Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ăśber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

A Dead Heart’s Desire - Chapter Nine – Let’s move closer, Sweetheart

von Dr. S

Die KĂĽche war warm und hell erleuchtet, als Sirius Draco vorsichtig hinein schob. Der Blonde hatte noch ein paar Versuche gemacht, sich gegen die Hand auf seinem RĂĽcken zu wehren, aber letztendlich war er zu schwach gewesen. Moodys Cruciatus als lasch zu bezeichnen war eine infame LĂĽge. Jemand, der so lange und so intensiv als Auror gearbeitet hatte, beherrschte bessere FolterflĂĽche als manche Todesser. Auch wenn das Ministerium das natĂĽrlich nicht zugeben wĂĽrde, ebenso wenig wie Potter, dessen engstirniges Schwarz-WeiĂź-Denken Draco nur zu vertraut war.
Zitternd lieĂź sich Draco auf dem Stuhl nieder, dem Black ihm hinschob.
„Nette Freunde hast du da“, meinte er sarkastisch und versuchte, sich die Schwäche in seiner Stimme nicht anmerken zu lassen.
Black hielt in der Bewegung inne und drehte sich herum. „Mal- … Draco. Ich habe ihnen gesagt, was ich davon halte. Wenn ich davon gewusst hätte, dann…“ Seine Stimme verlor sich.
Obwohl Draco wusste, dass das die Wahrheit war, brauchte er jemanden, an dem er seine Wut und seinen Schmerz auslassen konnte.
„Dir geht es doch nur darum, dass es nicht hier passiert. Wahrscheinlich hast du früher Probleme mit Mummy und Daddy und deinem bösen Bruder, dem Todesser, gehabt, deswegen kannst du keinen Cruciatus mehr sehen. Wenn die mich irgendwo anders zu Tode quälen würden, würde dich das auch einen Dreck kümmern.“
Blacks Finger schlossen sich so fest um seinen Zauberstab, dass die Knöchel weiß hervortraten. „Das stimmt nicht!“, entgegnete er heftig.
„Na klar“, kam es abweisend von Draco. „Du sollst schließlich auch aus mir herausbekommen, was ich weiß. Aber langsam könntet ihr es mir glauben. Weder mit Folter, noch mit Freundlichkeit oder Drohungen habt ihr etwas erreicht. Euer Orden ist wirklich der letzte Saftladen.“ Trotzdem griff Draco mit zitternden Händen nach dem Glas, das vor ihm auf dem Tisch erschienen war.
Black rief währenddessen Kreacher herbei und gab ihm ein paar kurze, scharfe Befehle, woraufhin der Elf etwas von „Kreacher hatte es ja gewusst. Kreacher wollte dem Meister seine Befürchtung mitteilen, aber der Meister war wie immer taub…“ murmelte, das Draco nicht verstand. Er kümmerte sich aber auch nicht darum. Stattdessen trank er langsam das Wasser aus und schloss die Augen, als ob er nach innen horchen und beobachten wollte, wie die Schmerzen ausklangen und nur noch das dumpfe Pochen zu extremer körperlicher Anstrengung zurückblieb.
„Ich möchte nicht, dass du in Askaban landest. Meine Zeit dort…“, begann Sirius leise.
Die Augen des Slytherin öffneten sich schlagartig und einen Moment erschien es seinem Gegenüber, als könne man im Grau von Dracos Augen Angst und Verzweiflung lesen. Dieser Eindruck verflog jedoch im Bruchteil einer Sekunde wieder, als nur die altbekannte, kühle Maske übrig blieb.
„Nicht schon wieder, Black“, knurrte Draco unnatürlich gereizt. „Verschon mich damit. Wie gutmütig du dich auch geben magst, ich weiß was mit mir passiert, sobald ihr Volltrottel endlich erkannt habt, dass ich nichts weiß.“
Man sah förmlich, wie es Black immer schwerer gelang, seine Wut zu unterdrücken – genau das machte Draco Spaß. Er wollte ihn zur Weißglut treiben, ihn provozieren. Dabei war es dem Blonden egal, dass er wehrlos einem bewaffneten Zauberer gegenüber saß.
