
von LasVegas
Willkommen zur ff!
Viel Spaß!
„Komm schon, Evans!“, bat ich zum sicherlich 200. Mal.
„Nein.“, sie saß in der Bibliothek und sie war und ist immer noch der einzige Grund warum ich die Bibliothek auch nur ansehen würde.
„Nur ein Date, ich lad dich auf ein Butterbier ein.“
„Nein.“, sie stand auf, ich ebenfalls. Hab ich schon erwähnt, dass das der einzige Satz ist, den sie überhaupt zu mir sagt? Sagt. Wenn sie mich anschreit wird sie kreativer. Jedenfalls schritt sie gerade zur Zaubertrankabteilung hinüber und ich folgte ihr damit ich sie weiter zuquatschen konnte:
„Was muss ich tun damit du mit mir ausgehst?“
„Nein.“
„Das ist aber keine grammatikalisch passende Antwort.“, grinste ich. Dann schob sie mich tatsächlich zur Seite, indem sie die Hand auf meine Brust drückte. Da hat sie mich noch nie berührt. Fühlt sich gut an. Tja, aber sie tat es natürlich nur damit sie ein Buch aus dem Regal nehmen konnte, an dem ich lehnte.
„Schön für dich.“, HEY! Sie sagt was anderes zu mir als Nein.
„Nein, eigentlich nicht.“, ich folgte ihr also wieder zu ihrem Platz. Ich kann einfach nicht anders: „Was allerdings schön für mich wäre, ist eine positive Antwort auf meine Frage, also… Gehst du mit mir aus?“
„Nein.“
„Das war doch eine negative Antwort.“
„War es nicht. Für mich war sie durchaus positiv.“, sagte sie und grinste, dann schlug sie `Zaubertränke, Gifte und Mixturen` auf. Ich tue beleidigt.
„James?“, fragte eine Stimme. „Hallo Lily.“
„Remus.“, mein Engel, Lily Evans, lächelt. Problem: sie lächelt meinen sehr guten Freund an und nicht mich. Ich kann gar nicht anders, ich muss eifersüchtig zwischen den beiden hin und her gucken. „Wie gehts dir?“
„Ganz gut.“, sagte Remus, dann richtete er sich an mich: „Prongs, ich soll dir von Padfoot sagen, du mögest ihn doch mal aufsuchen.“
„Und wo is er?“, fragte ich.
„Draußen vor der Tür der Bibliothek.“, sagte Remus wie selbstverständlich.
„Er bringts also immer noch nicht über sich, sich seiner Bibliophobie zu stellen, hm?“, grinste ich und Remus nickte.
„Yep.“ Das stimmte natürlich nicht wirklich. Ich meine, dass Padfoot Angst vor Büchern hat schon, aber nicht so chronische wie man bei dem Begriff Bibliophobie annehmen könnte. Moony seufzte. „Bis später, Lily.“
„Ciao, Remus.“, sie blickte wieder ins Buch als wäre ich Luft. Da kann man wohl nichts machen, was? Man nicht, ich schon.
„Ich hol die heut Abend um acht ab. Wir treffen uns im Gemeinschaftsraum.“
„Nein, Potter.“
„War einen Versuch wert.“, ich folgte Remus zur Tür.
„Mensch Prongs, ich dachte schon, du wärst von der Zaubertrankabteilung gefangen genommen worden.“, begrüßte mich Sirius, mein bester Freund, der lässig an der Wand lehnte.
„Es war ganz knapp, aber ich bin entkommen.“, grinste ich.
„Und Evans ist dir entkommen, oder?“
„Na ja… ja, schon. Aber irgendwann, Pad. Selbst wenn ich schon vierzig bin. Irgendwann gibt sie nach.“
„Letztes Jahr nach den ZAGs hat sie dich immerhin nur mit dem Riesenkraken verglichen.“, sagte Sirius und fuhr mit der Hand durch sein Haar. „Letzte Woche meinte sie, sie würde lieber einen Drachen heiraten als dich zu küssen.“
„Danke für die aufmunternden Worte, Pad. Aber die Frau weiß nun mal nicht was gut für sie ist.“
„Ihr beiden habt sie doch nicht mehr alle.“, brummte Remus.
