
von LasVegas
Hallo! Erstmal: Wow, haette ja nicht gedacht, dass das sofort solchen Anklang findet! Vielen Dank! Sieht so aus als waere Sirius beliebt, was? Weil ihr so fleissig Kommis geschrieben habt, gibts auch ne Fortsetzung!
Vielen Dank vor allem an Dr. Butterbier und Rumtreiberin, die zu meinen treusten Lesern gehoeren.
Ich widme euch beiden dieses Chap!
Viel Spass beim lesen!
Ir schn wdr? Mmnt ml. Tschuldigung, ich war am essen. Ich weiss genau was ihr jetzt alle gedacht habt und es war nicht nett. Ich bin kein Vielfraß. Wirklich, aber ihr wisst schon, Lilys und James' Hochzeit? Super Essen. Nein, sie ist noch nicht vorbei und auh nicht in vollem Gange, doch ich hab mir schon was von diesen Pralinen geschnappt, aber psst...
„Sirius Black!“
Verdammt.
„Isabelle.“ Ein Glück, es war nicht Lily. „Was gibt's?“
„Hör auf das ganze Zeug vorher schon aufzufuttern.“
„Wer hat dich denn zur Chefin promoviert?“, Ich musste einfach grinsen.
„Von wegen promoviert. Lily hat mich zu deinem persönlichen Babysitter degradiert.“
„Gibt schlimmeres.“, während ich das sagte wanderte meine Hand zu den Servierplatten, die eigentlich noch mit weißenm Tüchern abgedeckt waren. Eigentlich.
„Wag es ja nicht.“
„Zu spät.“, ich schob mir noch eine Praline in den Mund. „Hm, Trffl.“
„Sirius!“
„That's my name, baby.“
„Komm mit, wir sollen die Leute an ihre Plätze bringen.“
„Klar, nur noch eine Praline für auf den Weg.“, dann musste ich ihr wohl oder übel, obwohl wohl eher übel, folgen. Hat das jetzt Sinn gemacht? Remus könnte mir das jetzt sofort sagen, na ja, was solls. A propos, wo bei Merlins langen Wimpern steckt eigentlich mein Lieblingswolf? Hat sich bestimmt vorsorglich aus dem Staub gemacht. Typisch. Da hinten steht James. Bei seiner zukünftigen Schwiegermutter. Catherine Evans. Sie sieht Lily irgendwie schon ähnlich. Das gleiche Haar, ihr versteht. Sieht so aus als ob ihr Mann, Lilys Vater, auf die beiden zusteuert. Das kann ich mir nicht entgehen lassen. „Bis später, Is, ich muss los.“, ich entfernte mich schnell, der aufkommende Wutausbruch bahnte sich schon an.
„Sirius, du verdammter Hund, komm wieder her!“, wenn sie wüsste, wie Recht sie doch hat, doch ich war schon zwischen zwei älteren Herren verschwunden, die mir zugrinsten. Größtenteils zahnlos.
„Na, Junge? Stress mit der Freundin?“, er hustete und ich musste Angst haben, dass mir der Alte auf Lilys und James' Hochzeit erstickt.
„Als wir in deinem Alter waren, war das auch schon so. Nie sind sie zufrieden, diese Weiber.“, sagte der andere. Ich guckte etwas überrascht. Allein die Vermutung, dass Isabelle meine Freundin sein könnte war irgendwie schon völlig abstrakt.
„Was denn? 1746 war das schon erlaubt?“, ich machte mich aus dem Staub, wer wusste denn schon, wie schnell aus einem Husten ein Fluch werden konnte. Ich tauchte hinter James auf. „Hallöchen, Prongs. Hallo, Mrs Evans.“ Sie lächelte mich an, James jedoch:
„Padfoot, was machst du denn hier, solltest du nicht...?“
„Es gibt wichtigeres als dass die beiden Opas da ihren Sitz finden.“, flüsterte ich. „Lilys Dad scheint siedendheiß eingefallen zu sein, dass du heute seine jüngste Tochter heiratest.“
„Häh?“, machte er und ich grinste und nickte in die Richtung aus der Michael Evans in einem ungeheuren Tempo auf uns zu marschierte. „Oh.“
„Jaha, oh.“, ich wippte auf den Füßen vor und zurück. Zu schade, dass ich keine Fidokummera habe. Ihr wisst schon, dieses Ding, mit dem die Muggel sprechende Fotos aufnehmen.
„Michael.“, begrüßte Catherine ihren Mann, der immernoch James musterte, und hakte sich bei ihm unter.
„Hör zu.“, sagte er. Ohhh, das klang wirklich nicht gut.
„Michael!“, verdammt, ihre Mutter klang genauso wie Lily wenn sie uns ermahnte und das tat sie erstaunlich oft. James fummelte schon den ganzen Tag nervös an der Blume in seinem Knopfloch herum und sie drohte schon zu zerfleddern. Es war Zeit meinen Freund aus der Misere zu befreien, eigentlich hätte ich das nicht getan, aber in diesem Fall... Er ist sowieso schon ein nervliches Wrack.
