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Fanfiction

Harry Potter und der Wahn der Nachfahren - Theos ganz groĂźer Auftritt

von Minimuffin

Hey, erstmal ein ganz großes Dankeschön für die lieben Kommis!
Erheiternd, eure Vermutungen, fast alle richitg (die Betonung liegt auf fast^^)!

@Ginny94: Der Umbridge-Artikel ist eher ein Übergang, als dass er eine zentrale Rolle o.Ä. spielen wird. Ich werde ihn zwar noch einmal erwähnen, aber er ist eher eine Nebensächlichkeit, die das ganze etwas aufpeppen soll. =)
@Witchy: Ich hoffe mal, dass deine Fragen sich in diesem Chap klären, hab es extra mit rein genommen ... Falls nicht, dann frag einfach noch einmal!
@_Harry_4_ever_: Entschuldigen musst du dich nicht! =* Und bei dir war das, weswegen ich oben "fast" geschrieben habe. Ist aber nur eine Nebensächlichkeit falsch vermutet^^
@SchokoBienchen: Jap, Grimmauldplatz und jap, Todesser, und nochmal jap, Ginny und Hermine^^
JKRs Stil? Wow, danke =)

Am 11. hab ich abends noch einen FF-Thread in Auftrag gegeben, bisher ist er allerdings noch nicht freigestellt worden ... Also haltet eure Augen auf, den Link werde ich hier und in meiner Signatur natĂĽrlich angeben! ^^ [Edit: Der Thread ist on! Link findet ihr an den genannten Stellen ... (Doktor Potter *rofl*)]
So, ich glaube, das ist etwas länger geworden, aber kürzer hab ich's nicht bekommen ... Naja, ich glaube nicht, dass es euch stören wird^^
GLG Muffi



Aufmerksam betrachtete Harry die Schüler, die schon bei den Prüfern standen und nervös sich an verschiedenen Verteidigungszaubern versuchten. Dahinten war Professor Tofty, der ihn auch schon beide Male in Verteidigung gegen die dunklen Künste geprüft hatte; er war ein netter, alter Zauberer, der keine Vorurteile hegte. Von ihm geprüft zu werden konnte meistens nur ein Vorteil sein.
Jetzt waren die ersten fertig und die nächsten im Alphabet wurden aufgerufen, die zweite Gruppe von den zweien. Ted und Robert waren unter ihnen, nervös warfen sie Harry noch einen Blick zu, als sie vor ihren Prüfern zum stehen kamen. Tatsächlich hatte Rob Tofty bekommen – nur Ted hatte nicht ganz so viel Glück gehabt, Professor Mensent prüfte ihn und er war dafür bekannt, Reinblüter zu bevorzugen. Stirnrunzelnd heftete Harry seinen Blick auf die beiden. Er wusste, dass das nicht gut gehen konnte.
„Nun, Mr Lupin, dann zeigen sie mir doch bitte einmal den Antidisapparierfluch.“ Harry bekam große Augen.
„Den – den was bitte?“, stotterte Ted nervös.
„Den Antidisapparierfluch“, wiederholte Professor Mensent sichtlich genervt. Ted starrte ihn nur mit großen Augen an.
Harry stieß einen leisen Fluch aus und näherte sich den beiden mit schnellen Schritten.
„Professor Mensent, entschuldigen Sie bitte die Unterbrechung“, begann er stirnrunzelnd, „aber Sie sollten eigentlich wissen, dass dieser Fluch noch nicht gefordert war.“
Professor Mensent zog gespielt ĂĽberrascht die Augenbrauen hoch und warf einen Blick in seine Notizen.
„Oh, ja, natürlich. Das habe ich ganz übersehen. Entschuldigen Sie bitte vielmals, Mr Lupin“, brachte er mit zusammengepressten Zähnen hervor.
„Darf ich mal?“, fragte Harry unwirsch und griff nach Mensents Notizen. Dort, ganz oben, waren die Namen der Prüflinge aufgelistet, und die, die Halbblut oder Muggelstämmig waren, waren rot markiert.
