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Fanfiction

Tagebuch der Lily Evans/Potter - Alles in einem

von Lisa Müller

Die Geschichte einer Muggel-Hexe
Die Geschichte einer Muggel-Hexe

Tagebuch von Lily Evans

Diese Geschichte handelt von der jungen Lily Evans, die Muggelstämmig geboren wird, und als Hexe stirbt…

Ich saß im Garten.
Meine langen dunkelroten Haare wehten im Wind. Suchend sah ich mich um.
Wo blieb nur Petunia?
Meine große Schwester mochte mich nicht. Das wusste ich schon lange. Wahrscheinlich weil ich so tolle Zaubertricks beherrschte und sie nicht.
Warum, wusste ich selber nicht. Doch es war so.
Aber sie hatte mir versprochen zu kommen!
Nach fünf weiteren Minuten kam sie schließlich mürrisch um die Ecke. Mit meinen neun Jahren war ich für ein Teenie nicht gerade der perfekte Zeitgenosse.
Ich mochte sie wirklich gerne. Darum zeigte ich ihr heute mal wieder, dass sie nicht immer auf mich aufpassen müsste, sondern auch bei ihren Freundinnen sein kann.
Meine Schaukel flog höher und höher.
Doch wohl zufiel für meine Schwester.
„Komm runter! Es reicht!“
Ich wurde langsamer. Ihren Zorn und Hass kannte ich schon, deshalb wollte ich versuchen, sie aufzuheitern.
Meine Augen suchten das Gelände ab. Schließlich fand ich sie. Eine noch geschlossene Blüte.
Freudig hüpfte ich hinüber, doch gerade als ich mich bückte um sie hochzunehmen, sah ich durch das Gebüsch zwei schwarze Augen. Erschrocken ging ich einen Schritt zu hastig zurück und stürzte dabei über eine Wurzel.
Gespannt beobachtete ich aber weiterhin im Sitzen die schwarzen Augen, die langsam nach oben wanderten.
Kurz darauf trat ein schwarzhaariger Junge aus dem Gebüsch. Seine Haare wahren lang und fettig. Sein Gesicht blass, so blass wie der weiße Schnee der bald wieder vom Himmel fiel.
Schüchtern trat er auf mich zu. Seine Wangen leuchteten nun rot und ich musste lächeln. Er reichte mir seine Hand, doch bevor ich sie ergreifen konnte, trat Petunia zwischen uns.
Ich hatte sie vollkommen vergessen.
„Verschwinde!“ Petunia schob mich hinter sich und diesmal funkelten ihre Augen nicht mich an sondern den fremden Jungen.
Ich würde aber trotzdem nur zu gern wissen, wer er war. Mit einem traurigen Lächeln verabschiedete er sich von mir und verschwand auf einem verwilderten Weg, der zu dem „Schlangenhaus“ führte.
„Petunia? Wer war das?“
Petunia sah mich strafend an. „Das war Severus Snape. Der wohnt drüben im Haus der Schlangen, wie man es so gern nennt. Wehe dir, ich sehe dich noch einmal mit ihm reden!“ Damit drehte sie sich um und verschwand mit erhobenem Kopf um der Ecke, die zu ihrem Haus führte.
Ich sah noch einmal zu dem düsteren Haus der Snapes rüber und lief meiner Schwester dann nach.

