
von aliena
Was wäre wenn...
Oh, mist! Es tut mir leid, das es so lange gedauert hat, deswegen kommen wir gleich zum Punkt:
Viel Spaß mit den nächsten 2 Kapiteln
4. sie tatsächlich ein wenig Hilfe gebrauchen könnte
„Wo setzten wir uns gleich hin?“, fragte Luna, als sie am Klassenzimmer für Zaubertränke angekommen waren.
„Natürlich ganz nach Vorne“, antworte Hermine so, als wenn es das selbstverständlichste der Welt wäre. Sie lehnte sich gegen die Wand und zog ein Buch, welches sie schon lange lesen wollte, aus ihrer Tasche. Eine neue und gute Geschichte würde sie bestimmt ablenken.
Luna stellte sich neben Hermine und fing an ein seltsame Melodie zu summen, dabei wippte sie auf ihren FĂĽĂźen.
„In fünf Minuten fängt der Unterricht an“, sagte Luna.
„Ja, und?“ Hermine blickte sie an.
„Es sind sehr wenige Schüler hier.“
Hermine schaute durch den Gang. „Wir sind die einzigen ihr, Luna.“
„Eben.“
„Die werden noch alle kommen, es sind ja nicht so viele.“ Kaum hatte sie es ausgesprochen hörten sie bereits Schritte, die andere Schüler ankündigten. Es waren- ganz zu Hermines Missfallen- Harry und Ron; Ginny war auch dabei, aber gegen sie hatte Hermine nichts.
„Ich werde mich in dieser Stunde so blamieren!“, sagte Harry und fuhr sich mit seiner Hand durchs schwarze Haar, wodurch es noch unordentlich wirkte. „Slughorn denkt, dass ich ein Naturtalent in Zaubertränke bin und dabei kann ich gar nichts!“
„Wenn du so eine Einstellung hast kann das auch nichts werden.“ Ginny schüttelte den Kopf.
„Hätte ich doch nur dieses Jahr auch ein Buch vom...AU!“ Ron hatte seinen besten Freund einen harten Stoß in die Seite verpasst. „Was sollte das?“, fragte Harry und rieb sich seine schmerzende Stelle. Ron murmelte ihn etwas ins Ohr und er blickte zu Hermine, dann nickte er. Die drei gingen auf Hermine und Luna zu.
„Hi, Luna“, begrüßte Ron sie.
„Hallo“ Sie stand immer noch nicht still und lächelte Ron. Keiner sagte etwas und Hermine durchlöcherte Harry mit ihren Blicken. Mit einem Schlag war ihre Stimmung besser, als sie gehört hatte, wie verzweifelt Harry gesprochen hatte. Sie hätte springen und dabei in die Hände klatschen können, wie ein kleines Mädchen an Weihnachten. Gleich würde sie beweisen, dass sie die Beste Schülerin in Zaubertränke war.
Slughorn kam mit drei weiteren Schülern, Draco Malfoy, Blaise Zabini und Ernie Macmillan, den Gang entlang. Ihr Lehrer strahlte übers ganze Gesicht, als er Harry, Hermine und Ginny erblickte, während Blaise sie gehässig musterte. Draco Malfoy schaute ganz untypisch auf den Boden und mied es irgendjemanden anzuschauen und Ernie hob die Hand zum Gruß.
Die Schüler wurden in den Klassenraum gelassen. Hermine steuerte sofort den Tisch an, der am weitesten vorne stand und setzte sich; Luna hatte es nicht so eilig sich zu setzten und brauchte daher etwas länger bevor sie sich neben ihre Freundin fallen ließ. Hermine schaute hinter sich und stellte zufrieden fest, dass Harry, Ron und Ginny sich einen Tisch mit Ernie teilten; sie atmete erleichtert aus.
„Ist was?“, fragte Luna sofort.
„Nein, ich bin nur froh, dass ich nicht neben Ha...“
„Mr. Malfoy, Mr Zabini?“, unterbrach sie Slughorns Stimme. „Sie beiden sitzen mir etwas zu weit hinten. Hier sind noch ein Paar Plätze frei.“ Er deutete auf Luna und Hermine.
Hermine verkrampfte sich. Draco und Blaise blickten Slughorn an, als hätte er von ihnen verlangt, dass sie in eine Grube voller giftiger Schlangen leben sollen.
„Na, kommen Sie! Die beiden Ladies beißen schon nicht.“
Die beiden Slytherins packten ihre Sachen mit mehr Lärm, als nötig gewesen wäre zurück in ihre Taschen. Als Draco sich neben Hermine setzte- natürlich mit so viel Abstand, wie möglich- hörte Hermine hinter sich erstickte Lacher. Sie drehte sich ruckartig um und warf Harry und Ron vernichtende Blicke zu, woraufhin die beiden Jungen schlagartig verstummten. Oh, wie sehr Hermine sich wünschte, dass Blicke töten könnten.
„Heute brauchen sie etwas zum schreiben“, verkündete Slughorn und drehte sich zu der Tafel, die hinter ihm stand.
„Na, toll“, brummte Malfoy.
„Ich verspreche Ihnen“, fuhr Slughorn fort, „in den nächsten Stunden werden wir etwas spannenderes machen.“ Er schwang seinen Zauberstab und auf der Tafel erschien die Überschrift Trank der Toten.
