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Fanfiction

Harry Potter und der Wahn der Nachfahren - Golfbälle

von Minimuffin

Hallo!
Sorry, hat echt lange gedauert =(
Re-Kommis gibt es ab jetzt in meinem Thread, da es sonst doch etwas viel wurde fĂĽr hier.
Ich freue mich aber auf neue Kommis^^
So. Das erste Chap, das meine Freundin Beta-gelesen hat. Danke nochmal, Kaddel^^
Das Chap widme ich auch ihr.
So, lange Rede, kurzer Sinn. Der zweite Teil des Kapitels. Viel SpaĂź!
<3 Muffi



Als sie die Große Halle betraten, entdeckte James sofort seinen Bruder und Rose. Sie saßen, schweigend, am Ende des langen Tisches und stocherten in ihrem Essen herum. Gute Laune vortäuschend ließ er sich neben sie plumpsen und griff nach den Kartoffeln.
„Warum macht ihr denn so miese Gesichter?“ Albus warf ihm nur einen Blick zu, der James den Löffel mit den Kartoffeln drauf aus der Hand fallen ließ.
„Diese Schlampe! – Sie hat doch nicht schon wieder …?“
„Nur fast“, grummelte Albus und wandte sich wieder seinem zerhackten Gemüse zu.
„Hab ich das gerade richtig verstanden?“, murmelte Terence. Er, Lennis und Paul hatten sich ihnen gegenüber niedergelassen. „Bella hat wieder -?“ Rose nickte düster zur Antwort.
„Da hinten sitzt sie!“, rief er und wollte schon aufspringen, aber Lennis hielt ihn zurück.
„Bleib sitzen!“, wies er ihn an und nickte zum Lehrertisch hinüber. Terence grummelte etwas Unverständliches zur Antwort.
„Wir gehen nachher zu ihr“, sagte James leise zu seinem besten Freund. „Und dann werden wir ja sehen, wie lustig sie dann noch ist.“
„James!“, rief Rose erschrocken aus. „Das – das könnt ihr doch nicht machen! Ihr habt damit gar nichts zu tun!“
„Ach, nein?“, erwiderte James leicht spöttisch. „Bella greift euch nur an, weil sie ein Problem mit mir hat, Rose! Und was glaubst du eigentlich, wie das die letzten beiden Jahre abgelaufen ist? Da war es nicht viel anders, nur war sie damals noch nicht so feige und vergriff sich immer nur an Gleichaltrigen!“ Verzweifelt sah Rose zu Albus. Ihnen beiden ging das gehörig gegen den Strich, sie hielten nichts von Kämpfen untereinander.
„James“, sagte Albus gefährlich leise. „Wenn ich auch nur Wind davon bekommen sollte, dass du Bella oder irgendwen anders grundlos angreifst – ich schwöre dir, dann schreibe ich Mum und Dad!“
„Das wagst du nicht!“, rief James entsetzt mit offenem Mund. „Albus – das ist nicht grundlos!“
„Du hast damit wirklich nichts zu tun. Sie hat nicht dich, sondern mich und Rose angegriffen.“
„Ja!“, ergänzte Rose eifrig. „Wenn du uns jetzt beschützen willst, dann wird Bella merken, dass wir ihr nichts entgegensetzen können! Und dann wird sie uns noch öfters angreifen!“ Hilflos sah James zu seinen Freunden hinüber, die jedoch auch nur mit den Schultern zuckten. Die beiden Kleinen hatten Recht.
„Aber wer sagt denn“, meinte Lennis plötzlich, „dass wir euch nicht Undercover helfen können?“ Seine Augen funkelten.
„Wie meinst du das?“, fragte Albus misstrauisch.
„Wir helfen euch zu planen“, erklärte Terence. Er hatte verstanden. „Euch ist ja hoffentlich klar, dass ihr ihr nicht im Duell gegenübertreten könnt? Da müssen Streiche her!“ James grinste begeistert.
„Ja! Das ist klasse! – Al, Rose?“
„Jaah“, sagte Rose gedehnt.
