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Fanfiction

Erwarte stets das Unerwartete - Angst

von Lacrimosa

Hallo ihr Lieben *wink*
Deutschland hat mich wieder, den einen freut es, den anderen nicht, egal... *g*


Ich will gar nicht lange um den heißen Brei reden, hier das neu Chap, viel Spass beim Lesen. :)

Liebe Grüße
Lady Black7

________________________________________________



11. Angst


Unruhig und mit besorgter Miene schritt Rodolphus im Wartebereich der Notaufnahme des St.-Mungos-Hospital auf und ab. Seine Hände hinter seinem Rücken verschränkt, wartete er ganz alleine in dem kahlen und hellen Flur. Vor Minuten, für ihn selbstverständlich gefühlte Stunden, hatte der Todesser seine Frau in die Notaufnahme des Hospitals gebracht und nun war er alleine.

Unfassbar starte er wieder auf die magische Uhr an der weißen Wand gegenüber den Sitzgelegenheiten.

Wieder setzte Rodolphus sich, wie bereits mehrmals zuvor, um dann spätestens nach Ablauf einer Minute nervös aufzustehen und weiter hin und her zu tigern.

Die Situation war unerträglich für den Todesser. Niemand sprach mit ihm. Niemand klärte ihn auf was mit seiner Frau war. Er saß völlig alleine und hilflos in diesem Flur und dies machte ihn wütend. Wütend deshalb, weil er Angst hatte. Bellatrix war alleine unter Heilern und Schwestern, ohne Rodolphus ihren Mann an ihrer Seite.

Haare raufend hockte Rod auf dem Sitz. Viele Gedanken schossen ihm durch den Kopf einer schlimmer als der andere. Doch plötzlich wurde die Tür zum Flur hin aufgerissen und eine Schwester kam herausgeeilt. Schnell sprang der Zauberer auf und stellte sich der jungen Frau in den Weg.

„Warten Sie bitte, könnten Sie mir vielleicht sagen, wie es meiner Frau geht. Ich weiß nichts und mache mir wirklich Sorgen.“, raunte Rod mit leiser und kratziger Stimme.

Mit einem mitfühlenden Blick erwiderte die Schwester: „Ich bedauere Mr. Lestrange, Sie werden wohl auf den Heiler warten müssen. Mir ist es nicht erlaubt ihnen Auskunft zu erteilen.“

„Verstehe.“, flüsterte Rodolphus. Er ließ die Hexe ihren Weg fortsetzen und ging wieder ein paar Schritte hin und her.
Hinter dem Zauberer öffnete sich die Eingangstür des Flures, doch Rod drehte sich schon gar nicht mehr um, da er vermutete die junge Dame sei einfach nur wieder zurückgekommen.

Als der Zauberer jedoch das Geräusch von Schuhen mit eindeutig hohem Absatz vernahm, horchte er auf.

„Rodolphus, bitte entschuldige. Ich bin so schnell hier gekommen, wie es möglich war. Weißt du schon etwas?“, fragte ein Frauenstimme, welche eindeutig der Schwägerin des Angesprochenen gehörte. Schon nachdem die letzten Worte ihre Lippen verließen, spürte der Todesser eine Hand auf seinem Rücken.

„Nein…“, hauchte Rod. „Nein, ich weiß noch nichts und sie ist bereits so lange dort drinnen.“

„Rod, du hast sie erst vor ein paar Minuten hergebracht. Ich verstehe ja, wenn dich das aufwühlt und dir das furchtbar langwierig vorkommen muss, aber hab ein bisschen Vertrauen in die Heiler des Hospitals.“, sprach die blonde Hexe beruhigend auf ihren Schwager ein.

