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Fanfiction

Ab imo pectore – Aus der Tiefe meiner Brust - Ab imo pectore – Aus der Tiefe meiner

von Lacrimosa

Ab imo pectore - Aus der Tiefe meiner Brust


Endlose Dunkelheit und Kälte. Obgleich die zusammengekauerte Gestalt wusste, dass bereits der wärmende Sommer das Land durchstreifte, war sie umhüllt von Kälte. Tag ein, Tag aus immer zu nur Kälte, welche sich mit eisigen Klauen um ihren Körper schlang und ihn durchdrang. Mit angewinkelten Beinen saß der, mit einem einfachen Leinenkleid bedeckte, Mensch an einer feuchten und kalten Wand. Das Haar war dreckig, teilweise verfilzt und hing der Gestalt weit über die Schultern.
Seit ihrem Aufenthalt hinter diesen trostlosen und hoffnungslosen Mauern war jeder Tag gezählt worden, sie wusste ganz genau, welche Jahreszeit in Großbritannien war, welcher Tag heut war. Auch wusste die Person, dass ihr Sohn schon bald wieder Geburtstag haben und er seinen Brief für seine Einschulung in Hogwarts erhalten würde.
Plötzlich hörte man Stimme und hastige Schritte auf dem Gang vor der verschlossenen Tür. War es möglich, würde man ihr wieder dieses minimale Zugeständnis machen, fragte sie sich.
Schon wurde die Tür geöffnet ein greller Lichtstrahl ergoss sich in den dunklen Raum. Man hörte einige Gefangene aufgrund der Helligkeit aufätzen. Niemand mehr in diesem Raum war helles Licht gewohnt. Nicht einmal die „neueren“ Gefangenen. Es musste ein halbes Dutzend sein. Darunter nur eine Frau. Eine Frau, welche mit einem undefinierbaren Blick auf den Eingang der Tür starrte.

Drei schaurige dünne und übermenschlich große Geschöpfe schwebten in den Raum. Sie hatten lange unnatürliche Hände, die aus ihren zerfetzten und schmuddeligen Umhängen heraus schauten, die Gesichter der Wesen konnte man nicht erkennen, denn sie waren mit dem gleichen Stoff umhüllt, aus welchem auch der Umhang gemacht war. Sehen, wie normale Menschen es kennen, war für die Geschöpfe unnötig. Sie waren immer dort wo sie glaubten das zu finden wonach ihnen gierte. Selten bewegten sie sich von diesen furchteinflößenden Mauern weg, welche das Gebäude oder besser gesagt das Gefängnis bildeten. Azkaban, schon allein bei dem Namen des unheilvollen Ortes schauderten die Meisten. Wenn die Menschen der Zaubererwelt an das schwer bewachteste Gefängnis ihrer Welt dachten, assoziierten sie dies gleich mit Azkaban, den grässlichen Gestalten, die man auch Dementoren nannte oder den Auroren und natürlich den gefährlichsten Verbrechern.

Für die zitternde Gestalt mit den langen Haaren, war dies kein richtiger Ort mehr, kein Gebäude, kein Gefängnis, kein dunkler, kalter Raum, für sie war es nicht Azkaban. Für sie war es die Hölle.

Hinter den monströsen Gestalten sah man weitere „Besucher“, doch diese waren weniger unmenschlich, zumindest wenn es um ihr Erscheinungsbild ging. Es handelte sich um eine Hand voll Auroren, dennoch waren diese nicht gerade die gerechten Hüter, für welche ein Außenstehender sie wohl dem Berufsfeld nach gehalten hätte. Nein bei Merlin, dass waren sie wirklich nicht, wie die Frau leider hatte erfahren müssen.

Den Blick immer noch auf den Eingang des Raumes und auf die Personen gerichtet, registrierte die Frau nicht, dass andere Gefangene auf die Anwesenheit der drei Dementoren zum Teil panisch reagierten. Sie ließt den Blick zu den Anderen schweifen, ihrem Ehemann, ihrem Schwager und den weiteren, aber eher unbekannten Zellenmitbewohnern.

