ist, wenn sie bloß versucht, mich auszutricksen? Wenn sie nur will, dass ich den Vertrag ändere, damit sie die Rechte an dem Kind bekommt? Er seufzte. Das würde sie nie tun. Meine Hermine ist nicht diese Art von Mensch.

Er begann, sich von ihr fortzubewegen, als sie nach ihm griff und seinen Schenkel festhielt. "Geh nicht." Sanft nahm er ihre Hand, platzierte sie neben ihr auf dem Bett und ließ sie los. Er stand auf und legte sich rasch seinen Morgenmantel an. Als er spürte, dass er wieder eine gewisse Kontrolle hatte, wandte er sich zu ihr um und musste erkennen, dass ein Fehler war, denn sie sah aus wie eine wahrhaftige Göttin, eingehüllt in seine Laken nach einer Nacht des Liebemachens. Liebemachens mit ihm. Ihre Lippen waren noch von seinen leidenschaftlichen Küssen geschwollen; dies waren seine Liebesbisse an ihr. Es sah aus, als ob er sie als sein Revier markiert hätte.

"Hermine", begann Severus zögernd, "wir müssen wegen letzter Nacht reden." Er wollte ihre Gefühle für ihn durch ihre Reaktion auf seine Worte einschätzen. Wenn sie mehr von ihm wollte, würde sie empört und verärgert reagieren.

Hermine seufzte und verschränkte die Arme unter ihrer Brust, mit dem Laken sich notdürftig bedeckend. Sie hatte gewusst, dass er dies tun würde! "Okay, also reden wir." Sie war nicht in der Stimmung nett zu sein. Nach dieser unglaublichen Nacht wollte er ihr sagen, dass es ein Fehler war und sie sollte nicht denken, es wäre anders. Sie konnte nur fühlen. Im Ton seiner Stimme war Bedauern und Unsicherheit zu hören.

Severus räusperte sich. Er konnte ebenso gut am Anfang beginnen. "Letzte Nacht bei Dracos Party habe ich mich sehr betrunken und..."

Ungestüm fiel sie ihm ins Wort. "OH, DU VERDAMMTER SLYTHERIN! Wage es nicht, die letzte Nacht auf den Alkohol zu schieben! Und wage es nicht zu sagen, dass du mich nicht gewollt hast!"

Schockiert von ihrem plötzlichen Ausbruch, entschied er sich, ausnahmsweise völlig ehrlich zu ihr zu sein. Es würde das Geschehen nicht länger herauszögern. "Wenn du es unterlassen würdest zu schreien, werde ich fortfahren." Er konnte sehen, wie sich ihre Brust vor Aufregung hob und senkte. "Ich werde dich nicht belügen, Hermine. Ich habe dich gewollt und ich wollte dich schon eine Zeit lang auf diese Weise. Obwohl ich nicht die ganze Schuld auf den Alkohol schiebe, muss ich sagen, dass ich nie zu dir gekommen wäre, wie ich es getan habe, wenn ich nicht betrunken gewesen wäre." Er hob seine Hand, um sie aufzuhalten, ihn zu unterbrechen. "Ich hatte mir unser erstes Mal anders vorgestellt, ohne Alkohol, nur mit uns. Natürlich hätte ich nie geglaubt, dass du einverstanden wärst. Du musst verstehen, dass wir diese Art von Beziehung nicht fortsetzen können. Nicht im Augenblick." Egal, wie sehr ich es möchte.

Hermines Herz schlug stolpernd. "Es tut mir leid, aber das kann ich nicht verstehen. Wir sind beide Erwachsene, die eingewilligt haben, sich einander in dieser Weise zu nähern. Ich will nicht, dass dein Tun wie... wie mich zu lieben, irgendein Fehler ist, den du wünschst, rückgängig machen zu können!" Sie kämpfte verzweifelt gegen die Tränen, die aus ihren Augen quollen. "Ich mache mir sehr viel aus dir. Das tut weh", gestand sie.

"Kein Fehler, Hermine. Das wird es nie sein." Severus seufzte und kniff in den Rücken seiner Hakennase. "Ich habe nicht gesagt, dass ich wünschte, es wieder rückgängig machen zu können! Ich werde unsere gemeinsame Nacht nie vergessen, egal was passiert. Ich werde nicht erlauben, es für mich auszunutzen, noch will ich selbst ausgenutzt werden." Er saß neben ihr auf dem Bett und nahm ihre rechte Hand zwischen die seinen. "Was ich versuche, dir zu sagen, ist... dass, wenn wir so weitermachen, es am Ende schwieriger für uns beide wird, wenn die Dinge zwischen uns nicht funktionieren würden." Er begegnete ihren Augen. "Es wird viel schwieriger für mich, wenn du uns verlässt."

Hermine versuchte die Tränen aufzuhalten, die ihr nun zu entschlüpfen drohten. "Aber Severus, wenn du willst, dass ich bleibe, würde ich nicht gehen. Wir könnten so weiter machen, wie wir es wollen."

Er schüttelte den Kopf. "Nein, Hermine. Wir können nicht wie letzte Nacht weiter machen. Es wäre nicht richtig."

"Ich verstehe. Also, du bist betrunken und geil vom Anblick einer Schar nackt tanzender Hexen und kommst zu mir, um ein wenig Spielzeit mit Hermine zu verbringen - und das ist okay? Das ist akzeptabel für dich? Jetzt entscheidest du, dass unsere Beziehung so nicht weitergehen kann, ohne auch nur zu fragen, wie ich mich dabei fühle? Schön, das ist das zweite Mal, dass du so über mich verfügst und ich bin es leid!" Merkst du nicht, dass ich dich nicht verlassen will? Niemals! Ich wäre so gern bei dir.

"Es war wirklich falsch von mir, den Vorteil der Situation zu nutzen. Das ist alles, was ich hier sagen kann."

"Nein, so lass ich es mir nicht suggerieren. Du lässt es... billig und schäbig klingen, während es für mich alles andere als das war. Deshalb, keine Sorge, Professor, heute Abend werde ich mich Ihrem Bett fernhalten."

Er wollte sie schütteln, wollte, dass sie zwischen den Zeilen las. "Ich sehe, dass du dich benutzt fühlst und das war nicht meine Absicht. Ich entschuldige mich dafür. Ich versuche dir nur zu sagen, dass ich mich um dich sorge."

"S-sorgen, um mich?" stotterte sie und suchte seine Augen.

Severus seufzte. "Falls die Dinge zwischen uns voranschreiten, möchte ich es in einem gemütlichen Tempo. Wir sollten nichts übereilen. Ich möchte, dass du dir sicher bist, bevor ich eine komplette Beziehung mit dir eingehe."

"Du willst eine Beziehung mit mir?"

"Ich möchte mich erst eine Weile an die Idee gewöhnen. Außerdem möchte ich, dass du wirklich über das, was ich gesagt habe, nachdenkst. Es ist keine Entscheidung, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte." Gleichzeitig drückte er ihre Hand. "Verstehst du, was ich meine?" Er hoffte, dass sie es verstand. Das, was er nicht schaffte, war, ihr zu sagen, dass er sie liebte. Es war zu früh dies auszusprechen. Bevor er nicht wusste, dass sie dieses Gefühl zurückgab, würden niemals diese Worte seinen Mund verlassen.

"Ich weiß. Kein Sex. Keine Intimitäten." Sie lächelte zittrig. "Es ist eine Menge zu bedenken. Du hast Recht."

"Letzte Nacht…" Seine Worte verließen ihn. Er wandte sich ab und wagte es nicht, sie anzusehen. Stattdessen ging er zur Toilette, um sich zu erleichtern und nahm einen Antikopfschmerztrank zu sich. Außerdem musste er sich erst sammeln. Das Gespräch war besser verlaufen, als er erwartet hatte. Sie hatten festgestellt, dass sie Gefühle für einander empfanden. Er wollte fast zurückgehen und ihr sagen, dass sie nicht warten sollten, dass sie sich nach Lust weiter lieben könnten. Gib nicht nach! Falls du so weiter machst, wird es dich zerbrechen, wenn sie dich verlässt - und sie wird dich verlassen!

Als er ins Schlafzimmer zurückkehrte, stellte er fest, dass sie nun das Pyjamaoberteil trug und ihre Bücher und Pergamente einsammelte, die sich in den letzten Monaten hierher verirrt hatten. "Wo willst du damit hin?"

"Unter den gegebenen Umständen dachte ich, ich sollte einfach in mein eigenes Zimmer zurückgehen. Das würde mit Sicherheit dafür sorgen, dass die Dinge sich nicht zu schnell entwickeln. Nun, und ich möchte dich mit meiner Anwesenheit nicht mehr als nötig belasten." Kannst du nicht sehen, wie sehr ich dich liebe und dass ich dich nie verlassen will? Ich möchte nicht, dass unsere Beziehung endet, du hartnäckiger Mann! Sie wusste, sie musste einfach ihre Zeit abwarten. Sie konnte ihm beweisen, dass sie seine Gefühle wirklich erwiderte. Sie würde beweisen, dass sie niemals ihr Kind oder ihn aufgeben würde.

"Hermine, ich glaube nach wie vor, dass du zumindest noch die gesamten Ferien hier schlafen solltest. Ich möchte nicht, dass du diesen Alpträumen allein gegenüberstehen musst. Ich bin sicher, sie sind nicht gut für dich. Ich kann versprechen, dass die Aktivitäten der letzten Nacht nicht wiederholt werden, bis wir gemeinsam entscheiden, dass es anders sein soll." Bitte bleib! Ich habe nicht beabsichtigt, dass du zurück in dein Zimmer ziehst.