„Könnte schon passen“, meinte Albus nachdenklich.
„Super!“ Terence klatschte in die Hände. „Dann werden wir gleich damit anfangen und uns was Hübsches für unsere liebe Bella ausdenken!“
„Erst haben wir noch Verwandlung, Ter. Ich glaube kaum, dass du da Zeit haben wirst, ebenso wenig wie in Muggelkunde“, holte Lennis ihn auf den Boden der Tatsachen zurück.
„Lee“, stöhnte Terence gequält und versenkte seinen Kopf in die Hände.
In Verwandlung dann hatte wirklich keiner von ihnen Zeit. Nicht einmal James schaffte es, einen einzigen Gedanken an seine Racheaktion zu verschwenden.
„Wir werden heute Animagi durchnehmen“, rief Professor McGonagall in den Raum, kaum war sie durch die Tür. „Bücher zulassen! Wer kann mir etwas über sie erzählen?“
Einige Hände fuhren sofort in die Höhe.
„Mr Potter?“ McGonagall ignorierte alle, die sich meldeten und fixierte James über den Rand ihrer Brille hinweg. „Können Sie uns etwas über Animagi erzählen?“
„Äh …“ James setzte sich unter dem strengen Blick seiner Lehrerin gerader hin. „Also … Ich – ich weiß nicht viel … Nur, dass das Menschen sind, die sich in Tiere verwandeln können …“
„Wie tun sie dies? Vielsafttrank?“
„Kann schon sein …“
„Ja, Miss Back?“, seufzte die Professorin und wandte sich Verena zu.
„Animagi sind Hexen oder Zauberer, die mithilfe von höherer Magie sich willentlich in eine bestimmte Tiergestalt verwandeln können. Allerdings können sie nicht selber entscheiden, welche Gestalt sie annehmen werden, sondern sie bezieht sich auf den Charakter des jeweiligen Magiers“, ratterte sie hinunter.
„Perfekt. Fünf Punkte für Gryffindor!
Hinzufügen kann ich nichts mehr, es wurde alles gesagt. Im Übrigen ist es unmöglich, sich mithilfe von Vielsafttrank in ein Tier zu verwandeln und es ist erst recht nicht empfehlenswert.“ Ihr strenger Blick flog zu James, der leicht rot anlief. „Momentan gibt es acht registrierte Animagi in Großbritannien. Soweit alles verstanden?“
„Professor!“, rief Terence und schnippte mit den Fingern, „kennen Sie einen der registrierten Animagi? Und kennen sie auch Unregistrierte?“ McGonagall sah Terence mit undeutbarer Miene an, dann verschwammen ihre Konturen und eine Katze kam zum Vorschein. Verschiedene „Wow“-Rufe wurden hörbar und von Terence kam ein deutliches „Meine Fresse!“.
Professor McGonagall verwandelte sich geschwind wieder zurĂĽck in ihre menschliche Gestalt und wandte sich an ihre SchĂĽler.
„Mr Swallow, bitte achten Sie auf ihre Ausdrucksweise, sonst muss ich Ihnen noch Hauspunkte abziehen!“ Die hämischen Blicke der Slytherins wurden ignoriert und Lennis meldete sich.
„Professor? Warum muss man sich als Animagus registrieren lassen?“
„Da dies eine äußerst schwierige Verwandlung ist. Höchste Magie ist vonnöten, um den ‚Zauber’ richtig auszuführen und unverletzt zu überstehen. Zauberstäbe raus, aufstehen“, bellte sie dann überraschend und die Schüler gehorchten ihr perplex. Mit einem Schlenker ihres Zauberstabes flogen die Tische an die Wand. „Ihr werdet euch nun zu zweit zusammentun, jeder von euch bekommt eine Spinne. Ihr werdet zusammen versuchen, sie in ein anderes Tier zu verwandeln – und zwar in das, was euch am ähnlichsten ist, was also euer Animagus sein könnte. Überlegt, ob es bei euch das gleiche sein könnte oder entscheidet euch für eines! Und jetzt fangt an!“ Zu zweit verteilten sie sich jeweils im Raum und dann flogen auch schon die Spinnen zu ihnen herüber. Mädchen schrien auf und auch Terence zuckte zurück.