„Du weißt nicht wie das ist. Bella ist dort drinnen ganz alleine. Ich weiß nicht, ob es ihr gut oder schlecht geht… ob sie Angst hat, Schmerzen leidet oder Schlimmeres. Sie ist meine Frau Narcissa, ich könnte mir das nie verzeihen, wenn sie…“, erläuterte Rodolphus völlig untypisch schon beinahe panisch. „Ich werde noch wahnsinnig…“


Narcissa wusste, dass ihrem Schwager sehr viel an ihrer Schwester lag, auch wenn das Ehepaar sonst emotional kontrolliert war und vor anderen dritten Personen nichts von ihren Gefühlen offenbarten. Bellatrix und Rodolphus waren stets ein eingespieltes Team, sie konnten auf Gesellschaften den Eindruck des nahezu perfekten Ehepaars machen, kühl und doch höflich im Umgang miteinander, doch niemand wusste je, ob dies nur manchmal Farce oder Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit war. Natürlich kannte die blonde Hexe ihre Schwester so gut, um wenigstens behaupten zu können, nein, um zu wissen, dass Rodolphus ihr ebenfalls viel bedeutete, was ihre ältere Schwester selbstverständlich nur unter Folter gestehen würde. Aber so war Bella halt, selbst gegenüber den Personen, welche ihr wirklich wichtig waren, ließ die Todesserin sich in den allerseltensten Fälle zu Aussagen hinsichtlich ihrer Gefühlswelt hinreißen. Bellatrix hatte ihre eigenen Methoden oder besser gesagt Art und Weise diesen Personen zu verstehen zu gegeben, dass sie ihr wichtig waren.
Die Malfoy legte einen Arm um die Schultern ihres Schwagers und dirigiert ihn auf einen der Sitze.

„Ich denke, du unterschätzt mich ein wenig. Immerhin ist sie meine Schwester, Rod. Du musst dich nur ein wenig gedulden. Wir wissen bestimmt bald mehr. Vielleicht ist es auch gar nicht so schlimm…nur falscher Alarm.“, redete Narcissa weiterhin auf den Mann ihrer Schwester ein.
Nach ein paar Minuten Totenstille schwang die Tür auf und Dr. Roberts und ein weiterer Heiler, dessen Name die zwei Wartenden nicht kannten traten auf sie zu.
Schnell erhoben sich Rodolphus und Narcissa von ihren Sitzen. Während Dr. Roberts begann zu erklären, wurde Rod leichenblass im Gesicht.

„Gefunden? Was haben Sie gefunden?“, stammelte der Todesser entsetzt.

„Kein Grund zur Aufregung Mr. Lestrange, es handelt sich um ... “, setzte Dr. Roberts ruhig an, immerhin hatte er schon so oft in der Laufbahn als Heiler solche Situationen erlebt, so dass es ihm nichts mehr ausmachte, wenn Verwandte von Patienten aufgrund ihrer Angst und Besorgnis aufbrausend waren.

Rod schnitt dem Arzt das Wort ab: „Was ist mit meiner Frau?“

„Nichts, Mr. Lestrange...“, kam nun eine Antwort des anderen Heilers.

„Nichts? Wenn nichts wäre, läge sie wohl nicht hinter dieser Tür!“

„Mr. Lestrange, es kommt schon mal vor das selbst bei bester Ausstattung gewisse Sachen auch bei den regelmäßigen Untersuchungen in den ersten Schwangerschaftsmonaten nicht bemerkt werden. Es ist nichts was…“, versuchte nun mit eindringlicherem Ton Roberts zu erklären.
„Wenn sie nochmal sagen es sei nichts, dann vergesse ich mich! Sie lassen mich jetzt sofort zu meiner Frau. Ich habe die Faxen dick…“, ereiferte sich Rod.

Nun ergriff Narcissa das Wort: „Rodolphus lass ihn doch wenigstens mal ausreden.“

„Ich glaube es wird besser sein, ihre Frau sagt es ihnen selbst. Bitte folgend Sie mir, Mr. Lestrange.“, brachte Dr. Roberts lediglich noch hervor, bei diesem besorgten Ehemann waren Erklärungen wohl nicht gerne gehört oder vielmehr war Mr. Lestrange gerade überhaupt nicht in der Lage in irgendeiner Weise Informationen vernünftig aufnehmen zu wollen.

Mit einem kurzen Kopfnicken in verabschiedete Roberts den Kollegen und machte sich mit Rodolphus und Narcissa auf den Weg zu seiner Patientin.

Während des Gehens beruhigte sich Rodolphus wieder etwas, immerhin realisierte er jetzt erst, dass Bellatrix zumindest lebte und sie in einem Zustand sei würde um mit ihm zu sprechen. Dennoch stiefelte er dem Heiler mit finsterer Miene hinterher. Schon bald kamen sie bei den Patientenzimmern an, allem Anschein nach hatte man Bellatrix bereits aus dem Behandlungsraum hinaus und in ein anderes Zimmer gebracht.

