
von Ginny_93
"Und so frage ich Sie, Draco Malfoy, wollen Sie die hier anwesende Hermine Granger zu Ihrer Ehefrau nehmen? Sie lieben und ehren, ihr treu sein in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet? So antworten Sie jetzt mit 'Ja, ich will.'"
"Ja, ich will."
"Und Sie, Miss Hermine Granger? Wollen Sie den hier anwesenden Draco Malfoy zu Ihrem Ehemann nehmen? Ihn lieben und ehren, ihm treu sein in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet? So antworten Sie jetzt mit 'Ja, ich will.'"
Hermine sah in Dracos Augen, sah die Liebe in ihnen, und war sich sicher, bisher eindeutig die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.
Hermine erinnerte sich an jedes Wort. Es brachte sie fast schon wieder zum Weinen, sich daran zu erinnern. Es war so furchtbar gewesen, was danach geschah.
Gerade als der Pfarrer sich Hermine zuwenden wollte, stürmte jemand durch die Kirchentür und schrie laut "HAAAAAAAAAAAAAAAAAALT!!" Hermine, wie auch alle anderen Anwesenden, richtete ihren Blick von Draco zum Eingang und entdeckte Ron. "Ron, was willst du denn hier? Verschwinde!", sagte Hermine im strengen Ton. Doch Ron schüttelte den Kopf. "Hermine, ich hab dir etwas zu sagen. Ich weiß, du bist nicht sonderlich gut auf mich zu sprechen. Aber denkst du nicht, dass es für dich noch ein bisschen zu früh ist, zu heiraten?" Hermine blickte ihn geschockt an. "Nein, wieso sollte es auch. Wenn ich dich geheiratet hätte, wäre ich immerhin noch jünger gewesen", antwortete sie verwirrt. Ron lächelte sie an. "Aber mich kanntest du vorher auch länger. Hermine, das hier bist nicht du. Du brauchst es doch sonst immer ganz genau. Und jetzt heiratest du so holter-die-Polter drauf los? Was ist denn in dich gefahren? Du weißt doch garnicht, ob er in einem Jahr immer noch so ist wie heute. Du weißt doch nicht einmal, ob er dich so wird weiter machen lassen, wie du es immer wolltest. Vielleicht will unser lieber Herr Malfoy ja eine Hausfrau zu Hause am Herd? Hast du darüber schon mal nachgedacht? Ich hätte dir alle Zeit gegeben, die du brauchst. Er scheint es aber ziemlich eilig zu haben." Hermine blickte ihn geschockt an. Dann zu Draco. Dann wieder zurück zu Ron. Woher wusste Ron alle ihre Bedenken? Hatte sie es vielleicht doch überstürzt? Die ganze Kirchengemeinschaft starrte von Ron zu Hermine. "Hermine? Möchtest du kurz reden?", fragte Ginny Hermine leise. Diese nickte geschockt. Zu geschockt, um etwas zu sagen. So begleitete Ginny Hermine in einen seperaten Raum. Einen verdutzten Draco und einen recht zufrieden wirkenden Ron zurück lassend.
"Hermine, was ist denn los mit dir? Du warst dir doch eben noch so sicher. Komm schon, Draco liebt dich und das weißt du. Er würde niemals etwas tun, was dir nicht gefällt. Also, komm, lass dich nicht von Ron verunsichern. Genau das will er doch", redete Ginny auf Hermine ein. Doch diese schüttelte den Kopf. "Er kennt mich zu gut. Sonst hätte er nie wissen können, dass mich genau das aus der Fassung und zum Überdenken bringt. Ich kann das nicht, Ginny. Nicht mit irgendeinem Zweifel. Und davon hab ich gerade mehr als genug", schloss Hermine traurig. Ginny sah ihre Freundin geschockt an. "Jetzt hör mir mal gut zu, Hermine. Draco hat ein halbes Jahr lang auf dich gewartet. Als du im Koma lagst. Und selbst wenn du nicht mehr aufgewacht wärest, wäre er noch lange von zu Hause und von seinen Freunden fern geblieben. Weil er das alles nicht verkraftet hat. Du hättest ihn sehen müssen. Er war völlig unfähig, zu bedenken, dass er auch noch lebt", versuchte Ginny es noch einmal. Hermine blickte ihre Freundin traurig an. Dann lief ihr eine stumme Träne über die Wange. "Es ist zu früh."