„Swallow hat Angst vor Spinnen?“, höhnte eine verhasste Stimme hinter James.
Bella.
Wer sonst?

„Wann willst du uns endlich einweihen, James?“, murrte Terence auf dem Weg in die Große Halle zum Abendessen.
„Wenn Zeit dafür ist.“
„Und wann ist deiner Meinung nach Zeit dafür?“
„Bestimmt nicht jetzt“, sagte James und deutete vielsagend nach oben. Peeves schwebte knapp unter der Decke der Eingangshalle. Sein bester Freund knirschte mit den Zähnen und er musste unwillkürlich grinsen.
„Ach, komm schon! Das wird toll!“
„Jaja.“ Sie setzten sich und schaufelten ihre Teller mit Essen voll. „Dann wenigstens im Gemeinschaftsraum oder Schlafsaal?“, fragte Terence hoffnungsvoll.
„Vergiss es. Ich hab heute noch Training und danach muss ich Hausaufgaben machen!“
„Quidditch!“, schnaubte Terence abfällig.
„Hey! Ich dachte, du magst Quidditch?“
„Bis eben ja.“
„Wollt ihr echt bei dem Wetter trainieren?“, fragte Lennis um vom Thema abzulenken und starrte an die Decke der Großen Halle. James sah ebenfalls hinauf.
„Ja, klar. Sonst verlieren wir noch, wir sind doch noch völlig außer Form!“
„Das nächste Spiel ist erst in eineinhalb Monaten“, meinte Paul stirnrunzelnd.
„Danke für eure Unterstützung.“
Schweigend aĂźen sie weiter, James grinsend, weil er an seine Rache dachte, Terence knurrend, weil James ihm etwas nicht anvertraute und Lennis und Paul kopfschĂĽttelnd, da sie ihren Freund morgen schon krank im Bett liegend sahen.
Weiter hinten am Tisch standen drei Personen auf, alles Siebtklässler, und gingen den Tisch entlang. Zwischendurch erhoben sich noch drei andere und schlossen sich ihnen an, dann stand auch James auf.
„Halt dich auf’m Besen“, sagte Terence wie immer und aß seelenruhig weiter.
„Ich versuch’s“ und James folgte eilig seinem Team hinaus.

„Heute werden wir klein anfangen“, sagte Hendrik Jacobs, der Quidditchkapitän Gryffindors. „Die Jäger, Angie, Isabelle und Veronica, werden sich ein paar Bälle zuspielen und wenn ihr dann aufgewärmt seid, werdet ihr versuchen ein paar Tore zu schießen. Tom, Lucas, ihr nehmt euch diese Muggelgolfbälle und du, James, versuchst sie zu fangen. So werden gleichzeitig Treffsicherheit der Treiber und Reflexe des Suchers trainiert.“ Schon schritt Hendrik zu der kleinen Kammer und holte die Kiste mit den Quidditchbällen und noch einen Beutel mit Golfbällen hervor. Als er sich umdrehte, blickte er sein Team verdutzt an. „Worauf wartet ihr noch? Na los, auf, auf! Schwingt eure faulen Hinterteile auf die Besen!“
Murrend gehorchten sie ihm. Einzelne Regentropfen fielen zur Erde.
„Hendrik“, setzte Angie an, doch ihr wurde das Wort abgeschnitten.
„Nein, wir werden das Training nicht unterbrechen! Na los!“ Er warf den Quaffel den Mädchen zu und reichte Tom den Beutel. Dann schwang er sich selbst auf seinen Sauberwisch elf und flitzte zu den Toren.
„Ich warte!“, rief er laut über das Feld und augenverdrehend flogen die Mädchen näher heran.
„Er ist ja eigentlich ganz nett“, hörte James Angie zu Isabelle sagen, „aber auf dem Feld ist er ein echtes Arschloch.“
James verkniff sich das Grinsen und richtete seine Aufmerksamkeit auf die beiden Fünftklässler vor ihm mit den gefährlichen Hölzern in den Händen.