„Bitteschön, Mr. Lestrange.“, richtete der Heiler sein Wort an den dunkelhaarigen Zauberer und zeigte auf eine von vielen Türen des Flures. Dann drehte Roberts sich um und meinte schließlich zu Narcissa: „Wenn Mr. Lestrange sich nachher eher in der Lage fühlt mir zuzuhören, dann soll er kurz der Stationsschwester Bescheid geben, ich komme dann nochmal vorbei.“

„Ich werde es ihm ausrichten. Danke Dr. Roberts.“, antwortete Narcissa höflich.

Das Augenmerk wanderte allerdings zu ihrem Schwager der noch etwas unschlüssig vor der Tür stand. Mit einem Mal hatte Rodolphus es doch nicht so schnell, wie man zuvor aus seiner Reaktion hätte schließen können. Unsicherheit, über das was ihn hinter dieser Tür erwarten würde, macht sich in dem Todesser breit.

„Geh nur, ich kann warten.“, meinte Narcissa ermutigend. Kaum ausgesprochen schritt Rod bereits durch die Tür.
Er betrat ein helles geräumiges Zimmer mit einem einzelnen Bett. Als der Zauberer seine Frau erblickte, war er nicht sicher, ob er nicht vielleicht das Zimmer wieder verlassen wollte. Die Hexe, welche sich mit ihren schwarzen Haaren stark von dem weißen Patientenbett abhob, richtete nur langsam den Blick auf ihren Mann.
Rodolphus' Herz sackte ihm langsam in die Hose. Auf der Unterlippe kauend starrte er seine Ehefrau an. Augenscheinlich hatte sich auf den ersten Blick nichts verändert, ihr Bauch war noch immer rund, wie zuvor auch. Doch Bellatrix' Gesicht war blasser, als es ohnehin schon stets war und sie schien traurig zu sein.

„Hey“, würgte Rod hervor und schluckte einmal schwer. Mit ein bis zwei Schritten war er neben seiner Frau und setzte sich vorsichtig auf die Bettkante.

Bellatrix wandte ihren Blick von ihrem Mann ab und drehte den Kopf in die andere Richtung.

„Geh weg, Rodolphus.“, meinte die Hexe nach einer kurzen Stille. Weitere Flüssigkeit bahnte sich ihren Weg über die angetrocknete Spur auf ihren Wangen.

„Was?“

„Geh weg, sagte ich. Bitte geh…“

„Bellatrix, ich…Wie geht es dir?“

Ein verächtliches Schnauben seitens der Todesserin folgte auf die Frage und mit einer hastigen unwirschen Handbewegung wischte sich Bellatrix die Tränen von den Wangen.

„Was ist denn passiert? Geht es dem Kind gut? Dr. Roberts sagte es wäre … eigentlich hab ich keine Ahnung… Hätte ihm wohl doch besser hören sollen.“, gab Rod schließlich zu.

Bellatrix wollte nicht, dass Rodolphus sie schon wieder in einer für sie untypischen Situation sah. Die Hexe schämte sich für den Gefühlsausbruch, den sie schon wieder hatte. Wenn es eines gab was sie verabscheute, dann waren es Gefühlsausbrüche, die eine Schwäche in den Augen Dritter, aber vor allem in ihren Augen darstellte.