„Professor“, sagte Harry gefährlich leise, „darf ich Sie fragen, wieso hier alle, die kein ‚reines’ Blut haben, rot markiert sind?“ Ted sah mit großen Augen zwischen Harry und Professor Mensent hin und her. „Und liegt es nur an den Schülern, oder warum haben Florian Abatt, den sie eben gerade geprüft haben, und Ted hier bisher nur schlechte Noten? So weit ich weiß ist Florian ein ausgezeichneter Zauberer.“
„Vielleicht hat er einfach nur einen schlechten Tag erwischt“, zischte der Professor mit zusammengekniffenen Augen.
„Nun, Professor“, sagte Harry dann mit lauter Stimme, sodass auch jeder seine Worte mitbekam, und richtete sich zu seiner vollen Größe auf, „darf ich Sie bitten, sofort den Raum zu verlassen?“ Es war still geworden in dem großen, hohen Raum aus Stein.
„Wieso?“, spielte Mensent mit.
„Wegen rassistischen Absichten Nicht-Reinblütern gegenüber und wegen versuchten Betruges.“ Mensent warf Harry noch einen tödlichen Blick zu, dann ging er hoch erhobenen Hauptes hinaus.
„Komm mit, Ted“, sagte Harry leise und führte seinen Patensohn am Arm zu den anderen hinaus, die schon fertig waren.
„Florian?“
„Ja, Mr Potter?“ Ein schlaksiger Junge mit Brille trat hervor.
„Ich muss dir leider sagen, dass du deine Prüfung noch einmal ablegen musst. Professor Mensent war leider nicht unbeeinflusst.“
„Oh.“ Mehr sagte Florian nicht, sonder starrte einfach nur auf seine Schuhe.
„Gleich nachdem die anderen fertig sind, seid ihr, du und Ted, dran.“ Die beiden Jungen nickten. „Okay, ich muss wieder rein.“ Nach einem letzten Blick auf die beiden schritt Harry wieder in den hohen Raum und stellte sich unauffällig an die Wand.
Man sah sofort, wer es in dieser Truppe draufhatte. Manch einer hatte Mühe, den Zauberstab nach einem Expelliarmus aufzufangen und schrie den Zauber nur so heraus, andere jedoch standen cool und lässig da und mussten nur kurz mit dem Zauberstab schnippen, um den Zauber perfekt auszuführen. Zur letzteren Kategorie gehörte auch Robert, was Harry mit ungemeinem Stolz erfüllte. Denn er war nun auch wieder nicht so unschuldig, dass er manche Zauber mit solch einer Bravour ausführen konnte.
Dann aber war die PrĂĽfung zu Ende und die SchĂĽler gingen hinaus. Robert grinste Harry noch einmal zu, als er an ihm vorbeitrat. Kurz bevor die Lehrer ebenfalls den Raum verlassen wollten, trat Harry ihnen in den Weg und versperrte somit den Ausgang.
„Einen Moment noch!“, rief er. „Ich bräuchte noch zwei Prüfer, da Professor Mensent ja nicht ganz unbeeinflusst geblieben ist. Ted Lupin und Florian Abatt müssen ihre Prüfung noch einmal wiederholen.“ Kurzes Gemurmel entstand zwischen den Prüfern, dann traten zwei hervor und Harry ließ die anderen passieren mit der Bitte, doch bitte die zwei Jungs hereinzuschicken. Die Professoren Marchbanks und Limpy stellten sich wieder hinter ihre Pulte und die nervösen Ted und Florian traten vor.
„Nur die Ruhe“, lächelte Professor Limpy Ted zu, „das wird schon gut gehen. Bisher hab ich nur Positives über Sie gehört.“ Ted erwiderte das Lächeln nur schwach. Und dann musste er die Zauber, die er vorhin schon vollbracht hatte, noch einmal wiederholen.
Doch sie kamen nicht weit – drei Flüche zur Verteidigung, dann flog die Tür mit einem lauten Krachen auf und ein Auror stürzte herein.
„Harry!“, rief Stefan Snigelus aufgeregt, als er seinen Vorgesetzten erblickte. „Harry, Sie müssen sofort aufbrechen! Gerade hat Stevens ein Haus voller Todesser gefunden!“
„Ein ganzes Haus?“, fragte Harry ungläubig.
„Ja! Wir wissen nicht genau wie viele, aber wenige sind es nicht! Alle anderen Auroren sind sofort aufgebrochen!“
Harry wollte schon losrennen, da kam ihm eine Idee.
„Sind die Schüler noch hier?“
„Ja – aber wieso?“
„Dann hol sie alle, Stefan, und nimm sie mit! Denn wenn nur wir Auroren dort aufkreuzen weiß ich nicht, wie es ausgehen wird.“ Snigelus verharrte kurz, doch er traute sich nicht sich Harry zu widersetzen und verschwand mit wehendem Umhang. Durch die offene Tür konnte Harry Robert sehen, anscheinend hatte er auf sie gewartet, doch er ignorierte ihn vorerst und wandte sich den anderen Personen im Raum zu.
„Ted, Florian, ihr habt es gehört! Jetzt könnt ihr das gelernte zum ersten Mal in der Praxis anwenden!“ Man sah ihnen ihre Angst an, doch als Harry den Raum verließ, folgten sie ihm.
„Robert, das Gleiche gilt auch für dich!“ Und Harry lief weiter, wartete keine Antwort ab, und sobald er im Atrium angekommen war, sah er auch schon Snigelus dort stehen. Er hatte nur auf sie gewartet, um ihnen zu sagen, wohin sie apparieren sollten, und dann drehte er sich einmal und verschwand.
„Holt eure Zauberstäbe raus“, wies Harry die drei Jungs hinter sich an, „und seid sofort auf der Hut. Wir werden nicht genau vor das Haus apparieren, dann wäre wir das gefundene Fressen, sondern in eine kleine Seitenstraße. Die Malsonstreat.“ Die Jungs nickten und Harry verließ sich darauf, dass sie auch dort ankamen, denn er drehte sich schon eilig auf der Stelle, verspürte dieses unangenehme Gefühl und schlug seine Augen dann hinter ein paar Büschen der Malsonstreat wieder auf. Hätte er es nicht gewusst, dann hätte er sie nicht gesehen, doch er sah die Auroren überall versteckt. Manche lagen unter Autos, andere hatten sich in Gärten versteckt, ein paar waren auf Bäume geklettert und einer war sogar so kühn gewesen und war auf ein Hausdach geklettert, gut versteckt hinter einem Schornstein.
„Endlich“, wurde Harry begrüßt. Hinter den Büschen lagen noch zwei Auroren auf der Lauer, Ron und Stevens. „Wir dachten schon, du kommst gar nicht mehr, Mann.“
Harry grinste nur schwach zu seinem besten Freund hinĂĽber als Antwort, dann wandte er sich Stevens zu.
„Wir schätzen, dass dort so um die zwanzig Todesser sind. Sie sollen Geiseln haben, also sollten wir vorsichtig sein. Vor einer halben Stunde habe ich gesehen, wie zwei Männer, eingehüllt in die berühmten Umhänge und mit Kapuzen, das Haus eilig betraten. Danach ist nichts mehr geschehen“, ratterte Stevens runter. Harry nickte nachdenklich und starrte auf das Haus, auf das Stevens gewiesen hatte.
„Da haben sie sich ja eine verdammt gute Zeit ausgesucht“, murmelte Harry, „wo doch im Moment so viele Auroren unerreichbar sind durch Urlaub und Außeneinsätze.“ Dann wandte er sich wieder den beiden Männern neben ihm zu. „Wo sind die jüngeren?“
„Dort hinten“, sagte Ron und zeigte hinter sie. „Wir haben sie lieber erst einmal dort gelassen, da sie ganz schön verängstigt sind und bevor sie uns verraten …“ Ron fuchtelte mit den Armen in der Luft herum und Harry nickte, ließ dann seinen Blick wieder über die Straße schweifen. Ein Auror streckte kurz seinen Daumen in die Luft und Stevens erklärte eilig diese Geste.
„Deine beiden und Abatt sind eingetroffen, Harry. Sie sind hinten bei den anderen.“ Okay, sie sind also an der richtigen Stelle angekommen, dachte Harry erleichtert. Dann wühlte er in seinem Umhang und zog seinen Tarnumhang hervor.