„Ich glaube, du verkennst, wer dir als einziger in diesem Haus zur Seite steht. Harry hat Recht, wenn er sagt, dass du ein arroganter Arsch bist, Malfoy. Leider habe ich nur meine sadistische Ader noch nicht entdeckt, sonst würde ich dich Mad-Eye und Harry gerade wieder zum Fraß vorwerfen.“
Draco wollte gerade zu einer entsprechenden Antwort auf diesen hitzigen Ausbruch ansetzen, als Kreacher sie unterbrach. Der Hauself spazierte undeutlich vor sich hin murmelnd in das Zimmer und balancierte auf jeder Hand je einen Teller. Der, den er Sirius hinschob, sah weit aus unappetitlicher aus, als Dracos, was den anderen jedoch nicht zu stören schien. Diese Unterbrechung gab Black jedoch scheinbar Gelegenheit sich abzukühlen und auch Dracos Adrenalinschub war aufgebraucht. Er war zu müde zum diskutieren.
„Iss was, Draco“, sagte Sirius plötzlich ruhig. „Danach kannst du duschen gehen. Ich beleg’ deine Kleider mit einem Reinigungszauber, wenn du fertig bist.“
Wortlos senkte der Angesprochene den Kopf und begann, das erste Mal seit er hier war, Blacks Befehl ohne Protest zu befolgen. Dass er dabei die ganze Zeit über, den Blick aus zwei starren, grauen Augen auf sich fühlte, machte ihn trotzdem etwas nervös. Schließlich schob der Junge den Teller von sich und erhob sich.
„Komm dann wegen der Klamotten runter“, rief Black ihm noch nach, als er schon fast am Fuß der Treppe war. Mit hängenden Schultern quälte sich Draco nach oben. Er fühlte sich fast so beschissen, wie an den ersten Tagen seines Aufenthaltes hier.
Auch als das heiße Wasser der Dusche auf ihn niederprasselte, lösten sich die Muskeln, die sich während des Schmerzes verspannt hatten, nur langsam. Alles in allem hätte er sich gerade einmal schlafen legen können, was sich jedoch als unmöglich erwies, sobald er seine – oder auch Blacks – Klamotten inspizierte. Das Hemd und die Hose waren vollkommen durchgeschwitzt. Außerdem hatte Draco nach jedem Cruciatus das Gefühl, dass die Klamotten, die er getragen hatte, seinen Schmerz absorbierten. Mit einem leisen Seufzen schlüpfte er in die Boxershorts und strich sich durch das blonde Haar. Im beschlagenen Spiegel nahm er sich selbst nur verschwommen war, stellte aber fest, dass es reichen musste. Es war zu kalt um nur in Shorts zu schlafen, also würde er wohl oder übel die Klamotten mit runter nehmen müssen. Schon wieder halbnackt vor Black. Das wurde langsam zu einer beunruhigenden Angewohnheit.
Er schüttelte die nassen Haare noch ein letztes Mal aus und bemühte sich, nicht wie Harry auszusehen, dann betrat er das kühle Treppenhaus. Fröstelnd machte er sich auf den Weg in die Küche, in der noch immer Black saß, der sein Eintreten scheinbar erwartet hatte. Auch wenn Draco den Eindruck bekam, dass er kurz blass wurde, als er sich Dracos fehlender Kleidung bewusst wurde. Der Blonde verschränkte schützend die Arme vor der Brust.
„Reinigungszauber“, spie er aus.
„Bitte sagen…“, trällerte Sirius vor sich hin und warf dabei immer wieder kurze Blicke auf den nassen, bleichen Oberkörper.
„Mach.“
Black blieb sitzen wo er war und hob nur eine Augenbraue.
„Sauber.“
Stille.
„Bitte“, meinte Draco lang gezogen.
„Kannst du auch in ganzen Sätzen sprechen, Dracolein?“, fragte Black skeptisch.
Draco errötete schon wieder und brachte mühsam beherrscht hervor: „Kannst du bitte diesen Reinigungszauber anwenden?“
„Toll gemacht!“, lobte Sirius und stand auf. Einen kurzen Zauberstabschlenker später war Dracos Kleidung wie neu. Sich räuspernd drehte sich der Slytherin um und schlüpfte in das Hemd und die Hose, sich Blacks Blicken wohl bewusst.
Das Klirren von Glas ließ ihn sich umdrehen. Black hatte zwei Gläser und eine Flasche Feuerwhiskey auf den Tisch gestellt.