„Na los!“, rief er neckend. Sie ließen es sich nicht zweimal sagen und schlugen mit atemberaubender Geschwindigkeit die Bälle durch die Luft. James hechtete quer über das Feld, doch trotzdem bekam er Bälle ab und sie waren hart, oder er schaffte es nicht, sie rechtzeitig einzufangen.
„Was soll das denn?“, schrie Hendrik, als er zu ihnen hinübersah. „Das ist ein Training und kein Spaßpark! Schlagt die Bälle so, dass James auch wirklich trainiert wird!“
„Aber das wird er doch“, meinte Lucas unschuldig. „So wird er schneller sein als jeder andere Sucher.“ Hendrik schnaubte noch einmal kurz, dann wandte er sich wieder ab.
„Komm, machen wir einfach weiter“, sagte Lucas zu Tom gelassen und feuerte die nächsten Bälle ab.
Man hatte es kommen sehen. Ein kleiner Golfball flog nur ein paar Zentimeter zu weit an James vorbei. Der machte sich so lang wie möglich, um ihn noch zu erwischen, doch er verlor das Gleichgewicht. Als er auf dem Boden aufschlug, verlor er das Bewusstsein.

„Jamsie“, hörte er eine belustigte Stimme. James spürte einen leichten Luftzug vor seinem Gesicht. „Jamsie! Aufwachen!“
Nein, er wollte nicht aufwachen. Erst recht nicht, wenn das wirklich die Person war, die er vermutete …
„Er will nicht“, sagte die Stimme enttäuscht.
„Würde ich auch nicht wollen, wenn ich dich als erstes sehen müsste.“
„Danke.“
Die zweite Stimme kannte er auch …
„Ah, ich hab eine Idee.“ Wieder die erste Stimme. „Früüühstück ist fertig“, hauchte diese Stimme an sein Ohr. James fuhr hoch und schüttelte sich.
„Terence!“
„Ich freue mich auch, dich zu sehen, James.“ Da hockten sie, seine drei besten Freunde, auf Stühlen. James sah sich um. Er war im Krankenflügel in einem der Betten. Draußen schien die Sonne gerade aufzugehen.
Moment … aufzugehen?
„Wie spät ist es?“, rief er aufgeregt.
„Sieben Uhr morgens. Du hast die ganze Nacht durchgepennt.“
„Dann ist heute …“ James dachte nach. „Samstag?“
„Richtig. Heute ist der erste Hogsmeadausflug.“
„Oh.“ Paul klopfte dem betrübten James auf die Schulter.
„Wir kriegen Madam Pomfrey schon rum, dass du heute hier raus darfst.“
„Jaah, auf jeden Fall“, stimme Terence zu.
„Aber nicht zu lange, du hast noch Unmengen an Hausaufgaben“, erinnerte Lennis ihn grinsend. James warf ihm einen tödlichen Blick zu.
„Danke. Aufmunternd.“
„Ah, und du hast noch eine Rache ausstehend“, munterte Terence seinen Freund auf.
„Jaah. Stimmt“, grinste James. Er schwang die Beine aus dem Bett, überraschenderweise hatte er noch seine normalen Sachen von gestern an. Nur sauber. „Kommt!“
„Das kommt nicht in die Tüte, Mr Potter!“, rief eine energische Stimme vom anderen Ende des Raumes. Madam Pomfrey wackelte aus ihrem Büro. „Sie sind wirklich genauso wie Ihr Vater und Ihr Großvater!“ Unsanft drückte sie ihn in die Kissen zurück. „Erst untersuche ich Sie noch, dann sehen wir weiter!“
Terence, Lennis und Paul grinsten und traten ein bisschen zur Seite, sodass die Krankenschwester freie Hand hatte. Der tödliche Blick von James machte ihr Grinsen nur noch breiter.
„Tut es Ihnen noch irgendwo weh, Mr Potter?“, wollte Madam Pomfrey wissen.