„Ich werde mir das ganze mal aus der Nähe ansehen“, meinte er bevor er für menschliche Augen verschwand.
„Der ist verrückt“, hörte Harry Stevens noch hinter sich knurren.
„Das war er schon immer“, antwortete Ron ihm mit einem leisen Glucksen.
Vorsichtig trat Harry aus dem Gebüsch und sah sich um. Man konnte nichts Auffälliges erkennen. Nur standen in manchen Vorgärten Gartenzwerge mit ihren auffälligen roten Mützchen und Harry fluchte leise.
„Muggelgegend!“ Sie mussten vorsichtig sein und durften keinen, für Muggel unerklärlichen, Lärm machen. Dann ging er weiter, mitten über die Straße, und blieb vor dem heruntergekommenem Haus stehen. Das Gartentor lag nur noch in einer Angel und öffnen brauchte man es nicht mehr.
Leise schlich Harry etwas um das Haus herum, bis er zu einem Fenster kam. Er blickte hinein und sah eine Menge vermummte Gestalten dort auf Stühlen an einem großen und langen Tisch sitzen. Stevens lag mit seiner Schätzung gar nicht mal so falsch.
„Was war denn nun so wichtig?“, hörte Harry einen Todesser genervt durch das gekippte Fenster sagen. „Mensch, Theo, jetzt mach es doch nicht so spannend!“ Ein Todesser – vermutlich Theo – stand auf und ging in dem Raum auf und ab.
„Erst einmal will ich euch sagen, dass das ganze unglaublich klingt. Ich wollte es selber nicht glauben und jetzt klingt das immer noch so … abstrakt. William -“, er wies auf einen anderen verhüllten Mann, „- da ergeht es genauso.“
„Blablabla“, hörte Harry einen Mann in der Nähe des Fensters leise murmeln.
„Ich habe also zuerst von einem Zauberer gehört, der ein Blutsverräter gewesen sein soll, der uns aber bisher unbekannt war“, fuhr Theo ungerührt fort. Er schien sich wichtig zu nehmen. „William schleppte ich unter einem anderen Vorwand mit in das Haus der Blacks. Ihr kennt ihn ja, ihm sind Blutsverräter egal.“ Er und ein paar andere verdrehten genervt die Augen, einige schnaubten sogar abfällig. „Und in diesen Zeiten ist es auch nicht ganz ungefährlich, alleine hinauszugehen. Yaxley also war vor ziemlich vielen Jahren ja so lieb gewesen und hat uns das Geheimnis des Hauses verraten und ein paar vor uns waren ja auch schon da, so wussten wir also, wie wir hineinkamen und wie wir die Flüche umgehen konnten.“
„Komm endlich zum Punkt!“, knurrte der Zauberer in der Nähe des Fensters mit verschränkten Armen. „Es ist, wie du schon gesagt hast, gefährlich für uns, besonders mit so vielen hier herumzuhocken, vielleicht stehen die Auroren schon draußen Schlange!“ Harry musste sich ein leises Lachen verkneifen. Wie recht er doch hatte …
„Dann kannst du ja gehen, wenn du dir sonst in die Hosen machst“, knurrte Theo den Mann an. Keiner rührte sich, sie bewarfen sich nur mit tödlichen Blicken.
„Erzähl weiter, Theo“, warf ein anderer genervt ein.
„Ja.“ Theo sammelte sich kurz, dann schritt er weiter auf und ab. „Wir liefe also schnurstracks in den berühmten Salon der Blacks mit dem großen Wandteppich. Erst da habe ich Will aufgeklärt und mich dann sofort auf die Suche nach dem Namen gemacht. Und jetzt kommt’s …“ Theo sah alle Todesser der Reihe nach an, holte tief Luft und setzte wieder zum Reden an, doch er wurde unterbrochen, als ein kleiner Mann in das Zimmer stürzte.
„Draußen – Auroren“, keuchte er und sank schwer atmend an der Wand hinunter. Sofort brach Unruhe aus, die Todesser sprangen auf und Theo starrte den kleinen Mann ungläubig an.
