
von DM-Potter
Ein ereignisreicher Tag
6. Kapitel – Wieder vereint
Harry wurde auf das Sofa gelegt. Alle anwesenden gingen in den Garten, bloß Ginny blieb bei Harry und wartete dass er wieder zu sich kam.
Nach einer Stunde öffnete Harry wieder seine Augen und blickte in die braunen Augen seiner Freundin.
Als Harry aufwachte, spürte er dass jemand bei ihm saß. Sofort kam ihm wieder das vorhin erlebte in den Sinn und er war schlagartig wieder hellwach. Schnell richtete Harry sich auf und wollte in der gleichen Bewegung seinen Zauberstab ziehen, doch er fand keinen.
„Was? Wo ist...?“ fragte er verwirrt.
„Harry, endlich bist du wieder wach. Wie geht es dir mein Schatz?“ fragte Ginny.
Harry drehte sich in ihre Richtung und sah in die braunen Augen seiner Freundin.
„Ginny? Was ist los? Warum liege ich hier auf der Couch und warum habe ich keinen meiner Zauberstäbe bei mir? Was ist passiert?“
„Harry, weist du es nicht mehr? Du bist im Wohnzimmer zusammen gebrochen.“ sagte sie, setzte sich neben ihn und nahm seine Hand.
„Was ich ? A- Aber .. War das kein Traum? Oh Gott.“ sagte er, rieb sich die Augen und starrte ins leere.
„Harry was ist?“ wollte Ginny wissen.
„So ein Mist! Warum habe ich nicht aufgepasst, ich war zu unvorsichtig.“ murmelte er etwas leiser.
„Was meinst du?“
„Diese Situation hier. Ich kann nur hoffen dass Hermine die DA zusammenrufen kann, wenn Minerva und Kingsley auch hier gefangen sind.“
Ginny blickte Harry irritiert an, dann wusste sie was er meinte. Sie blickte ihm in die Augen und sagte:
„Harry, bitte hör mir zu. Ich weiß was du sagen willst, aber es ist nicht so. Harry, das waren keine Todesser.“
„Keine.. Aber Ginny, wenn es kein Traum war und keine Todesser mit Vielsafttrank, was war es dann?“
Ginny konnte in seinen Augen sehen, dass er verwirrt war und nicht wusste was er denken sollte.
Sie gab ihm einen Kuss auf die Stirn und er zog sie in eine Umarmung, dann sagte sie:
„Harry, es hört sich verrückt an, aber es ist war. Du hast es nicht geträumt, noch eingebildet und es war auch kein Vielsafttrank.“
„Das kann nicht sein Ginny. Sie sind tot.“
„Harry sieh mich an, sag, hab ich dich je angelogen?“ fragte sie.
Harry sah sie an und er konnte in ihrem Gesicht erkennen dass sie die Wahrheit sagte.
„Nein. Nein, das hast du nie. Trotzdem fällt es mir schwer es zu glauben, ich meine..“
„Ich weiß, ich konnte es auch kaum glauben als Prof. McGonagall und meine Mutter hier auftauchten um mich darüber zu informieren.“
„Minerva war hier?“
„Ja, mit meiner Mutter und Madam Pomfrey. Sie..“
„Ich habe meinen Namen gehört?“ fragte die Schulärztin, welche gerade den Raum betrat. „Ah, wie ich sehe ist Mr Potter wieder da. Wie geht es ihnen?“
„Hm, wie soll es mir gehen? Wie würde es ihnen nach so etwas gehen? Ich weiß es nicht. Nur dass ich sehr verwirrt bin.“
Bevor Madam Pomfrey etwas sagen konnte erschien Prof. McGonagall im Zimmer.
„Wie ich sehe sind sie wieder zu sich gekommen Harry.“
„Oh, hallo Minerva.“ begrüßte er seine ehemalige Professorin.
„Wie fühlen sie sich Harry?“ fragte sie.
„Hm, verwirrt und ein leicht schlechtes Gewissen. Ginny hat es mir gerade erklärt.“
„Das verwirrte kann ich gut verstehen Harry, aber das schlechte Gewissen? Erklären sie.“
„Ah, ja? Sie haben doch alles mitbekommen. Haben gesehen wie ich reagiert habe. Dass ich meine eigene Mutter für einen Todesser gehalten habe. Gott, ich..hmmm.“
„Harry, ganz ruhig, keiner macht ihnen einen Vorwurf. Sie haben vollkommen normal Reagiert. Kingsley hat sie auch beobachtet. Aber lassen wir das. Fühlen sie sich Fitt genug Harry?“ fragte Minerva.
