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Fanfiction

life after the war - Review

von Lilian84

Hallo ihr Lieben. Sorry, dass es so lange gedauert hat mit dem nächsten Kapitel. Ich hatte ziemlich viel um die Ohren in letzter Zeit. Als Entschädigung bekommt ihr jetzt ein extra langes Kapitel.
@Hermine*Granger: Vielen lieben Dank fĂĽr deinen Kommi. So viel Lob aus deinem Munde bedeutet mir echt sehr viel.
Zum Thema Kapitelname hat meine Beta dir in der Kommi- Liste dazu geantwortet.
@FederflĂĽgel: Danke fĂĽr die Blumen. Ich versuche auch weiterhin die Story zwischen den beiden nicht zu kitschig werden zu lassen, aber Romantik muss schon sein.
@The Elder: Vielen Dank für den audführlichen Kommentar. Zu deinen Kritikpunkten: Harry schämt sich gegenüber Ginny, da sie zwar total ineinander verliebt sind, aber weiter als Händchen halten, sind sie bei mir noch nicht gegangen. Harry, der Selbstzweifler in Person, zweifelt natürlich auch an seiner Wirkung auf Frauen, deswegen habe ich das so geschrieben.
Kingsley ist jetzt Zaubereiminister und hat eine ziemlich große Verantwortung. Er will das Chaos im Ministerium beseitigen, da legt man halt plötzlich viel Wert auf so unwichtige Details, wie das aufnehmen einer Aussage.
Ich freue mich aber immer ĂĽber deine Kommis.
@all: Ich freue mich immer sehr ĂĽber eure Kommentare und hoffe, dass ihr immer weiter so fleiĂźig seid.
__________________________________________________




Ginny wurde noch am Abend vor Harrys Entlassung von Mrs. Weasley nach Hause geholt. Anscheinend konnte sie die Tatsache, dass Ginny im St. Mungo ĂĽbernachtete, wenn Harry wach war, nicht gut heiĂźen.
“Ginny, Schatz, ich brauche dich daheim zum Frühjahrsputz. Das ist dringend nötig und ich sehe es nicht ein, es wieder alleine zu machen. Also komm nach Hause.”
Ginny verleierte die Augen und blickte genervt zu Harry. Dieser kämpfte damit, nicht in großes Gelächter zu verfallen, weil es so offensichtlich eine fadenscheinige Ausrede war. “Ja, also wenn deine Mum dich braucht, dann solltest du gehen.”, sagte Harry mit einem Schmunzeln.

Nachdem Harry am Morgen erwachte, hatte er sich bereits angezogen, bis Heiler Pye das Zimmer betrat. “Guten Morgen, Mr. Potter. Wie ich sehe, lassen Sie sich nicht davon abhalten, uns heute zu verlassen. Wie geht es Ihnen? Irgendwelche Schwindelattacken, Kopfschmerzen oder massive Stimmungsschwankungen seit gestern?”
“Nein, nichts dergleichen. Kann ich jetzt los?”
“Ist ja schon gut, Mr. Potter, Sie können gehen. Ich will Sie aber warnen: Die Eingangshalle hier ist immer noch belagert von Reportern. Wenn Sie heraus gehen, müssen Sie sich darauf gefasst machen, dass diese Sie mit Fragen löchern werden.”
“Ich denke, dass ich da schon eine Lösung finden werde.”, sagte Harry geheimnistuerisch. Heiler Pye musterte ihn kurz und streckte ihm dann die Hand entgegen. “Ich wünsche Ihnen alles Gute Mr. Potter. Es war mir eine Ehre Ihnen helfen zu können.” Harry schüttelte ihm die Hand. “Ich danke Ihnen für alles.”
Als der Heiler den Raum verlassen hatte, warf sich Harry den Tarnumhang ĂĽber und schlich sich hinaus. Die beiden Auroren, die Harrys Zimmer bewachen sollten, saĂźen auf StĂĽhlen, die im Gang aufgestellt waren und lasen den neusten Tagespropheten. Sie bemerkten nicht, wie Harry hinausging.
In der Eingangshalle fiel ihm zuerst eine ziemlich schrill gekleidete Frau ins Auge, die unentwegt den Korridor beäugte, aus welchem Harry gerade trat. Hinter Rita Skeeter standen rund 30 weitere Reporter, die alle schon leicht gelangweilt schienen. So leise wie möglich schlich sich Harry an ihnen vorbei und verließ das St. Mungo. Als er auf die Straße trat, holte er erstmal tief Luft. Dann konzentrierte er sich mit aller Kraft auf den Grimmauldplatz und drehte sich.

Für den Nachmittag waren Hermine, Ginny und Ron angemeldet. Da vermutlich ihr Treffen ziemlich lange dauern würde, wollte Harry ein guter Gastgeber sein. “Kreacher?” Ein Plopp erklang und der alte Hauself stand vor ihm. “Der Meister hat gerufen.”, krächzte der Elf während er sich tief verbeugte. “Kreacher, wir bekommen heute Nachmittag Gäste, vielleicht könntest du ein paar Snacks vorbereiten und ein kleines Abendessen, aber mach dir nicht zu viele Umstände, wirklich nur was ganz einfaches.”