„Nein.“
„Es drückt nirgends und es zieht nirgends?“
„Nein.“
„Ihnen ist nicht schlecht?“
„Nein.“
„Und auch sonst fühlen Sie sich wohlauf?“
„Ja.“
Madam Pomfrey kniff die Augen zusammen, schwang ihren Zauberstab und murmelte einige Worte. Dann öffnete sie sie wieder, starrte ihren Zauberstab an und wartete. Terence wollte gerade einen Kommentar loslassen, als hellblaue Fäden aus der Spitze des Stabes schossen und Worte in einer fremden Sprache bildeten.
„Latein“, murmelte Lennis erklärend.
Homo sanus est.
„Sie sind gesund, Mr Potter“, meinte Madam Pomfrey erklärend. Dann wackelte sie zurück in ihr Büro und schlug die Tür hinter sich zu.
„Komm!“, rief Terence und zog James aus dem Bett. „Jetzt gehen wir frühstücken und dann nach Hogsmead!“
„Nein.“
„Häh? Wieso nicht?“
„Erst muss ich noch was vorbereiten.“
„Ach!“ Terence grinste bis über beide Ohren. „Oho!“
„Jaah, genau.“
„Na, dann lass es uns mal erledigen.“
„Nee, nee“, grinste James und trat zur Tür. „Ihr werdet jetzt schön zur Großen Halle gehen und dort auf mich warten. Wird nicht lange dauern.“
„James!“, rief Terence ärgerlich.
„Lass ihn“, beschwichtigte Lennis. „Komm einfach, wir werden es schon erfahren!“ Mit einem bitterbösen Blick von Terence gingen sie hinaus. James wartete noch kurz, um ihnen einen großzügigen Vorsprung zu gewähren, dann trat er selber hinaus und machte sich auf zu den Mädchentoiletten im ersten Stock.
„Myrte?“ Vorsichtig trat James ein uns sah sich um. „Myrte? Bist du hier?“
„W-w-was w-w-willst d-d-duuu?“, schniefte ein hohes Stimmchen au seiner Kloschüssel. James trat vorsichtig näher, immer darauf gefasst, dass sie auftauchte.
„Myrte … Ich wollte dich fragen, ob wir uns zusammen einen Spaß machen wollen. Weißt du, ich hab mit Peeves noch eine Rechnung offen …“
„P-p-peeeeeeves?“, schniefte sie noch einmal und ihr Kopf tauchte auf. „Wirklich? Und das ist nichts gegen mich?“
„Ja.“
„Dann …“ Myrte schien zu überlegen. „Dann erzähl mir erst einmal, worüber es gehen soll.“
James grinste. Myrte hing am Hacken und er wusste, dass sie nicht mehr loslassen wĂĽrde.

Kurz darauf betrat James die GroĂźe Halle mit einem breiten Grinsen.
„Scheint ja alles gut gelaufen zu sein“, knurrte Terence.
„Jaah, das ist es.“
„Und wann erfahren wir was?“
„Gleich nach dem Frühstück kommt ihr mit.“
„Siehst du, Ter“, meinte Lennis aufmunternd, „du wirst doch nicht ganz ausgeschlossen.“
„Hmpf.“
Schweigend aßen sie. James war vollkommen mit seinen Gedanken beschäftigt, ob er auch an alles gedacht hatte, Terence grummelte immer noch vor sich hin und Lennis und Paul warfen sich grinsende Blicke zu. Als die Große Halle sich dann langsam zu füllen begann, erhob sich James.
„Kommt ihr? Es wird Zeit.“
Sofort erhoben sich die drei und folgten ihrem Freund hinaus in die Eingangshalle.
„Paul?“, wandte sich James an den jüngsten.
„Ja?“
„Hast du Lust, Peeves suchen zu gehen?“
„Ähm …“ Paul starrte ihn zweifelnd an.
„Du musst ihm nur sagen, dass er seinen Spaß haben könnte bei Myrte, denn die sitzt wieder heulend im Klo im ersten Stock und hat eine Überschwemmung verursacht.“
„Okay.“ Paul atmete erleichtert auf, weiß Merlin, mit was er gerechnet hatte, dann winkte er kurz und verschwand die Marmortreppe hinauf.