Gleich am nächsten Tag erfuhr ich, dass meine Schwester am Nachmittag zu meiner Gran fuhr und für eine Woche da blieb. Schließlich hatten wir Herbstferien!
Als sie dann heute Mittag endlich abfuhr zog ich mich rasch um und verschwand auf dem Spielplatz. Wie ich gehofft hatte war dieser Severus hier. Ich winkte ihm zu und er kam errötet auf mich zu.
„Hallo. Du bist Severus, richtig?“ Er setzte sich neben mich auf die Bank.
„Ja, woher weißt du das?“
„Von meiner Schwester. Ich heiße übrigens Lily. Lily Evans.“
„Deine Schwester… sie mag mich nicht, oder?“
„Sie mag niemanden. Mich auch nicht.“ Betreten senkte ich den Kopf.
„Warum nicht? Du bist doch sehr nett..“ Er senkte den Kopf und ich musste lächeln.
„Danke.. du auch. Warum warst du gestern im Gebüsch gesessen?“
„Ähm.. ich.. ich hatte mich nicht getraut.“
„Nicht getraut? Aber wohl hoffentlich nicht wegen mir.“ Ich musste Lachen und dies steckte Severus an.
Nach dem wir uns wieder beruhigt hatten, fuhr Severus fort.
„Was hattest du gestern mit der Blume vor?“
„Ich wollte sie öffnen. Ich beherrsche Zaubertricks, weißt du? Ich weiß aber selbst nicht warum.“
„Zeigst du es mir mal?“ Er sah mich interessiert an. Darauf hin erhob ich mich und nahm die Blume vor dem Gebüsch, die ich gestern schon pflügen wollte. Ich lief zurück und hob meine Hände darüber. Sogleich öffnete sich die Blume. Sie war wunderschön.
„Ich wusste es!“ Erstaunt erhob ich meinen Kopf und sah in seine Augen, die Augen, die schwarz wie die Nacht waren. „Ja, sieh mich nicht so an. Welche Zaubertricks hast du noch so drauf?“
„Hm.. ich kann Blüten öffnen, ab und zu auch etwas schweben lassen, dass ist wirklich super!“
Severus lachte. „Du bist wirklich eine kleine Hexe.“
Ich wurde wütend. „Hexe?! Warum sagst du das zu mir?“
„Na, du bist eine Hexe.“
„So etwas sagt man nicht! Das ist eine Beleidigung!“ Wütend stand ich auf.
„Nein, ist es nicht, warte!“ Ich rannte weg, wie konnte er so etwas sagen? Ich spürte wie mir die Tränen in die Augen stiegen.
Ich wollte nie wieder mit diesem Jungen reden.
Doch gleich am nächsten sah ich ihn wieder. Meine Eltern waren nicht da, und als ich auf den Balkon in meinem Zimmer trat, sah ich wie ein schwarzer Haarschopf dahinter zum Vorschein kam.
„Hey Lily. Es tut mir Leid. Das mit der Hexe sollte eigentlich keine Beleidigung sein…“
Ich half ihm über das Geländer und wir setzten uns auf mein Bett.
„Warum hast du das dann zu mir gesagt? Ich fand das nicht sonderlich nett.“
„Ich bin ein Zauberer. Das ist so etwas wie eine.. männliche Hexe. Das sollte eigentlich keine Beleidigung sein. Du hast sogar Glück damit!“
„Glück eine Hexe zu sein?“
„Ja! Wie alt bist du?“
„10, warum?“
„Ich auch. Mit elf wird man in Hogwarts eingeschult.“
„Hogwarts?“
„Ja, dass ist die Schule für Zauberei und Hexerei. Du kommst da bestimmt auch hin.“
„Wirklich? Das ist super.“ Meine Augen mussten wirklich leuchten, denn Severus lächelte mich freudig an.
„Kannst du mir mehr über Hogwarts erzählen?“
„Natürlich. Gehen wir spazieren?“ Freudig nickte ich und ging mit ihm hinaus.


Es war kurz vor Mitternacht, der Tag vor meinem elften Geburtstag. Nach dem, was mir Severus erzählt hatte, müsste gleich eine Einladung für die Zauberschule Hogwarts ankommen, mit einer Eule!
Die Turmuhr schlug. Es war Mitternacht. Ich trat auf den Balkon und suchte den Himmel ab.
Als nach einer Stunde immer noch keine Eule in Sicht kam, war ich müde und ging betrübt zu meinem Bett. Doch kaum legte ich meinen Kopf auf das Kissen, raschelte es. Müde schaltete ich den Lichtschalter neben meinem Bett ein und sah einen Brief auf meinem Kopfkissen.
Ich war sofort hellwach. Schnell öffnete ich den Umschlag und las den Brief durch.
Sehr geehrte Lily Evans,

hiermit nehmen wir Sie in Hogwarts, Schule für Zauberei und Hexerei, auf. Wir bitten Sie, am 1. September zum Gleis 9 ¾ zu kommen, um hier den Zug zur Schule zu nehmen. Er fährt immer genau um 11.00 Uhr. Achten Sie auch darauf, dass keine Muggelstämmige davon mitbekommen.
Die Liste der Dinge, die Sie im Unterricht benötigen, sehen Sie auf der nächsten Seite. Alle Sachen erhalten Sie in der Winkelgasse.