“Ganz wie der Meister wünscht.”, sagte der Elf, verbeugte sich noch einmal und verschwand dann Richtung Küche.

Kurz vor vier Uhr klingelte es an der Tür. Sofort begann das Gemälde von Mrs. Black mit dem üblichen Flüchen und Meckereien. Harry trat aus dem Salon heraus, feuerte einen Schockzauber auf das Gemälde und öffnete die Tür. Ron und Hermine begrüßten ihn mit einem großen Hallo und traten in den Flur. Nach ihnen kam Ginny auf Harry zu. Er sah sie an und sein Herz machte einen Hüpfer. Sie trug eine enge Jeans und ein grünes T- Shirt. Es war nichts besonderes, aber er fand sie in diesem Moment einfach atemberaubend. Grinsend schob sie sich an ihm vorbei. “Na, Harry, haben sie dich raus gelassen oder musstest du nach helfen?”
“Nein ich bin ganz offiziell entlassen worden. Und hast du deiner Mum bei ihrem Frühjahrsputz geholfen?”, sagte er und grinste sie frech an. “Ja, natürlich. Ich weiß doch, was sich als gute Tochter gehört.”, erwiderte sie mit einem gespielt empörten Blick.
“Ich hab dich vermisst.”, sagte Harry und ging einen Schritt auf sie zu. “Ich dich auch.”, flüsterte Ginny. Ihre Gesichter waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Harry schaute ihr tief in die Augen, bevor er sie sanft küsste. Ron räusperte sich. “Man Leute, ich dachte wir haben heute noch was vor. Also beherrscht euch mal.” Harry löste sich nur widerwillig von Ginny, nahm ihre Hand und zog sie mit sich. “Dann lasst uns mal in den Salon gehen.”
Kreacher hatte bereits einige Butterbier und Kurbissaft bereit gestellt, daneben stand eine Platte mit winzigen Sandwichs, sofort eilte Ron darauf zu. “Oh Mann, Harry, du denkst aber auch an alles.”, sagte er und stopfte sich gleich zwei Brote auf einmal in den Mund. Hermine ließ einen Seufzer verlauten, “Oh Ron, kannst du dich nicht einmal benehmen?” Ron sah sie entrüstet an, konnte aber nichts erwidern, weil sein Mund einfach noch zu voll war. “Setzt euch doch.”, sagte Harry schnell, bevor ein Streit zwischen den beiden entstehen konnte.
“Also, wir wollen heute unser Statement verfassen, damit die Presse Ruhe gibt. Wo wollen wir am besten anfangen?”, fragte Hermine. Harry schwieg. Es gab soviel, was die drei letztes Jahr erlebt hatten. Vieles war so persönlich und anderes zu wichtig und zu gefährlich, um es zu veröffentlichen.
“Wie wäre es, wenn ihr mir einfach mal die ganze Geschichte erzählt. Eigentlich weiß ich ja nur, dass Harry eine Aufgabe von Dumbledore bekommen hat und mehr auch nicht. Vielleicht fangt ihr da an?”, sagte Ginny und schaute Harry erwartungsvoll in die Augen.
“Ja nun, vielleicht. Also, Dumbledore hat mir vor gut zwei Jahren, als wir aus der Mysteriumsabteilung zurück gekehrt waren, den Inhalt der Prophezeiung gezeigt.”
“Aber ich dachte die wäre im Ministerium zerbrochen?”, warf Ginny ein.
“Das war sie auch, aber die Prophezeiung ist gegenüber Dumbledore gemacht worden, deswegen konnte er sie mir als seine Erinnerung zeigen. Die Prophezeiung lautete:
Der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, naht heran … jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt … und der Dunkle Lord wird Ihn als sich Ebenbürtigen kennzeichnen, aber Er wird eine Macht besitzen, die der Dunkle Lord nicht kennt … und der Eine muss von der Hand des Anderen sterben, denn keiner kann leben, während der Andere überlebt … ”
Harry ließ den Inhalt der Prophezeiung erst einmal auf Ginny wirken. Er sah ihr ins Gesicht und konnte förmlich sehen, wie ihr Gehirn auf Hochtouren arbeitete, um das eben gehörte zu verarbeiten.
“Als Dumbledore mir das sagte, war mir klar, dass es meine Aufgabe war Voldemort zu vernichten.”, fuhr Harry nach einiger Zeit fort. “Ich musste es also tun. Irgendwie hatte ich es ja schon immer gefühlt, aber es dann wirklich zu hören…”, Harry brach ab. Ginny legte ihm ihre Hand auf den Arm. Harry sah sie dankbar an und redete dann weiter. “Die Prophezeiung hätte aber zwei Kinder betreffen können. Sowohl auf Neville, als auch auf mich passte die Beschreibung. Aber Voldemort hat nur den ersten Teil der Prophezeiung gehört, deswegen hat er mich als `Ebenbürtigen` gekennzeichnet.”, dabei strich er sich die Haare aus dem Gesicht und zeigte seine Blitznarbe. “Dumbledore hat mir dann im sechsten Schuljahr Einzelunterricht gegeben. Dieser sollte mir helfen, Voldemort zu vernichten. Er hat mir mehrere Erinnerungen gezeigt, die Teile von Voldemorts Leben offenbart haben. Dann habe ich eine Erinnerung von Slughorn gesehen, die klar gemacht hat, dass Voldemort Horkruxe herstellen wollte, um sich unsterblich zu machen.”