„Mist!“, fluchte Harry, er hätte so gerne erfahren, was denn nun dort war, in seinem Haus, doch er hätte besser kein Geräusch von sich geben sollen – zwei Todesser hatten ihn gehört, rissen das Fenster auf und schossen wahllos Flüche los.
„Stupor!“, flüsterte Harry unter seinem Umhang, er wollte seinen Aufenthaltsort nicht verraten, und setzte die beiden locker außer Gefecht. Aus den Augenwinkeln sah er, wie seine Kollegen ihre Deckung aufgegeben hatten und sich nun rasch dem Haus näherten, es so schnell wie möglich von allen Seiten umstellten. Zwischendurch erblickte er auch immer wieder einen Schüler, der entschlossen mit den fertig ausgebildeten Auroren mithielt.
Harry rannte wieder zur vorderen Front und sah gerade noch, wie die Haustür aufflog und die Todesser, die eben noch diesem dummen Fluchtversuch unternommen hatten, erstarrten, warum wirklich überrascht, und dieser Moment wurde genutzt. Flüche flogen auf sie zu und es war zu spät zum wehren. Geschockt klappten sie zusammen und die ersten Auroren stürmten das Haus.
Harry sah Ron in der einen Ecke knien, halbwegs geschĂĽtzt durch eine kleine Mauer und er rannte zu ihm und riss sich den Tarnumhang vom Leib.
„Merlin, Harry, zum Glück geht’s dir gut!“, rief Ron erleichtert, als er Harry erblickte. „Ich weiß nicht, was Ginny gesagt hätte -“
„Was ist mit ihm?“, fuhr Harry dazwischen und deutete auf den Jungen zu Harrys Füßen.
„Muggel“, sagte Ron mit düsterer Miene. „Hat einen von den Schockern abbekommen, die abgelenkt wurde. Die kamen ja aus einem Fenster dahinten.“
„Eigentlich sollten sie mich treffen“, murmelte Harry und beugte sich über den Kleinen. Er konnte nicht viel älter sein als sieben oder acht Jahre.
„Pass auf ihn auf“, sagte Harry dann. „Erst die Todesser, dann kümmern wir uns um ihn und die anderen Muggel.“
„Okay, aber -“, aber Harry war schon losgerannt in das Haus hinein, um wenigstens noch einen Todesser erledigen zu können. Es war merkwürdig still hier.
Harry sah sich um. Er erblickte niemanden, nicht einmal einen Verletzten oder Geschockten. Vorsichtig ging er zu einer TĂĽr, lauschte kurz, und riss sie dann auf, den Zauberstab im Anschlag.
„Lass ihn sinken“, hörte er eine Stimme aus der Ecke schnurren, „das Ding kann Augen ausstechen.“ Da stand er, Theo, lehnte lässig an der Wand und starrte ihn rotzfrech an. Aber so dumm war Harry nicht, seinen Zauberstab hielt er weiterhin bereit.
„Na, du bist ja toll“, schnaubte er dem gleichaltrigen Todesser an, „lässt deine Kumpels einfach so im Stich und verkriechst dich in eine Ecke.“
„Ich habe mich nicht verkrochen, Potter“, antwortete Theo stirnrunzelnd. „Ich habe auf dich gewartet.“
„So?“
„Ja. Ich weiß etwas, dass du nicht weißt. Also überlege gut, was du als nächstes tust.“
Harry starrte ihn an. Er wusste, dass es um das ging, was Theo vorhin hatte nicht sagen können.
„Ja, da ist der Potter aber neugierig, was?“, höhnte Theo. Er war wie ausgewechselt. In der Schule noch war er zurückhaltend gewesen, man hatte ihn leicht übersehen können, doch hier, jetzt, spielte er den Großkotz und sah sich wahrscheinlich in einer Anführerrolle. „Vielleicht bin ich ja so nett und sage es dir …“
„Glaube ich kaum“, unterbrach Harry. „Sonst hättest du vorhin es nicht so spannend gemacht und so viele geholt.“ Und ohne Theo noch Zeit zum einatmen zu geben, hatte er ihn auch schon geschockt. Er ließ ihn liegen und betrat wieder die große, dunkle Eingangshalle. Eine Tür ihm gegenüber ging auf und Stevens trat mit Snigelus und einigen anderen Auroren heraus.