Nun, das ist interessant. Er will mich immer noch in seinem Bett und denkt wir könnten unsere Arme voneinander fernhalten. Wenn ich clever bin - und ich denke dafür bisweilen bekannt zu sein - werde ich dies zu meinem Vorteil nutzen. Ich muss es einfach anders anpacken. "Also, wir verzichten darauf, wieder auf die steifen geschäftlichen Modalitäten zurück zukommen, richtig? Du möchtest die Freundschaft, die wir angefangen haben, aufrechterhalten und hast die Hoffnung, genauso wie ich, dass es sich zu etwas mehr entwickelt?"

Diesmal seufzte Severus statt vor Anspannung, vor Erleichterung "Ja, wenn es für dich akzeptabel wäre."

Sie lächelte ihn strahlend an und dies musste ihn etwas verunsichern, der Farbe in seinem Gesicht nach zu urteilen. "Natürlich, ich denke, das wäre gut so." Du wirst nicht wissen, wie dir geschieht! Ich bin es müde, nach deinen Regeln zu spielen. Jetzt spielen wir nach meinen Regeln. Und es wird nicht mehr lang auf sich warten lassen, Severus.

Severus schluckte. "Also gut. Ich will nur duschen und wenn du willst, kannst du unser Frühstück schon bestellen." Was ist mit dieser Frau los? Ihre Augen funkeln, als würde sie etwas aushecken und sie hat ein spitzbübisches Grinsen auf den Lippen!

"Das klingt gut."

Als Severus in der Dusche verschwunden war, zog sich Hermine einen Morgenmantel über. Sie wollte nicht ihr Kleid anziehen, bevor sie geduscht hatte und das würde sie wahrscheinlich erst nach dem Frühstück tun. Sie flohte zur Küche, um die Hauselfen zu bitten, das Frühstück zu bringen. Gerade als sie sich zum Essen hinsetzte, gesellte sich auch Severus, frisch geduscht, zu ihr.

"Du scheinst dich in letzter Zeit besser zu fühlen. Keine morgendliche Übelkeit mehr?" Er griff nach einem Stück Toast und der Butter.

"Nein, gar nicht und dafür bin ich sehr dankbar", sagte Hermine, während sie sich ein Orangenstück in den Mund schob.

"Wie war Misses Weasleys Party? Hattest du Spaß mit den unzähligen, tratschenden Hexen?"

"Du kannst dir das Grinsen aus dem Gesicht wischen, Severus Snape! Ich hatte eine schöne Zeit. Ich habe nie gewusst, wie charmant Narcissa Malfoy sein kann. Sie scheint von Ginny mehr als angetan zu sein und ich bin glücklich darüber."

"Ja", bestätigte Severus. "Narcissa kann sehr liebevoll und reizend zu denen sein, die sie für würdig befindet, aber der Himmel hilf dir, wenn du als ihr Feind betrachtet wirst. Ich schätze mich sehr glücklich, mich als ihren Freund bezeichnen zu dürfen."

Hermines Herz holperte bei diesen Worten. Sie konnte die Zuneigung in seiner Stimme hören. Nicht ein einziges Mal dachte sie daran, seine Beziehung zu Narcissa mit der ihren zu Harry und Ron gleichzusetzen. "Ganz zu schweigen davon ", sagte sie, "dass sie sehr schön ist."

"In der Tat, das ist sie."

Er hatte den traurigen Blick in Hermines Augen nicht bemerkt. In seinen Augen würde sie nie schöner sein, das wusste und schmerzte sie. Egal, wie er sie umsorgte, sie würde dennoch so reizlos sein wie eh und je. Unvermittelt änderte Hermine das Thema, bevor sie allzu traurig von diesem Gedanken wurde. "Wie war die Hirschparty? Haben sich alle gut unterhalten?"

Severus hob eine Augenbraue. "Es war erträglich. Ich kann nicht für alle anderen sprechen, aber es schien, dass es alle genossen haben."

"Ich wette, das haben sie." Sie hatte nicht beabsichtigt, so sarkastisch zu klingen, aber der bloße Gedanke an die Hexen, die nackt vor einem Haufen von betrunkenen Zauberern tanzten, ließ sie nicht den richtigen Ton finden. Andererseits hatten sowohl Freunde als auch Feinde ihr mehr als einmal im Leben vorgeworfen, prüde zu sein.

"Probleme mit der Hirschparty, Hermine?" Severus genoss den Anblick einer eifersüchtigen Hermine regelrecht.

"Nicht wirklich. Ich weiß nur nicht, welchen Sinn das Ganze haben soll, das ist alles. Wenn ein Zauberer eine nackte Hexe tanzen sehen will, warum kann er nicht seine Frau oder Freundin bitten, es zu tun? Warum sollte jemand, der einen Partner hat, eine andere Person zum Spaßhaben wählen, wenn sie oder er genauso gut sein Vergnügen zu Hause haben könnte?"

Glucksend fragte er: "Mit anderen Worten, du glaubst wirklich, wenn Arthur Weasley danach fragt, dass Molly Weasley nackt um den Fuchsbau tanzen würde? Wie wäre es mit Minerva? Susan Bones? Würdest du es tun?"

Ich denke, Susan Bones würde dich überraschen, dachte sie und prustete gedanklich. Sie entschied, dass dies ein guter Beginn war, um ihre Verführungspläne zu verwirklichen. Sie würde ihm zeigen, dass an einer Beziehung zwischen ihnen nichts falsch war. Okay, Liebling, lass das Spiel beginnen! Sie sah ihm direkt in die Augen und so verführerisch wie sie konnte, sagte sie: "Wenn mein Mann oder Geliebter mich fragen würde? Ich würde es tun. Es wäre mir lieber, wenn er mich anschauen und dabei lüstern werden würde, als davon, eine andere Frau anzusehen. Die eigentliche Frage ist, Severus, würde er danach fragen?" Nun, was sagst du dazu? "Besser noch, wirst du mich fragen, wenn wir ein Paar sind?"

Nun, das überraschte ihn. Würde sie wirklich? Ich würde gerne die Probe aufs Exempel machen. Eine Augenbraue emporhebend, grinste er sie für einen Moment an, die folgenden Worte abwägend. "Ich nehme an, wenn das einzige, was du tust, das Tanzen wäre, er, sprich, ich würde fragen." Versuchte sie bewusst, ihn zu verführen - auch nach ihrem Gespräch? Er konnte sehen, dass seine Erklärung sie erröten ließ und sie schien ihre Strategie zu überdenken. Er beschloss, sie vor sich selbst zu schützen - und ihn selbst vor einem Fortschreiten der Situation. "Ich war überrascht, dass Filch gestern vorbeigekommen ist und dein Zimmer repariert hat. Er schien im Vorfeld jedes Mal, wenn ich ihn gefragt habe, keine große Eile gehabt zu haben, diese Aufgabe zu erledigen."

Hermine schmunzelte. "Ja, ja, ich kann mir denken, mit was das etwas zu tun hat. Ich hatte eine Theorie und ich wollte sie testen, weißt du. Bei einem Gespräch mit Minerva habe ich ein bisschen geflunkert und gesagt, wenn mein Zimmer bis Weihnachten nicht fertig wäre, würdest du nach einer anderen Unterkunft für mich suchen, bis es repariert wäre. Wie ich vermutet habe, ist sie direkt zu Albus gegangen und tada, bitteschön."

"Ich bin beeindruckt und wage zu behaupten, das war sehr Slytherin… von dir. Welche Theorie hast du getestet?"

"Ich hatte den Verdacht - und ich bin sicher, du ebenfalls - dass die beiden gemeinsam mit Ginny und Draco doch etwas mit der Havarie zu tun hatten. Ich habe gründlich recherchiert und ich sehe keinen Grund, warum die Leitung plötzlich von allein sich verlagern und das Wasser in mein Zimmer ausgießen würde. Es musste Magie verwendet worden sein und dies beweist, dass sie es so oder so geplant hatten. Meine einzige Frage ist, warum sollten sie das tun?"

"Ja, warum sollten sie? Aufdringliche Dummköpfe!"

Lachend sagte Hermine: "Es war gar nicht so übel. Ich denke, es war spaßig, wenn ich jetzt zurückblicke und wenigstens hat es dazu geführt, uns einen gemeinsamen Raum zu teilen. Und das mag ich wirklich. Ich meine, sie haben sich einen Bonus verdient." Severus verschränkte nur die Arme und stieß ein lautes "Hmpfh" aus. Dies brachte sie noch mehr zum Lachen.

***** ***** ***** ***** ***** *****


Die Zeit verging schnell und am Montag vor Ginnys und Dracos Hochzeit begab sich Hermine zur Universität, um ihre Abschlussprüfungen abzulegen. Sie wusste, dass sie vorbereitet war, aber sie war trotzdem noch immer nervös. Es ließ sich nicht verhindern, dass ihr Geist in regelmäßigen Abständen zu der liebevollen Umarmung wanderte, die Severus ihr gegeben hatte oder zu seinem zärtlichen Lächeln, welches ihr gewidmet war.

Nach acht anstrengenden Stunden, während denen sie auf sehr unbequemen Stühlen saß, kehrte sie gerade noch rechtzeitig zur Teestunde ins Schloss zurück. Severus blickte auf, als sie hereinkam. "Wie ist es gelaufen? Würdest du gern Tee haben?"