“Was sind Horkruxe?”, wollte Ginny wissen. Hier schaltete sich Hermine ein. “Horkruxe sind Gegenstände, in welche ein Zauberer ein Stück seiner Seele einschließen kann. Um ein Stück seiner Seele abzulösen, muss der Zauberer eine sehr böse Tat begehen, wie zum Beispiel einen Mord. Wenn der Zauberer dann sterben sollte, stirbt er nicht richtig, weil noch ein Teil seiner Seele hier auf Erden ist. Deswegen ist Voldemort auch zurückgekehrt, als der Versuch Harry im Alter von einem Jahr zu töten, schief gegangen ist. Er konnte gar nicht richtig sterben.”
“Genau, und aus Slughorns Erinnerung haben wir geschlossen, dass er geplante hat sieben Horkruxe herzustellen, um auf ewig unsterblich zu sein. Das Gute war, dass bereits zwei vernichtet waren. Und du hast auch einen in den Händen gehalten, Ginny.”
“Ich? Aber wie?”, sagte Ginny und sah sehr erschrocken aus.
“Das Tagebuch. Riddles Tagebuch. Es ist ein Horkrux gewesen, deswegen hat es auch eigenständig denken, handeln und von dir Besitz ergreifen gekonnt. Es ist ein Teil von Voldemorts Seele gewesen.” Ginny blickte starr auf ihren Schoß und schwieg. Nach einiger Zeit sagte sie aber: “Du hast es zerstört. Du hast es mit dem Basiliskenzahn durchbohrt.”
“Ja, es war also ein Horkrux zerstört und Dumbledore, hat einen Weiteren, den Ring der Gaunts, gefunden und unschädlich gemacht. Die Gaunts sind Voldemorts Vorfahren gewesen. Dabei ist Dumbledores Hand von einem Fluch zerstört worden.”
“Also blieben noch fünf übrig.”, sagte Ginny und blickte Harry in die Augen. Dieser nickte. “Das stimmt. An dem Abend als Malfoy die Todesser nach Hogwarts gelassen hat, sind Dumbledore und ich auf dem Weg gewesen noch einen zu beschaffen. Aber wir haben keinen echten Horkrux gefunden. Es ist schon vor uns jemand dort gewesen und hat den echten Horkrux mitgenommen und zwar R.A.B.”
“Wer war das?”, warf Ginny ein. “Gleich.”, sagte Harry. “Wie du dich erinnerst, bin ich mit Dumbledore zurück gekommen und er ist von Snape getötet worden. Jetzt bin ich also auf mich alleine gestellt gewesen, die restlichen Horkruxe zu zerstören. Ron und Hermine haben sich nicht davon abhalten lassen mit zu kommen und im Nachhinein bin ich froh, denn sonst hätte ich es nicht geschafft.”
“Ach, nu hör doch auf.”, warf Ron ein. “Klar hättest du es auch ohne uns geschafft.”,
“Nein, das hätte ich nicht, denn sowohl Hermine, als auch du habt mir mehr als einmal meinen Hals rechtzeitig aus der Schlinge geholt.” Ron wollte erneut zu einem Widerspruch ansetzen, aber Harry kam ihm zuvor. “Nimm es einfach hin.
Wir haben nur noch warten müssen, bis ich Siebzehn geworden und die Spur los geworden bin, um zu unserer Mission aufbrechen konnten.”,
“Wir haben natürlich noch die Hochzeit von Bill und Fleur abwarten wollen. Den einen Tag haben wir auch noch abwarten können.”, sagte Hermine. “Und dann ist das Ministerium gefallen und die Todesser haben die Hochzeit gestürmt. Da ist leider keine Zeit mehr zum verabschieden geblieben.”, fuhr sie fort.
“Gleich nachdem wir mitten in Muggellondon gewesen sind, sind uns zwei Todesser auf die Schliche gekommen. Diesen haben wir erstmal entkommen müssen und danach sind wir hierher gekommen. Hier haben wir etwas gefunden, was uns wieder ein Stückchen voran gebrachte hat. Komm mit, ich zeige es dir.”, sagte Harry und zog Ginny mit hoch. Sie gingen ein Stockwerk höher und blieben vor einer Tür stehen, an der ein kleines hölzernes Schild befestigt war:

Kein Eintritt
Ohne ausdrĂĽckliche Erlaubnis von
Regulus Arcturus Black


“Hier haben wir R.A.B. gefunden, Sirius Bruder. Er hat den echten Horkrux aus der Höhle gestohlen, in der ich mit Dumbledore nach dem Horkrux gesucht habe. Wir haben das gesamte Zimmer durchsucht, aber nichts gefunden. Dann ist uns wieder eingefallen, dass wir bei der Putzaktion hier vor drei Jahren soviel alten Plunder weg geschmissen haben. Auch ein Medallion ist dabei gewesen. Vielleicht erinnerst du dich, keiner hat es öffnen können. Unsere einzige Chance ist es jetzt gewesen, dass Kreacher es wieder an sich genommen hat.”
