
Es war am Ende des sechsten Schuljahres, Samstag Morgen. Harry weckte Ron unsanft mit einem geworfenen Kissen. „Morgen, Ron“ - „Morgen“ Ron rieb sich den Kopf, wo das Kissen ihn getroffen hatte und schaute zu dem grinzenden Harry. Auch Ron musste grinzen. Beide gingen sich anziehen und warteten im Gemeinschafsraum auf Hermine. „Guten Morgen ihr beiden“. Hermine kam die Treppe der Mädchenschlafsäle hinuntergelaufen, umarmte Harry und gab Ron einen Kuss. Sie und Ron waren nun seit knapp einen Monat zusammen. Harry freute sich für die beiden, auch wenn es anfangs doch etwas ungewöhnlich war. Es war ein herrlicher Tag, die Sonne schien, der Sommer war endlich da. Die drei machten sich auf den Weg zur Großen Halle um zu Frühstücken.
Hermine las nebenbei ihren Tagespropheten. Ron konnte seinen teller mal wieder nicht voll genug kriegen. „Worauf habt ihr heute lust? Wir haben ja zum Glück dieses Wochenende endlich mal keine Hausaufgaben, also haben wir zwei tolle, freie Tage vor uns…“ fragte Ron und schaufelte sein Frühstück weiter in sich hinein.
„Wie wärs mit Hogsmeade? Ich müsste bei der Post etwas erledigen und wir waren ja schon ewig nicht mehr dort.“ schlug Hermine vor.
Nachdem sie gefrĂĽhstĂĽckt hatten machten sich die Drei fertig fĂĽr ihren Ausflug nach Hogsmeade und schlenderten gemĂĽtlich aus dem Schloss. Die Drei besuchten den Scherzartikelladen Zonkos, wo Harry zwei TĂĽten fĂĽr Ron und sich kaufte. Im Honigtopf war es wie nicht anders zu erwarten grammelt voll von SchĂĽlern. Die Drei konnten sich gar nicht entscheiden was sie alles kaufen sollten. Harry erinnerte sich, wie er sich im dritten Schuljahr heimlich hier her schlich, um auch nach Hogsmeade zu gelangen, als Hermine und Ron gerade dabei waren fĂĽr ihn lauter SĂĽĂźigkeiten zu kauften, da er ja nicht mitdurfte. Nachdem die Drei vollgepackt aus dem Honigtopf gingen, mussten sie noch schnell im Postamt vorbei, wo Hermine ja etwas zu besorgen hatte und danach schlenderten sie in Die Drei Besen. Ron kaufte fĂĽr alle ein Butterbier und sie naschten ein paar von ihren Leckereien.
Gegen Nachmittag waren sie wieder in Hogwarts zurück, wo die drei es sich noch ein wenig außen an ihrem Lieblingsplatz gemütlich machten. Harry, Ron und Hermine unterhielten sich über alles mögliche und genossen den wunderschönen anblick des Sonnenuntergangs. Alle waren relativ glücklich...
Am Abend gingen die Drei wieder ins Schloß um in der Großen Halle Abend zu Essen. Danach gingen sie in den Gemeinschafsraum, wo Ron und Harry Zauberschach spielten, während neben ihnen Hermine ihre Elfen Hüte strickte. Als Ron Harry mal wieder besiegte legte Hermine ihr Strickzeug weg und schaute Harry an. „Hermine, was ist den?“ „Naja.., ich frage mich gerade wann Dumbledore dir das nächste mal Einzelunterreicht gibt… ist doch jetzt schon länger her……“ „Ich weiß nicht…“ Harry zuckte mit den Schultern. Hermine redete weiter: „Ich weiß nicht, aber… ich mach mir irgendwie immer mehr sorgen… sorgen das wir es vielleicht nicht rechtzeitig schaffen, alle Horkruxe zu finden… das Voldemort uns zuvor kommt… oder das er wieder versucht, an dich ran zu kommen… du hast uns doch vor eine paar Tagen von deinen Traum erzählt… das Voldemort wieder irgendetwas großes plant… naja, ich meine vor fast genau einem Jahr war doch auch das mit dem Zauberministerium“ Hermine hatte kurz bedenken, dass das Thema „Sirius“ wieder alte Wunden in ihn Aufreisen würde, aber in letzter Zeit ging Harry relativ gut mit dem Thema um. „Ja… ich hatte zwar nen Traum… aber mach dir nicht so viele Gedanken… sieh mal, wir haben doch Dumbledore. Hogwarts ist sicher…“ Harry lächelte Hermine zu. Heute war ein so schöner Tag gewesen, da wollte er nicht wieder seine schlimmen Erlebnisse durchleben und Hermine sollte sich heute ausnahmsweise mal keine Sorgen machen. Er wusste ganz genau was vor knapp einen Jahr passiert war - er wurde durch Voldemort in die Ministeriums Abteilung gelockt und er Verlor dort in der Schlacht seinen Paten.
„Ja du hast ja recht… aber ich musste nur gerade daran denken… und ach ich weiß auch nicht…“ Hermine griff wieder nach ihrem Strickzeug. Da brachte sich Ron ins Gespräch ein. „Ich kann dir nur zustimmen Hermine Schatz, ich mach mir ja auch sorgen… aber sieh mal, wir hatten heute einen so tollen Tag da wäre es vielleicht besser das Thema einmal ruhen zu lassen. Morgen oder übermorgen ist doch auch noch ein Tag…“ Und so war es auch. Harry war sehr dankbar darüber. Die Drei saßen noch lange zusammen. Sie hatten noch viel Spaß und freuten sich schon auf den morgigen Tag den die Drei erwartete.
Doch es kam ganz anders…
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel