
von LasVegas
Jah... mich gibts auch noch und nein, ich habe diese ff nicht vergessen... nur ein bisschen vernachlässigt, tut mir leid, aber jetzt kommt endlich das 8. kapitel!
@Dr. Butterbier: Lilys Freund? äh... nö.
@*Phönixfeder*: das mit dem duellturnier finde ich persönlich mittlerweile eigentlich nicht mehr so toll, aber ich werds jetzt trotzdem schreiben. ISt ja auch nicht das wichtigste in der ff.
@*Amira*: Ja, ich dachte, dass eine außenstehende James vielleicht am besten helfen kann.
@Rumtreiberin: Die schüler duellieren sich nur mit leuten aus anderen Häusern... Aber die idee wär eigentlich gar nicht schlecht.
@Lily-Isabell: hehe, danke!
@red_Ginny: danke, du hast mich aufgerüttelt hier mal weiter zu schreiben!
Also, hier gehts weiter, für die, dies nich mehr wissen: Dumby hat gerade verkündet, dass die Siebtklässler an einem Duellturnier teilnehmen können...
***
„Was? Nur die Siebtklässler?!“, rief ein Zweitklässler aus Gryffindor. Dumbledore fuhr fort:
„In jedem Haus werden die besten vier Schüler durch einen Vorentscheid bestimmt. Jene vier Auserwählten duellieren sich an Halloween mit den Schülern der anderen Häuser. Die Preise zweihundert Hauspunkte und einhundert Galleonen Preisgeld. Doch überlegt euch gut, ob ihr teilnehmt. Obwohl das natürlich ein nettes Training für später abgibt.“, Dumbledore grinste und Schüler, die zuvor verdutzt drein gesehen hatten, lachten mit ihm. Vor allem die Siebtklässler, die glaubten, sich hier das leichte Geld zu verdienen.
„Cool, ich mach mit.“, sagte Sirius sofort.
„Ich auch.“, pflichtete James bei.
„Wie auch immer.“, Dumbledore schenkte dem Gryffindortisch einen vorwurfsvollen Blick. „Der Vorentscheid findet Samstagabend in den Räumen 205-208 statt. Doch das alles findet ihr noch einmal an den schwarzen Brettern in euren Gemeinschaftsräumen. Und wenn ihr euch fragt, wie es dazu kommt, nun, ich dachte, dass es mal eine nette Abwechslung sei und wenn es gut läuft, könnte es sein, dass wir es beibehalten. Aber es ist spät und ich schlage vor, ihr geht alle zu Bett. Gute Nacht.“ Wieder ging Gemurmel durch die Halle, bis alle aufstanden und nach und nach in ihre Gemeinschaftsräume einkehrten.
„Und Moony? Machst du mit?“, fragte Sirius. Remus nickte.
„Könnte interessant werden. Ich denke Ich mach mit.“
„Lily, wie sieht's aus?“, fragte James Lily, die hinter ihm ging. Sie sah ihn an und zuckte die Schultern.
„Mal sehen. Ich seh's mir mal an.“, sagte sie und strich ihr Haar über die Schultern. James nickte und lächelte.
Im Gemeinschaftsraum saßen die Marauder in ihrer Lieblingssitzecke vor dem Kamin. Sirius wühlte unauffällig in Remus' Schultasche. Er zog eine Rolle Pergament heraus und rollte es auf. Remus bemerkte es nicht, denn er hatte die Augen geschlossen und döste. Sirius lachte leise.
„Expelliarmus!“, sagte James deutlich und Sirius musste zusehen, wie ihm die Rolle entrissen wurde. „Ha! Accio! Man muss doch üben.“ Er fing die Rolle auf und entrollte sie seinerseits. Remus schlug die Augen auf.
„Na ihr zwei habt mal wieder „vergessen“ den Aufsatz für Kräuterkunde zu schreiben, wie?“ Er hielt die Hand auf und James gab ihm widerwillig die Rolle zurück. „Ach na ja. Schreibt meinetwegen ab. Aber nur, wenn ihr versprecht eure Hausaufgaben dieses Jahr zur Abwechslung mal zu machen. Es ist unser letztes Jahr und-.“ James und Sirius unterbrachen ihn gleichzeitig.
„Danke, Moony.“, dann entrollten sie das Pergament wieder und begannen wild auf ihren eigenen zu kritzeln.
„Ja! Fertig.“, James verzierte seinen Aufsatz noch mit seinem Namenszug. „Danke Moony. Wir schulden dir was.“, sagte er und gab ihm das Pergament zurück.
