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A Dead Heart’s Desire - Chapter Fourteen – Shadows of the Past

von Dr. S

Ein verregneter Morgen. Sirius hatte das Küchenfenster geöffnet und lauschte den fallenden Tropfen, während er von Hand Geschirr spülte. Gerade trocknete er einen Teller, polierte den solange bis er seine verschlafene Visage wie in einem Spiegel betrachten konnte. Was er dann auch ausgiebig tat. Er hätte sich rasieren sollen, aber dazu hatte ihm irgendwie die Lust gefehlt.
„Knutschen wir jetzt mit uns selbst, Black?“
Sirius horchte bei der schnarrenden Stimme auf, drehte den Kopf leicht und grinste Draco zu. „Ich würde, wenn es mich zweimal gäbe“, sagte er grinsend, bekam ein Schnauben zu hören und verfolgte Dracos Schritte mit den Augen. „Kann ich dir behilflich sein?“ Wirklich gesprächig war Draco den ganzen Tag nicht gewesen und die meiste Zeit hockte er in seinem Zimmer, wo er gedankenverloren durch die Gegend gestarrt hatte. Sirius hoffte nur, dass er nicht noch einen Teenager an den Hacken hatte, der nur glaubte in ihn verliebt zu sein. Nicht, dass er sterben würde, wenn Draco… keine Gefühle hätte. Hoffte er zumindest. Wusste man ja nie und offensiv nachfragen würde er sicher nicht. Das wäre äußerst unangebracht. Immerhin war der Kleine immer noch eine Geisel. Ohnehin war es äußerst unsensibel von Sirius Dracos Situation so zu missachten, nur weil er hoffte, dass sich da Gefühle entwickelten.
„Ich wollte mir nur was zu trinken holen“, murmelte Draco, während er zielsicher in den Schränken herumwühlte, Sirius ab und zu einen kurzen Seitenblick zuwarf. „Ist das noch erlaubt?“
„Wenn Kreacher dir nichts mehr holen will…“ Draco wurde augenblicklich knallrot und ließ das Glas fast fallen. Sirius grinste und widmete sich wieder dem Teller.
„Kreacher schafft es wohl nicht mal, das Geschirr zu spülen“, schnaubte Draco. „Und du kriegst nicht mal einen Reinigungszauber vernünftig hin.“
„Für das Laken hattest du ja meinen Zauberstab“, sagte Sirius ruhig und gluckste, als Draco erstarrte. „Harry ist übrigens in Ordnung.“
„Mir egal…“
„Hätt ich mir ja denken können…“, brummte Sirius, stellte den Teller weg und drehte sich zu Draco herum, der sich schwer damit tat, eine Wasserflasche aufzubekommen. Sirius wollte helfen, aber er wollte viel, wenn der Tag lang war, was er öfter mal war. Besonders hier. „Er redet… komisches Zeug.“
Draco schnaubte und ächzte, als er den Deckel endlich abschrauben konnte. „Natürlich. Er steht auf dich. Der sagt doch alles, um dich ins Bett zu kriegen…“
„Das hatten wir schon“, meinte Sirius.
„Ich weiß gar nicht wo dein Problem liegt, Black.“ Draco schenkte sich anscheinend extra langsam sein Wasser ein. „Mich hast du auch rumgekriegt und ich bin nicht schwul.“
„Du bist auch nicht der Sohn meines besten Freundes.“
Draco schnaubte in dieser ich-bin-dir-also-scheißegal-Manier. Wenn er wüsste… „Der tot ist. Was kümmert es dich?“
Sirius verdrehte die Augen. „Du weißt nichts über Freundschaft, was Draco?“
„Ich sag ja nur, dass ich nicht weiß, wo dein Problem liegt. Anscheinend warst du ja ziemlich abstinent. Kann mir schon vorstellen, dass es dir schwer fällt, wenn Potter dir ständig vor der Nase rumläuft.“ Draco grinste spöttisch. „Am Ende standest du auf seinen Vater und hast jetzt immer ein Déjà-Vu…“
„Eifersüchtig, Draco-Baby?“, grinste Sirius. Sofort schaute Draco ihn an, lief rot an wie ein Thermometer bei Höchsttemperaturen und merkte dabei gar nicht, dass sein Glas langsam überlief. Erst als ihm etwas auf den Fuß tropfte – er hatte immer noch keine Socken bekommen – schreckte Draco hoch.
