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Fanfiction

Erwarte stets das Unerwartete - Mütter, Schwiegermütter und andere Katastrophen

von Lacrimosa

Liebe Leser,
nun endlich nach einer kleinen Pause, ich weiß lange habe ich euch warten lassen, ist das neue Kapitel da. Ich möchte euch auch gar nicht lange aufhalten und wünsche daher viel Spass beim Lesen.


************************************************

Mit einem Blick, als wollten sie Narcissa Malfoy lynchen, stieg das Ehepaar Lestrange wieder die riesige Eingangstreppe hinunter, sich innerlich gegen das wappnend, was sie unten in der Eingangshalle erwarten würde. So unauffällig, wie nur möglich und mit einer schon fast demütigen Kopfhaltung folgte ihnen Narcissa.

„Na toll, siehst du diese Blicke schon, die essen uns zum Mittag“ knurrte Bellatrix leise in Richtung ihres Ehemannes. Dieser erwiderte im selben Flüsterton, aber mit nicht minder schlecht gelaunter Stimme: „Nein, Irrtum. Mich werden sie zum Mittag essen, dich nicht. Immerhin trägst du ihr Enkelkind unter dem Herzen, das bedeutet für dich du wirst verschont. Ich denke, dass du lediglich eine Flut von verbalen Attacken über dich ergehen lassen musst.“

„Äußerst tröstend, danke.“

Die letzten Treppenstufen nehmend setzte das Ehepaar ein gespieltes Lächeln auf.

„Mutter“ schoss es beiden Todessern zeitgleich aus dem Mund. Jeder begrüßte nun seine eigene Mutter zuerst.

„Welch unerfreuliche Überraschung. Ich hatte eigentlich insgeheim die Hoffnung, dass du den Weg nicht mehr hierher findest, wo du doch so selten vorbeischaust“ stichelte Bellatrix, während ihre Mutter sie mit grimmiger Miene zum förmlichen Küsschen links und rechts auf die Wange zwang, danach wendete sich die Hausherrin ihrer Schwiegermutter zu.
Nachdem schließlich jeder jeden begrüßt hatte, wanderte die Gruppe in den Salon.

Narcissa eilte an allen vorbei und packte die Einkäufe schnellstmöglich weg, bevor sich ihre Mutter darüber hermachen und ihre unerwünschten und unqualifizierten Kommentare dazu abgeben würde. Druella Black nahm direkt auf dem Sofa ihrer Tochter Platz und fixierte die Tüten, welche nun von ihrer Jüngsten fortgetragen wurden. Mrs. Lestrange setzte sich neben die Mutter ihrer Schwiegertochter, die ihr auch schon lange eine gute Freundin war.

Beide gaben ein merkwürdiges Gespann ab, was man jedoch nicht unterschätzen sollte und dessen waren sich vor allem der Herr und die Herrin des Hauses bewusst.
Mrs. Black, mit ihren platinblonden Haaren und eisblauen Augen, sah Narcissa sehr ähnlich, einziger Unterschied lag in dem kalten Gesichtsausdruck, den nicht einmal Bellatrix so perfektionieren konnte wie ihre Mutter und das hieß schon einiges, bot Druella einen Kontrast zu Mrs. Lestrange.
Rodolphus Mutter hingegen hatte dunkelbraunes Haar und graue Augen, was sie im ersten Moment und bei entfernter Beobachtung wesentlich sympathischer, somit freundlich wirken ließ. Jedoch war man diesbezüglich meist einem Trugschluss unterlegen, denn auch diese der älteren Damen hatte den emotionslosen und arroganten Gesichtsausdruck, der typischen vorbildlichen Reinblutehefrau der angesehen Gesellschaft gepachtet.