Rodolphus stand auf allerdings nicht um Bellas Aufforderung nachzukommen. Der Todesser ließ sich an der Bettkante nieder und zog nach einem kleinen Moment des regungslosen Sitzens sowie Stillschweigens, seine Frau in die Arme. Manchmal konnte er es nicht fassen, wie sehr die Schwangerschaft seine Ehefrau veränderte. Doch Rodolphus fragte sich, ob es wirklich eine „Nebenwirkung“ der Schwangerschaft war oder ob nicht doch tief unter der sonst so unergründlichen Maske Bellatrix Lestranges's, eine Frau gab die zu solchen Reaktionen im Stande war. Hin und wieder erschreckte es den Zauberer, ebenso wie in der momentanen Situation, denn in all den Jahren, die er die stolze Hexe kannte, hatte er sie nie trösten müssen. Eine starke Frau brauchte keine starke Schulter zum Anlehen. Gefühle war schließlich eine Schwäche und für eine geborene Black völlig untragbar. So hatte sie ihm mal an den Kopf geworfen. Dennoch, so wie es aussah hatte Bella sich geirrt.
Erstaunt realisierte Rodolphus das Bellatrix sich an ihn kuschelte, ihr Kopf ruhte an seiner Brust.
Der Zauberer sagte nichts, wollte sie den Anfang machen lassen, lediglich eine vorwitzige Strähne ihres rabenschwarzen Haares strich er ihr vorsichtig aus dem Gesicht.
Es sollten noch einige Minuten vergehen, bis die Todesserin sich überwinden konnte und das Wort ergriff: „Tut mir leid, dass ich so reagiert habe“, begann Bella, „Ich weiß auch nicht so recht was in mich gefahren war.“
Rodolphus hörte aufmerksam mit einem Hauch Verwunderung zu, bevor er etwas sagte: „Schon in Ordnung, Liebling.“
Er hörte seine Frau schwer ausatmen, als habe sie etwas auf dem Herzen. Sanft strich der Todesser über ihre Wange und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

„Willst du darüber sprechen, was los war?“, begann Rod wieder aufmunternd. Er beobachtete wie seine Ehefrau auf der Unterlippe herumkaute.

„Vorhin dachte ich eine Zeit lang wirklich fiese Sachen über dich. Ich…“, versuchte Bellatrix zu erklären, doch dies gestaltete sich nicht so einfach. Ärger machte sich mal wieder in ihr breit, dass sie eine solche Schuld ihrem Ehemann gegenüber empfand und ihm nicht einfach ohne Rücksicht auf Verluste, so wie sie es auch sonst bei jedem tat, das sagen konnte, was sie dachte oder in diesem Fall gedacht hatte. Ein wenig schämt sie sich auch dafür. Währendessen wurde Rod ganz anders, doch äußerlich zeigte sich dies lediglich in einem Stirnrunzeln, was nicht verschwinden wollte.

Dann sprach die Hexe weiter: „Dabei ist das nicht dein Fehler, zumindest nicht zu Gänze…“

Es war Bellatrix mehr als nur unangenehm mit jemandem darüber zu sprechen, aber sie musste und wer sonst als ihr Ehemann käme sonst dafür in Frage.

„Wie meinst du das?“, hackte dieser nach, in seiner Stimme lag mehr Kälte als er beabsichtigt hatte.
Bella wurde unruhig in seinen Armen, er spürte die Anspannung ihres Körpers und doch war er gefesselt an den einzigen Gedanken, welchen er im Moment fassen konnte. Was wollte Bellatrix ihm sagen? Bei allem Verständnis, das er seiner Frau stets entgegenbrachte, so war es ihm ein Furchtbares auf die Kernaussage warten zu müssen, denn die Hexe tat sich sichtlich schwer dabei ihm etwas Bestimmtes zu erzählen. Wenn die Todesserin mit etwas hinterm Berg hielt, konnte dies nichts Gutes bedeuten, sonst hätte sie längst etwas verlauten lassen. Selten kam es vor, dass die Hexe nicht ihre Meinung kundtat, egal wie Andere diese dann auffassen mochten.

Als Bellatrix schließlich Rodolphus Frage beantwortete, war ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern: „Ich hatte…Angst… und in gewisser Weise bist du daran Schuld.“

Die gesprochenen Worte hallten in Rod's Kopf nach, er schluckte doch seine Kehle war mal wieder wie ausgedörrt und daher brachte er kein Wort über die Lippen.

„Angst davor das Kind zu verlieren.“, begann Bella wieder zu erklären und fuhr unbeirrt fort, ohne eine Reaktion ihres Mannes abzuwarten: „Ich schwöre dir bei Salazar und allem was mir heilig ist, ich hatte noch nie solche Angst. Ich meine, wäre hätte gedacht, dass ich, Bellatrix Lestrange, einmal Angst haben könnte und das wegen eines anfänglichen Blubberbläschens, was ich jetzt wirklich gerne mit mir herumtrage. Nicht, dass ich das ewig vorhätte, um Merlin's Willen, nein. Aber ich könnte es mir niemals verzeihen, wenn diesem Hosenscheißer etwas passieren würde. Als ich im Behandlungsraum lag dachte ich die ganze Zeit nur daran… genauso, wie ich daran dachte, dass du keine unwesentliche Mitschuld daran trägst, dass ich so empfinde. Ich habe mich verändert, Rodolphus. Das weißt du ebenso, wie ich es weiß. Es macht mich schwach, ich meine sieh mich an, ich bin die treueste Dienerin des Dunklen Lords…Ich habe mir geschworen niemals Schwäche anzueignen oder zu zeigen, das hatte alles bestens geklappt, bis du mich schwängern musstest!“