„Ihr schuldet mir bereits zu viel, Jungs…“, brummte Remus. Der Tag des Vorentscheids war ein Samstag. An eben jenem Samstag fanden sich fast alle Siebtklässler vor den Klassenräumen ein. An Raum 205 hing ein Schild mit der Aufschrift Gryffindor. James trat als erster ein. Ihm folgten Sirius, Remus, Peter, Jennifer, Brooke, Mandy und schließlich Lily. An den Pult gelehnt wartete Professor McGonagall auf sie. Die kleine Gruppe stand im Raum und blickte ihre Hauslehrerin erwartend an. Sie schnippte mit dem Zauberstab und die Pulte und Stühle flogen an die Wand. Die Fackeln an den Wänden flammten noch heller auf.
„So, nun beginnen wir. Ich allein werde entscheiden, wer an Halloween gegen die anderen Häuser antritt. Ich schieße Flüche auf sie und sie werden ausweichen. Ohne Zauberstab.“, sagte sie mit einem Blick zu James, der den Zauberstab schon in den Fingern drehte. „Wenn nach fünf Minuten noch jemand steht, geht diese Runde an sie.“ Ein entsetzter Blick wanderte durch die Gryffindortraube. Professor McGonagall zog die Augenbrauen zusammen und drehte ihnen den Rücken zu. Sie ging ein paar Schritte, fuhr herum und jagte einen ungesprochenen Schockzauber in die Menge. James riss Brooke mit sich zu Boden und Lily drehte sich schnell zur Seite, sodass der Fluch an ihr vorbeirauschte. Peter quiekte auf und fiel rückwärts um.
„Sie hat ihn getroffen?“, fragte Jennifer. Remus besah ihn sich und sagte:
„Nö. Er is doch tatsächlich in Ohnmacht gefallen.“ Da rauschte auch schon der nächste Fluch an ihnen vorbei und traf diesmal Brooke, die Professor McGonagall den Rücken zugedreht hatte. Sie kippte um und James stützte sie ab. Er legte sie neben Peter. Sirius verzog das Gesicht.
„Damit sind nur noch sechs übrig.“. sagte er grimmig und duckte sich unter einem herannahenden Zauber hinweg. Dieser Fluch ging ins Leere. Remus schubste Lily weg, denn sie hatte den Fluch nicht gesehen, der direkt auf ihren Kopf zuhielt. Sie stolperte überrascht zur Seite direkt in James' Arme, der sich einen Kommentar verkniff und sie wieder auf die Füße stellte.
„Danke.“, sagte sie. „Vorsicht!“, James machte einen Hechtsprung um gleich zwei Flüchen auszuweichen, doch Jennifer hatte nicht so viel Glück. Sie kippte aus den Latschen. Lily zog die Stirn kraus.
„Nun ich bin ehrlich gesagt erstaunt, zu sehen, dass noch immer fünf von ihnen auf den Beinen sind.“, sagte ihre Lehrerin und weckte Peter, Brooke und Jennifer wieder auf.
„Tja, mich kriegt man nicht so leicht.“, sagte Mandy selbstgefällig. Lily zog den Zauberstab und ein paar wohlgedachte Worte später standen Mandys blonde Haare zu Berge. Sie kreischte auf. Lily grinste. Die Marauder sahen sie überrascht an. Sie zuckte die Schultern und murmelte leichtfertig:
„Selber Schuld.“ Die nächste Aufgabe war auch nicht leichter. Sie mussten mit ihren Flüchen einen bestimmten Punkt an der Wand treffen. Hier hatten schon mehr Probleme. Peter schoss um vierzig Zentimeter daneben, einzig und allein Sirius traf ganz genau.
„Wow, Pad. Sehr gut.“, lobte James seinen Freund. Die letzte Prüfung war ein Duell. Professor McGonagall stellte die Gegner zusammen. Remus knipste Peter aus, Sirius Jennifer, James Brooke und Lily freute sich, dass sie Mandy mit Leichtigkeit an die Wand nagelte.
„Eben jene, die ihr Duell gewonnen haben, werden für Gryffindor in den Kampf ziehen.“, ein zufriedener Ausdruck lag in ihren Augen und die Angesprochenen lächelten. „Mister Potter, Mister Black, Mister Lupin und Miss Evans, ich erwarte, dass sie bis Halloween noch trainieren und ihre Fähigkeiten ausbauen, vor allem die ungesprochenen Zauber, verstanden?! Ich habe kein Interesse daran gegen Slytherin oder eins der anderen Häuser zu verlieren. Oh und lassen sie keinesfalls durchsickern wer von ihnen für Gryffindor in den Kampf zieht, denn das wäre ein Nachteil. “, wetterte McGonagall. „Und das Schlüsselwort heißt Teamwork.“ Die vier nickten und die acht Gryffindors verließen den Raum.
