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Fanfiction

Schattenschein - Unvergesslich

von reewa

„Das reicht jetzt!“, funkelte er sie an. „Wie kommst du dazu, mir so etwas zu unterstellen! Es stimmt, ich bin krank, aber das geht dich gar nichts an!“
Es ärgerte ihn, dass er sein Butterbier nicht selbst bezahlen konnte. Nun würde er ihr etwas schuldig bleiben müssen.
Er stand auf. Diesmal hielt sie ihn nicht zurück. Doch als er die Tür öffnete, um sich durch die Nacht zur Hütte zu schlagen, war Lucy direkt hinter ihm.
„Ich verstehe, dass du mir nicht vertrauen kannst“, sagte sie, während die Tür hinter ihr ins Schloss fiel.
Die Luft war kalt und feucht, aber es regnete nicht.
„Aber ich vertraue dir“, fügte sie leise hinzu.
Er drehte sich zu ihr um.
„Jetzt hör mir mal gut zu: Es tut mir wirklich Leid, dass du bist, was du bist, aber du hast dich in mir geirrt. Meine Freunde nennen mich ‚Moony’, ja, doch das ist nur ein Spitzname. Der hat rein gar nichts zu bedeuten, klar?“
„Und warum hat dieser Black dann damals gesagt, du führest dich auf wie kurz vor Vollmond?“

Selbst im fahlen Licht der Straßenlaternen konnte sie sehen, wie blass er geworden war. Sirius, in seinem besoffenen Kopf, hatte ihr alle nötigen Informationen gegeben. Remus musste schlucken. All die Jahre war es gut gegangen, und selbst die Geschichte mit Severus war folgenlos geblieben. Sie waren sich zu sicher gewesen. Nun rächte sich das.
„Remus, du hast alle Symptome für Lykanthropie. Ich beschäftige mich schon lange genug damit, um einen Werwolf zu erkennen, wenn ich einen vor mir habe.“
Sie hatte es ausgesprochen und rechnete damit, dass er nun endgültig gehen würde.

Er ging nicht. Statt dessen nahm er sie am Arm und führte sie die Straße entlang, bis diese in den Weg nach Hogwarts mündete. Das war nicht ihre Richtung, dennoch ließ sie ihn gewähren. Die Häuser endeten und statt ihrer erstreckte sich nun der Wald zu ihrer Linken. Remus führte Lucy vom Wege ab bis unter eine große Eiche. Er zog seine Jacke aus und legte sie auf das weiche Moos.
„Setz dich“, sagte er und machte es ihr vor. Mit dem Rücken lehnte er sich an die feuchte Rinde des Laubbaums und wies auf den Platz neben sich.
Lucy zögerte. Hier draußen war niemand außer ihnen beiden. Er hatte Recht: Sie kannte ihn nicht. Gab es einen Grund, sich vor ihm zu fürchten?
Aber es war ihre einzige Chance, zu ihm durchzudringen. Sie riskierte es und ließ sich neben ihm nieder. Für einen Moment hörte man nichts außer den auf die Blätter herabfallenden Regentropfen.
Dann begann er zu sprechen. Er sprach leise, aber seine Stimme war fest.

„Es war Herbst. Ich war drei Jahre alt und kam mit meinen Eltern von unserem Sonntagsspaziergang zurück. Es war ein schöner, sonniger Tag gewesen und wir waren unterwegs in einem Lokal eingekehrt und hatten dort etwas gegessen. Deshalb dunkelte es schon, als wir uns wieder auf den Heimweg machten. Wir erreichten den Regent’s Park erst, als es schon dunkel war. Wir gingen immer durch den Park, es war eine Abkürzung, und wir hatten keine Angst. Der Vollmond schien auf den Weg und ich machte mich von der Hand meines Vaters los, um einen Stock aufzusammeln, der am Wegesrand lag.
Dann ging alles sehr schnell. Irgendetwas riss mich zu Boden. Ich dachte, es sei ein Hund, ein riesengroßer Hund mit schrecklichen, kalten Augen. Er war direkt über mir. Ich wollte mich losreißen und schrie, so laut ich konnte. Das Tier biss mich in den Arm und hätte vielleicht nicht von mir abgelassen, wenn mein Vater nicht dazwischen gegangen wäre und mit einem großen Knüppel auf ihn eingeschlagen hätte. Da flüchtete die Bestie.“
„Das weißt du alles noch?“
Er lachte bitter. „So etwas vergisst man nicht.“
Er schob den rechten Ärmel seines Hemds hoch.
„Es ist blasser geworden, aber es ist immer noch zu sehen, wo er mich erwischt hat.“
Sie streckte zögerlich die Hand aus und fühlte die Narbe. Er ließ sie gewähren, aber sie sah, dass es ihn Mühe kostete, nicht zurückzuzucken.

