Beautiful Lies -let's give them something to talk about- - Sinnlose Konversationen
von Margun Black
SINNLOSE KONVERSATIONEN
-Flashback
"An was denkst du grade?"
"Willst du das wirklich wissen?"
"Ja und bitte kein Smalltalk."
"Ich denke an dich, Tag und Nacht. Ich denke an dich. Beim Aufstehen, beim Zähneputzen, während dem Frühstück, im Unterricht, wenn ich lese, wenn ich schreibe, wenn ich singe. Ich denke immerzu an dich."
"Und deswegen gehst du mir aus dem Weg?! Das ist doch lächerlich!"
"Du bist immer bei mir. Egal wo ich bin, was ich mache oder ob ich das möchte. Mehr kann ich nicht ertragen. Wenn ich auch noch jeden Tag mit dir reden würde... ich kann das nicht. Es ist nicht meine Art mich mit weniger zufrieden zu geben als ich will, als ich verdient habe."
Dann ging ich. Oder besser gesagt ich rannte weg. Weg vor all dem Schmerz und das tue ich noch heute. Warum ich mich an dieses Gespräch noch so genau erinnere? Es war der Tag an dem sich alles änderte. Ich meine, er hatte gewonnen. Wir hatten uns wochenlang übertrumpft, wer dem anderen mehr Schmerz zufügen konnte. Auf jede erdenkliche Art und Weise, ohne Regeln, es war ein grausames Spiel. Am meisten schmerzte die Erkenntnis, dass er gewann, weil ich ihn liebte. Nicht weil ich schwach war oder naiv. Nein, das war ich nicht. Seine Augen, seine Stimme, sein Geruch, all das machte mich naiv und schwach. Die Liebe hatte mich besiegt. Herzlichen Glückwunsch!
Das würde mir kein zweites mal passieren, das hatte ich mir geschworen. Irrtum, es wurde fast noch schlimmer. Keiner wusste davon, dass ich ihn damals liebte. Noch nicht einmal Serena. Doch mit Remus...nun ja, dass wussten viele. Zumindest das da mehr zwischen uns war. Ich hatte immer gedacht er wäre nicht wie Black oder Potter, obwohl er so viel Zeit mit ihnen verbrachte. Doch das war er. Küsste mich, berührte mich und tat dann so als wäre nichts gewesen. Immer und immer wieder. Es war jetzt Ende Oktober und mit jedem Tag wurde ich abhängiger von ihm.
"Hey Amber", lächelte er mich an. ich lächelte nicht. Er legte den Kopf schief als ich nur mit einem genervten Blick reagierte. "Bist du...sauer?", fragte er kleinlaut. Natürlich, du Arsch! Was dachte er bloß von mir. Nein, der Junge den ich liebte legte einfach mal irgend so eine Blondine flach, nachdem er mir das Gefühl gegeben hatte, etwas Besonderes zu sein. Warum sollte ich sauer sein? "Hab' ich Grund dazu?", fragte ich gleichmütig zurück. Ein trauriger Blick verriet mir, dass er wusste, was ich wusste. "Vielleicht“, begann er zögernd, "aber, dass ...das war nichts! Wirklich nicht Amber! Ich war betrunken und unsicher und... ach, ich weiß doch selber nicht was das war. Ich dachte ich bin dir egal.", stammelte er.
"Egal? Ja natürlich, ich vögel mich einfach wild durch die Gegend und du bist nur einer von Vielen! Ich bin ja so eine Schlampe.", knurrte ich. "So hab ich's nicht gemeint.“, verteidigte er sich. "Aber gesagt!", sagte ich vielleicht etwas zu laut. "Miss Halliwell, möchten sie uns vielleicht sagen was ihr Gemüt so erhitzt das sie laut werden müssen?", Mc Gonnagall sah mich mit ihren hochgezogenen Augenbrauen halb spöttisch, aber vor allem wütend an. Ja, Verwandlung mit Gonni war nicht gerade der perfekte Zeitpunkt für ein solches Gespräch, aber er hatte angefangen. "Naja, ich habe gerade meinem Mitschüler mitgeteilt, dass ich ihren Unterricht äußert interessant finde", lächelte ich. Da war sie sprachlos und ich überrascht. Normalerweise kaufte mir niemand das nette Mädchen ab, aber heute schien ich Glück zu haben.