Draußen waren noch einige der Ravenclaws und Hufflepuffs. Die Slytherins waren nirgends zu sehen. Lily gesellte sich mit ihrer Freundin zu einer Gruppe Ravenclaws, in der auch Jeff Carmichael stand. Er begrüßte Lily mit einer Umarmung.
„Das Leben is scheiße.“, murmelte James und ging vorbei. Sirius und Remus grinsten sich wissend an und folgten James in den Gemeinschaftsraum. Dort angekommen fläzten sie sich sofort in ihre Sitzecke und machten es sich gemütlich. Als Lily wenig später auch kam, allein, stand Remus auf und ging zu ihr hinüber. Er sprach sie an und sie hob den Kopf. lächelnd nickte sie und Remus nahm Platz. Eine gute dreiviertel Stunde später kam er wieder und setzte sich zu seinen Freunden.
„Was hattest du mit Evans zu schaffen?“, fragte Sirius und James starrte ihn wissbegierig an.
„Lily und ich haben etwas ausgearbeitet. Eine Liste von Flüchen, die wir unbedingt, am besten ungesprochen, beherrschen sollten.“ Er gab ihnen die Liste. James und Sirius betrachteten sie. Ihre Augen huschten über „Stupor“, „Impedimenta“ und „Expelliarmus“. Doch das war nur der Anfang der Liste.
„Das is n Witz, oder? Die Hälfte davon hab nicht mal ich ausprobiert.", sagte Sirius. James nickte, als er die Namen der anderen Flüche erblickte.
„Ich weiß und das ist gerade der Grund. Wenn wir nicht hoch trumpfen machen die Slytherins uns platt. Die kämpfen doch nie im Leben mit fairen Mitteln. Soll heißen, schwarze Magie, wenn auch nicht fortgeschritten, aber dennoch gefährlich.“
Am nächsten Morgen hatte James schon wieder genug von der Schule. Einziger Lichtblick war, dass heute das erste Training für Halloween stattfinden sollte. McGonagall hatte ihnen ihren Klassenraum abgetreten, damit sie dort ungestört üben konnten. James saß mit den anderen in Verteidigung gegen die Dunklen Künste und hörte dem Vortrag seines Lehrers keineswegs zu. Er kritzelte kleine Figuren auf sein Pergament und erweckte sie mit seinem Zauberstab zum leben. Grinsend sah er zu, wie sein Kritzel-Ich gerade das Kritzel-Ich seines besten Kumpels Sirius mit einem Knüppel schlug. Sirius zog eine Schnute und mit einem kleinen Schlenker seines Zauberstabs drehte er den Spieß um, dass nun Kritzel-James Prügel bezog. Dann schmiss Kritzel-Sirius den Stock weg und hielt Kritzel-James die Hand hin, der einschlug. Die beiden Figuren grinsten, ebenso wie ihre lebensechten Erschaffer.
In der Mittagspause fragte James Lily, die gegenüber saß:
„Also, Professor Evans, womit fangen wir an? Heute Abend, mein ich.“
„Noch lauter und du kannst den Slytherins gleich erzählen, wer dabei ist, Idiot.“, zischte sie. „Wir starten mit Stupor und Petrificus Totalus, denk ich, warum?“
„Nur so. Wollte nur mal fragen.“ James hatte längst bemerkt, dass Eryn und seine Freunde Recht behalten hatten. Solange er nichts Unüberlegtes sagte, war er auf der sicheren Seite und konnte ein ganz normales Gespräch mit Lily führen.
An diesem Abend verlief ihr erstes Training recht gut, auch wenn Remus ihnen dauernd einbläute, dass es nicht mehr lange bis Halloween war. Lily sah das auch so, aber Sirius und James nahmen es nicht so ernst. Jedenfalls bis Lily sie beide mit Leichtigkeit entwaffnete und schockte. Da wurde ihnen klar, dass sie das Training brauchten um die Slytherins zu schlagen und eine Niederlage kam gar nicht in Frage. Zwei Stunden später beendeten sie das Training, da James und Lily mit Patrouillieren dran waren. Sie schlenderten durch den zweiten Stock und lugten ab und an in die Klassenräume, doch alles war ruhig. Ein krächzendes Miauen drang an ihre Ohren und sie fuhren herum. Mrs Norris guckte sie aus Lampenaugen misstrauisch an. James rümpfte die Nase.