„Lestrange, hier hin“ bellte ein kräftiger Auror.

Unschlüssige Blicke zwischen Dreien der Gefangenen. Dann erhob sich der Ehemann der Frau, kam jedoch nicht mehr dazu einen Schritt zu machen, weil sich eine krallenartige Hand auf seine Schulter gelegt hatte. Der Dementor zwang ihn sich wieder zu setzen.

„Nicht du. Das Miststück von deinem Eheweib. Na los, beweg dich Süße sonst mach ich dir Beine.“ schnauzte wieder derselbe Mann in den Raum hinein, während er mit dem Finger auf die Frau zeigte.

Eilig stand Bellatrix Lestrange nun auf und ging auf die Auroren zu. Hoffentlich war es das wofür sie es hielt, dachte sie sich. Diesmal, so hatte sie sich geschworen würde es durchgezogen.
Aber was, wenn es wieder mal ein Zeitvertreib für die fünf Auroren werden sollte. Wie viel Demütigung, Erniedrigung und Qualen wollten diese Männer ihr noch zufügen fragte sie sich.

Kaum war die schwarzhaarige Hexe drei Schritte vor den Auroren entfernt zückten diese ihre Zauberstäbe und ein kleiner untersetzter Auror sprach mit eher belustigter und nasalen Stimme: „Umdrehen. Keine Mätzchen, Lestrange. Verstanden. Die rechte Hand nach hinten und geöffnet ausstrecken.“

Dann ging der kräftige Mann, welcher vorhin noch mit Schnauzen und Keifen beschäftigt gewesen war, auf die zerbrechliche Frau zu. Ein dreckiges Grinsen hatte sich nun über sein Gesicht gelegt.
Seinen Atem konnte sie in ihrem Nacken und seinen Zeigefinger auf ihrem Rücken kreisen spüren. Hass kochte in der Frau. Die rauen Lippen des Aurors versenkten sich an ihrer immer noch zarten Haut des Halses. Widerspenstig schüttelte die Hexe sich bei der Berührung des Mannes, doch diese packte ihr grob in die langen Haare und hielt sie fest. „Ganz ruhig Lestrange. Schön lieb sein, sonst nehme ich wieder mit, was ich dir geben wollte.“ flüsterte der widerwärtige Auror ihr ins Ohr. Nach einigen Minuten in welchen er ihren Körper mit den Händen erregt abgetastet hatte, hielt er wieder Abstand. Dann führte der Zauberer Bellatrix' Hand hinter ihren Rücken, weil sie diese wieder nach vorne gezogen hatte, als der Auror meinte sie begrabschen zu müssen.

Mit geschlossenen Augen und angewiderter Miene stand die Gefangene unbeweglich auf der Stelle und wartete ab. Dann fühlte sie eine Schwere in ihrer Hand hinter ihrem Rücken ein zaghaftes Lächeln umspielte die Linien ihres Mundes. Halb drehte sie sich nun um, die Männer waren bereits im Korridor vor der Tür und schon folgten ihnen die Dementoren, was die Schwarzhaarige auf die Knie gehen lies, die Nähe der Kreaturen zwang sie dazu.

Schnell rappelte sich Bellatrix wieder auf und eilte nicht zurück auf ihren vorherigen Platz, sondern in die Umgebung ihres Ehemannes. Nicht zum Zwecke seiner Nähe, einzig und allein aus dem Grund, dass ein geringes schwaches Licht das Sehen in diesem Raum verbesserte, was unabdinglich für ihr Vorhaben war.

Langsam und sachte wickelte die Hexe das Päckchen auseinander. Für einen kurzen Moment schnellte ihr Blick hinüber zu ihrem Ehemann, welcher ihren Blick mit trüben Augen erwiderte.

„Wolltest du auch…“ fragt sie sanft.