„Wie ich aus Erfahrung weiß, kann man das nach so einem Cruciatus ganz gut gebrauchen.“
Draco schnaubte laut. „Ist das der Grund, warum du so oft besoffen bist, Black?“
Dieser verzog unmerklich das Gesicht. „Nein. Glaub mir, an meiner Stelle würdest du dich auch fortlaufend betrinken.“
„Bestimmt nicht. Ich halte nichts von der Flucht in Alkohol, Sex oder Drogen. So wie es aussieht, bist du da aber anderer Meinung.“ Trotzdem nahm Draco das Glas entgegen, das Black ihm reichte und setzte sich auf den Stuhl schräg neben diesem.
Black kratzte sich nachdenklich am Kinn. „Viel Fluchtmöglichkeit gibt es hier nicht. Dieses Haus macht einen mit der Zeit verdammt depressiv. Alle anderen können für unsere Zukunft kämpfen und ich,…“
„Hast du Veritaserum geschluckt?“, meinte Draco spöttisch.
An dem kurzen, verletzten Funkeln in Sirius Augen, bemerkte Draco, dass das unangebracht gewesen war. Moment – kurzes, verletztes Funkeln? Was dachte er da bitte für einen Scheiß?
„Ist ja auch egal“, meinte Black und räusperte sich, ehe er einen Schluck aus seinem Glas nahm. Draco tat es ihm nach und setzte das Glas kurz darauf hustend auf dem Tisch ab.
„Bei Merlin“, krächzte er, wobei Black ihn scheinbar amüsiert beobachtete, was ärgerlich war.
„Haut rein das Zeug, nicht wahr?“
„Wie konntest du dich bitte gestern nach einer ganzen Flasche von dem Zeug auf den Beinen halten?“, kam die Gegenfrage des Blonden.
Ein Schulterzucken war die Antwort. „Bin’s gewöhnt.“
Die nächste Viertelstunde verstrich schweigend. Ab und an warfen die Beiden sich distanzierte Blicke zu. Sirius fixierte Draco immer wieder aufs Genauste und Draco versuchte seinem Blick möglichst effektiv auszuweichen, wobei er einen Schluck Feuerwhiskey nach dem anderen nahm.
Als Draco, warum auch immer, wieder zu sprechen begann, fühlte sich seine Zunge ungewöhnlich schwer an. „Potter is’ ’n Arschloch.“
„Harry is’ eigentlich ’n guter Junge“, meinte Sirius ernsthaft, der bestimmt schon die doppelte Menge Alkohol intus hatte. „Nur manchmal der Situation nich’ ganz gewachsen.“
„Er wollte mich umbringen“, fluchte Draco und hieb mit der Hand auf den Tisch.
„Du musst das verstehen. Er weiß nicht mehr, wem er glauben soll. Alles so viel.“
„Aber nur für ihn, hm? Immer nur der goldene Harry. Mir’s auch alles zu viel. Und das interessiert keine Sau.“
„Mich interessiert’s.“
„Laber’ keine Scheiße, Black.“
„Doch, doch… Wir sind schon arm dran, nich’ wahr? Ich sitz hier. Tag ein, tag aus und guck meinem Patensohn zu, wie er in den Krieg zieht. Dabei saß ich die Hälfte meines Lebens in einer dunklen Zelle in Askaban. Meine Freiheit ist also keine Freiheit. Keine Ahnung mehr, was es eigentlich heißt, frei zu sein. Scheiße, dabei hatten wir so große Pläne als wir jungen waren, weißte? Was kann ich machen außer mich als verlauster Köter draußen rum treiben? Nich’ mal das, seit dein Daddy weiß, wie ich aussehe. Tolles Leben, ehrlich.“
„Tz. Was glaubst du? Ich muss immer ich sein. Ein Malfoy. Keine Tränen. Weißte, früher in der Schule, da wollte ich so oft weinen. An jedem dieser beschissenen Tage in Slytherin… Uh, aber nein. Malfoys sind kalt und stark. Und gut. Immer erstklassige Noten, Quidditchergebnisse und das alles nur, damit dich dein bekloppter Vater an einen noch bekloppteren Voldemort weitergibt, der dir ’n Bild auf deinen Arm brennt, dass du glaubst, du stirbst“, lallte Draco mit melancholischem Blick vor sich hin.
„Scheiß Welt“, fügte er an.
„Jap! Scheiß Welt…“, bestätigte Sirius.
Nach kurzem Schweigen kam von Black ein leises: „Wie ist’s das dunkle Mal eingebrannt zu bekommen?“
Draco ließ den Kopf von einer Seite auf die andere sacken. Dabei sah es einen Moment so aus, als hätte er die Frage gar nicht registriert, schließlich antwortete er jedoch.