Dennoch wusste Rodolphus, dass seine Mutter sich, unter gewissen Umständen und bestimmten Personen, hinsichtlich ihrer Emotionen doch mehr als auf die Temperatur einer Eisscholle erwärmen ließ. Ein seltener Fall, aber es kam schon mal hier und da vor. Bei Druella seiner Schwiegermutter bezweifelte er stark, dass diese zu einer solchen Emotionalität und damit einhergehende Nettigkeit im Stande war, wenn doch, sollte man dies mit Vorsicht genießen, da davon auszugehen war, dass diese Nettigkeit lediglich aufgesetzt war.

Nun, saßen also Bellatrix und Rodolphus Lestrange vor ihren Müttern, wie vor einem Inquisitiongericht. Narcissa hatte sich aus dem Blickfeld der Betroffenen etwas entfernt, indem sie sich in einem Sessel setzte, der seitlich zu den gegenüberstehenden Sitzgelegenheiten stand.

Eine bedrückende Stille legte sich in den Raum bis ein Hauself mit einem großen Tablett hereinkam. Es wurde, wie es sich gehörte, Tee serviert und als der Hauself das Zimmer wieder verließ, blieb lediglich wieder die Stille übrig, welche einige Minuten später nur durch das nervige, kratzende Geräusch von kreisenden Teelöffeln in einer Tasse von die beiden älteren Hexen verursacht wurde.

„Nun, wir dachten, ihr würdet euch vielleicht über unseren Besuch freuen. Immerhin könnte es ja sein, dass ihr uns was WICHTIGES mitzuteilen habt.“ eröffnete Druella das Verhör, nachdem sie einen Schluck Tee zu sich genommen hatte und versuchte desinteressiert und neutral zu klingen, was natürlich nicht funktionierte.

Gleichzeitig warfen Rod und Bella sich einen vielsagenden Seitenblick zu, wobei Letztere die Augen verdrehte.

„Mutter, komm zum Punkt. Wir wissen, dass NARCISSA dir die SACHE heute Morgen...“ setzte Bellatrix im gereizten Tonfall an, blickte nun kurz zu ihre Schwester und sprach weiter: „…möglicherweise unabsichtlich…“ der Blick wanderte nun wieder zu ihrer Mutter und Schwiegermutter: „erzählt hat. Und? Willst du dich jetzt nicht ausreichend echauffieren, wie du es immer tust? Je schneller du damit anfängst, desto schneller bist du fertig, desto schneller kannst du wieder gehen.“

„Du unverschämtes…“ setzte Druella mit entrüstetem Blick an wurde allerdings von Rodolphus unterbrochen: „Bei allem nötigen Respekt, werte Schwiegermutter, wage es NICHT meine Frau in meinem Haus zu beleidigen.“

„Rodolphus!“ mischte sich nun Mrs. Lestrange aufgebracht ein. „Hab gefälligst Anstand gegenüber mir und der Mutter deiner Frau.“

Dem Todesser traten bereits jetzt die Adern seitlich am Kopf hervor und seine sonst eher blasse Gesichtsfarbe wandelte sich in ein Zornesrot. Bellatrix indes, begnügte sich damit Mrs. Black und Mrs. Lestrange abwechselnd mit grimmigen zu Schlitzen verengten Augen zu fixieren.

„Lass es sein, Mutter. Bevor ich mich gleich vergesse, solltet ihr besser sagen, was ihr zusagen habt und das in einer vernünftigen Art und Weise, ohne Beleidigungen und ohne Vorwürfe und desgleichen.“ erwiderte der Zauberer mit drohendem Unterton.

Schon fast zeitgleich stellten die älteren Damen die Teetassen nebst Untertellerchen bestimmend auf dem Tisch vor sich ab. Narcissa Malfoy, hielt die Luft an. Gerade jetzt in diesem Moment und zum ersten Mal in ihrem Leben wünschte sie sich, den geschwätzigen Mund am Morgen des Tages gehalten zu haben.

„Du bist also schwanger, Bellatrix?“ richtete nun Mrs. Lestrange das Wort an ihre Schwiegertochter, während Druella Black lediglich die Nasenflügel aufgrund ihrer Aufgebrachtheit blähte.