„Nein, mach nur. Du kannst das besser als ich. Mütter könnten so etwas immer besser als Väter.“ verneinte Rodolphus Lestrange und nickte seiner Frau zu. So bestätigte er ihr, dass sie sich nicht entmutigen lassen solle. Ihm war klar wie schwer es für sie war.

Mit nachdenklichem Gesicht betrachtet die Ehefrau ihren Mann, legte den Kopf leicht schief und kaute auf der Unterlippe. Nach einer Weile setzte Bellatrix sich nun doch ganz dicht an Rodolphus heran. Dieser legte daraufhin seinen Arm um sie und gab ihr einen sanften Kuss auf die Schläfe.

„Diesmal ziehe ich es durch und brauche ich noch soviel Versuche.“ flüsterte die Hexe entschlossen. Auf diese Aussage hin musste ihr Mann lächeln. Es war kein bemitleidendes Lächeln sondern eines des Stolzes. Rodolphus Lestrange war stolz auf seine Frau, welche immer noch nach so vielen Jahren hinter diesen Mauern Willen und die Stärke besaß und die dafür sorgte, dass er in Momenten wie diesen selbst etwas davon zurückerlangte.

„Warte ich halt dir das Tintenfass.“ bot er ihr an.

„Danke.“ kam die kurze Antwort von der Schwarzhaarigen.

Vorsichtig tauchte Bellatrix die Feder in die dunkle Flüssigkeit des Gefäßes, welches von ihrem Mann festgehalten wurde. Dann sammelte sie ihre Gedanken um sich auf das zu konzentrieren, was sie schreiben wollte, dabei schloss sie die Augen.
Die Gefangene wollte die Kälte und Dunkelheit des Raumes, die Schreie der Gefangenen, die durch die Korridore hallten, das merkwürdige und wahnsinnige Murmeln eines Zellenmitbewohner, der Selbstgespräche führte und im Sitzen vor und zurück wippte, die Dementoren und die Auroren als Aufseher, aus ihrem Kopf verbannen.

Sie wollte sich daran erinnern, wie sich eine normale Zimmertemperatur sich anfühlte, welches angenehme Gefühl es war, morgens an das Bettchen des eigenen Kindes heranzutreten und es beim Schlafen zu beobachten, wie es sich anfühlte diesen kleine, so zerbrechlich wirkenden Menschen auf seinen Arm zu nehmen ihn zu wiegen, zu versorgen und Liebe zu geben, wie es sich anfühlte wenn dieses Kind mit einem seiner winzigen Händchen einen ihrer Finger umfasste. Sie wollte sich daran erinnern, wie es sich anfühlte, wenn man Mutter ist und sich um sein Kind kümmern zu kann. Das Bild eines Babys mit ozeanblauen Augen und zartem dunklem Flaum auf dem Köpfchen, manifestierte sich vor ihrem inneren Auge. Es war die Erinnerung an ihren Sohn.

Es würde nicht wieder einer dieser Briefe an Narcissa werden, in welchen sie ihre Schwester bat ihren Sohn zu grüßen und auf ihn acht zugeben, so wie es sich als Vormund gehörte. Nein, es würde ein besondere Brief werden, adressiert an ihren Sohn selbst, wesentlich länger als die Korrespondenz an ihre Schwester, denn sie hatte ihm sehr viel zusagen, da er in seinem jetzigen Alter besser verstehen würde, was seine Mutter ihm mitteilen wollte.
Ja, sie wollte ihm soviel sagen, erklären und vermitteln. Ihn wissen lassen, dass sie und ihr Mann ihn liebte und er, ihr Sohn, es war und ist, der sie bislang diese Hölle in welcher sie lebte überstehen ließ und nicht wie die ganze Zaubererwelt glaubte, dass es ihr früherer Meister sei, dessen Rückkehr immer noch von seinen Anhängern ersehnt wird.

Mit einem Lächeln und mit den Gedanken bei ihrem Kind, öffnete Bellatrix wieder die Augen senkte die Schreibfeder nieder und ihre dünne elegante Handschrift erschien mit Worten auf dem Pergament.

Mein lieber Sohn….


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Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz