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Fanfiction

A Dead Heart’s Desire - Prolog – Draco

von Dr. S

Die Eingangshalle war unwiederbringlich verwüstet. Die stolzen Statuen und Gemälde waren teilweise zerstört oder wiesen Brandlöcher auf, die verschiedensten Flüche hatten ihr Ziel verfehlt und statt der Kämpfenden die edlen Wandteppiche in Stücke gerissen.
Noch immer war das laute Stimmengewirr von gebrüllten Flüchen und Zaubern überlagert, die unter den Duellanten ausgetauscht wurden. Eigentlich war mir nicht ganz klar, woher auf einmal all diese Menschen kamen. Logischerweise war es Potter, der gepriesene Junge-der-lebte, gewesen, der zuerst durch die Eingangstüren von Malfoy Manor gestürmt kam. Ich habe ihn noch gesehen, bevor Vater mich in den Geheimgang geschoben hatte. Vielleicht hätte er aber daran denken sollen, dass dieser Gang schon seit Jahrzehnten verschüttet gewesen war. Aus genau diesem Grund saß ich nämlich dort fest, anstatt fliehen zu können.
Das gottverdammte Mal auf meinem Arm hatte den ganzen Morgen gebrannt. Voldemort schien also seine Pläne für den Abend gemacht zu haben, wie mein Vater es auszudrücken pflegte. Dass der Lord aber seine engste Anhängerschaft ausgerechnet hier, bei uns, versammeln würde, hatte er auch er nicht erwartet, wobei er das natürlich nie zugeben würde. Meine Mutter war beinahe durchgedreht, denn ich wusste, dass sie Voldemort dafür hasste, dass er ihre gesamte Familie in seine Kreise gezogen hatte. Tante Bellatrix saß noch immer in Askaban und Vater würde, laut meiner Mutter, auch sehr bald dort landen, wenn er nicht beginnen würde sich vorzusehen. Ich glaubte das eigentlich nicht. Jedenfalls bis heute Dumbledores Truppen (oder waren es sogar schon die des Ministeriums?) das Todessertreffen unterbrachen.
Wir wurden sprichwörtlich überrannt, sonst hätten wir nie in so kurzer Zeit so viele Männer verloren. Wenn Vater mich gelassen hätte, hätte ich mitgekämpft. Stattdessen beschwor er mich einen Weg hier heraus zu finden. Sehr schlau, der verschüttete Geheimgang, wie bereits erwähnt. Lange Zeit konnte man anhand der Kampfgeräusche ausmachen was geschah. Herabstürzende Steinbrocken oder Gegenstände, Schreie und Rufe. Das alles in unserer riesigen Eingangshalle. Doch der Kampf schien sich nach oben verlegt zu haben, die Geräusche drangen aus den oberen Stockwerken. Überhaupt konnten nicht mehr viele Todesser hier sein. Vater und der dunkle Lord waren appariert, konnte mich jedoch nicht mitnehmen, weil über unserem Haus dieser sinnlose Seit-an-Seit-Apparierschutz lag und ich mich entschieden hatte, erst im nächsten Jahr einen Apparier-Kurs zu belegen. Ein schlichtes Eigentor in diesem Fall, also. Deshalb taten sich mir zwei Optionen auf: Sitzen bleiben und abwarten, oder mit gezücktem Zauberstab hervor kommen und Gefahr laufen, einem Auror in die Arme zu rennen. Ich entschied mich für letzteres. Es sollte mir kein Gryffindor vorwerfen können, ich würde ihm im Mut nachstehen.
Ehrlich gesagt vermisste ich allein diese Rivalität schon zu diesem Zeitpunkt, wo wir gerade einmal zwei Monate lang mit der Schule fertig waren. In einer anderen Welt hätten Potter und ich uns bei der Ausbildung wieder getroffen, da war ich mir sicher. Wir hatten das gleiche Potenzial. Wäre mein Vater kein Todesser gewesen, hätte ich es vielleicht auch in Erwägung gezogen, Auror zu werden. Dass das nicht in Frage kam, weil ich eben ein Malfoy war, war selbstverständlich. Im Gegensatz zu Potter kämpfte ich nicht Tag ein, Tag aus mit meinem Schicksal und ertrank in Selbstmitleid, bloß weil die Welt mir nicht meinen Willen lassen wollte.
Um diesen Gedanken nicht zu vertiefen, machte ich einen lautlosen Schritt nach vorn und horchte an der dünnen Wand. Es schien sich niemand im Flur aufzuhalten, deswegen drückte ich gegen die innere Vertäfelung und schlüpfte heraus. Angesichts des Zustandes unserer Eingangshalle wäre ich beinahe auf der Stelle stehen geblieben. In Anbetracht der Tatsache aber, dass mir mein Leben noch etwas wert war, huschte ich schnellstmöglich an der Wand entlang unter die Treppe. Von oben hörte man Klirren und Stimmen. Eine davon war Potters.
„Wir haben sie alle.“
„Ich denke auch, Harry.“