„Fuck…“, zischte er und wusste gar nicht, was er zuerst machen sollte. „Ha-Handtuch?“
„Ich mach das schon“, murmelte Sirius, schnappte sich ein Handtuch und trieb Draco wie ein verängstigtes Reh zurück, als er auf ihn zutrat.
„Mach’s doch mit dem Zauberstab“, schlug Draco besserwisserisch vor, schaute runter, als Sirius sich hinkniete und direkt vor seinen Füßen zu wischen begann.
„Magie ist nur was, wenn’s schnell gehen soll. Hab den ganzen Tag Zeit und die kleine Prinzessin mag nicht mehr aus ihrem Turmzimmer kommen um zu spielen.“ Sich die schwarzen Haare aus der Stirn pustend schaute Sirius hoch. „Hab ich was falsch gemacht?“, fragte er, während er langsam aufstand.
Draco wandte den Blick ab. „Außer, dass du mein Feind bist, Black? Nicht zu vergessen dafür sorgst, dass ich in Askaban landen werde? Ich glaub, mehr gibt’s da nicht“, sagte er schulterzuckend.
„Apropos. Ich werde das Thema einfach mal ansprechen“, sagte Sirius, warf sich das Handtuch über die Schulter und verschränkte die Arme vor der Brust. Nervös fummelte Draco an seinem Hemdärmel herum, sagte aber nichts. „Eine Lösung muss sich ja finden.“
„Oh, ja! Wir könnten Potters Herz brechen, wenn er uns zusammen sieht…“, murmelte Draco angesäuert. „Also, ab nach Askaban mit mir.“
„Wir sehen, was kommt“, sagte Sirius, klopfte Draco auf die Schulter und wandte sich ab.
„Black?“ Draco fasste ihn am Hemdsaum und hielt ihn fest. „Sagst du mir, was kommt?“
„Vielleicht wenn du kommst…“, antwortete Sirius mit einem dreckigen Grinsen, das Draco gar nicht sehen konnte. „Was erwartest du? Ich lass dich sicher nicht einfach abführen, ja?“ Er drehte sich um und strich eine weißblonde Strähne aus Dracos Stirn. „Außerdem hab…“
Dracos Augen weiteten sich erwartungsvoll.
„Sirius?!“
„Oh, mein Typ wird verlangt“, gluckste Sirius und reichte Draco das Wasserglas. „Viel Spaß damit.“ Scheinbar gleichgültig fuhr er kurz über die weichen Lippen, nach denen er sich schier eine Ewigkeit verzehrt hatte. „In der Küche!“, brüllte er dann so laut, dass Draco zusammenzuckte. Das Handtuch immer noch über der Schulter drehte Sirius sich wieder um und begrüßte Remus, der erst in die Küche lugte, bevor er eintrat.
„Draco, wie geht es dir?“, fragte er freundlich.
„Lassen Sie dieses scheinheilige Getue“, raunte Draco. „Ich gehe. Besprecht mein Schicksal… Blah, blah…“ Er winkte ab und marschierte davon, wobei er extra einen weiten Bogen um Remus machte, der resignierend den Kopf schüttelte.
„Was ist da schon wieder los?“
„Teenager“, sagte Sirius und setzte sich. „Mit Visionen von Askaban. Hast du mit Kingsley mal darüber gesprochen?“
Remus setzte sich neben Sirius. „Die Sache ist, alleine für das Mal kann er nicht nach Askaban kommen. Draco hat nichts getan, das nachweisbar ist. Er hat nie offenkundig mitgefoltert, getötet oder sonst was gemacht. In Malfoy Manor hat er gewohnt, natürlich durfte er dort sein und sich verteidigen. Du kennst ja diese ganze Sache mit den Gesetzen…“
„Nicht, das sie sich da immer dranhalten würden“, raunte Sirius und verzog schmerzhaft das Gesicht. „Habt ihr es offiziell gemeldet, dass er hier ist?“
Remus schüttelte den Kopf. „Die haben überall ihre Ohren, weißt du doch. Am Ende hat eh irgendjemand was gehört. Ich weiß nicht…“
„Schlechtes Gefühl?“, wollte Sirius wissen.