„Harry! Merlin, da bist du ja! Wir haben uns schon Sorgen gemacht!“, rief Stevens auch gleich, als er seinen Chef erblickte.
„Du weißt doch, ich kann auf mich aufpassen“, lächelte Harry und trat auf sie zu. Sein Blick schweifte über die Auroren.
„Ich denke, wir haben alle erwischt“, sagte Stevens auch sofort. Manchmal kam es Harry echt so vor, als könnte er Gedanken lesen. „Und den meisten von uns geht es gut. Ein paar kleine Schnittwunden, ein paar wurden geschockt, doch das kann man ja schnell aufheben.“
„Oh nein, wir haben nicht alle erwischt“, brummte Snigelus neben ihm mit düsterer Miene. „Einer ist entkommen.“ Harry sah ihn lange an.
„Weißt du, wer es war?“
„Nein. Niemand kannte ihn, ist vielleicht jemand, der sich ihnen erst vor kurzem angeschlossen hatte.“
„Okay“, nichte Harry. „Daran können wir jetzt auch nichts mehr ändern. Sind -?“
„Ja“, sagte Stevens sofort. „Alle gefesselt und geknebelt, bereit, um nach Askaban transportiert zu werden.“
„Und die Verletzten von unserer Seite?“
„Überschaubar. Bis auf Hendry alles Schüler, aber überschaubar. Sie stehen dort hinten.“ Harry blickte auf die gewiesene Ecke und sah dort auch Robert stehen mit vier anderen. Schnell ging Harry zu ihm.
„Das habt ihr gut gemacht“, meinte Harry zu ihnen und besah sich ihre Wunden genauer. Meistens waren es nur Schnittwunden, nicht tief, oder Blutergüsse, nur bei Robert lief noch immer etwas Blut aus dem Arm.
„Herrje“, meinte Harry. „Das sollten wir versorgen.“ Er sah sich nach Stevens um, der auch sofort erschien.
„Sam, sorg bitte dafür, dass die Todesser nach Askaban kommen und sag den anderen Bescheid, dass sie ins Ministerium zurückkehren sollen.“ Er warf einen Blick auf seine Uhr. „Oder auch nicht. Es ist schon spät und die Schüler können nach Hause.“ Stevens nickte und verschwand dann eilig. Harry blickte die Jungs und das Mädchen vor ihm an. „Ihr könnt jetzt gehen. Lasst euch gut versorgen!“ Die nickten und lächelten ihm zu, dann verließen sie eilig das Haus und verschwanden.
„Robert?“
„Ja?“ Robert blieb stehen, er hatte ebenfalls vorgehabt zu gehen.
„Du lebst doch alleine, oder?“
„Ähm – ja.“
„Dann komm noch mal mit zurück ins Ministerium! Victoria ist unersetzlich beim Versorgen von Wunden!“
Robert zögerte kurz, aber dann nickte er. „Okay.“
So langsam leerte sich der Raum und Harry sah Ted, der strahlend auf ihn zulief.
„Ob du’s mir glaubst oder nicht, Harry – ich habe zwei Todesser geschockt!“
„Das hast du klasse gemacht“, grinste Harry. „Und jetzt kommt, ich will weg hier. Näheres kannst du ja heute Abend erzählen.“ Zusammen traten sie hinaus, dann packte Harry jeweils einen Arm der beiden und apparierte mit ihnen ins Ministerium.
In der Aurorenabteilung, die momentan merkwĂĽrdig still war (sonst war hier immer etwas los, Auroren waren normalerweise immer auf Achse), lief ihnen auch schon Victoria entgegen.
„Vic“, sagte Harry und deutete auf Roberts Arm, „könntest du -“
„Klar“, antwortete sie ohne zu zögern, schnappte sich Robert und zog ihn in den kleinen Raum, der als Krankenstation diente. Harry folgte ihnen noch kurz, um Robert etwas zu sagen.