“Ja, ich erinnere mich. Ist das nicht so ein furchtbar großes Teil gewesen? Hat es Kreacher nun wieder aus dem Müll gefischt?”, fragte Ginny.
“Ja, das hat er. Dabei fällt mir ein, es ist schon ganz schön spät. Kreacher wollte ein kleines Abendessen vorbereiten. Habt ihr Hunger? Wir können auch beim Essen weiter reden.”
“Na, klar, haben wir Hunger.”, sagte Ron schnell und sein Magen knurrte bestätigend. “Oh, Ron.”, sagte Hermine leicht genervt, folgte ihnen dann aber in die Küche. Dort hatte der Hauself bereits den Tisch gedeckt und als er die vier hereinkommen sah, ließ er auch schon den dampfenden Topf auf den Tisch schweben. “Ich habe Eintopf gemacht. Ich hoffe das ist dem Meister recht.”, sagte er, während er die Teller füllte. “Ja, danke Kreacher. Na, dann, haut mal rein.”, sagte er an die anderen gewandt.
Eine Weile saßen sie schweigend da, bis Ginny das Gespräch wieder aufgriff. “Also hat Kreacher den Horkrux gehabt.”
“Nein, leider nicht.”, sagte Harry. Mundugus Fletcher hat es mit einigen anderen Dingen gestohlen, nachdem Sirius gestorben war. Ich habe Kreacher beauftragt ihn zu finden und her zu bringen, damit er uns sagen konnte, wo das Medallion geblieben war. Nach einigen Tagen ist Kreacher mit ihm zurück gekommen und er hat uns erzählt, dass eine alte Sabberhexe vom Ministerium es ihm abgenommen hat, als Gegenleistung dafür, dass sie ihn nicht eingebuchtet hat.”
“Umbridge hat das Medallion gehabt?”, sagte Ginny schnell und schaute verwirrt zu den Dreien. “Ja, genau, und das hieß wir haben einen Plan gebraucht, um es ihr abzunehmen.”, fuhr Hermine fort. “Nach einiger Zeit der Vorbereitung haben wir uns mit Vielsafttrank in Ministeriumsangestellte verwandelt und sind quasi in die Höhle des Löwen gegangen. Wir haben versuchen in Umbridges Büro das Ding zu finden, wurden aber schnell getrennt. Ron hat irgendeinen misslungenen Zauber rückgängig machen und ich habe mit Umbridge, die Verhöre der muggelstämmigen Zauberer protokollieren müssen. Harry hat in ihrem Büro das Medallion gesucht, aber nicht gefunden. Ich habe schon leicht Panik bekommen. Immerhin hält der Vielsafttrank nicht ewig und die Verhöre hätten bestimmt den ganzen Tag gedauert. Aber Harry ist mit dem Tarnumhang zu mir und da haben wir das Medallion um Umbridges Hals baumeln gesehen. Harry hat sie daraufhin geschockt und es ihr ab genommen. Dann haben wir noch ihr Gedächtnis verändert und alle zum Verhör geladenen nach Hause geschickt. Wir sagten ihnen, dass sie sich verstecken sollten. Jetzt haben wir nur noch Ron finden und dann schnellstmöglich von dort verschwinden müssen. Aber wir sind bemerkt worden und sie haben alle Ausgänge dicht machen wollen. Wir drei haben es gerade noch so geschafft, aus dem Ministerium zu kommen. Als wir aber disappariert sind, hat sich Yaxley, ein Todesser, an uns ran gehängt und wir haben hin unfreiwillig in das Geheimnis um den Grimmauldplatz Nr.12 mit eingeweiht.” Hermine schaute betreten zu Boden. Sie gab sich noch immer die Schuld daran, dass dies passiert war. “Aber Hermine hat blitzschnell reagiert und ist mit uns gleich wieder appariert.”, sagte Harry. “Ja, und dabei hab ich mich zersplintert und ein Stück vom Oberarm verloren.”, warf Ron schnell ein und rollte seinen Ärmel hoch, um Ginny seine Narbe zu zeigen. “Aber ihr habt das Medallion und somit den dritten Horkrux gehabt, nicht wahr?”, fragte sie an Harry gewandt. “Ja, wir haben zwar den Horkrux gehabt, aber noch nicht gewusst, wie wir ihn zerstören sollten. Einfach in die Tasche packen, wollten wir ihn auch nicht, so haben wir es um den Hals getragen und uns immer abgewechselt, damit nicht einer zu lange unter dem Einfluss des Horkrux gestanden ist.”
“Aber hat das Seelenstück von Voldemort nicht Besitz von euch ergriffen, so wie das Tagebuch bei mir damals?”, fragte Ginny und blickte nervös in die Runde. Hier schaltete sich Hermine wieder ein. “Dass ein Seelenteil aus einem Horkrux von jemanden Besitz ergreift, passiert nur dann, wenn man eine enge persönliche Beziehung zu dem Gegenstand aufbaut. So wie du damals dem Tagebuch deine Ängste und Sorgen anvertraut hattest, so war das bei uns nicht. Wir haben zwar den Einfluss gespürt, aber es hat uns nicht willenlos gemacht. Wir haben gehofft es unter Kontrolle zu halten, wenn wir uns beim Tragen abwechseln.” Hier hörte sie auf zu sprechen. Sollte sie Ginny etwa erzählen, dass Ron sie im Stich gelassen hatte, weil das Medallion negativ auf ihn gewirkt hatte? Sie blickte zu Harry, dieser nickte kurz. Dann schaute sie zu Ron, doch dieser blickte nur verlegen zu Boden.