"Es ging gut, denke ich. Mein Professor hat gesagt, ich sollte bis Freitag wissen, wie mein Examen gelaufen ist, bevor alle anderen auch dran sind. Er würde es im Voraus ansehen und benoten. Was den Tee betrifft, nein, danke. Was ich jetzt möchte, ist ein langes Bad in der Wanne, um meinen Muskelkater zu lindern."

Während sie ins Bad verschwand, entschloss sie sich, ein wenig mit ihrem Geliebten zu spielen und zu sehen, wie desinteressiert er ihr gegenüber bleiben könne. Seit dieser wundervollen Nacht mit ihm, wollte sie mehr. Sie wusste einfach nicht, wie sie das Thema angehen konnte, ohne dass er glaubte, sie würde keine Rücksicht auf seine Gefühle nehmen. Er wollte sie, wollte eine Beziehung, aber er wollte auch, dass sie beide sich sicher waren, bevor sie weiter voranschreiten würden. Sie hatten sich gut vertragen und abgesehen von der Tatsache, dass sie sich noch nicht wieder geliebt oder geküsst hatten, schien es, als ob die Dinge sich gut entwickelt hätten. Sie wusste, dass er auf diese Art nicht zu ihr kommen würde, bis er dachte, sie wären bereit. Die Angst vor Ablehnung hielt ihre Annäherungsversuche auf ein Minimum beschränkt. Sie respektierte ihn umso mehr, weil er bloß seine Gefühle schützen wollte. Es musste ihn viel gekostet haben, das vor ihr zuzugeben. Sie zuckte mit den Schultern und dachte sich einen Plan aus. Ein kleiner Test wäre nicht übel.

Nachdem sie die Wanne mit warmen Wasser gefüllt und Vanilleschaum hinzugefügt hatte, schäumte sie schnell ihren Körper ein und dann rief sie nach ihm. "OH, Severus! Könntest du bitte herkommen? Ich brauche deine Hilfe!"

Es hörte sich wie ein Schrei für ihn an, er rannte sofort ins Bad und blieb wie angewurzelt stehen. Er hatte nicht erwartet, dass sie bereits in der Wanne war, aber sie lag in einer Badewanne voller Blasen, die aussahen, als hätten sie es darauf abgesehen, sie zu verschlingen. Ich würde dich gern verschlingen. Seinen Ton so neutral wie möglich haltend, fragte er, "Brauchst du irgendetwas?"

Während ein langes Bein aus dem Wasser glitt und ihr zierlicher Fuß am Wannenrand innehielt, sagte sie: "Ja. Meine Wade schmerzt schon den ganzen Tag und ich kann sie nicht bequem erreichen. Würdest du sie massieren, so ähnlich wie meinen Rücken?"

Er stand dort und beobachtete fasziniert, wie die Blasen an ihrem Bein hinab rutschen. Sie räusperte sich, um seine Aufmerksamkeit zu erringen und als er in ihre Augen sah, erinnerte er sich wieder. "Ja, natürlich. Wenn du soweit bist und dein Bad beendet hast, habe ich eine Muskelcreme, die ich aufbringen kann." OH, NEIN! Jetzt geht das wieder los! Ich kann mich sehr gut daran erinnern, was das letzte Mal passiert ist, als ich Hermine eingecremt habe.

"Oh, kein Problem. Ich bin jetzt fertig." Sie stieg aus der Wanne und beobachtete ihn intensiv. Nicht einen Moment nahm er seine Augen von ihr. Er war wie in Trance. "Könntest du mir bitte das Handtuch reichen, Severus?"

Er griff schnell nach dem Handtuch und stieß es ihr beinahe entgegen. "Ich werde vorausgehen und dir etwas Privatsphäre geben." Abrupt wandte er sich um und stakste zum Schlafzimmer.

Sie schmunzelte innerlich und rief ihm hinterher: "Das ist nichts, was du nicht zuvor schon gesehen hast!" Sie war über ihre eigene Unverfrorenheit erstaunt, aber wenn sie plante, diesen Mann zu verführen, musste sie ein bisschen kess auftreten. Er musste einsehen, dass sie bei ihm und dem Kind für immer bleiben wollte, dass sie ihn wollte. Nachdem sie sich abgetrocknet hatte, betrat sie, wie immer sein Pyjamaoberteil tragend, das Schlafzimmer. Mit Traurigkeit dachte sie daran, dass sie es nicht mehr lange würde tragen können, da ihre Brüste und ihr Bauch zu wachsen begannen.

Ein zufriedener Seufzer entkam ihren Lippen, als sie die Creme sah. Zum einen hatte sie wirklich Krämpfe in ihrem Bein. Poppy hatte ihr geraten, mehr Lebensmittel mit Kalium zu essen, aber es war ohnehin durchaus üblich für schwangere Frauen, in den Beinen Krämpfe zu bekommen. Zum anderen erinnerte sie sich daran, was das letzte Mal, als Severus sie eingecremt hatte, geschehen war. Er hatte ihr eine Creme gegen Schwangerschaftsstreifen zubereitet und hatte darauf bestanden, dass sie sofort mit deren Anwendung begann. Als sie versucht hatte, darauf zu beharren, dass es zu früh sei, entkräftete er sie, indem er ihr darlegte, dass die Creme nur für zwei Wochen angewandt werden dürfe und es zu spät sei, wenn sie länger wartete. Allerdings wollte und brauchte sie wirklich eine Wiederholung dessen, was beim letzten Mal passiert war, sonst würden ihre Hormone bald überall präsent sein.

Sie lag auf dem Rücken, den Kopf in die Kissen geschmiegt. Severus saß am Fuß des Bettes und gerade als er begann, die Creme aufzutragen und ihre Wade zu massieren, setzte sie ihren Fuß auf seine Brust. "Für einen leichteren Zugang", erklärte sie ihm, hob die Arme und verschränkte sie hinter ihrem Kopf, wodurch ihr Schlafanzugoberteil ein ganzes Stück höher den Oberschenkel hinaufrutschte.

Severus schluckte schwer, tauchte seine Finger in die Creme und begann dann, ihre Wade zu massieren. Das ließ Hermine ihre geplante Verführung fast vergessen; es fühlte sich so gut an. In Erinnerung und dem Wissen, dass er ihre kleinen Töne gern gehört hatte, begann sie leise zu stöhnen. "Mmmm, Severus! Das fühlt sich so gut an! Bitte nicht aufhören!"

Was, zur verdammten Hölle, spielt diese kleine Hexe hier? Sie sollte wissen, dass es sich hierbei um Folter für mich handelt, aber hier ist sie und scheint mich verführen zu wollen! Um seine Theorie zu testen, schnurrte er fast mit seiner besten einschmeichelnden Stimme: "Oh, mach dir keine Sorgen. Ich beabsichtige nicht, aufzuhören. Gibt es noch andere Stellen, wo du ... massiert werden möchtest?"

Sie öffnete die Augen und blickte ihm direkt in die Augen. Er will also mit mir spielen? Nun, dieses Spiel beabsichtige ich zu gewinnen. "Ich habe nach dem heutigen Tag fast überall Schmerzen, such dir irgendeinen Körperteil aus, den du gern liebkosen möchtest und fang einfach an."

Er lächelte und holte sich ihren anderen Fuß. Langsam bewegte er sich ihr Bein hinauf und begann ihren Oberschenkel einzucremen. Aber nach kurzer Zeit und den Ereignissen des Tages in Kombination mit Severus Massage, wurde es zu viel und sie driftete in den so dringend notwendigen Schlaf ab. Alle Pläne einer Verführung waren in Vergessenheit geraten.

Er sah ihr für eine Weile noch beim Schlafen zu, dann räumte er die Creme beiseite. Vielleicht lag er falsch. Vielleicht hatte sie ihn gar nicht verführen wollen. Er grinste. Nein, sie wollte mich, aber ihr anstrengender Tag hat sie davon abgehalten. Ich frage mich, was sie als nächstes für mich auf Lager hat? In ein paar Wochen würde sie die Hälfte der Schwangerschaft hinter sich haben. Es ließ ihn begeistert und traurig zugleich sein. Er wusste, dass die Leute dachten, er würde Kinder hassen und vermeintlich war es sogar bei ein paar Dummköpfen der Fall. Der größte Teil ihrer Abscheu kam aus den Tagen seiner Spionage, denn er hatte schon immer eine Rolle zu spielen gehabt. Nach so langem Spiel, wirkte seine Rolle mehr als real. Aber eigentlich freute er sich auf seine Rolle als Vater. Er würde die Erwartungen in seinem Job besser machen als das, was sein Vater getan hatte. Er würde dafür sorgen, dass sein Sohn oder seine Tochter vor allem wussten, dass sie geliebt wurden. Würde sie wirklich bleiben wollen und mit ihnen eine Familie sein? Konnte er lernen, Vertrauen in ihre Worte und Handlungen zu haben?

Das einzige, was fehlen würde, ist die Rolle der Mutter - es sei denn, ich stimme einer Neuverhandlung des Vertrages zu, das... oder sie und ich werden wirklich ein Paar. Sich ebenso müde fühlend, begab sich Severus ins Bett, hüllte Hermine und sich mit der Decke ein, küsste sie auf die Stirn und glitt in den Schlaf hinüber.