„Werden wir diesen Trank in der nächsten Stunde brauen?“, fragte Ernie.
Slughorn gluckste. „Nein, es ist nicht mal sicher ob es diesen Trank gibt, allerdings gibst es Berichte aus der Antike und sogar aus der Neuzeit, die von diesem Gebräu erzählen. Sein Erfinder war Archimedes...ja, bitte Miss Granger?“
„Entschuldigen Sie Professor, aber war Archimedes nicht Physiker und Mathematiker?“, fragte Hermine.
„Das ist er nur für die Muggel. Zauber wussten, dass Archimedes eine genialer Zaubertankmischer war.“ Er tippte auf die Tafel und ein Text erschien unter der Überschrift. „Schreiben Sie dies bitte ab.“
Die Klasse schrieb alles ab und als alle fertig waren war die Stunde schon fast vorbei.
„ihre Hausaufgabe wird sein, einen Aufsatz zu schreiben über den Trank. Die Frage lautet: wenn es den Trank tatsächlich gab, warum wurde er verboten? Tschüß und nicht vergessen, das nächste Mal wird es spannender!“ Slughorn wischte die Tafel und die Schüler verließen den Raum. Hermine blickte zu Harry, der sehr erleichtert schien. `Ja´, dachte sie gehässig, `Heute hattest du Glück, aber beim nächsten Mal wirst du mehr zu tun haben.´
„Was hast du jetzt?“, fragte Luna Hermine
„Ein Freistunde und du?“
„Wahrsagen mit Ginny zusammen.“
Hermine schĂĽttelte nur den Kopf.
„Wahrsagen ist wirklich gut, zumindest bei Firenze, er bringt es besser rüber“, verteidigte sich Luna.
„Ich glaub an so einen Quatsch nicht. Trelawney war eine Schwindlerin und Firenze...“, Hermine hielt inne. Bei Zentauren war sie sich eigentlich gar nicht so sicher.
„Weißt du“, fing Luna wieder an, „Trelawney kann Wahrsagen.“
Hermine schnaubte.
„Erinnerst du dich an diese Prophezeiung, in der es um Harry und Du- weißt- schon- wem ging, sogar der Tagesprophet hat davon berichtet?“
„Kann sein, mich haben diese Artikel in denen es um Harry ging nie gereizt, sie sind nur über ihn hergezogen.“
Luna grinste ihre Freundin, mit einem seltsamen Gesichtsausdruck, an.
„Was?“ Hermine blickte sie verständnislos an.
„Nichts...was ich nur sagen wollte ist, diese Prophezeiung hatte Trelawney gemacht und sie hat tatsächlich gestimmt. Sie besagte, dass entweder Harry oder Du- weißt- schon- wer sterben muss und...“
„Oh, wie toll!“, unterbrach Hermine sie und jedes Wort triefte vor Sarkasmus. „Da gab es ja nicht so viele Möglichkeiten! Ist doch klar, wenn zwei Zauberer versuchen sich gegenseitig zu töten, muss einer sterben; das hätte ich auch prophezeien können.“
„Nein, sie hat noch andere Dinge gesagt...“ Luna brach ab, denn Ginny kam auf sie zu.
„Hi, wollen wir los?“, fragte sie.
„Wir sehen uns“, sagte Luna nur zu Hermine, dann ging sie mit Ginny.
Hermine schaute ihnen nicht hinterher, sondern machte sich sofort auf den Weg, in den Gryffindor Gemeinschaftsraum, dort würde sie den Aufsatz für Zaubertränke beginnen.
Zwei Wochen später ging es Hermine auch nicht besser. Sie verabscheute es Abends, ganz allein, durch die Gänge zu gehen; wenn sie zumindest noch jemanden hätte, der sie begleiten würde.
„Ich habe versucht dir zu helfen“, bemerkte Luna erstaunlich eingeschnappt. Es war Samstag und sie machte mit Hermine einen kleinen Spaziergang über die Ländereien.
Hermine reagierte nicht auf diese Aussage, sie wollte nicht schon wieder mit Luna diskutieren und dies wäre wohl passiert, wenn sie gesagt hätte, dass es ihr nicht wirklich hilft, wenn ihr geraten wird zu Harry zu gehen und nach einer Karte zu fragen, welche es nicht mal gibt.
Sie kamen an Hagrids Hütte vorbei. Hermine erblickte den Hippogreif, der in ihrem sechsten Schuljahr plötzlich im Kürbisbeet stand. Für sie war sofort klar gewesen, dass dieses Tier genau das selbe ist, welches in ihrem dritten Jahr, seltsamer Weise, verschwand. Sie hatte damals Luna ihre Vermutung erzählt und sie wurde bestätigt.
Als sie wieder zurück zum Schloss gingen fragte Luna Hermine irgendetwas, doch sie hörte gar nicht zu; sie brauchte dringend mehr Schlaf. Stattdessen nickte sie einfach nur mit dem Kopf. Plötzlich wurde Hermine aus ihren Gedanken gerissen, als Luna laut und völlig untypisch „Super!“, rief. „Du wirst es nicht bereuen“, sagte sie noch, dann rannte sie los und ließ eine verwirrte Hermine zurück.
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