“Was habt ihr dann getan?”, wollte Ginny wissen. “In den Grimmauldplatz konntet ihr ja nun nicht mehr.”
“Wir haben unser Lager an verschiedenen verlassenen Orten aufgeschlagen und mit allen möglichen Schutzzaubern umgeben, die uns bzw. Hermine eingefallen sind. Fast täglich sind wir woanders hin gegangen, weil wir Angst hatten, entdeckt zu werden. Wir haben zwar mittlerweile einen Horkrux gehabt, aber nicht gewusst, wo wir nach den anderen suchen sollten. An Weihnachten sind wir dann nach Godrics Hollow gegangen. Ich habe ja schon immer mal dahin gewollt, um die Gräber meiner Eltern zu besuchen. Außerdem haben wir heraus gefunden, dass Bathida Bagshot dort lebte. Sie hatte sowohl meine Eltern, als auch Dumbledore gekannt und wir haben gehofft, dass sie uns vielleicht einige Informationen geben könnte, die uns weiter bringen würden. Aber wir sind in eine Falle von Voldemort getappt. Dieser hatte Bathilda schon lange vor unserem Eintreffen getötet und seinen Schlange, Nagini, war in ihren Körper geschlüpft. Als ich dann mit ihr habe reden wollen, hat sie mich angegriffen. Ich habe gerade das Medallion getragen und als Naginis Körper sich um meinen geschlungen hat, hat sich das Medallion in meine Brust gebrannt - vermutlich, weil sie selbst ein Horkrux gewesen ist, deswegen. Daher habe ich auch die Narbe auf der Brust. Hermine hat mich dann raus gehauen, kurz bevor Voldemort erschienen ist. Blitzschnell hat sie uns da raus appariert.” Harry machte eine kurze Pause. Ginny dachte über das gerade Gehörte nach und fragte dann: “Wo warst du Ron?” Dieser blickte erschrocken auf, auch Hermine sah ihn ängstlich an. Das war genau das Thema, dass sie umgehen wollten. Ron blickte verlegen zu seinen beiden Freunden und dann zu Ginny. “Ich bin nicht dabei gewesen. Ich habe mich vorher wie ein Trottel benommen. Das einzige, was ich zu meiner Entschuldigung sagen kann, ist, dass das Medallion mich beeinflusst hat. Ich habe die beiden im Stich gelassen und bin einfach gegangen. Als mein Kopf wieder klar gewesen ist und ich zurückkehren wollte, sind die beiden schon zu dem nächsten Ort verschwunden. Ich bin zu Bill und Fleur gegangen.” Entschuldigend blickte er noch einmal zu Hermine und Harry, die beide eine Handbewegung machten, die als `Schwamm drüber` gedeutet werden konnte. “Irgendwann hat der Deluminator, den Dumbledore mir vererbt hatte, mich wieder zu den beiden geführt. Da konnte ich Harry helfen, das Schwert von Godric Gryffindor zu bergen, da es in einem See lag. Dann haben wir zwei zusammen das Medallion zerstört.”
Harry fuhr nun fort: “Genau, aber wir haben noch immer nicht gewusst, wo wir die anderen Horkruxe finden sollten. Es haben noch vier gefehlt und nach Dumbledores Vermutungen, ist einer die Schlange Nagini gewesen, ein Teil war in Voldemort selbst, einer Huffelpuffs Becher und der letzte entweder etwas von Rawenclaw oder etwas von Gryffindor. Da wir nicht gewusst haben, wo wir suchen sollten, sind wir einer anderen Spur gefolgt, die wir in Godric´s Hollow entdeckt haben. Auf Bill und Fleurs Hochzeit ist Xenophilius Lovegood doch mit so einem komischen Anhänger aufgetaucht. Krum hat mir damals gesagt, dass es das Zeichen von Grindelwald sei. Auf dem Friedhof in Godric´s Hollow haben wir das Zeichen auch wieder gefunden und zwar auf dem Grab von Ignotus Peverell. Dieser ist aber schon lange Zeit vor Grindelwald verstorben, dass haben wir schon komisch gefunden. Das Zeichen haben wir auch noch in dem Buch entdeckt, dass Dumbledore Hermine vererbt hatte, ist unsere Neugier geweckt worden. Wir haben beschlossen, zu Xenophilius Lovegood zu gehen und ihn zu fragen, warum er das Zeichen getragen und was es für ihn bedeutete hat.” Harry sah Hermine an, damit sie weiter sprach.
“Er hat uns von der Legende erzählt, dass drei Brüder dem Tod begegnen und diesen überlisteten, daraufhin gewährt er jedem einen Wunsch. Der eine will einen Zauberstab, der ihn unbesiegbar macht, und der Tod gibt ihm den Elderstab. Der Zweite wünscht sich etwas, das die Toten zurück ins Leben holt, und der Tod gibt ihm den Stein der Auferstehung. Der Dritte möchte etwas, das ihn vor dem Tod unsichtbar macht und so gibt ihm der Tod seinen eigenen Tarnumhang. Mr. Lovegood hat uns erklärt, dass diese drei Gegenstände die Heiligtümer des Todes seien und dass es einige Zauberer gibt, die auch heute noch nach ihnen suchen. Ich habe das damals für totalen Schwachsinn gehalten, aber es hat trotzdem gestimmt, nicht wahr, Harry?”