***** ***** ***** ***** ***** ***** *****

Draco und Ginny hätten keinen perfekteren Tag für ihre Hochzeit wählen können. Obwohl es Dezember und ziemlich kalt war, war der Himmel strahlend blau, in der selben Nuance, nach der Severus den Farbton des magischen Fensters für ihr Wohlbefinden verzaubert hatte. Wenn sie nach draußen sehen würde, würde es aussehen wie reflektiert. Sie lächelte sich selbst zu, als sie erwachte und wie jeden Morgen in Severus' Armen lag und fühlte eine große Ruhe über sich gleiten.

Am Tag zuvor hatte sie ihre Ergebnisse von der Universität bekommen und auf alle ihre Prüfungen einhundert Prozent erhalten. Auch wenn sie gewusst hatte, dass sie so vorbereitet wie möglich gewesen war, war sie dennoch freudig überrascht. Severus hatte sie zu einem feierlichen Abendessen mitgenommen und in dem Wissen, morgen einen anstrengenden Tag vor sich zu haben, waren sie dann früh zu Bett gegangen. Bevor sie vom Schlaf eingeholt wurden, flüsterte sie ihm frech zu, dass sie ihr Date genossen hätte. Er schien verdutzt, dass sie es als solches gesehen hatte, aber stimmte ihr lediglich zu.

Sie fühlte Severus sich bewegen und wusste, er war beim Aufwachen. Er streichelte behutsam über ihren Bauch wie jeden Morgen; eine der Handlungen ihres Aufwachrituals. Er knurrte: "Guten Morgen. Ich hoffe, du hast gut geschlafen." Entfernte seine Hände, Arme und Beine von ihr und stieg aus dem Bett.

"Auch dir einen guten Morgen. Ich habe gut geschlafen, danke." Es war wirklich erstaunlich, dass das Schlafen mit Severus im Bett ihre Alpträume ferngehalten hatte. "Du kannst deine Dusche nehmen, während ich in der Küche nach Frühstück flohe. Ich werde erst essen und dann duschen. Du musst bald nach Malfoy Manor aufbrechen und ich in den Wandless-Magic-Salon."

"Ja, erinnere mich nicht daran. Wenn es dir nichts ausmacht, bestell etwas mehr als Obst und Toast, ich bin mir nicht sicher, wann wir wieder essen werden."

"Okay, Liebling." Damit ließ Hermine ihn mit offenem Mund stehen. Erst als sie in die Küche gefloht und den Tagesprophet gelesen hatte, realisierte sie, wie sie ihn genannt hatte. Liebling. Sie lächelte und fragte sich, ob er es bemerkt und gehört hatte, wie richtig das Wort klang. Sie schob die Zeitung näher an seinen Teller. Severus las die Zeitung immer gern, während er aß. Daher versuchte sie in der Regel, bevor das Frühstück serviert wurde, damit fertig zu werden. Sie beschloss, das ihr entschlüpfte Wort nicht zu erwähnen, falls er es nicht registriert hatte.

Das ganzseitige Foto von Ginny und Draco, die ihr von der ersten Seite des Propheten zulächelten, ließ sie ebenfalls lächeln. Sie würde es für ihr Sammelalbum aufbewahren, zusammen mit vielen anderen Dingen, die sie aufbewahrte. Am unteren Rand des Bildes fiel ihr der Schriftzug ´Foto von Colin Creevey´ ins Auge und sie lächelte wieder. Ginny hatte, sehr zu Lucius' Bestürzung, darauf bestanden, dass er die Fotos für die Hochzeit aufnehmen sollte. Sie hatten sogar eine kleine Auseinandersetzung darüber, doch Ginny hatte ihren Willen letztendlich durchgesetzt.

Sie hörte Severus ins Zimmer kommen und reichte ihm die Zeitung, gleichzeitig kam ihr Frühstück, bestehend aus Rührei, Speck, Kartoffeln und Toast an. Sie goss Severus Kaffee und für sich Tee ein. Während er an seinen Kaffee nippte und einen kurzen Blick auf den Propheten warf, stapelte sie Essen auf einen Teller und reichte es ihm. Nachdem sie in gleicher Weise für sich selbst gesorgt hatte und sie zu essen begannen, bemerkten beide auf unbestimmte Weise, wie sehr sie doch ein Paar geworden waren.

Als sie gefrühstückt hatten, ging Hermine duschen, ließ sich allerdings nicht so viel Zeit wie gewöhnlich. Sie war mit Ginny, Narcissa, Molly - die darauf bestanden hatte, dass sie mit ihrem Vornamen angeredet wurde - Luna, Tonks und Susan im Wandless Magic Salon in der Winkelgasse verabredet, wo man sich um ihre Frisuren, Nägel und das Make-up kümmern würde.

Sie war leger gekleidet mit einem Muggeldress und ihrem dicken Umhang. Dankbar hatte sie Severus` Angebot, ihr Kleid mit nach Malfoy Manor zu nehmen, angenommen und ihm einen Kuss zugeblasen, als sie ging.

Während sie durch die Türen des Salons stürmte, begrüßte Hermine alle. "Sorry, ich bin zu spät!"

Lachend sagte Ginny zu ihr: "Du kommst gerade richtig! Hör auf, so zu hetzen! Oh, nein! Hermine, wo ist dein Kleid und die Robe? Bitte erzähl mir nicht, du hast sie vergessen?"

"Nein, keine Sorge, Gin. Severus nimmt sie für mich mit. So muss ich mich nicht mit ihnen abplagen. Er ist etwas früher mit Lucius und Draco verabredet - irgendetwas wegen Dingen, die die Kerlchen vor der Hochzeit tun."

"Na, ist das nicht süß," sagte Lucinda gedehnt. "Ist unser Severus nicht ein ganz Aufmerksamer?"

Hermine zuckte zusammen. Sie hatte nicht gewusst, dass Lucy dabei sein würde. "Ja, ich denke, es ist ziemlich süß von ihm. Er ahnt meine Bedürfnisse immer im Voraus." Sie wandte sich mit erhobenen Brauen an Lucinda, als ob Sie fragen wollte, ob sie noch etwas anderes hinzuzufügen hätte.

"Sind alle bereit, anzufangen?" fragte die Stylistin. Sie konnte schon aus einer Meile Entfernung sehen, wie sie die Krallen wetzten. Wenn sie irgendetwas außer von Haaren verstand, dann, dass zwei Hexen den gleichen Zauberer wollten. Sie war sich darüber schlüssig, diese beiden separat an die jeweilig entferntesten Ecken des Salons zu verbannen.

"Ja, ich danke Ihnen, Marci", sagte Narcissa. "Wir wollen wirklich nicht hinter dem Zeitplan zurückbleiben. Bitte fangen Sie mit Ginevra an und schicken Sie Ihre Mädchen für den Rest von uns."

"Ja, Mrs Malfoy, wird gemacht. Kommen Sie hier entlang, Miss Weasley. Bringen Sie Ihren Schleier mit?"

Als sie sich entfernt hatten, begannen die anderen Damen sich untereinander zu unterhalten und sich mit ihren Stylisten für diesen Morgen zu beraten. Trotz Lucindas Anwesenheit, begann Hermine sich zu entspannen und Spaß zu haben. Den Wein allerdings, der ihr angeboten wurde, wies sie zurück. Auch wenn sie gelesen hatte, dass ein gelegentliches Glas Wein okay war, wollte sie kein Risiko mit Severus' Baby eingehen. Mit unserem Baby.

***** ***** ***** ***** ***** ***** *****

Severus traf mit seiner und Hermines Kleidung im Manor ein. Sehr zu Severus' Überraschung öffnete Lucius selbst die Tür. "Lucius," begrüßte ihn Severus mit einem Nicken. "Ist Draco für den großen Tag bereit?"

"Ja, ich nehme es an. Ich dachte, du wärst Professor Flitwick. Der Wärmezauber, den Narcissa auf den Rosengarten geworfen hat, fängt bereits an, nachzulassen und ich habe ihn kontaktiert und gebeten zu kommen und ihn noch um einiges dauerhafter zu arrangieren. Ich hatte gehofft, er würde ankommen, bevor Narcissa zurückkehrt. Ah, da ist er ja."

"Lucius, Severus," begrüßte Flitwick die Männer. "Zeigt mir den Garten." Auch Flitwick wollte dies erledigen, bevor Narcissa zurückkam.

"Dippy!" rief Lucius. Als der Hauself erschien, trug Lucius ihm auf, den winzigen Professor in den Garten zu führen, während sie nach oben gingen, um zu sehen, was Draco machte. Die anderen Anwesenden waren Ron, Harry und - ausgerechnet - Neville Longbottom.

"Was hast du da, Severus?" fragte Lucius, sich wundernd, warum die dunkle Mann zwei Mal Kleidung mitgebrachte hatte.

"Oh, ich habe meine und Hermines Roben. Ich wollte nicht, dass sie sich damit abplagen muss, während ihres Aufenthaltes im Salon."

Lucius lachte. "Du sorgst dich um deine kleine Gryffindor, oder? Wie ...ein Ehemann."

"Oh, um Merlins Willen, Mann! Ich wollte nicht, dass das Mädchen sich um ihr Kleid kümmern muss, während sie sich die Haare machen lässt, das ist alles! Das hat nichts mit ´wie ein Ehemann´ zu tun!" Er würde es nicht zulassen, dass Lucius ihn über sein persönliches Leben - und seine Gefühle - in Anwesenheit der gegenwärtigen Gesellschaft aufzog.

"Nun, ich bin ziemlich sicher, dass du sie sehr schätzt, alter Mann."