Remus drehte sich resignierend von mir weg und ich wartete sehnsüchtig auf das Klingeln, das meine Flucht ermöglichen würde.
Ich hatte nicht wirklich Lust mit ihm darüber zu diskutieren mit wem er was tat. Ich war nicht seine Freundin und darum ging es mich auch nichts an. Meine Gefühle standen auf einem anderen Pergament. Bei Merlins durchlöcherte Unterhose! Was war denn nur mit mir los? Diese Rumtreiber waren wirklich nicht zum Aushalten!
Jetzt fingen auch noch Potter und Black an zu nerven. "Psst.Amber", versuchte Black - unauffällig - meine Aufmerksamkeit zu erregen. ich drehte mich nicht um. Nachsitzen war das Letzte was ich gebrauchen konnte.
"Psssst!!Aaaamber!" Ich hasste es wenn Leute meinen Namen so in die Länge zogen. Einfach widerlich."Aaaaamber!"..."Abbs?"..."Abbsidapsipooh?"..
"WAS?!", ich drehte mich um und funkelte die beiden böse an. Den Triumph in ihren Gesichtern übersah ich großzügig, den Gefallen tat ich meinen Nerven.
"Ach nicht so wichtig", grinste Black und brachte mich zu Weißglut. Er wollte sich vor zu mir lehnen und schob den Tisch deswegen ein wenig nach vorn, dabei fielen er und Potter nach hinten und zogen mich gleich mit. "Sag mal Black, HAST DU SIE NOCH ALLE?!"
"MISS HALLIWELL.BLACK UND POTTER NACHSITZEN! ALLE DREI! UND JETZT VERLASSEN SIE MEINEN UNTERRICHT!",so viel zum Thema Nachsitzen. "Klasse Black", zischte ich und stolzierte aus dem Klassensaal.
Ich lief im Gemeinschaftsraumherum, als mir das schwarze Brett ins Auge fiel.
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WICHTIGE MITTEILUNGEN:
Der Zaubertrankunterricht entfällt heute, aufgrund der Erkrankung von Professor Slughorn.
Wir bitten die Schüler die Freizeit sinnvoll zu nutzen.
Stellvertretende Schulleitung
M. McGonnagall
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Ich lag seit Stunden unter den Sternen und dachte nach. Was hatte ich falsch und was richtig gemacht? Irgendwo auf dem Weg hierher hatte ich mich selbst verloren.
Ich erinnerte mich an den Blick meiner Mutter, als ich ihr gesagt hatte, dass ich nach diesem Schuljahr nicht zurück kommen würde. Ich würde meine Familie hinter mir lassen, alles was mich am Atmen hinderte würde ich vergessen, verdrängen, wie auch immer man das nennt. Ich wusste nicht genau wie, aber irgendwie würde ich auch die Gefühle für ihn loswerden. Bisher hatte mir so etwas nie Glück gebracht, warum auch? Es gibt Menschen denen ist sowas vorbestimmt, eine heile Familie, Erfolg, die große Liebe und so weiter. Ich konnte auch ohne das leben. Als Einzelgängerin gefiel ich mir weitaus besser, als zukünftiges Heimchen am Herd.
Ich hatte meine Mutter aus Liebe so viel tun sehen. Aber dabei hatte sie sich selbst verschenkt. Und ihm war sie schon lange nichts mehr wert. Den Stolz wollte ich nie verlieren, die einzige Eigenschafft die in meiner Familie lag, auf die ich stolz war. Ich wollte mein Schicksal nicht akzeptieren, meiner Familie nicht den "angebrachten Respekt" entgegenbringen- meinen Respekt musste man sich verdienen.
Beim Abendessen war ich relativ früh - was zur Folge hatte das ich gerade ging als die Rumtreiber kamen. Ich folgte meinen Weg raus zum schwarzen See wo ich meine Animagus Gestalt annahm und mich geschützt unter ein paar Weiden legte.
Diese Schule war einfach wundervoll, ich betrachte sie in der Dämmerung und erinnerte mich an das Erste Mal das ich versuchte hoch zwischen den Wolken ihr Ende zu finden. Wie viel ich hier gelernt, erlebt, gewonnen und auch wieder verloren hatte.
Auf einmal bemerkte ich wie sich Remus vor mich setzte, direkt hinter ihm kam Potter angelaufen und setzte sich neben ihn, ein paar Meter vor mir.