Rodolphus wusste zunächst auf dieses Geständnis über die Gefühle seiner Frau und dem indirekten Vorwurf seiner Person gegenüber nichts zu erwidern.
Mit einem Versuch bei Bella hinsichtlich der Richtigkeit ihrer Gefühle Zweifel zu streuen, trat Rod in ein ziemliches Fettnäpfchen.
Wenn er ehrlich zu sich selbst war ging es ihm eigentlich mehr darum, dass er sich von einer gewissen Schuld reinwaschen wollte. Zeitgleich nagte natürlich die Erkenntnis an dem Zauberer, dass seine Frau ihm die Sache mit der ungewollten Schwangerschaft noch nicht verziehen hatte und er fragte sich, ob sie das jemals überhaupt könnte.

Ohne über das, was er letztlich sagte nachzudenken, sprudelten Wörter über seine Lippen: „Tja, weißt du… grrhm…vielleicht liegt das einfach auch nur an den Schwangerschaftshormonen.“

Es war so ziemlich das Dämlichste, was der Todesser hatte antworten können.
Aufgebracht warf Bellatrix ihrem Mann einen entrüsteten Blick zu, dieser sprach jedoch fatalerweise weiter: „Also ich meine, du bist ja sonst nicht so gewesen und vielleicht geht es nach der Schwangerschaft wieder… weg. In einem dieser Bücher für werdende Väter stand drinnen, dass die Frauen starke Stimmungsschwankungen haben. Naja, zumindest die ersten Monate… der Schwangerschaft… grrhm… wird bei dir wohlmöglich… ähm… etwas länger dauern… ich meine jede Frau… ist anders…o-oder?“

Rodolphus zuckte merklich zusammen, denn Bella warf ihm einen Blick zu, den ein Fleischermeister seiner lebendigen Ware zuwarf und genauso wie eine solche Ware kurz vor der Schlachtung fühlte sich der Todesser auch.

„Schon gut, ich bin besser still. Entschuldigung, Schatz.“, bat Rod flüsternd und setzte seinen Hundeblick auf.

„Ich warne dich Rodolphus Lestrange, noch so eine Unterstellung und ich zeig dir mal zu welchen Schwankungen ich fähig bin.“, erwiderte Bellatrix mit drohendem Zeigefinger vor der Nase ihres Mannes.
Wirklich unfassbar war das eben Gesagte von Rod für Bellatrix. Sonst war er auch immer sehr verständnisvoll und was war? Sie, die sie nie über Gefühle sprach, zumindest nicht sehr oft, sie, die sie sich niemals eine Schwäche eingestehen würde, hatte ihren Mann genau dies offenbart, ihm zeigen wollen, was sie tatsächlich empfand und dann so etwas, also wirklich…

„Es war doof von mir…“, versuchte der Zauberer wieder mit der recht beleidigten Hexe ein Gespräch anzufangen.

„Allerdings.“, kam prompt von dieser zurück.

„Ein Idiot, ich war ein Idiot.“
„Allerdings.“

„Bella, komm schon es tut mir leid.“

„Hmpf… aus dir werde ich, glaube ich, nie schlau.“

„Ich weiß, ich aus dir auch nicht, Liebling.“

„Ich weiß.“

Eine zeitlang herrschte Stille dann seufzten beide Ehepartner zeitgleich.
Rodolphus ergriff als Erster das Wort: „Was war denn jetzt eigentlich mit dem Baby? Geht es unserem Hosenscheißer gut?“

„Ja, es ist alles wieder in Ordnung. Ich dachte, der Arzt hätte dich schon aufgeklärt? Die Nabelschnur hatte sich wohl um den Hals gewickelt.“, erläuterte Bella, während sie an einem der Knöpfe des Hemdes ihres Mannes rumspielte. Sie mochte sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn es noch länger gedauert hätte, bis sie behandelt worden wäre. Ein Schauer durchlief die Todesserin.