„Jamie.“, sagte ich und richtete dabei die weiße Lilie in seinem Knopfloch. „Ich kann ja verstehen, dass du nervös bist.“ Den nächsten Satz betonte ich überdeutlich, damit Mr Evans ihn auch gut verstand: „Lily liebt dich, vertrau mir, alles wird gut gehen. Ich kenne dich, ich weiß, dass du Lily mehr als alles andere auf der Welt liebst, es kann euch gar nichts passieren, glaub mir und jetzt hör endlich auf rumzuhampeln wie der letzte Depp, Mr und Mrs Evans müssen ja glauben, Lily hätte sich den größten Schwachkopf unseres Jahrgangs ausgesucht.“
„Padfoot.“, knurrte er mich drohend an.
„Na bitte.“, ich schlug ihm auf die Schulter. „Da isser ja wieder, der gute, alte James.“ Ich drehte mich um und grinste Lilys Eltern an und konnte vergnügt feststellen, dass meine Methode, die Padfoot-Methode, funktioniert hatte. Mr Evans hatte sich etwas beruhigt und James sagte:
„Sie wollten mir etwas sagen, Mr Evans?“
„Was? Ja...“, seine Frau schaute ihn drängend an. „Nenn mich doch Michael. Wir sind doch bald Familie.“ Irgendetwas sagte mir, dass es nicht das war, was er eigentlich geplant hatte zu sagen. „Und behandle meine Kleine anständig.“, setzte er hinzu. Na bitte. Ich wusste doch, ihm brennt etwas auf der Seele, wie die Muggel so schön sagen. Jetzt kam erst wirklich zum Vorschein wie sehr Lily nach ihrer Mutter kam:
„Michael!“, ihre Stimme klang ruhig, aber bedrohlich, wie ein herrannahendes Donnerwetter. „James.“, richtete sie ihre Worte nun zuckersüß an Prongs. „Er macht nur Scherze, nicht wahr, Michael?“, sie drückte mit ihrem Arm noch immer seinen. Und zwar so fest, dass seine Fingerspitzen bläulich anliefen.
„Hm, hm.“, machte er und versuchte sich sanft von ihr zu lösen.
„James, Sirius!“, rief Diane, James' und auch irgendwie meine Mutter. „Kommt doch mal her.“
„Wir kommen!“, rief ich. „Entschuldigen sie uns Mr und Mrs Evans.“, dann zog ich James zu seiner Mutter. Wir bekamen gerade noch mit, wie Catherine ihrem Mann eine Standpauke a la Lily hielt.
„Michael! Der arme Junge, als mein Vater das bei dir gemacht hat, hast du so angefangen zu zittern, dass du fast den Tisch umgeworfen hast.“ James und ich grinsten unser Marauder-Grinsen.
„Danke, Pad.“
„Dafür bin ich doch da.“
„Nein, eigentlich nicht. Du wirst jetzt die Leute zu ihren Plätzen bringen. Angefangen bei den beiden Opas, da.“
„Ich glaube, das ist keine so gute Idee, Prongs.“
„Willst du, dass Lilys Zorn über dich kommt? Ich geh und helf Mum.“
„Guter Punkt.“ Ich gab mich also geschlagen und half Isabelle, die immernoch sauer war, weil ich die Arbeit auf sie abgewälzt hatte. Als mich der eine zahnlose Opa mit seinem Stock auf den Hinterkopf schlug, schien sie zufrieden und wir waren quitt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, ich weiß, für Prongs muss es noch viel schlimmer gewesen sein, standen wir endlich vorne beim Traualtar und warteten. Michael Evans war schon ins Haus der Potters verschwunden, um Lily zu holen und James hüpfte aufgeregt von einem Bein aufs andere. „Halt still!“, zischte ich und er blieb ruhig stehen. Isabelle lächelte mir zu. Scheinbar war es ihr auch auf den Stab gegangen. Sie trug ein blaues Braufjungfernkleid und einen Strauß mit weißen Lilien. Ihr helles Haar war nach oben gesteckt und nur ein paar kleine Strähnen hingen herab. Kaum wendete ich meinen Blick ab, bagann die Musik zu spielen und Lily kam mit ihren Vater den Mittelgang entlang. Ich muss sagen: Wow. Ich meine, Lily war immer attraktiv, sie war von Natur aus äußerst schön, aber heute... Das weiße Kleid war recht schlicht gehalten, nicht zu aufwendig und vielleicht war es genau das, was sie so natürlich schön wirken ließ. Das rote Haar, lang wie es war, hochgesteckt, wie bei Isabelle, und mit einer weißen Lilie verziert, wie die in James' Knopfloch, doch ihre war irgendwie weniger ramponiert. In der Hand hielt sie einen Strauß weiße Lilien, in die ein paar andere Blumen, deren Namen ich nicht kenne, geflochten waren. Wenn ich überlege, was ich in den letzten eineinhalb Minuten gesagt habe, kann ich es sowieso nicht glauben, ich höre mich an wie aus einem Kitschroman entsprungen. Bäh! Na, jedenfalls, sie sah umwerfend aus und James neben mir fing an vor Freude und Bewunderung zu strahlen, wie ein Einhorn. Im Ernst! Ich glaube, in dem Moment, in dem Mr Evans die schlanke Hand seiner Tochter in James' gelegt hatte, war er in der Lage den besten Patronus der Welt zu erschaffen und auch Lily, ich würde sagen, sie schwebte fast vor Glück, als sie neben James trat.
„Wir sind heute hier zusammen gekommen...“, begann der Pfarrer. Blah, blah, das kennen wir ja alle. Ich ernte gerade einen bösen Blick von James, der offenbar bemerkt hat, dass ich ein gelangweiltes Gesicht mache. Gut, ich bin still und höre zu. Weil er es ist.
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