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Fanfiction

Schattenschein - Albus und Amelia

von reewa

„Albus! Sie im Ministerium? Das nenne ich aber einen seltenen Besuch!!
„Amelia!“ Dumbledore verbeugte sich leicht vor der Hexe mit dem angegrauten Kurzhaarschnitt. „Ich hatte eine kleine Unterredung mit der Ministererin, aber tatsächlich wollte ich auch zu Ihnen, meine Liebe. Manchmal liegen die Dinge so nah beieinander - in diesem Fall nur eine einzige Etage voneinander getrennt.“
Amelia Bones faltete das Memo zusammen, dessen Lektüre sie sich hier, im Flur des 2. Stockwerks gewidmet hatte und steckte es in die Innentasche ihres Umhangs.
„Dann wird es das Beste sein, wir gehen in mein Büro.“
Der alte Magier nickte und folgte ihr.

Der Raum war schlicht gehalten, der Schreibtisch schmucklos und bis auf wenige Dokumente leer. Die Leiterin der Abteilung für magische Strafverfolgung war eine gradlinige Hexe.
„Setzen Sie sich! Kann ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“
„Kaffee?“ Dumbledore nahm Platz. „Nun, warum nicht. Man hängt viel zu sehr an seinen Gewohnheiten.“
„Tee kann ich Ihnen nicht offerieren. Ich halte es da eher kontinental.“
Zwei gefüllte Kaffeebecher schwebten durch die leicht geöffnete Tür eines Hinterzimmers und ließen sich auf dem Schreibtisch nieder.
Madame Bones nahm einen großen Schluck aus ihrer Tasse, der Schulleiter von Hogwarts nippte an der seinigen. Es sah aus, als täte er es nur aus Höflichkeit.

„Amelia, bei Einsicht der Termine des Gamots habe ich festgestellt, dass Sie ihn weder diese noch in der nächsten Woche einzuberufen gedenken.“ Er nippte noch einmal an seinem Getränk.
„Das ist richtig.“
„Nun, ich hatte Sie doch darum gebeten, die Verhandlung gegen John Richards möglichst bald anzuberaumen. Er wird seit nunmehr fast zwei Wochen in Askaban festgehalten.“
„Die Untersuchungshaft wird ihm auf die Haftstrafe angerechnet werden.“
„Aber Amelia, er ist unschuldig. Und die permanente Präsenz der Dementoren setzt ihm sehr zu. Wenn es nicht bald zu einem Prozess kommt, könnte ihm ein nicht wiedergutzumachender Schaden entstanden sein. Sie stimmen mit mir gewiss darin überein, dass wir es unter allen Umständen vermeiden sollten, einem Angeklagten den Prozess zu machen, der diesem nicht mehr folgen kann.“
„Wie können Sie sicher sein, dass er unschuldig ist?“

Er machte keine Anstalten, ihr zu antworten. Darum sprach sie weiter.
„Der Abschaum aus der Knockturn Alley. Und offensichtlich ohne schwarzmagischen Hintergrund.“ Madame Bones machte eine kurze Pause.
„Oder sollten Sie etwa ein Herz für Werwölfe haben?“
Sie blickte ihm direkt in die himmelblauen Augen.
Dumbledore zeigte noch immer keine Regung. Amelia Bones stand auf und dirigierte ihre leere Tasse mit dem Zauberstab zurück, woher sie gekommen war.
„Lassen Sie uns offen reden.“
Die Büroleiterin murmelte einen Muffliato. Dann nahm sie wieder Platz.

„Ich habe den Prozess absichtlich nicht angesetzt.“
„Amelia, ich verstehe nicht.“ Zum ersten Mal in diesen Minuten schien ihr Gegenüber überrascht.
„Es geht nicht um Ihren Schützling. Es geht um Sie, Albus.“

Die Hexe zog etwas aus ihrer Schreibtischschublade. Sie hielt es vom Tisch verdeckt, so dass Dumbledore nicht erkennen konnte, um was es sich handelte.
Dabei sprach sie in ruhigem Ton weiter.