„Wir müssen uns beeilen“, sprach James und wackelte die Treppe hinauf. „Wir müssen schneller als Peeves sein.“
„Was haben wir vor?“, rief Terence und eilte ihm hinterher.
Doch da waren sie schon bei den Toiletten angekommen und schnell traten sie ein. Es war tatsächlich überschwemmt.
„Perfekt, Myrte!“, rief James mit leuchtenden Augen.
„Oh, Danke“, kicherte Myrte. Sie hockte oben auf einer Fensterbank und lächelte zu ihnen hinunter.
„Du heulst ja gar nicht“, staunte Terence.
„Weil sie ja eingeweiht ist“, erwiderte James augenverdrehend. „Also, hört zu! Wir verstecken uns. Und wenn Peeves reinkommt, dann fesseln wir ihn erst einmal, okay? Und Lee, kannst du dafür sorgen, dass er sich nicht unsichtbar machen und nicht verschwinden kann auf Geisterart?“
„Klar“, meinte Lennis erstaunt.
„Ich kooooommeeeee!“, hörten sie draußen eine Stimme. Peeves.
„Schnell!“, zischte James und rannte hinter ein Waschbecken. „Versteckt euch!“
Die TĂĽr flog auf und Peeves wackelte herein. Myrte setzte sofort mit Schluchzern ein und spielte ihre Rolle echt gut.
„Ooooh, die arme, kleine, pickelige Myrte hat wieder was abgekriegt?“, höhnte Peeves und schwebte langsam auf den Geist zu. „Was ist denn pas-“ Er bemerkte nicht, wie James seinen beiden Freundin zunickte. Er hörte nur ihre lauten Stimmen, die die Zaubersprüche riefen, und sah die Seile und Flüche auf sich zukommen. Wie ein Stein erstarrte er und fiel auf den Boden. Nur seine Augen zuckten noch hektisch hin und her.
James trat nahe an ihn heran und grinste hämisch. „Rache ist süß, Peevsie. Das müsstest du eigentlich wissen.“
„Hier“, rief Myrte lachend und deutete in eine Ecke. James trat schnell dahin. „Oh, Myrte, das ist perfekt!“, rief er entzückt.
„Was ist perfekt?“, fragte Terence grinsend und trat näher. Dann brach er in schallendes Gelächter aus. „Oh, James, das ist echt genial!“
Auch Lennis trat nun neugierig näher und konnte sein Lachen nicht zurückhalten. Dort, in einer der Kabinen, schwebten ein rosa Rüschenkleid und ein Schminkkasten.
„James, du hast doch nicht etwa vor …?“
„Doch, genau. Peeves ist fällig!“ James schnappte sich die Sachen und trat an Peeves heran, der immer noch bewegungsunfähig auf dem Boden lag.
„Mmmmmmmmh!“, machte der entsetzt.
„Ich sag doch, Rache ist süß“, lachte James und zog ihm mit einem Schlenker seines Zauberstabes das Kleid an. Es saß perfekt. Mit einem weiteren Schlenker schminkte er den Geist. Wäre er nicht ein Geist gewesen, hätte es vielleicht noch gut ausgesehen – doch so war es einfach nur lächerlich.
„Echt, wo du diese Ideen herhast“, grinste Terence und lehnte sich auf James Schulter.
„Kommt davon, wenn man eine Schwester hat“, grinste James zurück. Dann holte er aus der Klokabine noch einen Stift und belegte Peeves mit einem Schwebezauber.
„Was hast du damit vor?“, fragte Lennis und deutete auf den Stift.
„Der ist von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze. George hat ihn mir geschenkt. Er geht erst wieder nach zwei Wochen ab, nichts hilft dagegen.“
„Und du willst …?“
„Ja. Peeves bekommt ein paar schöne Tätowierungen für zwei Wochen.“ Lachend machten sich die drei Freunde auf den Weg in die Eingangshalle. Zwischendurch sammelten sie noch Paul ein, der sie mit großen Augen anstarrte.