“Ja, es hat gestimmt.
Wir haben nun also von den Heiligtümern des Todes gewusst und Dumbledore hat gewollt, dass wir davon erfahren, sonst hätte er Hermine nicht das Buch vererbt. Was wir nicht gewusst haben, ist, dass Mr. Lovegood in der Zeit, in der wir mit ihm gesprochen haben, nur versucht hat, uns hin zu halten. Die Todesser haben Luna gefangen genommen und ihn nun erpressten. Sie haben wohl gedacht, dass er mit mir in Kontakt steht, weil der Klitter auf meiner Seite gestanden ist. Er hat den Todessern Bescheid gesagt, dass wir da wären und diese sind auch gekommen. Wir haben uns ihnen zeigen müssen und nicht einfach verschwinden können, weil sie dann ganz sicher Mr. Lovegood getötet hätten. Dank Hermines genialen Einfällen ist es uns dann gelungen, dass die Todesser uns gesehen haben und wir trotzdem noch unbeschadet fliehen konnten. Wie du sicher gehört hast, haben sie Mr. Lovegood nach Askaban gebracht, aber wenigstens hat er gelebt.”
“Ja, aber wirklich weiter gebracht hat uns die ganze Geschichte ja nun auch nicht wirklich, oder?”, sagte Ron. “Ja, also mal ehrlich, haben wir denn vielleicht was Neues bezüglich der Horkrux- Geschichte herausgefunden?”
“Ja, das stimmt schon aber dann haben wir ja Glück im Unglück, nicht wahr?”, sagte Harry. “Ich hab nämlich Voldemorts Namen ausgesprochen und wir sind von den Greifern entdeckt worden. Hermine ist mal wieder geistesgegenwärtig gewesen und hat auf mich einen Schwellzauber angewandt, deswegen haben mich die nicht sofort erkannt. Sie haben uns nach Malfoy Manor gebracht, da sie Hermine aus der Zeitung wieder erkannt haben, und ihnen ist klar geworden, wer ich sein musste. Dort ist Hermine gefoltert worden, weil sie haben wissen wollen, woher wir das Schwert von Gryffindor gehabt haben. Ron und ich sind in den Keller, in ein Verließ, gesperrt worden, wo wir auf Luna, Ollivander getroffen sind. Dobby hat uns, Griphook und Dean, die beide mit uns gefangen genommen worden sind, da rausgeholt und nach Shell Cottage zu Bill und Fleur gebracht. Dobby ist dabei gestorben uns zu retten, er ist von Bellatrix mit einem Messer, welches sie in unsere Richtung schleuderte, ermordet worden, als ich ihn gerade an die Hand genommen habe, um zu disapparieren. Das war einfach hart und ungerecht: Unser Lebensretter war tot.” Harry verfiel in Schweigen. Auch Ron und Hermine sahen betreten zu Boden. Ginny drückte erneut Harrys Arm, auch sie hatte feuchte Augen.
Harry räusperte sich und fuhr fort: “Aber ein Gutes hat unser Ausflug zu den Malfoys gehabt. Bellatrix Lestrange hat so eine Andeutung gemacht, als sie das Schwert von Gryffindor bei uns gefunden haben. Da hat sie es richtig mit der Angst zu tun bekommen. Eigentlich hat das Schwert in ihrem Verließ sein sollen und als sie gedacht hat, dass wir es von dort gestohlen haben, hat sie richtig Angst bekommen, dass wir auch noch etwas anderes Wichtiges hätten haben können. Als wir dort draußen gewesen sind, habe ich mir gedacht, dass bestimmt ein Horkrux dort versteckt sei und wir haben mit Griphock gemeinsam einen Einbruch bei Gringrotts geplant. Als Gegenleistung dafür, dass er uns half, hat er aber das echte Schwert gewollt.” Er schaute zu Ginny, die ihm gebannt zuhörte. “Kommst du soweit mit?”, fragte er sie. “Ja ja, ich versteh schon, ist denn dann dort ein Horkrux gewesen?”