„Ich…“ Remus zuckte mit den Schultern. „Tatze, glaubst du nicht, es ist am Ende alles geplant? Immerhin…“
„Würde Lucius Malfoy seinen Sohn nie zurücklassen?“ Sirius hob die Augenbrauen. „Nein, ich glaube, der Junge hatte einfach Pech.“
„Das sind ja ganz neue Töne.“
Sirius winkte ab. „Mal ehrlich, Moony… Hier kommt keiner rein, der das Geheimnis nicht kennt und Draco…“
„Nicht mehr Malfoy?“ Remus hob die rechte Augenbraue und musterte Sirius skeptisch. Wahrscheinlich stand ihm auch noch ins Gesicht geschrieben, dass er dem Jungen etwas näher gekommen war.
„Was ist denn besonders an ihm?“, fuhr Sirius einfach fort. So wie er Remus kannte, reimte der sich eh alles zusammen in seinem Kopfsalat. „Die wollen ihn ja nicht einmal zurück.“
„Malfoy ist nicht blöd…“, überlegte Remus vor sich hin. „Ich bin mir fast sicher, dass er wusste, wir würden Draco mitnehmen.“
„Glaub ich wiederum nicht. Es war ein Überraschungsangriff! Er konnte gar nicht wissen, was passieren würde und Malfoys neigen zu Kurzschlussaktionen“, sagte Sirius und bekam noch einen skeptischen Blick geschenkt. „Hab ich neulich erst gemerkt. Wirklich.“
Remus schmunzelte.
„Außerdem würde Schniefelus doch ansatzweise was erwähnen, das in die Richtung ginge, oder?“
Langsam nickte Remus vor sich hin.
„All diese Verschwörungstheorien. Du erinnerst mich schon fast an Harry“, gluckste Sirius, worauf Remus den Kopf schief legte. „Heute Morgen kam er mir damit, Draco könne Parsel.“
„Parsel?“ Remus zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen. „Parsel ist angeboren und soweit ich weiß, stammt Malfoy in keiner Weise von Voldemort ab…“
„Na ja, selbst wenn er’s könnte, was ich nicht glaube… Harry ist auch nicht mit Voldemort verwandt. Wo der das herhaben soll, weiß ich auch nicht…“, sagte Sirius.
„Wieso sollte Harry das erfinden?“ Remus kratzte sich am Hinterkopf, während Sirius die Augen verdrehte. „Tatze?“
Sirius stöhnte. „Ich glaub, er’s n bisschen eifersüchtig“, nuschelte er ziemlich unverständlich, aber dafür hatte Remus ja Wolfsohren. „Hattest wohl doch recht…“
Seufzend fing Remus an sich die Schläfen zu massieren. „Hat er einen Grund dazu?“
„Wozu?“
„Du weißt, worauf ich hinaus will“, sagte Remus scharf, aber Sirius zuckte ganz unschuldig mit den Achseln. „Ich kenn diesen Ausdruck in deinen Augen. Hab ich oft genug gesehen, früher. Und ich hab gesehen, dass du Draco kaum aus den Augen gelassen hast.“ Remus rückte näher und legte seinem Freund eine Hand auf die Schulter. „Steiger dich da nicht rein. Egal, wie er sich verhält… Draco ist und bleibt ein Todesser. Er glaubt an Voldemorts Ziele und unterstützt ihn. Vergiss das nicht.“
„Von dir hätt ich was anderes erwartet…“, murmelte Sirius. „Ich glaube, Draco macht das alles nur, weil es nicht anders von ihm erwartet wird. Er will das Ding auf seinem Arm doch gar nicht haben…“
„Oh, oh…“ Remus seufzte angestrengt, worauf Sirius ihn verständnislos anschaute. „Ich glaube, es ist besser, wenn Draco irgendwo anders unterkommt, bis wir…“
