
von JanaBlack
Sie
Nur ein Blick zu Ihr, eine kurze Berührung, zeigte ihm, wie sehr er Sie mag, auch wenn er es eine Zeit lang nicht wahr haben wollte. Sein ganzer Körper kribbelte, als Sie ihm am Morgen beim Frühstück in der großen Halle, mit Ihren smaragdgrünen Augen, lächelnd, einen guten Morgen wünschte, doch der Moment wurde zerstört, als er aufkreuzte. Einer Ihrer Gryffendor Freunde. Einer, der soviel Grips wie eine Tomate besaß. Er setzte sich neben Sie und machte Ihr, wie man es selbst von der ferne aus sehen konnte, wie jeden Tag, jede menge Komplimente, doch Sie hörte nicht darauf. Sein Herz machte einen Hüpfer, als Sie einfach den Tisch mit ihren Freundinnen verließ. Potter, der Junge, der Sie die ganze Zeit angeschmachtet hatte, ließ sich nun von seinen Freunden trösten. Severus musste schnauben. Wenigstens hatte Sie noch Geschmack, nicht wie so viele andere Mädchen in ihrem Alter, die alle hinter Potter her waren. Potter.. ein Taugenichts wie er im Buche steht und sein schlimmster Feind, wie auch die anderen so genannten „Rumtreiber“, wieder musste er schnauben, nur Unsinn hatten sie im Kopf. Er konnte Sie nicht verstehen, dass Sie sich überhaupt mit denen abgab. „Sie“ war Lily Evans, seine beste Freundin und, wenn es nach ihm ginge, noch viel mehr, nur war er zu feige, es Ihr zu sagen.
Der Tag verging und nun lag ein verzweifelter Severus in seinem Bett. Wieso hatten sie ihn so provoziert. Er hätte zu Ihr doch nie so etwas gesagt. Er war den Tränen nahe. Vor wenigen Minuten stand er noch vor dem Portrait, der den Weg zu den Gryffendor Gemeinschaftsraum versperrt. Er wollte mit ihr reden und als Sie endlich heraus kam, sagte Sie ihm, dass Sie ihn nie wieder sehen wollte, danach verschwand Sie wieder nach drin.
Hätte er nicht danke oder etwas in der Art sagen können, anstatt Sie zu beleidigen?
Severus Snape lag die ganze Nacht wach, die Tränen ließ er nicht heraus, denn er dachte, wenn nur eine von ihnen fließen würde, bedeutete dies, dass er Lily aufgab und das wollte er nicht. Er wollte Sie nicht gehen lassen, seit Kindheitstagen an liebte er Sie und nun sollte wegen eines Wortes alles vorbei sein? Das konnte und durfte nicht sein. Niemals!
Er wollte Ihr zeigen, wie sehr er sie liebt und auch wenn es seine letzte Tat wäre, die er jemals verrichten würde, er würde Ihr zeigen, dass Sie mehr als ein „Schlammblut“ für ihn war.
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