„’s furchtbar. ’s Schlimmste was du dir denken kannst. Schlimmer als zehnmal Cruciatus. ’n bisschen wie bei einem Dementor. Du siehst nur noch die dunklen Seiten der Welt. Fast ’ne Minute lang fühlst du dich… böse. Einfach böse. Aber du fühlst auch Reue. Du bereust all die Taten, die du noch nichtmal begangen hast. Das ’s Geschenk vom dunklen Lord. Und die Schmerzen. Ich habe so laut geschrieen, ich… Ich hab’s bei Nott gesehen. Er ist gestorben dran. Weißte, dass die manchmal einfach verrecken, weil’s so weh tut? Und weil du dich so schlecht fühlst? Du denkst du wärst Voldemort persönlich. Möchtest tot sein.“
„Voldemort is’ auch ’n Arschloch.“
„Ja!“, stimmte Draco enthusiastisch zu.
„Zeig mal her deinen Arm…“
Widerstandslos ließ Draco zu, dass Sirius das Hemd hochkrempelte und seinen linken Unterarm entblößte, auf dem schwarz und hässlich das dunkle Mal pulsierte. Der Totenkopf schien die beiden Männer zu verspotten, während sich die Schlange darum wand.
Draco schauderte, als Black mit den Fingerspitzen darüber fuhr. „Wir machen ’s weg!“, entschied er plötzlich.
Draco blinzelte kurz. „Was?“
„Weg!“ Schwerfällig kam Sirius auf die Beine und kramte aus einer Schublade ein Küchenmesser. Dann trottete er auf den Tisch zu, umklammerte Dracos Handgelenk und drückte seinen Unterarm auf den Tisch.
Der Blonde ließ es einfach mit sich machen und beobachtete Black fasziniert. Dieser Oberkörper… Wenn er doch nur mal das Hemd…
„Heeey“, heulte Draco plötzlich auf. Wie vom Wahnsinn befallen schabte Black auf der blassen Haut des jungen Todessers herum, die sich augenblicklich rötete. Das dunkle Mal schien sich von diesem Versuch in keiner Weise stören zu lassen, weshalb Sirius das Messer immer fester in die bleiche Haut drückte, bis ein paar dunkelrote Bluttropfen hervor quollen.
„’s geht nicht ab, das Scheißding…“, murmelte Black.
„’s wird immer da sein“, meinte Draco in allwissendem Ton. „Lebensschuld, und so, weißte? Sev erzählt mir immer davon. Lebensschuld. Werden in der Hölle schmoren.“
„Nee… Du sollst mit mir in den Himmel.“ Black betrachtete das Messer und ließ es dann fallen. „Aber wir müssen’s anders machen. Brennt das?“
Als fiele ihm erst jetzt auf, dass er blutete, runzelte Draco die Stirn. „Jaaa… Jaa, glaub’ schon.“
„Du glaubst?“
„’s tut weh. Scheiß Voldemort.“
„Scheiß Voldemort“, nickte Sirius, ehe er sich urplötzlich herunterbeugte und seine Lippen auf einen der Blutstropfen legte.
„Was bei Merlin…“, Draco wollte seinen Arm wegziehen, doch Black hielt ihn noch immer eisern fest und lutschte gemächlich an der Haut von Dracos Unterarm. Dieser wurde abwechselnd rot und bleich. „Lass ’s!“ Der Blonde schob mit der anderen Hand Sirius Kopf weg, doch dieser ließ seine Zunge weiterhin über das dunkle Mal gleiten. Warm und weich. Draco schoss in die Höhe.
„Kusch, geh weg. Mach Platz oder so, Black…“, nuschelte Draco. Selbst im betrunkenen Zustand funktionierten seine Alarmschranken noch. Das war eine Situation, die eindeutig unter „Gefahren“ einzuordnen war.
„’sch geh jetzt schlafen. Nur dass du’s weißt“, erklärte der Slytherin und taumelte auf die Tür zu. Schlafen war bestimmt eine gute Idee. Er war schon auf dem ersten Treppenabsatz, als zwei Arme aus der Dunkelheit ihn packten.
Ehe Draco auch nur einen Ton sagen konnte, wurde er hart gegen die Wand gepresst und ein Mund legte sich auf seinen.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Das, was Harry so liebenswert macht, sind, glaube ich, seine charakterlichen Stärken, die wir selbst gerne hätten, und es sind auch seine Schwächen, die wir nur allzu gut verstehen.
Rufus Beck