"Sag mal, bist du völlig durchgeschnappt?? Was suchst du hier? Lass Hermine doch endlich mal glücklich werden!", machte Harry Ron an. "Sie ist nicht glücklich. Wenn du nicht selbst gesehen hast, dass sie Zweifel hat, dann bist du echt blind. Man sollte keine Ehe eingehen, wenn man Zweifel hat. Und davon hat sie eine Menge. Sonst wäre sie eben nicht so schockiert mit Ginny in einen Nebenraum gegangen. Sie soll nicht irgendwann bereuen, den falschen geheiratet zu haben", schloss Ron überzeugt. Harry schüttelte nur den Kopf. Natürlich hatte er bemerkt, dass Hermine ein bisschen zweifelte. Aber das gehörte doch schon ein bisschen dazu. Die Panik, doch etwas Falsches zu tun. Vor Aufregung. Aber als Hermine eingetreten war, hatte Harry eigentlich keinen Zweifel mehr gesehen.
Plötzlich öffnete sich die Tür vom Nebenzimmer. "Ich hoffe, du weißt, was du tust", sagte Ginny, blickte noch einmal zurück, bekam ein Nicken von Hermine und ging weiter in die Kirche zum Altar. "Draco? Kannst du... mal kurz mitkommen?" Draco, der schon eine leise Ahnung hatte, was jetzt kam, ging sofort mit ihr mit. Würde Hermine jetzt Schluss machen?
Draco betrat den kleinen Nebenraum und Ginny schloss die Tür. Sie wartete lieber draußen. Hermine stand vor dem Spiegel und betrachtete sich und ihr Kleid. Sie weinte. Draco räusperte sich. Hermine erschrak und drehte sich um. Sie sah immer noch wunderschön aus. "Ich sollte herkommen?", begann Draco dann. Hermine nickte. "Draco ich... weiß nicht, wie ich es sagen soll." Draco musste schlucken. Das fing ja schon mal sehr gut an. "Ich kann das nicht", brachte Hermine schließlich raus. Draco sah sie ausdruckslos an. Bewegte sich nicht. "Aha. Und wieso nicht?", fragte er ein wenig grantig. "Weil dein lieber Exfreund doch toller ist? Weil du dich von ihm hast einwickeln lassen? Weil du zu viele Zweifel hast die er gerade aufgerollt hat??" Hermine blickte traurig auf den Boden. "Ich will mich nicht trennen. Ich liebe dich, aber ich kann dich noch nicht heiraten. Es ist zu früh." Bei diesen Worten sah sie wieder auf und blickte Draco in die Augen. "Hermine, irgendwann musst du dich mal entscheiden. Dann sag nächstes Mal nicht Ja. Wenn es überhaupt ein nächstes Mal für dich gibt. Denn ich versteh dich nicht. Wenn du mich liebst und ich dich liebe, wo liegt dann das Problem, dass ich dich nicht seit Hogwarts... naja, kenne oder gut... behandle", er verhaspelte sich ein wenig. "Naja, was ich damit sagen will: Entweder ganz oder garnicht. Ich kann so ein Mittelding nicht. Weißt du, dafür bin ich nicht stark genug. Ich liebe dich, aber ich weiß nicht, ob ich das überstehe, weiterhin mit dir zusammen zu leben, mit dem Wissen, dass du mich nicht heiraten wolltest. Wie stellst du dir das denn bitte vor?" Draco war außer sich. Er verstand sie einfach nicht.
Das Ende der Geschichte war, dass Hermine sich nun eine eigene Wohnung hatte nehmen müssen. Sie und Draco waren nicht mehr zusammen. Es hatte ihr fast das Herz zerrissen, doch sie fühlte sich nicht im Stande, ihn mit so vielen Zweifeln zu heiraten. Schließlich wollte sie sich beide auch nicht unglücklich machen. Draco hatte sie nicht verstanden. Er hatte bisher auch nicht mehr wirklich mit ihr gesprochen. Und wenn, dann nicht gerade nett. Das hatte Hermine noch mehr weh getan. Sie hatte die nächsten Nächte bei Ginny verbracht und war nur zum Packen in die Wohnung von Draco und ihr gekommen. Es schien tatsächlich vorbei zu sein. Sie hatten einen Termin in einem Monat gemacht, um zu sehen, ob sie das dann nochmal genauer klären könnten. Diese Idee war zwar mehr von Hermines Seite gekommen, aber das machte ihr nichts. Sollte Draco doch in seinem Stolz verletzt sein. Sie wollte das unbedingt noch mit ihm klären.
Hermine wurde aus ihren Gedanken gerissen, als es an der Tür Sturm klingelte.
soo, erstes Kapitel, erste Kommentare ;) danke an alle, die nachträglich noch zur anderen FF (taste of heaven) Kommentare gemacht haben :) freu mich sehr, noch nachträglich Lob zu bekommen etc. hoffe, diese hier gefällt euch dann ebensosehr wie die erste und, dass ich viiiiiiiele Rückmeldungen bekomme... Wer da wohl an der Tür ist? oOoOoOoOoOo
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