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Fanfiction

A Dead Heart’s Desire - Chapter Sixteen – My Bloody Big Mouth

von Dr. S

Sirius ging, die Arme verschränkt und die Augenbrauen festzusammen gezogen, voran in die Küche. Er ließ sich immer noch leicht abwesend auf einen Stuhl fallen und legte kurzerhand die Beine auf den Tisch, während Snape sich gegenüber hinsetzte.
„Snape, immer noch in genau den richtigen Momenten so wunderbar sensibel“, murmelte er sarkastisch.
„Wenn du mich verspotten willst, Black, dann verzichte ich lieber und gehe“, gab Snape zurück, aber Sirius winkte schnell ab. „Schauen wir mal, wie lange du das durchhältst…“
„Denkst du, Draco würde sich dem Orden anschließen?“, fragte Sirius leiser, als er wollte.
„Wenn man ihm die richtigen Dinge sagt… Vielleicht“, murmelte Snape. Sirius beschwor Schniefelus tatsächlich etwas zu Trinken herauf, was der aber nur mit hochgezogener Augenbraue musterte. „Sobald er verstanden hat, dass es die einzige Möglichkeit ist, wird er auf den Knien darum betteln wenigstens auf dem Dachboden hausen zu dürfen.“
„Charmant…“, brummte Sirius. „Du denkst, ihn zum Kotzen zu bringen ist der richtige Weg?“
„Für deine Kochkünste kann ich nun wirklich nichts, Black.“
„Snape“, sagte Sirius scharf, ballte die Hand zur Faust um sie nicht auf den Tisch zu hauen und atmete tief durch. „Das ist ernst und ich versuche ja auch vernünftig mit dir zu reden. Du siehst doch, wie sehr ihm das zu schaffen macht.“
Snape zog die rechte Augenbraue hoch. „Machen wir uns Sorgen, Black?“
„Und wenn? Der Junge tut mir Leid, aber ihm jetzt die Haare aus dem Gesicht zu halten bringt einfach nicht viel, oder?“ Sirius befeuchtete sich die trockenen Lippen. „Vielleicht kann ich…“
Snapes Mundwinkel kräuselten sich zu einem süffisanten Grinsen, was schon ausreichte um Sirius zu unterbrechen. „Black denkt wieder, er sei der Held, nicht wahr?“, raunte Snape und lehnte sich, die Augen zu Schlitzen verengt, vor. „Warum sollte er auf dich mehr hören, als auf mich?“
„Weil ich ihn nicht so auf den Fersen hocken würde!“ Sirius schlug jetzt doch auf den Tisch. „Wenn du das und das nicht tust, dann bist du tot! Draco ist doch noch ein halbes Kind, Snape!“
„Er ist volljährig und verträgt die Wahrheit“, schnaubte Severus. „Wir sehen ja an Potter, was herauskommt, wenn man gewisse Dinge verschweigt.“ Er ließ die Augenbrauen hüpfen und lehnte sich wieder zurück.
Einen Moment herrschte Schweigen und Sirius nahm die Füße vom Tisch um sich gerade hinzusetzen. „Sucht sein Vater wirklich nicht nach ihm?“
„Sein Herzblut steckt er in andere Sachen“, sagte Snape, dem das wohl auch nicht gefiel. „Und Narzissa bringt ihn sicher nicht dazu seinen Mageninhalt zu demonstrieren, wenn sie ihn mit seinem einzigen Sohn nervt. Obwohl das einzige schon die meisten Wirkungen zeigt.“ Sirius verdrehte darüber nur die Augen. „Er würde Draco töten, wenn der die Seiten wechselt.“
„Was?!“, entfuhr es Sirius so laut, dass Snape einen längeren Moment die Augen schloss und wohl warten musste, dass das Klingeln in seinen Ohren abnahm. „Das ist…“ Sirius räusperte sich. „Das ist nicht dein Ernst, oder?“
„Durchaus. Wenn der Dunkle Lord ihm nicht zuvor kommt“, sagte Snape kalt. „Man sollte es sogar als Liebesbeweis sehen, dass Lucius Draco ohne zu zögern töten würde. Der Dunkle Lord zieht da andere Methoden vor.“
Sirius schluckte hart. „Schönes Elternhaus…“, murmelte er und warf Snape einen fast strafenden Blick zu. „Sehr fürsorglicher Pate…“
„Das sagt derjenige, der sein Patenkind in einem Schrank unter der Treppe hat verrotten lassen“, gab Snape zurück, aber Sirius schluckte das einfach mal herunter.
„Ich saß im Knast. Komm mal mit ner besseren Ausrede“, gab er zurück.
Snape verdrehte die Augen und wieder schwiegen sie sich an. Wäre ein anderes Ordensmitglied im Raum gewesen, würde es die nächsten Sitzungen kaum ein anderes Gesprächsthema geben. Black und Snape zusammen an einen Tisch, halbwegs friedlich. Das Ende der Welt schien zu nahen…
„Wir können ihn nicht wegschicken…“, sagte Sirius mehr zu sich selbst. „Das würde seinen Tod bedeuten. So oder so…“
„Am Ende könnte er auch einfach ein guter Nachfolger für seinen Vater werden. Potential dazu hat er auf jeden Fall, Black. Vergiss das nicht, solange du im Mitleid schwelgst.“
Sirius hob die Augenbrauen. „Die kleine Prinzessin ist keine brutale Tötungsmaschine.“
„Sein Vater auch nicht“, gab Snape zurück und Sirius verzog die Mundwinkel. „Draco ist bei weitem nicht so schwach, wie er selbst glaubt. Er ist intelligent und ein ausgezeichneter Zauberer. Für unsere Reihen wahrlich ein Segen. Für die des Dunklen Lords aber auch.“
„Dann will…“
„Der einzige Grund, dass hier noch keine Armada von Todessern aufgetaucht ist, um ihn zurückzuholen, ist das verkannte Potential“, fuhr Snape einfach fort.
„Und ne Menge Egoismus…“
„Black.“ Snape lehnte sich wieder vor und die dunklen Augen fixierten Sirius. „Draco hat selbst absolut keine Ahnung, wie viel Potential in ihm steckt. Es ist vergeudete Zeit, dir das zu erklären, aber…“
„Jetzt fang nicht wieder so an!“, polterte Sirius dazwischen. „Ich hab dich hier nicht angegriffen.“ Nicht besonders jedenfalls…
Schnaubend lehnte Snape sich wieder zurück. „Askaban wäre das Schlimmste, das ihm passieren könnte.“
„Das gilt für uns alle.“
Snape verdrehte die Augen. „Es würde aus Draco am Ende so etwas machen, wie aus seiner Tante.“
Sirius biss sich fest auf die Innenseiten seiner Wangen. Bellatrix war dermaßen durchgeknallt… Er stellte sich Draco mit diesem Lachen vor, während er Todesflüche durch die Gegend feuerte. Merlin, das ging so gar nicht… Aber Bellatrix war früher auch mal fast normal gewesen…
„Meinetwegen versuch dein Glück und rede mit ihm“, murmelte Snape schließlich. „Meiner Meinung nach würde ich ihm nicht unbedingt vorschwärmen, dass seine Zukunft als Todesser noch immer mehr als rosig aussehen würde.“
„Glaub mir, das werde ich ganz sicher nicht tun“, raunte Sirius und richtete sich auf. „Wo kämen wir da denn hin… Verrückter Schniefelus.“
„Black?“, hielt Snape ihn noch einmal zurück. Sirius schaute kurz über die Schulter. „Denk an sein Gedächtnis. Ich will meine Position auf keinen Fall gefährden.“
Knapp nickte Sirius. „Sonst noch was?“
„Nichts was dich betreffen würde… Die Werwölfe schöpfen Verdacht bei Lupin, aber das war ja auch nur eine Frage der Zeit“, sagte Snape fast beiläufig.
Sirius‘ Augen weiteten sich. „Das…“
„Besprechen wir später.“
„Ihr…“
„Potter wird dich schon runterholen“, murmelte Snape und schnaubte entnervt.
Bevor er noch irgendwas Halbfertiges von sich geben konnte drehte Sirius sich auf den Absätzen um und wäre im Flur fast in Harry gelaufen, weshalb Snape das wohl erst gesagt hatte.
„Gehst du zu Malfoy?“, fragte er leise und mit einem Blick auf Snape. Hatte natürlich gelauscht.
„Ich rede kurz mit ihm und komm gleich wieder runter“, sagte Sirius, wollte sich vorbeischieben, wurde aber am Arm festgehalten und aus zwei großen, grünen Augen angesehen.
„Du… redest viel mit ihm…“ Harry senkte den Blick wieder. Nach vorhin mehr als verständlich. Das war sogar Sirius peinlich gewesen…
„Es ist mein… Job, Harry“, sagte Sirius schulterzuckend.
Fast hörte sich es wie pure Erleichterung an, was da in Harrys Stimme mitschwang. „Also… liebst du ihn gar nicht? Er ist nur… nur was für’s Bett?“
Sich räuspernd löste Sirius Harrys Hand von seinem Arm und klopfte ihm auf die Schulter. „Das ist wohl meine Sache“, sagte er heiser. „Ich frag dich ja auch nicht, was du so mit Ginny treibst.“ In letzter Zeit schienen seine Scherze wohl überhaupt nicht mehr anzukommen, so entrüstet, wie Harry ihn ansah.
„Ich mach nichts mit… Sirius, ich…“ Unsicher schaute Harry in die Küche. „Ich denk… ständig an dich.“
Am liebsten hätte Sirius sich eine Hand vor die Stirn geschlagen. Nicht jetzt! Er war mit den Gedanken ganz woanders. „Harry…“
„Nein, lass mich…“ Harry fuhr sich errötend durch die Haare. „Ich will doch nur… bei dir… sein…“ Sirius musste sich gegen Ende hin ziemlich anstrengen um verstehen zu können, was er nicht hören wollte. „Warum darf Malfoy…“
„Hey, Malfoy hat nichts mit uns zu tun“, wollte Sirius sich irgendwie rausreden, das irgendwie klären und drückte sich dabei mehr als falsch aus, so wie Harrys Augen aufflackerten. „Ich bin immer für dich da. Egal in welcher Hinsicht.“ Oh, oh… Das wollte er jetzt am liebsten zurücknehmen. „Aber… ich meine… Harry, können wir nicht später darüber reden?“
„Worüber?“, fragte Harry ganz normal und legte unschuldig den Kopf schief. „Alles okay. Geh Malfoy fertig machen.“ Fröhlich klopfte er seinem Paten aufs Schulterblatt und gesellte sich zu Snape in die Küche, wo sie bald Gesellschaft kriegen würden.
„Oje, oje…“ Sirius fragte sich mehr denn je, ob alle Teenager solche gewaltigen Stimmungsschwankungen hatten. Kopfschüttelnd stieg er die Treppe hinauf und klopfte an Dracos Tür, bekam aber keine Antwort.
„Draco-Baby?“
Angesprochener lag bäuchlings auf dem Bett und hatte das Gesicht im Kissen verborgen. Draco hob den Kopf auch nicht, als Sirius sich an seine Bettkante setzte. Erstickt hatte er sich aber nicht, oder?
„Ey!“ Draco fuhr hoch, als Sirius ihm den Puls fühlte. Seine bleichen Wangen glänzten nass und Sirius schluckte kurz, bevor er die Augenbrauen hüpfen ließ.
„Dachte schon, du hättest Selbstmord begangen“, sagte er. Draco antwortete nicht und hielt sich nur die Hand auf den Hals, als müsste er selbst überprüfen, dass sein Herz noch in einer normalen Geschwindigkeit schlug. „Scheiß Tag heute, was?“
Die Augen niederschlagend senkte Draco das Kinn.
„Wird alles ein bisschen viel… und dann auch noch alles auf einmal.“ Sirius seufzte theatralisch, drehte sich leicht herum und zog das rechte Bein auf das Bett. „Wie geht’s dir?“
„Wie soll’s mir gehen?“, krächzte Draco.
„Na ja…“ Sirius streckte die Hand aus und legte sie auf Dracos Bauch, der sich sofort wieder anspannte. „Gegessen hattest du nichts… Was ist da also rausgekommen?“
„Machst du dir Sorgen? Da kotz ich gleich nochmal…“, raunte Draco. Er schluckte leicht, als Sirius seine Hand leicht bewegte. „Was wird das jetzt?“
„Massagen sollen da helfen“, sagte Sirius und drückte Draco mit sanfter Gewalt auf die Matratze. „Leg dich hin. Entspann dich…“
„Black, das…“ Dracos Augen weiteten sich, als Sirius ihm das Hemd hochschob.
„Mmh, sehr nett…“, grinste Sirius, legte die Hand wieder auf den flachen Bauch und spürte deutlich, wie die Muskeln sich unter seinen Fingern bewegten. „Machst du Work-out?“
„Kennst du doch schon alles…“, murmelte Draco leicht rosa um die Nase. Zögerlich legte er seine Hand auf die von Sirius und hielt sie fest. „Lass das, ja?“
„So schlecht?“ Schmollend schob Sirius die Unterlippe vor, bis Draco wegsah. „Früher konnte ich das ganz gut… Irgendwo müsste ich hier auch Massageöl haben. Wenn du willst, geb ich dir mal eine Rückenmassage.“ Er grinste, als Draco die Augen verdrehte. „Möchtest du reden?“
Draco stemmte sich auf den Ellenbogen hoch. „Reden?“, schnaubte er. „Komm schon, Black. Wir wissen beide, warum du hergekommen bist. Von wegen Rückenmassage…“ Er klang enttäuscht. „Du willst doch nur, dass ich mich umdrehe…“
„Hätte nicht gedacht, dass du jetzt ausgerechnet daran denkst“, sagte Sirius und seufzte. „Ich versuche, wiedermal, nett zu sein. Ein Angebot.“
„Ich lehne dankend ab“, gab Draco kühl zurück. „Kommt Severus nochmal wieder?“
„Ich hab ihn gebeten mit dir reden zu können“, sagte Sirius und lächelte sanft.
Draco schaute ihn mehr als geschockt an. „Du?! Warum du?“
„Na ja…“ Damit hatte Sirius jetzt nicht gerechnet und wusste auch nicht, wie er reagieren sollte. Er hatte gedacht, Draco würde gerne mit ihm reden wollen. „Du hast mir ja auch… Sagen wir, ich will mich revanchieren.“
Aufschnaubend rückte Draco an sein Kopfende und verschränkte die Arme vor der Brust, während Sirius sich die Hand, von Dracos Bauch gewärmt, rieb. „Ich kann da nicht mit dir drüber reden. Du verstehst nicht… wie… wie ich mich fühle.“ Draco schüttelte den Kopf. „Ich…“ Er brach ab und ließ den Kopf hängen, lehnte die Wange gegen Sirius‘ Hand, als der über die weiche Haut strich.