„Was …?“
„Wirst du gleich sehen“, meinte Terence und deutete grinsend auf James, der sich in die Mitte der Eingangshalle positioniert hatte mit Peeves an seiner Seite.
„Alle mal herhören!“, rief er laut. Sofort wurde aller Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet. Lag wohl an Peeves.
„Bestimmt haben total viele noch eine kleine Rechnung mit unserem Poltergeist offen, oder?“ Viele nickten. „Dann habt ihr jetzt die Möglichkeit für eine kleine Rache! Ich hab hier einen Stift, dessen Farbe in allen möglichen Neonfarben leuchtet und sich erst in zwei Wochen wieder abwaschen lässt. Wer also will Peeves ein zweiwöchiges Tattoo verpassen?“ Große Augen starrten ihn an, Gelächter ertönte und die ersten Schüler stürmten auf ihn zu. Mit leuchtenden Augen drehte James sich zu seinen Freunden um, die ihm mit erhobenem Daumen zulachten.
Es wollten sich so viele auf Peeves verewigen mit ihren Sprüchen … Viele schrieben Sachen wie „Mummy“, auf seinem Hintern stand auch einmal „Kick me HERE“ und einer schrieb auf die Nase „Hab deinen Zinken!“
Aber bald war Peeves voll genug, noch mehr und dann wäre es zu viel geworden. James schnappte sich den Stift, beschwor noch ein paar Seile hervor und ließ ihn von der Decke baumeln. Ein älterer Schüler richtete seinen Zauberstab auf den Poltergeist und schoss einen Zauber auf ihn ab.
„Dauerklebefluch“, rief er lachend zu den fragenden Gesichtern, „damit das Kleid auch schön lange hält!“
James bahnte sich seinen Weg zu seinen Freunden.
„Schau mal dort“, flüsterte Terence und deutete auf die Brüstung. Dort stand Argus Filch, der alte Hausmeister der Schule mit seiner Katze, die er nach seiner verstorbenen benannt hatte: Mrs Norris. Und er hatte ein seltenes Lächeln im Gesicht, sowie er zu Peeves hochstarrte.
„WAS IST DENN HIER LOS?“, rief eine Stimme. Sofort wurde es still in der Halle und alle drehten sich zu Professor McGonagall um, die entsetzt in der Tür zur Großen Halle stand. „Was … Wie … Wer – war – das?!“
„Kommt!“, flüsterte Lennis und zog seine Freunde zur Tür. „Ich glaube, wir sollten langsam nach Hogsmead gehen!“
„Jaah, lass und bloß schnell verschwinden“, murmelte James und sie machten sich unauffällig aus dem Staub. Kaum war die kleine Seitentür neben dem Portal zugefallen, als sie McGonagalls Stimme erzürnt schreien hörten.
„POTTER!“
Die vier sahen sich an, schluckten, und liefen dann schnell den Weg hinunter. Sie blieben auch nicht stehen, als das Portal hinter ihnen aufging, sondern rannten um ihr Leben und blieben bis zum Abend im Dorf. Aber Professor McGonagall vergaß nie, sodass James am späten Abend noch von seinen Hausaufgaben weggeholt wurde und seine Standpauke und Strafarbeit bekam. Mitsamt Brief zu den Eltern.

A/N: Ich hatte bei der kleinen Namenskunde wen vergessen^^
- Professor Filtar: "Filtar" kommt vom englischen "philter" und heiĂźt "Zaubertrank".


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Wer gebeten wird, in einem Harry-Potter-Film mitzumachen, würde niemals ablehnen. Und mir hat die Rolle Spaß gemacht. Bellatrix’ Persönlichkeit ist offenbar ernsthaft gestört. Sie findet es richtig toll, besonders böse zu sein. Wahrscheinlich ist sie in Lord Voldemort verliebt; immerhin hat sie für ihn 14 Jahre im Gefängnis gesessen. Jetzt ist sie wieder draußen und noch fanatischer als je zuvor.
Helena Bonham Carter