Mit freundlichen Grüßen
Albus Dumbledor


Glücklich schob ich den Brief zurück in den Umschlag und legte ihn auf meinen Nachttisch.
Kurz darauf betrat ich auch schon das Reich der Träume, wo ich von Hexen und Zauberen, von Hogwarts und Hogsmeat, von Zaubertrankunterricht und Verteidigung gegen die dunklen Künste träumte..

Tief im Unterbewusstsein hörte ich jemanden singen. Ich schlug die Augen auf und erkannte meine Eltern die mit einem Kuchen in der Hand dastanden und „Happy Birthday“ sangen.
„Oh Mum, Dad! Das ist.. ich muss euch was zeigen!“ Mit Freudentränen in den Augen gab ich ihnen den Brief. Völlig überrascht nahmen sie ihn entgegen und sahen ihn an.
„Hexerei und Zauberei?“ Mein Vater war so verblüfft, ich glaube er konnte es gar nicht glauben. Also erzählte ich ihnen alles über Hogwarts, was ich wusste.
Meine Eltern zogen jedes Wort in sich auf, wie ein Schwamm das Wasser.
Nach dem ich geendet hatte, waren sie für einen kurzen Moment sprachlos. Dad fand als erstes die Sprache wieder.
„Du bist wirklich eine Hexe?“
„Ja, findest du das Arg schrecklich?“
„Nein, gar nicht! Das ist einfach wunderbar!“ Seine Augen leuchteten vor Stolz.
Meine Mutter trat vor und nahm mich in den Arm. „Oh Lily..!“ Ab diesem Moment wusste ich, dass mein Leben als Hexe mit der Unterstützung meiner Eltern wundervoll seien würde.

Nur noch eine Woche bis zum Schulbeginn in Hogwarts!
Wieder mal saß ich mit Severus auf dem Spielplatz und er erzählte mir Geschichten über die Fabelwesen die in Hogwarts lebten. Am liebsten hörte ich aber die Geschichte über die Gründung von Hogwarts. Severus war der festen Überzeugung das er in das Haus Slytherin kam und er meinte (eher hoffte) dass es bei mir genauso sei.
Ich musste zugeben, damals hat mich Slytherin schon fastzieniert. Kurz nach unserem Gespräch kam Mum um die Ecke gebogen. „Lily? Lily! Komm, wir wollen jetzt endlich mal in die Winkelgasse. Oh, hallo Severus. Komm schon!“ Langsam erhob ich mich und verabschiedete mich von meinem besten Freund. Danach ging ich mit Mum nach Hause. Severus hatte uns Flugpulver geschenkt und damit gelangten wir dann in die Winkelgasse.
Es war Atemberaubend.
Leute strömten an uns vorbei.
Menschen mit großen Hüten, langen Umhängen und hin und wieder mit einem Besen in der Hand.
Meinen Eltern erging es nicht anders.
Wir gingen in die verschiedenen Läden und kauften die Schulutensilien ein: einen Kessel, Bücher, einen Umhang, Schuluniform, einen Besen und noch einige Artikel mehr.
Danach gingen wir in den Laden für die Eulen und ich suchte mir eine Schneeeule aus, die ich Ming nannte, warum, wusste ich selber nicht. Ihr Name hatte also keine richtige Bedeutung.
Als ich mit Ming aus dem Geschäft trat, stieß ich mit einem großen, haarigen Mann zusammen. Zuerst fürchtete ich mich vor ihm. Aber nicht lange.
„Vorsicht Fräulein“ brummte er mit einer tiefen Stimme. „Kommst du dieses Jahr nach Hogwarts?“
„J-ja Sir.“
„Hm.. ich bin Rubeus Hagrid. Der offizielle Wildhüter in Hogwarts. Wie heißt du?“
Meine Stimme klang schon fester.
„Lily. Lily Evans, Sir.“
„Lass bitte das alberne Sir.“
„Ja Si-. Entschuldigung.:“ Wir mussten beide Lachen. Der Mann war wirklich nett.
„Sind das deine Eltern?“ Er deutete auf die zwei Personen, die sich hinter mich gestellt haben.
„Ja.“
„Hm.. sie sind keine Zauberer.“
„Nein. Sie sind Muggel.“
„Muggel? Du bist ja schon informiert.“
„Ja. Severus hat mir viel erzählt.“
Der Riese lächelte mir noch einmal zu, begrüßte meine Eltern und verabschiedete sich dann.
Nach gut drei Stunden hatten wir dann alles zusammen und wir „flogen“ nach Hause.

Mein Gott bin ich aufgeregt! Dad belud gerade einen Wagen mit meinen Koffern und mit dem Käfig mit Ming.
Petunia stand daneben und sah mürrisch drein. Seid sie erfahren hatte, was ich war, betrachtete sie mich nur noch als Abschaum. Aber wenn ich ehrlich war, im Moment war es mir total egal. Es zählte nur noch eins: Hogwarts.
Es war zehn vor elf. Wir mussten uns beeilen.
Vor der Wand, die mir Severus beschrieben hatte, wartete der Junge schon. Als ich kam, lächelte er, doch als er meine Schwester erblickte, verschwand dieses Lächeln augenblicklich.
Rasch verabschiedete ich mich von meinen Eltern und verschwand dann mit Severus in der Wand.
Dahinter befand sich eine riesige, scharlachrote Lock. Wir stiegen ein und suchten uns eine freie Kabine.
Nirgends war auch nur eine Kabine frei.
Schließlich setzten wir uns dann in eine halb leere Kabine zu ein paar Jungs.
Severus und ich nahmen die Plätze an den Fenstern und setzten uns gegenüber.
Die fremden Jungs fingen während der Fahrt schon bald an zu lästern.
„Wen haben wir denn da? Den kleinen Severus Snape!“ Die Jungs lachten. Doch Severus schien gekränkt.
„Hallo James, Sirius, Peter und der liebe Remus.“ Er spuckte die Namen aus wie Gift.
„Wen hast du da mitgebracht?“ Sirius sah mich an.
„Lily. Lass sie bloß in Ruhe!“
„Lily… warum gibst du dich mit so einem ab?“ Das war James.
„Weil er nett ist!“ Ich sah die Jungs strafend an.
„Nett?! Du solltest lieber mit uns befreundet sein.“ Wieder James.
„Und wenn ich mit Euch nichts zu tun haben will?“
„Jeder will..“ Sirius kam nicht mehr dazu den Satz fertig zu sprechen, da Severus ihm dazwischen kam.
„Komm Lily. Wir suchen uns eine andere Kabine.“ Damit stand er auf und hob die Koffer herunter.
„Warum so eilig, Snape?“ Man sah James an, dass es ihm nicht gefiel, jetzt seine „Beute“ zu verlieren. Dieser Junge war absolut widerlich!
Doch wir kamen nicht heraus. Sirius versperrte uns den Weg, sodass wir keine Chance hatte hinaus zukommen. „Ihr bleibt hier!“ forderte uns der gleichaltrige Junge mit den Schwarzgelockten Haaren auf.
Meine Augen mussten blitze geschossen haben, denn ich merkte plötzlich Severus Hand auf meiner Schulter. Aber nur eine.
Das nächste was ich sah, war, dass James, Sirius, Remus und der andere Junge namens Peter, ihre Zauberstäbe zogen und sie auf meinen besten Freund richteten.
Glücklicherweise schaffte es doch keiner irgendeinen Zauber auszusprechen, denn die Tür wurde aufgeschoben und ein älterer Junge und ein Mädchen schoben sich hinein.
„Was soll das werden?“ fragte das Mädchen. „Wie ich sehe, kommt ihr heute zum ersten Mal nach Hogwarts, richtig?“
Wir nickten und die Jungen packten ihre Zauberstäbe wieder ein.
„Schön. Kann mir jetzt jemand bitte einmal erklären was hier los war? Du, bitte.“ Sie zeigte auf mich.
„Ähm.. diese Jungen da,“ ich wies auf die Vier die Severus beleidigt haben. „haben Severus beleidigt und als wir in eine andere Kabine wechseln wollten haben sie uns daran gehindert.“
„Stimmt das?“ Der Junge sah strafend auf die Jungs. „Ja.“ Remus senkte wie die anderen den Kopf.
„Wehe das passiert noch einmal! Kommt ihr zwei. Raus hier.“ Mit einem Sieger Lächeln marschierte Severus vor mir hinaus. Als ich an James vorbei ging, sah ich ihm für einen Augenblick in die Augen. Ich musste wohl ziemlich verwirrt ausgesehen haben,, denn der eigentlich nicht hässliche Junge lächelte mir zu.