„Glaubst du wirklich, wir würden hier so rumlaufen, wenn wir was im Schilde führten? Verdammte Katze.“ Sekunden später stand Filch auf der Matte und röchelte.
„Ahh, hab ich euch! Schüler aus dem Bett in der ersten Woche. Potter, wo sind deine Freunde. Ihr habt so oft was angestellt, doch sie waren immer dabei. Wo sind sie?“ Lily zog eine Augenbraue hoch.
„Im Gemeinschaftsraum.“; sagte James unschuldig. Filch lachte keuchend.
„Wie auch immer, dich und deine kleine Freundin kann ich trotzdem melden.“, er grinste.
„Nein, ich fürchte, sie liegen gleich zweimal daneben. Erstens: Ich bin nicht seine kleine Freundin. Zweitens: Wir sind Schulsprecher und dürfen sehr wohl nachts auf den Fluren patrouillieren.“, bei Lilys Worten rutschte das Grinsen von Filchs Gesicht.
„Schulsprecher, ja? Beweist es!“, Lily seufzte und zog den Kragen ihres Umhangs nach unten. Für einen Moment hatte James tatsächlich geglaubt, sie würde hier ihren Umhang ablegen, doch sie entblößte nur ein T-Shirt, auf dem das Schulsprecherabzeichen prangte. Filch grunzte und blickte James an. Dieser wühlte in seiner Tasche. Er zog seinen Zauberstab, eine Pergamentrolle, eine Packung Kaugummi und seine beiden Abzeichen heraus. Er zeigte es Filch und dieser zog mit einem mürrischen Gesichtsausdruck von dannen.
„Das Schuljahr hat kaum angefangen und schon versucht er mich wegen irgendwas dranzukriegen.“, seufzte James zu Lily gewand und sie erwiderte:
„Er wird schon seine Gründe haben, oder?“, James kratzte sich am Kopf und machte ein ausdrucksloses Gesicht.
„Was? Ich weiß nicht, was du meinst.“ James lachte und Lily fiel mit ein, was ihn wiederum so verblüffte, dass er innehielt.
„Was?“, fragte Lily.
„Nichts, nur, dass ich dich noch nie zum Lachen gebracht habe.“, Lily überlegte kurz und zuckte die Schultern.
„Mag sein. Nun da wir zusammen arbeiten müssen, lässt sich das wohl nicht vermeiden, weil du es einfach nicht lassen kannst.“, grinste Lily. James nickte und zusammen kehrten sie in einen leeren Gemeinschaftsraum zurück.
Mit dem Duelltraining, den Hausaufgaben, dem Quidditchtraining und den Kontrollgängen mit Lily, hatte James kaum Zeit für etwas anderes. Die folgenden Tage waren sehr anstrengend für ihn und er fing an, die Kontrollgänge noch mehr zu genießen. Sie liefen Filch ein weiteres Mal über den Weg und wieder versuchte er ihnen eine schräge Geschichte anzuhängen. Lily fluchte schon über ihn bevor er sie überhaupt angesprochen hatte. Diesmal musste James über sie lachen. Zurück im Gemeinschaftsraum setzte James sich schweren Herzens an seinen Aufsatz. Lily sah ihn mitleidig an.
„Noch nicht fertig?“
„Nein, keine Zeit.“, sagte er Haare raufend und nahm seine Feder zur Hand.
„Na dann, viel Spaß. Ich geh ins Bett. Gute Nacht.“, sagte sie und wandte sich um.
„Hmhm, lustig. Gute Nacht.“ Irgendwann verlor James die Nerven und ließ das Schreiben sein. Er würde mit diesem Aufsatz zwar ganz sicher keinen Preis gewinnen, aber im Moment war ihm Schlaf auch wichtiger. Er schleppte sich hoch in den Schlafsaal, wo Remus ein Buch las und Sirius seine Schokofroschkartensammlung sortierte.
„Dass man dich auch noch mal zu Gesicht kriegt.“, sagte Sirius.
„Is ja nicht meine Schuld.“, gähnte James und legte sich hin. „Keine Ahnung, wie Lily das schafft. Ich mein, sie hat zwar kein Quidditch, lernt aber doppelt so viel wie ich und hat noch einen Freund um den sie sich kümmern muss.“
„Haste das nich gehört?“, fragte Remus.