„Ja“ antwortete Bella nun monoton einem ihrer Gegenüber.

„Und dann besitzt ihr beide nicht einmal ansatzweise den Anstand, uns dies mitzuteilen?“ kam Druella ihre Freundin nun zuvor.

„Nein.“

„Wieso in Merlins Namen? Wann sollten wir denn von unserem Enkelkind erfahren, wenn es seinen Abschluss in Hogwarts geschafft hat, vielleicht?“ fuhr Mrs. Black nun aufgebracht fort.

„Sarkasmus steht dir nicht besonders, Mutter. Wenn auch zugegeben, dass es eine gute Option wäre um das Kind vor Schäden zu bewahren. Immerhin könnte es froh sein, dann kein Trauma durch seine Großmutter erlitten zu haben.“ meinte die Todesserin. Bellatrix Geduld hing an einem sehr dünnen Faden.

Statt jedoch auf die aggressive Art und Weise der Antwort ihre Tochter einzugehen, ballte Druella nun die Hände zu Fäusten und versucht eine gewisse Ruhe wieder in sich kehren zu lassen. Natürlich wollte die ältere Hexe ebenso wie ihre Freundin nicht, dass sich die Mutter ihres Enkelkindes aufregte, denn dies würde dem Kind nicht gut bekommen. Das Leben des Erben der Familien Black und Lestrange zu gefährden würden sie nicht riskieren.

Man hört Mrs. Lestrange, die sich räusperte und nun in einem ungewohnten sanften Ton ihre Schwiegertochter ansprach: „Nun, dir und dem Kind geht es gut, ja?“

„Ja.“ antwortete Bellatrix wieder wortkarg, Rodolphus hoffte indes, dass vielleicht der Dunkle Lord einen spontanen Einfall haben könnte, welcher ihn veranlasste einen seiner treuesten und fähigsten Diener zu sich zu rufen, damit er diesem Verhör entgehen konnte. Selbst, wenn dies bedeutete, dass er Bellatrix bei den “Feinden“ zurücklassen musste.

„Wann ist es soweit? Mit der Geburt, meine ich?“

„Voraussichtlich in weniger als vier Monaten, also April.“

„Junge oder Mädchen?“

„Merlin, hab ihr sonst keine Sorgen?“

„Nein.“

„Wir wissen es noch nicht.“

„Wieso das? Mittlerweile dürfte man dies doch schon längst feststellen können.“

Nun meldete sich Rodolphus wieder zu Wort, nicht minder gereizt, als seine Frau: „Weil wir uns einfach überraschen lassen möchten, Mutter. Ist das nicht offensichtlich.“

„Offensichtlich ist hier gar nichts, mein Junge. Erst wird einem vorenthalten, dass Nachwuchs in der Familie ansteht und nun nachdem man von Dritten diesbezüglich informiert wurde, dürfen noch nicht einmal Fragen gestellt werden“ gab nun Mrs. Lestrange zurück und machte eine kleine Pause ehe sie fort fuhr: „Könnt ihr euch denn nicht vorstellen, dass wir uns über eine solche Nachricht freuen würden, wenn man sie uns erzählte?“

„Doch Mutter, sicherlich können wir das. Es ist nur… es war nicht so geplant, wir hatten selbst einiges zur klären.“

„Das kann ich mir durchaus vorstellen…“ mischte sich nun Druella ein, nicht ohne im Hinblick auf ihr Gesagtes, ihre Tochter zu fixieren.

„Was soll das jetzt bitte heißen?“ erwiderte Bellatrix, die diese vorwurfsvolle Bemerkung ihrer Mutter partout nicht im Raum stehen lassen wollte.