Das Wiesel. Kaum zu glauben, dass sie diesen Dilettanten auch mitkämpfen ließen. Das sagte beinahe genug über die Zustände im anderen Lager aus. Trotzdem war es eindeutig Zeit von hier zu verschwinden. Mit schnellen Schritten eilte ich durch die Eingangshalle, begleitet vom Knirschen der Scherben unter meinen Füßen. Dabei fiel mein Blick auf einen leblosen Körper in der Ecke und eine verrutschte Maske. Avery. Mir entfloh gerade ein leises Seufzen als eine lauter Stimme hinter mir einen Befehl brüllte.
„Stehen bleiben.“
Erschrocken erstarrte ich und musste mich nicht umdrehen, um zu wissen, wessen polternde Schritte dort die Treppe hinunter kamen. Schließlich hatte auch ich Alastor Moody – oder jedenfalls seinen Klon – ein Jahr lang im Unterricht gehabt. Langsam, den Zauberstab hinter meinem Oberschenkel verborgen, drehte ich mich herum.
„Sieh einer an, sieh einer an. Remus!“, rief Moody die Treppe hinauf, ehe er sich wieder zu mir umdrehte. „Der Malfoy-Sprößling. Hat dich dein Daddy hier sitzen lassen?“
Ich antwortete nicht, da mir auf diese Aussage nichts Würdiges einfiel. Stattdessen machte ich einen Schritt nach hinten, doch genau in diesem Moment erschien Lupin am Treppenabsatz. Der Werwolf schien meine Bewegung sofort als Fluchtversuch aufzufassen.
„Stupor!“ Ich sah den Lichtblitz auf mich zurasen und sprang unwillkürlich zur Seite. Gut, wenn sie Krieg wollten, konnten sie Krieg haben.
Ich hob meinen Zauberstab und schoss die erstbesten Flüche auf die Beiden, die mir in den Sinn kamen. Die beiden ausgebildeten Duellanten wehrten sich. Dass dieser neuerliche Kampflärm auch die anderen auf den Plan rief, war nicht verwunderlich. Innerhalb kürzester Zeit waren wir in ein Duell verwickelt, das ich eigentlich hatte vermeiden wollen. Die anderen waren unbestreitbar in der Überzahl und entgegen Potters Meinung war ich nicht so überheblich, dass ich mir selbst unter diesen Bedingungen noch einen Sieg eingebildet hätte. Aber vielleicht würde ich es bis zur Tür schaffen, wenn sie lange genug abgelenkt waren. Mit diesem Vorsatz zielte ich auf die Plattform, in die die Treppe endete. Noch bevor ich sie zersplittern hörte drehte ich mich auf dem Absatz herum und sprach eine stumme Entschuldigung an die Architekten unseres Anwesens. Ich hörte und sah Flüche an mir vorbei zischen und war schon beinahe überzeugt, rechtzeitig zur Tür zu gelangen, als mich ein Entwaffnungszauber mitten im Rücken traf. Ich spürte den Schmerz in meiner Schulter explodieren, als mich die Druckwelle des Zaubers gegen die Wand schleuderte und mein Zauberstab einige Meter entfernt im Schutt eines Marmor-Abbildes meines Vaters landete. Trotzdem erhob ich mich sofort wieder. Der Schmerz trieb mir die Tränen in die Augen und ich schwor mir, denjenigen dafür büßen zu lassen, der mich mit diesem lächerlichen Zauber gegen die Wand geschleudert hatte. Vorher aber musste ich meinen Zauberstab wiederbekommen, bevor er es tat.
Taumelnd machte ich ein paar Schritte auf eben jenen zu und warf einen Blick auf die anderen. Der größte Teil von Dumbledores Männern war noch immer damit beschäftigt, sich vor herabstürzenden Trümmern in Sicherheit zu bringen. Doch Potter stand am Fuß der Treppe, mit erhobenem Zauberstab. Dieser Dreckskerl. Dafür würde ich mich zu gegebener Zeit rächen. Der Schwarzhaarige wollte gerade einen neuen Fluch sprechen, als er meine Absicht zu erkennen schien.
„Accio Malfoys Zauberstab!“ Im selben Moment, in dem die Worte seine Lippen verließen, schmiss ich mich nach vorne und griff nach meinem Zauberstab – zwei Sekunden zu spät. Ich landete hart auf dem Boden und spürte, wie sich ein spitzer Stein in meine Hüfte grub. Inzwischen war auch Weasley an Potters Seite angelangt, mit einem Ausdruck auf dem Gesicht, der wohl so etwas wie verbissenes Kämpfen andeuten sollte.
„Was ist, Wiesel? Lassen dich die großen Jungs heute auch mitspielen?“ Meine Stimme klang nicht ganz so fest wie beabsichtigt, aber die Reaktion meines Gegenübers war vorhersehbar wie immer: Sein Gesicht nahm den gleichen Farbton an wie seine Haare und er hob den Zauberstab.
Potter schien noch etwas sagen zu wollen, aber Weasley sprach seinen Zauber und ich spürte, wie mich eine unsichtbare Kraft in die Luft hob. Vater würde entsetzlich wütend sein, wenn er erfuhr, dass ich mich von diesem unfähigen Jungen hatte besiegen lassen. Aber ohne Zauberstab war das unvermeidlich. Im nächsten Moment verlor sich diese Kraft und ich raste auf den Boden zu, das Gesicht nach unten, sah die Marmor- und Steinscherben näher kommen, dann wurde alles schwarz.


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