„Was? A-Aber, jetzt ist wirklich alles in Ordnung? Bist du sicher? Kann so etwas nochmal passieren? Ähm…tja weißt du der Arzt hat mit mir gesprochen…“, begann Rodolphus zu schildern und ziepte sich verlegen mit der freien Hand am rechten Ohr.
„Vielleicht habe ich nicht ganz soooo drauf geachtet was er alles gesagt hat… grrhm…“, gab er schließlich zu.

„Ach was? Haben wir uns wieder unnötig echauffiert, Mr. Lestrange? Könnte es sein, dass Sie daher nicht alles mitbekommen hatten, was relevant war?“, fragte Bella nun mit dem Ansatz eines Grinsens.

„Wäre durchaus möglich, Eurer Ehren. Ich gestehe, dass ich wohl nicht ganz bei der Sache war.“, entgegnete Rod mit einem Schmunzeln.

„Was für ein Frevel, Mr. Lestrange.“

„In der Tat. Es wird nicht wieder vorkommen.“

„Das will ich doch stark hoffen.“

„Sie können sich darauf verlassen, Euer Ehren.“

„Sehr gut, dann werde ich mich nochmal als gnädig erweisen.“, redete Bellatrix lachend weiter und gab ihrem Mann letztlich einen zärtlichen Kuss.

Als sie sich wieder von einander lösten, ergriff abermals der Zauberer das Wort: „Weißt du, wir sollten uns schon langsam darauf einigen, wie wir die Kleine nennen. Oder meinst du nicht?“ Sanft legte er die rechte Hand auf Bellas Bauch.

„Was heißt denn hier die Kleine? Woher willst du denn wissen, dass es ein Mädchen wird? Es könnte genauso gut ein Junge werden.“ entgegnete die Schwarzhaarige.

„Ja, aber ich glaube eher, dass es ein Mädchen wird.“

„Nicht schon wieder diese Diskussion Rodolphus oder hat der Arzt dir vielleicht doch etwas verraten, was ich nicht weiß?“

„Nein, aber woher willst du wissen, dass es ein Junge wird?“

„Ich weiß es einfach. Nennen wir es mal Instinkt. Außerdem dachte ich immer, dir wäre es gleich welches Geschlecht das Kind hat.

„Also, ja schon aber… ach lassen wir das. Es führt nur zu Streitereien. Dann suchen wir also zwei Namen aus, wenn du es nicht wissen willst.“

„Ah, daher weht der Wind, ja? Du platzt vor Neugierde, stimmst? Gib es zu.“, grinste Bella ihn an.

„Wäre doch schön, wenn wir es schon vorher wüssten.“

„Meinst du, ja?“

„Ja.“

„Ich weiß, nicht Rod…“

„Überleg es dir, okay. Wenn du nicht willst, muss ich mich halt noch fast drei Monate gedulden.“

„Hast du dir eigentlich Gedanken über den weiteren Paten gemacht? Wie wäre es mit Rabastan oder Antonin?“

„Mhmmm, das muss ich mir erst überlegen.“, gab er ebenfalls grinsend zurück. „Was hältst du von Claire? Ist doch ein schöner Name…Helen oder Amelie gefällt mir auch gut…“

„Rodolphus!“, meinte Bellatrix in gespielt drohendem Tonfall.

„Bellatrix.“, antwortete dieser und konnte den Schalk nicht aus seiner Stimmer verdrängen.

„Du bist unmöglich weißt du das.“

„Ja, ich weiß. Deshalb hast du mich doch geheiratet, oder nicht?“

„Mhmm… nein eigentlich nur, weil du viel Geld hast und dich von mir herumkommandieren lässt.“

„Du redest heute eindeutig zuviel, Mrs. Lestrange.“

„Ist das so? Dann bring mich doch zum Schweigen.“

„Nichts lieber als das.“, beendete Rodolphus das harmlose Wortgefecht indem er seine Frau in einen zärtlichen Kuss verwickelte, welcher beide die Strapazen des Tages vergessen ließ.

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Nach so langer Zeit, bin ich natürlich reviewgierig XD Tut euch also keinen Zwang an. ;)
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