„In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar war ich hier in diesem Büro. Ich war damit beschäftigt, über die Feiertage Liegengebliebenes abzuarbeiten, wie ich es manchmal des Nachts mache, wenn ich ungestört sein will.
Gegen 3 Uhr klopfte es. Adamant Chaste vom Strafverfolgungskommando unterrichtete mich über die Ereignisse in der Knockturn Alley und fragte mich, wie mit dem Tatverdächtigen zu verfahren sei. Ich beschloss, mir selbst ein Bild zu machen, sprach mit dem Verdächtigen, aber ich war nicht recht bei der Sache.
Denn ich wusste, ich hatte den jungen Mann schon einmal gesehen. Nur wo? Ich beschloss, ihn vorerst nach Askaban bringen zu lassen, bis ich über die weitere Vorgehensweise befunden haben würde.“

Sie ließ die nächste Tasse mit tiefschwarzer Flüssigkeit vor sich landen. „Es war schon gegen Morgen, da betrat Mr. Chaste nochmals mein Büro. Er informierte mich darüber, was ihm die Mitglieder der Patrouille mitgeteilt hatten, nachdem sie von der Überfahrt nach Askaban zurückgekehrt waren. Mr. Richards habe eindringlich um eine verschlossene Zelle gebeten. Es sei unabdingbar, ihn von anderen fern zu halten. Zuerst dachten die Begleiter, der Verhaftete sei möglicherweise ein abtrünniger Todesser, der den Zorn der Mitgefangenen fürchte. Schließlich offenbarte er aber, er sei ein nichtregistrierter Werwolf. Nun, das hat sich ja inzwischen herumgesprochen.“

Madame Bones hielt kurz inne, als dächte sie nach. Ihr Blick ruhte auf dem für ihren Besucher nicht sichtbaren Gegenstand. Dumbledore wartete ab.
Dann sprach die Leiterin des Strafverfolgungskommandos in gleicher Weise weiter.

„Es wollte mir nicht einfallen, woher ich Mr. Richards kannte. Bis es mir letzten Donnerstag schlagartig in Erinnerung kam.
Als die Totesser meinen Bruder mitsamt seiner Familie auslöschten, wurde ihr Haus fast komplett zerstört. Nur wenige Dinge konnte ich aus den Trümmern retten. Unter anderem dieses hier.“

Madame Bones legte den verdeckten Gegenstand vor Dumbledore auf die hölzerne Tischplatte. Es war ein stark beschädigtes magisches Foto. Sie fing an, während des Erzählens im Raum auf und ab zu gehen.
„Mein Bruder redete nicht darüber, aber ich weiß, dass er Mitglied in einem Geheimbund gewesen war. Ein Bund, der sich gegen Voldemort und seine Schergen zur Wehr setzte. Deshalb wurde Edgar ermordet.“

„Erkennen Sie die Menschen auf dem Foto wieder?“ Sie war vor Dumbledore stehengeblieben.
„Da steht Edgar. Sehen Sie?“ Sie deutete über Kopf mit dem Zeigefinger auf ihren lachenden Bruder.
„Und hier sind Sie, Albus.“ Ihr Finger verharrte auf dem Foto ihres Besuchers.
„Und das hier - das ist er: Fast noch ein Kind auf dieser Aufnahme, aber eindeutig identisch mit dem Mann, der mir vor knapp zwei Wochen gegenübersaß und angab, sein Name sei John Richards.“
„Und erkennen Sie die jungen Männer um ihn herum? James Potter, Peter Pettigrew, beide Opfer dieses Mannes hier: Sirius Black. Und alle drei in einem Jahrgang Ihre Schüler in Hogwarts.
Und wissen Sie, wer mit diesen dreien ein Zimmer teilte? Ein Junge namens Remus Lupin, der nach Voldemorts Vernichtung spurlos verschwand.“
Madame Bones setzte sich wieder. Ich habe mir das Jahrbuch von Hogwarts für das Jahr 1978 besorgt: Das Abschlussjahr von Mr. Potter und seinen Freunden. Erkennen Sie ihn wieder? John Richards - oder besser gesagt: Remus Lupin?“

„Nun, Amelia?“ Dumbledore zeigte keine sichtbaren Anzeichen von Überraschung.
„Albus, was haben Sie sich nur dabei gedacht? - Ein Werwolf in Hogwarts! Und sagen Sie nicht, Sie hätten es nicht gewusst!“
Dumbledore schien noch immer gelassen, als er antwortete.

