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Fanfiction

All That You Want - UnerwĂŒnschte PlĂ€ne

von Mme_Maxime

Hi meine lieben Leser! Vielen Dank fĂŒr die Kommies, jetzt kommst schon Nachschub, wir wollen ja irgendwann bei der Hochzeit ankommen, ne? ;-D

@Nymphadora Tonks-Lupin: Also erstmal danke schön fĂŒr das Lob! Wie schon im Tread gesagt, es ist immer toll zu hören, dass man sich verbessert! Und nein, es ist nicht zu fies von dir wenn du dich freust, wir wissen ja beide, dass Rod im Moment wirklich besser fĂŒr Bella wĂ€re...
Aber mein Roddy ist ĂŒbrigens immer blond, schon in meiner allerersten FF war das so. KA wieso, aber ich glaube, das irgendwo im Buch stand, dass er blond ist. Die Stelle find ich aber grad nicht :-D Ok, wie dem auch sei, mein Rod ist blond, auch wenn schon andere das kritisiert haben... Anscheinend stehe ich mit dieser Ansicht ziemlich allein da, die meisten sehen ihn als Dunkelhaarig an...

@SchokoBienchen: Hiu, da hörst sich mal eine aufgewĂŒhlt an. Freut mich zu hören, dass es dir gefallen hat. Ich versuche immer möglichst viel GefĂŒhl in die Geschccihte zu bringen, weil ja sonst nicht viel passiert und irgendwo muss ja irgendwas passieren *lach*
Und es freut mcih wirklich, dass du den Titel gut findest. ich fand ihn auch sehr schön *böses Eigenlob* Naja, jedenfalls passt der schon irgendwie... hoffentlich gefÀllt dir dieses Kapitel auch...

@all: Ja, jetzt geht es also schon weiter, dieses Kapitel ist nicht so lang und es passiert auch nicht so viel, aber ich fand es trotzdem wichtig. Also jetzt genug gelabert,
Viel Spaß beim Lesen!