„Oh, ich denke, dass weißt du nur zu gut, Bellatrix. Wenn es doch eine Person gibt, die ein Problem damit haben könnte ein Kind zu bekommen, dann ja wohl du. Niemand sonst würde auch nur einen Aufstand diesbezüglich machen, zumindest keinen negativen. Es ist das altbekannte Problem, du fügst dich nicht, dass hast du schon seit Kindesbeinen an nicht getan und meine armen Nerven durften darunter leiden, genauso wie die meines Schwiegersohnes leiden müssen, weil du dich nicht als Haus- und Ehefrau fügst, wie es sich für eine Frau deines Standes gebührt. Letztlich ist und bleibt es deine Pflicht deinem Mann und deiner Familie Erben zu gebären.“

Nach diesem Vortrag von Druella Black wäre Bella dieser am liebsten mit dem Allerwertesten ins Gesicht gesprungen, so wütend war sie. Rodolphus, der dies bemerkte, fasste mit seiner rechten Hand die Linke seiner Frau und strich beruhigend mit dem Daumen über ihre Handfläche während er an Worten suchte um Bella gegenüber ihrer Mutter zu verteidigen. Beides schlug natürlich fehl. Weder wirkte sich Rodolphus liebevolle Geste beruhigend auf seine Frau aus, noch hatte er den Argumenten seiner Schwiegermutter etwas Treffsicheres entgegen zu setzen. Im Grunde genommen hatte Druella lediglich Fakten festgehalten, wenn auch auf eine uncharmante Art und Weise.
Wobei seine und Mrs. Black’s Ansichten über eine gute Ehefrau weit auseinander gingen.

„Druella, niemand könnte mir eine bessere Ehefrau sein als Bellatrix“ erwiderte Rod trocken.

Schließlich löste der Todesser die Hand aus der seiner Frau, welche diese zuvor immer gewalttätiger umfasst hatte, um sich gewissermaßen abzureagieren. Ein- bis zweimal machte der Zauberer Lockerungsübungen mit der gequetschten Hand, warf Bella einen vielsagenden Blick zu, der dann letztlich weiter wanderte und an ihrem Bauch hängen blieb.
Einen kurzem Moment lang schwelgte Rodolphus gedanklich im Stolz über dieses kleine Wesen in Bellatrix Leib, unter ihrem Herzen, bis er bemerkte, dass mal wieder peinliche Stille in der Luft hing.
Der Zauberer gehörte in aller Regel nicht zu den einfühlsamen Menschen. Zwar war er durchaus in der Lage, insbesondere seit der Schwangerschaft seiner Frau Emotionen zu zeigen, doch für gewöhnlich war Rod gemäß seiner Erziehung äußerst zurückhaltend und ungeschickt was Gefühle und das sachte Einwirken auf andere Menschen betraf. Diesbezüglich wäre ein Vergleich mit einem Troll im Porzellangeschäft nicht abwegig.
Daher sehnte Rodolphus und mit Sicherheit auch Bellatrix ein Entkommen aus der Situation herbei.

Nach einer Weile hatte er plötzlich einen Einfall, so unschuldig und beiläufig wie möglich bemerkte er: „Liebling, sag mal war heute nicht der Termin zur Untersuchung im St-Mungo-Hospital?“

Seine Frau runzelte die Stirn, doch plötzlich hellte sich auch ihr Gesicht auf und sie nickte.
Druella Black lies ein verächtliches Schnauben vernehmen, sie glaubte natürlich nicht, dass ihre Tochter einen Termin im Krankenhaus hatte, eine billige Ausrede so vermutete sie, unwissend, dass dies ausnahmsweise mal keine Notlüge war, um unerwünschten Besuch aus dem Haus zu bekommen.
Auch Rodolphus Mutter beäugte ihren Sohn und ihre Schwiegertochter mit Argwohn, entschloss sich jedoch Rod’s Aussage Glauben zu schenken, was sie nun veranlasste, eine für ihre Verhältnisse, freundliche Miene aufzusetzen.

„Nun denn, ich denke es wäre vielleicht ohnehin besser, wenn sich die Gemüter erst einmal beruhigen“ schoss es plötzlich Narcissa aus dem Mund.