Severus verdrehte nur die Augen, ging an Lucius vorbei und legte die Sachen zur Seite.

Als die Frauen zurück kamen, reizend anzusehen, hatten sie noch etwas mehr als eine Stunde, um sich anzukleiden. Entsprechend der Weihnachtsthematik, trugen die meisten von Ginnys Seite verschiedene Rottöne, während diejenigen von Dracos Seite Nuancen in Grün ausgesucht hatten.

Ginny hatte anstatt eines weißen, ein elfenbeinfarbiges Kleid gewählt, sehr zum Schrecken ihrer Mutter. Nach Mollys Dafürhalten sollte Ginny das traditionelle weiß tragen, aber Ginny erklärte ihr, dass Elfenbein sich besser mit ihrem Teint vereinbarte und das war die Farbe, die sie in jedem Fall trug.

Bald war es Zeit für diejenigen, die die Elemente darstellten, sich zusammenzufinden. Hermine küsste Ginny auf die Wange und wünschte ihr Glück, bevor sie sich aufmachte. Als sie draußen ihren Weg fortsetzte, bemerkt sie Lucinda im Gespräch mit irgendeinem Mann, Anfang zwanzig aussehend. Der Mann sah Draco verblüffend ähnlich. Er muss ein Verwandter sein.

Sowie sie den Garten betrat, hielt Severus den Atem an. Sie trug ein rosenrotes Kleid aus geknautschtem Samt, welches sie wundervoll aussehen ließ. Ihr Bauch war nur leicht hervorstehend, aber ihr Brustansatz war mehr als bemerkenswert mit dem tiefen Dekollete. Als sie ihn ansah und strahlend lächelte, vergaß er fast zu atmen. Seine Lippen zuckten zustimmend. Ich glaube nicht, dass ich jemals jemand Schöneren in meinem Leben gesehen habe.

Hermines erster Eindruck, als sie den Garten betrat, ließ sie denken, in den Garten Eden einzutreten. Als sie ihren Blick über die herrlichen Rosen in verschiedenen Farben und Größen schweifen ließ, dachte sie, es hätte keinen perfekteren Ort für Ginnys und Dracos Hochzeit geben können. Es war eine Laube, wo Ginny und Draco zuvorderst zusammen stehen würden und die Gesellschaft würde sich kreisförmig um sie platzieren. Die Laube bestand aus kleinen roten Rosenknospen mit viel Grün, die den Platz ringsherum zierten.

Als sie Severus erblickte, konnte sie nichts anderes als zu lächeln, ob des sexy Mannes vor ihr. Er hatte die Haare zurück gebunden, wie in der Nacht der Hirschparty, aber das war die einzige Ähnlichkeit. Statt dem üblichen schwarz, das sie erwartet hatte an ihm zu sehen, trug er dunkelgrün. Er sah sehr attraktiv in dieser Farbe aus und ihr lief bei seinem Anblick das Wasser im Mund zusammen. Er nickte ihr mit einem leichten Lächeln zu und sie nahm ihren Platz ein.

Sie wusste, dass Ron das Feuer während der Bindung repräsentieren würde und war neugierig, wer die Repräsentation des Wassers darstellen sollte. Wie sich herausstellte, kam dem jungen Mann, der mit Lucinda Malfoy gesprochen hatte, diese Ehre zu. Er sah sehr nach einem Malfoy aus und sie wusste einfach, dass er ein Verwandter sein musste.

In dem Augenblick als die Musik begann, trat Draco ein. Hermine lächelte, als sie ihn sah. Auch wenn sie sich nie näher gekommen waren, wusste sie seine Erscheinung zu würdigen. Er war wirklich nicht ihr Typ, sah aber trotz allem sehr gut aus. Während sie Draco bewunderte, nahm sie wahr, dass er plötzlich scharf den Atem einzog. Sie drehte sich etwas, um Ginny zu sehen, die jetzt auf sie zukam. Der Gedanke an einen Engel erfasste sie.

Als Hermine ihren Blick zurück in Richtung des Kreises führte, bemerkte sie, dass Severus sie regelrecht studierte. Ich schwöre, ich könnte in seinen Augen verloren gehen und ich wünschte, ich wüsste, was er gerade denkt. Sie war so vertieft, ihn zu beobachten wie er sie beobachtete, dass sie kaum bemerkte, als Albus in den Kreis kam, gekleidet in weiße Roben und einem passenden Hut. Als er die Zeremonie begann, verpasste Hermine fast ihren Einsatz. Severus sprach seine Worte jedoch klar und präzise.

Als sie das helle, weiße Licht wahrnahm, welches den Abschluss der Bindungszeremonie zwischen Ginny und Draco signalisierte, war Hermine benommen. Sie hatte kein Wort mitbekommen, das von jemand anderem gesprochen worden war. Das einzige, was sie in der ganzen Zeit gefangen nahm, waren die dunklen Augen von Severus Snape.

Severus konnte seine Augen nicht von Hermine nehmen. Sie erstrahlte praktisch in ihrer Schwangerschaft. Als er sie anschaute, war sie umgeben von Dutzenden von Rosen und sie gaben ihr wirklich das Aussehen einer Göttin. Ich brauche dich. Ich will dich bei mir haben. Ich will mich mit dir in gleicher Zeremonie verbinden. Aber am meisten möchte ich, dass du bei mir bleibst und mir dabei hilfst, unser Baby aufzuziehen. Severus war noch nie so glücklich, eine Zeremonie zu Ende gehen zu sehen. Er freute sich für sein Patenkind, aber er brauchte dringend einen Drink. Richtig! Erinnere dich an das letzte Mal, als du getrunken hast, alter Narr!

Während Ginny und Draco sich an das Publikum wandten und begannen ihre Gäste zu begrüßen, ging Severus direkt zu Hermine. Er reichte ihr den Arm und sie nahm dankbar an. Genau als sie zu ihm aufsah und ihn anlächelte, traf sie ein greller Blitz. Beide sahen sich um und stellten Colin als Verursacher fest, der ein Foto von ihnen geschossen hatte.

"Ginny wollte sicher gehen, dass ich mindestens ein Bild von allen Anwesenden aufnehme", erklärt Colin.

Sie gingen zu ihrem Tisch und Hermine nahm bereitwillig Platz. Sie war mehr als geneigt, etwas zu essen. Glücklich stellte sie fest, dass sie mit Harry, Tonks, Ron, Luna, Neville und Susan zusammen saßen. Severus war mit der Sitzordnung nicht so zufrieden, aber er wusste, Miss Weasley - nein, Mrs Malfoy - hatte es für Hermine getan. Als sie angefangen hatten, ihr Rinderfilet zu genießen, kam Lucinda und ließ sich neben Severus nieder.
"Da bist du ja, Liebling", schnurrte Lucinda. "Ich habe dich schon überall gesucht!" Angeekelt sah sich die Frau um. "Ich hätte nie gedacht, dass ich dich hier finden würde." Gleichzeitig verharkten sich ihre Augen in Hermines.

Hermine knirschte mit den Zähnen, während Severus seufzte. Hört das denn niemals auf! "Warum, Lucinda? Für was könntest du möglicherweise meiner bedürfen?"

"Warum, Jean-Paul ist da! Ich will, dass du kommst und ?Hallo' sagst!"

Severus bemerkte, dass Hermine neugierig eine Augenbraue wölbte. Jean-Paul war der Sohn von Lucinda Malfoy und Maurice Bedeaux, einem sehr wohlhabenden, reinblütigen, französischen Zauberer aus altem Adel. Jean-Paul war nur ein Jahr älter als Draco. Maurice schickte ihn, als er elf war und gemunkelt wurde, dass Harry Potter im nächsten Jahr in Hogwarts beginnen und umherwirbeln würde, nach Frankreich. Während Maurice versuchte, neutral zu bleiben, bekannte sich Lucinda offen zur Todesserbewegung, obwohl sie nie selbst das Dunkle Mal genommen hatte. Maurice wollte seinen Sohn fern von allem halten.

Er hatte eine Absprache mit Lucinda getroffen und sie kamen überein, dass der Junge nach Frankreich umzog und die Beauxbatons-Akademie besuchte. Schließlich würde er in diesem Jahr ohnehin die Schule beginnen und die meiste Zeit des Jahres in der Schule leben, anstatt zu Hause. Sie besuchten oft einander und sie hatte ihre Entscheidung, nicht zu heiraten und die Erziehung Maurice zu überlassen, nie bereut.

Sie fand, er wäre perfekt geraten. Er war momentan dabei, sich mit Vivienne Delacour zu verloben, eine entfernte Cousine von Fleur und Gabrielle Delacour. Vivienne trug ebenfalls einen Teil einer Veela in sich. Lucinda sorgte sich nicht allzu sehr um diesen Teil, sie hatte gewollt, dass ihr Sohn eine Reinblütige heiratete, doch im Wesentlichen war sie zufrieden.

"Nach meiner Mahlzeit werde ich bei Jean-Paul vorbeisehen und ihn begrüßen. Ich habe einiges mit ihm nachzuholen." Severus lenkte seinen Blick auf Hermine und sah den Ausdruck purer Abscheu auf ihrem Gesicht liegen, die offensichtlich Lucinda galt. Er bezweifelte, dass sie selbst bemerkte, die Hexe auf diese Weise anzuschauen. Obwohl er es nicht mochte, dass sie sich unbehaglich fühlte, war ihm doch die Bedeutung klar - sie sorgte sich um ihn.