„Was?!“ Sirius fuhr hoch und starrte Remus fast entsetzt an. „Wo bitte soll das sein, hä? Jetzt werd mal nicht albern, Remus. Nur weil ich etwas Zeit mit ihm verbracht habe, heißt…“
„Du funkelst richtig, Sirius“, sagte Remus ruhig. „Normalerweise würde ich mich für dich freuen, wenn die Umstände andere wären. Das kann einfach nicht gutgehen.“
„Weil bei mir nie was gutgeht, was?“ Schnaufend ließ Sirius sich wieder auf seinen Stuhl fallen. „Mach dir mal keine Sorgen. Ich bin ein erwachsener Mann und kein triebgesteuerter Teenager.“
„Lüg mich nicht an“, gluckste Remus und lächelte Sirius verständnisvoll an. „Du bist pubertärer als Harry.“
„Im Moment mein größtes Problem. Eigentlich kann ich ganz froh sein, dass er so selten hier ist, nicht wahr?“ Sirius raufte sich die Haare. „Merlin, ich weiß nicht, was ich da tun soll!“
„Gib ihm Zeit“, sagte Remus. „Er ist jung, verwirrende Gefühle sind da ganz normal.“
„Die Folgen, die das hat, machen mir nur Sorgen…“ Ratlos musterte Sirius die Tischplatte. „Wenn er aus Eifersucht handgreiflich wird…“
„Hat er Draco verletzt?“, fragte Remus besorgt, obwohl er sich von dem Gesundheitszustand seines ehemaligen Schülers ja hatte überzeugen können.
„Nichts Schlimmes, aber das mit dem Cruciatus weißt du ja schon. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob er das gemacht hat, um Informationen zu bekommen.“ Nacheinander klopfte Sirius die Finger auf die Tischplatte. Vor und wieder zurück. „Die Draco übrigens gar nicht hat.“
„Sehr unwahrscheinlich.“
„Ich glaube ihm“, sagte Sirius stur.
Remus seufzte. „Hatte mir so etwas gedacht.“
„Moony, manchmal denkst sogar du falsch…“

Immerhin hatte Remus auch einmal geglaubt, Sirius sei in der Lage dazu, seinen besten Freund zu verraten. Das er James Voldemort ausliefern würde. Gut, die Beweise sprachen gegen ihn, sicher. Aber trotzdem. Remus hätte nach all den Jahren wissen müssen, was Sirius für James empfand und das er eher gestorben wäre…
Allein der Gedanke an die verbogene Brille damals in Godric’s Hollow ließ Sirius schlucken. Der Anblick seines toten Freundes verfolgte ihn bis in seine Träume. Immer wieder die Nacht des 31. Oktobers, seit fast genau siebzehn Jahren. Erst der schöne Teil. James, Lily und Harry endlich in Sicherheit, Peter ebenfalls gut untergebracht, damit niemand darauf kam, er wäre der Geheimniswahrer und so schönes Wetter… Jedesmal wieder glaubte Sirius den Sonnenschein auf seiner Haut spüren zu können, den er am Grimmauld Place solange vermisste.
Dann ein Schlag nach dem anderen.
James tot. Lily tot. Peter der Verräter.
Harry oder Rache? Was tun?
Das Falsche hatte er getan. Seinetwegen hatte Harry sein halbes Leben unter einer Treppe gewohnt, war einsam gewesen und hatte solange nicht gewusst, was für phantastische Menschen seine Eltern gewesen waren.
Er machte immer das Falsche. Die gerechte Strafe dafür waren die kalten Arme aus Dunkelheit, die ihn seither jede Nacht einfingen und nicht ruhig schlafen ließen. Selbst wenn er die Augen öffnete, waren die Schatten noch da, glichen Dementoren fast erschreckend und schienen sich auf ihn zu zubewegen.