Mit Booten fuhren wir auf das riesige Schloss zu.
Es war einfach atemberaubend. Etwas so schönes hatte ich noch nie gesehen.
Ich hatte herausgefunden, das die zwei Schüler vorhin Samantha und Josh hießen, dass sie Schulsprecher waren und ins Haus Griffindor gingen, was Severus gar nicht gepasst hatte.
In dem Boot neben mir saß ein Mädchen namens Alice, kurze braune Haare und eine runde Gesichtsform, ich fand sie ziemlich nett.
Neben der Bewunderung unterhielten wir uns über unser Leben. Ja, ich wusste, wir würden gute Freundinnen werden.

Wir stiegen die steinernen Treppen zum großen Saal hinauf.
Oben angekommen erwartete uns bereits eine Dame, die wie ich vermutete eine Lehrerin war.
„Guten Abend und willkommen in Hogwarts. Hört mir nun gut zu. Wir werden gleich hinein gehen. Ihr bleibt vorn stehen und wartet bis ich euren Namen aufgerufen habe. Danach tretet ihr vor und setzt euch auf den Stuhl. Ich werde euch dann einen Hut aufsetzten der euch in ein Haus steckt. Ihr geht zu dem Tisch der heftig applaudiert und setzt euch hin. Mein Name ist übrigens Minerva McGonnegall, Hauslehrerin von Griffindor. Kommt jetzt.“ Damit drehte sie sich um und verschwand hinter dem riesigen Portal.
Ich hatte Angst. Meine beiden Freunde liefen zwar dicht bei mir aber das brachte mir nicht viel.
Überall saßen ältere Schüler und verfolgten uns mit ihren Augen.
Als wir dann schließlich vorne ankamen war ich wirklich erleichtert. Professor McGonnegall begann dann auch ziemlich schnell.
„Remus Lupin.“ Er wurde nach Griffindor gesteckt. Genauso wie seine Freunde Sirius, Peter und.. James.
Wie schon geahnt wurde Severus nach Slytherin gesteckt und Alice nach Griffindor.
Ich kam nach drei weiteren Schülern dran. Ich setzte mich auf den wackeligen Stuhl und hoffte auf Slytherin.
„Na, eine Muggelgeborene (wie ich dieses Wort mittlerweile hasste!) . Aber das ist ja nicht von Bedeutung. Wo stecken wir dich hin? Ich weiß.. GRIFFINDOR!!!!“ Die Schüler aus Griffindor applaudierten, doch als ich zu Severus sah, war ich nur noch mehr bedrückt.
Wohl oder übel musste ich mich dann auch noch neben James setzen.. Sie haben die anderen extra so gesetzt, dass ich nun neben diesem.. diesem.. (ich weiß auch nicht) sitzen muss!
Sofort nach dem Essen lief ich zu Alice und ein paar anderen Mädchen und zusammen liefen wir dann hinter Griffindors Vertrauungsschüler her.
Mein Zimmer teilte ich mit Alice, Marlene und Emmeline. Ich verstand mich mit allen hervorragend, aber am besten mit Marlene. Sie war einfach am verständnisvollsten.
Mit der zeit wurden wir die besten Freundinnen.