"Das ist in Ordnung, Liebling. Wir warten dann auf dich. Er brennt darauf, nach all diesen Jahren mit dir zu sprechen. Wir sehen uns dann also in Kürze." Sie küsste ihn auf die Wange und verschwand.

Hermine kochte. Liebling? Woher nimmt sie die Dreistigkeit, ihn Liebling zu nennen? Sie konnte, verdammt noch mal, ihren Liebling nehmen und... Sie wandte sich ab. Liebling ist mein Wort. Ich bin die einzige, die ihn so nennen sollte. Sie nahm ihr Mahl stillschweigend ein, nicht wollend, das irgendjemand ihr Aufmerksamkeit gab, da es wahrscheinlich wäre, dass die anderen ihre Wut entdecken würden. Nachdem sie ihr Stück Kuchen verputzt hatte, lehnte sie sich in ihrem Stuhl zurück und begann, inmitten der anderen Leute, Phantasien über Lucinda zu entwickeln. Das ließ die Dinge um einiges unterhaltsamer werden.

"Würdest du mir einen Tanz schenken, Hermine?" Harry stand vor ihr und bot ihr seine ausgestreckte Hand.

Es dauerte ein paar Augenblicke, bis sie begriff, dass Harry sie zum Tanzen aufgefordert hatte. Als ihre Aufmerksamkeit zurück gefunden hatte, lächelte sie Harry warm zu, was Severus veranlasste, finster dreinzublicken. "Ja, danke Harry, gern."

Als sie sich auf dem Tanzboden drehten, wurde Hermine erst klar, dass Jean-Paul derjenige gewesen sein musste, der das Element des Wassers in der Zeremonie dargestellt hatte. Sie beschloss, sich nach ihm umzusehen. Harry unterbrach ihre Träumereien wieder.

"Seit wann, Hermine?"

"Wie bitte? Seit wann was?" Was meint er damit?

"Nun, ich habe es vor dem heutigen Abend nie bemerkt, aber es ist offensichtlich, du bist in die schmierige Fledermaus verliebt! Was ist da los? Wie lange hast du schon diese Gefühle? Und bitte, lüg mich nicht an."

Hermine atmete tief durch. Sie blickte Harry direkt in die Augen: "Ich liebe Severus seit wir zusammen an diesem Zaubertrank gearbeitet haben, der geholfen hat, Voldemort zu besiegen."

Zu ihrem Erstaunen blieb Harry ruhig. "Aha. Hat er die gleichen Gefühle?"

Gereizt sagte sie: "Ich weiß nicht, ob er die gleichen tiefen Gefühle hat wie ich, aber ich weiß, dass auch er etwas fühlt. Ich meine, er sorgt sich und das zählt ebenso sehr, doch ob er mich liebt? Macht es wirklich etwas aus, wenn er in diesem Punkt nicht das gleiche fühlen würde - die tiefe Liebe, meine ich?"

"Nun, er sieht dich verliebt an," grummelte Harry. "Von der Moment, wo du den Garten betreten hast, während der Zeremonie und auch jetzt hat er nie seine Augen von dir genommen."

Hermine sah Harry an. "Warum bleibst du so ruhig im Hinblick auf eine potenzielle Beziehung zwischen mir und Severus, Harry? Das bist nicht du." Innerlich hoffe sie, dass das, was er gesehen hatte, wahr wäre.

"Ich schätze, ich hatte Zeit, darüber nachzudenken. Mich mit Tonks zu treffen, hat mich viele Dinge anders sehen lassen. Ich habe erkannt, dass du dein Leben so leben musst, wie du es dir wünschst. Ich würde dich allerdings nie über meine Gefühle belügen und ich werde Snape nie mögen. Wir beide wissen, dass auch er mich nie mögen wird, aber ich habe aufgehört, mit dir darum zu kämpfen. Das Leben ist zu kurz, um mit unseren Lieben zu kämpfen."

Hermine strahlte ihn an. Danke, Tonks! Wow, Harry ist verliebt, wirklich verliebt. Ich hoffe, dass er nichts vermasselt mit ihr! Sie hat einen positiven Einfluss auf ihn. "Ich liebe dich auch, Harry. Danke für deine Worte!"

Während das nächste Lied begann, spürte Harry ein Klopfen auf seiner Schulter. In der Erwartung, Ron zu sehen, wandte er sich um. Anstelle des Lächelns trat ein Grinsen auf seine Lippen, als er ein Draco-ähnliches Gesicht entdeckte. Schließlich war ein Grinsen die gebührliche Art, einen Malfoy zu grüßen. "Ja?"

"Darf ich abklatschen? Ich würde gern um einen Tanz mit dieser schönen Lady bitten."

Harry wölbte seine Augenbraue fragend zu Hermine und sie akzeptierte nickend.

"Hallo, Miss Granger. Ich bin Jean-Paul Bedeaux, Cousin ersten Grades des Bräutigams. Freut mich, Sie kennen zu lernen."

"Ich freue mich ebenso, Jean-Paul, allerdings sind Sie mir gegenüber im Nachteil. Woher wollen Sie wissen, wer ich bin?"

"Machen Sie Witze? Jeder weiß haargenau, wer Sie drei - Hermine Granger, Harry Potter und Ronald Weasley - sind. Ihre Namen sprechen für sich. Nicht zu erwähnen, dass meine Verlobte, Vivienne, eine Cousine von Fleur und Gabrielle Delacour ist. Die beiden sprachen nach Fleurs Rückkehr nach Frankreich im vergangenen Jahr von nichts anderem als über Hogwarts und über den großen Harry Potter und seine Freunde."

Hermine lachte aus vollem Herzen. "Nun, ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich werde sagen, es ist schön, Sie kennen zu lernen. Sind Sie und Draco miteinander aufgewachsen?"

"Eigentlich ja. Selbst nachdem ich nach Frankreich umgezogen war, brachte Mutter Draco oft zu Besuch zu mir oder ich bin für eine Woche hierher ins Manor gekommen, um ihn zu besuchen. Meinem Vater gefiel es nie, wenn ich mich in England aufhielt, so lange der Krieg andauerte."

"Oh, das kann ich mir vorstellen. Also, Ihr Vater hat Sie großgezogen?"

"Ja, die meiste Zeit, aber genug über mich. Wie weit sind Sie?" Sind Sie mit Severus Snapes Kind schwanger? Ich wäre bereit, die Hälfte meiner Erbschaft darauf zu wetten, dass meine Mutter das nicht weiß.

"Was? Sie glauben, dass ich schwanger bin?" Oh nein! Mir war nicht bewusst, dass man es in diesem Kleid erkennen würde! Na schön, er hält mich auch ziemlich eng zu sich gezogen.

Er lächelte. "Ja, ich kann es spüren, aber keine Angst, Ihr Geheimnis ist bei mir sicher aufgehoben." Bis nach diesem Tanz und ich auf meine Mutter treffe, wie auch immer.

Schließlich endete das Lied und er bot ihr seinen Arm an, um sie zu ihrem Tisch zurück zu führen.

Severus hatte Hermine die ganze Zeit, während sie mit Potter tanzte, beobachtet. Er konnte Potter wirklich nicht leiden, selbst wenn Hermine ihn liebte. Wenn er in irgendeiner Form zu einem Teil ihres Lebens werden würde, müsste er akzeptieren, dass Potter um ihn wäre. Was? Wenn ich zu einem Teil ihres Lebens werde? Vielleicht ist es an der Zeit, sich über das wann und nicht das wenn, Gedanken zu machen. Nichts wird mich davon abhalten, irgendeine Art von Beziehung zu ihr zu haben. Der Drang, sie wieder zu lieben und sie für alle Zeiten zu der Meinigen zu machen, wird mit jedem vergangenen Tag mächtiger.

Als das Lied endete, beobachtete er Jean-Paul dabei, wie er sie für den nächsten Tanz festhielt. Was für ein Spiel spielt er hier? Warum hat er Hermine zum Tanzen aufgefordert? Er kennt sie nicht einmal! Warum hält er sie so fest? Sein bisheriger Wunsch, mit dem Jungen zu sprechen, verwandelte sich in den Wunsch, ihn zu schlagen.

Severus brodelte förmlich. Als Lucinda seine Qual bemerkte, ging sie zu ihm. Mal sehen, was dieses Schlammblut Severus bedeutet. "Sie sieht glücklich in Jean-Pauls Armen aus, nicht? Was für ein Jammer, dass sie ein Schlamm...- äh eine Muggelgeborene ist. Sie passen ziemlich gut zusammen."

Finster dreinblickend erwiderte Severus: "Ich denke, sie sieht aus, als wenn sie höfliche Konversation mit einem Fremden betreibt, der sie zum Tanz aufgefordert hat und sie hat keine Ahnung, was sie sagen soll. Ich bin über diesen Tanz ebenfalls verwundert“, sagte er trocken. "Warum sollte er das tun?"

Also, er ist beunruhigt, weil jemand anderes zu diesem Schlammblut höflich ist? Das ist mehr als lächerlich! Sie hat seine Aufmerksamkeit! "Warum, Severus? Er nimmt nur seine Aufgaben als Malfoy ernst und wenn ich hinzufügen darf, recht bewundernswert."

"Er ist kein Malfoy. Er ist ein Bedeaux."

"Dann eben zum Teil Malfoy, Liebling. Wie ist es dir inzwischen ergangen? Ich würde es wirklich gern sehen, wenn wir in Kürze zusammenkommen könnten. Ich möchte die alten Missstände flicken und normalisieren. Ich vermisse dich."