Alle drehten sich nun zur jüngsten Black hin und starrten diese an, als sei sie gerade mit einem lauten Knall ins Zimmer appariert.
Narcissa’s Blick glitt über die Gesichter der übrigen Anwesenden. Nach einem bestimmenden Räuspern widmete sich schließlich die blonde Hexe mit übermäßigem Interesse dem Umrühren ihres Tees.

„Also dann“ meinte Mrs. Lestrange nun in die Stille hinein, erhob sich von ihrem Platz, anschließend straffte sie ihre Bluse und ihren Rock und nahm ein tadellose Haltung ein.
Nach einigen Verabschiedungsfloskeln, dem abermals typischen „Küsschen-hier-Küsschen-da“-Ritual und einigen Augenrollern seitens Bellatrix, verließen nun die Gäste das lestrange’sche Anwesen.
Mit ihrer Schwester hatte Bella sich nochmal für den kommenden Tag verabredet und bald war endlich die Tür zu. Zeitgleich entwischte dem Hausherrn und der Hausherrin ein schwerer Seufzer.

„Das wurde auch endlich Zeit…“ presste Bellatrix hervor, während das Ehepaar mit ihren Rücken an der Innenseite der zweiflügligen Eingangstür lehnte.

„Puh, das kannst du laut sagen“ erwiderte Rodolphus.

„Hab ich wirklich einen Termin im St.-Mungo-Hospital?“

„Ja, hast du.“

„Bei Merlins Bart, dann war das eben noch nicht einmal gelogen?“

„Nein.“

„Na, da brat mir doch einen Hippogreif, ich glaube, das haben wir noch nie geschafft.“

„Mhmm“ Rodolphus musste nun breit grinsen und meinte aber dann ernster: „ In einer viertel Stunde müssen wir los.“

Nur mit Widerwillen ging die Todesserin sich frisch machen, eigentlich hatte sie so gar keine Lust sich wieder in dieses Krankenhaus zu begeben, aber was sein muss, muss sein, schlimmer als das Gespräch mit ihrer und Rod’s Mutter von vorhin konnte es ohnehin gar nicht werden, dachte sie zumindest.

Fast eine Stunde später fanden sich Bellatrix und Rodolphus Lestrange im Besprechungszimmer des Heilers wieder. Die Untersuchung war besonders für Rod sehr aufregend gewesen, da er die letzten Mal nie dabei sein konnte, weil der Dunkle Lord ihn immer entweder gerade für einen Auftrag gerufen hatte oder er einen solchen gerade dann ausführte. Somit war dies für den Todesser eine Premiere gewesen, immer noch vor Stolz beinahe platzend und mit einem kleineren Bild in der Hand, saß er neben seiner Frau. Auf diesem Bild konnte man zwar lediglich den Kopf und den Oberkörper des Kindes sehen, aber es war ausreichend um den Zauberer in ungeahnte Dimensionen der Euphorie zu stürzen, völlig untypisch für ihn, wie Bellatrix mit einer hochgezogenen Augenbraue und einem leichten Kopfschütteln feststellte.

„So Mrs. und Mr. Lestrange, langsam wird es ernst.“ begann der Heiler, mit dem Namen Dr. Roberts das Gespräch.

Die schwarzhaarige Hexe verkrampfte sich automatisch innerlich bei dem Gedanken, dass dieses Würmchen auch irgendwann mal aus ihrem Bauch hinaus musste. Das alles wäre nur halb so schlimm für sie, dachte Bellatrix, wenn es bei dem anfänglichen Blubberbläschen oder auch der späteren Billardkugel geblieben wäre.

„Deshalb wollte ich auch dieses Gespräch führen, ich denke in ihrem Fall, wäre es gar nicht so schlecht, wenn sie beide einen Vorbereitungskurs für werdende Eltern besuchten“ erklärte Dr. Roberts mit einem freundlichen Lächeln.

„BITTE WAS?“ fragte Bellatrix ungläubig, sie hatte sich bestimmt verhört, hoffte sie jedenfalls inständig.