Viele Jahre später (vier um genau zu sein) spazierte ich mit Marlene über den Rasen in Hogwarts. Ich erzählte mal wieder davon, dass Severus mir mit seinen Freunden wirklich auf die Nerven ging. Bei ihm ging alles nur um schwarze Magie, Marlene meinte, es wäre nicht verwunderlich wenn er eines Tages ein Todesser, Anhänger von Du-weißt-schon-wem, würde.
Aber glauben wollte ich das nie.
„Sieh mal!“ Marlene scheuchte mich aus meinen Gedanken und deutete auf ein paar Jungs die einen anderen in der Luft schweben ließen.
„Lasst mich runter!“, rief er gerade.
„Warum sollten wir?“, spöttisch lachend schwenkte der Junge seinen Zauberstab. Es war James, in der Luft hing Severus. Gerade als ich ihm zu Hilfe kommen wollte, hörte ich es.
„Ja, ich gebe es ja zu! Ich will nichts mehr mit diesem Schlammblut zu tun haben, ja und?“ James Blick verfinsterte sich. „Sag das noch einmal und du bist tod!“
„Warum? Ihr wolltet wissen was ich von.. Lily halte.“ Severus starrte mich an. James löste den Zauber auf in dem er sich umdrehte. „Oh, hallo Lily.“
Ich achtete nicht auf James Blick, ich achtete nur auf Severus. „Schlammblut? Ich will nie wieder etwas mit dir zu tun haben!“, schon spürte ich die verdammten Tränen. Ich wandte mich zu James. „Warum? Ich dachte.. ihr könnt mich alle mal!“ Die Tränen kamen. Tränen über einen miesen Freund, dem ich all die Jahre über vertraut habe. Tränen über James, weil er Severus dazu verführt hatte dieses Wort zu sagen. Tränen über mich selbst, weil ich so blind war… bin.
„Komm Marlene, wir gehen!“ Ich drehte mich so abrupt um und schwang meine langen Haare dabei wirklich super um meinen Kopf.
Marlene stimmte zu und zusammen machten wir uns auf den Weg in den Gemeinschaftsraum.

Kaum hatte wir uns dort in die Sofas plumpsen lassen, kamen James, Sirius, Remus der finstere Peter, den ich immer noch nicht leiden konnte, atemlos zu uns gestürmt.
„Lily! Es tut mir Leid.. ich wollte nur..“ James stützte sich vornüber auf seine Knie.
„Ich weiß schon.. es geht immer nur um dich! Du wolltest doch von Anfang an nicht, dass ich mich mit Severus abgebe. Glückwunsch, es hat funktioniert!“ Damit stand ich auf und verschwand zusammen mit meiner Freundin im Mädchenschlafsaal.