„Fitt wofür Minerva?“ fragte Harry.
„Dafür, in den Garten zu gehen.“
Harry atmete tief aus und blickte zu Boden. Ginny nahm seine Hand und sagte:
„Harry, du hast gesagt dass du mir glaubst, dass sie es wirklich sind. Außerdem weiß ich doch dass du den Wunsch hast, endlich zu ihnen zu gehen. Also, was hält dich davon ab?“
„Ich weiß nicht. Einerseits, ja ich will zu ihnen. Zu meinen Eltern, zu Sirius, Remus und den anderen. Sie endlich wiedersehen. Andererseits fällt es mir immer noch schwer zu glauben dass sie alle wieder leben, obwohl ich weiß dass weder Ginny noch sie Minerva, mich je anlügen würden.
Auch mein Gewissen spielt eine Rolle, mein Verhalten vorhin...“
„Harry, noch mal, wir machen dir keinen Vorwurf und deine Mutter und die anderen verstehen deine Reaktion. Es ist in Ordnung.“ sagte Ginny und sah ihm in die Augen.
Harry dachte kurz nach und blickte dann zu Prof. McGonagall.
„In fünf Minuten.“
Die Professorin nickte dass sie verstanden hatte und verließ mit Madam Pomfrey das Zimmer. Ginny blieb noch bei Harry und umarmte ihn.
„Ginny, bleib bitte an meiner Seite.“ sagte er zu ihr.
„Natürlich, ich weiß wie schwer das für dich ist. War es für mich auch als ich merkte dass es Fred war der vor mir saß.“
Nach einigen Minuten standen beide auf und gingen gemeinsam in Richtung Garten. In der Tür blieben sie stehen und Harry beobachtete kurz die Szene vor ihm. Er sah sie nun alle. Sie waren wirklich alle wieder am leben.
Beide blickten ein paar Minuten in den Garten hinein bis sie einen Vogelschrei hörten und Fawkes sich auf Harry´s Schulter nieder ließ.
„Fawkes, wow. Schön dich zu sehen. Wirklich? Du willst bei mir bleiben? Das finde ich toll.“ begrüßte Harry den Phönix.
Harry war so in den Phönix vertieft dass er erst seine Umgebung wieder wahr nahm, als er Ginny´s Stimme hörte die ihn rief. Er wandte seinen Blick erst zu ihr, dann in den Garten. Alle hatten ihre Gespräche beendet und blickten in seine Richtung. Sein Blick jedoch fiel nur auf 6 Personen, die in der Mitte aller Anwesenden standen.
Harry kamen Tränen in die Augen und Ginny musste ihm einen kleinen Schubs geben, damit er sich überhaupt in Bewegung setzte.
„Na los, geh schon.“ sagte sie.
Langsam ging Harry auf sie zu. Fawkes war nun von seiner Schuler geflogen und hatte sich auf Ginny´s Schulter niedergelassen, die Harry folgte. Kaum war Harry einige Schritte gegangen als ein schwarzer Hund auf ihn zu gerannt kam und ihn mit einem Sprung umwarf und ihm kurz durch das Gesicht leckte.
Nach kurzer Zeit stieg Sirius von Harry ab und verwandelte sich zurück. Er half Harry auf und gleichzeitig lagen sich beide auch schon weinend in den Armen.
„Oh Sirius, ich hab dich so vermisst.“ schluchzte Harry.
„Ich dich auch Harry.“ gab Sirius zurück.
Nach ein paar Minuten sagte Sirius.
„Nun Harry ich glaub du solltest jetzt auch mal zu den anderen, ich glaube deine Eltern werden langsam nervös und ich will nicht dass sie noch langer warten.“
Dann trat Sirius zur Seite und vor Harry standen nun seine Eltern. Sofort fiel er beiden in die Arme, sagte aber nichts. Auch James und Lily, welche wie ihr Sohn vor Glück weinten, sagten nichts. Sie wollten erst einmal die nähe zueinander spüren.
Kurze Zeit später fragte Harry:
„Ihr seid jetzt wirklich wieder am leben? Ihr bleibt jetzt hier und verschwindet nicht wieder?“
James und Lily schoben Harry ein Stück von sich weg und sahen ihm direkt in die Augen.
„Ja Harry, wir bleiben hier. Versprochen.“ sagte Lily.