„Ohh! Mr Frauenversteher-Querstrich-Vertrauensschüler hat gesprochen.“, Sirius lachte, ich schmunzelte und Remus verdrehte die Augen.
„Wo isn eigentlich Pete?“, fiel mir plötzlich die Abwesenheit unseres vierten Freundes auf.
„Gemeinschaftsraum und schreibt deinen Zauberkunstaufsatz ab.“, seufzte Sirius.
„Ihr macht Witze.“, vermutete ich natürlich sofort.
„Nein.“, Remus gab Sirius Recht.
„Wie kann man nur zwei Tage nach dem Ende der Weihnachtsferien schon mit den Hausaufgaben hinterher sein? Ich mein, das schaff nicht mal ich.“, lachte ich.
„A propos Hausaufgaben.“, sagte Remus argwöhnisch. „Hast du Zaubertränke fertig?“
„Okay, anscheinend schaff ich es doch.“, stellte ich fest. „Na ja, is ja nur Zaubertränke.“
„Das wird Sluggi gar nicht gerne hören.“, grinste Sirius.
„Und Lily auch nicht.“, fügte Remus hinzu.
Im Gemeinschaftsraum machte ich mich notgedrungen an den Aufsatz für Slughorn, ich arbeitete an einem Tisch mit Peter, der meinen Zauberkunstaufsatz umformulierte, sodass er als sein eigener durchgehen konnte. Sirius und Remus spielten eine Partie Zauberschach.
„Verdammtes Fach!“, fluchte ich und schmiss meinen edlen Adlerfederkiel weg. „Ich brauch ne Pause.“, dann lehnte ich mich genüsslich zurück und ließ den Blick durch den Gemeinschaftsraum gleiten. „Und da kommt sie auch schon!“, mein Blick folgte den eleganten Bewegungen von Lily Evans' Körper, der durchs Portraitloch kletterte und sich unweit von uns in einen der knuffigen Sessel am Kamin setzte. Sofort sprang ich auf.
„Meinste nicht, du hast sie heute schon genug genervt?“, fragte Remus beiläufig und schlug mit seinem Springer einen Läufer von Sirius.
„Weiß nicht wovon du redest.“, ich schlenderte rüber zu Lily. „Hey Evans.“
„Nein.“, zurück zum Standardsatz…
„Was gibt's neues?“, ich fläzte mich in den Sessel ihr gegenüber. Sie antwortete nicht. „Okay, wie wärs dann wenn du mit mir -?“
„Nein.“
„Und warum nicht?“
„Dafür gibt's genug Gründe.“
„Nenn mir einen.“
„Ich hasse dich.“, sagte sie ohne mit der Wimper zu zucken.
„Der ist ziemlich gut.“, gab ich seufzend zu. „Na ja, was solls. Noch einen!“
„Du nervst.“
„Ich würd ja aufhören, wenn du mit mir ausgingest. Der zählt also nicht.“, grinste ich.
„Du bist ein arroganter Idiot.“
„Das ist nicht wahr, also zählt der auch nicht.“, gleich hatte ich sie soweit, dass sie mit anschrie. Ihre Hand, mit der sie eine Seite umblätterte, zitterte.
„Du bist egoistisch und unmöglich.“
„Ich würde ja auch viel lieber über uns und nicht über mich reden, schön, dass wir uns da einig sind.“, gleich platzte ihr der Kragen.
„Was glaubst du eigentlich wer du bist, Potter?!“, wetterte sie.
„Gestatten? James Potter, mit der Lizenz zum Flirten.“
„Gestatten?“, ihre Stimme zitterte fast vor Wut, doch sie sagte es ruhig. „Lily Evans, mit der Lizenz zum Ablehnen.“, zischte sie, packte ihr Buch und verschwand auf der Treppe zum Mädchenschlafsaal.
„Ja!“, rief ich. „War mit auch ein Vergnügen!“, und dann trottete ich zu den anderen zurück.
***
Über Reviews und dergleichen freue ich mich immer!
LG LasVegas
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