UnerwĂŒnschte PlĂ€ne

Als Bellatrix am nĂ€chsten Morgen aufwachte, fĂŒhlte sie sich orientierungslos und brauchte einen Moment, um sich klar zu werden, wieso sie so deprimiert war. Sie wollte nicht aufstehen, und so blieb sie liegen, bis plötzlich mit einem lauten Knacken ein verstörter Hauself in ihrem Zimmer erschien.
„Verzeiht die Störung, Miss Bellatrix, aber die Herrin hat Gibbsy befohlen, Miss Bellatrix zum Aufstehen zu zwingen und ihr zu sagen, sie solle bereit sein, mit der Familie außerhalb zu lunchen.“ Quiekte der Elf und verneigte sich tief, ehe er verschwand.
Aufgebracht vor sich hin murmelnd stand Bellatrix auf und schlurfte ins Badzimmer, wo sie heiß duschte und sich dann ein schlichtes schwarzes Kleid anzog. Sie war zutiefst enttĂ€uscht vom Dunklen Lord, sie hatte ihm vertraut und nun verheiratete er sie, nicht mit irgendjemandem, sondern mit Rodolphus Lestrange, ihrem persönlichen Alptraum. Sie hatte es ihm erzĂ€hlt, hatte auf Rache gehofft, doch er gab sie ihm einfach so, wohlwissend, was er ihr beinahe angetan hatte, sie konnte nicht begreifen, wie Tom, ihr Tom, so kaltherzig sein konnte. Mit mĂŒden Bewegungen flocht sie ihre Haare zu einem lockeren Zopf. Dann ging sie hinaus und die marmorne Haupttreppe hinunter. In der Eingangshalle standen schon ihre Eltern, ausgehfertig und wartend.
„Endlich. Bellatrix, wann lernst du endlich, dass PĂŒnktlichkeit eine Tugend ist?!“ bemerkte ihre Mutter kritisch bevor sie sich bei ihrem Mann unterhakte und sie vorrausgingen. Bellatrix ignorierte die Bemerkung, legte sich eine schwarze Stola um und folgte ihren Eltern hinaus und hinter die Appariergrenze. Dort verschwanden alle drei gleichzeitig und tauchten in der Winkelgasse wieder auf. Bellatrix ging einfach hinter ihren Eltern her, ohne viel von der Umgebung mitzubekommen. Sie betraten ein altes BacksteingebĂ€ude, das zu einem sehr vornehmen Restaurant um dekoriert worden war. Von einer freundlichen Oberkellnerin wurden sie an einen eleganten Tisch in einer abgelegenen Ecke gefĂŒhrt.
„Bellatrix, dann erzĂ€hl doch mal, wie kommt es, dass der liebe Rodolphus dich nun plötzlich zur Frau haben will, obwohl du ihn schon einmal hast abblitzen lassen?“ fragte ihre Mutter, kaum dass sie sich gesetzt und die GetrĂ€nke geordert hatten. „Weiß er nicht, dass du dich anstandslos diesem
 diesem-
“ ein mahnendes RĂ€uspern ihres Mannes ließ sie innehalten.
„Ich meinte, dass du die MĂ€tresse-“ sie sprach das Wort aus wie ein widerliches Schimpfwort, „-des Dunklen Lords bist?“
Die ErwĂ€hnungen seines Namens drohten, die Wunden wieder aufzureißen, die Erinnerungen wieder an die OberflĂ€che treiben zu lassen. Und es störte sie gewaltig, dass ihre Mutter so abfĂ€llig von Tom und ihr sprach. Es was so viel mehr als nur eine bedeutungslose AffĂ€re gewesen, zumindest fĂŒr sie. Bellatrix schĂŒttelte den Kopf.
„Ich weiß nicht, ob er es weiß, ich denke schon
 Aber das war ihm ja schon immer egal, er war ja ganz scharf darauf, dass er mich endlich heiraten darf.“ Schnaubte sie.
„Bellatrix, pass auf deine Ausdrucksweise auf!“
„Entschuldigung. Er war ja ganz scharf darauf, Mutter.“
Druella Black öffnete den Mund um etwas zu entgegnen, da hob ihr Gatte gebieterisch die Hand und brachte beide Frauen zum Verstummen.
„Hört auf euch stĂ€ndig zu bekriegen! Es ist doch egal, was war und wieso und alles, Hauptsache ist, dass unsere Große unter die Haube kommt.“ Sagte ihr Vater in seiner ruhigen, sachlichen Art und winkte den Kellner, der ihre Bestellungen aufnahm, herbei. „Und Rodolphus ist wirklich eine gute Partie. Er scheint dich zu schĂ€tzen, und er kann dich gut versorgen. Und er hat die Erlaubnis des Lords, du hĂ€ttest es wirklich schlechter treffen können, Bella. Die Lestranges sind eine sehr wohlhabende, einflussreiche Familie, du wirst ein gutes Leben fĂŒhren können.“
„Bellatrix, habt ihr schon PlĂ€ne, wann es stattfinden soll?“ erkundigte ihre Mutter sich wenig spĂ€ter und nippte an ihrem Rotwein.
„Wer? Was?“
Druella Black rollte verĂ€chtlich die Augen. „Du und dein Verlobter! Wann ihr heiraten wollt!“
„Oh. Nein. Am liebsten gar nicht. Aber das geht ja nicht, also so spĂ€t wie möglich.“ Gab Bellatrix abweisend zurĂŒck. Sie hörte kaum zu, was ihre Mutter antwortete, sondern stocherte gedankenversunken in ihrem Salat. Noch immer konnte sie nicht glauben, dass Tom sie einfach an Lestrange verheiraten wollte, er wusste es doch, wieso glaubte er diesem verrĂ€terischen Egoist, dass er sich bessern wollte? Ein Lestrange besserte sich nie! Und es war ihr auch egal, was ihr Vater sagte, er wusste kaum die HĂ€lfte der ganzen Geschichte. Es mochte sein, dass die Lestranges reich waren und Rodolphus so tat, als wĂŒrde er sie anerkennen, aber sie wusste es besser. Außerdem, was interessierte es sie, ob er sie versorgen konnte, sie hatte nicht vor, ihm eine gute Ehefrau zu sein und einen Haushalt zu fĂŒhren. Sie hatte bessere Dinge zu tun. Wenn es sein musste, wĂŒrde sie sogar anfangen zu arbeiten.