„Was?“
„Na Lily und Jeff… Die sind nicht mehr zusammen.“
„Was, wieso?“, James glotzte ihn an.
„So wie ich das gehört habe… hat er sich anderweitig verliebt.“
„Wie kann man nur so blöd sein?“, lachte James hohl auf. „Lily fürn anderes Mädchen fallen zu lassen. Oder ist er etwa schwul, das wäre ja was anderes.“
„Nein, nicht schwul.“, sagte Sirius lachend. „Er geht jetz mit ner jüngeren aus.“
„Und woher weißt du das?“
„Weißt du noch, die Kleine am See, als du fast ersoffen wärst. Mit der ich mich da unterhalten hab. Wie war noch ihr Name…“
„Valerie.“, seufzten Remus und James.
„Ach ja… genau die.“
„Na dann.“, sagte James, drehte sich um und grinste in sein Kissen bevor er einschlief.
Doch bald wurde es wirklich zu viel für James. Er vernachlässigte seine Hausaufgaben und, was er noch nie getan hatte, auch Quidditch. Wenn er sie darum gebeten hätte, wäre Lily sicher auch mal alleine durch die Gänge gegangen, doch das wollte er nicht. Denn er war sich sicher, dass die Slytherins wussten, wer an Halloween gegen sie antreten würde. Irgendwie war es ja auch klar. Peter, Jennifer, Brooke oder Mandy hätten nie eine Chance gegen die anderen und die Slytherins wussten das. Es wäre vielleicht gefährlich für Lily nachts alleine durch Hogwarts zu wandern. Als ob James es gewusst hätte, wurden sie ein paar Tage später tatsächlich von einem Schüler angegriffen. Wer es war, wusste James nicht, doch er hatte den Fluch bemerkt, der orange auf sie zusauste und Lily aus dem Weg geschoben. Leider hatte er dabei selber einstecken müssen. Ein paar Schnitte zogen sich tief über seine Wangen und Hals.
„Du solltest damit in den Krankenflügel.“, sagte Lily, als sie im mal wieder leeren Gemeinschaftsraum saßen. Vorsichtig fuhr sie einen der Schnitte mit dem Finger entlang und James antwortete:
„Nee, denen gebe ich nicht die Genugtuung, dass sie mich getroffen haben. Kannst du denn nichts machen?“, bettelte er.
„Vielleicht. Aber ich weiß es nicht. Warum hast du das überhaupt gemacht?“
„Was?“
„Dich in den Weg gestellt natürlich. Der Fluch hätte dich gar nicht getroffen.“
„Dann hätte er dich getroffen!“, protestierte James. „Ich lass doch nicht zu, dass sie dich treffen.“ Einen Moment sah Lily verblüfft aus, dann sagte sie:
„Wenn das wieder eine Anmache wird, wie letztes Jahr im Krankenflügel, dann-“
„Wird es nicht. Tut mir Leid, dass ich mich so bescheuert benommen hab. Ehrlich. Und jetz, kannst du mir die Schnitte heilen, oder wie?“ Lily zückte ihren Zauberstab, nahm James die Brille von seiner Nase und tippte auf den größten Schnitt. Es fühlte sich an, als hätte sie etwas Heißes darauf geträufelt, doch kurze Zeit später spürte James, wie die Haut sich zusammenschloss.
„Du bist ein Genie.“, sagte er.
„Vielen Dank. So und nun geh ins Bett.“, riet ihm Lily. James erwiderte:
„Nein, ich kann nicht. Hab noch nen Zaubertrankaufsatz zu schreiben.“ Vorsichtig fuhr er sich mit den Fingerspitzen über die geheilten Schnitte. Ein wenig Blut hing noch in seinem Gesicht und er wischte es weg.
„Du halst dir da viel zu viel auf.“
„Mag sein, aber ich muss den Aufsatz fertig machen, sonst is meine Zaubertranknote völlig vergeigt.“ Lily starrte ihn an. Sie hatte erwartet von ihm zu hören zu kriegen, dass ihm die Hausaufgaben völlig egal waren. Sie nahm neben ihm Platz und sagte:
„Ich helf dir.“
„Was?“
„Nimm deinen Aufsatz raus und ich helf dir.“
„Oh, Wahnsinn. Danke, Lily.“, James grinste sie dankbar an und tat wie geheißen. Lily war die Beste Zaubertränke und dank ihres Fachwissens dauerte es nicht lange bis James in die Kissen sinken konnte und sofort einschlief.
***
so, das wars dann mit kapitel 8!
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