Wieder mal war ich totlal gestresst. James nervt mich immer noch, obwohl wir jetzt im letzten Jahr waren. Gerade eben erst waren meine Freundinnen und ich vor ihm in unser Zimmer geflüchtigt und wollten etwas unter uns sein.Doch die Ruhe währte nicht lange. Schon nach fünf Minuten kam Prof. McGonnegall herein, mit einem Gesicht das mir Angst machte.
„Guten Abend. Miss Evans, ich hab leider eine schlechte Naricht für Sie.“ Ich schluckte. „Ihre Eltern.. sie sind heute morgen bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Es tut mir Leid.“
In diesem Moment brach für mich eine Welt zusammen. Ich meinte zu hören, wie tausend und abertausende Gläser auf den Boden fielen und zerbrachen.
Meine Knie gaben nach und ich sank zu Boden. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen und ließ jetzt meinen Tränen freien Lauf. Tränen über Severus, James und meine Eltern.
Nie wieder werde ich sie in den Armen halten, nie wieder werden sie mich vom Bahnhof abholen. Nie, nie wieder..
Ich spürte wie mir jemand die Hand auf die Schulter legte hörte, wie Professor McGonnegall meine Mitbewohnerinnen für diese Nacht in andere Zimmer schickte.
Stunden verstrichen, es wurde dunkel. Morgen würden wir alle heimfahren, meine Eltern wären nicht am Bahnhof. Nicht zuhause. Nie wieder.
Wieder kamen diese bescheuerten Tränen.
Meine Beine waren schon ganz steif, als der Mond sein blasses Licht durch die Fenster warf.
Ich erschrak plötzlich, denn jemand legte mir die Hand auf meinen Arm und hob mich hoch.
„Lily.. es tut mir so Leid. Meine Eltern sind auch tod.“
Ich drehte mich um. Wackelig starrte ich den mitternächtlichen Besucher an. „J-James?“
„Ja. Komm.“ Er nahm mich in seine Arme und ich drückte meinen Kopf gegen seine Schulter. Mir war egal, dass er vorhin so gemein gewesen war, ich genoss sogar seine Gesellschaft.
Zärtlich strich er mir übers Haar. James hob meinen Kopf und zog mich an sich. Unsere Gesichter waren uns so nah, nah genug, das ich seinen Atem auf meiner tränennassen Haut spüren konnte.
Er berührte ganz leicht mit seinen Lippen meine, und als ich ihn erwiderte, den Kuss der mir so gut wie alle Trauer nahm, und er schlang seine Arme nur noch mehr um mich. Schließlich wendete ich dann meinen Kopf ab und löste mich aus seinem Griff.
James nahm mich an der Hand und sprach mit so leiser Stimme, die ich nur mit Mühe verstehen konnte:
„Lily, ich liebe dich. Schon seid unserer ersten Begegnung im Zug. Damals war ich sehr sauer, dass du dich gerade mit diesem.. diesem Snape abgegeben hast. Das machte meinen Hass nur noch stärker.“
„Ja. Ich.. ich glaube, ich fühle das selbe. Aber meine.. meine Eltern..“ wieder brach ich in Tränen aus.
„Ich weiß. Aber ich bin immer für dich da.,“ weiter kam er nicht, denn in diesem Moment trat Marlene in unser Zimmer.
„Oh, entschuldigt. Ich bin schon wieder weg.“ Etwas errötet lief sie aus dem Turmzimmer.
James und ich mussten halbherzig lachen.
Und von diesem Moment an wusste ich, dass ich nie alleine seien würde.
Nur eine Woche später wurden James und ich Schulsprecher.

Es stand unser letzter Schultag bevor.
So glücklich war ich nie, dass wusste ich. Gerade erst vor fünf Minuten hat James mir einen Antrag gemacht.
Wir werden heiraten!
Wir beide und einige andere Traten dem so genannten „Orden des Phönix“ bei, einem Orden, der gegen den furchtbarsten Zauberer dieser Welt kämpfte.
Eine Mitgliederliste gibt es natürlich, aber sie ist geheim. Aber trotzdem seh ich sie mir fast jeden Tag an.

Aberforth Dumbledore
Alastor "Mad-Eye" Moody
Albus Dumbledor
Alice Longbottom
Arabella Figg
Benjy Fenwick
Caradoc Dearborn
Dädalus Diggel
Dorcas Meadowes
Edgar Bones
Elphias Doge
Emmeline Vance
Frank Longbottom
Gideon Prewett
James Potter
Lily Potter
Marlene McKinnon
Mundungus Fletcher
Peter Pettigrew
Remus Lupin
Rubeus Hagrid
Sirius Black
Sturgis Podmore