“Ja, und wir haben ihn auch bekommen, es ist Huffelpuffs Becher gewesen, aber das Schwert von Gryffindor ist weg gewesen. Leider hat Voldemort jetzt gewusst, dass wir seine Horkruxe gesucht haben. Das Tagebuch ist ja bereits zerstört gewesen, das hat er gewusst, jetzt hat er nachschauen wollen, was mit den restlichen passiert ist. Ich habe es sehen können - seine Gedanken. So habe ich heraus gefunden, das der letzte Horkrux in Hogwarts gewesen ist. Wir haben also so schnell wie möglich dort hin gemusst. Und dann seid ihr alle gekommen und habt kämpfen wollen und eigentlich habe ich euch da gar nicht mit reinziehen wollen, aber es ist zu spät gewesen. Voldemort ist in Hogwarts eingedrungen. Ron und Hermine sind auf die Idee gekommen, in der Kammer des Schreckens mit den Basiliskenzähnen den Becher zu zerstören. Ich habe unterdessen heraus gefunden, dass der andere Horkrux, das Diadem von Rawenclaw, im Raum der Wünsche gewesen ist. Crabbe, Goyle und Malfoy sind uns gefolgt und haben mich Voldemort ausliefern wollen. Crabbe hat Dämonsfeuer herauf beschworen und dieses hat nicht nur ihn getötet, sondern auch das Diadem zerstört. Jetzt ist also nur noch die Schlange geblieben und Voldemort selbst. Nagini ist mit Sicherheit bei Voldemort gewesen. Hermine, Ron und ich haben durch einen Geheimgang zur Heulenden Hütte geschlichen, da ich in seinem Geist gesehen habe, dass er sich dort aufgehalten hat. Voldemort hat sich schon vorher dem Elderstab bemächtigt, es ist Dumbledores Zauberstab gewesen. Er hat ihn Grindelwald abgenommen, nachdem er ihn besiegt hatte. Voldemort hat das herausgefunden und ihn aus Dumbledores Grab geholt. Der Zauberstab aber hat nicht so funktioniert, wie er es gewollt hat. Er hat gedacht, wenn er Snape tötet, dann würde er ihn ganz beherrschen. Er hat also Snape ermordet und ist auf das Hogwartsgelände zurück gegangen. Während Snape noch mit dem Tod gerungen hat, bin ich zu ihm gegangen und er hat mir seine Erinnerung gegeben, bevor er gestorben ist. Diese Erinnerung hat mir gezeigt, dass Snape meine Mutter geliebt hat, schon seit sie gemeinsam nach Hogwarts gegangen sind. Deshalb ist er übergewechselt. Es ist seine Schuld, dass meine Eltern getötet wurden, weil er Voldemort von der Prophezeiung erzählt hatte. Er hat richtige Reue gezeigt. Und das er Dumbledore getötet hatte, ist auf dessen Wunsch hin geschehen. Er wäre ohnehin gestorben, weil der Fluch, der seine Hand geschwärzt hat, langsam aber sicher seinen Körper vergiftetet hat. Dumbledore hat gewollt, dass Snape ihn tötet, bevor es Draco tun musste. Es ist abgesprochen gewesen.” Harry holte tief Luft. Jetzt kam er zu dem schwersten Teil der Geschichte. Aber er musste es erzählen.
“In Snapes Erinnerung hat aber noch eine weitere Information gesteckt, nämlich die, dass ich selbst ein Horkrux gewesen bin. Ich habe mich also töten lassen müssen und zwar von ihm, von Voldemort selbst. Das ist der schwerste Gang meines Lebens gewesen und Dumbledore muss das gewusst haben. Ich habe mich an den Schnatz erinnert, den er mir vermacht hatte. Darauf hat doch `Ich öffne mich am Schluss.` gestanden. Er hat sich für mich geöffnet und ich habe darin den Stein der Auferstehung gefunden. Ich habe ihn dreimal gedreht und meine Eltern, Sirius und Remus sind erschienen und haben mich auf diesem schweren Weg begleitet. Ich bin zu Voldemort gegangen und habe mich töten lassen. Danach bin ich in einer Art Zwischenwelt gewesen. Ich habe Dumbledore getroffen und wir haben uns eine Weile unterhalten, bis er schließlich gesagt hat, es sei meine Entscheidung, ob ich wieder zurückgehe oder nicht. Was Voldemort nicht bedacht hat, ist, dass er den Schutz den mir meine Mutter gegeben hatte, in sich aufgenommen hatte, als er mein Blut für seine Auferstehung genutzt hatte. Deswegen hat der Schutz weiter bestanden und ich habe entscheiden können, ob ich weiterleben wollte oder ob ich weitergehe. Das heißt: Ich hätte nie sterben können, solange Voldemort noch lebt. `Keiner kann leben, während der Andere überlebt`!”
Harry schaute zu den Dreien auf. Alle schauten ihn mit einem geschockten, aber auch gespannten Gesichtsausdruck an. Leise fuhr er fort: “Ich habe da an euch denken müssen. Wie habe ich denn dort bleiben können, wo doch Voldemort immer noch in Hogwarts gewesen ist und sein Unwesen getrieben hat. Ihr alle seid weiterhin in Gefahr gewesen. Ich bin also zurück gekehrt. Hier, in der realen Welt, ist scheinbar keine Zeit vergangen. Voldemort ist geschwächt gewesen. Schließlich hat es nur noch einen Horkrux gegeben - Nagini. Er hat Narzissa Malfoy zu mir geschickt, um nach zusehen, ob ich wirklich tot gewesen bin. Als sie gemerkt hat, dass ich noch gelebt habe, hat sie mich gefragt, ob es Draco gut ginge. Als ich dies bejaht habe, hat sie Voldemort angelogen. Hagrid hat dann meinen vermeintlichen Leichnam aus dem Wald tragen müssen.”