„Das freut mich, ich bin froh euch endlich wieder zu haben.“ sagte Harry.
„Wir freuen uns auch mein Sohn.“ kam es von James. „Was hast du? Warum guckst du denn so traurig?“ fragte er schließlich als er Harry´s Gesicht sah.
„Hm, es ist nur, ich.. Es tut mir Leid.“ sagte Harry.
„Was tut dir Leid? Was ist los?“ fragte Lily.
„Mein verhalten von vorhin, meine Reaktion als ich gemerkt habe dass du nicht Ginny bist. Vor allem aber dass ich dich Mum für einen Todesser gehalten und dich auch noch angegriffen habe.“ sagte Harry.
„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen mein Schatz. Du hast bloß so reagiert, wie man es von einem Auror erwarten würde. Außerdem war es abzusehen dass du nicht sofort glauben würdest dass wir wirklich wieder leben, also mussten wir uns etwas ausdenken. Ich denke Kingsley hat dich im Ministerium schon ziemlich genervt mit seinen Ablenkungen, da war das zu viel für dich. Also mach dir keine Gedanken mehr, es ist okay.“ sagte Lily und nahm Harry nochmals in den Arm.
„Danke.“ murmelte Harry.
Nachdem Harry sich von seinen Eltern gelöst hatte wandte Harry sich auch den anderen zurückgekehrten zu. Remus fiel er ebenfalls in die Arme und Tonks und Fred wurden von ihm zwar nicht so stürmisch empfangen, aber auch bei ihnen freute Harry sich sie wieder zu sehen, vor allem bei Fred freute er sich für die Weasleys.
Nach einiger Zeit fiel Harry etwas ein:
„Ähm, eine Frage, wer hat meine Zauberstäbe?“
„Oh, ja. Die habe ich. Hier bitte Harry.“ sagte Kingsley und reichte ihm die Stäbe.
„Mal ne frage Harry.“ kam es von James. „Warum hast du eigentlich zwei Zauberstäbe? Ich mein einer müsste doch reichen, oder?“
„Ach, ich hab mir angewöhnt als Auror mit zwei Stäben zu kämpfen. Dabei fällt mir ein das ist deiner Dad. Ich hatte ihn im Haus gefunden und ihn zuerst als Glücksbringer bei mir gehabt, bis ich ihn auch benutzt habe. Einen Stab zum Angriff, den anderen zur Verteidigung. Hier, da hast du ihn wieder. Ich brauch ihn nicht mehr.“ sagte Harry und reichte seinem Vater den Zauberstab.
„Aber...“
„Kein aber Dad. Das ist dein Zauberstab, ich besorge mir bei Gelegenheit einen anderen. Deinen Zauberstab Mum hab ich auch oben liegen, deinen Ebenfalls Sirius. Was mit euren Stäben nach der Schlacht geschehen ist weiß ich leider nicht. Tut mir Leid.
Aber noch etwas, diese Frage liegt mir schon die ganze Zeit auf der Zunge. Was ist eigentlich passiert dass ihr alle wieder lebt?“
So wurde Harry über die Geschehnisse aufgeklärt. Anschließend sagte Harry:
„Und Moody und Dumbledore haben abgelehnt weil sie sich zu alt fühlten um wieder in leben zurück zu kehren?“
„Ja, sie meinten es sei Zeit für die nächste Generation.“ sagte Remus.
Harry schüttelte leicht lächelnd den Kopf, doch bevor er etwas sagen konnte, mischte sich Sirius ein.
„Nun Harry, ich weiß du würdest am liebsten gar nicht mehr von uns ablassen, aber wir haben ja noch genug Zeit füreinander. Jetzt aber solltest du dich um deine Gäste kümmern.“
„Welche Gäste?“ fragte Harry verwirrt.
„Na, du hast doch vorhin die DA gerufen und jetzt sind sie da, außerdem wollen wir schließlich noch was feiern.“
„Ja, du hast recht Sirius. Dass ihr alle wieder das seid ist wirklich ein Grund zum feiern.“ meinte Harry.
„Äh, ja das auch, aber eigentlich habe ich deinen Geburtstag gemeint Harry.“
„Oh, ja, klar mein Geburtstag. Den habe ich in der Aufregung völlig vergessen.“
Den ganzen Abend über, bis in die frühen Morgenstunden feierten sie Harry´s Geburtstag und die Auferstehung von Harry´s Eltern und der anderen.
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