„Erklär’s mir“, sagte Sirius leise. Mit dem Daumen fuhr er über die noch feuchten Stellen unter Dracos Auge, während er die andere Hand in den weißblonden Haaren verschwinden ließ. „Dann kann ich’s versuchen und… vielleicht finden wir gemeinsam eine angenehme Lösung.“
Schnell hintereinander blinzelnd sah Draco auf. „Du kannst mir nicht helfen.“ Er krabbelte auf Sirius zu und zupfte an dessen Hemdärmel herum. „Ich bin tot, so oder so… Ich kann mir nur noch die Möglichkeit aussuchen, wie ich am Ende…“
„Hey, das darfst du gar nicht erst denken, ja?“ Sirius umfasste Dracos Gesicht mit beiden Händen und schaute ihm fest in die Augen. „Das…“
„Das ist die Wahrheit. Die kann man nicht immer verleugnen, Black“, murmelte Draco. Seine Unterlippe fing zu zittern an und er unterdrückte sichtbar einen Schluchzer. „Oder aufschieben oder…“
„Pscht.“ Sirius drückte Dracos Wangen zusammen und formte dadurch einen verführerischen Schmollmund, den er am liebsten sofort geküsst hätte. „Schwarzmalen bis zum geht nicht mehr passt absolut nicht zu dir.“
„Woär willscht du dasch wisschen?“
Sirius konnte sich das Grinsen nur schwer verkneifen. „Der Name, Kleiner, der Name…“
Eine kaum sichtbare Träne kullerte Draco aus dem Augenwinkel, als er blinzelte. Sirius wischte sie ohne viel Aufhebens weg und staunte doch nicht schlecht, als Draco nach vorne rutschte, Sirius Oberschenkel zwischen seinen Beinen einklemmte und sich an dem Älteren festklammerte, als würde er sonst abstürzen.
„Was wäre, wenn… du…“ Sirius räusperte sich und presste Draco dicht an sich, fuhr ununterbrochen über den schmalen Rücken. „Wenn du einfach hier ausharrst, bis alles vorbei ist? Das ist in etwa das, was ich auch machen muss… vielleicht willst du mir ja… Gesellschaft leisten…“
„Lass das. Ich… Lasst mich einfa-ach in Ruhe…“, hickste Draco. „Gi-Gib mir… Ich…“
„Ruhig, Draco“, flüsterte Sirius beruhigend, während der nasse Fleck an seiner Schulter sich weiter ausbreitete. „Ich bin doch hier. Da tut dir niemand was.“
„Das i-ist es doch!“ Anders als erwartet klammerte Draco sich fester an Sirius‘ Rücken und presste die Lippen gegen dessen Ohr. „Du… Du bist schuld, dass sich das so hinzieht… dass ich nicht mehr…“
Der zitternde Körper hing fast nur noch in Sirius‘ Armen, als Draco die Kraft wohl einfach ausging und er nicht mal mehr die Stirn gegen Sirius‘ Schulter hämmern konnte.
„Ich habe sicher nicht gewollt, dass du extra lange hierbleibst“, sagte Sirius, als Draco sich schließlich einigermaßen beruhigt hatte. „Warum sollte ich das wollen?“
„Tu doch nicht so, Black“, sagte Draco heiser. „Du wolltest deinen menschlichen Bettwärmer behalten und hast mir damit noch einen Grund mehr gegeben, nicht mehr zurückzukönnen.“
„Weil wir Sex hatten?!“ Draco an den Schultern fassend drückte Sirius den Jüngeren so weit weg, dass er ihn ansehen konnte. „Das muss nichts heißen!“ Merlin, er konnte sich heute auch absolut nicht ausdrücken… Verdammt!
Dracos graue Augen blitzten verletzt auf. „Das musst du mir auch nicht ständig unter die Nase reiben…“
„Nein, so meinte ich das gar nicht.“ Sirius redete sich hier um Kopf und Kragen! Aber es war auch kein guter Tag für ihn. Zu viel Draco, gemischt mit Harry und als Sahnehäubchen Schniefelus… „Ich… Sorry, ich kann heut irgendwie nicht… richtig klar denken…“
Draco verzog die Mundwinkel. „Hat Potter dir den Verstand raus gevögelt?“
Ruckartig fuhr Sirius hoch, ballte erst wütend die Hände zu Fäusten und kniff dann beschämt die Augen zusammen. „Ich dachte, du hättest verstanden, was das vorhin war…“, murmelte er.