„Ah, nein, welch eine Überraschung! Sieh mal, Bellatrix, wer hier ist!“ das ĂŒberdrehte Kichern ihrer Mutter ließ Bellatrix aufblicken, ihr Blick war verschwommen von den erdrĂŒckenden Gedanken in ihrem Kopf. Ihre Augen registrierten zwei große, junge MĂ€nner und einen Ă€lteren mit einem kleinen Bauchansatz neben einer zierlichen, brĂŒnetten Frau, die ein strahlendes LĂ€cheln aufgesetzt hatte und Druella Black umarmte. „Druella, welche Freude!“ rief sie aus. Dann begrĂŒĂŸte sie Bellatrix mit den obligatorischen KĂŒsschen auf die Wangen. „Bellatrix, wir haben uns lange nicht gesehen. Wie schön, Sie nun bald in der Familie zu haben!“
Bellatrix lĂ€chelte gezwungen, am liebsten hĂ€tte sie der ganzen verlogenen Familie Lestrange ins Gesicht gespuckt. Sie blieb stumm wĂ€hrend Lestrange Senior formvollendet ihre Hand kĂŒsste, sie blieb stumm, als Rabastan Lestrange sie mit seinem typisch verschmitzten Grinsen begrĂŒĂŸte. Sie schaffte es sogar zu schweigen, als Rodolphus sie sanft, vor aller Augen, auf den Mund kĂŒsste. Eigentlich war es ein harmloser Kuss, aber Bellatrix fand es trotzdem unglaublich dreist von ihm, sie ĂŒberhaupt zu kĂŒssen. Hatte er sich nicht tausendmal entschuldigt, dass er ebendies getan hatte? Gut, es war eine völlig andere Situation gewesen, und jetzt war er sehr vorsichtig, aber sie fand es trotzdem unverschĂ€mt. Danach setzte Rodolphus sich zwischen Bellatrix und seinen Bruder an den Tisch, der schnell fĂŒr vier weitere Personen vergrĂ¶ĂŸert worden war.
„Na, Bella, freust du dich schon?“ Murmelte Rodolphus so leise in ihr Ohr, dass niemand anders er hören konnte. Sein warmer Atem streifte ihr Gesicht und sie kĂ€mpfte gegen den Drang aufzuspringen und wegzurennen.
„Du bist so ein widerwĂ€rtiger Egoist. Du hast doch nur darauf gewartet. Von wegen noch eine Chance verdient und der ganze Schmarrn. Du hast doch nie vorgehabt dich zu Ă€ndern! Du hast ihn angelogen!“ zischte Bellatrix und wandte das Gesicht ab. Rodolphus lachte leise in sich hinein.
„Wer weiß. Vielleicht wirst du dich ja Ă€ndern, dann brauche ich es nicht.“ flĂŒsterte er dann.
„Bellatrix, meine Liebe, wann wĂŒrden Sie die Hochzeit abhalten?“ fragte Ashley Lestrange mit sĂŒĂŸlicher Stimme und lĂ€chelte ihre kĂŒnftige Schwiegertochter falsch an. Bellatrix lĂ€chelte noch falscher zurĂŒck und antwortete: „Ich weiß nicht, aber nicht vor nĂ€chsten Sommer.“
„Aber das dauert doch viel zu lange. Nein, ich dachte eher an kommenden Herbst. Die bunten BlĂ€tter wĂŒrden einen zauberhaften Hintergrund fĂŒr die Hochzeitsfotos abgeben.“ Gab Ashley vertrĂ€umt zurĂŒck und wandte sich wieder Bellatrix‘ Mutter zu. Bellatrix starrte sie entgeistert an. In einem halben Jahr sollte sie schon Mrs. Lestrange sein?