„Zu meinen Pflichten als Schulleiter gehört die Auswahl der Zöglinge. Ich hätte es nicht vor mir verantworten können, einen begabten jungen Zauberer wie Mr. Lupin abzuweisen.“ Er verharrte einen Moment.
„Dennoch denke ich heute, dass es ein Fehler war, ihn aufzunehmen. Ich habe Hoffnungen in ihm geweckt, die unerfüllbar waren. So gesehen bin ich nicht ganz unschuldig an seinem Schicksal.“
„Verstehe. Und deshalb haben Sie sich in den Kopf gesetzt, ihn in einem vermeintlichen Prozess vertreten zu wollen.“
„Ein Prozess, auf dessen Ansetzung ich immer noch warte.“
„Es wird keinen Prozess geben.“

Dumbledore schüttelte leicht den Kopf.
„Sie können ihn nicht in Askaban verschwinden lassen. Da sind schon zu viele, deren Verhandlung für alle Zeiten ausgesetzt wurde.“

„Wie ich schon sagte, Albus. Es geht nicht um ihn sondern um Sie selbst. Wie Sie sicherlich erfahren haben, will Cornelius Fudge bei einem vermeintlichen Prozess als Ankläger fungieren. Man sagt ihm nicht von ungefähr nach, er habe noch große Karrierepläne und schiele sogar auf das Amt des Zaubereiministers, wenn Millicent Bagnold ihren Posten eines Tages zur Verfügung stellen wird. Und man munkelt, das werde nicht mehr lange dauern.
So, Albus - und nun sagen Sie mir: Wer ist der einzige, den er als Konkurrent um den Ministerposten zu fürchten hat? - Das sind Sie!“

„Amelia, es ist allgemein bekannt, dass ich nicht die Absicht habe, für dieses Amt zu kandidieren. Ich habe es bisher abgelehnt und daran wird sich nichts ändern.“
„Fudge wird es nicht darauf ankommen lassen. Als er hörte, dass Sie die Verteidigung des vermeintlichen Mr. Richards übernehmen würden, nachdem Sie so viele Jahre nicht aktiv in Prozessen aufgetreten waren, und nun ausgerechnet in einem so banal erscheinenden Fall, da ahnte er wohl, dass Sie ein wie auch immer geartetes persönliches Interesse daran haben könnten.“

Madame Bones sah ihm direkt in die Augen und ihre Stimme wurde eindringlich. "Albus, Fudge hat Andeutungen gemacht, die nur eins bedeuten können: Er weiß es.“
Ihr Blick war erneut auf die immer noch vor Dumbledore auf dem Tisch liegende Fotografie gerichtet.
„Er hat es auf Sie abgesehen und wird nichts lieber tun, als Sie vor dem ganzen Gamot bloßzustellen. Deshalb wird es keinen Prozess geben.“

Der Schulleiter sah weniger besorgt aus, als es die Situation verlangte, erschien es Amelia Bones, während sie ihn unverwandt ansah.
Er nickte. „Nach seiner Verhaftung suchte ich Mr. Lupins Unterkunft auf, um ihm ein paar Dinge ins Gefängnis zu bringen. Aber jemand war vor mir dort gewesen. Es fehlte eine Fotografie, die anlässlich des Schulabschlusses an meinem Institut im Jahre 1978 aufgenommen wurde.“

„Dann wussten Sie Bescheid?“ Madame Bones verharrte kurz, ihrer Überraschung Ausdruck verleiend. „Und Sie wollten trotzdem, dass der Prozess stattfindet?“
„Machen Sie sich keine Gedanken um mich, liebe Amelia. Wie ich zu Beginn unserer kleinen Unterredung erwähnte, komme ich gerade von der Ministerin. Ich habe mich für Fudge verwendet und sein Ansinnen unterstützt.“
Die Leiterin der Abteilung für magische Strafverfolgung verzog das Gesicht.

Dumbledore schüttelte den Kopf und wurde ernst.
„Glauben Sie nicht, ich würde mich gemein machen, meine Liebe. Fudge ist ein Machtmensch. Er wird alles daran setzen, Minister zu werden und er weiß bereits viele Zauberer auf seiner Seite. Es ist absehbar, Sie haben es selbst gesagt. Und denken Sie nicht auch, dass er in diesem höchsten Amt alle erdenkliche Hilfe gebrauchen kann? Deshalb werde ich ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen - zum Wohle der Zauberergemeinschaft, nicht, um meinen Kopf zu retten.“

Das ihm so typische vielsagende Lächeln war auf sein Gesicht zurückgekehrt. „Denn wäre das mein Ansinnen - ein Vergessenszauber reichte aus und der gute Cornelius würde sich nicht einmal mehr an die Farbe seines Bowlerhuts erinnern.“
Er erhob sich. „Nun, denke ich, sollte einem baldigen Prozess nichts mehr im Wege stehen.“
Madame Bones nickte. Sie hatte alles gesagt.


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