„Kann dir ja egal sein, was ich denke“, schnaubte Draco. „Wahrscheinlich ist es das auch… Die Lust auf blond scheint dir ja eh vergangen zu sein. Als nächstes schnappst du dir den Werwolf, Severus hattest du sicher auch schon, nicht zu vergessen die ganzen andern Ordensmit…“
„Okay, gut…“ Das Bett quietschte gefährlich, als Sirius sich richtig auf Draco warf und den Jüngeren damit unter sich begrub. Geschockt krallte der sich an Sirius‘ Schulter fest und winkelte reflexartig die Beine an. „Du willst, dass ich mit dir schlafe? Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, ich wolle nicht.“ Draco schnappte nach Luft, als Sirius‘ Hand unter sein Hemd fuhr. „Ich wollte niemanden mehr so sehr seit… seit… ich weiß nicht wann, aber… ich dachte…“ Sirius riss seinen Arm nach oben und sprengte Dracos Hemd damit im wahrsten Sinne des Wortes. Die Knöpfe würde er später wohl unterm Schrank wiederfinden. „Besonders nach heute Nacht dachte ich, dir läge mehr an mir, als ein Zeitvertreib für deine letzten Stunden. Mir hätte klar sein müssen, dass das Schwachsinn war, als du abhauen wolltest.“
Draco wollte etwas sagen, aber Sirius unterband das, indem er kurzerhand in den blassen Hals biss. Einen noch kaum sichtbaren Knutschfleck bearbeitete er solange mit Zähnen und Zunge, bis er die richtige Stärke gefunden hatte, die Draco zum Stöhnen brachte. Gerade, als sich die feingliedrigen Finger in seine schwarzen Haare gruben löste Sirius sich.
„Ich mach’s schön für dich…“ Draco biss sich bei diesen Worten auf die Unterlippe und Sirius hoffte, dass er sich jetzt wenigstens richtig ausdrücken würde. „Und ich hoffe, dass das eine Erinnerung ist, die dir in Askaban genommen wird.“
Schmerzhaft verzog Draco das Gesicht. „Black, lass das!“, schnaubte er und versuchte Sirius wegzurollen, aber der ließ das nicht so einfach mit sich machen.
„Warum?“ Sirius pustete sich die schwarzen Haare aus dem Gesicht. „Immerhin ist das ja alles, was ich von dir will“, sagte er. „Mir ist sowas von egal, was du denkst.“ Mit einer geschickten Bewegung löste er Dracos Gürtel, zog den aus den Laschen und ließ ihn direkt neben Dracos Gesicht auf die Matratze niederrasen, worauf der Blonde zusammenzuckte. „Es geht mir am Arsch vorbei, ob du in Askaban landest oder anderswo verrottest.“ Seine Hand zitterte als er damit über Dracos leicht ängstliches Gesicht fuhr, sich vorlehnte und mit der Nase an Dracos Kieferknochen entlang strich, bevor er die Lippen an dessen Ohrläppchen presste.
„Falls du es nicht mitgekriegt hast, das war Sarkasmus“, wisperte er und drückte noch einen nahezu unschuldigen Kuss auf Dracos Wange, bevor die Tür aufging. Sirius fuhr hoch und stöhnte innerlich auf. Der Tag wurde einfach nicht besser. Am Ende war Freitag der 13., oder so…
„Sirius, wir wollen anfangen“, presste Harry zwischen aufeinander mahlenden Kiefern hervor, drehte sich auf den Absätzen um und stapfte mit vor Eifersucht zerfressenen Zügen davon.
Sirius drehte sich noch einmal zu Draco um, der wie erschlagen auf dem Bett lag und an die Decke starrte, als hätte er die vier Reiter der Apokalypse persönlich als Mobile. „Ich muss dein Gedächtnis eh wegen Snape ändern…“, murmelte Sirius matt. „Am besten lösch ich das hier gleich mit. Mehr blamieren kann ich mich ja nicht…“ Er winkte betont lässig und donnerte die Tür hinter sich zu.


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Hoch motivierte Angestellte vergessen morgens aus der S-Bahn auszusteigen, weil sie unbedingt das Kapitel zu Ende lesen müssen. Seit die Potter-Bücher auch in den Chef-Etagen aufgetaucht sind, häufen sich im Management die plötzlichen Krankmeldungen.
Meike Bruhns, Berliner Zeitung