Cygnus Black unterhielt sich angeregt mit Lestrange Senior, und Rabastan und Rodolphus waren in einen leisen Streit verwickelt. Froh ĂŒber ihre Ruhe aß Bellatrix ihren Salat und versuchte nicht zu denken, bis ihr plötzlich ein Verdacht kam.
„Du wusstest es, nicht wahr?“ fragte sie unvermittelt Rodolphus und funkelte ihn vernichtend an. „Das wolltest du mir sagen, als du seine Botschaft ĂŒberbracht hast, richtig?“
„Ja, aber du wolltest mir ja nicht zuhören.“
„Wieso auch. Normalerweise kommt aus deinem Mund sowieso nur Schwachsinn! Du hast es nicht verdient, dass ich dir zuhöre.“ Urteilte Bellatrix kalt.
„Ich habe mich schon mehrmals entschuldigt, was willst du noch?“ fragte Rodolphus aufgebracht und ein kleines bisschen verzweifelt.
„Dass du es auch so meinst und es wirklich bereust! Teure Geschenke ziehen bei mir nicht!“ zischte sie.
Die verzĂŒcken Blicke ĂŒber das sĂŒĂŸe PĂ€rchen, die ihre Mutter und ihre kĂŒnftige Schwiegermutter ihnen zuwarfen, ignorierte sie.
Bis zum Dessert schaffte Bellatrix es, in Ruhe gelassen zu werden, dann forderten die Lestranges erneut ihre Aufmerksamkeit.
„Sagen Sie, Bellatrix, wĂ€re es Ihnen lieber, vor oder nach der Hochzeit bei uns einzuziehen?“ fragte Ashley Lestrange, nachdem sie dasselbe Thema sicherlich schon mit Druella besprochen hatte.
„Sicher lieber vorher, nicht wahr, Bella?!“ warf Rodolphus ein und zwinkerte ihr zu. Bellatrix schluckte schwer und zwang sich, die Kontrolle zu wahren.
„Ich denke danach wĂ€re besser, schon allein wegen der Organisation und der Reputation.“ Sagte sie ruhig und ignorierte die stechenden Blicke ihrer Mutter, die jetzt sagte: „Aber Bella, wĂ€re es nicht schöner, deinen Verlobten schon mal vor der Hochzeit kennen zu lernen?“
Als ob es ihrer Mutter nicht völlig egal wĂ€re, ob sie ihren BrĂ€utigam kannte oder nicht. Bellatrix atmete tief durch und erwiderte: „Ich denke ich kenne ihn gut genug, Mutter.“
Da weder Lestrange Senior, noch Cygnus Black ihnen zur Hilfe kommen wollten, gaben sich Ashley und Druella schließlich geschlagen und vertieften sich wieder in die Aufstellung der GĂ€steliste und in SitzplĂ€ne und was noch alles. Bellatrix fiel wieder in deprimierende Gedanken, dass sie ja selber Schuld hatte, dass sie noch immer unbehelligt bei Tom sein könnte, wenn sie einfach den Mund gehalten hĂ€tte und nicht dummerweise gehofft hĂ€tte, er könnte, aus welchen GrĂŒnden auch immer, ihre GefĂŒhle erwiedern.


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Selbst Muggel wie wir sollten diesen freudigen, freudigen Tag feiern! Jenen nĂ€mlich, da sich der Londoner Verlag Bloomsbury entschloss, die Manuskripte der britischen Autorin Joanne K. Rowling zum Druck anzunehmen und sie der breiten, nichtmagischen Öffentlichkeit zugĂ€nglich zu machen.
Susanne Gaschke, Die Zeit