“Das ist das Schlimmste gewesen!”, warf Hermine ein und ihre Stimme bebte. “Ich habe ja wirklich gedacht, dass Voldemort es am Ende doch noch geschafft hat dich zu töten. Alle Hoffnung, die mich das letzte Jahr durchhalten lassen hat, ist auf einmal verschwunden und …” Tränen liefen ihr über die Wangen. Ron kam schnell zu ihr, reichte ihr ein Taschentuch und nahm sie in den Arm.
Harry blickte zu Ginny. Diese saß mit versteinertem Gesicht da. Sie war ebenfalls in die Erinnerung versunken, als Hagrid den offensichtlich toten Harry zu dem Schloss trug. Es war für sie der schlimmste Augenblick in ihrem Leben. In diesem Moment fühlte sie sich einfach nur leer und ausgebrannt - eine tiefe Hoffnungslosigkeit hatte sie überfallen. Ginny schreckte auf, als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte. Sie blickte auf und direkt in Harrys Augen. Eine einzelne Träne lief ihr über die Wange. Harry strich sie mit dem Daumen weg und sagte: “Ich bin ja noch da!” Ginny warf sich ihm in die Arme und weinte stumme Tränen an seine Schulter. Harry hielt sie einfach nur fest, während Hermine bei Ron ihren Tränen freien Lauf ließ. Ron schniefte Geräuschvoll. Die Erinnerung an diesen Augenblick erinnerte ihn schmerzlich an den Verlust von Fred und als er auch noch dachte, dass sein bester Freund Opfer von Voldemort wurde… Jetzt weinte er mit den anderen.
Harry war bestürzt. Die Drei so zu sehen, zeigte ihm, wie wichtig er für sie war. Auch ihm traten die Tränen in die Augen, aber er hielt sie zurück. Minutenlang verweilten sie so. Ginny löste sich als erstes von Harry und sah ihn an, als sie sagte: “Ich bin so froh, dass alles nur ein böser Traum gewesen ist. Als du in der Halle deinen Tarnumhang runter gerissen hast und dich zwischen Voldemort und meine Mum gestellt hast, habe ich gewusst, dass alles gut werden würde.”
Hermine blickte ihren besten Freund an: “Ich freue mich, dass wir dich noch haben.”
“Ja, ohne dich hätten wir ihn nicht besiegen können.”, sagte Ron und die beiden kamen auf ihn zu. Noch bevor Harry genau wusste, was sie vor hatten, wurde er von beiden umarmt. In diesem Augenblick wurde den Dreien klar, dass sie es endlich geschafft hatten. Ihr weiter Weg war beendet. Sie hatten die Aufgabe, die ihnen Dumbledore erteilt hatte, erfüllt und auch die Rätsel, die er ihnen mit auf den Weg gegeben hatte, gelöst. Ihnen war allen klar, dass sie gemeinsam so viel erlebt hatten, wie sonst niemand auf der Welt und sie wussten, dass ihre Freundschaft auf ewig halten würde, genauso, wie sie gewusst hatten, dass sie Freunde werden würden, als sie im ersten Jahr in Hogwarts, gemeinsam den Troll besiegt hatten.

Nach einer kleine Ewigkeit lösten sie sich voneinander. Harry räusperte sich: “Jetzt müssen wir das nur noch für die Presse zusammenschreiben. Aber ich denke, die Heiligtümer sollten wir unerwähnt lassen und auch die Sache mit den Horkruxen. Nicht, dass irgendjemand auf die Idee kommt, Voldemort nach zu eifern. Ich werde mal Pergament, Federn und etwas Tinte holen.” Er wandte sich bereits zum gehen, als Hermine sagte: “Ich mach das schon, Jungs. Ihr beide habt es doch schon immer gehasst Aufsätze zu schreiben. Außerdem ist es schon spät. Harry, hast du was dagegen, wenn wir bei dir übernachten. Mrs. Weasley weiß Bescheid.”
“Klar, kein Thema. Danke, Hermine!”
“Ja, danke, Hermine, du bist die Größte.”, sagte Ron und wirbelte sie durch die Luft, bevor er sie küsste.
Harry beauftragte Kreacher die Zimmer her zurichten. Mittlerweile war es schon weit nach Mitternacht und sie waren alle ziemlich erschlagen. Ginny und Hermine teilten sich das Zimmer, das sie auch schon bewohnt hatten, als der Orden noch hier sein Hauptquartier hatte. Ron schlief in dem Raum, den er damals mit Harry zusammen hatte und Harry zog sich in Sirius ehemaliges Zimmer zurĂĽck.
Harry lag noch lange wach und dachte an das heutige Gespräch. Plötzlich hörte er, wie sich Schritte der Tür näherten. Aber er kannte diese Schritte, sie waren ihm nicht fremd. Als Ginny sein Zimmer betrat, blickte er ihr gespannt in die Augen. “Ich kann nicht schlafen, hättest du noch etwas Platz für mich?”, fragte diese. Harry rückte als Antwort etwas zur Seite und klappte die Decke einladend zurück.


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Zitat
Manchmal ist es auch sehr schade, dass eine Figur verschwindet und im nächsten Band nicht mehr vorkommt. Dazu zählt beispielsweise Gilderoy Lockhart, den ich sehr mochte, weil er so furchtbar eitel war und ich mir einen Spaß daraus machte Leute aus dem Showbusiness mit seiner Charakterisierung zu veralbern.
Rufus Beck