Marlene.. sie hat sich in den letzten Wochen so verändert. Sie übt mehr denn je, um die Zauber alle zu beherrschen. Ihr Patronus ist aber wirklich sehr schwach. Er hält kaum eine Minute. Ich habe angst um sie, Angst, dass Voldemord oder seine Todesser sie töten könnte.
„Lily!“, Marlene kam auf mich zugestürmt. „Ich hab das mit dir und James gerade erst erfahren. Das ist großartig!“ Stürmisch und völlig außer Atem umarmte sie mich. „Ich weiß…“ „Lily!“ James kam von hinten angerannt. „Du glaubst nicht, was ich gerade erfahren habe!“ „Sag bloß, sie haben uns aufgenommen. Haben sie?“ „JA! Wir werden nach den Ferien im Zaubereiministerium anfangen.“ Mit einem riesigen Lächeln im Gesicht schlang er seine Arme um meinen Körper und hob mich hoch. „Gratuliere! Ihr seid wirklich nicht mehr an Glück zu übertreffen!“ Marlene schlang ebenfalls ihre Arme um mich. Die Welt war doch so wunderbar.
Ein Jahr nach unserer Hochzeit gebar ich einen kleinen Jungen. Wir nannten ihn Harry James Potter. Er ist ja so süß!
Gerade war der Orden im Hauptquartier, um ein Gruppenfoto zu machen. Meinen kleinen Sohn musste ich aber zu Hause lassen. Aber kaum zwei Wochen danach, wurde mir die schreckliche Nachricht überbracht. Meine beste Freundin Marlene McKinnon und ihre gesamte Familie wurde von (schluck) Voldemorts Todessern getötet. Nicht einmal bei Mums und Dads Tod habe ich so geweint. Ich war am Boden zerstört. Als ich dann weinend in der Küche saß, kroch mein Harry in die Küche und als er sah, dass ich weinte, weinte er mit. Ich stand auf und nahm ihn auf den Arm. Schlagartig verstummte er. „Oh Lily! Ich habs gerade gehört, es tut mir ja so leid.“ Behutsam nahm James Harry auf den Arm und setzte ihn auf den Boden. Danach nahm er mich in den Arm.
Die Wochen verstrichen. Wochen voller Trauer und Schmerz. Ich konnte, nein, wollte nicht glauben das meine beste Freundin Tod war. Die einzigen die mich aufheitern konnten waren meine Familie. Besonders Harry. Jedes Mal wenn er mich sah, zog er irgendwelche Grimassen, so, als wüsste er mit seinen paar Monaten schon so viel, wie ich mit meinen 21 Jahren.
Ich war glücklich. Sirius (Harrys Patenonkel) hatte sich sehr über meinen Brief und das lustige Foto meines Sohnes gefreut.
Außerdem war heute Halloween. Es wurde dunkel. James saß unten im Wohnzimmer. Ich war bei Harry im Kinderzimmer. Gerade als ich meinen Sohn in sein Bettchen setzte, hörte ich von unten Lärm. Gerade als ich mich in die Tür vor der Treppe trat, sah ich, wie James zusammen sank. Auch er war nun Tod. „NEIN!“ hörte ich mich schreien. Und dann trat ER hervor. Der, dessen Namen nicht genannt werden darf. Er schaute zu mir hoch an mir vorbei zu Harry. Langsam kam er die Stufen hoch. Ich konnte uns nicht einmal verteidigen, denn mein Zauberstab lag unten im Wohnzimmer. „Nein, bitte nicht auch noch meinen Sohn. Nicht meinen Sohn!“ Schützend stellte ich mich vor den kleinen Jungen, der nun anfing zu weinen. Voldemort hob den Zauberstab. „Avada..“ „Nein!“ Mit meiner ganzen Willenskraft und mit meiner Liebe baute ich einen Schutzschild um Harry. Nun war das Leben meines Sohnes wenigstens für eine Zeit lang geschützt. Und mit einem lächeln im Gesicht sank ich zusammen. Ich war Tod… . I


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Selbst Muggel wie wir sollten diesen freudigen, freudigen Tag feiern! Jenen nämlich, da sich der Londoner Verlag Bloomsbury entschloss, die Manuskripte der britischen Autorin Joanne K. Rowling zum Druck anzunehmen und sie der breiten, nichtmagischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Susanne Gaschke, Die Zeit