Severus seufzte bei ihrer Dramatik. "Nein, ich habe keine Lust, mit dir zusammen zu sein oder etwas zu flicken und ich bin mit Sicherheit nicht dein Liebling und werde es auch zukünftig nicht sein, wenn ich es jemals wirklich war. Du musst nach vorn schauen und nicht zurück, denn da ist nichts für dich, Lucinda." Er genoss den schockierten Ausdruck auf ihrem Gesicht. Niemand, außer seiner Hermine, sollte es wagen, so vertraut mit ihm zu sprechen.

Ich will dich zurück, Severus Snape. Ich lehne es ab, dich einem Schlammblut zu überlassen! Du wirst sehen!

In diesem Augenblick kehrten Jean-Paul und Hermine wieder an den Tisch zurück. Jean-Paul verneigte sich leicht vor Hermine und sah dann Severus an. "Professor", nickte er. "Es ist lange her. Wie geht es Ihnen?"

"Es geht mir gut, Jean-Paul, und selbst? Wie geht's Maurice?"

"Vater ist in Ordnung. Er hat leider die Hochzeit verpasst, aber er hatte eine geschäftliche Besprechung und konnte nicht weg. Ich weiß nicht, ob meine Mutter es Ihnen erzählen konnte oder nicht, aber ich bin mit Vivienne Delacour verlobt. Wir planen, in drei Monaten zu heiraten. Ich würde mich freuen, wenn Sie kommen könnten und natürlich sind Sie herzlich eingeladen, auch Hermine mitzubringen." Er lächelte zu Hermine hinunter, die sich zurücklehnte und an einem Glas Kürbissaft nippte, während sie Lucinda anstarrte.

"Wir werden sehen", sagte Severus unverbindlich. Sich zurück zu Hermine drehend, fragte er: "Würdest du gern tanzen?"

Hermine stellte ihr Getränk ab und lächelte Severus warm an. "Ja, das würde ich gern, aber könnten wir bis zum nächsten Song warten? Ich möchte mich nur ein bisschen ausruhen."

"Natürlich. Ich möchte nicht, dass du zu schnell ermüdest."

Jean-Paul wandte sich an Lucinda. "Mutter, bereit, um eine Runde mit deinem Sohn auf der Tanzfläche zu drehen?"

"Das wäre nett." Mit einem Nicken zu Severus und Hermine völlig ignorierend, fegte Lucinda mit ihrem Sohn auf die Tanzfläche.

"Nun", verlangte Lucinda zu hören. "Hast du etwas Interessantes für mich herausgefunden?"

Jean-Paul grinste. "Ist die Tatsache, dass sie schwanger ist, nützlich für dich?"

"Was sagst du? Schwanger? Sicherlich würde Severus kein Schlammblut schwängern?"

"Ich weiß nicht, ob es sein Baby ist, aber sie hat quasi vor mir zugegeben, dass sie schwanger geht. Wenn es nicht vom Professor ist, warum lebt sie dann mit ihm?"

"Oh, Merlin! Was hat dieser verdammte Dummkopf angestellt und jetzt? Das ruiniert alles! Wenn sie schwanger ist, wird er sie nie verlassen. Ich muss darüber nachdenken."

Hermine genoss es, die tanzenden Paare zu beobachten, während sie friedlich mit Severus saß. Sie musste lächeln, als sie Dracos mürrischen Blick sah, während Harry mit Ginny bühnenreif über das Parkett wirbelte. Tonks schien Dracos Unmut genauso zu genießen. Als ob er es keine weitere Minute aushalten könnte, ging er zu Ginny und nahm sie aus Harrys Armen.

"Geh zu deiner eigenen Frau, Potter und lass meine in Ruhe."

Harry grinste. "Keine Sorge, Draco. Wenn ich ein bisschen mit Ginny fummeln wöllte, ist Tonks mehr als fähig, das zu kreieren." Er liebte es wirklich, Draco zu reizen. Wie Hermine, war Ginny mehr eine Schwester für ihn, aber Draco war noch nicht überzeugt, dass Harry sie auf diese Weise sah. Ginny schüttelte nur den Kopf und verdrehte die Augen.

Draco erbleichte bei diesen Worten. Er hatte fast vergessen, dass seine Cousine ein Metamorphmagus war! "Das würdest du nicht wagen, Potter! Tonks würde das niemals zulassen!"

"Würde sie nicht vielleicht doch?" fragte Harry frech, bevor er vor Lachen platzte und einen sehr rotgesichtigen Draco in seinem Gefolge hinterließ.

Hermine schüttelte über die Jungen und ihr kindisches Verhalten den Kopf. Als sie zu Severus sah, stellte sie fest, dass er sie beobachtete. Sie lächelte ihm zu und bevor er sich abhalten konnte, lächelte er zurück. "Ich gehe nur kurz zur Damentoilette und wenn ich zurückkomme, möchte ich tanzen."

"Wie die Lady wünscht."

Als Hermine fast fertig war und sich die Hände wusch, betrat Lucinda die Toilette. "Miss Granger, ich habe einige Neuigkeiten gehört, ziemlich peinliche Neuigkeiten, wie ich meine. Ich verlange von Ihnen zu wissen, ob Sie mit Severus Snapes Baby schwanger sind!"

Hermine erblasste. Sie wünschte, sie hätte daran gedacht, die Außentür zu verschließen. Das Badezimmer war, ähnlich öffentlichen Toiletten, verändert worden, Zahlreiche Kabinen und Waschbecken waren hinzugekommen. Sie hatte einfach nicht damit gerechnet, dass Lucinda ihr folgen könnte. Shit! Ihr verflixter Sohn hat es ihr gesagt! Konnte er nicht warten, bis alle weg sind? Dieser Wichser! Es ist kaum eine Frage, wer es ihr erzählt hat. Die einzige Frage ist, was sie weiß. Was soll ich sagen?

"Miss Malfoy, wer sind Sie, um etwas von mir zu verlangen? Meine Angelegenheiten gehen Sie nichts an. Und soweit es mich betrifft, geht Severus Snape Sie ebenfalls einen feuchten Kehricht an!" Sich umdrehend, stürmte Hermine aus dem Badezimmer bis Lucindas letzter Satz sie erreichte und innehalten ließ.

"Achten Sie auf sich, Miss Granger. Wir wollen doch nicht, dass Sie einen... Unfall haben, oder?"

Bemüht, nicht ihren Gefühlen anheimzufallen, ging Hermine weiter, obgleich sie wirklich sehr erschüttert war. Ein paar Momente später folgte auch Lucinda. Keine der beiden Frauen hatte die zierliche Blonde in der letzten Kabine bemerkt, die alles gehört hatte.

Als Hermine an den Tisch zurückkam, spürte Severus, dass irgendetwas los gewesen war. "Bist du in Ordnung, Hermine?"

"Nein, bin ich nicht. Würde es dich furchtbar stören, wenn wir uns verabschieden und nach Hause gehen würden?" Sie bedauerte es, die Möglichkeit, in seinen Armen zu liegen, zu verpassen, aber sie fühlte sich auch unbehaglich, dort zu bleiben.

"Nein, gar nicht. Bist du krank? Sollen wir zu Poppy, wenn wir zurück sind?"

"Nein, es ist nichts in der Art. Ich bin nur sehr müde, denn es war ein langer Tag. Ich möchte ein warmes Bad nehmen und dann ins Bett gehen. Mein Rücken fängt an weh zu tun und die Beine ebenso. Ich hoffe, es macht dir nichts aus."

"Überhaupt nichts. Lass uns aufbrechen." Nachdem sie sich verabschiedet hatten, kehrten Severus und Hermine zurück ins Schloss. Das erste, was sie tat, war, sich ihrer Schuhe zu entledigen und geradewegs ihr Schlafzimmer anzusteuern, um sich für ein Bad bereit zu machen. Severus folgte ihr. "Ich würde dir gern den Rücken und die Beine einreiben, Hermine. Du warst viel auf den Beinen heute. Das wird deine Schmerzen lindern."

Nun, da war sie wieder zu Hause war, begann sie sich wieder sicher zu fühlen. Lucinda Malfoy und ihre unbestimmte Drohung wurde langsam in den Hintergrund ihres Geistes gedrängt. Hermine hob eine Augenbraue. "In der Badewanne?" Sie begann, an ihren kleinen Flirtneckereien mit Severus enormen Gefallen zu finden und sie vermutete, ihm ging es nicht anders.
"Ich glaube nicht, dass ich in der Lage wäre, die Creme im Wasser anzuwenden. Ich werde warten, bis du im Bett bist." Sie ist gleichzeitig so süß, unschuldig und extrem sexy.

"Sicher, dass ich dich nicht mit einer Rückenwäsche reizen kann? Ich bin ziemlich gut darin, wie du weißt."

Ja, meine Verführerin, du bist wirklich gut. Grinsend wies er nur auf die Badezimmertür.

Sie seufzte über die Niederlage und ging baden. Nachdem dies erledigt war, massierte er ihr die schmerzenden Gliedmaßen und den Rücken, indem er gleichzeitig die Creme einrieb. Schon nach kurzer Zeit wurde sie schläfrig. Das letzte, was sie in Erinnerung hatte, bevor sie einschlummerte, waren seine Lippen auf ihrer Stirn und das Gefühl, wie er sie an seinen Körper zog.