Rodolphus indes starrte den Heiler nur mit hochgezogener Augenbraue und offenem Mund an.

„Einen Vorbereitungskurs für werdende Eltern, Mrs. Lestrange. Keine Sorge, den empfehle ich jedem Paar, welches das erstes Kind erwartet.“ erläuterte Roberts mit ruhiger Stimme.

„Vorbereitungskurs?“

„Ja, Mrs. Lestrange. Hier im Krankenhaus haben wir sehr fähiges Personal, welche diese Kurse leitet. Ich habe Ihnen hier das Stockwerk und den entsprechenden Raum aufgeschrieben.“ erwiderte der Heiler und reichte Bellatrix ein kleines Stück Papier.

Rodolphus schluckte einmal, schaute zwischen dem Heiler und seiner Frau hin und her. Die Hexe fixierte die Notiz, als wäre sie ihr persönlicher Todfeind oder als wolle sie, dass das Papier in Flammen aufging. Aufgebracht erhob sich die Todesserin sekundenschnell und wirkte sehr bedrohlich, noch bevor sie dazu im Stande war Dr. Roberts in irgendeiner Art und Weise Schmerzen zu zufügen, packte sich Rodolphus seine Frau, den Zettel des Heilers, bedankte sich und wünschte diesem noch einen angenehmen Abend und verließ den Raum. Der Todesser befürchtete sonst könnte Bellatrix durchaus die Möglichkeit nutzen um dem Heiler einen Crutiatus oder Schlimmeres auf den Hals zu hetzen.

Kein weiteres Wort verloren die Lestranges für den restlichen Tag über diesen Vorbereitungskurs. Weder beim Rückweg zum Anwesen, noch beim Abendessen, noch im Salon beim Teetrinken zu später Stunde.

Schließlich lagen die beiden Todesser im Bett. Das Licht war bereits gelöscht, als Rodolphus bemerkte, dass Bellatrix sich an ihn kuschelte.

„Das war echt ein ganz mieser Tag, der reinste Horror.“ murmelte die Hexe.

„Hhmmm…Ich weiß.“ kam die devote Antwort seitens des Zauberers.

„Merlin, war das furchtbar und dabei dachte ich, nach den tollen Gästen heute Nachmittag, es könnte nicht schlimmer kommen.“

„Hab ich auch gedacht. Aber du weißt schon, dass wir bestimmt noch ein Versöhnungsessen mit den beiden einrichten müssen.“

„RODOLPHUS!!!“

„Oh, doch.“

„OH, NEIN. GANZ SICHER NICHT.“

„Ganz sicher doch, sonst stehen sie wieder unangemeldet vor der Tür.“

„Das tun die ohnehin schon immer.“

„Deine Mutter vielleicht, meine nicht. Außerdem werden sie dann ihre Besuche einschränken, wenn man ihnen eine Möglichkeit gibt, hier überhaupt und mehr oder weniger gewünscht zu erscheinen.

„Das glaubst du selber ja nicht.“

„Doch.“

„Tzzzz…“

„Aber wir müssen sie ja nicht so bald einladen, wenn du nicht möchtest.“

„Na gut und wenn ich mir sicher bin, dass du keine Möglichkeit hast dich zum Dunklen Lord zu verdrücken.“

„Natürlich, versprochen.“

Mit einem Lächeln gab Rodolphus nun seiner Frau einen Kuss, spielte mit ein paar Strähnen ihres langen Haars bis ihm die Augen zu fielen und murmelte nur noch ein: „Gute Nacht.“

Eine Antwort bekam er nicht, denn Bellatrix hatte es doch tatsächlich geschafft in Rennbesengeschwindigkeit einzuschlafen und das vor Rodolphus selbst.

Beide versuchten nun den schrecklichen Tag zu vergessen und von angenehmen Sachen zu träumen.


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Über Feedbacks würde ich mich wie immer sehr freuen.
Bis zum nächsten Update.
LG
Lady Black7


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