Sie schienen mich nicht bemerkt zu haben.“Ich hab's vermasselt.“, jammerte Remus.
"Ach Quatsch Mooney. Sie mag dich. Wirklich, ich glaube nur, naja wir waren nicht besonders nett zu ihr und naja die Sache mit…“ „ Jaja schon gut. Ich weiß dass es nicht besonders klug war mit einem anderen Mädchen zu schlafen, aber das war doch nichts! Es hat nichts bedeutet. Wie mach ich ihr nur klar das ich sie liebe, keine Andere", er stützte sein Kinn auf seinen Händen ab.
„Naja sie ist nur ein Mädchen weißt du. Du solltest vielleicht versuchen langsam mal drüber weg zu kommen. So hart das klingt.“, riet James ihm und ich platzte fast. Nur ein Mädchen? Wenn er so weise war warum belästigte Potter dann seit Jahren Evans? „ Und Lily? Die ist doch auch nur ein Mädchen“, sagt Remus. „D-das ist was ganz anderes“, stotterte Potter.
Natürlich, Lily ist ein total tolles Mädchen und ich bin was? Ein Troll? Potter dieser Ringelotter!
„Weißt du ich glaube nicht dass das so eine gute Idee war mit ihr. Sie wird dein Geheimnis verstehen. Sie wird..“ „ Ach lass gut sein“, unterbrach Remus und ging wieder zurück zum Schloss. Potter lief ihm nach aber ich achtete nicht weiter auf sie. Ich mochte das alles nicht.
Dieses ganze hin und her und die Gefühle die dabei in mir herumschwirrten. Dummes Mädchen.
Am nächsten Morgen (oder auch Nacht je nachdem wer 6.10 Uhr noch schläft) saß ich im Gemeinschaftsraum der Slytherins und sah Sev zu wie er mir einen Tee machte. Das Problem dabei war das aus irgendeinem Grund keine Teebeutel mehr da waren und er versuchte welche herzuzaubern, aber nur Kleintiere und Kaffee schaffte. Schließlich gelang es ihm doch.
„Bei Salazar, was ist denn heute Morgen nur los“, murmelte er. „Danke“, sagte ich als er mir den Tee überreichte. „Und du denkst er wird dich nur ausnutzen? Oder hat das schon getan? Ich meine ich bilde mir ein einen guten Überblick über das Geschehen zu haben. Und ihr hattet Sex und er ist seitdem er… Ach Abbs, schau mich nicht so an!“, er zog seine Augenbrauen zusammen. „Was? Wie schau ich dich denn an?“, fragte ich verwundert. „So leidend. Ich ertrage es nicht das er dir so wehtut. Er ist doch nur ein Rumtreiber! Ein mieses Arschloch, mehr nicht! Warum suchst du dir immer die aus die dir am meisten wehtun?“, er sah mich wehleidig an. Ich seufzte.
Wo er Recht hatte…... Rumtreiber gelten im Allgemeinen nicht als besonders beziehungsfähig.
Aber Remus. „Hmm ich weiß nicht. Ich hab‘ eben nicht gedacht. Ich dachte er wär anders, woher sollte ich wissen das ich mich nochmal irre?“, sagte ich,
„Naja die Dinge lagen damals aber auch anders bei..“, ja das stimmte. Na gut, auch Sev wusste von den damaligen Ereignissen, dem Kampf, den Verlusten und dem Schmerz der mich fast zerrissen hätte. Und genau deswegen hatte ich mich an ihn geklammert. Er war mein Strohhalm, er war immer da. Aus irgendeinem Grund war er nicht böse wenn ich einfach wochenlang nicht mit ihm redete oder ihn sogar ignorierte oder gemein war oder einfach so wie ich manchmal war. Alle anderen verstanden das nicht. Sie hatten mich alle aufgegeben. Zu Recht, wie ich fand. Ich war nun mal kein Herdentier. Menschen die einem nahe stehen haben emotionale Macht und Verantwortung. Ich wollte das nicht und ich wollte auch nicht die Kontrolle verlieren. „Jetzt ist es sowieso spät. Wenigstens war's nicht schlecht“, sagte ich kühl. „bääääääh Amber! Ich will nun wirklich keinen Details hören, ja? Ist ja ekelhaft“, er rümpfte die Nase.
Einen Moment lang sahen wir einander an.
Dann mussten wir beide lachen.
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Ich bin Potterianer der ersten Stunde.
Rufus Beck