„Still sitzen“, hörte er Victoria energisch sagen. „Wird gleich ein wenig brennen, aber danach geht’s besser.“
„Rob?“
„Mh?“ Robert sah ihn mit zusammengebissenen Zähnen an.
„Ich und Ted müssen noch mal kurz zu Kingsley und danach wartet Ginny auf uns. Ist das okay?“
„Klar.“
„Gut. Dann kannst du auch verschwinden, wenn Victoria mit die fertig ist.“ Er wandte sich zum gehen, blieb aber noch kurz unbemerkt in der Tür stehen. Es war einfach zu niedlich, was sich jetzt noch abspielte.
„So, jetzt brennt’s“, sagte Victoria vorsichtig und träufelte ein paar Tropfen einer Flüssigkeit auf die Wunde. Robert zog scharf die Luft ein.
„Brennen? Das ist mehr als nur ein Brennen!“
„ja, aber schon wieder vorbei“, lachte sie und stellte die Flüssigkeit wieder zurück. Mit großen Augen beobachtete Robert seine Wunde, die sich in sekundenschnelle wieder verschloss, bis nur noch eine feine Narbe übrig war.
„Wow. Ein Wundermittel!“
„Ja“, lachte Vic wieder und half Rob sein Hemd wieder anzuziehen. Dann setzte sie sich neben ihn auf das kleine Sofa.
„Geht’s besser?“
„Ja, viel besser. Danke!“ Robert schenkte ihr ein süßes Lächeln, dass Victoria schon wieder zum Lachen brachte.
„Kann – kann ich dich dafür zum Essen einladen?“, murmelte Robert nervös nach einer kurzen Pause.
„Jaah!“, hauchte Victoria strahlend.
„Dann – heute Abend?“
Wieder nickte Victoria strahlend und Robert seufzte erleichtert. Mit einem leisen Lachen verzog sich Harry.
„Was ist denn los?“, fragte Ted unwissend, als Harry zu ihm trat.
„Nichts“, sagte Harry nur und steuerte grinsend die Fahrstühle an. „Komm, sonst ist Kingsley schon zu Hause.“
„Jaja“, murmelte Ted und folgte ihm.

Vor Kingsleys Büro machten sie halt. Freya, Kingsleys Sekretärin, und der Minister höchstpersönlich standen davor und redeten noch kurz.
„Harry!“, rief Kingsley dann, als er die beiden bemerkte. „Glück gehabt, ich wollte gerade Feierabend machen.“
„Ist auch nur ganz kurz“, sagte Harry und warf einen leicht nervösen Blick zu Ted. Kingsley verstand.
„Dann komm kurz rein“, seufzte er und trat mit ihm in sein Büro. Als die Tür ins Schloss fiel, fragte er: „Was gibt’s?“
„Umbridge“, grummelte Harry. „Sie -“
„Wer?“ Kingsleys Umhang, der eben noch locker über seiner Schulter hing, fiel zu Boden.
„Umbridge. Dolores Jane Umbridge.“
„Was …?“
„Sie arbeitet jetzt beim Tagespropheten für die Klatschseite.“
„Wie die Kimmkorn?“, grummelte Kingsley und hob seinen Umhang auf.
„Vermute ich“, meinte Harry und sah Kingsley in die Augen. „Aber was ich eigentlich wollte – sie wollen da jetzt eine neue Reihe starten und dort die Schüler des Aurorenbüros vorstellen …“
„Und du bist nicht einverstanden mit dem Inhalt“, stellte Kingsley fest.
„Nein.“
„Na schön!“ Kingsley seufzte. „Ich werde mich drum kümmern. Allerdings ist es für den Abendprophet bereits zu spät. Um diese Uhrzeit wird er normalerweise schon gedruckt.“
„Hab ich mir schon gedacht.“ Jetzt seufzte Harry. „Aber danke.“
„Ich versuch’s für morgen.“
„Danke.“ Dann verließen die beiden das Büro, Harry nickte Freya noch kurz zu und dann ging er mit Ted wieder Richtung Atrium, Ginny wartete bestimmt schon ungeduldig mit der Pizza auf sie.


Ich hoffe auf Kommis ;)


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