Diese Nacht war da aber etwas Warmes…
Sirius schreckte mit einem erstickten Schrei hoch, seine Bettdecke verschwitzt und vollkommen zerwühlt. Gehetzt und desorientiert schaute er sich um, war kurz davor wild um sich zuschlagen, als zwei Hände sich auf seine Schultern legten.
„Black? Black, alles okay?“
Schwer atmend sackte Sirius zusammen, vergrub das schweißnasse Gesicht in den Händen und wusste nicht, ob er wirklich froh war, das jemand, Draco, ihn fest in den Arm nahm. Glück… Glück war falsch. Nach allem konnte er kein echtes Glück mehr empfinden. Zumindest nicht ohne sich zu fragen, ob sich das wirklich so anfühlte. Es jagte ihm so unsagbar viel Angst ein.
„Das… Das war nur ein Traum…“, wisperte Draco.
Fest umklammerte Sirius den Jüngeren an der Hüfte und drückte sich so dicht wie möglich an ihn. Wollte die Wärme spüren und aufsaugen. Bei diesem Gedanken versuchte er Draco wegzustoßen. Er dachte wie ein Dementor! Oh… nein…
Aber Draco ließ sich nicht so leicht abschütteln und strich einfach beruhigend über Sirius‘ nackten Rücken. Sirius spürte die weichen Lippen auf seiner Stirn, hob den Kopf und verschloss Dracos Mund mit seinem. So warm. So schön. Wie der letzte warme Sonnenstrahl, bevor der Himmel sich verdunkelte.
Bereitwillig öffnete Draco die Lippen für Sirius, damit der mehr von dieser Wärme spüren durfte. Nur noch einmal kosten, bevor die Schatten wiederkamen und ihn dieses Mal ganz bestimmt mitnehmen würden. Weg von Harry, den er immer im Stich ließ, fort von Remus, der ihm doch endlich wieder vertraute und…
Sirius öffnete die Augen langsam und als hätte Draco das gemerkt, tat er es dem Älteren gleich, schaute Sirius aus großen, grauen Augen an. Draco löste seine Lippen von Sirius‘ und legte die Hand auf die stoppelige Wange, wischte mit dem Daumen die Tränen weg, die Sirius nie jemanden hatte zeigen wollen. Er packte Dracos Handgelenk und drückte den dünnen Arm herunter.
„Ich geh lieber…“, raunte Draco. „Wollte dich nicht… stören…“
„Nein.“ Schnell presste Sirius sich die schmale Hand Dracos gegen die Lippen, schloss die Augen und umklammerte die feingliedrigen Finger. „Bleib. Berühr mich…“ Warm, so wunderbar warm. Ein Kribbeln durchfuhr seinen ganzen Körper, verdrängte die Kälte allmählich und ließ nur mehr Gefühle zurück, die Sirius eben für falsch gehalten hätte, die ihm jetzt aber als das richtigste der Welt erschienen.
„I-Ich kann das doch nicht, Black…“, murmelte Draco unsicher.
„Deine Hände. Bitte.“ Sirius legte sich Dracos Arme um den Rücken, rutschte näher und vergrub das Gesicht in der Halsbeuge des ehemaligen Slytherin. „Geh nicht. Lass sie mich nicht holen…“
Zaghaft streichelte Draco über den bebenden Rücken, erschreckte sich, als Sirius ein tiefes Stöhnen von sich gab, fuhr aber fort.
„So… nah…“, keuchte Sirius, wiederholte das fast manisch. Ohne Dracos Hände, glaubte er zumindest, würde er jetzt einfach sterben. „Überall… über… überall…“ Seine Stimme rutschte bestimmt zwei Oktaven höher. Wäre es möglich gewesen, dann hätte er Draco noch dichter an sich gepresst. All seine Gedanken kreisten um die Wärme, die der junge Todesser ausstrahlte. Eine Wärme, die Sirius jetzt so sehr brauchte. Mehr wollte, als alles andere.
Morgen früh würde er das dagegen mehr als alles andere bereuen…


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