***** ***** ***** ***** ***** ***** *****

Am nächsten Morgen beim Frühstück fragte Hermine: "Severus, wie sind deine Pläne für Weihnachten? Es ist nur noch vier Tage."

"In der Regel bleibe ich Weihnachten hier. Ich habe keine Familie, die ich besuchen muss. Hast du etwas Spezielles vor?"

"Ich bin jedes Jahr zu Weihnachten zum Abendessen im Fuchsbau. Ich würde mich freuen, wenn du mich begleiten würdest." Bitte komm mit mir! Ich möchte den Weihnachtstag nicht eine Minute ohne dich verbringen.

"Tut mir leid, aber ich habe wirklich nicht das Bedürfnis zu Weihnachten oder auch zu anderer Zeit im Fuchsbau zu sein. Obwohl ich Arthurs und Mollys Gesellschaft sehr schätze, möchte ich nicht von ihrem Nachwuchs umgeben sein."

Hermines Gesichtsausdruck fiel in sich zusammen. Es hat ihr weh, dass er nicht einmal darüber nachdachte, sie zu begleiten. Es schien, dass es ihn nicht einmal kümmern würde, wenn sie Weihnachten nicht mit ihm verbrachte. Nun, sie wäre nur einen Teil des Tages weg, aber trotzdem! Er versuchte nicht einmal, seine Meinung zu ändern. "Oh, ich verstehe. Nun, das ist okay. Ich werde dann deine besten Grüße ausrichten."

Hermine ging in ihr Zimmer und schloss die Tür. Sie war wütend, dass er nicht mit ihr gehen würde und sie wollte nicht, dass er es wusste. Sie wollte außerdem nicht nörglig erscheinen, nachdem sie ein solch unbeschwertes Verhältnis seit wenigen Wochen hatten und sie wollte Zeit haben, um allein zu sein und sich seiner Gegenwart zu entziehen.

***** ***** ***** ***** ***** ***** *****

Am Weihnachtsmorgen erwachte Hermine von sonderbaren Geräuschen. Wieso, das klingt fast wie Krummbein! Was ist das? Als sie sich aufsetzte und versuchte, sich zu orientieren, merkte sie im gleichen Augenblick, dass Severus nicht im Bett neben ihr war. "Severus?"

"Hier drüben, Hermine." Sie sah zum Fuß des Bettes, ignorierte die Weihnachtspäckchen dort und entdeckte Severus im Besitz eines kleinen orangen Fellknäuels. Was zum Teufel? Leicht grinsend hielt ihr Severus sein Bündel vor die Nase und sagte: "Frohe Weihnachten!"

Sie juchzte laut ob der Miniaturversion ihres geliebten Krummbein auf. "Oh, vielen, vielen Dank! Er sieht aus wie mein Crooks! Ich liebe ihn!"

"Ich freue mich, dass er dir gefällt. Du scheinst den anderen zu vermissen und ich wollte, dass du einen neuen Vertrauten hast." Er war überrascht, als sie ihm zwei schnelle Küsse auf seine Wangen gab, bevor sie mit ihrer Inspektion des Haustieres fortfuhr. Ein Teil von ihm wünschte sich, dass er für ihren liebevollen Angriff bereit gewesen wäre. Er hätte sie zurückküssen können.

Sacht setzte sie den Kniesel auf ihr Bett, holte ein eingewickeltes Päckchen aus dem Haufen am Fuß des Bettes und reichte es an Severus. "Dir auch frohe Weihnachten." Severus nahm das Geschenk und öffnete es. Zum Vorschein kam eine schöne, von Hand gemachte, grünweiße Babydecke. Nach genauerem Hinsehen, bemerkte er die zwei SS in der Ecke.

"Woher hast du das? Meine Babydecke hatte auch dieser Stickerei in der Ecke und den gleichen Grünton, obwohl meine ganz grün war."

"Nun, ich hoffe, dass es dir nichts ausmacht, aber ich war irgendwann auf der Suche nach einer Decke und habe deine Truhe durchstöbert und sie entdeckt. Ich wollte ein besonderes Geschenk in diesem Jahr für dich haben und so habe ich beschlossen, aus deiner alten Decke, mit Hilfe des weißen Garns, etwas für dich zu entwerfen. Ich habe es selbst gemacht." Was sie ihm nicht sagte, war, dass der weiße Teil der Stoffes aus ihrer eigenen Babydecke stammte.

"Es stört mich nicht. Sie ist sehr schön, Hermine, ich danke dir vielmals." Severus rieb die Decke sanft zwischen seinen Fingern, das Gefühl des weichen Garns genießend.

"Es sieht so aus, dass sich nun all die Zeit auszahlt, die ich beim Versuch, Schals und Mützen zur Befreiung der Hauselfen zu stricken, zugebracht habe", scherzte Hermine.

"In der Tat, das hat sie," stimmte Severus zu. Seine Lippen umspielte ein leichtes Lächeln. "Wirst du noch deine anderen Geschenke öffnen?"

Hermine schielte auf den kleinen Haufen von Geschenken. "Nein, ich muss bald in den Fuchsbau und mich noch fertig machen. Deines ist das einzige Geschenk, das wichtig war." Sie grinste verlegen und streckte sanft ihre Hand nach dem neuen Kniesel aus, um ihn zu streicheln. "Ich werde sie öffnen, wenn ich zurückkomme. Bist du dir sicher, dass du nicht mitkommen willst? Wir bleiben nur ein paar Stunden."

"Nein, aber ich weiß die Einladung zu schätzen. Ich werde mit dem Öffnen meiner Geschenke auf deine Rückkehr warten." Verdammte Weasleys, dass sie mir heute meine Hermine wegnehmen, auch wenn es nur ein paar Stunden sind! Persönlich beschloss er, ihr ein besonderes Vergnügen zu bereiten. Er wollte keinen Baum während der Ferienzeit in seinen Räumen, aber ein kleiner wäre vielleicht nicht verkehrt. Sowie er konnte, würde er einen Hauselfen beauftragen, einen aus der Eingangshalle zu stibitzen, da gab es viele, die einige der jüngeren Schüler dekoriert hatten. Sobald das geschehen wäre, würde er ihre Geschenke darunter legen. Sie würde damit und mit ihm zufrieden sein. Sein Plan war, sie nach dem Geschenkauspacken zu küssen. Das Ganze würde sich als schöne Kulisse erweisen.

"Also gut." Hermine ging sich duschen und anziehen. Als sie ins Wohnzimmer kam, wartete ein Brief auf dem Esstisch neben einem Teller mit frischem Obst und Toast, welchen Severus augenscheinlich für sie angerichtet hatte, auf sie. "Was ist das?"

"Keine Ahnung, da es für dich ist. Das Malfoy-Siegel ist allerdings auf der Rückseite."

Hermines Herz sank, als ihr die Bedrohung durch Lucinda Malfoy wieder in den Sinn kam. Als sie den Umschlag aber öffnete, kam eine Einladung zum Tee für den nächsten Tag bei Narcissa zum Vorschein. Sie lächelte, schrieb ihre Zustimmung und schickte die Antwort mit der von Severus geliehenen Eule auf die Reise.

Nach dem Frühstück, beendete Hermine ihre Vorbereitungen und vergewisserte sich, dass es ihrem Kniesel gut ging. Als sie begann, die Geschenke, die sie für ihre Freunde besorgt hatte, zusammenzutragen, wurde ihr klar, wie viel sie mit sich herumschleppen musste. Sie wünschte, sie hätte sie ihnen durch Magie zugesandt, wie alle anderen es auch getan hatten, wie sie es normalerweise tat. Schulterzuckend scheuchte sie den Gedanken fort. Während der Schwangerschaft war es ihr erlaubt, sich etwas faul zu fühlen. Hölle, ich bin nicht schwach, nur schwanger.

Sie fand Severus lesend vor dem Kamin. "Also, ich gehe jetzt. Gegen drei sollte ich zurück sein, wenn nicht früher."

"Nimm dir Zeit und vergnüge dich." Ich wünschte, du würdest hier bei mir bleiben, aber ich werde nicht zulassen, dass du es weißt und dich zu einer Wahl zwingen.

"Mach ich." So weit, wie es mir ohne dich möglich ist. Von seinen Räumen flohte sie direkt zu den Weasleys.

Nachdem sie weg war, traf er mit Dobby die Absprache zur Durchführung seines Vorhabens, einen bereits geputzten Baum in seinem Quartier aufzustellen. Nachdem dies geschehen war, beorderte er all ihre Geschenke herein und platzierte sie um den kleinen Baum. Wer hätte gedacht, dass er jemals einen Baum in seinen Räumen dulden würde? Er musste zugeben, dass es nicht so schlimm aussah. Ein Teil von ihm wünschte, er hätte es schon zeitiger zugelassen, einzig nur, um ihr Lächeln bei jedem Mal gesehen zu haben, wenn sie ihn bestaunt hätte.

Gerade als Severus sich wieder in sein Buch vertiefte, erklang ein Klopfen an seiner Tür. Nun, wer, zum Teufel, könnte das sein?

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TBC


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Zitat
Wir haben immer schon gespürt, dass sich zwischen Ron und Hermine etwas entwickelt, obwohl ich und Emma uns dessen nicht bewusst waren. Doch in diesem Film gestehen beide sich das ein. Als Hermine mit Viktor Krum auf dem Weihnachtsball erscheint, kapiert Ron endlich, dass er etwas für sie empfindet.
Rupert Grint