„Meine Eltern wussten, was es war, das mich da angegriffen hatte, aber sie sagten nichts. Doch sie waren die ganze Zeit bedrückt und ich verstand nicht, warum. Oft hörte ich sie streiten und meine Mutter weinen, wenn sie glaubten, dass ich sie nicht hörte.
Als der nächste Vollmond bevorstand, sagten sie mir, ich könne die Nacht nicht in meinem Bett verbringen sondern müsse vor Einbruch der Dunkelheit in die kleine Abstellkammer gehen. Sie war winzig und hatte kein Fenster. Als ich sie betrat, war sie ganz verändert. All die Regale mit Konserven waren verschwunden und statt ihrer stand dort nun ein Klappbett. Das war alles. Ich wollte dort nicht rein und klammerte mich an meine Mutter und weinte und wehrte mich, aber mein Vater packte mich und sagte, es wäre ganz wichtig, dass ich dort bliebe, weil etwas mit mir passieren würde. Und ich müsse tapfer sein, am nächsten Morgen sei alles wieder vorbei. Dann sperrten sie mich dort ein.“
„Du warst noch so klein“, flüsterte Lucy.
„Dennoch erinnere ich mich an jedes Detail. Manchmal träume ich von dieser ersten Nacht.“
Noch immer streichelte sie über seinen Arm und noch immer ließ er sie gewähren.
Der Regen setzte wieder ein, und obwohl einzelne Tropfen das Laubdach über ihnen durchdrangen und auf sie niederfielen, rührte sich keiner der beiden.

„Als ich elf Jahre alt war, passierte ein Wunder. Der Schulleiter von Hogwarts nahm mich auf, obwohl er wusste, was ich war. Er ließ die Peitschende Weide pflanzen, um die Hütte, in der ich mich von da ab jede Vollmondnacht aufhielt, vor Eindringlingen zu schützen. Es klappte. Niemand kam hinter mein Geheimnis, bis auf – bis auf den dunklen Jungen, den du belauscht hast. Er weiß es, aber Dumbledore hat ihn gezwungen zu schweigen. Deshalb hat er seine Kumpane angeherrscht, nicht über mich zu reden. Wenn die dahinter kommen – was ich nicht glaube, sie sind nicht gerade die Hellsten – dann wird Dumbledore glauben, Severus hätte es ausposaunt. Und dann fliegt er. Aber leider würde es auch Dumbledore mitreißen.“
„Und deine Freunde? Wie haben sie es rausgefunden?“
„So wie du.“ Er lächelte. „Ihr seid halt zu clever.“

Lucy nahm die Hand von seinem Arm und sag ihn eindringlich an.
„Lässt du mich dir helfen?“
„Wie soll das gehen?“
„Ich komme nicht mehr weiter. Mir fehlt …“, sie hielt inne und sah auf den aufgeweichten Boden vor sich, „Mir fehlt jemand, der betroffen ist.“
„Wozu?“
„Um zu wissen, wie die Verwandlung ausgelöst wird. Ich meine, physiologisch.“
„Was bedeutet das?“, fragte er und suchte ihren Blick.
Sie aber fixierte noch immer das Stückchen Erde vor sich.
„Das bedeutet, ich brauche dein Blut.“
„Das ist es also?!“ Er war aufgesprungen und seine Stimme war voller Abscheu.
„Deshalb wolltest du mich kennen lernen? Weil du einen Versuchselfen brauchst?“
Lucy war ebenfalls aufgestanden und legte sich seine Jacke über den Arm.
„Das darfst du nicht glauben! Bitte, Remus, ich hätte es doch nie gewagt, wenn ich nicht … wenn ich dich nicht ….“ Sie vollendete den Satz nicht.
„Das hast du ja geschickt eingefädelt! Und ich Idiot hatte schon gedacht, es ginge dabei um mich! Die Jungs hatten Recht – du willst mich nur benutzen!“

Er riss ihr die Jacke mit solcher Vehemenz aus dem Arm, dass Lucy einen Schritt nach vorn machte – direkt in seine Arme. Ihre linke Hand lag auf seiner Schulter, die andere hatte Halt auf dem Unterarm gefunden, dessen Hand die Jacke umklammerte.
Remus stand plötzlich ganz still. Als wage er nicht, sich zu bewegen. Er stieß Lucy nicht von sich und spürte intensiv ihre klammen Finger auf seiner Schulter. So nah war ihm noch nie ein Mädchen gewesen. Sie roch wunderbar. Er fühlte sich betrogen und ausgenutzt, aber er konnte sich nicht von ihr lösen. Sein Herz schlug wie wild und auch wenn ihm sein Verstand hundertmal sagte, dass es ein Fehler war, so sagte ihm sein Herz doch, dass das jetzt keine Rolle spielte.
Und so wehrte sich Remus nicht, als Lucy beide Arme auf seine Schultern legte und ihn küsste. Er ließ die Jacke achtlos fallen und erwiderte die Umarmung. Keiner der beiden bemerkte, dass seine Jacke mit dem Wappen von Hogwarts direkt einem vorbeihuschenden Knuddelmuff auf den Kopf fiel.


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